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Unterschiedliche Definitionen von Asexualität
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Wie definiert ihr Asexualität?
Als "Mangel" am Verlangen nach sexueller Interaktion
74%
 74%  [ 398 ]
Als "Mangel" am Verspüren von sexueller Anziehung
26%
 26%  [ 139 ]
Stimmen insgesamt : 537

Autor Nachricht
Inertia





Sexualität: Sexuell
Anmeldungsdatum: 07.10.2014
Beiträge: 1087
BeitragVerfasst am: Mo Apr 27, 2020 13:42    Titel: Antworten mit Zitat

@SchuffiPupsi

Muhahaha!

@Maz

Gut, Schuffis Argument mit dem Aufstehen hättest du kommentiert. Fand ich vielleicht nicht völlig vergleichbar, aber prinzipiell auch nicht falsch. Geht in Richtung meiner Wurzelfüllung.

Zu ein paar meiner Vergleiche hast du dich aber gar nicht geäußert. Was ist denn mit Schuhe shoppen mit der Ollen, oder Fußball glotzen mit dem Angegrauten? Oder der umgekehrte Fall, nach dem ein Sexueller auf den Sex verzichtet, obwohl es an sich seiner Orientierung widerspricht?

Für mich sind gerade die ersten beiden Fälle klassische Gefallen. Und Sex würde ich tatsächlich in die selbe Kategorie einordnen; Vorausgesetzt natürlich, der betreffende Asexuelle ist nicht so einer, den Sex total anekelt oder gar traumatisiert. Wenn er nur keine Lust darauf hat, wäre das meiner Ansicht nach ein Gefallen wie die anderen beiden auch. Mir leuchtet nicht ein, wieso Gefallen A akzeptabel sein soll, man bei Gefallen B hingegen mit kindischer Vehemenz auf eine herbeidefinierte Orientierung pocht, als müsse man dabei irgendwas beweisen. Ich würde nur gerne deine Logik dahinter nachvollziehen können, an sich ist es mir ja Sack.

Mich betrifft das ganze Thema ja auch nicht persönlich, mir geht es hier auch nur um die philosophische Betrachtung. Ich kann die Frage nur aus einem weitestgehend theoretischen Standpunkt betrachten, und dafür lege ich gewisse Aven-Prämissen zugrunde. Ansonsten funktioniert das sowieso nicht. ^^
Das könnte ja auch eine der vielen Fragen sein, bei der es nunmal verschiedene Ansichten geben kann. Je nach konkreter Definition von Sexualität/Anziehung und was weiß ich noch alles, kamen wir ja schon bei vielen Fragen an einen toten Punkt. Aber ich finde es völlig ok, wenn es verschiedene Meinungen zu etwas gibt, wäre sonst ja auch langweilig.

Übrigens sehe ich einen recht konkreten Grund dafür, wieso so viele Fragen zum Thema Asexualität kaum beantwortbar sind, und bis heute klassische Streitfragen blieben. Dazu hatte ich vorhin mal einen mächtigen Absatz verfasst, ihn mir dann aber doch verkniffen. Bei dem Thema könnte sogar hier die Toleranz enden. Wink
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Maz
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Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14295
BeitragVerfasst am: Mo Apr 27, 2020 14:05    Titel: Antworten mit Zitat

Ich wollte eigentlich gar nicht mehr so sehr auf diese "Worauf bezieht sich ein Verlangen Debatte" raus sondern viel elementarer darauf, daß Verhalten und Orientierung meiner Meinung nach stark korreliert sein sollten. Gehen wir mal davon aus, daß die Frage was ein Verlangen ist und was sexuell ist eh nicht zu klären ist und vergleichen ganz nach behavioristischer Logik nur Input und Output und betrachten alles was dazwischen passiert als Blackbox. Dann bleibt nach wie vor der Umstand, dass auf Grundlage der Population in Foren etc. anscheinend mindestens 50% oder vielleicht sogar 2/3+ der Asexuellen längerfristig und offensichtlich freiwillig sexuelle Kontakte eingehen und dabei gemäß "Sexpositivität" nun sogar Spaß haben können.

Geht für mich halt nicht mit dem Ansatz zusammen, daß Asexualität eine sexuelle Orientierung ist. Würde man Asexualität definieren als z.B. "Asexualität: kein Sex aus Geilheit" gibt es das Problem natürlich nicht.

Eine weitere Auffälligkeit ist die extrem hohe bi/pan quote gerade unter den jüngeren Frauen. Ich zitiere mal verkürzt aus Aven Partner:

Code:

       gesuchte Partnerschaft          
Jahrgang    Geschlecht    keine    hetero    bi/pan    homo

1993 - 2004   männlich   9   108   19   25
1993 - 2004   weiblich   27   149   121   26

1983 - 1992   männlich   2   202   13   22
1983 - 1992   weiblich   19   220   98   33

1973 - 1982   männlich   4   108   6   15
1973 - 1982   weiblich   6   149   33   16


In der jüngeren Generation gibt es anscheinend unter den Asexullen Frauen mit Partnersuchinteresse so um die 40% Bisexuelle und bi+homo sind dann sogar 50% obwohl in der Restbevölkerung die Verteilung so ca. 90% hetero und 10% alles andere ist. Könnte es ganz eventuell sein, daß diese Population sich nicht wegen ihrer Asexualität für das Thema begeistert?
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Zuletzt bearbeitet von Maz am Mo Apr 27, 2020 18:07, insgesamt einmal bearbeitet
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Amazonia





Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 03.07.2019
Beiträge: 89
BeitragVerfasst am: Mo Apr 27, 2020 17:19    Titel: Antworten mit Zitat

wie ist es denn mit dem Umstand, schlecht ,,nein" sagen zu können. das ist eine Schwäche, die man gegenüber Leuten aus dem nahen Umfeld, bei manchen sogar generell, haben kann

nach Deiner Version, Maz, hätten solche Leute dann ja alle erdenkbaren Orientierungen in sich, wenn jede geäußerte Bitte einer gefühlsmäßig nahestehenden in denen das ,,Verlangen" auslöst, jener Bitte nachzukommen





zur Umfrage: beides finde ich gleichermaßen Asexualität beschreibend, nur dass es keinen ,,Mangel" darstellt, weil Asexuelle das ja dann nicht vermissen

Asexuelle, die ihre Orientierung als das Gegenteil von bisexuell wahrnehmen, also auf beide Geschlechter gleichermaßen gar nicht stehen, verspüren weder sexuelle Anziehung, noch haben sie Verlangen nach sexueller Interaktion mit jemandem
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Maz
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Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14295
BeitragVerfasst am: Mo Apr 27, 2020 17:42    Titel: Antworten mit Zitat

Es geht dir dabei aber schon um sexuelle Beziehungen und Handlungen und nicht um die Bitte den Müll runterzutragen? Wenn du bzgl. sexueller Dinge dem Wunsch eines Gegenübers sowohl männlicher als auch weiblicher Natur freiwillig folgen würdest würde ich durchaus Bisexualität vermuten. Wenn das nur bei Männern passiert ist das hingegen vermutlich ein Fall von Heterosexualität. Wink

Grundsätzlich gehe ich wie schon öfter geschrieben aber immer von Freiwilligkeit als Voraussetzung für die Erörterung dieser Frage aus. Wenn jemand aufgrund einer psychischen Störung oder Behinderung nicht mehr fähig ist nein zu sagen oder sogar Gewalt im Spiel ist oder eine institutionelle Verfolgung wie z.B. von Homosexualität stattfindet, dann kann das Verhalten natürlich deutlich von der Orientierung abweichen. Das gilt aber z.B. auch umgekehrt im Hinblick auf das vermeiden sexueller Aktivitäten als Folge traumatischer Erfahrungen was dann auf der Verhaltensebene wie Asexualität aussehen kann und genau wie der Zwang sich sexuell zu verhalten in diesem Themenkomplex natürlich eine große Rolle spielt.
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Zuletzt bearbeitet von Maz am Mo Apr 27, 2020 17:49, insgesamt 7-mal bearbeitet
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DasTenna




Alter: 37
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 24.10.2016
Beiträge: 1012
Wohnort: Saarland
BeitragVerfasst am: Mo Apr 27, 2020 17:42    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn eins eine Beziehung eingeht, weil eins Angst vor den (realen oder eingebildeteen) Folgen eines "Nein" hat und sich unter Druck gesetzt fühlt, "Ja" zu sagen, geschieht das in meinen Augen eher nicht "freiwillig".
Sich auf Sex einzulassen aus Angst, die Partnerschaft andernfalls zu gefährden, oder, um nicht wieder und wieder darum gebeten zu werden, oder aus schlechtem Gewissen dem geliebten Menschen gegenüber, ist zum Beispiel nicht wirklich freiwillig.
Wenn eins ohne Angst vor etwaigen Folgen "Nein" sagen kann, das aber nicht tut, dann ist das freiwillig.
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Sexualität: Asexuell
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Beiträge: 89
BeitragVerfasst am: Mo Apr 27, 2020 17:56    Titel: Antworten mit Zitat

für Asexuelle kann doch kein entscheidender Unterschied zwischen Bitten sein, die was Sexuelles enthalten oder anderen. als asexuelle Person hat Sex doch kein Alleinstellungsmerkmal gegenüber irgendwelchen anderen Wünschen anderer Personen. dann ist Sex doch einfach irgendetwas, das man nicht interessant findet und nur aus dem Umstand etwa ablehnt, weil andere mit der Bitte danach auf einen zukommen und man daurch merkt, dass man bezüglich solcher Handlungen noch nie ,,juhu, jetzt aber. gerne! los!" gedacht hat. dadurch kommt Asexualität doch erst zustande. und ob jemand Männliches oder Weibliches eine Bitte äußert, dürfte doch auch egal sein. es müsste wohl (vermutlich) halt jemand aus dem näheren Umfeld sein, der/die das macht

ich denke etwas mit Sex als etwas kategorisch anderes wahrzunehmen als alles andere ohne Sex ist schon sexuell - oder halt traumatisiert


Zuletzt bearbeitet von Amazonia am Mo Apr 27, 2020 18:02, insgesamt einmal bearbeitet
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Sexualität: keine Angabe
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Beiträge: 14295
BeitragVerfasst am: Mo Apr 27, 2020 18:02    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

für Asexuelle kann doch kein entscheidender Unterschied zwischen Bitten sein, die was Sexuelles enthalten oder anderen.


Warum sollte das so sein?
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Sexualität: Asexuell
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Beiträge: 89
BeitragVerfasst am: Mo Apr 27, 2020 18:05    Titel: Antworten mit Zitat

weil jede Bitte nach einer Sache, die man blöd findet, doch einfach eine Bitte nach einer Sache, die man blöd findet, ist, egal worum es sich handelt. worin besteht das Alleinstellungsmerkmal von Sex gegenüber allem anderen?
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Sexualität: keine Angabe
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Beiträge: 14295
BeitragVerfasst am: Mo Apr 27, 2020 18:08    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke die meisten Menschen würden das anders sehen. Abgesehen davon verstehe ich aber nicht warum das nur bei Asexuellen so sein sollte. Auch Sexuelle wollen nicht mit jeder ihnen näher bekannten Person des passenden Geschlechts ins Bett nur weil diese darum bittet.
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Sexualität: Asexuell
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Beiträge: 89
BeitragVerfasst am: Mo Apr 27, 2020 18:17    Titel: Antworten mit Zitat

für Asexuelle kann es ja kein passendes Geschlecht geben
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Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14295
BeitragVerfasst am: Mo Apr 27, 2020 18:19    Titel: Antworten mit Zitat

Genau demnach müsste ihr Interesse danach mit anderen Personen sexuell zu interagieren gegen 0 gehen und sie sie müssten eine solche Bitte auch grundsätzlich ablehnen, da sie ja dadurch immer als "blöd" empfunden wird.
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Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 03.07.2019
Beiträge: 89
BeitragVerfasst am: Mo Apr 27, 2020 18:40    Titel: Antworten mit Zitat

aber nicht noch blöder als alle anderen blöden Sachen. und es gibt doch Leute, die für andere Sachen tun, die sie ohne Aufforderung dazu niemals tun würden, weil sie die Sache halt selbst blöd finden. beziehungsweise sind die meisten Leute in manchen Lebenslagen für andere zu so etwas bereit. sei es durch Zuneigung oder durch geschickte Manipulation. für einige muss man halt geschickter im Manipulieren sein, bei anderen andere reicht ein leidender Gesichtsausdruck

wo nun die Grenze desjenigen, was man für andere zu tun bereit ist und was auf gar keinen Fall mehr, dürfte jeweils individuell sein und dürfte nichts an einer Orientierung ändern, falls die Bitte eine sexuelle Komponente hätte
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Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14295
BeitragVerfasst am: Mo Apr 27, 2020 19:19    Titel: Antworten mit Zitat

Eine der beiden beteiligten Personen ist doch bei der Anbahnung eines sexuellen Kontakts fast immer in der reagierenden oder sogar passiven Rolle. Es kommt doch eher selten vor, dass zwei Personen auf die Sekunde genau gleichzeitig ihr Interesse unmissverständlich zum Ausdruck bringen. So gesehen hätte einer der Partner ja immer nur dem Wunsch des anderen nachgegeben.

Würde man Asexualität daran festmachen wären alle Leute, die reagierend und nicht agierend zu Sex kommen, also bis zu 50% der sexuell aktiven Bevölkerung, potentiell asexuell. Da sich aufgrund diverser biologischer und gesellschaftlicher Faktoren Frauen tendenziell öfter in dieser Rolle befinden wären obendrein auch wesentlich mehr Frauen asexuell. Diese Theorie wurde in ähnlicher Form im Forum auch schon mal vertreten, also in etwa daß Asexualität quasi der natürlich Zustand bei Frauen ist und diese dann lediglich die sexuellen Wünsche der Männer so verinnerlichen, dass sie quasi zu ihren eigenen werden oder sie (fälschlicher Weise) denken selbst welche zu haben. Das ist im übrigen eine Logik, die man zu verschiedensten Themen auch immer wieder in diversen Strömungen des Feminismus findet.

Es sind interessanter Weise ja tatsächlich zumeist Frauen, die davon berichten sexuelle Handlungen nur deswegen auszuführen weil andere das wünschen oder sogar von ihnen verlangen. Dieser Umstand könnte in Kombination mit der zumeist geringeren Libido auch erklären warum Frauen eher die Tendenz haben sich als asexuell zu betrachten, denn sie müssen ja quasi im Gegensatz zu den Männern weitaus seltener agieren und können sich öfter darauf zurückziehen nur zu reagieren. Ich persönlich würde daher wie gesagt der Frage ob eine Handlung überhaupt ausgeführt wird einen höheren Stellenwert zurechnen als der Frage ob man sich ein einer aktiven oder einer passiven Rolle befindet.
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Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 03.07.2019
Beiträge: 89
BeitragVerfasst am: Mo Apr 27, 2020 19:41    Titel: Antworten mit Zitat

dass bei Frauen das, was bei Männern asexuell wäre, der Normalzustand wär, außer sie wurden induziert irre gemacht, kann ich mir auch gut vorstellen

dagegen spricht das, was asexuelle heteroromantische Männer hier über ihre Erfahrungen mit Frauen berichten, dass die auf Sex aus wären/waren. aber die können ja durch vorige Erfahrungen mit Männern vortraumatisiert sein, wie Du schon erwähnst. die im Vergleich zu Männern erhöhte Bereitschaft, für andere Sachen zu machen, die sie selbst blöd finden (These halt) könnte ebenfalls diesen Grund haben



es besteht aber ein riesiger Unterschied dazwischen, zu einem Zeitpunkt, an dem jemand anders etwas will, das nicht so doll zu wollen wie der und der Tatsache, noch nie ,,juhu" in Bezug auf diese Tätigkeit gefühlt zu haben

aber dass Frauen üblicherweise lieber auf Wünsche anderer reagieren als zu agieren, kann ich mir nich vorstellen. welcher Mensch kann denn die Wünsche anderer doller mögen als das selbstbestimmte Handeln???
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DasTenna




Alter: 37
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 24.10.2016
Beiträge: 1012
Wohnort: Saarland
BeitragVerfasst am: Di Apr 28, 2020 19:41    Titel: Antworten mit Zitat

Amazonia hat folgendes geschrieben:
für Asexuelle kann doch kein entscheidender Unterschied zwischen Bitten sein, die was Sexuelles enthalten oder anderen. als asexuelle Person hat Sex doch kein Alleinstellungsmerkmal gegenüber irgendwelchen anderen Wünschen anderer Personen. dann ist Sex doch einfach irgendetwas, das man nicht interessant findet und nur aus dem Umstand etwa ablehnt, weil andere mit der Bitte danach auf einen zukommen und man daurch merkt, dass man bezüglich solcher Handlungen noch nie ,,juhu, jetzt aber. gerne! los!" gedacht hat. dadurch kommt Asexualität doch erst zustande. und ob jemand Männliches oder Weibliches eine Bitte äußert, dürfte doch auch egal sein. es müsste wohl (vermutlich) halt jemand aus dem näheren Umfeld sein, der/die das macht
ich denke etwas mit Sex als etwas kategorisch anderes wahrzunehmen als alles andere ohne Sex ist schon sexuell - oder halt traumatisiert
Für mich persönlich gehört es schlicht zu den Dingen, zu denen ich mich nur schwer überwinden kann. Und wie bei allen Dingen, auf die ich so gar keine Lust habe, reagiere ich bei wiederholtem Nachfragen trotz eines "Nein" genervt.
Früher fiel mir ein "Nein" schwer und wiederholtes Nachfragen vermochte mich dermaßen unter Druck*** zu setzen, dass ich entweder immer gereizter wurde (wer würde das nicht?) oder tatsächlich irgendwann nachgab, in der Hoffnung, dass ich danach meine Ruhe hätte.
Das trifft aber wie gesagt auf alle Dinge zu, auf die ich keine Lust habe.
Im Gegensatz zu den meisten dieser Dinge überschreitet Sex allerdings massiv meine körperlichen und emotionalen Grenzen. Das macht den Unterschied aus.
Sex ist allerdings nicht das einzige, dass meine Grenzen massiv überscheitet. Hängebrücken zu überqueren oder Auto zu fahren steht in etwa auf derselben Stufe. Da müsste schon viel passieren, dass mich dazu überreden lasse.

***Mit Druck meine ich Druck, der von außen kommt.
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