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Soll ein "A" in die Buchstabenkette LGBTTIQ?
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28%
 28%  [ 7 ]
ist mir egal
28%
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Tamrin




Alter: 40
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 24.09.2020
Beiträge: 81
Wohnort: Thüringen
BeitragVerfasst am: So Dez 13, 2020 12:08    Titel: Antworten mit Zitat

Maz hat folgendes geschrieben:
Problematisch wird das ganze aber dann wenn derjenige:

1. anfängt sein Gefühle mit Tatsachen gleichzusetzen, also zu behaupten der Begriff Krankenschwster sei tatsächlich abwertend (mit der Begründung "weil ICH (oder auch Gruppe xyz) das so fühle".

2. Daraus einen (Macht)anspruch ableitet

Das finde ich jetzt wirklich interessant.

Mal angenommen die Gruppe xyz umfasst einen nicht unerheblichen Anteil der Menschen (sagen wir 50%) und die sind geschlossen der Meinung, dass ein Begriff (bleiben wir bei Krankenschwester) für sie persönlich abwertend klingt (weil er im Laufe seiner Geschichte vielleicht für sie so eine Konnotation gewonnen hat), dann würde das deiner Meinung nach nicht ausreichen, um eine Änderung des Begriffs rechtfertigen zu können? Auch nicht, wenn die anderen 50% mit der neuen Begrifflichkeit keine Probleme hätten? Es müsste erst wissenschaftlich bewiesen werden, dass der Begriff wirklich abwertend wirkt? Das ginge aber doch auch nur über die Abfrage des Gefühls. Oder müsste nachgewiesen sein, dass der Begriff wirklich abwertend IST? Wenn er das nicht ist, würde folgen, dass sich das Empfinden der 50%, die ihn als abwertend sehen, nicht rational begründen lässt. Aber dennoch ist es da. Ich nehme an, du plädierst dann dafür, dass sie ihre Einstellung/ihr Empfinden überdenken?

Wenn ich deinen Ansatz richtig verstehe, steckt dahinter die Sorge, dass Gefühle (von außen) beeinflussbar sind und somit Entscheidungen, die allein auf ihnen beruhen, ebenso beeinflusst werden können. nachdenklich
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Maz
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Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14332
BeitragVerfasst am: So Dez 13, 2020 12:25    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Wenn ich deinen Ansatz richtig verstehe, steckt dahinter die Sorge, dass Gefühle (von außen) beeinflussbar sind und somit Entscheidungen, die allein auf ihnen beruhen, ebenso beeinflusst werden können.


Ja das ist ein ganz zentraler Punkt.
bzgl. der Bewertung von Begriffen hat man es ja auch mit Wechselwirkungen zu tun.

Wenn eine Interessensgruppe Menschen z.B. 24/7 erzählt, der Begriff Zigeunerschnitzel sei ab sofort abwertend könnte es natürlich sein, daß viele Menschen genau deswegen dann auch anfangen das zu glauben. Das schafft dann natürlich auch gesellschaftliche Fakten. Hätte man anno 1990 die Frage gestellt ob Menschen mit dem Begriff Zigeunerschnitzel diskriminiert werden, dann hätten sicher 99,9% der Menschen der fragenden Personen einen Vogel gezeigt. Mittlerweile dürfte die Verteilung anders aussehen. Wurde die Behauptung also dadurch zur Tatsache oder werden Menschen hier lediglich manipuliert?

Schwierig ist daher gerade auch die Vermengung von Wissenschaft und Politik und ausgehend von den "Studies" passiert exakt das. Die "Gendergerechte Sprache" wird ja nicht einfach nur verwendet, es wird auch behauptet es sei wissenschaftlich belegt, daß sie diese und jene positiven Effekte hätte und man müsse sie daher verwenden. Prüft man das dann nach zeigt sich aber, daß das in weiten Bereichen lediglich eine Behauptung ist mit der dem jeweiligen politischen Standpunkt mehr Gewicht verliehen werden soll und die negativen Aspekte werden noch nicht mal thematisiert. Und das merkt die Mehrheit der Bevölkerung, die Leute sind ja nicht dumm und genau an dem Punkt kommt es zu sehr realen Spannungen und es bilden sich verhärtete Lager. Im Endeffekt kann dann eine künstlich geschaffene Auseinandersetzung um sprachliche Feinheiten um mehrere Ecken am Ende sogar zu sehr realer Gewalt führen. Manchmal drängt sicher mir leider sogar der Verdacht auf, daß genau das auch einkalkuliert wurde. Frei nach dem Prinzip teile und herrsche:

https://de.wikipedia.org/wiki/Divide_et_impera

Zitat:

Divide et impera (lateinisch für Teile und herrsche) ist eine Redewendung (im lateinischen Imperativ); sie empfiehlt, eine zu besiegende oder zu beherrschende Gruppe (wie z. B. ein Volk) in Untergruppen mit einander widerstrebenden Interessen aufzuspalten. Dadurch soll erreicht werden, dass die Teilgruppen sich gegeneinander wenden, statt sich als Gruppe vereint gegen den gemeinsamen Feind zu stellen.

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Zuletzt bearbeitet von Maz am So Dez 13, 2020 14:17, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Arpad4




Alter: 41
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 17.11.2016
Beiträge: 1760
Wohnort: Kaiserslautern
BeitragVerfasst am: So Dez 13, 2020 13:30    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Offiziell gibt es die Berufsbezeichnung „Krankenschwester“ (die in meinen Ohren auch sehr abwertend klingt) schon seit einigen Jahren gar nicht mehr, meine ich. Wenn du einfach die inzwischen geläufige Bezeichnung Krankenpfleger*in verwendest, hast du nicht das Problem, zwanghaft eine männliche Endung etablieren zu müssen (zumal das etwas sein sollte, das dir meiner bisherigen Einschätzung nach ohnehin missfällt, dachte ich). Das gleiche gilt auch für Putzfrau -> Reinigungskraft usw.. Klingt dann auch alles gleich viel freundlicher/respektvoller, finde ich.


Wellin@ Ich sehe diese sprachliche Probleme, die Du hier aufzählst nicht so problematisch. Manche Begriffe haben sich in letzten Jahren (Putzfrau zu Reinigungskraf), automatisch verändert. Aber nicht aus Gründe der Deskriminierung. Es gibt alte und neue Berufsbezeichnungen. Z.B. Schlosser heißt jetzt Industriemechaniker (Fachrichtung) Betriebstechnik. Unsere Sprache ist nicht an der Diskriminierung schuld. Sonder, die die sie für Diskriminierung "missbrauchen". Durch die Änderung/Anpassung der deutschen Sprache, wird man das Problem der verbalen Diskriminierung nicht "auslöschen". Dann werden andere Schlaumeier kommen, und die Sprachen wieder so pervertiert gebrauchen, dass sie jemand damit kränken/verletzten.

Wie viel Menschen genau Opfer von sexueller Gewalt werden/wurden ist nicht bekannt. Hier zu Lande wurde ich eher von Männer sexuell diskriminiert, weil ich nicht der Norm der heutigen Sexuallvorstellung entspreche. Der unterschied zu andere "Opfer" ist, dass ich sehr aggressiv reagiert habe. Manche meinten ich wäre kein Mann und wurden handgreiflich. Danach hatten sie einige Stunden Gehirnerschütterung, oder 2 Tage Kieferschmerzen. Ich hasse Gewalt, aber was ich mehr hasse ist wenn mich jemand respektlos anfasst (das liegt jetzt schon alles 15 Jahre zurückt). Aber mit den Alter kommt auch die Erfahrung aus solche Konflikte rechtzeitig zu verschwinden.

Viele der Jungen/Männer die Opfer von Missbrauch (allgemein) werden, erleiden ihre Pein durch ein homosexueller Mann. In der katholischen Kirche kann man das teilweise bei über 50 % der Opfer sehen. Die meisten weibliche Opfer wurden auch oft von Nonnen/Ordensschwester (als Täter) gepeinigt. Die meisten heterosexuelle Täter waren verheiratet (in der kath. Kirche), und nur ein kleiner Teil davon in ein Orden, oder Priester.

Zitat:
Aber ich werde garantiert niemanden dafür verurteilen, eine weibliche Krankenpflegerin Krankenschwester zu nennen. Ich persönlich mag das Wort schlicht nicht.


Krankenschwester ist keine Begriff der jemand deskriminiert. Aber für unsere heutige Welt etwas "altmodisch". Was Wort stamm von den Ordensschwestern (meisten aus der kath. Kirche), die Kranke in Krankenhäuser gepflegt haben. Und da immer mehr staatliche Krankenhäuser hinzukamen, hat mein den Begriff "Krankenschwester" übernommen, obwohl er mit der ursprüngliche Bedeutung wenig zutun hatte.

Zitat:
Die "Gendergerechte Sprache" wird ja nicht einfach nur verwendet, es wird auch behauptet es sei wissenschaftlich belegt, daß sie diese und jene positiven Effekte hätte und man müsse sie daher verwenden.


Und das ist eine Lüge, weil es dazu keine Wissenschaft gibt. Eine selbstgemachte Studie, die wiederum von politisch motivierte Dummschwätzer diktiert wird. Der Kommunismus und Faschismus ist so entstanden (aus Lügen die, angeblich wissenschaftlich belegt waren). Bei dem Faschismus hat man eine Rassentheorie, als Wissenschaft dargestellt die "belegt" gewesen sein soll. Es ist gefährlich wenn jemand mit Theorien um sich schmeißt in dieser Welt die auf keiner Tatsache, Logik oder Wissenschaft basiert. Das nennt man ja auch noch Fakenews.

Laut einer "Reichsbüger-Studie" sollen die Deutsche zu 25 % von Juden abstammen. Und Helmut Kohl und A. Merkel wären auch Juden. Very Happy Hatte mal ein Vertag darüber gehört.
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Maz
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Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14332
BeitragVerfasst am: So Dez 13, 2020 14:30    Titel: Antworten mit Zitat

Völlig unumstritten ist in der Wissenschaft allerdings die Tatsache, daß 100% aller Rassisten von Afrikanern abstammen.

(p.s. warum stört sich eigentlich noch niemand am Begriff Rassismus wenn es doch keine Menschenrassen gibt?).

Im Wiki Artikel zum Begriff Rasse tob übrigens auch ein politischer Kampf:

Version von 2009:

Zitat:

Der Ausdruck Rasse im allgemeinen Sinne ist ein unspezifischer Klassifikations- und Ordnungsbegriff. Spezifische Bedeutung erhält er zumeist erst aus dem Kontext oder der wissenschaftlichen Disziplin, in der er verwendet wird.


Version von 2012:

Zitat:

Rasse ist ein abstrakter Ordnungsbegriff, vergleichbar mit der Klasse in der Logik oder der Sorte, der Art im umgangssprachlichen Sinne. Er bezeichnet beliebige Zusammenfassungen von nach subjektivem Ermessen gruppierten Lebewesen einer Art.
...


Version von 2018:


Zitat:

Rasse ist eine biologische oder auch biologistische Kategorie, die Individuen anhand ihrer Verwandtschaft zu Gruppen zusammenfasst.
...


aktuelle Version:

Zitat:

Rasse ist eine umstrittene Bezeichnung für eine Gruppe von Individuen der gleichen (Tier-)Art, die anhand willkürlich gewählter Ähnlichkeiten des Phänotyps (Aussehen, physiologische Merkmale, Verhalten) klassifiziert werden. Mit der Abgrenzung zu einer bestimmten Rasse wird eine direkte genetische Abstammungslinie aller Gruppenmitglieder unterstellt.

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Arpad4




Alter: 41
Sexualität: Asexuell
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Beiträge: 1760
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BeitragVerfasst am: So Dez 13, 2020 20:07    Titel: Antworten mit Zitat

Ich schlage mein Erkundebuch auf, und sehe welche Rassen (Menschen) es auf der Welt gibt, und wo sie leben.

Alles andere interessiert mich nicht. Wer den Rassenbegriff so oder so deutet, ist mir Wurst. Siehe Spiel im Paris (PSG hat gegen ein türkischen Verein gespielt) zuletzt wo man ein rumänischen Schiedsrichter Rassismus vorgeworfen hat, weil einige dumme Menschen nicht Rumänisch können, aber meinen es zu verstehen (hat einem kamerunischen Ko-Trainer des türkischen Verein die rote Karte gezeigt, und seinem anderen Schiedsrichterkollege auf rumänische gesagt, "der schwarze Mann dort" . Das Spiel wurde von allen schwarzen Fußballspieler, beider Mannschaften sabotiert, und wurde abgebrochen. Der kamerunische Co-Trainer bekam Rot wegen Schiedsrichterbeleidigung.

Aber behauptet haben, etwas gehört zu haben, was es nicht gibt. Wollen die rumänische Sprache im Fusßball verbieten? Nur weil ein Schiedsrichter das Wort "negru" benutzt hat?

Alle Begriffe in Rumänisch, die für Menschen aus Afrika benutzt werden, wären so gesehen "rassistisch" wenn ich sie alle im Deutsch übersetzten würde. Es gibt auf rumänisch keine Beleidigung für Schwarze, wie es sonst wo gibt z.B. USA.

Die einzige Beleidigung für ein Schwarzer auf Rumänisch ist "Zigan", wie Zigeuner. Das habe ich aber nicht gehört in den Medien. Da haben einige geschlossen gegen Rassismus protestiert. Ein Show für Dumme. Und der deutsche Trainer von Paris SG (Thomas Tuchel), wurde auch Rassismus vorgeworfen, weil er neutral war, statt vorschnell zu urteilen. Und Deutsche sind ja in viele Länder doch nur "Nazis" (so urteilen manche). So werden Deutsche immer noch gesehen in Frankreich, Polen, usw. Wo es die meisten Nazis und Rassisten gibt, weiß ich. Aber Deutschland hat davon sehr wenig (im Vergleich mit andere Länder Europas).

https://www.youtube.com/watch?v=NlH665KQScY

Eskalliert ist alles nachdem einige von den türkischen Trainerteams (auch der Kameruner), die Rumäner als Zigeuner beleidigt hat. Das war auf jeden Fall rassistisch, weil in sehr viele Länder es heißt, Rumäner stammen von Ziegeuner ab. Und werden aus den armen Täter, von den Medien arme Opfer gemacht. Es gibt ja keine dunkelfarbige Nazis!?. Doch in Kamerun sogar alle, die keine Christen sind. Sie hassen alle Weiße und Christen (auch schwarze Christen), also alles was mit europäische Kultur zutun hat.
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Wellin




Alter: 21
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 25.10.2020
Beiträge: 69
BeitragVerfasst am: Di Dez 15, 2020 10:04    Titel: Antworten mit Zitat

Okay, ich werde hoher nicht auf alles eingehen, auf das man eingehen kann, aber

Maz hat folgendes geschrieben:
der Begriff Z*******schnitzel sei ab sofort abwertend könnte es natürlich sein, daß viele Menschen genau deswegen dann auch anfangen das zu glauben [...]


wenn du die Debatten mitbekommen hast, dann solltest du wissen, dass man das Z-Wort nicht reproduziert. Es ist auch nicht erst diskriminierend, seit ein paar unbeteiligte weiße Menschen beschlossen haben, darüber zu sprechen, sondern war es schon davor. Wenn das die Mehrheit bis vor ein paar Jahren anders gesehen hat, dann liegt das schlicht daran, dass es für Diskriminierende Menschen nicht wichtig ist, welche Worte sie benutzen und inwieweit diese abwertend sind, solange sie nicht anfangen, sich selber zu hinterfragen. Antiziganismus ist scheiße. War schon immer scheiße, wird immer scheiße sein.
Es überrascht mich leider nicht, dass es, wenn in Berlin überlegt wurde, ein Denkmal für Sinti und Roma der Infrastruktur zu opfern, noch nicht angekommen ist, wie schlimm Antiziganismus ist. Aber unterlass es bitte einfach.

Dazu geht auch

Arpad hat folgendes geschrieben:
Eskalliert ist alles nachdem einige von den türkischen Trainerteams (auch der Kameruner), die Rumäner als Z******* beleidigt hat.


das hier von den Menschen, die das gesagt haben (ich glaub dir jetzt mal) gar nicht. Wie gesagt, Antiziganismus ist scheiße.
Aber sei bitte so gut und reproduziere das Wort nicht.

Und natürlich kann es rechts(extrem)e BPoC geben.
Das hier

Zitat:
Doch in Kamerun sogar alle, die keine Christen sind. Sie hassen alle Weiße und Christen



ist allerdings eine (rassistische) Verallgemeinerung, die auch faktisch falsch ist. Und ist kein Beispiel für Rassismus. Das Problem des Rassismus hat Maz unbewusst schon zusammengefasst.

Maz hat folgendes geschrieben:
wenn es doch keine Menschenrassen gibt


„Rassen“ sind ein von weißen erfundenes Konstrukt. Sie wurden erfunden, um sich selber in eine Machtposition zu bringen und die Unterdrückung und Verfolgung von PoC zu legitimieren; Ausbeutung, Ausgrenzung, Verfolgung, Sklaverei oder eben jede Form von Diskriminierung. Folglich ist auch Rassismus von Weißen erfunden.* Das Wort „Rasse“ gehört gestrichen, weil es (wissenschaftlich) falsch ist. Oft wird es auch nicht mehr benutzt, sondern gerne mit Worten wie „Volk“ oder „Überfremdung“ oder von der Neuen Rechten mit „Ethnopluralismus“ umschreiben. Das Wort „Rassismus“ wird deshalb nicht verschwinden, weil es ein Phänomen beschreibt, dass aus dieser Ideologie entstand und das bis heute und sehr wahrscheinlich bis in die ferne Zukunft bestand hat.

nochmal zu Arpad:

Selbstverständlich gibt es auch recht(sextrem)e (B)PoC. Das ist leider kein einseitiges Phänomen. Und sicher können auch weiße Personen in nicht-weißen Kreisen DISKRIMINIERT werden. *Rassismus jedoch ist ein weißes Phänomen (und nein, das steht hier nicht zur Diskussion). Es spiegelt Machtverhältnisse wieder, die es auch global gibt. Wenn es euch um Afrika geht muss man auch immer die noch lange nicht aufgearbeitete Geschichte des Kolonialismus mitdenken (über die man in deutschen Schulen bis heute fast gar nichts lernt; beim Thema Kolonialismus geht es immer nur um Amerika oder wenn dann noch Großbritannien. Dabei gab es bis ins letzte Jhdt. hinein Menschenzoos in Deutschland, in denen BiPoc u.a. als „Kannibal*innen“ und „Wilde“ dämonisiert zur Schau gestellt wurden).

Oder auch:
Zeba Blay hat folgendes geschrieben:
„Because remember, in a society, where white is seen as the default race, all history is white history“

Rassismus („prejudice plus power to create the system of inequality“) und Vorurteile an sich sind NICHT dieselbe Sache.

Darum finde ich es auch immer wieder witzig, wenn

Arpad hat folgendes geschrieben:
Alle Begriffe in Rumänisch, die für Menschen aus Afrika benutzt werden, wären so gesehen "rassistisch" wenn ich sie alle im Deutsch übersetzten würde. Es gibt auf rumänisch keine Beleidigung für Schwarze


versucht wird, (B)PoC zu erklären, wann etwas Rassismus ist und was nicht.
Sofern ich die Debatte verfolgt habe, geht es auch weniger darum, ob das Rumänische dem N-Wort entspricht, als vielmehr, dass nie gesagt wird, „der*die Weiße“ war es, sehrwohl aber „der*die Schwarze“ war es.

Generell müssen wir wohl alle in dem Thema (sprach)sensibler werden. Denn Rassismus ist zwar ein strukturelles Problem, dennoch ist er auch tief in uns verankert und keine*r von uns (ich nehme mich ausdrücklich nicht aus) ist frei von Rassismus. Wir müssen lernen, unsere eigenen Rassismen zu verstehen, um sie nicht ständig zu reproduzieren und nach und nach abzuschaffen. Das ist anti-rassistische Arbeit, die bei und von jedem*jeder gemacht werden muss. Ohne Einsicht und ohne den Willen, etwas zu ändern, funktioniert es nicht.


Achso, und
Zitat:
Deutschland hat davon [(Nazis)] sehr wenig (im Vergleich mit andere Länder Europas)

...

Das ist witzig, weil in Deutschland in diesem Jahr zahlreiche rechtsextreme Netzwerke aufgedeckt hat (und ich rede noch nicht einmal von den extremen rechtsextremen Strukturen in Polizei und Militär), von denen sehr sehr viele schwer bewaffnet waren. Und zahlreiche Munition noch immer unauffindbar „verschwunden“ ist. Mir macht das Angst.
Übrigens ist Deutschland laut einer Studie des Center for Research on Extremism (Oslo) seit einigen Jahren unangefochtener Spitzenreiter bei rechter Gewalt und Rechtsterrorismus in Westeuropa. Seit der Wiedervereinigung gab es MINDESTENS 121 dokumentierte rechtsextrem motivierte Morde. Wir haben also ein verflucht großes Problem.

Nazis waren übrigens Deutsch, soweit ich mich erinnere. Und ich glaube, da erinnere ich mich gut.
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Maz
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Sexualität: keine Angabe
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Beiträge: 14332
BeitragVerfasst am: Di Dez 15, 2020 12:21    Titel: Antworten mit Zitat

Den interessanten Teil meines Beitrags zum Thema Sprache hast du ja geflissentlich übersprungen. Und wieder sehen wir wie Sprache als Waffe eingesetzt werden kann:

Zitat:

Es überrascht mich leider nicht, dass es, wenn in Berlin überlegt wurde, ein Denkmal für Sinti und Roma der Infrastruktur zu opfern, noch nicht angekommen ist, wie schlimm Antiziganismus ist.


In Berlin wundert mich schon lange nichts mehr.
Aber die Verknüpfung Zigeunerschitzel -> Antiziganismus (-> Nazis) muss man auch erst mal hinbekommen.

Zitat:

wenn du die Debatten mitbekommen hast, dann solltest du wissen, dass man das Z-Wort nicht reproduziert.


Warum reproduzieren Querfeministen eigentlich immer alles?
Der Rest der Menschheit benutzt Begriffe so wie sie im üblichen Sprachgebrauch verstanden werden. Und der Begriff Zigeunerschnitzel bezeichnet ein Gericht und sonst schon garnichts.

Mal ehrlich:
Glaubst du wirklich, daß man mit Menschen noch vernünftig diskutieren kann, die nur in solchen Extremen denken?
Die nicht einmal mehr verstehen was ein sprachlicher Kontext ist?

Was kommt in dieser Logik als nächstes?
Vielleicht: "wer Zigeunerschnitzel sagt ist Nazi/Rassist und sollte weggesperrt werden". Oder "wer von Hunderassen spricht ist ein Faschist"?

Bist du dir wirklich nicht bewußt, daß genau solche radikalen Schwarz-Weiß Perspektiven im wahrsten Sinne des Wortes einen ganz erheblichen Anteil daran haben reale Gewalt in der Gesellschaft zu stimulieren?

Genau an dem Punkt an dem Zuschreibungen mit dieser Zielsetzung eingesetzt werden (ob bewusst oder nicht sei mal dahingestellt) wird für mich die Grenze zum Extremismus überschritten.

Zitat:

„Rassen“ sind ein von weißen erfundenes Konstrukt.


Schreib doch die Wikipedia um ich denke sie werden sich darüber freuen. Allerdings wirst du dich verdammt schwer damit tun Begriffe zu finden, die keine Konstrukte sind und "die Weißen" (wäre das eigentlich keine Rasse im Sinne einer Rassenideologie? Wer sollte sonst mit diesem Begriff bezeichnet werden?) haben recht viele Begriffe erfunden.

Für mich sind Rassisten im übrigen schlicht Menschen, die sich organisieren um anderen Menschen aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit physische Gewalt anzutun oder sie zumindest massiv zu unterdrücken.

Das hat aber sicher nichts damit zu tun, daß man eine Gruppe von Menschen ggf. weniger sympathisch findet zu der man zufällig nicht gehört. Menschen die letztlich behaupten, daß wir alle Rassisten sind (inklusive sie selbst, da sie wie alle Menschen bestimmte Personen auch aufgrund von äußerlichen Merkmalen kategorisieren und z.B. mehr oder weniger sympathisch finden) werden sich aber wohl ganz generell schwer damit tun diesen "subtilen Unterschied" zu verstehen.

btw. laut Wikipediadefintion:

Zitat:

Rassismus ist eine Gesinnung oder Ideologie, nach der Menschen aufgrund weniger äußerlicher Merkmale – die eine bestimmte Abstammung vermuten lassen – als „Rasse“ kategorisiert und beurteilt werden.


Wäre die Zuordnung zu einer Rasse sogar eine zwingende Voraussetzung für Rassismus. Wer Menschen also nicht auf Grundlage der Ideologie einer Rassenlehre kategorisiert könnte demnach gar kein Rassist sein.
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Zuletzt bearbeitet von Maz am Di Dez 15, 2020 19:31, insgesamt 3-mal bearbeitet
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BeitragVerfasst am: Di Dez 15, 2020 15:31    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Bist du dir wirklich nicht bewußt, daß genau solche radikalen Schwarz-Weiß Perspektiven im wahrsten Sinne des Wortes einen ganz erheblichen Anteil daran haben reale Gewalt in der Gesellschaft zu stimulieren?


Das versteht Wellin nicht. Sie hat noch nie religiöse Fanatiker erlebt, die alles schwarz-weiß sehen. Und hat wohl nie durch solche Schaden genommen. Ich sehe diesen Club deshalb als gefährlich. Es ist keine Religion, und doch handeln sie mit sehr gefährlichen religiöse Methoden. Die Studien sind harmlos, wenn man damit keine Politik machen würde. Und manche von diesen Club sind machthungrig.

Ich hatte schon einige mal im Leben mit Feministen zutun. Die eine war schon älter, meinte dass die Männer "behindert" sind und irgendwann aussterben, weil das Y-Chromoson mit der Zeit immer mehr verkümmert (kürzer wird). Bei verschiedene Feministinnen kursieren haarsträubende Theorien.

Das Wort "Ziegeuner" wird im rumänischen, wie auf in andere Länder auch als Schimpfwort benutzt. Dann bedeutet es soviel wie, unzivilisierter Barbar, primitiver Untermensch. Wer ein ganzes Volk mit diesen Begriff beleidigt, ist für mich ein Nazi wie Hitler (der fast 6 Millionen Juden töten lies aus Rassenwahn), egal ob er weiß, schwarz, Kommunist, Kapitalist, oder einer Religion angehört.

Und es ist auch eine Lüge, dass alle Türken Rumäner als Zigeuner sehen. Weil ich noch nie von ein Türke rassitisch beleidigt wurde in Deutschland. Der Trainer von Basaksehir (Erdogans Mannschaft), der die rumänische Trainer beleidigt hat, erzählt nur Lügen.
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Zuletzt bearbeitet von Arpad4 am Di Dez 15, 2020 15:46, insgesamt einmal bearbeitet
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BeitragVerfasst am: Di Dez 15, 2020 15:38    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Es ist keine Religion, und doch handeln sie mit sehr gefährlichen Methoden.


Ja und zwar mit denen des Kommunismus/Sozialismus. Es ist imho auch kein Zufall, daß die Verbrechen des Imperialismus im 19. JH für sie viel interessanter sind als die Unterdrückung und politischen Morde des kürzlich erst im eigenen Land zusammengebrochenen "realexistenten Sozialismus" der DDR oder auch die Verbrechen der RAF.
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BeitragVerfasst am: Di Dez 15, 2020 15:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hab noch Kommunismus erlebt. Die Menschen in Deutschland, die eine gewisse Freiheit erlebt haben und jünger sind, lassen sich leicht verführen. Hier würde die Geschichte Europas, vor dem ersten Weltkrieg helfen zu verstehen wie gefährliche Machtsystme mit Fake-Idiologien entstanden sind, und was sie angerichtet haben.

Auf der gleichen Schiene sollte nie wieder in Europa etwas laufen.
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BeitragVerfasst am: Di Dez 15, 2020 17:42    Titel: Antworten mit Zitat

Rechts- und Linksextremismus haben sich in der Geschichte schon immer wechselseitig hochgeschaukelt. Die Frage wer damit angefangen hat ist vermutlich müßig. Sicherlich hat gerade die "Flüchtlingskrise" auch einen hohen Anteil an der Entwicklung der letzten Jahre. Aber warum man sich vor diesem Hintergrund im linken Milieu auf die Sprache fixiert ist schon sehr schwer nachzuvollziehen.

Zum Glück ist es um unsere Gesellschaft aktuell auch nicht annähernd so schlecht bestellt wie das z.B. in den USA schon rein traditionell der Fall ist. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten gilt es nach wie vor als eine Verletzung der Menschenrechte, wenn man den Leuten ihre Waffen wegnimmt. Und wann wurde hierzulande gleich wieder das letzte mal jemand von Polizisten bei einer Verkehrskontrolle erschossen?

Das mit dem Patriarchat und der Religion ist auch immer wieder witzig.
Im Iran wurde gerade eine 22 Jährige zu 10 Jahren Gefängnis wegen Blasphemie und Erregung öffentlichen Ärgernisses verurteilt weil sie mit zu viel Makeup auf Instagramm unterwegs war.

Ja doch so in etwa läuft das bei uns auch.
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Sexualität: keine Angabe
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BeitragVerfasst am: Di Dez 15, 2020 20:43    Titel: Antworten mit Zitat

noch ein interessanter Fund zum Thema Rassentheorie:

https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Friedrich_Blumenbach

Laut Wikipedia sowohl ein Rassentheoretiker als auch ein "Antirassist", der sich strikt gegen Vorstellungen der Überlegenheit bestimmter Rassen im Vergleich mit anderen gewandt hat (was ja das eigentliche Fundament des Rassismus ist und nicht die Kategorisierung selbst).

Der Begriff Kaukasier geht z.B. auf ihn zurück und "Caucasian" ist im US-Raum nach wie vor eine gängige Bezeichnung, die z.B. auch in der US-Asexuellen-Umfrage verwendet wird.

Dieser Begriff bezeichnet aber eindeutig eine Rasse im Sinne einer bestimmten Rassenlehre. Nur halt nicht die Art von Rassenlehre, die mit dem Kolonialismus verknüpft ist und in der davon ausgegangen wird, daß Menschenrassen unabhängig voneinander entstanden sind und bestimmte Rassen anderen Rassen grundsätzlich überlegen sind.

Übrigens ist in der Umfrage selbst auch von "Race" die rede und es werden Kategorien wie z.B. Caucasian, Hispanics oder Black unterschieden. Womit dann wohl belegt wäre, dass der Begriff der Rasse auch beim Menschen nach wie vor eine völlig übliche und für sich genommen unproblematische Möglichkeit der Kategorisierung beschreibt.
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Anmeldungsdatum: 25.10.2020
Beiträge: 69
BeitragVerfasst am: Do Dez 17, 2020 17:18    Titel: Antworten mit Zitat

Maz hat folgendes geschrieben:
Aber die Verknüpfung ********schitzel -> Antiziganismus muss man auch erst mal hinbekommen.


Es ist ein antiziganistisches, verunglimpfendes Wort. Ganz egal, was "hinten dranhängt". Genauso, wie andere Worte per se rassistisch sind.

Der Kontext ist hierbei völlig egal.
Es ist schlicht egoistisch, sich aus Bequemlichkeitsgründen und aus einer privilegierten Position heraus zu weigern, auf verletzende Worte zu verzichten.
Sprache ist eine Waffe.

Zitat:
Für mich sind Rassisten im übrigen schlicht Menschen, die sich organisieren um anderen Menschen aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit physische Gewalt anzutun oder sie zumindest massiv zu unterdrücken.

und damit negierst du Alltagsrassismus und machst eine Überwindung dessen unmöglich. dass dir Rassismus in seinen alltäglichen Formen so egal ist, ist ziemlich erschreckend, wenn auch nicht wirklich überraschend.

Ich gebe dir hier nochmal mit, dass auch wissenschaftliche Erkenntnisse nicht unumstößlich sind, sondern es (zum Glück) durchaus richtig sein, im Jahre 2020 zu anderen Ergebnissen zu kommen als 200 Jahre eher.

Der Rest zeigt schlicht, dass du absolut nichts verstanden hast und auch kein Interesse daran hast, etwas zu verstehen.

Arpad und "Untermensch" bitte auch nicht verwenden.
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Maz
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Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14332
BeitragVerfasst am: Do Dez 17, 2020 18:09    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Es ist ein antiziganistisches, verunglimpfendes Wort.
...
Der Kontext ist hierbei völlig egal.


Na dann hast du wohl eine Lebensaufgabe vor dir die antiziganistischen Netzwerke in Deutschland auszuheben über die Menschen aus ihrer "privilegierten Position heraus andere verunglimpfen".

Ich würde vorschlagen du fängst z.B. mit dieser Liste an.
https://bbqpit.de/zigeunerschnitzel/
https://lydiasfoodblog.de/zigeuner-schnitzel-mit-pommes/
https://www.kochwiki.org/wiki/Zigeunerschnitzel

auf letzterer Seite findet sich sogar in Hinweis zur "Problematik":

Zitat:

Der Begriff "Zigeuner" ist Deutschland umstritten, weswegen Interessenvereinigungen (nicht alle!) von Sinti und Roma Hersteller von Lebensmittelprodukten, die das Wort "Zigeuner" im Namen tragen, aufforder(te)n, die Produkte umzubenennen. Der "Bundesrat der Jenischen Deutschlands" und der "Zentralrat Deutscher Sinti und Roma" haben sich der Aufforderung nicht angeschlossen, und die Produzenten lehnten eine Umbenennung unter Hinweis auf den Bekanntheitsgrad des Namens (in diesem Fall: "Zigeunersauce") und seine mehr als hundertjährige Tradition ab und machten zudem geltend, dass der Begriff ausschließlich positiv besetzt sei.


Die Welt funktioniert halt nicht unbedingt so eindimensional wie man sie sich ggf. zusammenbastelt.

Zitat:

Ich gebe dir hier nochmal mit, dass auch wissenschaftliche Erkenntnisse nicht unumstößlich sind, sondern es (zum Glück) durchaus richtig sein, im Jahre 2020 zu anderen Ergebnissen zu kommen als 200 Jahre eher.


Was nichts mir der Frage zu tun hat ob und wie bestimmte Begriffe verwendet werden. Oder würdest du den Machern der US-Umfrage etwa auch Rassismus unterstellen weil sie den Begriff Rasse verwenden?

Man kann "Zigeunerschnitzel" und "Rasse" nicht auf die gleiche Stufe stellen wie "Untermensch".

Und komplett unabhängig davon ist der Kontext natürlich extrem wichtig, denn wer Speisekarten mit Nazipamphleten gleichsetzt, der betreibt schlicht Hetze.

Wie man das nicht begreifen kann ist mir ganz ehrlich gesagt völlig schleierhaft.

Zitat:

Der Rest zeigt schlicht, dass du absolut nichts verstanden hast und auch kein Interesse daran hast, etwas zu verstehen.


Die Unfähigkeit zu differenzieren zeigt, dass du diejenige bist, die nichts verstanden hat.

Und um mal wieder den Bogen zum Thema zu spannen: exakt diese Tendenz in der feministisch ausgerichteten LGBT besserwisserisch und pauschal zu bewerten und dabei obendrein auch noch ständig für Gruppen zu sprechen, denen man gar nicht angehört, ist ein ganz wesentlicher Grund dafür warum die Einordnung in die Buchstabensuppe für mich so problematisch ist.

Wie man sieht bin ich zumindest in der asexuellen Community auch nicht der einzige, der der Ansicht ist, dass so eine Zuordnung nicht stattfinden sollte. Wobei es interessant wäre zu erfahren welche weiteren als die schon genannten Gründe die anderen Teilnehmer dieser Umfrage haben. Mittlerweile haben ja doch noch ein paar mehr abgestimmt.
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Arpad4




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BeitragVerfasst am: Do Dez 17, 2020 19:59    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Es ist ein antiziganistisches, verunglimpfendes Wort. Ganz egal, was "hinten dranhängt". Genauso, wie andere Worte per se rassistisch sind.


Wellin@ Wenn ich mich selber als Ausländer oder Rumäner bezeichne (was zu Teil ja stimm), bin ich gegen mich selber rassistisch?

Und die Zigeuner sind ein Volk in Rumänien, dass dort seid 1500 Jahren lebt. Und sie werden auch Roma genannt. Sie haben sich von dort in ganz Europa ausgebreitet. Das Wort Zigeuner kann man rassistisch gebrauchen gegen irgend jemand. Aber das Wort selber ist grammatikalisch ein deutsches Wort, und im Duden kannst Du lesen was es genau bedeutet. Uns hier im Forum brauchst ja kein Wort glauben.

Es gibt in Rumänien auch eine Wurst die man Zigeunermuskel nennt. Und vieles mehr. Ich weiß nicht ob diese Wurst direkt von den Zigeuner stammt oder nicht. Es ist aber eine Delikatesse.

Zitat:
Alltagsrassismus


Was ist das bitte? Kann man das auch essen? Wink

Zitat:
Der Kontext ist hierbei völlig egal.


Wer sowas sagt will sich selber als absoluter Rechthaber darstellen, und alle andere Gesprächspartner unterstellen, dass sie dumm sind, und ihre Sichtweisen und der Kontext dazu total egal ist. Das ist rassistisch sich als allwissend über andere Menschen (kleine "Würstchen") zu erheben. Man nennt es auch Hochmut. Jeder Kontext und Blickwinkel hat das Recht angehört, und durchdacht zu werden. Wer alles ignoriert ist wie ein Extremist, der alles hasst was ihm nicht gefällt.

Zitat:
Arpad und "Untermensch" bitte auch nicht verwenden.


Ich habe mit viel Mühe in Rumänien die deutsche Sprache gelernt. Du kannst mir nicht verbieten deutsch zu reden, oder bestimmen welche Wörter ich benutzen kann. Du hast von deutscher Sprache keine Ahnung, und wie man sie verwendet.
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Viele finden 100 Fehler an mir, in mir, um mich herum. Und wie viele hast Du? Sollen wir anfangen zu zählen?


Zuletzt bearbeitet von Arpad4 am Do Dez 17, 2020 20:22, insgesamt 8-mal bearbeitet
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