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Pfötchen





Sexualität: unbekannt
Anmeldungsdatum: 14.11.2005
Beiträge: 698
BeitragVerfasst am: Mo Nov 28, 2005 17:52    Titel: Antworten mit Zitat

Dogbert hat folgendes geschrieben:
Vielleicht zur Verdeutlichung:
Hier im Forum wird offenbar unterbewußt so getan als wenn die Asexuellen die Normalen seien und die Sexuellen die Triebgestörten. Von der Vorstellung muß man enmal abkommen und sich eingestehen, daß wir die Triebgestörten sind. Ich hatte heute nacht noch einmal in Ruhe darüber nachgedacht.


Shocked
Nee den Eindruck wollte ich nicht erwecken. Sorry, falls es an mir lag, entschuldige ich mich natürlich dafür.

Mir gehen nur sämtliche Gedanken durch den Kopf...und ich erwarte ja auch nicht das ER verzichtet! Nur wenn er nicht verzichten kann, wäre es natürlich besser das ER dann auch die Beziehung frühzeitig beendet und nicht sagt, er kommt damit zu recht, aber holt sich dann für ihn Wichtiges woanders.

Hole mir meine Umarmungen oder andere Emotionale für mich Wichtigen Sachen auch nicht woanders, sondern versuche ihm zu erklären...(naja auch wenn das Gespräch 4 Jahre dauert Very Happy )
Nur wenn das alles nichts bringt, und einer ständig auf der Strecke bleibt (was in meinem Kopf über kurz oder lang so sein wird) dann müssen sich die Wege trennen! Ganz klar!

Wie gesagt, ich stecke wohl mitten in einem Gewissenskonflikt und bewege mich mit meinen Gedanken im Kreis!
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xaida




Alter: 42
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 18.01.2005
Beiträge: 1633
Wohnort: Berlin
BeitragVerfasst am: Mo Nov 28, 2005 18:12    Titel: Antworten mit Zitat

Ich schätze, weder er noch wir sind "gestört". Es sind einfach nur zwei unterschiedliche Ausprägungen, unterschiedliche Bedürfnisse, die gleichberechtigt akzeptiert werden können. Wenn ich beobachte, dass eine Seite als triebgeschädigt hingestellt wird, hilft es bestimmt nicht, indem ich die Seiten einfach vertausche. Ich kenne die Natur nicht, sie hat noch nicht zu mir gesprochen und es fällt mir schwer, eine Ausrichtung als mehr oder weniger naturgewollt zu empfinden. Das ist auch nicht die Frage, sondern eher ein: Kann ich meinem Partner glaube, dass er meine (von ihm aus) Andersartigkeit in ihren Konsequenzen erfasst hat?

Ich glaube, Du kannst Deinem Partner Deine Gefühle erklären, Du kannst ihm wahrscheinlich auch vermitteln, dass es sich vielleicht in Zukunft nie ändern wird und mit ihm reden, ob er es sich auch ein Zusammenleben mit der Gewissheit vorstellen könnte, dass Ihr nie wieder Sex haben werdet. Aber ich fürchte, was Du nicht kannst ist, ihn davon überzeugen, dass es ihm mehr oder weniger ausmacht, als es nunmal tut bzw. als er sagt. Du bist ja ehrlich zu ihm und Du willst ja auch ernst genommen werden, mit dem, was Du sagst. Vielleicht solltest Du dann Deinem Partner genau das gleiche Vertrauen in seine Worte entgegen bringen. Falls Du im Zweifel bist und Dich von ihm trennst, hättest Du dann nicht immer dieses Gefühl, dass vielleicht doch alles gut geworden wäre? In vier Jahren kann sich viel verändern. Du hast gefragt, warum ein Sexueller auf Sex verzichten wollen würde bzw. warum ein Asexueller Sex haben wollen würde - wahrscheinlich lassen sich einige einfach darauf ein, weil sie den anderen so sehr lieben und sich zutrauen, mit einem Kompromiss oder dieser Verbiegung zu leben. Vielleicht hat sich in den vier Jahren das verändert.

Rede mit Deinem Partner über diesen Gewissenskonflikt. Wenn Dich einer überzeugen kann, dann nicht wir, sondern höchstens er. Und vielleicht hat er ja ebenso einen Gewissenskonflikt, über den er mit Dir auch sprechen möchte...
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Dogbert




Alter: 58
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 02.10.2005
Beiträge: 246
Wohnort: Berlin
BeitragVerfasst am: Mo Nov 28, 2005 18:19    Titel: Antworten mit Zitat

Pfötchen, ich bezog das nicht speziell auf Dich, sondern genauso auf andere Beiträge. Es liest sich in der Tat oft recht enseitig, was vielleicht aus asexueller Sicht nachvollziehbar ist: "die Sexuellen sind alles Triebtäter und Lustmolche, verstehen nichts von Liebe etc." *malübertreibe*.

Eine sexuelle Frau wünscht sich in der Liebe nichts mehr als GV. Es gab in früheren Jahen Zeiten, wo ich darum regelrecht bekniiet wurde. Das hört sich jetzt sicher albern an, aber soweit kann das führen, wenn der Partner asexuell ist und der Sexuelle davon nichts weiß. Besonders whl fühlt man sich als Asexueller in so einer Position sicherlich nicht, zumal man es schafft, jemanden erst "scharf" zu machen (ausgiebiges Kuschelvorspiel etc.) und dann jemanden, wenn es dann zum "Höhepunkt" kommen sollte, in ihrer Erwartung und Erregung "stehen" läßt.

So kann die Lage aus Sicht einer sexuellen Frau aussehen, wenn sie sich mit einem sexuellen Mann einläßt.

Jetzt stelle Dir mal folgende Situation vor:
Ich sei sexuell und weiß nichts davon, daß die Frau asexuell ist. Ich muß da nicht einmal geil wie Nachbars Lumpi sein, aber stehe doch dann auch unter einem enormen Druck, weil ich annehmen muß, daß die Frau von mir erwartet, daß es geschehen soll. Also: es kann in der Tat zu schizophrenen Situationen kommen.


Pfötchen, man muß nach vier Jahren nicht gleich über die Beendigung einer Beziehung wegen einer derartigen Disharmonie reden. Ich bin da eigentlich optimisticher gestimmt, wenn man sich auf einen Konsens einigen kann, der tatsächlich so gestaltet werden kann, daß er sich anderweitig befriedigt. Letztendlich tut Euch das beiden gut, weil er dann wieder ausgeglichen ist. Weiterhin spielt natürlich auch die geistige Reife und der Erfahrungsrückblick eine Rolle. Ab einem bestimmten Alter nimmt das Verlangen nach GV in der Regel ohnehin ab und andere Werte treten in dem Vordergrund. Das Dilemma besteht eigentlich darin, daß das zunächst nur auf Männer zutrifft. Bei Frauen wird es ab ca. 40 eher schlimmer, so daß sie mitunter regelrecht scharf auf jüngere "potentere" Männer werden. Das hängt mit dem veränderten Hormonspiegelverhältnis Testosteron zu Östrogen zugunsten des Testosterons bei Frauen zusammen.

Ich habe auch so meine Probleme damit, mir vorzustellen, was an Sex so wahnsinnig wichtig sein sollte. Nur ist es eben so und ich muß und kann es Sexuellen zugestehen.
_________________
Liebe Grüße
Dogbert
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Pfötchen





Sexualität: unbekannt
Anmeldungsdatum: 14.11.2005
Beiträge: 698
BeitragVerfasst am: Mo Nov 28, 2005 18:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Xaida

Vielen lieben Dank!

Du hast recht mit dem was du sagst! Ich werde jetzt abwarten und mir nicht den Kopf zermatern...sondern alles auf mich zu kommen lassen.

Lieben Gruß
Silke
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Dogbert




Alter: 58
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 02.10.2005
Beiträge: 246
Wohnort: Berlin
BeitragVerfasst am: Mo Nov 28, 2005 18:39    Titel: Antworten mit Zitat

@xaida

Ich hätte wohl das "triebgestört" besser in Anführungszeichen setzen sollen. Letztlich habe ich davon Abstand genommen, weil ich wissenschaftlich gesehen tatsächlich triebgestört bin, nämlich dahingehend, daß mein sexuelles Verlangen irgendwo gegen 10 (wenn wir uns dabei eine Skala von 0 bis 100 vorstellen) trebt und es wohl auch nicht wirklich jemals anders war.
Du sprichst von einer anderen sexuellen Orientierung und ist von der philosophischen Ebene auch nachvollziehbar. Ich sehe es jedoch insofern anders, daß wir zu den sagen wir 10-12% sexuell abweichendorientierten gehören und uns somit deutlich in der Minderheit befinden. Wir fallen aus dem Schema der auf natürlichem Wege Fortpflanzungs- oder Arterhaltungswilligen heraus. Die Natur hat es jedoch so vorgesehen, daß Mann und Frau sich körperlich zum Zwecke der Gründung einer Nachkommenschaft vereinigen. Dieses Phänomen ist auch im Tierreich zu beobachten. Vielelicht sollte man Studien im Auftrag geben, die sich mit dem Anteil asexueller Schimpansen oder Rinder beschäftigen. Wink

Naja, was ich eigentlich meinte: wir sind so oder so Abweichler innerhalb der Gattung "homo sapiens".

Es war in den Fällen mehr, ich will jetzt nicht sagen "Gefälligkeitsleistung" (das wäre unfair), aber es war eben eine Liebeserweisung, die für mich selbst überflüssig wäre. Vielleicht nicht einmal erzwungen, aber man spürt, was von der anderen Seite erwartet wird. Für einige Zeit kann man den "Akt" noch hinauszögern, aber irgendwann wird die Dame auch mal ungeduldig.
_________________
Liebe Grüße
Dogbert
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hajo




Alter: 63
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 24.11.2005
Beiträge: 105
Wohnort: Hamburg Nordost
BeitragVerfasst am: Mo Nov 28, 2005 22:19    Titel: Antworten mit Zitat

quote] Dogbert schrieb:
Gestandene sexuelle Paare mit Kindern etc. können auch relativ leicht auif Sex verzichten, da für sie andere Werte bestimmend sind.


Hallo Dogbert,

in der Theorie magst Du recht haben, die Theorie hat aber Grenzen:
Es gibt bei Familien eine Phase, bei der das /die Kind(er) klein sind und sehr viel Eltern brauchen. Meine Frau hat während dieser Zeit häufig gesagt " Wir sind eigentlich nur noch Eltern" und damit meinen wollen, daß sie mehr von Ihrem Partner möchte. Aus Verständnis für die Situation hat sie ihre sexuellen Bedürfnisse hintangestellt.
An anderer Stelle hast Du auf die Biologischen veränderungen in den Vierzigern hingewiesen. Wenn beides zusammenkommt, kann das (und nicht nur bei uns) beim sexuellen Partner zu einer Torschlußpanik führen (jetzt erst recht !!!). Das Phänomen gbt es übrigens auch bei gleichsexuellen Partnern, wird aber durch die Asymmetrie A>><<Sexuell nur noch verstärkt. Die Schuldfrage ist bei dieser Betrachtung absolut uninteressant ! Grundsätzlich geht es darum, eine Brücke über die "Schlucht" zu schlagen:
Die/der Sexuelle: "ich habe mein ganzes Leben noch vor mir, warum soll ich jetzt auf das schönste verzichten..."
Der/die Asexuelle: "die letzten Jahre waren schön, ich bin nicht zu etwas gefordert worden, was ich nicht möchte, warum soll ich jetzt damit wieder anfangen und mich verdrehen..."
Völlig unabhängig von "normal" oder "nicht normal", der Trieb wird nicht über den Kopf gesteuert. Wenn ich versucht habe meinen Partner zu befriedigen, mußte ich mir erst im Kopf ein Modell dazu ausdenken.
Der Weg ohne Kopf vom Trieb zum Geschlecht ist da kürzer und weniger kompliziert. Diesen Nachteil zu kompensieren, dürfte auch mit viel Verständnis auf beiden Seiten nur zeitlich begrenzt möglich sein.

Auch ich bin in diesem Punkt noch etwas orientierungslos. Leider spricht die Erfahrung gegen den guten Willen (auf beiden Seiten).


Gruß

Hajo

[/quote]
_________________
Der Weg zur Erkenntnis ist lang und geht nicht immer nur geradeaus.
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Paul-123




Alter: 57
Sexualität: unbekannt
Anmeldungsdatum: 25.06.2005
Beiträge: 35
Wohnort: Thüringen
BeitragVerfasst am: Di Nov 29, 2005 23:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hinweis vom Modteam: Diese Antwort bezieht sich auf ein Posting dass von yepit zurückgenommen (gelöscht) wurde!

yepit hat folgendes geschrieben:
@paul
ich verstehe, was du meinst, bin aber in puncto „fußball“ überhaupt nicht deiner meinung.


Mit der Frage wollte ich meine Vermutung bestätigen lassen, dass der Sex für die meisten Asexuellen wohl doch eine gewisse Bedeutung hat. So nach dem Motto: "Ich mag es nicht, weiß aber dass es etwas ganz Besonderes ist." Gewissermaßen der "Liebesbeweis" der Sexuellen. Da allerdings nicht alle Sexuellen so denken, ist eine Dreierbeziehung oder auch käuflicher Sex meiner Meinung nach eine mögliche Alternative. Wobei ich dir voll zustimme, das so etwas besser zu Beziehungsbeginn ausprobiert werden sollte.

Gruß
Paul-123
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olazaffe





Sexualität: unbekannt
Anmeldungsdatum: 30.11.2005
Beiträge: 4
BeitragVerfasst am: Mi Nov 30, 2005 17:37    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Also, was mich doch immer wieder beschäftigt ist die Frage, warum sich ein sexueller nicht einfach *ähemm* regelmäßig die Hand gibt, um sich zu erleichtern? Man muß wohl Sexueller sein, um das zu verstehen...


Also es ist so: in einer langjährigen sexuellen Partnerschaft ist die sexuelle Vereinigung die intensivste Form der Liebe. Die Vereinigung mit dem Partner ist auf einer besonderen Ebene so intensiv und direkt, dass es mit nichts anderem vergleichbar ist. Dabei geht es nicht in erster Linie um körperliche Befriedigung, sondern um ein sehr intensives Erleben der partnerschaftlichen Verbindung auf höchster Ebene.

Das kann die "Handarbeit" in keiner Weise bieten, aber auch der Bordellbesuch nicht, weil dieser auch nur der Triebbefriedigung dient. Darüber hinaus kann auch die "Handarbeit" für Triebbefriedigung den körperlichen Kontakt nicht wirklich ersetzen, sonst würden die Bordelle ja kein Geschäft mehr machen.

Das heisst aber auch in letzter Konsequenz, letztlich kann auch das Bordell die partnerschaftliche Vereinigung nicht wirklich ersetzen...

jan
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Dogbert




Alter: 58
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 02.10.2005
Beiträge: 246
Wohnort: Berlin
BeitragVerfasst am: Mi Nov 30, 2005 17:50    Titel: Antworten mit Zitat

Ebenso könnte man sich banal die Frage stellen, warum es überhaupt GV gibt. Früher waren die Menschen nicht augeklärt und es hat ihnen niemand erzählt, wie und wann es in welchen Stellungen gemacht wird. Es wurde gemacht, wenn man ein normales Triebverhalten hatte, sich intensiv und körperlich liebte. Über die damaligen Asexuellen, die es dort sicherlich auch schon gegeben hat, machte man sich wahrscheinlich keinen Kopf.

Die tiefste Vereinigung auf sexueller Ebene ist für Sexuelle das Größte und kann durch nichts anderes ersetzt werden. Asexuelle empfinden anders und sie finden auf ihre Weise ihr Glücksgefühl auf körperlicher Ebene. Jedem das Seine. Schwierig wird es eben dann, wenn die Empfindungen unterschiedlich sind, was auch bei Sexuellen der Fall sein kann. Da hilft nur, wie jemand hier so schön schrieb: Reden, reden, reden.
_________________
Liebe Grüße
Dogbert
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Mona




Alter: 54
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 31.05.2005
Beiträge: 92
Wohnort: Ruhrgebiet
BeitragVerfasst am: Do Dez 01, 2005 16:45    Titel: Antworten mit Zitat

@Jan: so wie du es beschreibst, hört "es" sich schon nach etwas ganz Besonderem an, das ich - als nicht besonders engagiert in dieser Hinsicht - vielleicht manchmal auch als schön erleben könnte.
Aber glaubst du, dass man solch ein besonderes Erlebnis als sexuelles Paar dreimal die Woche haben kann?

@Dogbert:
Zitat:
Früher waren die Menschen nicht augeklärt und es hat ihnen niemand erzählt, wie und wann es in welchen Stellungen gemacht wird. Es wurde gemacht, wenn man ein normales Triebverhalten hatte, sich intensiv und körperlich liebte.

Woher weißt du das? Romantisierst du da nicht ein wenig? Früher zog GV oft direkt eine Schwangerschaft nach sich. Glaubst du, die Leute haben es damals als eine Art Freizeitbeschäftigung gesehen, wie es heute oft üblich ist?
_________________
Lieben heißt, dich selbst so sein zu lassen, wie du bist.
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Dogbert




Alter: 58
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 02.10.2005
Beiträge: 246
Wohnort: Berlin
BeitragVerfasst am: Do Dez 01, 2005 18:08    Titel: Antworten mit Zitat

Mona, deswegen meine ich damit, daß es damals anders, normaler und naturgemäßer war und nicht als Freizeitsport betrieben wurde.
_________________
Liebe Grüße
Dogbert
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xaida




Alter: 42
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 18.01.2005
Beiträge: 1633
Wohnort: Berlin
BeitragVerfasst am: Do Dez 01, 2005 20:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hm, Du scheinst echt einen guten Draht zur Natur zu haben... mir hat sie so etwas noch nicht gesagt Wink
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Marie





Sexualität: unbekannt
Anmeldungsdatum: 17.06.2005
Beiträge: 38
BeitragVerfasst am: Do Dez 01, 2005 23:46    Titel: Antworten mit Zitat

Ich persönlich glaube, dass so eine Beziehung funktionieren kann.
Wenn mich der Partner wirklich liebt, dann sollte er das auch verstehen.
Zwar kann man es dem Partner nicht übel nehmen, wenn ihm Sex wichtig ist ( ich akzeptiere das ja auch ), aber ich denke den dauernden Verzicht auf Sex als Trennungsgrund zu nehmen, ist einfach nur lächerlich.
Als wenn eine Beziehung nur mit Sex funktioniert.
Wenn man einen Menschen gerne hat, ist es doch genauso schön einfach Arm in Arm zu liegen und gemeinsam einzuschlafen.
Ich will damit niemanden verurteilen, aber ich kann es einfach nicht nachvollziehen, genau wie viele "normal" - Sexuelle nicht akzeptieren können, dass es ohne Sex geht.
Ich persönlich mache mich jetzt nicht bewußt auf die Suche nach jemanden, der asexuell ist.
Wie gesagt, wenn man einen Menschen wirklich liebt, spielt es keine Rolle, ob hetero, bi, schwul, lesbisch oder asexuell Very Happy
Wenn ich jemanden finden sollte, der nicht auf Sex verzichten kann, und den Verzicht auf Sex als Trennungsgrund ansieht, der kann gleich wieder gehen. Bin vielleicht direkt, aber dafür ehrlich.
_________________
Wahre Liebe ist der Schlüssel zum Glück...
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Pfötchen





Sexualität: unbekannt
Anmeldungsdatum: 14.11.2005
Beiträge: 698
BeitragVerfasst am: Di Dez 06, 2005 14:07    Titel: Antworten mit Zitat

So die Bombe tickt weiter und schneller...

Heute hatten wir wieder mal ein Gespräch. Es lief daraufhinaus das mein Mann mir sagte, das mir das Forum nicht gut täte, denn er habe das Gefühl ich würde mich nun sozusagen drauf ausruhen und nicht weiter nachforschen WARUM ich A-Sexuell wäre..oder denken würde ich sei es!

Hinzu kommt, das er glaubt das A-Sexualität nicht schon immer da sein kann, sondern höchstens als Blockade auftaucht wenn man schlechte Erlebnissen hatte. Er kann nicht recht verstehen das MEIN Erlebniss nix damit zu tun hat, das ich kein Verlangen danach habe, sondern nur der EKEL noch hinzukam.

Dasselbe denkt er auch über Homosexualität. Er meint sie wäre nicht von anfang an da, sondern würde erst im nachhinein erscheinen wenn man es ausprobiert hat und sich damit wohl fühlt.

Ich sagte ihm, das ich mir sehr wohl vorstellen kann, das ein junger Mensch in frühen Zeiten schon sehr wohl Vorstellungen hat wo er hingehört, es aber nicht auslebt bzw sich nicht traut es auszuleben!
Erst später dann versucht wie der andere Weg ist und dann entscheidet, wo er hingehört!

Liebe Grüße
Silke

*tick*tick*tick*tick*
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xaida




Alter: 42
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 18.01.2005
Beiträge: 1633
Wohnort: Berlin
BeitragVerfasst am: Di Dez 06, 2005 14:47    Titel: Antworten mit Zitat

Wow, Du bist wirklich mit etwas konfrontiert...! Und ich dachte schon, spätestens seit Freud wäre das Viktorianische Zeitalter mit seinem Mythos der einzig möglichen "gott- und naturgewollten, reproduktiven Sexualität" in Schwanken geraten. Wenn er selbst Heterosexualität als einzig legitime Ausprägung ansieht, wird es wohl schwerer sein, ihm die Grundlagen der Sexualwissenschaft näher zu bringen, als vielleicht dort weiter zu machen, wo seine Argumentation hinführt. Wenn seiner Meinung nach Homosexuelle so "geworden" sind, weil sie es ausprobiert haben und sich damit wohlfühlen, dann könnten doch konsequent weitergedacht seiner Ansicht nach vielleicht auch Asexuelle aus den gleichen Gründen so "geworden" sein. Und da es in einer Beziehung oder Ehe darum geht, dass passiert, wobei sich möglichst beide so sehr wie möglich wohlfühlen, müsstet Ihr auch beide in Eurem Empfinden ernst genommen werden. Von einer vermeintlichen Natur würde ich mir doch nicht meine Beziehung kaputt machen lassen. Wink

Die Frage ist dann wohl eher, warum genau er möchte, dass Du über Gründe und damit eine Änderungsfähigkeit nachdenken sollst. Will er es, weil er besorgt um Dein Wohlbefinden ist? Vielleicht weil er denkt, dass man ohne Sex nicht glücklich werden kann? Und wenn ja, belastet es Dich denn auch, keinen Sex zu wollen? Oder ist er eher besorgt, dass Eure Beziehung auseinander gehen könnte? Denn um das zu verhindern, müssen wohl beide ein wenig aufeinander zu kommen und miteinander arbeiten und nicht nur einer seine sexuellen Wünsche zu ändern suchen. Also, welche Motivation steckt dahinter, dass er will, dass Du Dich "nicht darauf ausruhen sollst" bzw. "weiter nachforschen sollst, WARUM du asexuell bist"?

Auf jeden Fall drücke ich Dir weiterhin die Daumen und hoffe, dass es mit Euch beiden bald wieder bergauf geht. Und vielleicht könnt Ihr ja irgendwann einmal darüber lachen..? Hm? Confused
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