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angst vor einer zweisamkeit!?
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anya




Alter: 39
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 20.02.2005
Beiträge: 2679
Wohnort: bamberg
BeitragVerfasst am: Mo Mai 15, 2006 10:31    Titel: angst vor einer zweisamkeit!? Antworten mit Zitat



aloha ihrs,

ich setz dieses thema was mich noch immer oder schon wieder beschäftigt mal ins forum und vielleicht fällt wem was auf oder ihr habt ein paar infos für mich - man weiss ja nie und soll nichts unversucht lassen Wink

frage mich, was das wirklich ist. meine innere panik - man kann auch angst dazu sagen - die sich einstellt, wenn sich mir nur schon jemand nähert, wo ich spüre, dass gegenseitige symphatischen da sind. da sind sofort panikattacken da, dass daraus sich was entwickeln kann. ich lass dann sehr oft schnell mal meine haut reagieren oder halte mein ggü. auf abstand, weil der schmerz des ertragens einfach super stark ist.

da fragt man sich schon, was in drei universums namen kann das bloss sein? woher kommt das? aus dem ellihaus wie mein thera sagt? da ist nie schlimmes geschehen. und auch in früheren partnerschaften ereigneten sich nie solche hammerdinge, dass ich es verstehe könnte.

woher mag das bloss kommen, dass potentielle partner aus meiner sicht für mich zur gefahr wird, dass ich sie abwehren muss/will? Shocked

wo sind die denkfehler? die eingebauten fallen? wem fällt was auf? bin für alle gedanken offen Wink

with a smile,
anJa

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Lula





Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 03.10.2005
Beiträge: 100
Wohnort: Süden
BeitragVerfasst am: Mo Mai 15, 2006 11:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo AnJa,

vielleicht ist es die Panik vor dem Kontrollverlust?
Oder auch die Angst, wenn man jemand an sich heran lässt, dass man dann auch verletzlich wird und Angst vor dem Schmerz hat (wenn man wieder verlassen wird).
Verlassensängste sind die ersten Ängste, die man als Kind erlebt und jedes Kind baut seine eigene Strategie auf, damit umzugehen.
Ich ich denke auch, dass das "Hautblühen" ein Schrei ist, der aussagt:Hab mich lieb, auch wenn ich eklig bin und mich abwende und abweisend werde und hilf mir aus dem Kreislauf raus.
Hm, das hast Du wohl alles schon mit dem Thera besprochen, oder?
Vielleicht hilfts dennoch zum Weiterdenken.

Sei lieb gegrüßt
Lula
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anya




Alter: 39
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 20.02.2005
Beiträge: 2679
Wohnort: bamberg
BeitragVerfasst am: Mo Mai 15, 2006 13:23    Titel: Antworten mit Zitat



aloha lula Smile,

hab erstmal vielen lieben dank für deine gedanken. an kontrollverlust hab ich auch schon gedacht und wer weiss? vielleicht ist das was dran. vertrauen ins universum und dass die dinge genau zur rechten zeit in mein leben treten als themen oder was auch immer, hab ich bereits wieder gefunden nach der letzten lebenskrise Shocked Wink

ansonsten muss der mensch noch geboren werden, der das dahinter versteht und sich von mir nicht auf dauer abwehren lässt. bin da extrem gut drin Laughing Shocked

scherz beiseite: da bedarf es noch viel aufarbeitung und das thema ist mir immer noch haushoch suspekt. das ggü müsste zunächst damit rechnen, mich aus drei km entfernung zu betrachten und dann kann nur eine annährung erfolgen, wenn zeit verstreichen darf und geduld mit an board ist von beiden seiten ausgehend. anmerkung: das thema hat nichts damit zu tun, dass ich deswegen a bin. nur falls da jemand auf die verbindung stößt. mehr als eine asexuelle zusammenkunft könnte ich mir auch mit ausblendung dieses konfliktes kaum vorstellen. niente Wink

mit verlassensängsten dürfte es eigentlich kaum was zu tun haben. ich bin überzeugt davon, dass alles seine zeit auf erden hat und nichts für die ewigkeit währt. es kann sein, dass zwei menschen ein ganzes leben lang den weg gemeinsam beschreiten, es kann aber auch sein, dass sie es nur einige jahre tun und die wege dann wieder auseinanderlaufen. das ist einfach so. habe schon so einige menschen in meinem umfeld kommen und auch wieder gehen sehen. mit einigen bin ich noch immer auf andere weise verbunden, obwohl wir sonst im leben nichts mehr mündlich und schriftlich voneinander hören und sehen. ich behaupte also mal, dass ich damit umgehen kann, wenn ein potentieller partner irgendwann wieder weiterzieht.

with a smile,
anJa

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invisible




Alter: 35
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 31.07.2005
Beiträge: 147
Wohnort: Rostock
BeitragVerfasst am: Fr Mai 19, 2006 17:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo anJa Very Happy

Du hast mir mal gesagt, dass du auch an Neurodermitis leidest - und, das wird bei dir ja sicher auch früher schon der Fall gewesen sein.
Weisst du wie deine Eltern früher damit umgegangen sind? Wie sie dich behandelt haben? Ist glaub ich auch eine Frage, ob deine Eltern behutsam (überbehütet) oder 'normal' umgegangen sind - und auch, wie du Berührungen (Streicheleinheiten etc.) selbst erträgst.

Vielleicht ist das einfach nur so eine unbewusste Angst - dass die Streicheleinheiten aufgrund der Neuro eben nicht gut tun (aber das ist eben von Person zu Person unterschiedlich) - und dass du daraus resultierend vielleicht abblockst jemanden näher kennenzulernen, weil dir Berührungen weh tun, statt gut zu tun. Hmm

Übrigens kann das Gehirn sehr gut Dinge vertuschen - nicht, dass ich den Teufel an die Wand malen will oder so, aber das Gehirn kann Dinge, die früher mal gewesen sind in die staubigste Ecke des 'Vergessens' (eher Verdrängens) schieben.

Und Angst vor Kontrollverlust - wie oben gesagt - könnte natürlich auch gut sein. Dass du gerne unabhängig und frei bist (die Kontrolle über dein Leben etc. behalten möchtest) und dich eine Partnerschaft zu sehr in deiner Bewegungsfreiheit einschränkt.

Habe auch manchmal schon gedacht, dass Neurodermitiker deshalb soviel 'kratzen' (müssen), weil sie raus aus ihrer Haut wollen (so eine Art 'Gefangen im eigenen Körper'-Sache)... dass sie sehr viel Freiraum brauchen - und eine Partnerschaft könnte sowas stark eingrenzen... sind natürlich nur Gedanken - wie du das empfindest (darüber denkst), weiß ich nicht.

Kenne dein Problem aber auch zur Genüge - da gab es durchaus einige potentielle Partner. Aber jedesmal war eine Blockade da. Und das geht soweit, dass ich sogar ganz den Kontakt abgebrochen habe, obwohl man sich sogar richtig gut verstanden hat.

Hab das Gefühl irgendwie den Faden verloren zu haben... hmm, naja, falls mir noch was einfallen sollte, sag ich dir bescheid.

Lieben Gruß
unsichtbare Anja Wink
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.::Auch beim Lachen kann das Herz weinen::.
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anya




Alter: 39
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 20.02.2005
Beiträge: 2679
Wohnort: bamberg
BeitragVerfasst am: Fr Mai 19, 2006 23:25    Titel: Antworten mit Zitat



aloha anja - meine namensvetterin Wink,

bei dir stellt sich ebenso eine blockade in bezug auf potentielle partner ein? wie hängt das bei dir zusammen? und wie äussert es sich bei dir? auch über die haut? Shocked

joaa an deinen gedanken ist einiges wahres dran, was mich betrifft. manchmal ist mir mein körper wirklich zu eng und berührungen gehen oft einfach zu tief, da partner einen auch gern mal zu intensiv, zu viel knuddeln und berühren wollen. wie schon oft geschrieben, mir reicht es im prinzip, wenn ich jemanden (egal ob w oder m oder z Wink) an meiner seite hab, mit dem ich offen mich austauschen kann und dem es auch völlig aussreicht, wenn wir uns mal umarmen oder mal ein bussi tauschen. aber mehr kann ich mir im gegenwärtigen moment kaum vorstellen. und jemand dem das zum glück ausreicht...hm....ich denke manchmal, der müsste erst noch geboren werden Shocked

und meinen freiraum brauch ich auch, ganz klar als widder mit schütze im ac *gg*. aber im ernst, mein fav wert nummer eins ist die freiheit.

aber noch ist mein leben recht jung und vielleicht kommt noch der/die richtige, mit dem/der das alles funzt. und wo dann auch die haut und das innere ruhig bleiben.....solange heissts einfach weiterhin geduld haben und tee trinken Wink

anJa

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ataraxia




Alter: 44
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 18.05.2006
Beiträge: 93
BeitragVerfasst am: Sa Mai 20, 2006 10:46    Titel: Antworten mit Zitat

Ich glaub solche Sachen sind immer massiv unverständlich bis man versteht warum das alles so ist. Das ging mir lange genauso.

Wie hast Du denn in Deiner Kindheit Berührung erlebt? War das normal, dass Du von Deinen Eltern umarmt wurdest? Oder war das eher die Ausnahme?

Siehst Du heute eine Umarmung als etwas Intimes oder Freundschaftliches an? Was willst Du mit einer Umarmung ausdrücken? Was denkst Du welche Bedeutung mißt der "normale" Mensch Deiner Umarmung zu?
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anya




Alter: 39
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 20.02.2005
Beiträge: 2679
Wohnort: bamberg
BeitragVerfasst am: Sa Mai 20, 2006 18:11    Titel: Antworten mit Zitat



aloha ataraxia,

oh wie habe ich berührungen in meiner kindheit erlebt? nun schon recht kontrahär. mein old daddy ist so veranlagt wie ich selbst. er ist eher so ein distanzmensch und von ihm kassierte ich einige wenige umarmungen. meine muddi hingegen ist ein nähemensch und könnte ihr umfeld pausenlos knuddeln. folglich bekam ich von ihr recht viele. so viele, dass ich zeitweise immer wieder ihr deutlich machen musste, dass es mir zuviel ist und ich mich eingeengt fühle.

ich stehe da irgendwo dazwischen. dh ich knuddele andere schon öfter mal, wenn sie mir nahe stehen als es mein daddy mit anderen tut. aber nie so extrem viel, wie es meine muddi macht Wink

was drückt für mich eine umarmung aus? nun es ist für mich ein zeichen der verstärkten sympathie und für den anderen ein hinweis, dass sie mir nahe stehen als mensch. Smile und die die mir nahe stehen wissen auch wie ich das symbol umarmung definiere, da ich es ihnen durchaus verbal kommuniziere.

hmm...wie andere menschen eine umarmung definieren? also ich kann schlecht für andere menschen generell sprechen. jeder sieht die dinge wieder ein stück weit aus einer anderen perspektive. von freunden weiss ich natürlich wie sie das wahrnehmen und dort wird teilweise eine umarmung als ausdruck von freundschaftliche zuneigung gebraucht. und diese sichtweise ist meiner schon recht nahe Wink

wie definierst du umarmungen für dich?

anJa

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ataraxia




Alter: 44
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 18.05.2006
Beiträge: 93
BeitragVerfasst am: Sa Mai 20, 2006 21:24    Titel: Antworten mit Zitat

anJa hat folgendes geschrieben:
wie definierst du umarmungen für dich?


Schwierig. Das kann ich irgendwie nicht richtig definieren, da ich zu Hause so etwas gar nicht erlebt habe.

Andererseits ist das wohl ganz von der anderen Person abhängig. Ich habe auch festgestellt, dass es unterschiedliche Formen gibt. Das versuchen zu analysieren sollte ich vielleicht sein lassen, aber ich habe halt schon sehr distanzierte und dann wieder innige Umarmungen erlebt, wobei es aber sonst keinerlei Anzeichen gab warum es das eine Mal inniger war und das andere Mal nicht.
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anya




Alter: 39
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 20.02.2005
Beiträge: 2679
Wohnort: bamberg
BeitragVerfasst am: So Mai 21, 2006 12:57    Titel: Antworten mit Zitat



Shocked du bist daheim nie von deinen ellis umarmt worden? Shocked das zu lesen schockt mich immer wieder. weil ich denke, dass sowas einfach zu einer eltern-kind-beziehung dazugehört: einfach von seinen ellis auch mal in den arm genommen zu werden und das da-sein der ellis spüren.

wie habe sie dich sonst ihre wärme und ihr da-sein für dich spüren lassen? oder gab es auch das nicht? Shocked

hmmm zurück zum ausgangsthema: hmm ich habe aber schon oft bei mir selbst festgestellt, dass ich mit nähe von/mit männern eindeutig eher in panik verfalle, wenn sie mir zu dicht auf die pelle rücken, als von/ mit frauen.

wobei wenn ich merke, da will jemand mehr als freundhscaft von mir, fall ich generell in panik und werde haushoch unruhig. solang ich definitiv weiss, es verbleibt im rahmen freundschaft, hab ich überhaupt null probleme in einem gewissen rahmen nähe auszutauschen. aber sobald mir n guter freund/ne gute freundin sucht zu verklickern, dass er/sie was von mir wollen könnten, rumps isset einfach aus und ich bin weg Shocked
hat man für sowas noch töne? Shocked Rolling Eyes

anJa

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kattinka
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Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 06.03.2006
Beiträge: 193
BeitragVerfasst am: So Mai 21, 2006 14:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo AnJa,
...interessantes Thema,
möchte einfach mal mittendrin und an dieser Stelle einsteigen
Zitat:
hmm ich habe aber schon oft bei mir selbst festgestellt, dass ich mit nähe von/mit männern eindeutig eher in panik verfalle, wenn sie mir zu dicht auf die pelle rücken, als von/ mit frauen.

Hat vielleicht damit zu tun, dass es im Kontakt zu Frauen einfacher ist, den Kontakt für sich selbst zu behalten? Dass man (als Frau) die andere Frau eben mehr "neben sich" sieht, nicht gegenüber. Wobei ja auch "gegenüber" an sich nichts schlechtes ist. Allerdings besteht die Gefahr, zu sehr in (innere) Konfrontation zu geraten, eine Schwarz/Weiß-Malerei, Frau/Mann-Aufteilung, dass man sich vorwiegend als etwas Gegensätzliches erlebt. Wodurch ein Gefühl der Fremdheit entstehen kann -dem Anderen, auch sich selbst gegenüber- und das Gespür für feine Facetten, die eigene, eigentliche Individualität schnell verloren geht. Letztendlich sieht man sich selbst dann mehr mit den Augen des Gegenübers, ist zu sehr eingesperrt in die "Rolle Frau". Zu sehr eingenommen auch von den im Raum stehenden oder gespürten Definitionen, Erwartungen...

Denn genau da:
Zitat:
aber sobald mir n guter freund/ne gute freundin sucht zu verklickern, dass er/sie was von mir wollen könnten, rumps isset einfach aus und ich bin weg

wird es ja interessant: Was sind denn das für Erwartungen, die du da spürst? Was glaubst du, "will" der andere da von dir (haben, sehen)?

Ich kenne wohl Ähnliches auch von mir. Dass ich auf einmal ganz deutlich spüre, dass das jetzt nicht mehr "mein Spiel" ist, nicht mit meinen aktuellen Wünschen, Erwartungen, Empfindungen zu tun hat. Dass ich teilweise auch das Gefühl habe, dass es nicht mal das Spiel des Gegenübers ist, eher das hilflose Herunterleiern eines tausendmal zitierten Drehbuches. Ich von zu viel "Fremdem" überrollt werde. Den Faden verliere zu mir, aber auch zu dem "Miteinander", der Schnittstelle, dem Gemeinsamen, dem Austausch, - das ja vorher noch da war, sonst hätte ich mich ja gar nicht auf Kommunikation eingelassen. Und dann meldet sich der Instinkt und sagt Nein.

Und damit da kein Missverständnis aufkommt:
Ich halte das für eine sehr gesunde Reaktion! Jede/r ist halt da, wo sie/er gerade ist, hat die Verantwortung, auf sich selbst aufzupassen, sich den eigenen Weg durch den Dschungel zu bahnen. Und wenn du dann spürst, dass da möglicherweise etwas erwartet wird, was du nicht geben kannst oder willst, ist ein "Stopp" doch das Beste, was du in dem Augenblick tun kannst. Und "Panik", oder zumindest Angst ist da meiner Meinung nach auch durchaus angebracht, es steht ja immerhin ziemlich viel auf dem Spiel...

Natürlich kann man später, wenn sich die Wogen etwas geglättet haben, noch einmal in Ruhe schauen, was genau denn jetzt dahinter steckte. Auch um in Zukunft weniger (auch von sich selbst) überrascht zu werden. Aber sich verurteilen, weil man -von Außen betrachtet- da irgendwie nicht "regelkonform funktioniert", - nee, das bringt einen wohl nicht wirklich weiter...

Wichtig wäre vielleicht auch zu klären, was dich bei diesem Nachforschen in dir eigentlich antreibt: Mehr ein Zweifel an dir selbst, ein Dir-Nicht-Ganz-Trauen, ein Anders-Sein-Wollen? Oder der Wunsch, dich selbst zu verstehen, um dann so bleiben zu dürfen, Möglichkeiten zu finden, deinen eigenen Bedürfnissen gerecht werden zu können. Und "Bedürfnisse", auch das möchte ich noch sagen, sind meiner Meinung nach übrigens niemals was Schlechtes, können vor allem nie "Falsch" sein. Ich verstehe sie eher als wohlwollende Helfer, als Wegweiser zu innerer Freiheit, zum Heilwerden und zur Ganzheit.

Liebe Grüße Very Happy
Kattinka
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anya




Alter: 39
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 20.02.2005
Beiträge: 2679
Wohnort: bamberg
BeitragVerfasst am: So Mai 21, 2006 16:56    Titel: Antworten mit Zitat



aloha kattinka Smile,

danke dir ebenfalls für deine gedanken! Smile
oh ja, da hast du recht. bedürfnisse sind wegweiser und sollten erhört und gelebt werden, sonst verfällt man mit der zeit in frust und in depressionen.

und ein solches bedürfnis ist eben bei mir ua auch eine partnerschaft zu jemanden, mit dem es einfach stimmt - deswegen betreib ich den ganzen zirkus mit dem versuch, hinter die kulissen zu schauen, was da wirklich abgeht, wenn ich mal wieder panisch reagiere und die flucht ergreife *g*

also mein ziel ist keinesfalls ein anders-sein herauszubekommen oder regelkonforme anpassung herzustellen. nein, eher ein aufdecken: was steht dahinter...

und einen mann emfpinde ich auch nicht unbedingt als etwaf fremdes. da ich mich selbst auch nicht rein als die frau wahrwahme. habe eher beide seiten in mir. biologisch bin ich zwar ganz klar ne frau, aber gefühlt bin ich auch ein stück weit mann.

zum thema erwartungen: klar hab ich die auch und denke generell auch einfach zuviel Wink wenn mir jemand zu dicht auf die pelle rückt bemerk ich auch manchmal den gedanken: was ist wenn der/die jetzt doch mehr wollen als sie zunächst äusserten? wie ich hier im forum auch schon des öfteren gelesen habe, gibts auch die asexies, die hier monatelang posten und urplötzlich lese ich, dass sie jemanden fanden und auf einmal sind sie eben dann doch nicht mehr asexy. da alles dem wandel unterworfen ist, kann das natürlich passieren und auch ich bin ganz sicher nicht freigestellt vom wandel. aber ich möchte mich aktuell einfach auf niemanden einlassen, der dann in drei monaten auf einmal merkt: ups, nö bin jetzt wieder sexuell und will jetzt doch mehr nähe und mehr das von dir, was ich selbst eben alles andere als will.

anJa

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kattinka
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Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 06.03.2006
Beiträge: 193
BeitragVerfasst am: So Mai 21, 2006 17:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo anJa,

Zitat:
und ein solches bedürfnis ist eben bei mir ua auch eine partnerschaft zu jemanden, mit dem es einfach stimmt - deswegen betreib ich den ganzen zirkus mit dem versuch, hinter die kulissen zu schauen, was da wirklich abgeht, wenn ich mal wieder panisch reagiere und die flucht ergreife *g*

Das heißt doch aber, du suchst da so etwas wie die "Schuld" bei dir (?). Denkst dir, wenn du nur anders sein, anders reagieren könntest, dann würde es schon klappen...?!

Meiner Meinung nach dreht sich das ein wenig im Kreis. Klar hast du die "Verantwortung" dafür (und "Verantwortung" hat nichts mit "Schuld" zu tun!), du trägst deinen Teil dazu bei, dass die Situation so ist wie es ist: Weil du eben so bist, wie du bist, und auch (erst einmal) gar nicht anders sein kannst! Weil du natürlich deine eigenen Bedingungen, Bedürfnisse, Spielregeln, Grenzen hast, und schaust (und schauen musst!) dass sie gewahrt bleiben! Ist doch gut und richtig so! Und ich finde es schon ganz schön viel, wenn man klar sehen und sagen kann, was man will. Denn das
Zitat:
aber ich möchte mich aktuell einfach auf niemanden einlassen, der dann in drei monaten auf einmal merkt: ups, nö bin jetzt wieder sexuell und will jetzt doch mehr nähe und mehr das von dir, was ich selbst eben alles andere als will.
ist doch mal eine klare Aussage!
Das ist der Schlüssel! Kein bisschen versteckt, kein bisschen schwer zu entdecken! Das möchtest du, das brauchst du (unter den jetzigen Bedingungen) und deswegen verhältst du dich so wie du dich verhältst.. Wo ist denn da das verstandesmäßige Problem Rolling Eyes ?

Also, was ich meine: Klar wird es schwer sein, jemand zu finden, der in dieser Hinsicht "zu dir passt", dessen Bedürfnisse sich mit deinen Bedürfnissen verzahnen lassen. Aber Trauer oder Schmerz (über die anstrengende, zermürbende Suche) ist doch noch immer was anderes als schuldbewusst in sich zu kramen, was denn da wohl nicht stimmen mag. Zu wünschen es wäre anders, zu hoffen, es könnte irgendwann mal anders sein, und so ewig mit sich im Hader zu sein.

Das Leben ist bunt. Da heißt es, sich selbst in aller schönen Eigentümlichkeit akzeptieren lernen, und sich für "den Nahraum" Menschen suchen, die eben das auch können. Dass sich alles natürlich auch mal ändern kann, man selbst eingeschlossen, steht doch auf einem ganz andern Blatt. Nur: Veränderungen brauchen (wie die Liebe..) Freiheit zur Entfaltung...

Oder was meinst du?
Kattinka Smile
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anya




Alter: 39
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 20.02.2005
Beiträge: 2679
Wohnort: bamberg
BeitragVerfasst am: So Mai 21, 2006 19:13    Titel: Antworten mit Zitat



hmm ...nein - ich krame keineswegs in mir schuldhaft. und es geht mir nur ums mir selbst auf die schliche kommen und mich selbst beobachten. und darüber reflektiere ich auch Wink. ansonsten gilt für mich in einer bez. dass sich beide im so-sein akzeptieren/annehmen müssen wie sie sind, sonst macht es erst gar keinen sinn Wink

und nein ich will keinesfalls anders sein. denn für mich gilt sho ham = ich bin. ich bin einfach im so-sein. im so-sein, aber eben trotzdem mit bedürfnissen und wünschen und träumen etc...

mag sein dass es eine klare aussage ist, dennoch kann ich es wohl nie vorhersagen, wie lang so eine beziehung hält und ich sehe eben auch (ohne dass ich mir dafür die schuld für irgendwas gebe, denn das wäre selbstbestrafung) dass ich mir mit meiner einstellung durchaus auch ein bein stelle.

anJa

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Alter: 35
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 31.07.2005
Beiträge: 147
Wohnort: Rostock
BeitragVerfasst am: Di Mai 23, 2006 12:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo anJa!

anJa hat folgendes geschrieben:
[color=indigo]
bei dir stellt sich ebenso eine blockade in bezug auf potentielle partner ein? wie hängt das bei dir zusammen? und wie äussert es sich bei dir? auch über die haut? Shocked


Zusammenhang? Hmm, entweder durch frühere Ereignisse oder dadurch, dass ich einfach ne lange Pause von den Beziehungen brauchte - oder beides zusammen.
Und ich achte da zwar nicht so drauf, aber bisher ist es mir nicht aufgefallen, dass ich da über die Haut reagiere. Das sind eher meine Gedanken, die da 'einen Strich durch die Rechnung' machen.
Liegt vielleicht auch daran, dass ich ein Logik-Mensch bin und Gefühle und Emotionen bei mir irgendwie schlecht 'gelagert' sind.
Da sind dann jedenfalls einfach diese Fluchtgedanken da - und wenn ich nicht flüchten kann, dann werd ich aggressiv Evil or Very Mad (ich mag zwar nicht so reagieren, aber was soll ich tun - sind spontane Reaktionen, die man kaum beeinflussen kann).

anJa hat folgendes geschrieben:
[color=indigo]wie schon oft geschrieben, mir reicht es im prinzip, wenn ich jemanden (egal ob w oder m oder z Wink) an meiner seite hab, mit dem ich offen mich austauschen kann und dem es auch völlig aussreicht, wenn wir uns mal umarmen oder mal ein bussi tauschen.


Also sowas wie ein/eine bester/beste Freund/-in - mit dem/der man sich wundervoll über alles unterhalten kann!? Und eben auch minimal mehr. Das wonach du suchst, lässt sich eher über eine tiefe innige Freundschaft definieren, als über eine Beziehung.
Und ich glaube, dass es auch für dich eine solche Freundschaft gibt, jawohl Smile - eine, die dir gut tut, die wie für dich geschneidert ist - in der du dich wie in einer 'Beziehung' fühlst.

anJa hat folgendes geschrieben:
[color=indigo]und meinen freiraum brauch ich auch, ganz klar als widder mit schütze im ac *gg*. aber im ernst, mein fav wert nummer eins ist die freiheit.


Bin Schütze mit Skorpion im AC (nur so nebenbei) Wink - Schützen wird 'Freiheitsliebe' nachgesagt...

Wünsche Dir sehr, dass du eine solche Person findest, die du suchst.

Viele liebe Grüße
invisible
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ataraxia




Alter: 44
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 18.05.2006
Beiträge: 93
BeitragVerfasst am: Di Mai 23, 2006 12:46    Titel: Antworten mit Zitat

anJa hat folgendes geschrieben:
Shocked du bist daheim nie von deinen ellis umarmt worden? Shocked das zu lesen schockt mich immer wieder. weil ich denke, dass sowas einfach zu einer eltern-kind-beziehung dazugehört: einfach von seinen ellis auch mal in den arm genommen zu werden und das da-sein der ellis spüren.

wie habe sie dich sonst ihre wärme und ihr da-sein für dich spüren lassen? oder gab es auch das nicht? Shocked


Ich sollte wohl besser sagen ich kann mich an keine Umarmungen oder an Nähe erinnern. Ich muß da mal mit meiner Mutter darüber reden. Mehr dazu möchte ich auch momentan (öffentlich) nicht schreiben.

Mittlerweile denke ich, dass ich ein relativ normales Verhältnis zu Umarmungen habe. Zu mehr aus Mangel an Erfahrungen jedoch nicht. Deswegen hab ich da wohl auch Hemmungen bzw. ziehe mich zurück


anJa hat folgendes geschrieben:
hmmm zurück zum ausgangsthema: hmm ich habe aber schon oft bei mir selbst festgestellt, dass ich mit nähe von/mit männern eindeutig eher in panik verfalle, wenn sie mir zu dicht auf die pelle rücken, als von/ mit frauen.

wobei wenn ich merke, da will jemand mehr als freundhscaft von mir, fall ich generell in panik und werde haushoch unruhig. solang ich definitiv weiss, es verbleibt im rahmen freundschaft, hab ich überhaupt null probleme in einem gewissen rahmen nähe auszutauschen. aber sobald mir n guter freund/ne gute freundin sucht zu verklickern, dass er/sie was von mir wollen könnten, rumps isset einfach aus und ich bin weg Shocked
hat man für sowas noch töne? Shocked Rolling Eyes


Ich kann das sehr gut verstehen. Bei mir ist das zwar anders und Panik kenn ich dabei nicht, aber ich mach wohl eher immer einen Schritt weniger schon vorher.

Eventuell hast Du noch nicht Deinen eigenen Weg zur Körperlichkeit gefunden oder spricht Dein Körper ungewollt anders als Du willst. Das sind nur so Gedanken. Muß nicht so sein Wink

Ich höre bei Dir ein gewisses Unverständnis gegenüber Dir selbst heraus. Das kenn ich von mir auch, aber das macht alles meist erst so richtig schlimm und führt zu Verkrampfung. Wichtig ist sich selbst zu akzeptieren. Diesen Schritt habe ich schon weit gehend geschafft. Das ist wohl der Wichtigste
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I know there's pain in leaving things all too well.
In time, you’ll find needing things only kills you slowly.
If you’re not sure who you are, you’re not alone.

Owen - "Everyone feels like you"
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