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Partnerschaft sexuell+asexuell: Wer kommt zu kurz?
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Fellgesellschaft




Alter: 48
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 25.03.2009
Beiträge: 468
Wohnort: Dortmund
BeitragVerfasst am: Sa März 28, 2009 0:30    Titel: Partnerschaft sexuell+asexuell: Wer kommt zu kurz? Antworten mit Zitat

Hallo und guten Abend,

in mehreren Threads hier im Forum habe ich von Sexuellen gelesen, die beklagen, dass sie im Zusammenleben mit Asexuellen "zu kurz kommen" - in welcher Hinsicht, sollte klar sein.

Als lebenslange Asexuelle hatte ich das Problem bisher immer nur andersherum. In Beziehungen mit Sexuellen kam immer ich zu kurz, nicht sie.

Bei Sexuellen ist klar, wann "die Aufgabe erfüllt ist". Aber bei mir? Wenn ich jemanden anspringe und plattknuddeln will, woher weiß er/sie dann, wann ich genug gehabt habe und er/sie mich guten Gewissens wieder loslassen oder gar abschütteln kann?

Weiß er/sie offensichtlich gar nicht, und somit hat es dann für mich auch bisher nie gereicht. Nicht ich habe da nicht genug gegeben. Ich habe geduldig gewartet (meist bei männlichen Partnern) oder mir geduldig die Hand führen lassen (bei weiblichen), bis meine Aufgabe erfüllt war. Meine Aufgabe war ja klar umrissen, ihr Ergebnis erkennbar.

Aber was die Aufgabe meiner BettgenossIn war, konnte ich entweder nicht benennen, oder es stieß auf völliges Unverständnis - oder ich konnte es nicht benennen, weil es von vornherein auf völliges Unverständnis stieß, was alles irgendwie auf dasselbe rauskommt: Während der/die Sexuelle tat, was Sexuelle eben so tun, musste ich mich darum bemühen, meine Bedürfnisse sozusagen per Schmuggel zu erfüllen. Ich brauche schon mal zwei Stunden Kuscheln am Stück, vorzugsweise bekleidet, und wie viel davon kann man in einen gewöhnlichen Geschlechtsakt einmogeln? Nicht viel. Selbst wenn ich mir die Mühe hätte machen wollen, meine Zufriedenheit etwa durch ein katzenähnliches Schnurren zu signalisieren, um auch selbst die Erfüllung der Aufgabe klar erkennbar zu machen - welche/r Sexuelle macht schon mit, bis ich zufrieden bin?

Ab und zu fragte ich mich schon, warum es für mich nie reichte, wie etwa, als mir ein Buch über die Sexualität Behinderter* über den Weg lief. Es stellte sich zwar als Abhandlung über querschnittsgelähmte Männer heraus, aber ich fand es besser als nichts, denn es könnte ja sein - wer weiß es, und wen interessiert ist - dass ich asexuell bin, weil meine Gehbehinderung in der Tat irgendwo in der Beckenregion ansetzt. In dem Buch, jedenfalls, stand drin, dass Männer, deren Penis nach einem schweren (Auto-)Unfall nicht mehr tut, was er soll, einen so genannten "Para-Orgasmus" an einer anderen Körperstelle entwickeln.

Orgasmus hin oder her, aber jedenfalls Zufriedenheit. Ich überlegte, ob ich so etwas wohl auch hatte, und kam auf meine Schultern und meine Fußsohlen als Orte der intensivsten Empfindung. Wobei ich zufällig weiß, dass auch viele Sexuelle, zumindest weibliche, eine gute Nacken- oder Fußmassage durchaus ab und zu einem Sprung in die Kiste vorziehen würden, wenn sie sie denn kriegen könnten.

Einige Jahre später machte ich eine Psychotherapie, in der (A-)Sexualität eigentlich überhaupt kein Thema war, weil es um Angstzustände nach einem traumatischen Ereignis ging, das nun aber auch gar nichts mit Sex zu tun gehabt hatte. Irgendwann kam das Gespräch aber darauf, dass der Mann, mit dem ich damals zusammen war, seine Sexualität halt durchzog und ich ja gerne auch mal "dran" gewesen wäre. Ich erwähnte, dass das am ehesten eine Fußmassage bedeutet hätte. Die Therapeutin meinte, ich könnte ja nicht wissen, was ein Mensch damit verbinden würde, meine Füße anzufassen, also könnte ich das nicht von ihm verlangen, und damit war das Thema für sie sehr explizit erledigt.

Inzwischen vermute ich, dass sie irgendetwas mit S/M im Hinterkopf hatte, wo es ab und zu den Ansatz gibt, jemandem aus "Devotion" die Füße zu küssen oder was-weiß-ich-was damit zu veranstalten. Sie machte sich aber auch nicht die Mühe, zu fragen, was ich mit Aufmerksamkeit für meine Füße verbunden hätte (nämlich die Stimulation von Nervenenden, die tatsächlich was davon haben).

Wäre es wirklich zu viel verlangt gewesen, dass dieser Mann, der regelmäßig seine 80 Kilo Lebendgewicht unabgemildert auf meinen Rippen parkte, sodass ich nur durch äußerste Disziplin überhaupt meine Atmung aufrechterhalten konnte, sich vielleicht auch mal für meine Körper interessierte? Offenbar war es zu viel verlangt, da sein nun doch auch etwas seltsames Verhalten im Schema des Sexuellen lag, meine Wünsche aber asexuell waren. Asexuelle Begierden sozusagen. Selbst der Psychotherapeutin waren sie unheimlich. Weil sie nicht in ihren Lehrbüchern vorkamen? Als Ärztin, was sie auch war, hätte sie schon auf die Idee kommen können, dass es Nervenenden auch anderswo gibt als in der unteren Mitte des Menschen - aber im Kontext von Bettaufenthalten waren die offenbar das größere Tabu. Hätte ich Begierden in der unteren Mitte angemeldet, hätte sie mir sicherlich ein Anrecht darauf zugesprochen, vielleicht noch mit feministischen Anmerkungen.

Aber eine nicht-erotische Massage, ein Kuschelmarathon oder verknäult einzuschlafen wie ein Wurf Kätzchen, darauf scheint es in der gängigen Alltagspsychologie kein Anrecht zu geben. Das mogelt man im sexuellen Normalbetrieb mehr oder weniger heimlich so gut mit ein, wie es eben geht, und wenn's nicht geht, dann geht's nicht.

Also wer kommt hier zu kurz?

Liebe Grüße und die besten Wünsche für eine zufriedenere asexuelle Zukunft,
Fellgesellschaft


* Soulier, Bernadette: Aimer au-delà du handicap, Toulouse 1994
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Wauwau




Alter: 41
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 05.04.2007
Beiträge: 2370
Wohnort: Wien
BeitragVerfasst am: Sa März 28, 2009 9:32    Titel: Antworten mit Zitat

Du solltest unterleibszentrierte Liebhaber einfach nicht zulassen. Solche haben von Erotik keine Ahnung und sind meist auch zu triebig, um zu lernen. Ich empfinde da schon im Vorfeld solchen Widerwillen, dass ich sie verscheuche.

In Tantra- bzw SM-Rastgebern wird stets versucht, den werten Lesern zu vermitteln, dass Sex eine Sache ist, an der der ganze Körper Anteil nimmt. Und dass nicht der Orgasmus nach zehn Minuten Rammeln das anzustrebende Ziel ist, sondern dass die Aufmerksamkeit dem Partner und dem Augenblick gelten sollte.
(So ähnlich formulieren es auch diverse Sexualtherapeuten, aber deren Bücher sind weit weniger lustig und praxisnah als die einschlägigen Ratgeber.)

@Füße und SM: Wenn im SM die dominante Partnerin Fußmassagen liebt, dann wird der Sub ihr die Füße massieren und zwar genau nach ihren Wünschen. Kann einfach eine klassische Reflexzonenmassage sein, ohne "was-weiß-ich". Womöglich zahlt sie ihm sogar einen VHS-Kurs, damit ers ordentlich lernt.
Der Sub hat dabei vielleicht einfach Freude daran, seine Partnerin zu pflegen und zu verwöhnen. Aber er ist schüchtern und traut sich nicht recht. (Als Teenie war er nämlich bei einer Psychologin und die hat ihm gesagt, seine Wünsche wären absurd und er soll einfach mit seiner Freundin schlafen wie ein richtiger Mann. Wink ) Jetzt braucht er eben den Befehl, also die Aufforderung und Erlaubnis (!), dazu.

Deine Psychotante scheint reichlich verklemmt zu sein. Wieso sollst du nicht sagen dürfen, was du erotisch findest und was dich stört? Und wieso sollst du Sinnlichkeit nur an einem Punkt deines Körpers erleben können/dürfen?
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Then let us pray that come it may /As come it will for a´that/ That Man to Man the world o´er/ Shall brothers be for a´that. (Robert Burns)
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Pestwurz




Alter: 50
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 25.07.2008
Beiträge: 278
Wohnort: Bayern
BeitragVerfasst am: Sa März 28, 2009 11:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Fellgesellschaft,

ein interessanter Aspekt, den du da ansprichst! Von dieser Seite habe ich es noch nie betrachtet, obwohl etwas Wahres dran ist. Ich habe mir während meiner früheren Beziehungen zu sexuellen Partnern das Kuscheln abgewöhnt Confused .

Kuscheln hat für mich übrigens gar keine erotischen Aspekte ala SM oder so. Fussmassagen oder ähnliches mag ich auch nicht sonderlich. Ich finde es halt schön, einem Menschen, den man sehr mag nahe zu sein. Ich wäre z.B. gerne einmal mit meinem damaligen Partner im Bett gelegen und hätte gemeinsam ein lustiges/spannendes Buch gelesen.

Genau das war aber immer das Problem. Sobald ich mich meinem Partner auf diese Weise genähert habe, hat sich bei ihm ein Lustempfinden eingestellt. Das musste dann natürlich befriedigt werden. Vermutlich war das sogar noch schlimmer als in sexuellen Beziehungen, da er ja eh schon unausgelastet war. Ich wollte z.B. gerne weiter lesen (meinen Kopf auf seiner Brust) und er hat sich gar nicht für das Buch interessiert, sondern wollte dann Sex. Er meinte immer, dass er da auch nichts dafür kann. Es wäre halt so, dass ihn das antörnt.

Das Ergebnis war dann natürlich, dass ich mich auf meiner Bettseite zusammen gerollt und möglichst schnell geschlafen habe, um bei ihm nicht wieder irgendwas auszulösen.

Ich glaube Beziehungen zwischen sexuellen und asexuellen Partnern sind grundsätzlich sehr schwierig. Nicht unbedingt unmöglich, aber ich habe auf diese Gratwanderungen keinen Bock mehr.
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Wauwau




Alter: 41
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 05.04.2007
Beiträge: 2370
Wohnort: Wien
BeitragVerfasst am: Sa März 28, 2009 13:35    Titel: Antworten mit Zitat

War das bei ihm schon immer so, Pestwurz?

Das wäre dann genau der Typ, der bei mir keine Chance hat. Ich lasse mich grundsätzlich zu nichts drängen oder zwingen. Ich muss überhaupt nichts, schon gar nicht anderer Leute Bedürfnisse befriedigen.
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Pestwurz




Alter: 50
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 25.07.2008
Beiträge: 278
Wohnort: Bayern
BeitragVerfasst am: Sa März 28, 2009 20:34    Titel: Antworten mit Zitat

WauWau, natürlich musst du nicht. Ich habe auch nichts gemusst, es aber trotzdem getan. Es war meine Entscheidung.

Zu deiner Frage: Ich wusste damals ja noch nichts von Asexualität. Es hat sich erst im Laufe der Beziehung herausgestellt, dass unsere Bedürfnisse in sexueller Hinsicht doch sehr unterschiedlich gelagert sind.

Ich habe mit ihm geschlafen und erst im Laufe der Zeit gemerkt, dass es mir nichts bringt. In früheren Beziehungen dachte ich, dass ich diese Männer vielleicht doch einfach nicht richtig liebe etc. oder dass ich halt doch nur unterschwellig verklemmt bin und es sich irgendwann gibt. Aber mir wurde dann doch klar, dass mich Sex einfach tierisch langweilt, egal mit wem, wie verliebt und auf welche Art.

Daher habe ich mich immer mehr zurück gezogen und sein Bedürfnis wurde dadurch logischerweise immer größer. So hat sich das gesteigert, bis dann die Trennung als einzige logische Konsequenz übrig blieb.

Mein Ex hatte sehr viele gute Seiten und menschlich haben wir auch gut zusammen gepasst. Er kann seine Bedürfnisse auch nicht dauerhaft unterdrücken und ich verstehe das schon, dass eine mangelnde Bedürfnisbefriedigung irgendwann dazu führt, dass die Gedanken nur verstärkt um diese Dinge kreisen. Ich stelle mir das so ähnlich vor, wie wenn ich keine Schokolade im Haus habe. Die Gier steigert sich, je länger ich drauf verzichten muss und dann pack ich es und nehme sonntags den weiten Weg zur nächsten Tanke auf mich Laughing .
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Hoffnung




Alter: 41
Sexualität: Sexuell
Anmeldungsdatum: 31.07.2008
Beiträge: 74
Wohnort: Oberbergisches Land
BeitragVerfasst am: Mo Apr 06, 2009 14:01    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
ich verstehe das schon, dass eine mangelnde Bedürfnisbefriedigung irgendwann dazu führt, dass die Gedanken nur verstärkt um diese Dinge kreisen. Ich stelle mir das so ähnlich vor, wie wenn ich keine Schokolade im Haus habe. Die Gier steigert sich, je länger ich drauf verzichten muss und dann pack ich es und nehme sonntags den weiten Weg zur nächsten Tanke auf mich Laughing .


Hallo Pestwurz, du hast den Nagel auf den Kopf getroffen! Treffender hätte ich's als Sexuelle nicht beschreiben können. Jaaa

Zitat:
Ich glaube Beziehungen zwischen sexuellen und asexuellen Partnern sind grundsätzlich sehr schwierig. Nicht unbedingt unmöglich, aber ich habe auf diese Gratwanderungen keinen Bock mehr.


Auch da muss ich dir beipflichten - schwierig sind solche Beziehungen wirklich. Darüber haben mein Mann und ich letztes Wochenende noch lange gesprochen. Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass uns unsere Beziehung ein Stück "Selbstzerstörung" wert ist (Minderwertigkeitsgefühl auf beiden Seiten - er fühlt sich nicht immer als vollwertiger Mann, weil er's nicht "bringt", ich mich nicht immer als Frau, weil ich nicht begehrt werde). Aber außer Trennung gibt es keine Alternative - und das wollen wir beide nicht. Viel Verständnis für den anderen und keine Vorhaltungen (man muss davon abkommen dem Partner ständig Absicht zu unterstellen, was sein Verhalten angeht) helfen ernorm, miteinander gut klarzukommen. Knallen wird es trotzdem immer wieder, aber wie heißt es so schön: Gewitter reinigen die Luft!

Ich bin übrigens der festen Überzeugung, dass eine Beziehung SIE sexuell, ER asexuell eher Zukunft hat als umgekehrt. Männer sind meistens stärker sexuell orientiert und sehen es als ihr naturgegebenes Recht an, Sex zu haben. Außerdem gehen Frauen sensibler mit sowas um und überrumpeln ihren Partner nicht so plump nach dem Motto "Friss oder stirb". Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.

Pestwurz, vielleicht findest du ja doch eines Tages den perfekten Partner, ich drücke dir auf jeden Fall fest die Daumen! Smile
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Sofie




Alter: 37
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 31.01.2007
Beiträge: 97
Wohnort: NRW
BeitragVerfasst am: Mo Apr 06, 2009 22:48    Titel: Antworten mit Zitat

Puh, wenn ich das so lese, dann bin ich doch mit meinem Freund gesegnet. Der ist auch sehr fürs Kuscheln zu haben und es muß beileibe nicht immer im Sex münden. Ich werde andauernd umarmt, gedrückt, gekrault, ohne das ginge es auch gar nicht. In der Hinsicht finde ich also nicht, dass ich zu kurz komme. Wie gesagt: Ein Partner, der mich nie in den Arm nimmt, sowas ginge gar nicht!
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Fellgesellschaft




Alter: 48
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 25.03.2009
Beiträge: 468
Wohnort: Dortmund
BeitragVerfasst am: Mo Apr 06, 2009 23:58    Titel: Antworten mit Zitat

Nahmt,

Pestwurz hat folgendes geschrieben:
Ich wollte z.B. gerne weiter lesen (meinen Kopf auf seiner Brust) und er hat sich gar nicht für das Buch interessiert, sondern wollte dann Sex. Er meinte immer, dass er da auch nichts dafür kann. Es wäre halt so, dass ihn das antörnt.

Das Ergebnis war dann natürlich, dass ich mich auf meiner Bettseite zusammen gerollt und möglichst schnell geschlafen habe, um bei ihm nicht wieder irgendwas auszulösen.


Ooh ja, das kenne ich auch, das will ich echt nie wieder erleben ... ich will doch nur angekuschelt "Der Doktor und das liebe Vieh" sehen, ja ich weiß wie die Folge weitergeht, ich habe das Buch gelesen, ich will trotzdem in Ruhe weitergucken, nein ich will NICHT dabei besprungen werden, ja ich kann den Bespringvorgang grundsätzlich komplett ignorieren und an mir vorbeirauschen lassen, aber doch nicht, wenn er mir den Blick auf den Film verstellt!

*grummel*

"Der Doktor und das liebe Vieh" kann ich auch alleine auf meinem Arbeitsrechner gucken 8), und der betreffende Mensch hat ernsthaft bis heute nicht geblickt, warum ich ihn abgeschafft habe.

Genug kuscheln wäre trotzdem eine nette Alternative.

Grumpfige Grüße,
das Felltierchen
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Neko*




Alter: 45
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 09.01.2010
Beiträge: 31
Wohnort: Stuttgart
BeitragVerfasst am: So Jan 10, 2010 15:22    Titel: Antworten mit Zitat

Pestwurz hat folgendes geschrieben:
Ich habe mit ihm geschlafen und erst im Laufe der Zeit gemerkt, dass es mir nichts bringt. In früheren Beziehungen dachte ich, dass ich diese Männer vielleicht doch einfach nicht richtig liebe etc. oder dass ich halt doch nur unterschwellig verklemmt bin und es sich irgendwann gibt. Aber mir wurde dann doch klar, dass mich Sex einfach tierisch langweilt, egal mit wem, wie verliebt und auf welche Art.

Daher habe ich mich immer mehr zurück gezogen und sein Bedürfnis wurde dadurch logischerweise immer größer. So hat sich das gesteigert, bis dann die Trennung als einzige logische Konsequenz übrig blieb.


Geht mir genauso und es tut gut zu wissen, dass ich damit nicht alleine bin. Sehr gut erläutert Pestwurz! Danke dafür *freu*
LG
Neko
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Trulli




Alter: 52
Sexualität: Asexuell
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BeitragVerfasst am: Sa Jan 16, 2010 10:17    Titel: Antworten mit Zitat

Ach Pestwurz , du sprichst mir sooo aus der Seele. Mein Mann wundert sich , warum ich ihn kaum noch in den Arm nehme und irgendwie einen angespannten Eindruck mache , wenn er mich seinerseits umarmt... Ich würde gerne mal wieder entspannt kuscheln , hab ich auch mit ihm probiert , geht nicht : uups , das wollte ich jetzt nicht , meine Hände sind zu groß ... Oooch ich hätte nichts dagegen, wenn du mir nun helfen würdest, tut mir leid wenn ich dir das sagen muss , aber ich bin ja sooo wuschig , ich platz gleich
arrgh , mpf , schon die verbalen Äußerungen verderben das Kuscheln ungemein, die Verirrungen der Finger untertützen die Vertrauensbildung( Ich mach doch nichts , was du nicht willst !!!entrüstetschau...) in keinster Weise , also werden Kuscheln und Umarmungen gemieden. Dafür nutz er jetzt die Gelegenheit , wenn wir mit Freunden unterwegs sind mich dauernd zu küssen , weil da werd ich ja nicht laut sagen , laß das bitte ich mag das jetzt nicht ( hat er nicht so gesagt , handelt aber entsprechend).Wenn ich ihn darauf ansprechen würde . wäre er ganz entsetzt , weil so ist es ja nun ganz bestimmt nicht !!!
Ach es ist ein Teufelskreis! Ich weiß aber eines ganz genau : Ich werde nie wieder eine Beziehung eingehen ohne das es klar ist , dass ich Asexuell bin und mein gegenüber damit klar kommt, oder selber asexuell ist !!! Auf solche Eiertänze hab ich keine Lust mehr , alles unnütz verschwendete Energie...
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Neko*




Alter: 45
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 09.01.2010
Beiträge: 31
Wohnort: Stuttgart
BeitragVerfasst am: Sa Jan 16, 2010 10:54    Titel: Antworten mit Zitat

Trulli hat folgendes geschrieben:
arrgh , mpf , schon die verbalen Äußerungen verderben das Kuscheln ungemein, die Verirrungen der Finger untertützen die Vertrauensbildung


Ach Trulli, Very Happy
das tut mir wirklich sehr leid. Ich kenne sowas. Es ist einfach nur anstrengend sich ständig gegen diese *Begattungsversuche* zu wehren. Ich hatte den Eindruck, je länger man sich dagegen wehrt, desto mehr zieht es den Partner an. Der ist irgendwann so ausgehungert und lässt sich auf normales Kuscheln nicht mehr ein. So bleiben beiden Seiten unzufrieden. Ein Teufelskreis, ja da hast Du recht.
LG
Neko
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Trulli




Alter: 52
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 04.09.2008
Beiträge: 1040
Wohnort: Ruhrpott
BeitragVerfasst am: Sa Jan 16, 2010 14:57    Titel: Antworten mit Zitat

Danke Neko !!
Aber wie woanders schon erwähnt arbeite ich an der Lösung in Form einer Räumlichen Trennung!
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Maxi




Alter: 34
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 18.07.2005
Beiträge: 3120
BeitragVerfasst am: Sa Jan 16, 2010 20:56    Titel: Antworten mit Zitat

Trulli hat folgendes geschrieben:
... Dafür nutz er jetzt die Gelegenheit , wenn wir mit Freunden unterwegs sind mich dauernd zu küssen , weil da werd ich ja nicht laut sagen , laß das bitte ich mag das jetzt nicht ...


Oh, da bist Du aber nett ... ich würde gerade diese Gelegenheit nutzem um ihm direkt vor allen eine zu scheuern ... *fg*
_________________
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Trulli




Alter: 52
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 04.09.2008
Beiträge: 1040
Wohnort: Ruhrpott
BeitragVerfasst am: Mo Jan 18, 2010 16:40    Titel: Antworten mit Zitat

Laughing Du glaubst gar nicht wie gerne ich das manchmal machen würde , aber leider / Gott-sei-Dank haben meine Eltern mich so gut ( ?) erzogen, dass ich nicht um mich schlage ... Wink Rolling Eyes
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Maxi




Alter: 34
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 18.07.2005
Beiträge: 3120
BeitragVerfasst am: Mo Jan 18, 2010 23:29    Titel: Antworten mit Zitat

Ich befürchte meine Erziehung würde das Gleiche bewirken ... und die Ohrfeige würde ebenso ein Wunschtraum bleiben ...
_________________
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