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SIND oder WERDEN wir asexuell ?
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Dogbert




Alter: 58
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 02.10.2005
Beiträge: 246
Wohnort: Berlin
BeitragVerfasst am: Fr Jul 04, 2014 13:17    Titel: Antworten mit Zitat

Nun ja, mit der Verwandtschaft hat man es nicht immer leicht. Gegenüber Verwandten in gerader Linie besteht schon sowas wie eine soziale Verantwortung füreinander.

Ich bin nun auch nicht so der Verwandtschaftskontaktpfleger, aber bin mir dessen bewußt, daß man sich hier ab und zu erkenntlich zeigen sollte. Meistens beschränkt auf sinnvollen gegebenen Anlaß und die Aufenthalte sind für mich eine ziemliche Anstrengung. Ich brauche einfach eine spezielle Umgebung, die ich vorzugsweise "mein Biotop" nenne.

Gottseidank ist unser Verwandtschaftskonstrukt liberal genug, daß es keine Verpflichtung zu irgendwas gibt. So lasse ich auch Hochzeiten, runde Geburtstage und Beerdigungen aus.

Ich bin auch ausgesprochen telefonierfaul. Wenn es was zu telefonieren gibt, hat es auch einen konkreten Anlaß. Ich schreibe oder telefoniere nur mit Leuten, die mir echt wichtig sind bzw. mich auf ihre Weise gedanklich bereichern bzw. inspirieren können.


Geschenke gibt es bei uns nicht. Das Geschenk ist man selber. Wenn überhaupt, sind die Geschenke sehr praxisorientiert, also keine Staubfänger.
_________________
Liebe Grüße
Dogbert
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Seelensplitter





Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 31.08.2014
Beiträge: 10
Wohnort: Köln
BeitragVerfasst am: Mi Sep 03, 2014 21:45    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hatte eigentlich nie so die große Lust an der Lust und mit den Jahren ist es dann auch so gut wie ganz verschwunden. Ich kann die hier gut gestellte Frage nicht beantworten, ob man nun AS wird oder AS ist. Vielleicht ist ein Teil angeboren und gewisse Ereignisse haben dazu beigetragen, so wie man ist.
_________________
Jeder Heilige hat eine Vergangenheit und jeder Sünder hat eine Zukunft.
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Gartenfee61





Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 05.07.2014
Beiträge: 9
Wohnort: Sauerland
BeitragVerfasst am: Mo Sep 08, 2014 17:37    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke schon seid Jahren darüber nach , ob der Grundstein für meine sexuelles Desinteresse nicht in meiner Kindheit schon gelegt wurde. In den 60er Jahren groß geworden, war Sexualität in unserer Familie tabu.
Wenn mein Vater gebadet hat , durfte um Gotteswillen niemand von uns Kindern das Badezimmer betreten. Meine Mutter schon , aber es wurde sofort die Tür wieder geschlossen. Hinzu kam , daß man eigentlich die Meinung des Vaters zu übernehmen hatte. Wir habe uns in Pubertät zwar dagegen gewehrt, meine Schwester mehr als ich. Sie war auch 7 Jahre älter. Hat aber auch ihr ganzes Leben Probleme mit Beziehungen und ihrem Leben allgemein.
Ich kann mich nicht erinnern , dass bei uns jemals über Sexualität , außer der üblichen Aufklärung , gesprochen wurde. Trotz allem habe ich sehr an meinem Vater gehangen und bin viel mit ihm unterwegs gewesen. Ich soll ihm auch sehr ähnlich sein.
Es geht mir immer wieder durch den Kopf und trotzdem werde ich wohl nie eine Antwort bekommen.

Nachdenkliche Grüße
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lebensdiva




Alter: 50
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 22.11.2011
Beiträge: 18
Wohnort: Berlin
BeitragVerfasst am: Mo Sep 08, 2014 18:09    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke, dass die Atmosphäre in der Herkunftsfamilie schon eine große Rolle spielen kann...allerdings ist es komisch, da ich in der selben (lustverleugnenden) Familie aufgewachsen bin wie meine Schwester und mich sehr asexuell fühle, meine Schwester aber so viel ich weiß nicht. Es muss also neben äußeren Einflüssen auch etwas Inneres geben, was diese Einstellung begünstigt. Vielleicht sind mir ja andere Dinge vieeeeel wichtiger...? z.B. lege ich viel Wert auf wirkliche geistige Begegnung auf Augenhöhe. Wenn sich mir ein Mensch geistig öffnet, macht mich das so glücklich wie vielleicht andere eine sexuelle Begegnung.
Sexualität u. insbesondere Geschlechtsverkehr und die Suche danach wird mir wohl immer "fremd" bleiben. Damit habe ich mich eben abzufinden. Andere sind dafür immer in ihrer sozialen Kompetenz eingeschränkt oder haben vielleicht nicht die sprachlichen Ausdrucksmöglichkeiten wie ich. So hat eben jede Lebensweise und jede individuelle Ausrichtung ihre Vor-und Nachteile...
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Habe den Mut, freimütig zu leben wie du bist!
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dunkler_regenbogen




Alter: 60
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 18.12.2012
Beiträge: 443
Wohnort: Dortmund
BeitragVerfasst am: Mo Sep 08, 2014 18:27    Titel: Antworten mit Zitat

An der Familie kann es nicht liegen. Meine Mama (80), meinte die Tage zu mir, dass ich doch dringend wieder einen Mann brauche.... fürs Bett Rolling Eyes
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You'll never find a rainbow if you're looking down.

Ich weiß, dass die Stimmen in meinem Kopf nicht real sind, aber sie haben so wahnsinnig geile Ideen!
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Maz
ADMod Team



Alter: 42
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 13705
BeitragVerfasst am: Mo Sep 08, 2014 19:12    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn die Mama(80) das sagt meint sie vielleicht nur einen Pfleger der das Bett macht und übersieht dabei, daß du noch nicht 80 bist Wink
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Dogbert




Alter: 58
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 02.10.2005
Beiträge: 246
Wohnort: Berlin
BeitragVerfasst am: Di Sep 09, 2014 0:08    Titel: Antworten mit Zitat

Von meinerSeite kann ich dazu sagen, daß mein Elternhaus (auch 60er-Jahre) so gut wie keinen Einfluß auf meine sexuelle Entwicklung hatte. Ich wurde normal aufgeklärt, es gab keine Mißfbrauchsfälle oder irgendwas, was mich hätte ungünstig beeinflussen können.

Ich habe auch keinen Ekel vor Frauen oder Geschlechtsverkehr, sondern das Bedürfnis nach GV ist einfach nicht da. Das kann ich doch nicht irgendwie herzaubern oder gar erzwingen. Wenn ich eine sexuelle Frau liebe und ihr nach dieser Form der Befriedigung sein sollte, mache ich schon mit, aber könnte mir besseres vorstellen.
_________________
Liebe Grüße
Dogbert
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Windsurfhippie





Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 13.08.2005
Beiträge: 3235
Wohnort: NZ
BeitragVerfasst am: Di Sep 09, 2014 0:53    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn ich allein das Elternhaus heranziehe, das, was an der Schule lief weglasse, und vielleicht noch die Vorbildwirkung der in der Umgebung typischen Partnerschaften heranziehe, hätte ich eigentlich hetero-monogam-konservativ oder vielleicht "Alte Jungfer" werden müssen.

Was die Vorbilder von ihrer Zuneigung anderen nicht verschlossen, waren die Aspekte Romantisieren, Liebe und Zank, aber asexuell waren sie ja selbst nicht, sonst hätte es mich nie gegeben. Laughing

Wenn es konditioniert wäre, müssten sich zumindest Muster einer solchen Begünstigung feststellen lassen.
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Wer später stirbt, erlebt den Tod derer, die früher sterben, und hat deshalb länger was zu lachen.
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Gast1020





Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 10.09.2014
Beiträge: 36
BeitragVerfasst am: Mi Sep 17, 2014 23:02    Titel: Antworten mit Zitat

Dogbert hat folgendes geschrieben:
Von meinerSeite kann ich dazu sagen, daß mein Elternhaus (auch 60er-Jahre) so gut wie keinen Einfluß auf meine sexuelle Entwicklung hatte. Ich wurde normal aufgeklärt, es gab keine Mißfbrauchsfälle oder irgendwas, was mich hätte ungünstig beeinflussen können.

Ich habe auch keinen Ekel vor Frauen oder Geschlechtsverkehr, sondern das Bedürfnis nach GV ist einfach nicht da. Das kann ich doch nicht irgendwie herzaubern oder gar erzwingen. Wenn ich eine sexuelle Frau liebe und ihr nach dieser Form der Befriedigung sein sollte, mache ich schon mit, aber könnte mir besseres vorstellen.

bei mir ist es im umgekehrten Fall so.
Gast1020
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Mar57




Alter: 62
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 03.04.2014
Beiträge: 164
Wohnort: südl. Stuttgart
BeitragVerfasst am: Sa Okt 04, 2014 12:43    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kam zu Aven, weil ich im Internet nach "keine Lust auf Sex" googelte. Die hier gelesenen Beiträge haben mich dann überzeugt, dass ich nicht alleine auf der Welt bin und mein Empfinden sich deckt mit der Beschreibung "asexuell", nämlich "kein Interesse an sexueller Interaktion". Folglich habe ich in meinem Profil "asexuell" angegeben.

Nur hat sich diese Asexualität bei mir erst ab dem ca 40sten Lebensjahr richtig ausgeprägt, vorher war ich erfüllt sexuell unterwegs, mit abnehmender Tendenz. Das einzige, was ich noch nie konnte, war eng umschlungen einschlafen. Da brauchte ich meinen "Freiraum", aber das geht anderen Sexuellen vermutlich manchmal auch so.

Was ich in letzter Zeit aber gelernt habe, ist, dass Asexualität eine Orientierung darstellt, und Orientierungen per Definition angeboren sind. Asexuelle sind also seit Geburt quasi genetisch so gepolt, wie andere Orientierungen (lesbisch, schwul etc.) auch. Das trifft auf mich nicht zu, deshalb bin ich im Sinne der Definition kein Asexueller. Ich kann auch damit gut leben, weil es für mich nicht darauf ankommt, wie meine Schublade heisst, sondern ob ich mich in der Schublade wohlfühle und das ist eindeutig der Fall.

Um zur Ausgangsfrage zurückzukehren : Asexuell werden gibt es also per Definition demnach gar nicht.
_________________
1957, NR, 186, hetero-romantisch UND aromatisch, Raum südl. Stuttgart
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Margarita_02




Alter: 35
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 14.07.2014
Beiträge: 633
Wohnort: Berlin & Ruhrpott
BeitragVerfasst am: So Okt 05, 2014 11:58    Titel: Antworten mit Zitat

Mar57 hat folgendes geschrieben:
Was ich in letzter Zeit aber gelernt habe, ist, dass Asexualität eine Orientierung darstellt, und Orientierungen per Definition angeboren sind. Asexuelle sind also seit Geburt quasi genetisch so gepolt, wie andere Orientierungen (lesbisch, schwul etc.) auch.


Meines Wissens weiß man gar nicht, woher eine sexuelle Orientierung kommt, also ob sie angeboren ist, oder sich in sozialer Interaktion während der Prägungsphase herausentwickelt. Dass das genetisch bedingt ist, wurde noch nie zweifelsfrei nachgewiesen. Am ehesten ist wohl von einer angeborenen Disposition auszugehen, die dann durch eine Reihe äußerer Faktoren beeinflusst wird. Der Begriff der "Orientierung" ist also ähnlich schwammig wie der des "Charakters". Es gibt auch Leute, die sagen, dass die "sexuelle Orientierung" sowieso nur ein soziales Konstrukt ist, um Tendenzen im Verhalten beschreiben zu können. Im Übrigen können sich sexuelle Orientierungen ja auch ändern (ist zwar selten, kommt aber vor - eine Freundin von mir ist mit über 30 "lesbisch geworden").

Von daher braucht man sich von den Definitionen auch nicht einschüchtern zu lassen. Wink

Mar57 hat folgendes geschrieben:
Um zur Ausgangsfrage zurückzukehren : Asexuell werden gibt es also per Definition demnach gar nicht.


Ich würde eher sagen: Man kann genauso gut fragen, ob man hetero- oder homosexuell IST oder WIRD. Das ist durchaus kontrovers.
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Mar57




Alter: 62
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 03.04.2014
Beiträge: 164
Wohnort: südl. Stuttgart
BeitragVerfasst am: So Okt 05, 2014 12:48    Titel: Antworten mit Zitat

Margarita_02 hat folgendes geschrieben:
Der Begriff der "Orientierung" ist also ähnlich schwammig wie der des "Charakters". Es gibt auch Leute, die sagen, dass die "sexuelle Orientierung" sowieso nur ein soziales Konstrukt ist, um Tendenzen im Verhalten beschreiben zu können. Im Übrigen können sich sexuelle Orientierungen ja auch ändern (ist zwar selten, kommt aber vor - eine Freundin von mir ist mit über 30 "lesbisch geworden").


Danke für diese zusätzlichen Erklärungen. Die Definitionen auf der Aven-Startseite scheinen also nicht ganz so fest in Stein gemeisselt zu sein, wie es auf mich den Anschein hatte. Letztendlich ist diese Frage mit den rudimentären wissenschaftlichen Daten zu dem Thema zur Zeit offenbar nicht wirklich fundiert zu beantworten. Tendenzielle Aussagen sind trotzdem möglich und ich glaube jetzt, dass sich darauf die "Definitionen" von Aven berufen und Axiome kann man natürlich immer aufstellen und behaupten, solange sie nicht widerlegt sind oder bewiesen werden müssen.
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1957, NR, 186, hetero-romantisch UND aromatisch, Raum südl. Stuttgart
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bluesheep




Alter: 55
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 08.10.2014
Beiträge: 2
Wohnort: Dortmund
BeitragVerfasst am: So Okt 12, 2014 18:18    Titel: Antworten mit Zitat

Meine Erfahrung und meine Meinung:
Das eine Kriterium sind natürlich die Hormone. Bei mir wurde mit ungefähr 40 festgestellt, dass mein Testosteron-Spiegel extrem niedrig geworden sei. Allerdings hat sich das dann im Lauf der Jahre wieder etwas erholt. Und zuletzt, mit Ende 40, waren die Testosteron-Werte niedrig, aber wieder im Norm-Bereich. Und das ohne Spritzen, Tabletten, etc.
Das andere Kriterium sind die Erfahrungen. Von meiner ersten Freundin habe ich immer wieder eins auf den Deckel bekommen wegen meiner mangelnden Leistungen im Bett. Das war dann wohl auch ein (oder sogar der maßgebliche) Trennungsgrund für Sie. Meine (Noch)Ehefrau beklagt sich seit vielen Jahren darüber, dass ich nichts bringe in punkto Sex, sie nicht ausreichend beachte als Frau, nicht zärtlich genug sei.
Ehrlich gesagt ist das Thema "Sex" inzwischen ein Horror für mich. Am liebsten würde ich für den Rest meines Lebens darauf verzichten, um nicht immer wieder der Prügelknabe sein zu müssen. Und das obwohl sich manchmal bei mir schon noch etwas regt, z.B. beim Anblick von gut aussehenden Frauen im Schwimmbad o.ä.
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Dogbert




Alter: 58
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 02.10.2005
Beiträge: 246
Wohnort: Berlin
BeitragVerfasst am: Mo Okt 13, 2014 9:57    Titel: Antwort, um Irritationen zu vermeiden: Antworten mit Zitat

Asexuell zu sein bedeutet nicht, daß man zuvor schlechte Erfahrungen mit einem Partner machte und deswegen abstinent ist. Man lebt aus diesem Grund vielleicht nach außen wie ein Asexueller, hat dennoch ein sexuelles Verlangen. Das unterscheidet Asexuelle von Sexabstinenzlern.

Ich möchte hiermit einfach vermeiden, daß es zu Vermischungen kommt. Aus einem Asexuellen wird niemals ein Sexueller. Es gibt weiterhin Abstinenzler (aus den verschiedebdsten Gründen), aber die sind nicht asexuell im Sinne der Definition und Funktion.
_________________
Liebe Grüße
Dogbert
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Mnut




Alter: 44
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 08.07.2015
Beiträge: 16
Wohnort: NRW
BeitragVerfasst am: Do Jul 09, 2015 11:12    Titel: Antworten mit Zitat

ich gehöre zu den Leuten, die wegen Medikamenten asexuell geworden sind. Es ist keine Abstinenz bei mir, weil das Verlangen nach Sex völlig fehlt und ich auch in normalerweise erregenden Situationen nichts spüre. Ich kenne dadurch das ganze Spektrum von sexuell aktiv sein bis gar nichts mehr in dieser Richtung und ich kann nur sagen - ohne lebt es sich streßfreier.
Was mich sehr wundert ist, daß ich nichts vermisse. Sex ist etwas, worauf ich gut und gerne in meinem Leben verzichten kann, ich kann das aber nur sagen, gerade weil ich es ausprobiert habe. Vielleicht war ich vorher schon ein wenig asexuell, wer weiß. Vorher hatte ich zwar streckenweise viel Sex, aber das war eher, um sein Selbstwertgefühl aufzupolieren und nicht, weil es so besonders toll gewesen wäre. Es gehörte einfach dazu, eine leichte Erregung habe ich gespürt, aber mehr auch nie. Die wirklich intensiven Gefühle hatte ich bei Phantasien, die nicht unbedingt sexuell waren.
Jetzt, da es eh nicht mehr klappt, muß ich mich auch nicht mehr verbiegen oder mir selbst etwas beweisen, und das tut sehr gut. Für mich ist die Nebenwirkungen der Tabletten eher eine Bereicherung als ein Verlust. Alles andere im Bereich Sex ist mir eh zu stressig geworden.

Das einzige, was ich nun nach drei Jahren Singledasein vermisse ist eine zärtliche Berührung, ein Kuß oder eine Umarmung, denn das mag ich sehr gerne und brauche es auch, um mich wohl zu fühlen. Alles andere ist nicht mehr notwendig.
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