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Eure Erfahrungen mit Psychotherapeuten?
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HalbTot




Alter: 52
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 25.07.2010
Beiträge: 38
BeitragVerfasst am: Mi Sep 22, 2010 16:28    Titel: Eure Erfahrungen mit Psychotherapeuten? Antworten mit Zitat

Hi Leute,

mich wundert eigentlich, dass es so einen Thread noch nicht gibt; zumindest hab ich bei der Suche keinen gefunden.

Mich interessieren mal Eure Erfahrungen mit PTs. Hats was gebracht, war er/sie gut? Distanziert? Erschien Euch die Methode sinnvoll? Hat er/sie begriffen, worum es geht?

Ich hab jetzt 5 kennen gelernt; bei einem hatte ich 110 Stunden Psychoanalyse, die zwar interessant war, aber keinerlei Veränderung gebracht hat. Bei den meisten hatte ich den Eindruck, sie hätten mehr Probleme als ich oder machten sich nen lauen Lenz beim Plaudern.

Von der Kasse bezahlte PT ist ein kostbares Gut, deswegen sollte man eigentlich keine Stunde verschwenden, wenn man mit dem PT nicht klar kommt. Auf der anderen Seite kann man ja nicht erwarten, dass ihm/ihr oder mir nach 2 Sitzungen das Licht der Erkenntnis aufgeht.

Bei mir ist es wohl eher eine sexuelle Aversion als Asexualität. Ich habe sexuelle (auch ganz normale) Phantasien, die ich aber bei einer realen Person nicht ausleben würde/könnte/wollte. Jetzt kommt der Tünnes und drängt mich dazu, ins Bordell zu gehen. Da kann ich mir den Mund fusselig reden, um ihm klar zu machen, dass es völlig wurscht ist, ob die Frau es freiwillig oder für Geld macht. Ich hab es mit meiner bisher einzigen Freundin versucht; ich mag realen Sex nicht, will aber gerne. Ich überlege schon wieder, ob ich den Typ in den Wind schieße...

Was ist Euch so passiert? Gibt es überhaupt Leute hier, die eine PT als abgeschlossen und als Erfolg betrachten?

LG
ht
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Maz
ADMod Team



Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14295
BeitragVerfasst am: Mi Sep 22, 2010 17:14    Titel: Antworten mit Zitat

Doch es gibt schon solche Threads:
http://www.aven-forum.de/viewtopic.php?t=3344
http://www.aven-forum.de/viewtopic.php?t=6544

Natürlich schießt du den in den Wind.
Ein Mensch der so dekadent ist dir ein Bordell zu empfehlen ist keine weiteren Worte wert. Vermutlich gastiert er selbst dort. Aber wenn du dir dein Frauenbild und Sexualleben dauerhaft ruinieren willst dann tu es...denn es ist nämlich NICHT völlig wurst ob die Frau es freiwillig oder "für Geld" tut.

Was den Rest angeht: Es kommt da ziemlich darauf an was du willst. Meiner Meinung nach kann Psychotherapie (von der Psychoanalyse die noch oft von vorgestrigen Persönlichkeitsstrukturen, Rollenbildern und Gesellschaftsstrukturen ausgeht reden wir lieber garnicht) nur helfen wenn dein Problem bereits konkretisierbar ist und es sich durch vernünftiges Handeln in der Welt verändern läßt. Es ist fast unmöglich Gedanken oder Gefühle direkt durch irgendwelche "Erkenntnis" zu ändern. Da passiert in 1000 Sitzungen nix. Was man besser verändern kann ist das eigene Verhalten in Reaktion auf diese Innenwelt. Und da stellt sich die Frage wo du diesbezüglich Defizite siehst. Offensichtlich bist du mit der Tatsache dass du keinen realen Sex willst nicht glücklich. Dann ist der nächste Schritt herauszufinden WARUM du damit unzufrieden bist. Und dann kannst du anfangen an dem Problem zu arbeiten, dass verursacht dass du unzufrieden damit bist keinen Sex zu haben. Im Zuge dessen kannst du dann hoffentlich irgendwann feststellen was dir tatsächlich fehlt oder nicht fehlt. Ob das für dich mit Therapeuten als "nicht involvierten Gesprächspartnern" (oder "Schweigepartner" wenn du mehr auf klassische Psychoanalyse stehst)...denn mehr ist es nicht auch wenn gerne etwas anderes behauptet wird) möglich ist mußt du selbst wissen aber ich hab ehrlich gesagt auch noch von keinem Fall mit inneren Konflikten dieser Art gehört wo Psychotherapie irgendetwas weltbewegendes verändert hätte.
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HalbTot




Alter: 52
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 25.07.2010
Beiträge: 38
BeitragVerfasst am: Do Sep 23, 2010 9:35    Titel: Antworten mit Zitat

Maz hat folgendes geschrieben:
Doch es gibt schon solche Threads:
http://www.aven-forum.de/viewtopic.php?t=3344
http://www.aven-forum.de/viewtopic.php?t=6544

Tja, hab wohl nach den falschen Schlüsselworten gesucht.
Maz hat folgendes geschrieben:

Natürlich schießt du den in den Wind.
Ein Mensch der so dekadent ist dir ein Bordell zu empfehlen ist keine weiteren Worte wert. Vermutlich gastiert er selbst dort. Aber wenn du dir dein Frauenbild und Sexualleben dauerhaft ruinieren willst dann tu es...denn es ist nämlich NICHT völlig wurst ob die Frau es freiwillig oder "für Geld" tut.

Nö, es ist so, dass ICH der Meinung bin, es käme nicht drauf an, ob eine Frau Geld für Sex nimmt oder nicht. Ich habe kein Problem mit "Nutte" oder "Nicht-Nutte", sondern mit realem Sex an sich. Warum ne Frau das macht, ist dabei völlig wurscht.
Maz hat folgendes geschrieben:

Was den Rest angeht: Es kommt da ziemlich darauf an was du willst. Meiner Meinung nach kann Psychotherapie (von der Psychoanalyse die noch oft von vorgestrigen Persönlichkeitsstrukturen, Rollenbildern und Gesellschaftsstrukturen ausgeht reden wir lieber garnicht) nur helfen wenn dein Problem bereits konkretisierbar ist und es sich durch vernünftiges Handeln in der Welt verändern läßt.

Tja, offensichtlich versucht der PT das dadurch, dass er sagt: "Musste halt einfach mal machen". Jou. Manchmal klappt die Methode ja sogar ("just do it"). Aber ich hab das ja schon x-mal ausprobiert (mit meiner Ex-Freundin).
Maz hat folgendes geschrieben:

Es ist fast unmöglich Gedanken oder Gefühle direkt durch irgendwelche "Erkenntnis" zu ändern. Da passiert in 1000 Sitzungen nix. Was man besser verändern kann ist das eigene Verhalten in Reaktion auf diese Innenwelt. Und da stellt sich die Frage wo du diesbezüglich Defizite siehst. Offensichtlich bist du mit der Tatsache dass du keinen realen Sex willst nicht glücklich.

Na ja, fast. Ich will ja, aber ich kann nicht. Woraus dann wieder folgt, dass ich nicht mehr will. Ansonsten stimm ich Dir zu.
Maz hat folgendes geschrieben:

Dann ist der nächste Schritt herauszufinden WARUM du damit unzufrieden bist. Und dann kannst du anfangen an dem Problem zu arbeiten, dass verursacht dass du unzufrieden damit bist keinen Sex zu haben. Im Zuge dessen kannst du dann hoffentlich irgendwann feststellen was dir tatsächlich fehlt oder nicht fehlt. Ob das für dich mit Therapeuten als "nicht involvierten Gesprächspartnern" (oder "Schweigepartner" wenn du mehr auf klassische Psychoanalyse stehst)...denn mehr ist es nicht auch wenn gerne etwas anderes behauptet wird) möglich ist mußt du selbst wissen aber ich hab ehrlich gesagt auch noch von keinem Fall mit inneren Konflikten dieser Art gehört wo Psychotherapie irgendetwas weltbewegendes verändert hätte.

Also ich würde die Psychologie nicht so rundheraus abschreiben. Werbung, Militär, Motivationstraining, Massenpanik... alles psychologische Dinge, die auch ganz gut geklärt sind. Ich fürchte nur, dass man beim Therapeuten die Nadel im Heuhaufen finden muss.

Die Therapieansätze sind halt unterschiedlich. Die Analyse versucht ja, die tiefer liegenden Gründe herauszufinden, was ich grundsätzlich befürworte. Sonst behandelt man Symptome. Bei meiner Analyse früher hab ich nur vermisst, dass man aus den Erkenntnissen auch Verhaltensweisen für die Zukunft ableitet, also die eigentliche Therapie, nicht nur die Analyse.

Ich hatte sogar mal einen guten gefunden, direkt in meiner Nachbarschaft. Sympathisch, relativ jung, nicht "seltsam", und er ließ direkt erkennen, wie er herangehen will. Das fand ich echt gut. Ausserdem war er auf Männerprobleme spezialisiert. Leider hatte er ne andere Methode als mein letzter PT, und die KK hat das nicht akzeptiert. Im Moment hat er keinen Platz mehr frei. Schitte.

Ich weiß nicht recht, was der jetzige PT eigentlich vorhat. Einerseits fordert er mich auf, meine Träume so detailiert wie möglich aufzuschreiben, weigert sich aber dann, sie wirklich zu analysieren ("Das mach ich nicht gerne, das produziert nur neue Rätsel"). So kommt dann aus einem detailreichen Traum mit wirklich vielen eindeutigen Schwerpunkten nur so eine allgemeine Deutung heraus wie "Angst vor Frauen". Das hätte mir jede Aldi-Kassiererin sagen können. Im Übrigen bin ich anderer Meinung. Das Geilste überhaupt war die gerunzelte Stirn mit dem Text "Was soll ich mit diesem Traum anfangen, da fehlt ja die Pointe, was soll der bedeuten? Das müssen Sie mir schon sagen!"

Überhaupt vermisse ich überhaupt mal eine Besprechung meiner gesamten Lebenssituation, ohne die er gar nicht weiß, mit wem er es zu tun hat. Mein Eindruck ist, dass er mich grundsätzlich völlig falsch einschätzt, weil er mich auf dieses eine Problem reduziert und gar nicht in Betracht zu ziehen scheint, dass sich die Ursachen in vielen Aspekten meines Lebens widerspiegeln.

Obendrein behauptet er, die Kasse würde keine Probesitzungen mehr bezahlen und drängte mich bereits nach der ersten Sitzung zur Beantragung einer Therapie. Dadurch verschwendet man wertvolle Stunden, wenn man später feststellt, dass es nicht passt. Bin mal gespannt, was die Kasse dazu sagt.

Ich glaub, ich wechsle den Job... Kassenbezahlte Plauderstunde mit Tee und Gebäck. Nicht schlecht!
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HalbTot




Alter: 52
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 25.07.2010
Beiträge: 38
BeitragVerfasst am: Do Sep 23, 2010 11:42    Titel: Update bez. "Probatorische Sitzungen" Antworten mit Zitat

Mein aktueller PT behauptet auf seiner Website, die Kasse übernehme keine probatorischen Sitzungen mehr. Das ist kompletter Unfug! Der Typ wollte mich offensichtlich in eine Therapie hineindrängen, mit der er schön verdienen kann. Lasst Euch keinen Müll erzählen.
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Maz
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Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14295
BeitragVerfasst am: Do Sep 23, 2010 11:58    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Also ich würde die Psychologie nicht so rundheraus abschreiben. Werbung, Militär, Motivationstraining, Massenpanik... alles psychologische Dinge, die auch ganz gut geklärt sind. Ich fürchte nur, dass man beim Therapeuten die Nadel im Heuhaufen finden muss.


Was meinst du mit geklärt? Irgendwelche Effekte zu erzeugen und retrospektive biochemische soziale und neuronale Mechanismen abzuleiten ist weitaus simpler als unerwünschte Dinge zum verschwinden zu bringen oder am Ende sogar positive "aus dem nichts" zu erzeugen.
Wenn man bei einem schweren Unfall ein Bein verliert ist es irrelevant zu wissen wie es dazu kommen konnte denn davon wächst das Bein nicht nach. Und wenn du in einer Beziehung nicht glücklich bist hilft es wenig zu erkennen dass eine glücklich Beziehung besser wäre...aber Veränderung erwächst nicht aus dieser Erkenntnis

Darum halte ich auch nicht viel von der Analyse...wissen tut der Mensch meistens sehr gut was nicht passt (der Mechanismus der "Verdrängung" hat sich bisher zumindest experimentell nicht nachweisen lassen und allgemein ist die Analyse beim Suchen von nachweisbaren Therapieffekten an letzter Stelle).
Außerhalb von Amnesien, die fast immer organische Ursachen haben, verschwinden Erfahrungen und deren Wissen nicht plötzlich aus dem System und z.B. schädliche emotionale Reaktionen können durch die Erkenntnis ihrer Ursache nicht aufgehoben werden. Deswegen ist drüber reden relativ nutzlos. Ein Therapeut kann dir nur wenig sagen was du nicht schon weist und das explizite aussprechen von Wissen welches du ja schon immer hattest ändert deine Wahrnehmung vermutlich nur wenig.

Unser Gehirn ist eine Assoziationsmaschine, die sich unter bestimmten Umständen leicht auf gewisse Reizmuster konditionieren lässt. Umgekehrt klappt das weit weniger gut da das Gehirn keinen Mechanismus zum Auflösen von Assoziationen kennt sondern man eben nur durch recht aufwändige entgegengerichtete Lernprozesse versuchen kann ein beispielsweise negativ assoziiertes Ereignis in Zukunft mit etwas positivem zu assoziieren wobei dann aber vermutlich die negative Assoziation trotzdem nie aus dem System verschwinden wird sonder nur mehr oder weniger effektiv überlagert werden kann.

Bei simplen "linearen" Aversionen, die nicht unbedingt mit tiefgreifenden Lebenserfahrungen verbunden sind wie z.B. eine Spinnenphobie, die sich plötzlich entwickelt hat nachdem man morgens im Bad ein riesige hässliche Spinne entdeckt hat geht das noch recht einfach z.B. via Konfrontationstherapie bei der man schnell lernen kann dass Spinnen harmlos sind.
Aber Sexualität ist nichts objektiv gefährliches oder ungefährliches und mit Sicherheit weit mehr mit dem eigene Leben verknüpft als irgendeine Spinne. Da helfen keine "Konditionierungs-Tricks" (wie die Bordell-Idee es z.B. wäre, die aber zusätzlich auch noch moralisch unter aller sau ist...) sondern nur wirklich tiefgreifende und ins eigene Leben eingebundene Erfahrungen.

Zitat:

Nö, es ist so, dass ICH der Meinung bin, es käme nicht drauf an, ob eine Frau Geld für Sex nimmt oder nicht. Ich habe kein Problem mit "Nutte" oder "Nicht-Nutte", sondern mit realem Sex an sich. Warum ne Frau das macht, ist dabei völlig wurscht.


Ja das ist klar...aber was für ein Problem du mit "realem Sex" hast mußt du irgendwie konkretisieren...mit abstrakten Empfindungen läßt sich nicht arbeiten.

Zitat:

Na ja, fast. Ich will ja, aber ich kann nicht. Woraus dann wieder folgt, dass ich nicht mehr will. Ansonsten stimm ich Dir zu.


Naja können tust du es ja schon...also willst du nicht. Die Gründe warum du nicht willst können jetzt aber ja durchaus aus einem völlig anderen Bereich als der primären Sexualität stammen. Vielleicht willst du keine Beziehung mehr. Oder du willst unbedingt eine Beziehung in der du aber nicht sexuell aktiv sein willst. Oder du hast Probleme in völlig anderen Bereichen wie Arbeit, soziales Umfeld, etc. und die Problematik äußert sich eben auf diese Art und Weise. Oder du bist doch asexuell und empfindest daher einfach nichts beim Sex denkst aber das müßte anders sein und glaubst daher dass du wollen müßtest...etc. etc.

In jedem Fall ist das viel komplexer als die Sache mit den Spinnen und ohne konkreten Ansatzpunkt nicht "therapierbar".
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HalbTot




Alter: 52
Sexualität: Unentschlossen
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Beiträge: 38
BeitragVerfasst am: Do Sep 23, 2010 18:40    Titel: Antworten mit Zitat

Na, das klingt jetzt aber sehr nach "Kamma eh nix machen".

Was ich mit "geklärt" meine, ist, dass verschiedene psychologische Effekte definitiv sehr gut funktionieren. Das muss ja nicht heißen, dass man genau weiß, warum oder ob Botenstoff X an welchem Rezeptor Y andockt oder nicht und damit den Effekt auslöst. Es reicht, wenn man weiß, wie dieser Effekt auszulösen ist oder ausgelöst wurde. Das kann ruhig empirisch geschehen; sehr viele vermeintliche Wissenschaften basieren auf Empirik.

Man kann Menschen durch entsprechende Konditionierung zu völlig hirnrissigen Selbstmordattentaten treiben, weil die Pappköppe allen Ernstes an eingebildete Jungfrauen im eingebildeten Paradies eines eingebildeten Gottes glauben. Man weiß auch sehr gut, wie Psychoterror funktioniert, sonst wären Geheimdienste nicht so erfolgreich damit.

Deswegen sehe ich keinen Grund, anzunehmen, dass psychologisches Wissen nicht auch zu einer Änderung des vorhandenen Zustands führen kann.

Grüßle aus Karlsruhe übrigens.
HT (leidenschaftlich Hochdeutscher) Very Happy
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Beiträge: 14295
BeitragVerfasst am: Do Sep 23, 2010 19:10    Titel: Antworten mit Zitat

Naja 110 Stunden Psychoanalyse haben dir ja offensichtlich nix gebracht

Zitat:

Man kann Menschen durch entsprechende Konditionierung zu völlig hirnrissigen Selbstmordattentaten treiben, weil die Pappköppe allen Ernstes an eingebildete Jungfrauen im eingebildeten Paradies eines eingebildeten Gottes glauben.


Ja aber versuch mal denen das wieder auszureden...
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Anmeldungsdatum: 25.07.2010
Beiträge: 38
BeitragVerfasst am: Do Sep 23, 2010 20:40    Titel: Antworten mit Zitat

Maz hat folgendes geschrieben:
Naja 110 Stunden Psychoanalyse haben dir ja offensichtlich nix gebracht

Zitat:

Man kann Menschen durch entsprechende Konditionierung zu völlig hirnrissigen Selbstmordattentaten treiben, weil die Pappköppe allen Ernstes an eingebildete Jungfrauen im eingebildeten Paradies eines eingebildeten Gottes glauben.


Ja aber versuch mal denen das wieder auszureden...


Nun... was man sich einredet oder einreden lässt, kann man sich auch wieder ausreden. Das ist nur wesentlich schwieriger, weil man Ersteres ja glaubt und Letzteres nicht. Man soll sich zB 100 mal am Tag das einreden, was man erreichen will, aber bisher innerlich ablehnt. Es soll tatsächlich funktionieren (zB "Es geht mir von Tag zu Tag besser"). Ich sag mal... es kostet nix und schadet nix.
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Sexualität: keine Angabe
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Beiträge: 14295
BeitragVerfasst am: Fr Sep 24, 2010 10:09    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist eben die erwähnte Asymmetrie des Gehirns zwischen lernen und vergessen bzw. überschreiben. Theoretisch funktioniert das aber praktisch kommst du dir dabei nur vor als würdest du dich selbst veräppeln. Einem Menschen mit schwerer Depression diesen Ratschlag zu geben ist sogar noch zynischer als die Version mit "Schau mal wie schön die Blumen sind". Weil das stimmt ja zumindest noch prinzipiell...
Aber du kannst das ja auch mal probieren wenn es so wirkungsvoll ist: "ich finde Sex von Tag zu Tag immer schöner" oder so ähnlich. Vielleicht nervt dich das Thema dann so, dass du aufhörst Probleme damit zu haben. Razz
Damit sparst du dir und dem Steuerzahler den Therapeuten der im Endeffekt ja auch keine andere Aufgabe hat als dir eben solche Tricks beizubringen (was die meisten anscheinend nicht mal probieren weil man mit "über Probleme reden" [oder schweigen] mehr Geld verdienen kann...)
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HalbTot




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Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 25.07.2010
Beiträge: 38
BeitragVerfasst am: Fr Sep 24, 2010 10:46    Titel: Antworten mit Zitat

Maz hat folgendes geschrieben:
Das ist eben die erwähnte Asymmetrie des Gehirns zwischen lernen und vergessen bzw. überschreiben. Theoretisch funktioniert das aber praktisch kommst du dir dabei nur vor als würdest du dich selbst veräppeln.

Das ist den Befürwortern absolut bewusst.
Maz hat folgendes geschrieben:

Aber du kannst das ja auch mal probieren wenn es so wirkungsvoll ist: "ich finde Sex von Tag zu Tag immer schöner" oder so ähnlich. Vielleicht nervt dich das Thema dann so, dass du aufhörst Probleme damit zu haben.

Nee, das wäre Quatsch, das setzte am falschen Punkt an. Das wäre so, als würde man sich vorbeten: "Mein amputiertes Bein wächst jeden Tag ein bisschen" (nicht vergessen, früh genug damit aufzuhören, sonst gibts eine Hüftdysplasie Very Happy ).

Ich halte es nur für ein Symptom, wenn ein eigentlich naturgegebenes und bei allen nicht-denkenden Viechern (wenn es das gibt) vorrangiges Interesse an der Fortpflanzung fehlt. Wenn das Auto einen Platten hat, dann ist das nicht die Ursache, sondern das Symptom für einen Nagel im Reifen. Und an den Nagel muss man ran.

Ich finds im Grunde ziemlich seltsam, dass hier so viele behaupten, überhaupt kein Interesse an Sex zu haben. Wenn das so wäre, dann wäre es ja kein Problem. Ich mag zB keine Leber essen, denke weder tags noch nachts dran und habe auch kein Interesse dran, das zu ändern. Das ist praktisch das Maximum von "egal". Also warum sollte ich deswegen ein Forum für Nicht-Leberesser aufsuchen?

Wobei ich gerade spontan feststelle, dass das mit der Leber ein interessantes Beispiel ist. Mir hat Leber als Kind nie geschmeckt, weil ich das Zeug mehlig und geschmacklich widerlich fand. Vor 2-3 Jahren war ich mal beruflich mit ein paar Kollegen in Palma de Mallorca. Einer von denen ist halber Spanier und öfter dort. Der führte uns in eine Art Eckkneipe weitab von den üblichen Touri-Fallen (wer übrigens mal hin will: Das Ding heisst "Patxa", äusserst empfehlenswert). Dort gabs die klassischen Tappas, frisch aus der Küche. Auch dabei: frisch und knusprig gegrillte Leber. Verdammte Hacke, war das lecker! Ich konnts nicht fassen! Grund: Die Spanier können das Zeug zubereiten, meine Mutter nicht Rolling Eyes Symptom: Kind mag sein Leben lang keine Leber. Und schreibt in Foren selbst nach dieser Erfahrung noch im Präsens: "Ich mag keine Leber essen".
Maz hat folgendes geschrieben:

Sparst du dir und dem Steuerzahler den Therapeuten der im Endeffekt ja auch keine andere Aufgabe hat als dir eben solche Tricks beizubringen (was die meisten anscheinend nicht mal probieren weil man mit "über Probleme reden" [oder schweigen] mehr Geld verdienen kann...)


Und ich dachte, ich sei der Pessimist Very Happy
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Maz
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Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14295
BeitragVerfasst am: Fr Sep 24, 2010 11:07    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Nee, das wäre Quatsch, das setzte am falschen Punkt an. Das wäre so, als würde man sich vorbeten: "Mein amputiertes Bein wächst jeden Tag ein bisschen" (nicht vergessen, früh genug damit aufzuhören, sonst gibts eine Hüftdysplasie Very Happy ).



Halt... das klingt jetzt aber schwer nach Rationalisierung ala Freud Wink
Dir ist ja eben nichts amputiert worden. Funktioniert doch alles. Entweder hast du noch nicht entdeckt wie wunderschön doch alles ist (oder auch wie irrelevant, dann solltest du dich aber in der Tat nicht mehr damit befassen) oder du hast wie du ja denkst ein ganz anderes Problem...dann versuch das aber endlich mal zu finden.

p.s. was die Leber angeht: Die Analogie haben wir hier sehr oft im Forum allerdings meistens mit Fußball oder Fernsehsendungen Wink

bezogen auf die Leber: Ich hab noch keine gefunden, die mir schmeckt...war aber ja auch noch nicht bei den benannten Spaniern also mal schauen. Wüßte aber nicht wie ich die konditionierte Ekelreaktion unterdrücken sollte...da hilft nur Leber für etwas anderes ausgeben, dann merkt mans nicht...

Zitat:

Und ich dachte, ich sei der Pessimist


Tja so kann man sich Irren Razz
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HalbTot




Alter: 52
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 25.07.2010
Beiträge: 38
BeitragVerfasst am: Fr Sep 24, 2010 17:41    Titel: Antworten mit Zitat

Maz hat folgendes geschrieben:
oder du hast wie du ja denkst ein ganz anderes Problem...dann versuch das aber endlich mal zu finden.

Tu ich doch Smile Aber mein aktueller PT nicht, diese Pfeife. Der nächste bitte Twisted Evil
Maz hat folgendes geschrieben:

p.s. was die Leber angeht: Die Analogie haben wir hier sehr oft im Forum allerdings meistens mit Fußball oder Fernsehsendungen Wink

Gegrillte spanische Fussbälle schmecken nicht, die gabs da auch 8)
Maz hat folgendes geschrieben:

bezogen auf die Leber: Ich hab noch keine gefunden, die mir schmeckt...war aber ja auch noch nicht bei den benannten Spaniern also mal schauen. Wüßte aber nicht wie ich die konditionierte Ekelreaktion unterdrücken sollte...da hilft nur Leber für etwas anderes ausgeben, dann merkt mans nicht...

Hätt ich vorher gewusst, dass es Leber ist, hätt ich die wohl nicht gegessen. Sah aber eben ganz anders aus, ich hab das für irgendein Grillfleisch gehalten. Ausserdem war ich blau, und mir war eh alles wurscht. Da isses wieder: "just do it".

Wir lernen: Man schaue in Spanien keine Fernsehsendung mit gegrillten Frauen, die nicht wie Fußbälle aussehen, und beiße überraschend hinein.

Mal im Ernst: Ich weiß jetzt nicht, ob Du in Deinem "Zustand" ein Problem siehst oder nicht, oder worin ggf. das Problem besteht. Aber ich bin schon ziemlich überzeugt, dass viele Hemmnisse überall im Leben nur aus Einbildung bestehen. Sonst würden wir die meisten Sachen gar nicht essen Wink
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Alter: 54
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 20.03.2007
Beiträge: 4
Wohnort: Hamburg
BeitragVerfasst am: Fr Okt 01, 2010 11:26    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe 100 Stunden Einzeltherapie hinter mir, insbesondere wegen meiner sexuellen Probleme (ist 7 Jahre her). Es wurden die Hintergründe beleuchtet. Es kommt alles auch meinem gefühlskalten und sehr strengen Elternhaus. Das wusste ich schon aus einer Gruppenpsychotherapie als junger Mann (18-22 Jahre war ich damals).

Mir ist bei der Einzeltherapie immer der Satz "Kaffeeklatsch bei dem es um mich geht" eingefallen. Insofern fand ich die Bemerkung "kassenbezahlte Plauderstunde" von HalbTot sehr gut. Eine Analyse der Hintergründe ist unerlässlich, allerdings darf es nicht dabei bleiben. Mit Gesprächen kann man keine gefühlsmäßigen Verletzungen heilen. Man müsste an das Originaltrauma herankommen und es überwinden. Das kann nur gefühlsmäßig geschehen. Es gibt entsprechende Techniken des Wiedererlebens an die ich mich noch nicht herangetraut habe.
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Maz
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Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14295
BeitragVerfasst am: Fr Okt 01, 2010 13:21    Titel: Antworten mit Zitat

Ich nehme mal an, daß du auch konkrete Traumata erlitten hast an die du dich auch erinnern kannst. Trotzdem wär ich mit "Wiedererlebungstechniken" vorsichtig. Das autobiographische Gedächtnis arbeitet hologrammartig, d.h. es speichert Informationen nicht präzise ab sondern approximiert aus verschiedenen Kontexten und Quellen das Erlebte. So könnten z.B. Urlaubserinnerungen bereits durch das betrachten von Fotos oder Postkarten oder auch von anderen Erlebnissen überlagert und modifiziert werden. Das gilt auch für Ereignisse von denen man denkt eine perfekte bildliche Erinnerung zu haben. So behaupten z.B. die meisten Leute sich an die Anschläge von 9/11 genau erinnern zu können und von diesem Tag eine sehr lebendige Erinnerung zu haben (="flashbulb memories"). Diese Leute behaupten aber meistens auch, daß das Wetter an diesem Tag schön gewesen wäre obwohl es geregnet hat. Da wurden die Erinnerung von den Bildern des blauen New Yorker Himmels aus dem Fernsehen überlagert.
Es lassen sich also leicht Vorstellungen und Erinnerungen induzieren, die niemals so stattgefunden haben. Insbesondere wenn man dabei in frühkindliche Bereiche vordringen will kann man davon ausgehen, daß eine wunderbare Märchenstunde dabei herauskommt. Insofern sollte man davon besser die Finger lassen wenn man versucht ist solche Dinge für bare Münze zu nehmen und es nicht nur im Sinne einer abstrakten emotionalen Verarbeitung begreift.
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Alter: 52
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 25.07.2010
Beiträge: 38
BeitragVerfasst am: Sa Okt 02, 2010 14:02    Titel: Antworten mit Zitat

Maz hat folgendes geschrieben:
Ich nehme mal an, daß du auch konkrete Traumata erlitten hast an die du dich auch erinnern kannst. Trotzdem wär ich mit "Wiedererlebungstechniken" vorsichtig. Das autobiographische Gedächtnis arbeitet hologrammartig, d.h. es speichert Informationen nicht präzise ab sondern approximiert aus verschiedenen Kontexten und Quellen das Erlebte. So könnten z.B. Urlaubserinnerungen bereits durch das betrachten von Fotos oder Postkarten oder auch von anderen Erlebnissen überlagert und modifiziert werden. Das gilt auch für Ereignisse von denen man denkt eine perfekte bildliche Erinnerung zu haben.


Na ja, Traumata... also es gab natürlich viele Tiefschläge, wenn ich jedes mal bei durchaus vorhandenen Chancen und eigenem Interesse an nem Mädel im entscheidenden Moment zu einem gefühllosen Roboter wurde. Anfangs hab ich das nur für Schüchternheit gehalten; aber nach einiger Zeit stellte ich fest, dass ich mich tatsächlich in dieser Situation deplatziert fühle ("Ich und ne Partnerin???"). Sobald die Situation vorbei war, brach dann wieder alles aus mir heraus, aber eben zu spät. Bei der nächsten Gelegenheit liefs dann genau so ab. Und da Liebeskummer eine der schlimmsten Arten von Kummer ist, hat das natürlich immer größere Lasten auf den Buckel geladen. Wenn von dieser angeblich so tollen scheiß Liebe immer nur die negativen Seiten bei einem ankommen, verliert man auch den Glauben daran. Dazu kommt das Gefühl, in der Persönlichkeits-Entwicklung zurück geblieben zu sein, was ja auch objektiv richtig ist. Das machts jedes mal schwerer. Ein selbstverstärkender Prozess, echt scheiße Sad

Sexuellen Missbrauch oder so gab es nicht bei mir. Allerdings eine sehr religiös (und damit weltfremd) orientierte Erziehung. Zum Beispiel Sex vor der Ehe: Verbrechen, Sünde, bäh. Meine Mutter hat eigentlich immer Ekel vor Sexualität demonstriert. Mein Vater dagegen so eine verkrampfte Art von Lockerheit diesbezüglich, die total aufgesetzt wirkt. Meinte er doch letztens am Telefon: "Du weißt, ich bin da nicht verklemmt". War gar nicht so einfach, mein spontanes Gelächter zu erklären Very Happy

Ich fürchte, dass es eine langsame Prägung über Jahre hinweg war, die mir das Leben vergällt (und das tut es wirklich). Ein Trauma kann man konkret bearbeiten, aber so eine schädliche Atmosphäre von Kindesbeinen an... Sad

Mein Vater weiß das vermutlich, will es sich aber nicht eingestehen. Er ist eigentlich ein rational denkender Mensch (was in totalem Kontrast zu seinen religösen Auffassungen steht). Wenn ich nur mal andeute, dass ich aufgrund meiner Situation bei halb verbrauchter Lebenszeit keinen Spaß am Leben habe, fällt er mir ins Wort (was er sonst nie tut), redet plötzlich von ganz anderen Dingen und weigert sich ganz klar, zu begreifen, was ich sage. Kein Wunder, denn bei meinem Bruder war es genau wie bei mir, bis er 27 war. Zufall ist das nicht.

Maz hat folgendes geschrieben:

So behaupten z.B. die meisten Leute sich an die Anschläge von 9/11 genau erinnern zu können und von diesem Tag eine sehr lebendige Erinnerung zu haben (="flashbulb memories"). Diese Leute behaupten aber meistens auch, daß das Wetter an diesem Tag schön gewesen wäre obwohl es geregnet hat. Da wurden die Erinnerung von den Bildern des blauen New Yorker Himmels aus dem Fernsehen überlagert.


Äm... gibts das auch anders herum? Wink

http://www.youtube.com/watch?v=wNNTcHq5Tzk

Es waren keine Wolken am Himmel, die Leute saßen draussen in Cafés, und ich hab den Einschlag des zweiten Flugzeugs live im TV gesehen. Haben die im TV die Wolken wegretuschiert? Wink
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