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Was ist wenns nicht hält?

 
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schaumermal





Sexualität: unbekannt
Anmeldungsdatum: 16.05.2006
Beiträge: 2
BeitragVerfasst am: Di Mai 16, 2006 13:25    Titel: Was ist wenns nicht hält? Antworten mit Zitat

Hi zusammen,

Ich bin sexuell, wie man hier so sagt, 41 Jahre und habe 23 Jahre mit einer Frau zusammen gelebt, die alle Eigenschaften hat asexuell zu sein.

Hier ein kurzer Abriss unserer Geschichte:
Man lernt sich kennen, ist verliebt und alles ist OK. Das geht auch weiter so, wenn nicht dieses eine Thema wäre, an dem der Eine Interesse hat, die Andere aber nicht und das Ganze verhärtet sich dann auch noch, weil einer von Beiden nicht darüber reden möchte oder das Problem nicht versteht.
Man glaubt dann, dass es an einem selber liegt (mache ich was falsch) oder Kommentare wie "das ist ja so eklig glitschig (sauberkeit) oder du kriegst doch was du willst, was beschwerst du dich (ich habe mich dir doch hingegeben) oder man will zu oft oder das was man will ist nicht normal usw. bekommt man ständig. Nach langen Jahren kommt dann irgendwann die Aussage: "Ich brauche das halt nicht".

Wenn das Ganze dann über Jahre so läuft, fängt es an auf alle andere Bereiche des Zusammenlebens Einfluss zu haben. Am Ende ist auch dort alles kaputt.
Dann kam die Trennung, die dann auch von beiden gewollt war.

Übrig bleiben Kinder, die darunter leiden obwohl sie nichts dafür können.

Heute, zweieinhalb Jahre nach der Trennung, haben die Kinder es überwunden, dass die Eltern nicht mehr zusammen sind.
Ich lebe wieder in einer (vor allem auch Sexuell) super Beziehung, in der beide Partner die gleichen Interessen haben. Man glaubt gar nicht wie die Lebensqualität steigt, wenn dieser Unterschied nicht mehr zwischen zwei liebenden steht.

Resumee:
Paare ohne Kinder sollten in einem solchen Fall schon über eine Trennung nachdenken. Da beide mit ihrem gewonnenen Erfahrungsschatz den kompatiblen Partner finden können.

Paare mit Kindern haben ein Problem, sie sollten schon überlegen ob die Probleme nach der Trennung nicht genauso groß oder gar größer sind als vorher (bei mir hat es halt 23 Jahre gedauert bis man den Schritt gemacht hat).

Ich glaube auch, dass der asexuelle Partner nach der Trennung das größere Problem hat sich wieder zu binden, weil er (oder sie) Angst davor hat das Gleiche wieder zu erleben.
Daher halte ich es für wichtig, dass gerade jemand für den Sex nicht nicht so interessant ist Kontakt zu anderen, gleichgesinnten sucht.
Das ist ja Gott sei Dank auf Seiten wie dieser möglich. Hier kann man für sich selber erkennen "Ich bin nicht unnormal".

Ich möchte aber auch um Verständnis für sexuelle werben. Es ist verdammt schwer dem Partner zuliebe auf Sex zu verzichten oder sich einzuschränken. Das Verlangen nach Sexualität ist ein Naturtrieb, der nunmal schwer zu unterdrücken ist.
Wenn sich der asexuelle dem sexuellen einfach nur so "hingibt" führt dies bei dem sexuell veranlagten irgendwann auch nicht mehr zur Befriedigung.
Es sollen ja schlißlich beide Freude daran haben.

Sei es wie es sei, ich hoffe hier ein paar Anregungen gegeben zu haben und auch ein paar Meinungen zu kriegen.

Ciao
Schaumermal
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Gwendolyn
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Sexualität: unbekannt
Anmeldungsdatum: 18.03.2006
Beiträge: 131
BeitragVerfasst am: Mi Mai 17, 2006 1:52    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Paare ohne Kinder sollten in einem solchen Fall schon über eine Trennung nachdenken.


Da bin ich nicht unbedingt gleicher Meinung. Das ist doch sehr individuell.
Bei mir/uns war es so, dass mein Ex-Mann mit der Zeit seine sexuellen Bedürfnisse verloren hat und seither mit niemandem mehr Sex hatte, obwohl er haufenweise Chancen hätte (dank gutem Aussehen, sympathischer Ausstrahlung, Umgangsformen etc.)
Der Grund dafür lag aber weniger an meiner Asexualität, sondern mehr an den allgemeinen Lebensbelastungen (gesundheitlich, beruflich, finanziell, familiär etc.)
Wir haben uns denn auch nicht aus sexuellen Gründen getrennt.
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Alter: 45
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 15.06.2006
Beiträge: 21
Wohnort: München
BeitragVerfasst am: Di Jun 27, 2006 22:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Schaumermal!

Ich finde Deinen Beitrag sehr objektiv formuliert und es steckt eine Menge Wahrheit darin. Schließlich hat Jemand, der Sex als Bereicherung des Lebens bzw. der Beziehung empfindet, genauso das Recht seine Bedürfnisse zu befriedigen wie Jemand, der Sex halt nicht braucht.

Ich lebe in einer ähnlichen Beziehung...anfänglich mit gutem Sexualleben, dann flaute es bei mir ab. Ich habe große Probleme damit, daß mein Partner offensichtlich Defizite hat, aber gegen meine eigenen Gefühle gehe ich auch nicht an und "gebe mich hin".

Leider leidet unsere Beziehung darunter....

Liebe Grüße
Skala
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pinkyone




Alter: 44
Sexualität: unbekannt
Anmeldungsdatum: 20.07.2006
Beiträge: 8
BeitragVerfasst am: Fr Jul 21, 2006 0:07    Titel: Antworten mit Zitat

hm, es ist halt schon eine sehr verzwisckte geschichte, wenn der eine das bedürfnis hat und der andere nicht. bei uns ist es jetzt drei jahre (inklusive vieler gespräche) gut gegangen. inzwischen bin ich (sexuell) aber der meinung, dass es so nicht mehr geht. das verlangen meinerseits verschwindet, hinter ihrem rücken fremd gehen will ich nicht, liegt nicht in meiner natur, das fremdgehen selbst will (kann ich nachvollziehen) auch sie (meiner meinung nach asexuell) nicht.

selbst wenn wir versuchen würden wieder zueinanderzufinden, so würde es immer wieder im raum stehen, wir würden immer wieder an den gleichen punkt gelangen, uns immer wieder weh tun...

von daher bin ich der meinung, lieber ein ende mit schrecken als ein schrecken ohne ende...

vielleicht gibt es ja paare, die es trotz aller widrigkeiten geschafft haben? vielleicht eine lösung gefunden haben?

würde mich über deren "erfahrungsberichte" freuen"

lg pinkyone
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