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Wie steht ihr zu fiktiven Charakteren?
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Was haltet ihr von fiktiven Charakteren, die ihr im Kontext von Medien (Bücher, Games, TV+Film…) kennengelernt habt? Wie sehr könnt ihr euch für bestimmte Figuren begeistern?
Ggf. denke ich noch eine kurze Zeit über sie und die Geschichte nach.
35%
 35%  [ 8 ]
Ich kann wochen-/monate-/jahrelang schwärmen.
57%
 57%  [ 13 ]
Ich kann mich in sie verlieben.
4%
 4%  [ 1 ]
Ich kann eine (romantische) Beziehung mit ihnen führen.
4%
 4%  [ 1 ]
Stimmen insgesamt : 23

Autor Nachricht
Tamrin




Alter: 39
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 24.09.2020
Beiträge: 77
Wohnort: Thüringen
BeitragVerfasst am: So Dez 13, 2020 11:55    Titel: Wie steht ihr zu fiktiven Charakteren? Antworten mit Zitat

Ich selbst kann nicht von mir behaupten fiktophil zu sein, vermutlich nicht mal „fiktoromantisch“, obgleich mich eine kleine Anzahl an fiktiven Charakteren schon über einen sehr langen Zeitraum begleitet. Dabei habe ich aber immer das Gefühl in meiner Jugend, wo es ja vielen so geht, dass sie für fiktive Charaktere schwärmen, steckengeblieben zu sein. Kennt jemand das Gefühl?

Ich glaube auch, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen dem Schwärmen von fiktiven Personen und dem nicht an sich heranlassen von echten Menschen (obwohl das ja so viel besser sein soll), und damit (zumindest bei mir) zur aromantischen Tendenz und evtl. Asexualität. Wie seht ihr das?

Kennt ihr vielleicht sogar Leute, denen romantische Beziehungen im RL ebenso wichtig sind wie die im eigenen Kopf? In meinem Umkreis gibt es nur Menschen, die mit einem von beiden nichts anfangen können.
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Sandkastenzorro
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Alter: 40
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 03.04.2011
Beiträge: 3624
Wohnort: Fairvale
BeitragVerfasst am: So Dez 13, 2020 12:21    Titel: Antworten mit Zitat

Ich nehme an, die Umfrage bezieht sich nicht auf Fiktophile, sondern auf... Leute, die fiktiv schwärmen. Das ist für mich nämlich definitiv was anderes als Fiktophilie, denn Schwärmerei ungleich Liebe und Liebe ungleich partnerschaftliche Liebe.

Für die Fiktophilie jedoch sehe ich keinen Zusammenhang mit Aromantik oder Asexualität, obwohl für [die Welt] das selbe Ergebnis unterm Strich bei raus kommt. Aber das tut es für heterosexuelle Frauen, die an einem schwulen Mann interessiert sind, ebenfalls. Der Schwule ist aromantisch und asexuell gegenüber Frauen, der Fiktophile asexuell und aromantisch gegenüber realen Leuten.


Und bezüglich deiner letzten Frage: Es gibt doch massenweise Leute, die nen realen Partner auf der Couch sitzen haben und gleichzeitig ihre x-te Fanfiction über ihren Lieblingsseriencharakter schreiben. Das sind für mich Leute, die fiktiv schwärmen und denen romantische Beziehungen genauso wichtig sind, wie die Schwärmerei zu einer fiktiven Person. (und btw auch das selbe Klientel, das die Fiktophilie genauso pathologisiert, wie es die Realophilen ohne fiktiven Schwarm auch tun Wink )
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Arpad4




Alter: 41
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 17.11.2016
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Wohnort: Kaiserslautern
BeitragVerfasst am: So Dez 13, 2020 13:13    Titel: Antworten mit Zitat

Nach meiner Beobachtung sind "fiktophile" Menschen sehr oft (oder immer) auch Künstler. Z.B. Karl May hatte ein enorme Vorstellungskraft, und eine extremen Drang alles aufzuschreiben, und auszuschmücken in seiner Romanen. Oft sagen einige Literaturkritiker, dass er ein Hochstapler gewesen wäre, und kein Weltenbummler. Aber in seiner inneren Welt war er überall. Wenn man seine innere Person etwas versteht, war er kein Hochstapler. Er hatte auch nicht vor mit seine Werke jemand zu täuschen, sonder nahm den Leser mit in seine "unendliche" Geschichte.
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Tamrin




Alter: 39
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 24.09.2020
Beiträge: 77
Wohnort: Thüringen
BeitragVerfasst am: So Dez 13, 2020 17:56    Titel: Antworten mit Zitat

Sandkastenzorro hat folgendes geschrieben:
Ich nehme an, die Umfrage bezieht sich nicht auf Fiktophile, sondern auf... Leute, die fiktiv schwärmen. Das ist für mich nämlich definitiv was anderes als Fiktophilie,

Mist, ich hatte extra versucht den Bereich Fiktophilie mit der letzten Aussage abzudecken. Warum hat das nicht geklappt? Weil die Charaktere rein fiktiv sind, also keiner „Vorlage“ entspringen?

Sandkastenzorro hat folgendes geschrieben:
denn Schwärmerei ungleich Liebe und Liebe ungleich partnerschaftliche Liebe.

Wie würdest du die letzten beiden unterscheiden? Meinst du mit erstgenannter Liebe eine wie die zu Familienmitgliedern/Freunden? Und wie unterscheidest du Schwärmerei und Liebe. Sorry, ist eine kindische Frage und wurde hier sicher schon zig-fach gestellt, aber die Antwort darauf interessiert mich wirklich brennend, weil ich mich immer frage, ob ich für „meine“ Charaktere nur schwärme oder da mehr ist. Da ich auch im RL nie stärkere Gefühle als den fiktiven Figuren gegenüber hatte, kann ich leider nicht sagen, ob da noch Luft nach oben ist. Und das Argument „wenn man jemanden liebt, möchte man ihm nah sein, viel Zeit mit ihm verbringen usw.“, bringt mich leider auch nicht weiter, weil ich das auch bei den RL-Leuten nie wollte.

Sandkastenzorro hat folgendes geschrieben:
der Fiktophile [ist] asexuell und aromantisch gegenüber realen Leuten

Ich weiß, das kann wohl nie geklärt werden, aber was ist deine Meinung: Entwickelt sich die Fiktophilie, weil eine asexuelle Orientierung vorliegt oder „verhindert“ (nicht negativ gemeint) sie eine sexuelle Ausrichtung auf reale Menschen? Man könnte ja auch meinen, das Schwärmen/sich verlieben in fikt.Ch. ist eine Art Fluchtreaktion, aus Angst vor der Bindung an echte Menschen. (Das würde natürlich nur Sinn machen, wenn der fikt.Ch. (anders als bei dir) nicht völlig eigenständig und nicht dem eigenen Willen unterworfen ist, sonst gäbe es ja kaum einen Unterschied zu einer RL-Person).

Sandkastenzorro hat folgendes geschrieben:
Es gibt doch massenweise Leute, die nen realen Partner auf der Couch sitzen haben und gleichzeitig ihre x-te Fanfiction über ihren Lieblingsseriencharakter schreiben.

Da dürften die Partner ja mächtig eifersüchtig werden. Aber du kennst da wirklich Leute, auch in „gehobenem“ Alter, die das machen? Die meisten Fanfiction-Autorinnen, die ich kenne, sind höchstens in ihren 20igern.

Sandkastenzorro hat folgendes geschrieben:
Das sind für mich Leute, die fiktiv schwärmen und denen romantische Beziehungen genauso wichtig sind, wie die Schwärmerei zu einer fiktiven Person.

Ist das eine Vermutung, oder hast du mit den Leuten darüber gesprochen? Die Leute aus meinem Umkreis, von denen ich weiß, dass sie für fikt.Ch schwärmen (oder mehr), sind alleine und asexuell und deren Schwärmerei für fikt.Ch. übertrifft ihre RL-Erfahrungen. Daher war ich neugierig, ob das häufiger so ist, oder es Einzelfälle sind.


Arpad4 hat folgendes geschrieben:
Nach meiner Beobachtung sind "fiktophile" Menschen sehr oft (oder immer) auch Künstler. Z.B. Karl May hatte eine enorme Vorstellungskraft […]

Meinst du, dass er auch fiktophil im wahrsten Sinne des Wortes war (also auch romantisches Interesse hatte)? Wäre ein interessanter Gedanke.
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Arpad4




Alter: 41
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 17.11.2016
Beiträge: 1759
Wohnort: Kaiserslautern
BeitragVerfasst am: So Dez 13, 2020 18:53    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Meinst du, dass er auch fiktophil im wahrsten Sinne des Wortes war (also auch romantisches Interesse hatte)? Wäre ein interessanter Gedanke.


Glaub schon. Ich habe 2 Menschen in mein Bekannten/Freundeskreis erlebt die fiktophil waren/sind, und da ist Karl May ja ähnlich. Alle sind auch Schriftsteller.

Aber es scheint auf der Welt mehr fiktophile Frauen zu geben, als Männer. (so von der Lebenserfahrung her)
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Sandkastenzorro
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Alter: 40
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 03.04.2011
Beiträge: 3624
Wohnort: Fairvale
BeitragVerfasst am: Mo Dez 14, 2020 0:14    Titel: Antworten mit Zitat

Tamrin hat folgendes geschrieben:
Mist, ich hatte extra versucht den Bereich Fiktophilie mit der letzten Aussage abzudecken. Warum hat das nicht geklappt? Weil die Charaktere rein fiktiv sind, also keiner „Vorlage“ entspringen?


Nein, weil der Fiktophile nicht schwärmt, sondern liebt.
Schwärmerei ist (für mich) irgendein im "Kaulquappenstadium" persistierendes Nebenprodukt der Sympathie, das sich auf etwas oder jemanden bezieht, das entweder zu keinerlei unmittelbarer Reaktion fähig ist, noch/oder keiner Reaktion bedarf, da die Intensität nicht gegeben ist, die eine Reaktion erfordern würde. Man schwärmt für eine bestimmte Musik. Man schwärmt für ein Kunstwerk. Man schwärmt für Boyband-Sänger XYZ.

Zitat:
Wie würdest du die letzten beiden unterscheiden?


Gegenfrage: Wie unterscheidet sich für dich die Liebe zu deinen Kindern von der zu deinem Partner?

Zitat:
Entwickelt sich die Fiktophilie, weil eine asexuelle Orientierung vorliegt oder „verhindert“ (nicht negativ gemeint) sie eine sexuelle Ausrichtung auf reale Menschen?


Ich bin der Meinung, Fiktophilie "entwickelt" sich nicht. Ich denke, die hat man entweder, oder man hat sie nicht. Eine Entwicklung würde ja voraussetzen, dass es irgendeinen Auslöser gab, der einen Prozess in Gang gesetzt hat. Zumal von allen Fiktos, dich in meinem Leben kennengelernt habe, nur ein einziger asexueller Fikto dabei war. Alle anderen waren das nicht.

Zitat:
Man könnte ja auch meinen, das Schwärmen/sich verlieben in fikt.Ch. ist eine Art Fluchtreaktion, aus Angst vor der Bindung an echte Menschen.


Und da wären wir dann wieder in der Pathologisierungsschublade. Nur, weil man Hunden nix abgewinnen kann, hat man nicht im Umkehrschluss Angst vor Hunden.
Und so wirklich macht das auch gar keinen Sinn, denn man bindet sich ja nicht nur in Liebesbeziehungen an jemand anders.
Für mich sind zb Freunde hoch und heilig. Ich lebe Freundschaften (also richtige - keine Kaffeekränzchenfreizeitfacebookfreundschaften) oft intensiver, als manche Leute ihre Paarbeziehungen. Und ich leide fürchterlich, wenn sowas dann in die Brüche geht. Das täte ich alles nicht, hätte ich Bindungsangst. Paarbeziehungen haben kein Monopol auf Bindung.

Zitat:
Da dürften die Partner ja mächtig eifersüchtig werden.


Nein, denn dazu müsste man das ja erstmal ernst nehmen. Das tut einfach niemand. Und bei Schwärmereien gibt es ja eh keine Konkurrenz, da Schwärmerei (für X) und Liebe (für Y) sich nicht in die Quere kommen.

Zitat:
Aber du kennst da wirklich Leute, auch in „gehobenem“ Alter, die das machen?


Ja. Schwärmen und Fanfics schreiben - definitiv kenne ich da massiv mehr ü30er (und 90% davon verheiratet mit realem Partner) als u30er. Aber das sind alles keine Fiktophilen. Es sind eben Fangirls (wobei: eher Fanwomen, denn Girls sind die nicht mehr), die für irgendwen aus irgendwas schwärmen.


Zitat:
Ist das eine Vermutung, oder hast du mit den Leuten darüber gesprochen?


Das haben die auch gesagt und es ist auch logisch. Beides kommt sich nämlich nicht in die Quere. Das ist für die eher wie ein Hobby und ein Hobby ist ja auch wichtig.
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Tamrin




Alter: 39
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 24.09.2020
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Wohnort: Thüringen
BeitragVerfasst am: Di Dez 15, 2020 13:40    Titel: Antworten mit Zitat

Sandkastenzorro hat folgendes geschrieben:
Nein, weil der Fiktophile nicht schwärmt, sondern liebt.
…und ich bin naiver weise davon ausgegangen, dass Punkt 4 „Ich kann eine (romantische) Beziehung mit ihnen führen.“ beinhaltet, dass die Figur geliebt wird.

Sandkastenzorro hat folgendes geschrieben:
Gegenfrage: Wie unterscheidet sich für dich die Liebe zu deinen Kindern von der zu deinem Partner?
Da ist mein Problem, dass ich meinen Partner vermutlich nicht wirklich liebe. Sowas wie partnerschaftliche Liebe kann ich mir nur als ähnlich den Gefühlen, die ich für manche männlichen fiktiven Figuren hege oder früher mal für ein, zwei echte Jungs hatte, vorstellen. Aber ob das wirklich Verliebtsein, Liebe oder nur Schwärmerei war/ist, weiß ich leider nicht. So richtige nicht-partnerschaftliche Liebe empfinde ich nur gegenüber meinen Kindern. Mit meinem Bruder oder Eltern fühle ich mich zwar verbunden, aber da würde ich nicht den Begriff Liebe verwenden.

Sandkastenzorro hat folgendes geschrieben:
Zumal von allen Fiktos, dich in meinem Leben kennengelernt habe, nur ein einziger asexueller Fikto dabei war. Alle anderen waren das nicht.
Oh, hochinteressant. Ich bin irgendwie immer davon ausgegangen, dass Fiktos keine echten Menschen lieben bzw. Sex mit ihnen haben wollen. Oder sprichst du von asexuell im Sinne von asexuell gegenüber den fiktiven Figuren?

Sandkastenzorro hat folgendes geschrieben:
Und da wären wir dann wieder in der Pathologisierungsschublade. Nur, weil man Hunden nix abgewinnen kann, hat man nicht im Umkehrschluss Angst vor Hunden.
Natürlich hat nicht jeder, der Hunde nicht mag, Angst vor ihnen, aber ich würde nicht ausschließen, dass es solche Menschen gibt (und sie sich dessen vielleicht nicht einmal bewusst sind). Eine Pathologisierungsschublade gibt’s bei mir nicht, höchstens eine „äußerst interessanter psychologischer Phänomene“. Klar kann ich auch einfach hinnehmen, dass sich manche Menschen in fiktive Figuren verlieben. Aber da diese doch eher selten anzutreffen sind, das „Verhalten“ (mir fällt grad kein anderes Wort ein) also nicht üblich ist, stelle ich mir (als wissenschaftlich angehauchter Mensch, der ich nun mal bin) die Frage, ob es dafür eine Ursache gibt. Meine bisherige Vermutung (zumindest für meine Vorlieben für fikt.Ch.) ist Bindungsangst. Umso interessanter, dass du mir darlegst (was du ja durch das Beispiel mit den Freundesbindungen getan hast), dass das in deinem Fall nicht zutrifft.

Sandkastenzorro hat folgendes geschrieben:
Paarbeziehungen haben kein Monopol auf Bindung.
Das ist ein interessanter Punkt. Aber dennoch scheint die Bindung für die meisten Menschen in der Paarbeziehung am intensivsten zu sein.

Du schreibst, du lebst Freundschaften so intensiv und bist am Boden, wenn sie in die Brüche gehen. Wie kannst du sicher sein, dass das dann nicht schon mehr als Freundschaft, sondern eine Form der (platonischen) Beziehung ist? (Spielt letztlich keine Rolle, kam mir nur so als Gedanke… wenn man Beziehung als etwas mit tiefer emotionaler Bindung definieren würde.)

Sandkastenzorro hat folgendes geschrieben:
Und bei Schwärmereien gibt es ja eh keine Konkurrenz, da Schwärmerei (für X) und Liebe (für Y) sich nicht in die Quere kommen.
Für besagte Leute ist also schon die Liebe in der Paarbeziehung wesentlich intensiver als ihre Gefühle für die fikt.Ch. Ich frage mich, ob es auch Leute in Paarbeziehungen gibt, für die beide gleichwertig sind.

Sandkastenzorro hat folgendes geschrieben:
Aber das sind alles keine Fiktophilen. Es sind eben Fangirls (wobei: eher Fanwomen, denn Girls sind die nicht mehr), die für irgendwen aus irgendwas schwärmen.
Nur nochmal, damit ich dich richtig verstehe: die Unterscheidung Fiktophil – Fangirl/woman macht sich für dich (oder auch allgemein) an der Intensität der Gefühle zu den fikt.Ch. fest? Oder auch daran, ob eine ganze Fiktowelt existiert und (ggf.) parallel zur echten läuft? (So hatte ich es bisher immer verstanden).
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Sandkastenzorro
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Alter: 40
Sexualität: keine Angabe
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Wohnort: Fairvale
BeitragVerfasst am: Mi Dez 16, 2020 0:18    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Aber ob das wirklich Verliebtsein, Liebe oder nur Schwärmerei war/ist, weiß ich leider nicht.


Ich kanns dir auch nicht sagen, denn ich denk mal, jeder Jeck liebt anders. Oder anders gesagt: Nur, weil man selber irgendwie liebt, heisst das noch lange nicht, dass der Gegenüber das selbe für einen selbst fühlt, selbst wenn er das gleich tituliert.
Aber du hast ja schonmal zwei Punkte auf deiner Karte, die du markieren kannst um dich zu orientieren. Du hast den Punkt, dass du sagst, du liebst definitiv deine Kinder. Da weisst du also, dass das Liebe ist, denn sonst würdest du es vermutlich anders nennen. Und du hast den Punkt, dass du für deine Eltern oder deinen Bruder sowas wie Verbundenheit empfindest. Auch das kannst du benennen. Mit dieser Roadmap im Kopf ordnest du nun ein, du liebst deinen Partner nicht?

Was fühlst du dann für ihn?


Zitat:
Ich bin irgendwie immer davon ausgegangen, dass Fiktos keine echten Menschen lieben bzw. Sex mit ihnen haben wollen. Oder sprichst du von asexuell im Sinne von asexuell gegenüber den fiktiven Figuren?


Ich spreche hier in der Tat davon, dass es Fiktos gibt, die fiktiv lieben und eine fiktive Paarbeziehung führen, aber dort genauso asexuell sind, wie ein asexueller Realophiler, der nicht gerade aromantisch ist. Deshalb kann man die Vorsilbe "fikto-" auch prima mit Worten aus dem ACE-Spektrum kombinieren. Zumindest würde ich das so tun.
Fiktosexuell, fiktoasexuell, fiktobisexuell, fiktohomosexuell...

Zitat:
Natürlich hat nicht jeder, der Hunde nicht mag, Angst vor ihnen, aber ich würde nicht ausschließen, dass es solche Menschen gibt (und sie sich dessen vielleicht nicht einmal bewusst sind).


Ausschließen tu ich es auch nicht. Aber ich hätte ein Problem damit, wenn das der Primärgedanke wird. Ich kämpfe seit Jahr und Tag darum, dass man eben NICHT zuerst an [Störung 1-99] denkt, wenn man das Wort Fiktophilie hört, sondern es einfach als Orientierung annimmt. Denn [Störung 1-99] beinhaltet auch immer den Gedanken, dass es "falsch" ist und "dort nicht hingehört" und wegtherapiert werden muss. Und das ist maximal lästig.
Und unter uns: Eigentlich wird Bindungsangst doch immer nur von Leuten ins Feld geführt, wenn sie sich in irgendjemanden verschossen haben, der sie nicht will. "Der reagiert nicht auf meine Avancen, der hat bestimmt Bindungsangst". Dann wird sich was zurechtgesponnen, was der Grund sein könnte, bis es irgendwann so absurd wird, dass es auf AstroTV laufen könnte. Und in Wahrheit wars einfach nur ein "ja, sorry, ich steh halt nicht auf dich und will keine Beziehung mit dir, aber ich mag dich ja trotzdem"


Zitat:
Das ist ein interessanter Punkt. Aber dennoch scheint die Bindung für die meisten Menschen in der Paarbeziehung am intensivsten zu sein.


Ja, aber ich hab auch den Eindruck, für [die meisten Menschen] existiert gar nix zwischen "(potentieller) Beziehungspartner" und "totaler Fremder". Und das ist mir zb total unverständlich. Ich kann diese Denkweise nicht nachvollziehen.

Zitat:
Wie kannst du sicher sein, dass das dann nicht schon mehr als Freundschaft, sondern eine Form der (platonischen) Beziehung ist?


Uhm. Was soll denn "platonische Beziehung" sein? Ich gerate hier doch manchmal echt ins Straucheln mit den ganzen Begrifflichkeiten. Wenn "platonische Beziehung" das ist, wonach es für mich klingt, so rein vom Wort her, dann ist doch jedes Wesen, das mit einem selbst zu tun hat und das in regelmäßiger und auf Sympathie basierender Weise mit uns in einer platonischen Beziehung.

Zitat:
Ich frage mich, ob es auch Leute in Paarbeziehungen gibt, für die beide gleichwertig sind.


Das weiss ich nicht. Ich hab noch keinen Realophilen getroffen, dem fiktive Charaktere wichtiger gewesen sind, als der reale Partner.

Zitat:
Nur nochmal, damit ich dich richtig verstehe: die Unterscheidung Fiktophil – Fangirl/woman macht sich für dich (oder auch allgemein) an der Intensität der Gefühle zu den fikt.Ch. fest? Oder auch daran, ob eine ganze Fiktowelt existiert und (ggf.) parallel zur echten läuft? (So hatte ich es bisher immer verstanden).


Ich denke, es macht sich maßgeblich an der Antwort auf die Frage fest, ob der "Partnerplatz" im Herzen mit einem fiktiven Charakter besetzt werden kann, oder nicht.
Da ich allerdings total oldschool unterwegs bin und solche Geschichten wie Polyamorie und sowas nicht unter meinem Ereignishorizont existieren und ich das auch nicht nachfühlen kann, muss ich den Disclaimer mit dazu schreiben, dass ich jetzt einfach mal meinen eigenen Zustand voraussetze, in welchem es im Herzen nur einen Slot, auf dem "Partner" steht, gibt. Und wenn der besetzt ist, dann ist er besetzt und nicht mehr frei für sonstwen. Man hat dann keine Augen mehr für "potentielle andere Partner". Sprich: Die standardmäßige Monogamie.

Wenn da also jemand ist, dessen Partnerslot von einem fiktiven Charakter besetzt ist, er diese Beziehung auch lebt und sie den selben Stellenwert hat, wie eine reale Beziehung, ist der Mensch für mich fiktophil.

Fangirltum ist für mich was total anderes. Und das liegt nicht an der Intensität. Ich mein, gerade Fandom kann in totale Besessenheit ausarten und das ist ja n Extrem für sich, das an Intensität nicht mehr zu überbieten ist. Aber trotz aller Intensität ist Fangirltum "platter", da es nicht "reagiert" und somit keine Komplexizität erreicht. Ich hab auch noch nie erlebt, dass ein Fangirl sich selbst in eine Beziehung zu dem "gefanten" Charakter bringt. Eher werden dem Char andere Chars zur Seite gestellt, die dann die Aufgabe eines Partners übernehmen (shipping). Aber man selbst bleibt in der "Gottperspektive" und verlässt diese auch nicht. Und dann kommt noch hinzu, dass ich noch nie ein Fangirl getroffen hab, dessen Partnerslot im Herzen von ihrem Fandom besetzt wurde.

Hfff. Ich hoffe, ich hab meine Gedanken dazu jetzt einigermaßen nachvollziehbar dargestellt. Ist nämlich gar nicht so einfach...
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Nina_R




Alter: 48
Sexualität: Graubereich
Anmeldungsdatum: 28.09.2020
Beiträge: 41
Wohnort: Aachen
BeitragVerfasst am: Mi Dez 16, 2020 19:17    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde die Unterscheidung, die Sandkastenzorro hier zwischen Fiktophilen und Fangirls anstellt, sehr interessant.
Vor allem deshalb, weil ich gerade erst die Erkenntnis gemacht habe, dass ich komplett anders ticke als diese Fangirls. Und ich schicke jetzt mal gleich vorweg: Ich verwende diesen Begriff nicht besonders positiv. Ich muss gestehen, mich nerven 90% des Fandoms wirklich massiv.

Wenn ich mir diese Definition ansehe, dann muss ich mich wohl als fiktophil bezeichnen. Gleichzeitig kann ich das alles aber nicht als einer realen Beziehung gleichwertig ansehen (sorry, ist nicht böse gemeint, ich erkläre das anschließend)

a) Ich nehme die Charaktere, in die ich mich vergucke, absolut ernst, mit all ihren Stärken und Schwächen, und ich doktore nicht an ihnen rum. Ich versuche sie zu fassen, wie sie sind (wobei natürlich meine persönliche Interpretation dazukommt, ganz objektiv ist kein Mensch).
Im Vergleich dazu packen Fangirls ihre Schwarm-Charaktere auf und verzerren sie. Mal machen sie Frauen aus Männern (selten umgekehrt, aber auch), mal machen sie sie zu devoten Masochisten, meist ist alles sehr sexuell ausgerichtet, und um die wirklichen Charaktereigenschaften wird sich kaum gekümmert. Es wird ein Schema F angewendet und dann von einem Charakter zum nächsten übertragen, ohne Individualität, ohne Hirn - de facto ist es Fantasy-Masturbation.

b) Wenn ich eine Charakter "shippe", dann eigentlich mit mir selbst oder mit meinem Headcanon OC. Also der Figur, die ich für das Setting, in dem die Fiktion stattfindet, gestalte. Dabei bleibe ich eigentlich immer ich selbst (charakterlich), muss mitunter nur einige physische oder v.a. soziale Eigenschaften und die Backstory anpassen. Ich "shippe" nie mit einer anderen Figur aus der Vorlage.
Fangirls machen es genau umgekehrt, OCs gelten da eher als abschätzig betrachtete Variante. Aber selbst wenn sich jemand die Arbeit macht, einen OC zu entwerfen, ist die weitere Handlung meist ziemlich platt und oft auf Sex reduziert.

c) Ich bin abseits von meinen romantischen Schwärmereien für fiktive Charaktere auch Geschichtenerzähler. Die Headcanons, die ich für meine Schwärmereien (meist in Form von Tagträumereien) entwerfe, kämen bei mir NIEMALS aufs Papier, weil mir diese Handlung zu platt wäre. Das, was mit meinem fiktiven Charakter in meinem Kopf passiert, dient als emotionaler Blitzableiter. Natürlich kommt es dabei auch zu Handlungen (am liebsten lasse ich da meinem Geist freien Lauf und weiß im Vorfeld nicht, wie es ausgehen wird).
Als Geschichtenerzähler habe ich aber wesentlich höhere Anforderungen. PLUS (!): Als Geschichtenerzähler muss ich ALLE Charaktere gleich denken bzw. fühlen. Da kann ich mich nicht auf einen bzw. zwei beschränken, sonst wird es eine ziemliche Schmonzette.

d) Meine allererste fiktive Liebe (damals bezeichnete ich dies so und nahme sie auch MEHR als ernst, hab mir sogar einen Verlobungsring angesteckt) war mit 17, und die war das intensivste positive Gefühl, das überhaupt jemals erlebt habe. Da ich mich in reale Menschen nicht verlieben kann, will ich diesen Aspekt also nicht völlig missen, weil es für mich das einzige emotionale Outlet ist. Gleichzeitig kann ich es aber nicht als der Realität gleichwertige Beziehung ansehen.

Warum?
Weil ich sehr lange über meine Fiktionsfixierung nachgedacht habe. Weil ich ebenso frustriert darüber bin, dass es in der Fantasie klappt, in der Realität aber nicht.
Die Antwort, die ich für mich gefunden habe, ist, dass ich in der "Beziehung" zu dem fiktiven Charakter doch auch immer dessen Gefühle mit erlebe. Selbst, wenn ich mit dem Charakter in Streit gerate, selbst wenn ich die Handlung so frei laufen lasse, dass ich von dem Charakter tief verletzt werde - es gibt immer die Möglichkeit eines Reboots, und all das Unschöne ist nie passiert.
Sowas ist äußerst selten passiert, aber eben doch.

Und genau diese Dinge fehlen in der Realität. Ich kann die Emotionen des Gegenübers vielleicht bis zu einem gewissen Grad spüren, aber nicht vollständig, und ich kann nicht wieder bei Null anfangen, wenn etwas schief geht. Gerade im realen Leben bin ich dazu komplett unfähig, wenn mich mal jemand so tief verletzt hat, dass er eine gewisse Linie überschritten hat, ist das nie wieder gut zu machen.

Was in meinem Fall überdies noch dazukommt (jetzt wird es sehr speziell): Ich hatte vorwiegend gegengeschlechtliche Schwarm-Charaktere. Also männliche, da ich biologisch weiblich bin. Was mir aber auch aufgefallen ist, dass ich sehr oft aus der Perspektive eben dieses Mannes sehe. Ich switche unbewusst. Liegt vermutlich daran, dass ich tatsächlich kein fixes Geschlecht habe, aber dieser Punkt fällt in der Realität eben auch weg. Ich stecke immer in meinem Körper fest und kann nie in den Kopf des Gegenübers wechseln und dann mich mit dessen Augen sehen.

OK, das war etwas länger als geplant.

Abschließend möchte ich noch anfügen, dass ich niemanden pathologisieren möchte und die Definition bzw. den Stellenwert der Fiktophilie einer/s jeden respektiere. Ich habe hier nur von meiner eigenen Position gesprochen und warum ich meiner Tendenz mich in fiktive Personen zu verlieben, nicht denselben Stellenwert einräume, als wenn es mir mit realen Personen gelänge.
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Sandkastenzorro
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BeitragVerfasst am: Do Dez 17, 2020 1:39    Titel: Antworten mit Zitat

Nina R hat folgendes geschrieben:
Gleichzeitig kann ich es aber nicht als der Realität gleichwertige Beziehung ansehen.


Übersetzt also: Du wünschst dir im Grunde eine reale Beziehung und das fiktive Schnitzel füllt deinen realen Magen nicht. Da wäre dann die Frage, was wohl für dich der machbarere Weg ist: Dir beizubringen, dich in reale Männer zu verlieben (wie das gehen soll, weiss ich allerdings auch nicht), oder dir beizubringen, mit der fiktiven Partnerschaft glücklich zu werden, ohne einen Mangel zu verspüren. Mit dem Ist-Zustand weiterhin unglücklich zu sein, scheint mir nicht das Optimum.

Zitat:
Die Antwort, die ich für mich gefunden habe, ist, dass ich in der "Beziehung" zu dem fiktiven Charakter doch auch immer dessen Gefühle mit erlebe.


Das ist zb etwas, das ich nicht kann. Um rauszufinden, was mein Partner fühlt, muss ich ihn genauso fragen, wie ich das bei einem realen Menschen auch müsste. Aber ich gebe zu, manchmal würde ich gerne fühlen können, was er fühlt. Das würde einiges enorm vereinfachen, gerade, da seine Emotionen manchmal extrem unlogisch erscheinen, ebenso wie seine öfter doch sehr kuriosen Gedankensprünge. Trotzdem kann ich es wollen, wie ich will - es funktioniert nicht, dass ich seine Gefühle fühle.

Zitat:
Selbst, wenn ich mit dem Charakter in Streit gerate, selbst wenn ich die Handlung so frei laufen lasse, dass ich von dem Charakter tief verletzt werde - es gibt immer die Möglichkeit eines Reboots, und all das Unschöne ist nie passiert.


Da müsste man dann eben die Disziplin aufbringen, nicht zu rebooten, sondern es zu lösen, wie man es im RL auch lösen würde. Ich wüsste zb auch gar nicht, wie ich einen Reboot vor mir selber erklären soll. Es würde in alles eine Inkonsistenz reinbringen und fortan würde die ganze Welt wackeln ohne Ende, weil ich etwas verändert hab, was eigentlich nicht möglich ist.

Zitat:
Ich switche unbewusst. Liegt vermutlich daran, dass ich tatsächlich kein fixes Geschlecht habe, aber dieser Punkt fällt in der Realität eben auch weg.


Das ist auch interessant. Ich habe ebenfalls keine "Geschlechtsidentität", obwohl ich ne biologische Frau bin. Trotzdem switche ich nicht die Perspektiven. Vielleicht liegt es echt daran, dass ich keinen Teil von mir in meine fiktiven Chars "eingebe", sondern die einfach als voll und ganz sie selbst agieren lasse. Und wenn sie voll und ganz sie selbst sind, passt da kein Teil von mir mehr rein, der sich aus deren "Augen" sehen könnte.

Oder um es anders zu formulieren: Wenn ich bei meinem Partner aufm Sofa sitze und er wuselt irgendwo im Keller rum, sehe ich trotzdem nicht, was er da macht, da ich ja nicht mit ihm im selben Raum bin. Ich KÖNNTE zwar, indem ich die Gottperspektive einnehme, aber aus irgendeinem Grund fällt mir sowas höchst selten ein, noch hat es einen Reiz. Und wenn es dann unten rummst und kracht, gefolgt von einem "Verdammt", dann muss ich selber erstmal gucken gehen, was passiert ist, denn ich weiss es ja nicht, wenn ich nicht da bin.
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Tamrin




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BeitragVerfasst am: Do Dez 17, 2020 9:46    Titel: Antworten mit Zitat

Sandkastenzorro hat folgendes geschrieben:
Ja, aber ich hab auch den Eindruck, für [die meisten Menschen] existiert gar nix zwischen "(potentieller) Beziehungspartner" und "totaler Fremder". Und das ist mir zb total unverständlich. Ich kann diese Denkweise nicht nachvollziehen.

Ich würde da schon noch die Freundschaften dazwischen ordnen. Wobei ich vom Wesen her jemand bin, der wenige, wenig intensive, dafür langlebige Freundschaften hegt. Beispielsweise würde ich als meine beste Freundin noch immer meine damals beste Schulfreundin bezeichnen, mit der ich inzwischen vielleicht 3x im Jahr Kontakt habe. Insofern bin ich in Freundschaften emotional nicht tief verstrickt und wäre zwar traurig, wenn sie von der Gegenseite beendet werden würden, aber nicht im mindesten so getroffen, wie ich es wäre, wenn beispielsweise (wie auch immer) einer meiner Lieblingscharaktere aus meinem Kopf wegbrechen würde.

Sandkastenzorro hat folgendes geschrieben:
Ich denke, es macht sich maßgeblich an der Antwort auf die Frage fest, ob der "Partnerplatz" im Herzen mit einem fiktiven Charakter besetzt werden kann, oder nicht.

Das ist ein guter Ansatz. Leider weiß ich gar nicht, ob es bei mir überhaupt einen Partnerplatz (im Sinne von romantischer Partner) gibt. Ich wollte von Jugend an nie einen Partner haben, weil ich immer der Meinung war, allein besser zurecht zu kommen und niemanden zu brauchen.

Als platonische Beziehung würde ich etwas bezeichnen, was Qualitäten einer (romantischen) Beziehung hat, nur ohne den Anteil Körperkontakt (darüber ließe sich aber sicher diskutieren) und Sex, also eine Beziehung rein auf geistiger Ebene – mit häufigem Treffen wobei man auch merkt, dass beide „Partner“ einander das allerwichtigste sind (also nicht noch viele andere genauso gute Freunde vorhanden sind, mit denen man ähnlich tiefe Gespräche führt.)

Sandkastenzorro hat folgendes geschrieben:
Und unter uns: Eigentlich wird Bindungsangst doch immer nur von Leuten ins Feld geführt, wenn sie sich in irgendjemanden verschossen haben, der sie nicht will. "Der reagiert nicht auf meine Avancen, der hat bestimmt Bindungsangst". Dann wird sich was zurechtgesponnen, was der Grund sein könnte, bis es irgendwann so absurd wird, dass es auf AstroTV laufen könnte. Und in Wahrheit wars einfach nur ein "ja, sorry, ich steh halt nicht auf dich und will keine Beziehung mit dir, aber ich mag dich ja trotzdem.

Wie du schon richtig interpretierst, ist das keine echte Bindungsangst, sondern eine Ausrede. Ich muss sagen, ich habe außerhalb des psychologischen Kontextes noch nie das Wort Bindungsangst gehört. Menschen mit Bindungsangst reagieren schon auf Avancen, können auch sehr leidenschaftlich sein, ein paar Dates mitmachen, großes Interesse zeigen, sich verlieben, aber sobald es ernst wird, sobald das Wort Beziehung oder „das ist was Besonderes zwischen uns“ o.ä. im Raum steht, fühlen sie sich in ihrer Autonomie bedroht und machen den Rückzieher (entweder offensichtlich physisch oder emotional oder indem sie immer mehr Fehler am Gegenüber finden). Bindungsängstliche Menschen haben immer das Gefühl nicht sie selbst sein zu können in einer Beziehung, sich immer anpassen zu müssen, immer eine Maske tragen zu müssen. Nur wenn sie allein sind, fühlen sie sich wirklich frei.


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Hey, Nina_R – ich bin dir sehr dankbar für deine Zeilen. Ich hatte mich jetzt nämlich auch beinahe schweren Herzens in die Schublade Fangirl eingeordnet, obwohl ich doch irgendwie das Gefühl habe, dass meine Beziehung zu fiktiven Charakteren eine andere ist als deren.

a) und b) handhabe ich genauso wie du, bis auf, dass ich einen Char. nie mit mir selbst shippe, sondern entweder mit dem dazugehörigen OC oder gar nicht. Dann erfreue ich mich nur an seinem Charakter, seinen Schwächen, seinem inneren Struggle. Eigentlich sind sie für mich keine Partner, sondern Begleiter, die mir in für mich schweren Zeiten (die objektiv betrachtet nicht schwer waren) Kraft gegeben haben.

Eine sexuelle/romantische Komponente ist bei mir erst recht spät dazugekommen – da war ich über 20 und das fand ich eigentlich auch immer unangemessen, weil ich meine Charaktere verehrt habe, die waren mir heilig und mit ihnen irgendetwas „Schmutziges“ anzufangen bzw. sie miteinander in solche Situationen zu bringen, empfand ich als verwerflich. Mittlerweile bin ich darüber hinweggekommen, aber dennoch „erfreue“ ich mich an derlei Interaktionen nur wenn es physisch nötig ist, im normalen Alltag oder wenn ich Fanfictions lese, kann ich sowas nicht haben.

Nina_R hat folgendes geschrieben:
c) Ich bin abseits von meinen romantischen Schwärmereien für fiktive Charaktere auch Geschichtenerzähler. Die Headcanons, die ich für meine Schwärmereien (meist in Form von Tagträumereien) entwerfe, kämen bei mir NIEMALS aufs Papier, weil mir diese Handlung zu platt wäre.

Würdest du das auch nicht nur für dich aufschreiben? Bei mir ist es so, dass ich eine Geschichte, die ich aufschreibe viel intensiver empfinde, als wenn ich sie mir nur ausdenke und sie läuft beim Schreiben auch viel autonomer ab. Wenn ich mir was ausdenke, wäge ich so viele Möglichkeiten ab, was wie passieren könnte, was wer dann denkt, wie wer dann handelt, das ist so rational konstruiert, da gibt es keinen Flow. Der entsteht bei mir nur beim Schreiben, wenn ich mich spontan aus dem Bauch heraus entscheiden muss, ohne großes Nachdenken.

Nina_R hat folgendes geschrieben:
Das, was mit meinem fiktiven Charakter in meinem Kopf passiert, dient als emotionaler Blitzableiter.

Das ist ein sehr interessanter Satz. Ich glaube, das würde auf mich auch zutreffen.


Nina_R hat folgendes geschrieben:
Als Geschichtenerzähler habe ich aber wesentlich höhere Anforderungen. PLUS (!): Als Geschichtenerzähler muss ich ALLE Charaktere gleich denken bzw. fühlen. Da kann ich mich nicht auf einen bzw. zwei beschränken, sonst wird es eine ziemliche Schmonzette.

Ich schreibe ja auch ab und an mal ganz gerne und bei mir gibt es ganz klar Geschichten, die ich für Publikum schreibe, da achte ich natürlich auch darauf, alle Charaktere gleich zu behandeln und dann gibt es die, die ich nur für mich schreibe (aber dann trotzdem teile, für den Fall, dass da draußen jemand ist, der genauso tickt wie ich und sich daran erfreut), die dann sehr speziell und wie du es nennst, Schmonzetten sind (aber mir das Schreiben selbst viel mehr Spaß macht und leichter von der Hand geht).

Nina_R hat folgendes geschrieben:
Die Antwort, die ich für mich gefunden habe, ist, dass ich in der "Beziehung" zu dem fiktiven Charakter doch auch immer dessen Gefühle mit erlebe.[…] Und genau diese Dinge fehlen in der Realität. Ich kann die Emotionen des Gegenübers vielleicht bis zu einem gewissen Grad spüren, aber nicht vollständig,

Das ist genau der Schluss, zu dem ich auch gekommen bin, plus, dass bei mir das Gegenüber in gewisser Weise ja auch ich selbst bin, denn – anders als bei Sandkastenzorro – ist alles was in meinem Kopf abläuft doch irgendwie bewusst gedacht (auch wenn ich schon das sichere Gefühl habe, dass es meine Charaktere auf meiner geistigen Ebene wirklich gibt und ich die Verbindung zu ihnen um nichts in der Welt verlieren wollen würde).

Nina_R hat folgendes geschrieben:
Was in meinem Fall überdies noch dazukommt (jetzt wird es sehr speziell): Ich hatte vorwiegend gegengeschlechtliche Schwarm-Charaktere. Also männliche, da ich biologisch weiblich bin. Was mir aber auch aufgefallen ist, dass ich sehr oft aus der Perspektive eben dieses Mannes sehe. Ich switche unbewusst. Liegt vermutlich daran, dass ich tatsächlich kein fixes Geschlecht habe […]

Das ist bei mir allerdings auch so, obwohl ich mir nie Gedanken gemacht habe über meine Geschlechtszugehörigkeit. Klar, ich bin nicht die typische Frau, habe viele eher männliche Eigenschaften, aber ich fühle mich nicht unwohl in meinem Körper – er ist eben so, wie er ist. (Es würde mich jetzt aber auch absolut nicht stören, wenn mir, warum auch immer, die Brüste abgenommen werden müssten.) Ich finde es aber interessant, dass deine nicht-fixe Geschlechtsidentität für dich durchaus eine Erklärung sein könnte. Da wäre es äußerst interessant noch mehr Meinungen zu zu hören. Denn gerade dieses Switchen ist mir auch bei mir als sehr auffällig aufgefallen und ich konnte bisher keine schlüssige Erklärung finden. (Ich nehme sogar viel lieber und häufiger die männliche Perspektive ein.)


Sandkastenzorro hat folgendes geschrieben:
Das ist zb etwas, das ich nicht kann. Um rauszufinden, was mein Partner fühlt, muss ich ihn genauso fragen, wie ich das bei einem realen Menschen auch müsste. […] Oder um es anders zu formulieren: Wenn ich bei meinem Partner aufm Sofa sitze und er wuselt irgendwo im Keller rum, sehe ich trotzdem nicht, was er da macht, da ich ja nicht mit ihm im selben Raum bin.

Das ist alles so verdammt spannend, wozu du fähig bist. Deine Fiktowelt funktioniert ja scheinbar völlig autonom. Ist das bei den anderen Fiktos, die du kennst, auch so? War deine Fiktowelt schon immer da, oder kannst du dich an die Anfänge erinnern (und waren die anderen „Figuren“ für dich auch schon immer wie reale Menschen (im Sinne, dass du nicht weißt, was sie denken etc.).
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Sandkastenzorro
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BeitragVerfasst am: Do Dez 17, 2020 13:10    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ist das bei den anderen Fiktos, die du kennst, auch so? War deine Fiktowelt schon immer da, oder kannst du dich an die Anfänge erinnern (und waren die anderen „Figuren“ für dich auch schon immer wie reale Menschen (im Sinne, dass du nicht weißt, was sie denken etc.).


Von den Fiktos, die ich kennengelernt habe, waren alle ausschließlich so. Hier im Forum gabs auch noch den Windsurfhippie, dessen Fiktowelt sogar noch viel autonomer war, als meine. Er konnte an der Welt nichtmal dann was ändern, wenn er es gewollt hätte.

An die Anfänge erinnern... ja, teilweise. Aber da ich eine sehr fragmentierte Erinnerung hab, kann ich die Dinge, an die ich mich erinnere, nicht chronologisch sortieren. Was ich allerdings unumstößlich weiss: Ich habe schon Bilder von mir und meinem fiktiven Freund (damals natürlich noch Begleiter, aber kein Partner im Sinne von Beziehung) gemalt, als meine Malkünste noch nicht über Strichmännchen mit Wachsmalstiften hinaus gingen. Und das weiss ich noch so genau, weil es unmittelbar an ein sehr peinliches Ereignis verknüpft gewesen ist, das sich alleine WEGEN der Peinlichkeit in mein Hirn gebrannt hat: Und zwar hab ich damals noch Menschen mit zwei Hälsen gemalt. Die Hälse sahen aus wie ein W auf meinen Bildern. Darauf angesprochen zu werden und ich solle mich doch mal "umgucken, ob ich irgendwo einen Menschen sehen kann, der tatsächlich zwei Hälse hat", hat mich dann davon kuriert und ich hab mich total geschämt.

(Fun Fact: Ich habe meines Wissens nach niemals Menschen mit zwei Hälsen gesehen. Weder fiktiv, noch real. Warum ich das so gemalt hab, weiss ich nicht. Aber wir reden hier von Kleinkindergekritzel. Von kugelbäuchigen Strichmännchen mit drei Fingern und sowas)

Aber ja, ich hab auch als Kind schon lieber den Spielplatz in meiner Phantasie besucht, als jenen vor der Haustür. Und ich fand halt auch generell schon immer, dass in der Phantasie viel interessantere Leute wohnen, als im RL. Und wenn ich die Wahl hab zwischen den Rotzblagen aus meiner Straße, oder Dracula in Transsylvanien, ja dann muss ich doch gar nicht erst nachdenken.

Bezüglich der Frage, ob die Fiktowelt schon immer so autonom war: Ich denke, das ist kein Zustand, den die Welt "erlernt" hat. Es ist eher ein Zustand, den man bewusst zulässt, aber der immer schon da war. Ich weiss, früher hab ich massiv mehr "eingegriffen", als ich das heute tu. Aber wenn alles immer so gedreht und gelenkt wird, wie man das gerne hätte, wird es einfach sehr schnell sehr langweilig. Und deshalb lass ich das zumeist einfach sein.

Meine "Gottfähigkeiten" beschränken sich heute eigentlich nur auf total unwichtige, random Dinge. Wie zb richtig doofe Leute, von denen ich aber weiss, ich seh sie nie wieder und die spielen auch absolut keine Rolle, irgendwo 300 Meilen weiter weg gegen nen Baum fahren zu lassen oder so. Oder anders gesagt: Der Baum entscheidet sich dann kurzerhand, genau dann auf die Fahrbahn zu latschen und dort stehen zu bleiben, wenn die Idioten mit ihrer Karre da lang fahren.

***

Aber gut... vermutlich ist Nina da auch viel näher an deinem Empfinden dran, als ich, denn ich schreibe auch keine Geschichte. Ich führe ne Beziehung. Die mag zwar manchmal sehr chaotisch sein und auch irgendwie tragikomisch und sehr untypisch für eine Paarbeziehung, aber sie gehört zu meinem Alltag, zu meinem Leben und hat weder den Anspruch auf ne packende Story, noch klassifiziere und "degradiere" ich sie zu einer Geschichte.

Geschichten interagieren auch nicht von selbst mit der Aussenwelt. Mein Freund tut das allerdings. Der ist ne viel zu große Neugiernase und viel zu interessiert daran, zu erfahren, was im Jahr 2020 so los ist. Immerhin ist es wahrhaftig von Vorteil, wenn man jetzt schonmal weiss, was man in über 50 Jahren alles hassen wird.
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BeitragVerfasst am: Do Dez 17, 2020 21:02    Titel: Antworten mit Zitat

Verzeiht mir, wenn ich auf Zitate verzichte, aber das würde jetzt etwas ausufern.

Ich versuche zusammenzufassen:
Also bei mir läuft die Fiktion definitiv in meinem Kopf ab, und ich muss gestehen, ich wollte das auch nicht anders haben.
Die von mir erwähnte allererste Beziehung war noch die selbstständigste, die auch sehr stark in mein reales Leben eingegriffen hat. Ich weiß nicht, mit wem oder was ich da tatsächlich kommuniziert habe, aber ich will sowas definitiv nicht mehr haben, dazu bin ich nicht stark genug. Ich würde entweder irgendwann schizophren oder suizidal. Diese erste Beziehung war zwar intensiv, aber gesund war sie nicht.

Seitdem habe ich mich auf die erwähnten Träumereien reduziert, die ich auch steuern kann. Die Kontrolle ist mir wichtig. Ich habe sie schon mal verloren und will das nicht mehr erleben.

Der Preis, den ich dafür zahlen muss, ist eben der, dass es nur eine Sache ist, die in meinem Kopf stattfindet und die definitiv keine richtige Beziehung ist. Es kann emotional sehr intensiv sein und kann mich auch schon mal sehr viel Zeit kosten, wenn ich einfach nicht aus dieser Traumwelt raus will. Aber es bleibt etwas Nicht-reales.

Die Tatsache, dass ich darin anders als im realen Leben zwischen den Figuren switchen kann, scheint mir für mich der ausschlaggebende Faktor zu sein, warum es in der Realität eben nicht funktioniert - und warum es dann auch nicht funktionieren würde, hätte ich Sandkastenzorros Fähigkeiten. Die Träumereien sind für mich quasi die einzige Möglichkeit, Mann und Frau gleichzeitig zu sein. Ich kann mich in keinen realen Mann verlieben, weil ich vermutlich überhaupt kein Interesse an Männern habe (körperlich finde ich sie nicht anziehend). In meinen Träumen tue ich das wohl wirklich nur, weil dieser Mann dann mein anderer Teil wird.

Das ist die Interpretation, die ich dem ganzen selbst gebe. Weil ich den Unterschied spüre, wenn ich so einem fiktiven Mann gegenüberstehe, und einem realen.

Vermutlich träume ich deshalb auch sehr selten von Frauen, die ich optisch sehr viel anziehender finde, aber die mir in meinen Phantasien eben keinen Gegenpart zur Identifikation liefern.

OK, ich sehe schon, ein sehr individuelles Problem.

Wie auch immer: Bezogen auf die Frage Fiktion vs. Realität muss ich auch sagen, dass ich aus ganz oben genannten Gründen eine Trennlinie ziehe, und ja, ich wäre gerne in der Lage, einen realen Menschen zu lieben, aber ich weiß nicht, ob das je funktionieren könnte, weil ich mittlerweile auf die Identifikationsaufsplittung schon sehr konditioniert bin. Ich weiß gar nicht mehr, wie es anderes laufen könnte.

Zu den Geschichten, die ich erzähle: Ich schreibe sie nicht auf, ich zeichne sie. Und weil das so ein immenser Aufwand ist, tue ich das nur mit Geschichten, für die selbiger sich lohnt. Daher keine Schmonzetten (oder was ich dafür halte, andere sehen meine Geschichten vielleicht als genau das an). Wink
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BeitragVerfasst am: Do Dez 17, 2020 21:16    Titel: Antworten mit Zitat

SKZ hat eine starke Erdung. Sie wird nicht durcheinander kommen in ihrer Fantasie. Eine der fiktophile Bekannte von mir ist komplett "verrückt" geworden, und hat sich in der realen und Traumwelt verloren.

Bei SKZ wird nie sowas passieren. Sie hat eine sehr stabile Persönlichkeit. Sie kann in die Traumwelt reisen ohne sich zu verlieren.
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BeitragVerfasst am: Do Dez 17, 2020 22:01    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
SKZ hat eine starke Erdung. Sie wird nicht durcheinander kommen in ihrer Fantasie.


Ich bezweifle auch berechtigterweise, dass sowas überhaupt möglich ist. Um Realität und Fiktion nicht mehr auseinanderhalten zu können, muss man entweder LSD genommen, von fragwürdigen Pilzen genascht haben, oder schizophren sein. Und wenn man erstgenanntes ausschließen kann, dann sei noch gesagt, ne Schizophrenie kriegt man nicht, indem man "zuviel Phantasie" hat. Wenn man so argumentieren will, dann kriegt man auch Krebs, weil man an Kohlebergwerke gedacht hat.

Sich komplett im Eskapismus zu verlieren geht höchstens mit Verwahrlosung einher, weil man NUR noch in anderen Welten lebt und die diesweltliche Existenz vernachlässigt, aber auch das sehe ich eher bei Hardcoregamern und nicht bei Fiktos.
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