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Hallo aus dem Grenzgebiet!

 
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Buz




Alter: 20
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 27.01.2021
Beiträge: 4
BeitragVerfasst am: Mi Jan 27, 2021 20:20    Titel: Hallo aus dem Grenzgebiet! Antworten mit Zitat

Also ich bin Buz, nur aus dem Grund, weil ich meinen Namen grauenhaft finde und ich werde demnächst 20 Jahre alt.

Das mit der Asexualität ist so eine Sache. Darüber habe ich mir nie Gedanken gemacht. Ich wusste nur mein ganzes Leben schon irgendwie, dass ich es bin. Das Thema an sich (GV) habe ich immer schon schrecklich unangenehm gefunden (schon in der Mittelschule), da war das für mich alles so fremd und so weit weg. Für mich war das so selbstverständlich, dass ich nie etwas damit zutun haben werde und ich will mich nie mehr damit auseinandersetzen.

Ich habe mich hier angemeldet, weil ich so gut wie immer allein bin und nie unter Menschen gehe. Daher lese ich gerne andere Beiträge von anderen Leuten (dieses Jahr hier) und naja ... was Menschen generell betrifft ... bin ich eher von einer anderen Welt.

Jedenfalls, nochmal hallo, ich bin jetzt da. Smiley, lach
_________________
Die Natur ist meine Heimat. Städte sind die Feinde.
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JoJo3




Alter: 18
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 13.09.2020
Beiträge: 5
BeitragVerfasst am: Mi Jan 27, 2021 20:41    Titel: Antworten mit Zitat

Willkommen im Forum Buz!

Ich kann nachvollziehen was du meinst für mich war GV auch nie ein Thema.( Bis vor kurzem) Allerdings so wenig das ich nicht mal von Asexuallität wusste. Ich finde konkret das Thema GV auch überhaupt nicht angenehm, da kann ich dir sehr zu stimmen. Da es bei Asexuallität ja bei ganz vielen eh genau darum nicht geht, gibt es ja zum Glück genug andere Dinge über die man sich austauschen kann.


Viel Spaß beim Stöbern durchs Forum und wer weiß vielleicht traust du dich ja irgendwann (wenn Corona vorbei ist) unter Menschen zu gehen oder sogar hier neue Leute kennenzulernen. Wenn du Lust hast dich mit mir auszutauschen kannst du mir auch gerne eine private Nachricht schicken.

Von welcher anderen "Welt" kommst du denn ? (Schmunzeln)

Gruß JoJo

PS. Dein Spruch finde ich übrigens echt super!
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Buz




Alter: 20
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 27.01.2021
Beiträge: 4
BeitragVerfasst am: So Jan 31, 2021 21:59    Titel: Hallo nochmal Antworten mit Zitat

Mittlerweile habe ich mir sehr viele Beiträge durchgelesen, um eben auch die Ansichten anderer zu lesen. Auch habe ich gehofft auf ähnliche Meinungen zu treffen, da ich niemanden kenne, der wie ich ist.

Ich habe natürlich nicht alles gelesen, aber vieles.
Sehr häufig ist mir dabei aufgefallen, dass die meisten eher Probleme haben mit ihrer Asexualität. Sie müssen sich erst damit auseinandersetzen und lernen es zu akzeptieren. Oder denken gar, dass mit ihnen etwas nicht stimmt.

Jetzt frage ich mich, ob es hier auch Leute wie mich gibt. Leute, die das nicht als Problem sehen, Leute, die auch nicht darüber nachdenken.

Leute die sagen: hey, ich bin asexuell. Das ist ein Thema, das bedeutet mir gar nichts, das spielt überhaupt keine Rolle in meinem Leben, es ist kein Problem. Ich frage mich ja auch nicht, warum ich keine Honigmelonen mag. Es ist einfach so, ich bin stolz und liebe mich selbst.

Gehöre ich zu der Minderheit, die positiv denkt?
Ich finde es nur schade, dass nicht alle so glücklich sind.

Gruß von der Grenze
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Die Natur ist meine Heimat. Städte sind die Feinde.
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Nareya





Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 26.01.2021
Beiträge: 3
BeitragVerfasst am: Sa Feb 06, 2021 0:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hey Buz,

wollte dich nur wissen lassen: Ich bin asexuell und ich bin stolz darauf! Very Happy

Ich denke, dass es auch sicher mehr Ace gibt, die positiv darüber denken, als es zunächst den Anschein hat. Die Einstellung wandelt sich mit der Zeit auch sicher eher zum Positiven als zum Negativen.

Aber vielleicht könnte man hier mal eine Umfrage machen und damit versuchen zu analysieren, was die Gründe für die Unzufriedenheit der Leute mit der eigenen Asexualität sind bzw. auch für die Zufriedenheit sorgen können, also ob es da besondere Merkmale gibt. Ich gehe mal stark davon aus, dass das soziale Umfeld und die eigene Erziehung und Erfahrung die wichtigste Rolle spielen in der Frage, ob man die eigene Asexualität akzeptieren kann oder nicht. Auch welchen Stellenwert man den Meinungen dieses sozialen Umfeld im eigenen Leben gibt. Viele, die sich mit diesem Thema anfangen zu befassen, werden auch Angst vor Beurteilung, Verurteilung, Ausgrenzung und Unverständnis durch ihr soziales Umfeld haben. Das spiegelt sich dann natürlich auch in ihren Beiträgen wieder. Durch Unwissen meinen viele sicher auch sich vom Gedanken an Liebe und Zuneigung in einer Beziehung verabschieden zu müssen, weil Sex ja ein sehr wichtiger Bestandteil der Beziehung und die Berechtigung es als solche bezeichnen zu dürfen wäre ... Nicht nur wissen sie nicht, wie sie selbst zu ihrer Asexualität stehen sollen in einer Welt, wo sie bis vor kurzem noch nicht einmal wussten, dass sowas überhaupt existiert, sondern sie wissen auch nicht, wie andere zu ihnen stehen werden und müssen sich daher zusätzlich noch vor der Meinung anderer fürchten, mit denen sie in der hauptsächlich heteronormativen Gesellschaft in Familie, Beruf und Freundes-/Bekanntenkreis umgeben sind. Dann nimmt man wohl eher die Haltung ein, dass man selbst ein Problem wäre, statt ein Individuum und meint, dass sich die Erkenntnis zur Asexualität negativ auf das eigene Leben auswirken würde, falls es sich durch die Behandlung durch andere zum Beispiel in Beziehungen nicht schon längst negativ ausgewirkt hat. Auch das wirkt sich wahrscheinlich auf die Haltung zur eigenen Asexualität aus.

Fest steht für mich aus eigener Erfahrung, dass man den Raum dafür braucht (egal ob durch ein gutes soziales Umfeld oder gar keinem sozialen Umfeld), um es mit einer positiven Einstellung auffassen und akzeptieren zu können, die unbeeinflusst von der Meinung anderer bleibt. Wenn dieser Raum einem nicht geboten wird, dann kann man selbst noch so sehr zufrieden mit der eigenen Asexualität sein, andere setzen alles daran ständig dafür zu sorgen, dass man das Gegenteil empfindet.
Sich diesen Raum zu nehmen und sich notfalls von allen toxischen Leuten zu lösen ist für viele sicher nicht einfach. Ich musste mein soziales Umfeld aufgeben, um ohne schlechtes Gewissen meine Asexualität akzeptieren zu können und dürfen, bin aber sehr zufrieden mit meiner konsequenten Entscheidung. Smile

Grüße
Nareya
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Buz




Alter: 20
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 27.01.2021
Beiträge: 4
BeitragVerfasst am: Sa Feb 06, 2021 18:07    Titel: Antworten mit Zitat

Eine interessante Ansicht. Es ist doch wirklich auch schockierend, weil ich gewisse Dinge nicht nachvollziehen kann.
Das soziale Umfeld ist, würde jetzt zumindest ich sagen, eher nebensächlich, aber kann hierzu nur meine Meinung sagen, denn ich weiß ja, dass andere anders denken.
Ich zB bin seit 10 Jahren ein richtiger Außenseiter. Vor wenigen Jahren noch wurde ich täglich beleidigt und ausgegrenzt.
Während sich andere in meiner Situation den Kopf zerbrochen hätten und sich gefragt hätten, was mit ihnen nicht stimmte und sich die ganze Zeit über nur Gedanken darüber gemacht hätten, was andere über sie denken würden, habe ich mich um mich selbst gekümmert. Ich hatte Spaß am Leben und war zufrieden und glücklich und ich habe mich nicht darum gekümmert, was andere zu mir sagten. Für mich war das das unwichtigste auf der Welt.
Ich meine, die ganzen Leute waren mir auch egal, schließlich waren sie ja nicht Teil meines Lebens.
Ich war immer schon eigensinnig und mache immer alles anders als die anderen. Das heißt, ich lasse mich nie von jemandem beeinflussen.
Dass ich asexuell bin, weiß glaube ich, keiner, weil es so unbedeutend ist. Das ist, als würde ich sagen; he, meine Haare sind braun.
Ich wünschte ich könnte in fremde Hirne und sie untersuchen. Ich würde zu gerne wissen, warum andere so darauf fixiert sind, was andere über sie denken. Als müsste jeder einer Norm entsprechen.
Das könnte möglicherweise der Grund sein, warum mich auch andere Leute nicht sonderbar interessieren, weil sie alle so ein mir fremdes Selbstbild haben. Irgendwie, schwächlich?
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Nareya





Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 26.01.2021
Beiträge: 3
BeitragVerfasst am: Mo Feb 08, 2021 0:28    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, ich würde dir zustimmen, es ist schwächlich. Die Angst davor anders zu sein als andere oder davor was andere von einem Denken ist eine Schwäche, wenn man die eigene Meinung über sich selbst hinter den Meinungen anderer stellt. Aber um etwas gegen diese Angst tun zu können muss man Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl besitzen. Das haben viele nicht oder finden erst ziemlich spät dazu. Aber besser spät als nie.
Es heißt zwar "gemeinsam sind wir stark", aber im Grunde gibt man als Einzelner damit nur zu, dass man sich allein für viel zu schwach hält und fühlt.
Du hast allerdings ein starkes Selbstbewusstsein und ein gesundes Selbstwertgefühl und das wohl schon seit langem. Du hast sogar jahrelange Mobbing ertragen können und trotzdem eine positive Lebenseinstellung behalten. Das ist großartig. Ich könnte mir gut vorstellen, dass sich nie jemand der Mobber getraut hat dir alleine entgegenzutreten, denn deiner inneren Stärke und ihre eigene Schwäche waren sie sich sicher bewusst und fühlten sich wohl dadurch von dir wahrscheinlich sogar angegriffen. Dämliche Leute.
Ich kann dich in der Hinsicht gut verstehen, dass dich Leute nicht besonders interessieren, denn wenn sie vorwiegend darauf bedacht sind den Normen zu entsprechen, gibt es auch überhaupt nichts mehr Interessantes an ihnen. Einfach nur uninteressante wandelnde Kopien in Aussehen, Denken und Handeln.
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