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Haltet ihr ein Outing als asexuelle Person notwendig ?
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Ist ein asexuelles Outing notwendig
Ja, weil
28%
 28%  [ 11 ]
Nein, weil
72%
 72%  [ 28 ]
Stimmen insgesamt : 39

Autor Nachricht
Maz
ADMod Team



Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14296
BeitragVerfasst am: Fr Jan 10, 2020 11:13    Titel: Antworten mit Zitat

Das mit dem Outing ist ja auch eine relative Sache. Einigen Leuten zu sagen, daß man generell kein Interesse an Sex oder sexuellen Beziehungen hat und das schon immer so war und kein Problem darstellt wäre wohl die "light" Form.
Wenn man einen Schritt weiter geht verwendet man dabei auch den Begriff asexuell und muss dann ggf. genauer erklären was damit gemeint ist. Aber das ist ja immer noch etwas deutlich anderes als überspitzt gesagt nur noch Kleider in den Farben der asexuellen Flagge zu tragen, sich als Amöbe ansprechen zu lassen und einen Kuchen auf die Stirn zu tätowieren Wink
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Inertia





Sexualität: Sexuell
Anmeldungsdatum: 07.10.2014
Beiträge: 1087
BeitragVerfasst am: Fr Jan 10, 2020 11:43    Titel: Antworten mit Zitat

Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, was ein generelles, "öffentliches" "Outing" als asexuelle Person bringen soll. Bei Bedarf mal zu sagen, dass man kein (großes) Interesse an Sexualität hat, sollte doch in den meisten Fällen völlig ausreichend sein.
Asexualität sieht man ja nicht, da ja in der Regel trotzdem ein Interesse an Beziehungen besteht, und die reine Sexualität sowieso ein sehr privates Thema ist, über das man auch als Nicht-Asexueller nicht mit jedem spricht.

Um ehrlich zu sein sehe ich persönlich (soll heißen ich privat, und völlig unabhängig von den hier oder anderswo geltenden Definitionen) Asexualität ohnehin eher als eine spezielle sexuelle Präferenz an, nicht als Orientierung.

Bei Homosexuellen ist das zum Beispiel eine völlig andere Ausgangssituation. Da ist ein allgemeines Outing schon deutlich sinnvoller, weil man dann ja unter Umständen auch mal mit einem gleichgeschlechtlichen Partner gesehen wird und dergleichen. Aber bei Asexuellen, gerade den nicht aromantischen, geht es erstmal nur um das reine Verhältnis zur Sexualität. Wenn man so will um "sexuelle Vorlieben", und die sieht man sowieso niemandem an, und sie haben auch niemanden zu interessieren. Selbst bei der Anbahnung einer möglichen neuen Beziehung kommen Themen zu den konkreten Vorstellungen über die Gestaltung der sexuellen Komponente ja nicht sofort auf den Tisch, und bei Bedarf kann man es im Einzelfall dann immer noch ansprechen.

Sich bei einigen Freunden oder Familienmitgliedern ausdrücklich als Asexuell zu outen mag für manch Einen schon sinnvoll, hilfreich, oder sogar ein Stück weit notwendig sein, und das finde ich auch völlig in Ordnung. Aber der Sinn eines expliziten, sozusagen öffentlichen Outings auch abseits der engsten Vertrauenspersonen finde ich ein Stück weit befremdlich, und der Sinn dahinter erschließt sich mir nicht.
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Sonnenwind




Alter: 20
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 24.12.2019
Beiträge: 46
Wohnort: Bei Nürnberg
BeitragVerfasst am: Fr Jan 10, 2020 14:07    Titel: Antworten mit Zitat

Das mit dem Schwul habe ich auch leider erfahren müssen. Das lag teilweise aber auch daran dass ich neben Frauen eben auch Männer attraktiv fand nur eben nicht auf sexueller Ebene sondern eben auf emotional romantischer Ebene.

Dieses ständigen Sprüche wie
Bist du schwul ?
Oder Gaaaaaayyyyyy

Sind auf Dauer anstrengend.
Teilweise haben sogar Freundinnen zu mir gesagt ob ich deren schwuler bester Freund werden möchte. Ich denke mir dann auch so: " Äh ich bin nicht schwul" und dann kommen so Rückantworten wie " Hä aber wieso willst du dann nichts von Mädels".

Das Problem ist die Leute verstehen nicht so richtig was es heißt panromantisch - asexuell zu sein. Deswegen lass ich es gleich
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Arpad4




Alter: 41
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 17.11.2016
Beiträge: 1759
Wohnort: Kaiserslautern
BeitragVerfasst am: Do Jan 16, 2020 2:21    Titel: Antworten mit Zitat

Wie oft wurde ich als "schwul" beschimpft? Very Happy Da achte ich nicht mehr drauf. Wenn man solchen Menschen, dann noch erklären will was Asexualität ist, machen sie sich noch mehr über einem lustig.
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Viele finden 100 Fehler an mir, in mir, um mich herum. Und wie viele hast Du? Sollen wir anfangen zu zählen?
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Sonnenwind




Alter: 20
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 24.12.2019
Beiträge: 46
Wohnort: Bei Nürnberg
BeitragVerfasst am: Do Jan 16, 2020 6:41    Titel: Antworten mit Zitat

Sie können es nun mal nicht nachvollziehen. Ich kann es ja selber auch nicht nachvollziehen warum Allosexuelle unbediengt Sex brauchen oder was Sex mit einer Beziehung zu tun hat.
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Arpad4




Alter: 41
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 17.11.2016
Beiträge: 1759
Wohnort: Kaiserslautern
BeitragVerfasst am: Fr Jan 17, 2020 4:33    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe mich mit 18 gegen viele Sexhungrigen (Jugendliche) durchsetzen müssen (Ausbildung). War nicht so einfach Laughing . Aber ich habe gut ausgeteilt, und mich nicht verbiegen lassen. Wenn man selber über 35 ist, und mit Gleichaltrige zutun hat ist diesen Problem mit dem Verständnis nicht mehr so schlimm. Normalsexuelle werden mit dem Alter etwas "ruhiger" oder angenehmer.
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Dinerell




Alter: 30
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 03.12.2007
Beiträge: 396
Wohnort: Fulda
BeitragVerfasst am: So Jan 19, 2020 17:40    Titel: Antworten mit Zitat

Arpad4 hat folgendes geschrieben:
Ich habe mich mit 18 gegen viele Sexhungrigen (Jugendliche) durchsetzen müssen (Ausbildung). War nicht so einfach Laughing . Aber ich habe gut ausgeteilt, und mich nicht verbiegen lassen. Wenn man selber über 35 ist, und mit Gleichaltrige zutun hat ist diesen Problem mit dem Verständnis nicht mehr so schlimm. Normalsexuelle werden mit dem Alter etwas "ruhiger" oder angenehmer.


Hab die Leute schlichtweg ignoriert, weil das eben deren Überzeugung war. Hab nur damit Probleme, wenn Überzeugungen aufgezwungen werden, dann behandele ich die Personen gerne mal nach dem gleichen Prinzip und wenn sie fragen, kann man denen gerne mal die Leviten lesen.

Ansonsten kommt es auf die Personen an, pauschalisiert würde ich es bei Personen generell lassen, die andere schlecht reden, egal ob es einen Grund gibt oder nicht. Aber notwendig ist es nicht, solange es dem Zusammenleben her nicht nötig wird.
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Unsere Zukunft beschreibt sich in allen Handlungen der Vergangenheit und Gegenwart. Wir leben also in einem fortwährendem System, dem wir unentwegt folgen, egal wie sehr wir glauben, selbst entschieden zu haben!
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DevilMayCare




Alter: 23
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 25.09.2017
Beiträge: 100
BeitragVerfasst am: Mo März 09, 2020 1:04    Titel: Antworten mit Zitat

Eine allgemeine Notwendigkeit sehe ich da nicht.
Ich habe kaum enge Kontakte, aber die, die ich habe, wissen, dass ich kein Interesse an sexuellen Dingen habe und ich das auch nicht als Phase verstanden sehen will. Den Begriff "asexuell" nannte ich einer verständnisvollen Freundin dabei erst beiläufig vor ein paar Monaten. Es hatte schlicht keine Relevanz. Dazu muss man aber sagen, dass diese Kontakte mit Beziehungen und Co. auch eher wenige bis keine Berührungspunkte haben und ich da nie in "Erklärungsnot" war.
Meine Mutter weiß inklusive Begriffen über meine Orientierung bescheid. Ich hatte über kurz oder lang das Bedürfnis, sie als meine engste Vertrauensperson ins Boot zu holen. Es war gar kein Problem. Sie hat mich jedoch nie danach gefragt, wieso ich keine Beziehung hatte/habe oder wie auch immer.
Meinem Vater wollte ich mein Empfinden mal ohne den Begriff anhand einer konkreten Person erklären. Ich weiß nicht, ob er es nicht verstanden hat, weil meine Ausführungen so schlecht waren, oder deswegen, weil er dieses Anderssein nicht annehmen wollte. Ich war total euphorisch, ihm das anscheinend anschaulich (für meinen Geschmack) zu erklären, aber nein... Ich sagte ihm, dass ich meinen Crush D. süß und konkurrenzlos attraktiv fände, aber dass es mir meist reichen würde, dass er einfach so existiert und ich ihn begutachten kann. Vielleicht redet man ein bisschen nett, das höchste der Gefühle, das mir erstrebenswert scheint, wäre ein Kuss - alles frei nach dem Motto "Attraktivität bedeutet nicht automatisch, dass man früher oder später Sex will oder diese Person nackt sehen oder gar auch nur mit ihr reden will, verdammt (Anziehung ist nicht gleich Anziehung)". Er spielte es herunter - "Wenn da Liebe im Spiel ist..." Er hat mich enttäuscht und ich sehe keine Notwendigkeit, ihm das erneut unter die Nase zu reiben. Er wird schon sehen, dass das die Wahrheit ist. Meine Onkel etc. geht das schlicht nichts an, weil man sich nicht so nah steht und bei einem (Arzt) hätte ich sogar Angst, dass er mir was anhängen wollen würde. Er und sein Bruder leben zwar meiner Meinung nach ziemlich erstrebenswert (keine Beziehung und kein Streben danach, das je zu ändern), aber trotzdem erhoffe ich mir kein Verständnis.
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Amazonia





Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 03.07.2019
Beiträge: 89
BeitragVerfasst am: Fr Apr 17, 2020 7:58    Titel: Antworten mit Zitat

was für Hobbys man nicht hat, wird ja nur dann thematisch, wenn diese Sache halt zur Sprache kommt. wenn jemand mit mir über Fußball oder Sex reden oder so etwas machen will, kommt von mir: ich finde Fußball/Sex nicht interessant. das längere Gespräch danach, was mit mir denn sei, sodass ich Sex nicht mag, leiten dann andere in die Wege. schamhaft bin ich darüber nicht, Hobbys, die viele haben, selbst halt nicht zu haben - allerdings ist das Thema Sex so allgegenwärtig, dass es mich beschäftigt bis belastet, dass andere ihre diesbezüglichen Gelüste auf mich projizieren. in einem Fußballödefinderforum bin ich jedenfalls nicht...

besonders @Inertia zu ,,Sex = privates Thema" aber auch allgemein zum Thema:
als Asexuelle ist Sex für mich wie gesagt nur eines von vielen Hobbys anderer, die ich nicht habe. für mich selbst gibt es bei Sex kein Alleinstellungsmerkmal, also auch keine Scham oder Notwendigkeit der Zurückhaltung, jedoch auch keinen Grund, mit dieser Information über mich hausieren zu gehen
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Nesco





Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 16.02.2012
Beiträge: 282
Wohnort: Essen
BeitragVerfasst am: Sa Apr 18, 2020 20:47    Titel: Antworten mit Zitat

jeder sollte es selbstwissen ob man sich outet oder nicht:
+
mehr Sichtbarkeit
Themen vermeidung (Sex, Partner etc.)
Offenheit (Vertrauenssteigerung)

-
komische Nachfragen
Abschätzung durch Unverständnis

Klar beim Partner oder eventuell welche, die es werden sollen, finde ich es notwendig. Ich habe mich auch sogar zweimal bei meinen jetzigen Kollegen geoutet. (Ich trage täglich einen schwarzen Ring am rechten MIttelfinger, keine Ahnung wie bekannt dieses "Erkennungszeichen" ist) Bei ersten mal war der moment etwas merkwürdig, vielleicht haben sie sich deswegen das nicht gemerkt. Erstaunt war ich das direkt aromantische quasi mit dazu geführt wurde. Beim zweiten mal fand ich sehr viel positive Resonanz.

Ich persönlich finde auch das Wort outing etwas zu "groß". Einigen hilft es sich zu outen um sich sicherer zu fühlen, anderen mag allein das Wort schon Angst.
Aber so lange von CSD oder so wenig bis nix über uns Berichtet wird und in Schulen nur gelehrt wird, dass es Homo, Bi oder Hetero gibt. Finde ich es gut, so lernt dann vielleicht ein andere Angehöriger, dass es anders geht.

Ich habe das bei einer Bekannten auch erst nach 6-8 Jahren mitbekommen, da hatte ich den Begegriff für mich auch erst seit 1-2 Jahren entdeckt gehabt.
Aber ja ich kenne auch viele allosexuelle die nicht gerne über das Thema Sex reden und ich kann es auch nachvollziehen.
Ich finde es einfach schade, wie es aktuell ist.

BTW: Meine Arbeitskollegen fragten mich auch, warum man sich den outet. Finde das sich daraus ein gewisses Zusammengehörigkeitsgefühl ergibt, was ich persönlich sehr angenehm finde.
_________________
Stammtisch immer am 2.ten Samstag des Monat,
Absprache unter Kontakte->Stamtisch->Stammtisch im Raum Dinslaken, Oberhausen, Duisburg, Essen??
Discord
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Mizzel86




Alter: 35
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 30.04.2020
Beiträge: 7
Wohnort: Berlin
BeitragVerfasst am: So Mai 03, 2020 19:59    Titel: Antworten mit Zitat

Huhu Very Happy
Mich nervt es extrem das ich seit Jahren immer wieder gefragt werde, warum ich Single bin Evil or Very Mad
Ich frage doch auch nicht, warum bist du seit Jahren verheiratet und warum hast du ständig einen Neuen oder warum hast du so eine ätzende On/Off Beziehung usw
Is halt so, meine Güte. Die Meisten denken das höchste der Gefühle ist es verpartnert zu sein, Hauptsache nicht allein, egal ob es funktioniert, nur nicht alleine sein...
Ich kann mittlerweile nicht mehr angemessen auf solche Fragen reagieren, lass mich doch Single sein, es geht mir viel besser. Alle Männer die ich hatte brachten mir Unglück somit bin ich besser alleine dran, hab meine ruhe, muss mich nicht verstellen und vor allem muss ich niemanden sexuelle Gefälligkeiten leisten...
Mein Interesse an Sex ist so groß wie das Interesse an Fußpilz.
Ja, ich hatte phasenweise Sex, aber nun seit 6 jahren nicht und suche weder jemanden noch brauch mich jmd anmachen.
Wenn ich nun jemanden versuchen würde zu erklären, das ich eine andere Vorstellung von reiner Liebe habe und meine Libido schwach oder nicht vorhanden ist, würde wahrscheinlich nur Unverständnis kommen...
Es ist so das ich über diese Sache, dem fehlenden Interesse an Sex, mit noch niemandem sprach, da ich ja schon Sex hatte, gehen alle davon aus es sei wie Fahrrad fahren, das verlernt man nicht. Das man aber evtl im Laufe des Lebens merkt, das man darauf gut und gerne verzichten kann, ist schwer zu erklären.
Ich habe soviel Gedanken dazu, es ist für mich selbst schwer es alles zu ordnen, da ich mich erst seit kurzem mit dem Thema beschäftige. Bin vor kurzem über einen Text gestolpert wo jmd seine Beziehung ohne Sex beschrieben hat und da dachte ich WOW, das es das echt gibt. Und das war nicht wie es so oft passiert, bei einem lang verheirateten Paar, wo iwann die Luft raus ist, sondern es haben sich tatsächlich 2 Asexuelle gefunden!!
Das hab ich zum ersten Mal gehört bzw gelesen, ich dachte immer, ich sei verrückt mir einen mann zu wünschen der keinen Sex von mir verlangt. Ich dachte jeder will das, weil es ja angeblich dazu gehört....
Ich glaube ein Outing wäre sinnvoll, wenn man jmd kennen lernt, weil es wichtig wäre demjenigen die Wahl zu lassen, ob er ein weiteres Kennenlernen überhaupt für sinnvoll hält. Die Chance, das die Person ebenfalls A ist, ist extrem gering...
Ich selbst bin unfähig darüber zu reden mit jmd den ich sehr mag und mit dem ich gerne körperlich Kontakt hätte, aber halt kuscheln ohne sexuelle Berührung, evtl auch küssen, aber das 'eskaliert' halt zu schnell XD
Ich hatte mal einen Kuschelfreund, irgendwann sagte er, das kuscheln mit mir sei eine Qual Surprised
Irgendwann wollen sie dann doch mehr und da ich das nicht ertrage, gehe dem aus dem Weg...
Schwierig alles...
Lg an alle Wink
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Amazonia





Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 03.07.2019
Beiträge: 89
BeitragVerfasst am: Mo Mai 04, 2020 4:31    Titel: Antworten mit Zitat

oh, Mizzel...! ...da ist es ja schon leichter, wie es bei mir ist, kuscheln und küssen auch blöd zu finden, gar keine Berührungen zu brauchen...
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Mizzel86




Alter: 35
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 30.04.2020
Beiträge: 7
Wohnort: Berlin
BeitragVerfasst am: Mo Mai 04, 2020 16:19    Titel: Antworten mit Zitat

Amazonia hat folgendes geschrieben:
oh, Mizzel...! ...da ist es ja schon leichter, wie es bei mir ist, kuscheln und küssen auch blöd zu finden, gar keine Berührungen zu brauchen...

Hey Amazonia Smile,
Warst du schon immer empfindlich gegenüber Berührung oder hat es sich entwickelt?
Ich zb mochte viel geknuddel und tatschi und kussi als Kind schon nicht...
Ich mag es tatsächlich nur bei einer Person zu der ich mich so stark hingezogen fühle, das ich mich regelrecht danach verzehre ABER dann kommt es wieder...
Die Person mag dich ebenso, findet dich anziehend, aber ganz anders, heisst irgendwie erotisch und dann is Schluß bei mir... Rutscht die Hand bei einer innigen Umarmung auf den Po is sofort der Ofen aus... Was soll das!? Zeigt man so wahre Zuneigung? Freuen sich sexuelle Frauen tatsächlich über eine solche Handlung???
Für mich persönlich kann eine Umarmung, zu dieser einen Person, die ich anziehend finde, so viel intimer sein, als das berühren pri oder sekundärer Geschlechtsmerkmale...
Dann erklär das mal dem Typ... Was ist mit dir magst du es nicht? Ich wusste bisher noch keine gescheite Antwort auf die Frage...
Somit, wäre es wohl sinnvoll sich der Person zu outen, die man mag/verknallt / verliebt ist oder wie auch immer man das nennt.
Nur sinnlos auch, wie soll schon die Reaktion aussehen, ausser ungläubige Blicke und selten dämliche Kommentare a la : jeder braucht das, jeder will es, jeder macht es, es ist unmöglich es nicht zu wollen ect.
Schwierig...
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Callas of the Wind




Alter: 39
Sexualität: Graubereich
Anmeldungsdatum: 13.08.2019
Beiträge: 263
Wohnort: Oberfranken
BeitragVerfasst am: Mo Mai 04, 2020 19:30    Titel: Antworten mit Zitat

Mizzel86 hat folgendes geschrieben:
Mich nervt es extrem das ich seit Jahren immer wieder gefragt werde, warum ich Single bin


Ich denke die Menschen wollen einen einordnen können oder wollen wissen, was stimmt denn nicht mit dem, damit Sie Gefahr ausschließen und für sich vermeiden können. Ich denke das liegt in unseren ursprünglichen Wurzeln. Was wir nicht kennen, könnte uns ja evtl. gefährlich werden. Das ist in vielen oder, ich würde sogar sagen, in allen Lebensbereichen so. Das ist, denke ich, keine böse Absicht. Sie suchen nach einer Erklärung. Es verunsichert Sie und Menschen haben ein großes Sicherheitsbedürfnis. Einer unserer Grundbedürfnisse. So sehe ich das zumindest.

Mizzel86 hat folgendes geschrieben:
Ich frage doch auch nicht, warum bist du seit Jahren verheiratet und warum hast du ständig einen Neuen oder warum hast du so eine ätzende On/Off Beziehung usw


Das wird wohl als normal empfunden. Endweder bist du das das oder das. Bis jetzt ist das anscheinend die Normalität. Zumindest den meisten nicht unbekannt. Ist es nicht bekannt oder der Grund ist nicht bekannt, ist es komisch und verursacht Unsicherheit, womit wir wieder bei dem oben genannten sind.

Mizzel86 hat folgendes geschrieben:
Ich glaube ein Outing wäre sinnvoll, wenn man jmd kennen lernt, weil es wichtig wäre demjenigen die Wahl zu lassen, ob er ein weiteres Kennenlernen überhaupt für sinnvoll hält.


Genau das ist der Punkt. Man muss das selber für sich entscheiden wie man das möchte. Ich finde dabei sollte man ausschließlich bei sich bleiben. Was man selber möchte und sich nicht danach richten oder den Kopf zerbrechen was evtl. der andere möchte oder braucht. Wenn man es jedem immer Recht machen würde wollen, ohne seine Wünsche zu kennen...das geht gar nicht. Bei irgendjemanden ist es dann doch falsch. Du kannst nicht wissen wie derjenige es gerne hätte. Ob er es lieber gleich wissen möchte weil ihm Sexualität sehr wichtig in einer Beziehung ist und er ohne, diese Beziehung nicht wollen würde oder ob es ihm egal wäre weil er dich, als Person, kennenlernen möchte weil er dich mag und ihm deine sexuelle Orientierung erst mal gar nicht Interessiert weil ihm das nicht so wichtig ist. Ich würde sogar behaupten das man sich so, wenn man gleich alle Karten auf den Tisch legt, auch eine Chance auf eine Beziehung verbauen kann. Ich weiß das es Beziehungen gibt die, am Anfang, manche Sachen nicht wussten aber sie später leichter akzeptiert haben und trotzdem eine glückliche Beziehung führten.

Aber wie gesagt musst du das für dich selbst entscheiden.

Liebe Grüße
_________________
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Mizzel86




Alter: 35
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 30.04.2020
Beiträge: 7
Wohnort: Berlin
BeitragVerfasst am: Mo Mai 04, 2020 20:14    Titel: Antworten mit Zitat

Ist es denn so gefährlich für andere oder bedenkliche, wenn jmd alleine sein möchte Sad
Weisst du was ich denke? Würde ich jemanden, den ich sehr mag, sagen das ich kein Interesse an Sex habe, würde er entweder kein Verständnis haben oder erstmal Verständnis haben und dann im Laufe des Kennenlernens denken 'ach irgendwann wird sie schon wollen, ich bin mal weiter nett'
Wie sagt man so schön : wer f **** will muss freundlich sein...
Ach es ist irgendwie alles so kompliziert, ich wünschte ich könnte meinerseits auch besser in Worte fassen, was ich fühle, aber ich verstumme eher und lass den anderen im Dunkeln tappen.
Es nervt mit der Fragerei zb warum hast du keinen Freund und das im wiederholenden Turnus fast schon drängend, hast du denn JETZT mal jmd kennengelernt, da mach ich ehrlich gesagt noch mehr dicht.
Ich entspreche nicht der 'Norm' das war mir im Teeniealter schon bewusst und ich will nicht gedrängt werden ich lasse andere auch in ruhe, ich akzeptiere andere und hinterfrage nicht ständig und versuche zu belehren.
Ich esse zb kein Fleisch, und muss mir seither von allen, auch wenn ich neue Menschen kennen lerne anhören, was ich angeblich verpasse und was ich denn bitte esse???
Ich bin wahrscheinlich zu nachdenklich und sensibel, leider nicht schlagfertig genug...
Schönen Abend noch Smile
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