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Buchstabensuppe
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Soll ein "A" in die Buchstabenkette LGBTTIQ?
Ja
44%
 44%  [ 11 ]
Nein
28%
 28%  [ 7 ]
ist mir egal
28%
 28%  [ 7 ]
Stimmen insgesamt : 25

Autor Nachricht
Rea




Alter: 48
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 21.08.2015
Beiträge: 929
BeitragVerfasst am: Do Sep 24, 2020 12:23    Titel: Buchstabensuppe Antworten mit Zitat

Hey Leute,

hier gibt es ja schon einige threads zu der Frage, ob Asexuelle sich als "queer" oder "nicht queer" empfinden und ob man sich der LGBTTIQ*-Gemeinschaft zurechnet.

Ich möchte nun eine Umfrage starten und frage Euch, ob Ihr es gut fändet, wenn ein "A" für Asexualität in die Buchstabensuppe dazu kommt - die Buchstabenreihe also z.B. heißen könnte LGBTTIQA*

Warum ich Euch das frage hat einen aktuellen Grund. In Freiburg gibt es gerade eine interessante Plakataktion zum Thema "Sichtbar in Freiburg" wo sich Menschen aus dem queer-Bereich vorstellen. Das Projekt wird von Stadt und Land gefördert und wirbt eben mit der Bezeichnung "LGBTTIQ*". Ich selbst finde es schade, dass "Asexualität" da nicht explizit mit nem Buchstaben erwähnt wird. Aber vielleicht denkt der ein oder andere von Euch: ist mir sogar lieber so - in so ner Buchstabensuppe mag ich mich eh nicht finden.

Also - was ist Eure Meinung?
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Maz
ADMod Team



Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14320
BeitragVerfasst am: Do Sep 24, 2020 12:31    Titel: Antworten mit Zitat

Ich würde die Frage mittlerweile andersherum stellen:

Wer soll eigentlich NICHT in diese Buchstabensuppe?

Ich bin dafür das h für hetero noch aufzunehmen, dann sind ab sofort wieder alle dabei.

Ansonsten: Das Problem ist für mich die (sozio)politische Positionierung, die darüber zum Ausdruck gebracht wird. Man kann diese Buchstabensuppe nämlich nicht von einer bestimmten (sozio)politischen Ausrichtung trennen.

Da aber weder die sexuelle Orientierung noch sexuelle Präferenzen oder die Geschlechtsidentität (oder sogar lediglich das individuelle Beziehungsverhalten, welches ein zentraler Faktor gerade im Kontext "queer" zu sein scheint) irgend etwas mit der politischen Einstellung zu tun haben halte ich es generell für hochproblematisch eine Gemeinschaft auf Grundlage solcher Buchstabenkombinationen zu postulieren. Ich persönlich möchte z.B. weder mit dem Querfeminismus noch mit linksextremen Gruppen assoziiert werden.
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Inertia





Sexualität: Sexuell
Anmeldungsdatum: 07.10.2014
Beiträge: 1087
BeitragVerfasst am: Do Sep 24, 2020 13:32    Titel: Antworten mit Zitat

Ich persönlich halte nichts von solchen Buchstabensuppen, daher ist es mir herzlich egal, was da noch alles mit drin ist und was nicht. Egal wie viele Buchstaben da womöglich auf mich zutreffen würden, ich würde mich immer davon distanzieren.

Aber es existieren und kursieren doch sowieso schon lange verschiedenste Varianten dieser Buchstabensuppe, und soweit ich weiß gibt es in dieser Szene keine offizielle Einigung darüber, welche man nun zu verwenden hat. Und teilweise ist da doch auch jetzt schon ein A mit drin, das ist keine neue Idee. "LGBTQIA" ist glaub ich sogar relativ gängig, zumindest habe ich das so oder so ähnlich schon oft gelesen (und nicht nur in asexuellen Kreisen).

Doppel-T ist mir glaube ich neu, Doppel-Q gibt es aber auch teilweise. Was kurios genug ist, da ja zumindest eines der Qs schon für einen Sammelbegriff der ganzen Suppe stehen soll, ein klassischer Zirkelbezug. Wink
Dann mal mit Sternchen, mal ohne. Und die ganz lustigen garnieren die Suppe dann noch mit BDSM.

Na ja, jedenfalls ist das A auch nicht neu, das ist mal drin und mal nicht.
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Maz
ADMod Team



Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14320
BeitragVerfasst am: Do Sep 24, 2020 13:50    Titel: Antworten mit Zitat

Doppel T wegen Transgender und Transsexual (oder Transident wobei viele "echte" Transsexuelle afaik oftmals große Vorbehalte dagegen haben in der Liste aufgeführt zu werden).

Doppel Q wegen "queer" und "questioning".
Doppel A ist aber auch schon lange notwendig wegen "Allies" und "Asexual" womit wir dann schon bei LGBTTQQIAA* sind. Aromantiker könnten da aber auch noch rein um das triple A voll zu machen. Und wie wärs mit noch einem A für Agender? Dann haben wir schon AAAA.

Wobei die "asexuelle Gemeinschaft" ja ohnehin mit Abstand am meisten dieser Begriffskategorien produziert. Wir sind doch die absoluten Experten im Bereich der Begriffsneuschöpfungen Wink

Es ist daher durchaus möglich, daß der bislang wohl längste tatsächlich verwendete Vorschlag "LGBTTQQFAGPBDSM" von David Jay höchst persönlich stammt. Zumindest stammt er von der Universität an der er aktiv war.
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Neju




Alter: 25
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 14.06.2019
Beiträge: 28
BeitragVerfasst am: Fr Sep 25, 2020 18:17    Titel: Antworten mit Zitat

Ich freue mich sehr darüber, wenn A mit in dem Akronym untergebracht wird, verwende es selbst in der Regel als LGBTIQA+ und rege Allies dazu an, es ebenso oder ähnlich zu verwenden.
Buchstaben müssen nicht unbedingt gedoppelt werden, sondern können auch für mehrere Gruppen stehen.
Für mich bedeutet es Inklusion und Zusammenhalt.
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Solitär





Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 07.10.2012
Beiträge: 161
BeitragVerfasst am: Sa Sep 26, 2020 16:32    Titel: Antworten mit Zitat

Ich halte von dieser Buchstabenaneinandereihung gar nichts.
Es ist der versuch, jede mögliche Erscheinungsform von Sexualität (oder eben Asexualität) irgendwie zu einem großen Ganzen zusammenzufassen.
Nur: wenn der Begriff alle und alles umfassen soll, wenn alle inkludiert sein sollen/wollen, sind wir dann nicht wieder da, wo wir jetzt schon stehen? Von wem soll der Begriff dann noch abgrenzen? Zusammenhalt, ja, schön, aber gegen wen?
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Was weiß ich? Wir wissen wenig voneinander. Wir sind Dickhäuter, wir strecken die Hände nacheinander aus, aber es ist vergebliche Mühe, wir reiben nur das grobe Leder aneinander, wir sind sehr einsam. (Büchner, Dantons Tod)
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Paul65





Sexualität: Graubereich
Anmeldungsdatum: 26.09.2010
Beiträge: 576
Wohnort: FFM
BeitragVerfasst am: So Sep 27, 2020 10:49    Titel: Antworten mit Zitat

Mein Bauchgefühl sagt mir, dass das A da irgendwie nicht reinpasst.
Ich kann es nicht wirklich begründen, aber es geht so in die Richtung :
Sollte die VFF, die Vereinigung der Fleisch- und Fisch-Esser, in Vereinigung der Fleisch- Fischesser und Vegetarier umbenannt werden?
Ich war sogar 1-2mal bei einem Christopher.Street-Day als zufälliger Zuschauer dabei, ich kam mir da doch irgendwie fehl am Platz, vielleicht wie ein Radfahrer ohne Führerschein bei einem Formel-1 Rennen.
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Ich mag keinem Club angehören, der Leute wie mich als Mitglied aufnimmt - Groucho Marx
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Volltrottel




Alter: 31
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 25.11.2020
Beiträge: 15
Wohnort: Berlin
BeitragVerfasst am: Do Nov 26, 2020 8:10    Titel: Antworten mit Zitat

Ganz klares nein von mir. Asexualität ist keine nach außen sichtbare Einstellung und sollte daher nicht extra erwähnt werden. Man strebt ja eine ganz gewöhnliche Hetero-Partnerschaft an und nichts anderes.
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Leben, egal wie gestern war.
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Rea




Alter: 48
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 21.08.2015
Beiträge: 929
BeitragVerfasst am: Mi Dez 02, 2020 22:17    Titel: Antworten mit Zitat

Volltrottel hat folgendes geschrieben:
Man strebt ja eine ganz gewöhnliche Hetero-Partnerschaft an und nichts anderes.

Nicht jede asexuelle Person strebt eine "ganz gewöhnliche Hetero-Partnerschaft" an. Es gibt zahlreiche aromantische Aces (die eben gar keine romantische Partnerschaft anstreben), es gibt homoromantische und panromantische Asexuelle. Es gibt Asexuelle, die in einer polyamoren Partnerschaft leben, die eben auch von vielen "Normalos" als nicht normal angesehen wird. Es gibt transgender-Aces oder nonbinäre Asexuelle, die teilweise auch auf Irritation stoßen (wenn man ihnen die nicht-Eindeutigkeit ihres Geschlechts ansieht).

Klar - dann gibt es auch die große Zahl der Asexuellen, denen man es nicht ansieht und die das auch nicht an die große Glocke hängt. Dafür aber bleibt das Thema dann eben auch ein ungesehenes und unbekanntes.

Dafür bleiben viele dann still, wenn im Verwandtenkreis wieder mal das Thema auf "Wann bringst Du mal nen Freund mit?", "Jetzt wird's aber Zeit mit Kinder kriegen", "Willst Du als alte Jungfer enden?" kommt oder Bekannte über ein Paar witzelt, bei dem wohl tote Hose im Bett ist oder über eine Frau hergezogen wird, die launisch ist und bei der es wohl schon lange her ist, dass sie mal so richtig rangenommen wurde oder Männer, die zu lasch seien, um einen hochzukriegen... .

Ich fände es halt gut, wenn bekannter wird, dass es Menschen gibt, die eben wenig Interesse haben, einen hochzukriegen oder rangenommen zu werden, die als alte Jungfer enden aber diese Tatsache nicht weiter schlimm finden, dass es Paare gibt, bei denen tote Hose im Bett ist und die das gar nicht anders wollen.

Das sollte bekannter sein finde ich. Und dabei könnte das A in der Buchstabensuppe helfen. Zum Beispiel finanziert das Land oder der Bund Organisationen, die sich für Diversität einsetzen, dadurch können z.B. Podcasts, Broschüren für Schulen und Bücher finanziert werden. Und das finde ich eine wichtige und gute Sache.
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Maz
ADMod Team



Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14320
BeitragVerfasst am: Mi Dez 02, 2020 22:34    Titel: Antworten mit Zitat

Das Problem daran ist der Kontext. Wenn Asexualität (um mal als Beispiel etwas zu nennen was noch jeder versteht) im gleichen Kontext wie z.B. Homosexualität thematisiert wird, dann wird sie natürlich auch damit assoziiert. Das bedeutet aber auch, dass Leute deren einzige "Besonderheit" es ist kein Interesse an sexuellen Aktivitäten zu haben mit Gruppen oder Eigenschaften in Verbindung gebracht werden, zu denen sie faktische keinen Bezug haben.
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DemiAroAce50




Alter: 50
Sexualität: Graubereich
Anmeldungsdatum: 03.12.2020
Beiträge: 4
BeitragVerfasst am: Do Dez 03, 2020 17:38    Titel: Ich bin für GRSM Antworten mit Zitat

Ich bevorzuge ein ganz anderes Kürzel.
GRSM: Gender, Romantic, and Sexual Minorites.

LGBTQIA+ finde ich auch okay. Buchstabendoppelungen/Verdreifachungen... finde ich unglücklich.
A steht für Asexuell, Agender, Aromantisch.

Allies gehören für meine Begriffe nicht dazu.
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Svalbard





Sexualität: Graubereich
Anmeldungsdatum: 25.08.2018
Beiträge: 29
BeitragVerfasst am: Fr Dez 04, 2020 7:05    Titel: Re: Ich bin für GRSM Antworten mit Zitat

DemiAroAce50 hat folgendes geschrieben:

GRSM: Gender, Romantic, and Sexual Minorites.


Das hab ich noch nie irgendwo gehört oder gelesen. Gefällt mir aber Smile

Einmal diese Suppe bitte. Wenn wir hier in der Suppenküche sind.
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Arpad4




Alter: 41
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 17.11.2016
Beiträge: 1760
Wohnort: Kaiserslautern
BeitragVerfasst am: Fr Dez 04, 2020 10:06    Titel: Antworten mit Zitat

Wie wärs mit:

DingsbummsBlabla

Ist auch ein passender Begriff! Smile

Mir ist das peinlich mich bei andere vorzustellen als Mitglied von LGBTQx. Und noch peinlicher werden die Erklärungsversuche dieser Begriffe sein, wenn ein Normalmenschen es nicht kennt. "Ich bin asexuell", reicht vollkommen für mein Outing.

Habe nix mit homosexuelle, querdenkenden, transexuelle oder heterosexuelle Gruppen zutun. Bin asexuell. Kann mich absolut nicht mit LGBT-Gruppen indetifizieren. Vor allem, wenn sie in rosa Kuscheltieranzüge in der Öffentlichkeit auftreten, und uns erzählen, dass Kuscheltiere (bildhafter Witz) auch ein Recht auf homo- , trans- , x-Sexualität hätten. Sie möchten wahrgenommen werden als rosa Kampftruppe, damit die Welt rosa wird. Es erinnert mich an eine Clowntruppe im ein Zirkus.

Bei den rosa Homodemos die oft mal vorkommen, sind wenige echte Homosexuelle dabei. Kenne kein Homosexueller, der sich positiv über diese Demos geäussert hat.
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Maz
ADMod Team



Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14320
BeitragVerfasst am: Fr Dez 04, 2020 10:43    Titel: Antworten mit Zitat

Also rosa Kuscheltierkampftruppen sind mir glaub ich noch nicht begegnet. Auf CSDs laufen doch eher mal Leute mit Hundemasken oder in Latex rum, falls du das meintest.

Beim GRSM Begriff sehe es ein anderes Problem, nämlich das der Minderheit. Da stellt sich doch die Frage von welcher Mehrheit man sich eigentlich abgrenzen möchte und welche Eigenschaften oder Interessen jemanden als Teil einer Minderheit klassifizieren. Sind z.B. Leute, die sich in roas Kuscheltierkostüme stecken (weil sie das irgendwie erregend finden) auch eine sexuelle Minderheit?
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Arpad4




Alter: 41
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 17.11.2016
Beiträge: 1760
Wohnort: Kaiserslautern
BeitragVerfasst am: Fr Dez 04, 2020 11:32    Titel: Antworten mit Zitat

Rosa Kampftruppe versteht jeder. Ist nur ein Sammelbegriff für viele Chaoten, die Sexualität für ihren politische Ziele nutzen/missbrauchen. Gehört für mich genauso wie Pornoindustrie zu den "perversen" Dinge im Alltag. Was andere in diesen Gruppen sehen ist egal, weil jeder eine eigene Sichtweise hat. Manche verehren diese Gruppen als Freiheitskämpfer.
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