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Asexuelle in Romanen
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Carmilla DeWinter




Alter: 39
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 02.02.2011
Beiträge: 397
Wohnort: Pforzheim
BeitragVerfasst am: So Nov 24, 2013 22:05    Titel: Antworten mit Zitat

Um mal auf Harry Potter zurückzukommen: ich mache um diese ganzen späteren Veröffentlichungen einen großen Bogen. Brr. "Übrigens, Dumbledore ist schwul." In einem Interview. WTF? Sowohl als Fan und hoffnungvolle Jungautorin finde ich das ganz schechte Form.

Wenn man also von diesem ganzen Krams absieht, der m.E. im Netz nix verloren hat... kann außer für Luna auch für Dumbledore und für Snape eine Liste mit Beweisen aufgemacht werden. Und Charly Weasley, hatten wir den schon?
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Insider sind im Kreis, Außenseiter wollen in den Kreis. Nur der Exzentriker kümmert sich nicht um den Kreis. - Robert Menasse
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Maz
ADMod Team



Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14332
BeitragVerfasst am: So Nov 24, 2013 22:10    Titel: Antworten mit Zitat

Die Bücher liegen bei mir schon ne Weile zurück aber so aus dem Kopf...

Zitat:

Und Charly Weasley, hatten wir den schon?


Der ist wohl eher noch antisexuell. Und Snape ist halt traumatisiert.
Am ehesten wohl Dumbledore. Richtige Oberzauberer haben schon eine asexuelle Aura.
Merlin war da wohl etwas anfälliger...aber Gandalf mit ner Frau...also wirklich nicht.

Und schwul paßt da auch definitiv nicht dazu. Wink
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Lady Parrot
ADMod Team



Alter: 26
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 12.09.2013
Beiträge: 1260
BeitragVerfasst am: So Nov 24, 2013 22:25    Titel: Antworten mit Zitat

Maz hat folgendes geschrieben:
Die Bücher liegen bei mir schon ne Weile zurück aber so aus dem Kopf...

Zitat:

Und Charly Weasley, hatten wir den schon?


Der ist wohl eher noch antisexuell. Und Snape ist halt traumatisiert.
Am ehesten wohl Dumbledore. Richtige Oberzauberer haben schon eine asexuelle Aura.
Merlin war da wohl etwas anfälliger...aber Gandalf mit ner Frau...also wirklich nicht.
Und schwul paßt da auch definitiv nicht dazu. Wink

Du weißt, dass (auf den Film bezogen) der Schauspieler von Gandalf schwul ist? Laughing
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Maz
ADMod Team



Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14332
BeitragVerfasst am: So Nov 24, 2013 23:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hmm...als Schauspieler kann man das wohl ganz gut kaschieren, den Rest erledigt der Bart. Aber jetzt wo dus sagst merkt mans ihm bei X-Men schon eher an Wink
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white dragon




Alter: 31
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 24.04.2013
Beiträge: 50
Wohnort: Erzgebirge
BeitragVerfasst am: Mo Nov 25, 2013 8:27    Titel: Antworten mit Zitat

Ich glaube auch, dass Snape sich einfach nicht mehr verlieben konnte, nachdem Lilly Potter gestorben ist. Bei Charlie Weasley könnte ich mir schon eher vorstellen, dass er asxuell ist. Bei ihm hört man immer nur von seinen Drachen, aber nie von einer Frau. Bei Dumbledore glaube ich fast, dass er mit Grindelwald in einer homosexuellen Beziehung lebte, denn es steht auch an einer Stelle, dass seine Jahre mit Grindelwald seine glücklichsten waren. Bei Herr der Ringe könnte ich mir eigentlich am ehesten Frodo als asexuell vorstellen. Er hat als einzigster von den vier Hobbits keine Frau und schmunzelt am Ende nur darfüber, als die anderen drei mit den Frauen in der Kneipe flirten.
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Grenzen sind Koventionen, die nur darauf warten, eines Tages überwunden zu werden. Wir können alle Grenzen irgendwann überwinden.
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Lesley




Alter: 38
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 15.08.2005
Beiträge: 557
Wohnort: LM
BeitragVerfasst am: Mo Nov 25, 2013 21:17    Titel: Antworten mit Zitat

Carmilla DeWinter hat folgendes geschrieben:
Um mal auf Harry Potter zurückzukommen: ich mache um diese ganzen späteren Veröffentlichungen einen großen Bogen. Brr. "Übrigens, Dumbledore ist schwul." In einem Interview. WTF? Sowohl als Fan und hoffnungvolle Jungautorin finde ich das ganz schechte Form.

Das Gute daran ist: solange es sich während der Interpretation der Bücher nicht zwingend aufdrängt, ist Dumbledore kein bisschen schwul. Was Madame im Interview sagt, hat null Bedeutung! Smile
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Carmilla DeWinter




Alter: 39
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 02.02.2011
Beiträge: 397
Wohnort: Pforzheim
BeitragVerfasst am: Mo Nov 25, 2013 22:06    Titel: Antworten mit Zitat

an Lesley: Jupp.

an Maz, bezüglich Snape: Und wie viele von uns bekommen zu hören, dass wir einfach traumatisiert sind? Nur weil er an Lily Evans hing, heißt das noch lange nicht, dass er verliebt war. Auch wenn ich davon ausgehe, dass JKR es so gemeint hat, kann mensch es als völlig hilflose Anbetung eines Aromanties lesen, der keine Wörter für das hat, was er fühlt.
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Maz
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Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14332
BeitragVerfasst am: Mo Nov 25, 2013 22:30    Titel: Antworten mit Zitat

Wie gesagt hab ich das so genau alles nicht mehr im Kopf, ist doch schon fast 10 Jahre her, eingefleischte Fans mögen mir also Fehlinterpretationen verzeihen Wink

Ich dachte bei Snape spontan eher an Mobbingerfahrungen, also nicht (nur) im Sinne einer "romantischen Traumatisierung" oder gar sexuellen Traumatisierung sondern an eine generelle tiefgreifende Schädigung seiner sozialen Kompetenzen und eine allgemeine Abneigung gegenüber Menschen als Folge bestimmter Erfahrungen in der Jugend, natürlich auch in Kombination mit seinen Anlagen.

Von außen gibt es bei ihm wohl keinen Widerspruch zur Aromantik, Asexualität oder auch Antisexualität. Aber was wirklich in ihm vorgeht läßt sich hinter der aufgebauten Mauer ja nicht mehr ausmachen.
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Lesley




Alter: 38
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 15.08.2005
Beiträge: 557
Wohnort: LM
BeitragVerfasst am: Di Nov 26, 2013 3:06    Titel: Antworten mit Zitat

Maz hat folgendes geschrieben:

Ich dachte bei Snape spontan eher an Mobbingerfahrungen, also nicht (nur) im Sinne einer "romantischen Traumatisierung" oder gar sexuellen Traumatisierung sondern an eine generelle tiefgreifende Schädigung seiner sozialen Kompetenzen und eine allgemeine Abneigung gegenüber Menschen als Folge bestimmter Erfahrungen in der Jugend, natürlich auch in Kombination mit seinen Anlagen.

Und dann wäre da noch der gewalttätige Vater und die katastrophale Ehe seiner Eltern.
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Carmilla DeWinter




Alter: 39
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 02.02.2011
Beiträge: 397
Wohnort: Pforzheim
BeitragVerfasst am: Do Sep 18, 2014 22:28    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin jetzt mal total frech und verweise an diesen Thread hier: http://aven-forum.de/viewtopic.php?t=10796

Oder: Die DeWinter hat einen Roman geschrieben, und die drittwichtigste Figur ist ace/aro. Und genderqueer.
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Forum Lurker




Alter: 51
Sexualität: Sexuell
Anmeldungsdatum: 22.11.2007
Beiträge: 1781
BeitragVerfasst am: So Dez 27, 2015 21:44    Titel: Antworten mit Zitat

Ein kleines Update:

Einer GoodReads Diskussion zufolge kommt in Lani Taylor's Days of Blood and Starlight - Zwischen den Welten ein Asexueller Charakter vor.

Auch in Garth Nyx's Clariel (Abhorsen #4).
Eventuell keine deutsche Übersetzung erhältlich.


Guardian of the Dead, Karen Healey enthält zumindest einen Asexuellen Nebencharakter.
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"We are never half so interesting when we have learned that language is given us to enable us to conceal our thoughts."
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Alice93




Alter: 28
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 25.08.2015
Beiträge: 331
Wohnort: NRW
BeitragVerfasst am: Mo Dez 28, 2015 19:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hi, ich hoffe ihr hattet alle eine frohe Weihnacht!

Zu diesem Thema möchte ich die Liste sehr gerne um Bücher erweitern:
Mona Ramsey - Tales of the City [Stadtgeschichten] von Arminstead Maupin
Die Tales of the City Reihe erschien in Einzelarikeln im San Fransico Chronicle während der 70er - 80er Jahre und wurde in den letzten Jahren fortgesetzt.
Mona wird zwar in Wikis als Bisexuelle Hippiefrau bezeichnet, für mich ist sie aber ein Musterbeispiel einer Asexuellen. Im Roman versucht sie an eine gescheiterte Beziehung mit einer Frau wieder anzuknüpfen. Ihr fehlt jedoch die Leidenschaft und D'Or äußert, dass ihr das Körperliche nicht so wichtig ist. Die Beziehung zerbricht. Mit einem schwulen Freund redet sie darüber das sie keine für sie richtigen Männer findet. Sie schließt mit dem Statement das sie dafür gemacht sei eher 4-5 gute Freunde statt einer Beziehung zu haben.
Im Verlauf der 6 Bändigen Reihe hat sie nach ihrer platonisch gelebten Beziehung zu D'Or keine Liebesbeziehungen oder Affären. Sie heiratet stattdessen einen schwulen Briten, der sich dadurch ermöglicht nach San Fransisco zu ziehen und sich dort in der Szene auszuleben. Sie hingehen zieht nach Großbritannien lebt als Single in seinem Haus und nimmt einen Sohn zur Pflege bei sich auf den sie spàter adoptiert. In den Revival der Serie kommt sie leider nicht mehr vor, det Autor hat sie mit ~ 50 an Brustkrebs sterben lassen.

Harold James Incandenza und Jim Troeltsch - Infinte Jest [Unendlicher Spaß] von David Foster Wallace:
Es gibt Passagen im Buch die etwas zum Thema aussagen, die tippe ich einfach mal ab:"Hal ist vielleicht der einzige männliche E.T.A.ler [Enfield Tennis Academy], der bewusst lebenslängliche Jungfräulichkeit anstrebt. Er findet irgendwie, O. habe für die drei Brüder [Orin, Mario, Harold] genug Begattungsclownerien produziert. [...] Aber Jim Troeltsch und Sex: weit gefehlt. [...] Hal sagt Hey wie gehts dem Bein, Troeltsch sagt Hey und ist im Grunde nur froh, einem Gespräch über Frauen als Sexobjekte entkommen zu sein. Troeltsch hat sich auch nie mit einem Mädchen verabredet. Manche Jungs hier sind einfach so. In allen Academies gibt es ein solches asexuelles Kontigent." [Vgl.: Unendlicher Spaß, Hardcover 2. Auflahe 2009 Kiepenheuer&Witsch, s.914- 916]
Es gibt noch weitere Stellen die etwas zum Thema sagen, aber das soll hier erstmal reichen Wink

Dann, zwar schonmal in einem Thread - aber nicht in diesem - angesprochen und etwas kontrovers natürlich: Michel Djerzinski - Les parzicules élémentaires [Elementarteilchen] von Michel Houellebecq
Dazu zB: "Darüber hinaus wird die berüchtigte Mitlife-Crisis oft mit sexuellen Phänomenen wie etwa der plötzlichen hektischen Jagd nach dem Körper ganz junger Mädchen in Verbindung gebracht. Was Djerzinski anging, waren diese Erwägungen jedoch unangebracht: Sein Schwanz diente ihm nur zum Pissen, und das war's". [Zitat aus Elementarteilchen, Taschenbuch 6. Auflage 2011 Rowohlt, s.23]

Auch bei Karen Duves Romanen wie "Keine Ahnung" und "Taxi" ist die jeweilige Protagonistin zwar sexuell aktiv jedoch emotional komplett unbeteiligt und beschreibt alle Erfahrungen sehr deskriptiv und technisch.

Evtl erweitere ich die Liste bei Zeiten noch. Damit erstmal beste Grüße, Alice!
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Carmilla DeWinter




Alter: 39
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 02.02.2011
Beiträge: 397
Wohnort: Pforzheim
BeitragVerfasst am: Di Okt 25, 2016 21:22    Titel: Antworten mit Zitat

Mal was Neues.

Jobst Mahrenholz: "Der linke Fuß des Gondoliere"

Kurzfassung: Das Wort kommt vor, die Auseinandersetzung damit ist glaubhaft, auch wenn die angebotene Definition etwas schräg ist.

Und: Trauriges Ende, aber nicht wegen der A_sexualität eines der Beteiligten drei jungen Männer.
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Inertia





Sexualität: Sexuell
Anmeldungsdatum: 07.10.2014
Beiträge: 1087
BeitragVerfasst am: Di Okt 25, 2016 21:25    Titel: Antworten mit Zitat

Carmilla DeWinter hat folgendes geschrieben:
Kurzfassung: Das Wort kommt vor, die Auseinandersetzung damit ist glaubhaft, auch wenn die angebotene Definition etwas schräg ist.


Dann her damit. Smile
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_Lynx_
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<b>gesperrt wegen Mehrfachaccount</b>




Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 19.06.2016
Beiträge: 283
Wohnort: dichte Wälder mit offenen Landschaften
BeitragVerfasst am: Mi Okt 26, 2016 11:55    Titel: Antworten mit Zitat

In der Triologie von Ann Leckie, das mit dem 1. Buch "Die Maschinen" beginnt, ist die Hauptfigur ein Roboter, der aus einem menschlichen Körper (als eine Art Ersatzteillager) erschaffen worden ist.

... Und die Erzählung ist komplett im generischen Femininum, was sehr interessant ist, weil es unbewusst beim Lesen auf einmal so viele (vermeintlich) weibliche Figuren gibt. Ab einem gewissen Punkt spielt das Geschlecht dadurch auch keine Rolle mehr, fand ich. Das ist auch nicht mit dem feministischen Zeigefinger, sondern einfach eine Art Experiment bzw. eigener Stil der Autorin. Das Original ist außerdem auf Englisch, sodass es anders als im Deutschen nicht so auffällt.
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