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Sorgen wegen zusammen ziehen

 
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memoriath




Alter: 27
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 27.02.2021
Beiträge: 5
BeitragVerfasst am: Sa Feb 27, 2021 2:18    Titel: Sorgen wegen zusammen ziehen Antworten mit Zitat

Hallo Smile

ich habe seit 4 Jahren eine Beziehung und mein Freund weiß von meiner A-Sexualität, er hatte auch bevor ich es ihm gesagt habe, den Verdacht, dass ich etwas in die Richtung sein könnte.

Er versteht es, er hat zwar darüber nachgedacht, was ich auch verstanden habe, wir haben darüber geredet und Kompromisse gefunden, mit denen wir beide leben können. Ihm ist die Nähe unglaublich wichtig, deshalb investieren wir die Leidenschaft eben in kuscheln, in küssen und in kleinen Neckereien, zumindest wenn ich bei ihm bin.

Das ist nicht so leicht, wir leben in einer Fernbeziehung, was für mich ehrlich gesagt zu Beginn eine echte Erleichterung war. Ich musste dadurch nicht abblocken wenn es um Nähe ging, denn aus der Ferne gibt es keine körperliche Nähe, ich wollte mich erst herantasten an die Beziehung. Ich hatte zuvor schon eine, da hab ich endgültig festgestellt, dass ich A-sexuell bin. Ich hatte zwar nun die Erkenntnis, aber nach der ersten Beziehung hatte ich durchaus Hemmungen, jemand neues kennen zu lernen.

Nun zum eigentlichen Thema: Wir wollen zusammen ziehen. Er ist bald mit dem Studium fertig und er will diese Distanz aus dem Weg schaffen. Gefühlstechnisch steh ich da voll dahinter, doch ich hab Sorgen, dass das Zusammenleben in ihm den Wunsch wecken könnte, doch irgendwann mehr zu wollen als ich ihm geben kann.

Es ist was besonderes, wenn wir uns sehen, das ist nicht oft und seit Corona gar nicht mehr. Ich hab Sorge, dass wenn diese Distanz weg ist, dieses besondere zu normal und irgendwann langweilig wird.

Hat da irgendwer Erfahrungen und kann mir meine Angst ein wenig nehmen oder mir Tipps geben wie so etwas funktionieren kann? Question
_________________
Es grüßt freundlich

Memoriath

Manch Reise beginnt mit dem ersten Schritt, und endet mit dem zweiten
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dewayne




Alter: 32
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 29.04.2020
Beiträge: 51
BeitragVerfasst am: Sa Feb 27, 2021 13:18    Titel: Antworten mit Zitat

Also mit der Partnerin zusammenziehen ist für mich eine absolute Horrorvorstellung - zumindest so wie es bei der überwiegenden Mehrheit der Menschen ist. Es würde nur funktionieren wenn es eine Art Rückzugsort gäbe. Ich weiß nicht wie groß die Wohnung bei dir und deinem Freund ise. Wenn jeder auch sein eigenes Zimmer hat wäre es wohl etwas leichter ein bisschen Abstand zu haben. Da sieht man sich auch nicht 24/7 - gerade auch jetzt in Coronazeiten.

Bei mir gingen die Beziehungen nie so lange, dass so etwas wie Zusammenziehen zu einem wichtigen Thema wurde oder man es in Betracht zog mal darüber nachzudenken. Es gab schon Konflikte bei dem Thema das ganze Wochenende miteinander zu verbringen. Ich treffe mich gerne mit einem Menschen den ich mag aber ich brauche ihn nicht ständig um mich oder jeden Tag in meiner Nähe auch wenn ich eine tiefe Bindung zu der Person habe. Jemanden 2-3 Mal die Woche zu sehen ist für mich völlig ok.
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Callas of the Wind




Alter: 39
Sexualität: Graubereich
Anmeldungsdatum: 13.08.2019
Beiträge: 269
Wohnort: Oberfranken
BeitragVerfasst am: Sa Feb 27, 2021 17:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich selber bin mit meinem Freund 2015 zusammengezogen. Es war auch vorher eine Fernbeziehung seit Ende 2012. Es ist eine extreme Umstellung plötzlich dauernt zusammen zu sein. Für mein Freund und mich war das schon schwierig da ich meine Bedüfnisse in den Hintergrund gestellt habe und da mein Freund in manchen Dingen schwierig ist, war es manchmal echt kompliziertz für uns. Es gab keine Kompromisse, es musste so gemacht werden wie mein Freund es braucht und ich war gezwungen mich anzupassen.
Das war drei Jahre so bis wir beide gemerkt haben das es so nicht weiter gehen kann. Ich wollte halt nicht mehr meine Bedürfnisse immer zurückstecken. Jetzt wohnen wir schon ca. 1,5 Jahre nicht mehr mit ihm zusammen und ich bin wieder glücklich.
Sex war bei uns nur am Anfang unserer Beziehung ein Thema aber ich wollte dann immer weniger und hatte irgendwann gar kein Bedürfnis mehr danach.
Bei uns klappt es soweit gut, auch wenn ich weiß das mein Freund das schon gerne hätte.

Ich kenne Euch zwei nicht aber in Anbetracht der Tatsache, dass es für viele Menschen eine große Umstellung ist würde ich euch raten erst mal nur in der Nähe zu wohnen, wo ihr euch öfter besuchen könnt und dann rantasten. Am Wochenende übernachten und so weiter.
Es kann schon sein das er dann mehr möchte aber ich kenne dein Freund nicht. Ich würde euch aber empfehlen das "... ich hab Sorgen, dass das Zusammenleben in ihm den Wunsch wecken könnte, doch irgendwann mehr zu wollen als ich ihm geben kann." zu Besprechen. Also rede mit Ihm über deine Sorge/Befürchtung. Ich finde nichts schlimmer als wenn die Befürchtung eintrifft/zutrifft. Du weißt ja auch nicht was er darüber wirklich denkt. Vielleicht denkt er ja auch das du nicht möchtest weil ihr so entfernt wohnt und Ihr euch so wenig seht und du mehr Zeit mit ihm zusammen brauchst um dann auch zu wollen. Also das ist jetzt nur wie es sein kann, nicht das es so ist. Ich weiß nur das Menschen sich oft missverstehen weil jeder was anderes über die gleiche Sache denken kann. Da hilft nur darüber reden. Er hat vielleicht auch Sorgen deswegen und so könnt ihr sie besprechen und evtl. beseitigen.

memoriath hat folgendes geschrieben:
Ich hab Sorge, dass wenn diese Distanz weg ist, dieses besondere zu normal und irgendwann langweilig wird.

Das ist leider fast immer so. Also das es normal wird, nicht unbedingt langweilig. Gegen die Langeweile kann und sollte man was tun. Das finde ich wichtig in einer Beziehung. Bedeutet aber auch Arbeit. Wenn man sich aber liebt ist das nichts schlimmes sondern man freut sich darüber. Es gibt ein paar Ausnahmen aber die Arbeiten auch ständig daran es zu erhalten aber es wird sich trotzdem vieles irgendwann normalisieren. Dann können aber andere schöne Dinge dazu kommen.

Viel Glück
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memoriath




Alter: 27
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 27.02.2021
Beiträge: 5
BeitragVerfasst am: Sa Feb 27, 2021 20:16    Titel: Antworten mit Zitat

dewayne hat folgendes geschrieben:
Also mit der Partnerin zusammenziehen ist für mich eine absolute Horrorvorstellung - zumindest so wie es bei der überwiegenden Mehrheit der Menschen ist. Es würde nur funktionieren wenn es eine Art Rückzugsort gäbe. Ich weiß nicht wie groß die Wohnung bei dir und deinem Freund ise. Wenn jeder auch sein eigenes Zimmer hat wäre es wohl etwas leichter ein bisschen Abstand zu haben. Da sieht man sich auch nicht 24/7 - gerade auch jetzt in Coronazeiten.

Bei mir gingen die Beziehungen nie so lange, dass so etwas wie Zusammenziehen zu einem wichtigen Thema wurde oder man es in Betracht zog mal darüber nachzudenken. Es gab schon Konflikte bei dem Thema das ganze Wochenende miteinander zu verbringen. Ich treffe mich gerne mit einem Menschen den ich mag aber ich brauche ihn nicht ständig um mich oder jeden Tag in meiner Nähe auch wenn ich eine tiefe Bindung zu der Person habe. Jemanden 2-3 Mal die Woche zu sehen ist für mich völlig ok.


Danke für deine Antwort, aber wir sind noch nicht zusammengezogen. Wir haben es vor, seit letztem Jahr.

Seine jetzige Wohnung ist 16^m groß die, die wir suchen ist weit doppelt so groß.

Ja, ich hab anfangs auch so reagiert, ich war anfangs auch so zufrieden, dass ich ihn nur in meinen Ferien gesehen habe oder wir eben viel unternommen haben im Sommer, mal weggefahren sind, das war schon etwas schönes.

Auf der einen Seite bin ich auch jemand der klar sagt, dass ich auch gut ohne Menschen leben kann und nicht jeden Tag jemanden sehen muss aber ich bin inzwischen auch soweit zu sagen, dass eine Beziehung irgendwo weiter gehen sollte. Und dieses ganze hin und her fahren dass ist auf Dauer auch sehr anstrengend.

Er studiert noch ne ganze Weile, also der Alltag wird die nächsten Jahre so aussehen, dass er tagsüber gar nicht daheim ist, ich schon, ich arbeite im Homeoffice schon vor Corona. Wir haben es schon geklärt, was sich jeder irgendwo wünscht, er braucht seinen PC Platz und das alles und ich hab meine Sittiche, bei denen ich Abstand finde und ein Ehrenamt.

Jeder von uns hat noch etwas, dass nur ihm gehört, denn auch wenn er die Sittiche mit akzeptiert und sich darüber freut Haustiere zu haben, ich bin froh, dass er ein Hobby mit einbringt, dass mich nicht so sehr interessiert Very Happy
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Es grüßt freundlich

Memoriath

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memoriath




Alter: 27
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 27.02.2021
Beiträge: 5
BeitragVerfasst am: Sa Feb 27, 2021 20:28    Titel: Antworten mit Zitat

Callas of the Wind hat folgendes geschrieben:
Hallo,

ich selber bin mit meinem Freund 2015 zusammengezogen. Es war auch vorher eine Fernbeziehung seit Ende 2012. Es ist eine extreme Umstellung plötzlich dauernt zusammen zu sein. Für mein Freund und mich war das schon schwierig da ich meine Bedüfnisse in den Hintergrund gestellt habe und da mein Freund in manchen Dingen schwierig ist, war es manchmal echt kompliziertz für uns. Es gab keine Kompromisse, es musste so gemacht werden wie mein Freund es braucht und ich war gezwungen mich anzupassen.
Das war drei Jahre so bis wir beide gemerkt haben das es so nicht weiter gehen kann. Ich wollte halt nicht mehr meine Bedürfnisse immer zurückstecken. Jetzt wohnen wir schon ca. 1,5 Jahre nicht mehr mit ihm zusammen und ich bin wieder glücklich.
Sex war bei uns nur am Anfang unserer Beziehung ein Thema aber ich wollte dann immer weniger und hatte irgendwann gar kein Bedürfnis mehr danach.
Bei uns klappt es soweit gut, auch wenn ich weiß das mein Freund das schon gerne hätte.

Ich kenne Euch zwei nicht aber in Anbetracht der Tatsache, dass es für viele Menschen eine große Umstellung ist würde ich euch raten erst mal nur in der Nähe zu wohnen, wo ihr euch öfter besuchen könnt und dann rantasten. Am Wochenende übernachten und so weiter.
Es kann schon sein das er dann mehr möchte aber ich kenne dein Freund nicht. Ich würde euch aber empfehlen das "... ich hab Sorgen, dass das Zusammenleben in ihm den Wunsch wecken könnte, doch irgendwann mehr zu wollen als ich ihm geben kann." zu Besprechen. Also rede mit Ihm über deine Sorge/Befürchtung. Ich finde nichts schlimmer als wenn die Befürchtung eintrifft/zutrifft. Du weißt ja auch nicht was er darüber wirklich denkt. Vielleicht denkt er ja auch das du nicht möchtest weil ihr so entfernt wohnt und Ihr euch so wenig seht und du mehr Zeit mit ihm zusammen brauchst um dann auch zu wollen. Also das ist jetzt nur wie es sein kann, nicht das es so ist. Ich weiß nur das Menschen sich oft missverstehen weil jeder was anderes über die gleiche Sache denken kann. Da hilft nur darüber reden. Er hat vielleicht auch Sorgen deswegen und so könnt ihr sie besprechen und evtl. beseitigen.

memoriath hat folgendes geschrieben:
Ich hab Sorge, dass wenn diese Distanz weg ist, dieses besondere zu normal und irgendwann langweilig wird.

Das ist leider fast immer so. Also das es normal wird, nicht unbedingt langweilig. Gegen die Langeweile kann und sollte man was tun. Das finde ich wichtig in einer Beziehung. Bedeutet aber auch Arbeit. Wenn man sich aber liebt ist das nichts schlimmes sondern man freut sich darüber. Es gibt ein paar Ausnahmen aber die Arbeiten auch ständig daran es zu erhalten aber es wird sich trotzdem vieles irgendwann normalisieren. Dann können aber andere schöne Dinge dazu kommen.

Viel Glück


Ah okay, danke für deine Antwort.

Ja darüber reden, das werden wir noch. Das steht noch bevor, es ist nicht so, dass wir noch nie drüber geredet haben, schließlich sind wir vom Charakter her auch unterschiedliche Menschen, aber wir ergänzen uns auch Smile

Das mit dem in der Nähe wohnen wäre schön, aber das ist finanziell leider nicht drin. Er studiert noch eine Weile und ich bin auch nicht so reich, dass ich mir eine eigene Wohnung finanzieren könnte, ich kann gut davon leben aber ich wohne derzeit noch bei meinem Vater. Ich zahle einen Teil der Miete und arbeite von daheim aus.

Aber das sind doch mal schöne Aussichten, dass es nicht hoffnungslos ist. Smile Klar muss es nichts für jeden sein, doch auch wenn ich Sorgen habe überwiegt auch etwas die Freude. Ich hätte nach meiner ersten Beziehung nie gedacht, dass ich je wieder eine zweite anfangen würde, ich war mir auch ne ganze Weile nicht sicher, ob ich als Single nicht auch glücklich sein kann, ich hab jede Menge stabiler Freundschaften die Jahrzehnte dauern und ich dachte vor meinem Freund immer dass würde mir reichen Smile

Aber als ich ihn kennen gelernt hatte und erkannt hatte, dass er und ich uns ergänzen, dass ich mich durch ihn an neues herantraue ohne innerlich nach dem Fluchtweg zu suchen, war ich bereit zuzugeben, dass Single sein zwar schön war, aber das so eine Beziehung auch etwas für sich hat Smile Freundschaften mögen schön sein, doch ich bin nicht A-Romantisch nur A-sexuell.
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Memoriath

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