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Hin- und hergerissen sein

 
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Melisande





Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 30.01.2014
Beiträge: 4
BeitragVerfasst am: Fr Jan 31, 2014 14:08    Titel: Hin- und hergerissen sein Antworten mit Zitat

Hi!

Ich fürchte mein Problem ist wirklich ungewöhnlich. Ich scheitere ja schon darin, mich hier einzuordnen.

In meinem Leben wechseln sich Episoden von Sexualität und Asexualität ab.
Auf Phasen sexueller Aktivität folgt bei mir immer eine Phase länger dauernder Asexualität. Diese kann zwischen mehreren Monaten und mehreren Jahren andauern. Das längste waren 3 Jahre.

Das war meist kein Problem, da ich viele Jahre lang gar keine fixen Beziehungen eingegangen bin. Es waren nie die richtigen Menschen und obendrein war mir der ganze Beziehungskram zu viel. Ich fühlte mich immer sehr rasch eingeengt und wie in einem Käfig. Überfordert mit zu viel Nähe und Ansprüchen, die ein Beziehungspartner stellt.

Ich bin und war immer schon eine ziemliche Einzelgängerin. Richtiggehend misanthropisch. Es gibt nur wenige Menschen, die ich mag, die meisten langweilen und/oder nerven mich nur. Ich habe einige Freunde und einen besten Freund seit vielen Jahren, aber ich lerne nur selten neue Menschen kennen. Ich bin einfach nicht die richige Gesellschaft für die meisten Menschen (und sie umgekehrt für mich nicht).
Für die paar Menschen, die mir wirklich wichtig sind, tue ich alles. Ich bin überaus loyal und glücklich, dass ich einige Menschen gefunden habe, die mich nicht mögen obwohl ich bin wie ich bin, sondern weil ich bin wie ich bin.

Ich hatte immer wieder "Affären" (wie ich sie nenne) mit Männern, die ich interessant genug fand. Meist fand ich sie aber nicht besonders lange interessant. Meine Affären fangen auch nicht so an, wie Beziehungen zwischen Männern und Frauen meist anfangen. Ich lasse mich weder ansprechend noch einladen und jemand, der an mir deutliches Interesse zeigt, stellt für mich keinen Reiz mehr dar. Ich bin ein aktiver Jäger und ich muss gestehen, mich reizt das Jagen mehr als das Fangen.
Nach einiger Zeit hatte ich immer genug von jemandem und habe diese recht losen Beziehungen beendet.
Es verging dann immer einige Zeit, bis ich den nächsten Menschen fand, der für eine Jagd spannend genug schien.
Ich weiß, dass das recht komisch klingt, aber für mich liegt der größte Reiz darin, jemanden dazu zu bringen, sich für mich zu interessieren, der sich kein bisschen für mich interessiert. Es ist nicht Liebe, was ich gesucht habe, sondern eine Herausforderung. Und ich habe so gut wie jeden bekommen, den ich wollte. Nicht weil ich so hübsch war, sondern weil ich einfach schlau war.
Ich habe nie sowas wie Liebe geheuchelt, um jemanden für mich zu gewinnen. Ich habe nie gelogen. Trotzdem führte mein Verhalten immer zu Leiden. Ich habe immer ganz klar gesagt, dass mich Beziehungen nicht interessieren, trotzdem wollten am Ende die meisten eine.

Bisher hatte ich genau 3 Beziehungen. Eine dauerte nur 2 Monate (Fernbeziehung, hat er beendet), dann vergingen viele Jahre. Irgendwann lernte ich meinen Exfreund kennen. Er war einer der wenigen Menschen, die für mich kompliziert genug waren. Für uns beide war es Liebe auf den ersten Blick und wir waren 2 1/2 Jahre zusammen.
Ich habe mich von ihm getrennt, weil sich nicht weiterentwickelt hat. Er ist ein genialer Mensch, der mit seiner Genialität aber nicht machen kann. Er lernt nicht aus Fehlern, er tritt auf der Stelle. Es sind ewig dieselben Probleme. Mich hat das irgendwann wahnsinnig gemacht. Keiner kann sich eine Platte mit Sprung ewig anhören.
Soweit ich weiß ist er immer noch so.

Danach hatte ich eineauch fast 2jährige Affäre mit jemandem, den ich nur am Wochenende gesehen habe. Auch der Typ war eine mittlere Katastrophe, nicht interessant genug für eine Beziehung, aber er gefiel mir irgendwie. Mit ihm hatte ich den besten Sex meines Lebens - bis ich genug davon hatte.
Ich glaube anhand von ihm kann ich mein Problem am Besten beschreiben.
Ich bin nur zeitweise sexuell. Eine gewisse Zeit lang möchte ich mit jemandem Sex haben und dann irgendwann nicht mehr. Es hat nichts damit zu tun, wie gut der Sex ist. Ich mag irgendwann gar nicht mehr. Es ist, als hätte sich dieses Bedürfnis in Luft aufgelöst.
Mich reizt es dann gar nicht mehr, nicht nur mit der Person, sondern mit niemandem mehr. Alleine vom Gedanken daran wird mir schlecht.

Es würde technisch noch funktionieren, also mein Körper funktioniert noch, aber mein Kopf nicht mehr. Jemand kann sozusagen meinen Körper "betriebsbereit" machen, aber davon kommt nichts mehr im Kopf an. Als gäbe es irgendwo zwischen Kopf und Körper einen Schalter, der sich umlegt. Es fühlt sich befremdlich an.

Damit kommen wir zum Heute.
Ich habe wieder einen Freund, auch schon seit 2 Jahren. Am Anfang hatten wir Sex, ich kann auch nicht klagen, dass es schlecht war. Irgendwann hatte er keine Lust mehr. Da kam ich drauf, dass er generell nicht so an Sex interessiert ist. Andere Dinge im Leben sind ihm wichtiger.
Ich habe eine Weile darunter gelitten, aber nur ein paar Mal mit ihm darüber geredet. Da ich ja selber weiß, wie es ist, wenn man nicht will, war ich nicht sehr drängend. Es bringt ja eh nichts. Man kann und will ja niemanden dazu zwingen.
Dann und wann hatten wir dann noch Sex, so alle paar Monate mal.
Aber jetzt hat mein Bedürfnis danach wieder aufgehört, und ich weiß, dass das jetzt nicht mehr wieder kommt. Ich kenne mich.
Er will jetzt manchmal, aber ich will nicht mehr. Ich habe mich quasi davon entwöhnt und jetzt geht es nicht mehr. Mir wird schon schlecht bei dem Gedanken.

Ich weiß nicht wirklich was ich tun soll. Ich weiß jetzt, dass das bei mir vermutlich ewig so weiter geht. Diese Phasen werden sich wohl immer wieder abwechseln, nur verträgt sich das mit einer Beziehung nicht.
Ich würde auch in Zukunft weder mit einem sexuellen noch mit einem asexuellen Partner klarkommen.

Vielleicht hat ja jemand von euch eine Idee, warum mir das überhaupt passiert. Oder wie ich damit umgehen soll. Ich bin langsam echt ratlos.

Liebe Grüße
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Lady Parrot
ADMod Team



Alter: 24
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 12.09.2013
Beiträge: 1262
BeitragVerfasst am: Fr Jan 31, 2014 14:55    Titel: Antworten mit Zitat

Puh, das ist schwierig... Ich habe schon ab und zu mal so was ähnliches gelesen... Hast du hormonelle oder psychische Ursachen ausgeschlossen?
_________________
Chi ha paura muore ogni giorno, chi non ha paura muore una volta sola. (Paolo Borsellino)
Wer Angst hat stirbt jeden Tag, wer keine Angst hat stirbt nur einmal.
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Maz
ADMod Team



Alter: 42
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 13598
BeitragVerfasst am: Fr Jan 31, 2014 15:25    Titel: Antworten mit Zitat

Du solltest dir denke ich zuerst überlegen was du tatsächlich willst. Nicht was deine (aktuellen) "Bedürfnisse" sind, sondern ob du gerne andauernd gleich stark sexuell, nicht-sexuell oder weiterhin "Wechselsexuell" wärst. Und dann versuchen Maßnahmen zu ergreifen (wie die aussehen können ist eine andere Frage), die dich auf dem "Niveau" halten was du dir eigentlich wünschst und in Beziehungshinsicht dann auch die sich daraus ergebenden Konsequenzen ziehen.
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Maxi




Alter: 36
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 18.07.2005
Beiträge: 3129
BeitragVerfasst am: Fr Jan 31, 2014 16:40    Titel: Re: Hin- und hergerissen sein Antworten mit Zitat

Melisande hat folgendes geschrieben:
Auf Phasen sexueller Aktivität folgt bei mir immer eine Phase länger dauernder Asexualität. (...) Ich hatte immer wieder "Affären" (wie ich sie nenne) mit Männern, die ich interessant genug fand. Meist fand ich sie aber nicht besonders lange interessant. (...) Mit ihm hatte ich den besten Sex meines Lebens - bis ich genug davon hatte.
Erinnert mich ein wenig an unsere Wegwerf-Gesellschaft ... mir geht es so, wenn ich mir ein neues technisches Spielzeug hole, am Anfang noch toll, neu, interessant; irgendwann aber nur noch langweilig und es muss was Neues her. Rolling Eyes Oder wenn man jeden Tag Pommes mit Fischstäbchen essen würde, irgendwann hängt einem dass so zum Hals raus, dass man es lange Zeit nicht mehr essen möchte ... und wenn man sich überfressen hat, bekommt man auch nichts mehr runter, da einem sowieso schon schlecht ist.


Melisande hat folgendes geschrieben:
Es waren nie die richtigen Menschen und obendrein war mir der ganze Beziehungskram zu viel. Ich fühlte mich immer sehr rasch eingeengt und wie in einem Käfig. Überfordert mit zu viel Nähe und Ansprüchen, die ein Beziehungspartner stellt.
Das würde ich jetzt nicht als etwas Seltsames sehen ... mir geht es da genauso.


Melisande hat folgendes geschrieben:
jemand, der an mir deutliches Interesse zeigt, stellt für mich keinen Reiz mehr dar.
Oh ja, sowas ist dann total langweilig.


Melisande hat folgendes geschrieben:
Ich weiß, dass das recht komisch klingt, aber für mich liegt der größte Reiz darin, jemanden dazu zu bringen, sich für mich zu interessieren, der sich kein bisschen für mich interessiert. Es ist nicht Liebe, was ich gesucht habe, sondern eine Herausforderung.
Wieso sollte das komisch klingen? Ist doch eher ein typisches Jäger-Verhalten ... wenn die Beute erlegt ist, geht doch die nächste Jagd los.


Melisande hat folgendes geschrieben:
Auch der Typ war eine mittlere Katastrophe
Totlachen Mahaha, das einfach staubtrocken rüberbringen ... zu geil.


Melisande hat folgendes geschrieben:
Ich würde auch in Zukunft weder mit einem sexuellen noch mit einem asexuellen Partner klarkommen.
Da sürfte dann aber nicht nur am Sex liegen ... ansonsten könnte man mit nem Asexi zu Anfang einen Kompromiss eingehen, der dann irgendwann überflüssig wird.
_________________
sex doof
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Muckelchen





Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 09.01.2011
Beiträge: 274
Wohnort: Rhein-Sieg-Kreis / 53 Jahre
BeitragVerfasst am: Sa Feb 01, 2014 0:12    Titel: Re: Hin- und hergerissen sein Antworten mit Zitat

Melisande hat folgendes geschrieben:

Ich bin nur zeitweise sexuell. Eine gewisse Zeit lang möchte ich mit jemandem Sex haben und dann irgendwann nicht mehr. Es hat nichts damit zu tun, wie gut der Sex ist. Ich mag irgendwann gar nicht mehr. Es ist, als hätte sich dieses Bedürfnis in Luft aufgelöst.
Mich reizt es dann gar nicht mehr, nicht nur mit der Person, sondern mit niemandem mehr.


Nach meiner katastrophalen Ehe (wie konnte ich ihn nur an mich lassen, brr) habe ich geglaubt, nie wieder Sex haben zu können, womit sich für mich eine neue Partnerschaft ausschloss. Vermisst habe ich Sex bestimmt nicht, aber schon eine Umarmung oder einen Kuss, was mir ohne das nötige Übel Sex nicht möglich schien.
Dann lernte ich meinen Ex-Freund (mein neuer Etagennachbar) kennen. Es war sofort eine Sympathie da und ich dachte, wie toll eine gute Nachbarschaft sein würde. Bei meinem 2. Besuch sind wir wie selbstverständlich im Bett gelandet und ich fand es ganz normal. Früher habe ich immer gedacht, wie kann man nur. Aber dieses Mal war es LIEBE! Aber nach einiger Zeit holte mich mein schon früher empfundenes Desinteresse an Sex ein, trotz Liebe.
Wahrscheinlich könnte ich in einer neuen Beziehung anfangs auch wieder Sex haben - was ich nicht mit Interesse daran gleich setze sondern mit einem Prozeß im Körper - aber dann würde mir wieder schnell die Lust vergehen.
Da ich Sex in keinster Weise vermisse und der Gedanke daran mich meistens sehr abstößt, kommt für mich heute nur noch eine asexuelle Partnerschaft mit Körperkontakt aber ohne GV in Frage.

Ich habe im Forum gelesen, daß auch andere Frauen anfangs Sex in ihrer Beziehung hatten und dann die Lust daran verloren haben.
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Wauwau




Alter: 43
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 05.04.2007
Beiträge: 2490
Wohnort: Wien
BeitragVerfasst am: Sa Feb 01, 2014 14:44    Titel: Re: Hin- und hergerissen sein Antworten mit Zitat

Melisande hat folgendes geschrieben:

Ich fürchte mein Problem ist wirklich ungewöhnlich. Ich scheitere ja schon darin, mich hier einzuordnen.

In meinem Leben wechseln sich Episoden von Sexualität und Asexualität ab.
Auf Phasen sexueller Aktivität folgt bei mir immer eine Phase länger dauernder Asexualität. Diese kann zwischen mehreren Monaten und mehreren Jahren andauern. Das längste waren 3 Jahre.

Das war meist kein Problem, da ich viele Jahre lang gar keine fixen Beziehungen eingegangen bin. Es waren nie die richtigen Menschen und obendrein war mir der ganze Beziehungskram zu viel. Ich fühlte mich immer sehr rasch eingeengt und wie in einem Käfig. Überfordert mit zu viel Nähe und Ansprüchen, die ein Beziehungspartner stellt.

Ich bin und war immer schon eine ziemliche Einzelgängerin. Richtiggehend misanthropisch. Es gibt nur wenige Menschen, die ich mag, die meisten langweilen und/oder nerven mich nur. Ich habe einige Freunde und einen besten Freund seit vielen Jahren, aber ich lerne nur selten neue Menschen kennen. Ich bin einfach nicht die richige Gesellschaft für die meisten Menschen (und sie umgekehrt für mich nicht).
Für die paar Menschen, die mir wirklich wichtig sind, tue ich alles. Ich bin überaus loyal und glücklich, dass ich einige Menschen gefunden habe, die mich nicht mögen obwohl ich bin wie ich bin, sondern weil ich bin wie ich bin.


Also darin wären wir uns sehr ähnlich.

Im Unterschied zu dir bin ich jedoch absolut partnerkonstant. Ich will bitte nur einen und je konstanter der ist, desto eher kann ich mir mit Sex was anfangen.
Brauchen tu ich das nicht, mir ist Kuscheln viel wichtiger.
Und ich erlebe lange Phasen, wo mir Sex nicht einmal egal ist, weil anders im Leben viel wichtiger ist.

Du hingegen klingst so, als seiest du schwach polyamorös. Eine niedrige Trieblage und trotzdem das Bedürfnis, zu wechseln.

Vielleicht könntest du darüber nachdenken, was den einen Partner wieder interessant machen würde? Ne andere Technik oder so?
_________________
Then let us pray that come it may /As come it will for a´that/ That Man to Man the world o´er/ Shall brothers be for a´that. (Robert Burns)
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luk69




Alter: 50
Sexualität: Graubereich
Anmeldungsdatum: 19.12.2010
Beiträge: 187
BeitragVerfasst am: So Feb 02, 2014 1:18    Titel: Antworten mit Zitat

Wow! Die A/S Phasen kenne ich, ich nenne das Semisexualität.
Für mich ist kein Problem in der S-Phase keinen Sex zu haben, umgekehrt schon - in der AS-Phase will ich nichts davon wissen.
_________________
1. Mein Blog
2. Polyamorie
3. Abb. XYZ
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Feluca




Alter: 42
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 09.11.2012
Beiträge: 82
Wohnort: Hannover
BeitragVerfasst am: Sa Feb 08, 2014 18:57    Titel: Re: Hin- und hergerissen sein Antworten mit Zitat

Wauwau hat folgendes geschrieben:
Du hingegen klingst so, als seiest du schwach polyamorös. Eine niedrige Trieblage und trotzdem das Bedürfnis, zu wechseln.
Nein, sie klingt überhaupt nicht polyamourös! Ich dachte, das wäre in einem anderen Thread längst geklärt worden? Evil or Very Mad Das ist serielle Monogamie, was die Threadopenerin betrieben hatte! Oder hatte sie doch irgendwo was darüber geschrieben, dass sie zur gleichen Zeit mehrere Partner hatte die voneinander wussten, und ich habs überlesen? (Dann bitte, sorry!)


luk69 hat folgendes geschrieben:
Wow! Die A/S Phasen kenne ich, ich nenne das Semisexualität.
Für mich ist kein Problem in der S-Phase keinen Sex zu haben, umgekehrt schon - in der AS-Phase will ich nichts davon wissen.
Kenne ich ebenfalls. Und diese Springerei, empfinde ich als ziemlich nervig...

Melisande hat folgendes geschrieben:
Dann und wann hatten wir dann noch Sex, so alle paar Monate mal.
Aber jetzt hat mein Bedürfnis danach wieder aufgehört, und ich weiß, dass das jetzt nicht mehr wieder kommt. Ich kenne mich.
Er will jetzt manchmal, aber ich will nicht mehr. Ich habe mich quasi davon entwöhnt und jetzt geht es nicht mehr. Mir wird schon schlecht bei dem Gedanken.

Ich weiß nicht wirklich was ich tun soll. Ich weiß jetzt, dass das bei mir vermutlich ewig so weiter geht. Diese Phasen werden sich wohl immer wieder abwechseln, nur verträgt sich das mit einer Beziehung nicht.
Ich würde auch in Zukunft weder mit einem sexuellen noch mit einem asexuellen Partner klarkommen.
Mir scheint, als wärest du in bestimmten Ansichten von Beziehungsformen gefangen. Macht euch doch mal Gedanken über Alternativen. Es gibt mehr Möglichkeiten als die kulturellen 1:1 Standarts. Denn, wie du selbst bemerkt hast, werden diese bei dir niemals funktionieren.
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Loreley





Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 14.02.2014
Beiträge: 10
Wohnort: Oberösterreich
BeitragVerfasst am: Sa Feb 15, 2014 21:49    Titel: Antworten mit Zitat

Also die wechselnden Phasen kenne ich auch nur zu gut! Allerdings wechselt das bei mir nicht so schnell sondern nach einer jahrzehntelangen sexuellen Phase scheint mir, dass ich das Interesse endgültig verloren habe. Frei nach dem Motto: "Wenn das alles sein soll, aufregend ist was anderes!" Und dann immer die damit verbundenen Beziehungsdramaturgien ..... die augenscheinlich viel schlimmer erscheinen, wenn Sex auch noch im Spiel ist. Wenn Sex nicht im Spiel ist, ist alles sehr viel entspannter und auch schöner!

Naja. Ich kann deine Unsicherheit verstehen. Man definiert sich ja auch zum Teil über sein sexuelles Verhalten. Und wenn sich das auf einmal oder einfach laufend ändert, fühlt man sich komisch. So zumindest geht's mir.

Ich frag mich in der letzten Zeit auch, weshalb Sex (oder auch nicht Sex) so eine Wichtigkeit in unserem Leben hat? Alles wird versexualisiert. Sogar das Essen sollte "sexy" sein, das ist der neue Trend. Vielleicht bin ich durch das viele tägliche Sex-Gelabere in Zeitung, Radio, Werbung, undwasweisichwasnoch schon so desensibilisiert, dass mein Unbewusstes dagegen vollständig rebelliert.

Nachtrag: Was ich auch noch schreiben wollte:

Wenn man sich mal überlegt, wieviel Aufwand nur für Sex betrieben wird, kann einem schon mal schlecht werden. Also in deinem Fall mit dem Jagdfieber - ich mein ich weiß ja nicht, aber einige Zeit wirst du da schon investieren müssen. Und für was letztendlich? So wie ich das verstanden habe, ist die Beziehung bereits nach der Eroberung schon wieder rum. Den gleichen Nervenkitzel kriegst du vielleicht auch wenn du in Aktien investierst und da schaut dann am Ende vielleicht auch noch Bares dabei raus.... Sorry - hab da eine ziemlich pragmatische Sicht der Dinge ....
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