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Fehlendes Verlangen vs. fehlende Anziehung
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In welche Kategorie würdet ihr euch (eher) einordnen?
Ich empfinde keine/kaum sexuelle Anziehung zu anderen aber habe ein (gewisses) Verlangen/Bedürfnis nach sexuellen Handlungen/Aktivitäten mit anderen
9%
 9%  [ 10 ]
Ich empfinde keine/kaum sexuelle Anziehung zu anderen und habe kein/fast kein Verlangen/Bedürfnis nach sexuellen Handlungen/Aktivitäten mit anderen
56%
 56%  [ 61 ]
Ich empfinde eine (gewisse) sexuelle Anziehung zu anderen aber ich habe kein/fast kein Verlangen/Bedürfnis nach sexuellen Handlungen/Aktivitäten mit anderen
28%
 28%  [ 30 ]
Ich empfinde eine (gewisse) sexuelle Anziehung zu anderen und ich habe ein (gewisses) Verlangen/Bedürfnis nach sexuellen Handlungen/Aktivitäten mit anderen
6%
 6%  [ 7 ]
Stimmen insgesamt : 108

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Maz
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Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14128
BeitragVerfasst am: Fr Nov 01, 2019 13:08    Titel: Antworten mit Zitat

vorläufiges Ergebnis:
Es gibt deutlich mehr Stimmen in der Kategorie Anziehung vorhanden aber Interaktionsbedürfnis nicht als in der Kategorie beides vorhanden und der Kategorie Interaktionsbedürfnis vorhanden aber Anziehung nicht.

Somit zeigt sich zum einen recht deutlich, daß diese Ebenen entkoppelt auftreten können (aktuell bei 33% also bei 1/3 der Teilnehmer) als auch der Umstand, daß ein fehlendes Interaktionsbedürfnis für sich genommen wahrscheinlicher ist als eine fehlende Anziehung.
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Windsurfhippie





Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 13.08.2005
Beiträge: 3235
Wohnort: NZ
BeitragVerfasst am: Sa Nov 02, 2019 12:45    Titel: Antworten mit Zitat

Es wäre ja noch interessant gewesen, wer dafür sonst noch seperat abstimmen würde:

Zitat:
Ich empfinde keine sexuelle Anziehung zu anderen und habe kein Verlangen/Bedürfnis nach sexuellen Handlungen/Aktivitäten mit anderen


Wenn man es so schriebe. Aber ich kann das mit den Umfragen nicht gut, zeigt mein Versuch letztens.
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Maz
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Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14128
BeitragVerfasst am: Sa Nov 02, 2019 12:53    Titel: Antworten mit Zitat

Nach den Gesetzen der Logik wären das dann wohl ein paar weniger. Es gab wohl einige Leute, die nicht abstimmen wollten weil "fast kein" mit einbezogen wurde, aber das ist imho unbegründet, da ja auch die Gruppe der Menschen, die sich auf der kompletten 0-Linie sehen ausdrücklich inkludiert ist.

Im Bereich Sexualität mit absoluten Grenzlinien zu arbeiten halte ich aber ehrlich gesagt auch für einen Anspruch, der mit der Realität nicht wirklich kompatibel ist und der auch von AVEN in dieser Striktheit nie vertreten wurde (siehe Dreieck) auch wenn ich für mich persönlich die Definition lieber zu eng als zu locker auslege. Letztlich führt diese Betrachtung ja wieder zur Frage was eine Anziehung und ein Verlangen genau sind und ob Empfindung oder Verhalten xyz nicht vielleicht doch als Anziehung / Verlangen gewertet werden könnten.

Diese Umfrage sollte aber ja primär 2 Sachen zeigen:

1. Es gibt diese Entkoppelung, die unterschiedlichen Definitionen sind also nicht aus der Luft gegriffen. Anziehung und Verlangen sind nicht das selbe.

2. Kein Verlangen zu haben ist häufiger und somit zumindest hierzulande vermutlich wichtiger für die Selbsteinordnung als asexuell als keine Anziehung zu haben. Das paßt zum Ergebnis bei der Frage wie man Asexualität definieren würde.
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Windsurfhippie





Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 13.08.2005
Beiträge: 3235
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BeitragVerfasst am: Mo Nov 04, 2019 15:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hab Dich schon veratanden, um was es hier ging. Mich hätt's halt interessiert, wie da der "Extremistenanteil" so etwa ausfiele.

Kompatibel mit der Realität scheint ja immer das zu sein, was Einzelpersonen oder Gruppen glauben, dass es das sei. Das macht Realität im Vergleich zu Wirklichkeit gestaltbar. Sie kann einen Anteil der Wirklichkeit enthalten, aber Jeder kann sich seine Eigene basteln.

Was man jetzt alles als Anziehung deklarieren kann, weiß ich selbst nicht, oder wo da die Grenzen sind. Das wissen anscheinend nicht mal Leute, die das selbst kennen, so wirklich.
Fühlt man sich zu Albrecht Dürer hingezogen, wenn man dessen Bilder mag? Oder zum Eishändler, wenn man jedes Mal wieder zu Pistazieneiskrem greift? Niemand geht davon aus, dass Jemand auf seine Hunde steht, wenn der sich täglich mit denen abgibt, sie füttert, pflegt, Gassi mit ihnen geht oder auf den Hundesportplatz. Wieso weiß fast jeder, das ist keine Anziehung, und sobald man sowas Ähnliches mit Artgenossen unternimmt, steht die Idee im Raum, müsse -ja klar- was mit Anziehung zu tun haben?
Da hat man ja schon viel dazu diskutiert und Ideen gewälzt. So richtig kapiert habe ich's ehrlich gesagt nie. Auch den Unterschied nicht so wirklich, ich nehme halt an, dass man das kennen muss, um es wirklich zu verstehen. Dass es so ähnlich ist, wie verstehen, wie es ist, schwanger zu sein.
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Maz
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Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14128
BeitragVerfasst am: Mo Nov 04, 2019 15:22    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Kompatibel mit der Realität scheint ja immer das zu sein, was Einzelpersonen oder Gruppen glauben, dass es das sei.


Hängt letztlich davon ab ob man das ohne Rückgriff auf theoretische Begriffe, die einen bestimmten Interpretationsspielraum haben, messen kann oder nicht.

z.B. ist die Behauptung, daß es körperlich gesunde erwachsene Menschen gibt, die nicht auf sexuelle Reize reagieren, empirisch im wesentlichen widerlegt, da man das anhand von Körperreaktionen messen kann

(klar im Sinne eines Existenzbeweises ist es natürlich nicht möglich etwas durch Messung zu 100% zu widerlegen, da ein einzelnes Individuum als Gegenbeweis angeführt werden könnte. Dann müßte man allerdings auch feststellen, daß die Gesetze der Physik nicht belegt sind, da ja doch irgendwann mal ein Apfel anfangen könnte spontan zu schweben und dieses Ereignis dann ja eine Widerlegung wäre. Das ist ja auch der Grund warum empirische Forschung bzw. Wissenschaft keine Sachverhalte eindeutig beweisen kann. Beweise funktionieren nur innerhalb theoretischer Gebilde wie der Mathematik, deren Regeln per Definition statisch sind).

Die Aussage keinerlei sexuelle Anziehung oder Verlangen zu erleben kann hingegen auf diese Art nicht widerlegt werden, da die Begriffe selbst einer situativen, persönlichen und gesellschaftlichen Interpretation unterliegen.

Für mich ergibt z.B. die Aussage ein Kinderwunsch wäre ohne sexuelle Komponenten möglich keinen Sinn, da ich den Kinderwunsch selbst für eine Ausprägungsform sexueller Bedürfnisse halte. Das dürfte allerdings eine Extremposition sein, die in der Realität womöglich nicht zu halten ist und basiert auf einer ganz bestimmten Auslegung von Sexualität, die nicht lediglich die primär sexuelle Interaktion als Grundlage hat.

Auf der anderen Seite des Extrems kann man fehlendes Verlangen aber auch so definieren, daß lediglich aus Angst oder Ekel oder auf der Grundlage traumatischer Erfahrungen kein Interesse an klassischem penetrativen Geschlechtsverkehr besteht obwohl vielleicht sogar Zungenküsse, Petting oder auch Fetischinteressen / BDSM-Interessen ausgelebt werden. Für diese Gruppe würde ich dann z.B. doch behaupten, daß die Aussage es bestünde kein Verlangen objektiv nicht haltbar ist, sondern lediglich auf einer selbstwertschützenden Uminterpretation des faktisch gegebenen beruht.

Aber auch hier gilt wieder: da es sich beim Verlangen um eine subjektive Kategorien handelt, für die weder das Verhalten noch Körperreaktionen ausschlaggebend sind, läßt sich das nicht mit 100%iger Sicherheit klären.
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Callas of the Wind




Alter: 39
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 13.08.2019
Beiträge: 191
Wohnort: Oberfranken
BeitragVerfasst am: Mo Nov 04, 2019 15:35    Titel: Antworten mit Zitat

Maz hat folgendes geschrieben:
Für mich ergibt z.B. die Aussage ein Kinderwunsch wäre ohne sexuelle Komponenten möglich keinen Sinn, da ich den Kinderwunsch selbst für eine Ausprägungsform sexueller Bedürfnisse halte.


Vielleicht habe ich deswegen nie Interesse an Kinder gehabt. Schon als Kind wollte ich nie welche. Das war für mich von Anfang an klar.
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Fichte
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Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 27.06.2012
Beiträge: 476
BeitragVerfasst am: Di Nov 05, 2019 16:52    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hab noch gar nicht an der Umfrage teilgenommen, da ich die Definitionen verwirrend finde.

Ich würde "sexuelle Anziehung" enger definieren. Vielleicht als: Wenn Person A sich sexuell von Person B angezogen fühlt, dann regt sich etwas im Geschlechtsteil von Person A. Wobei egal ist, in welcher Stärke diese "Regung" (oder "Erregung") ausfällt. Und Person B braucht dafür nichts zu tun, sondern es reicht die reine Anwesenheit oder sogar Gedanken bzw. Erinnerungen im Bewusstsein von Person A - also auch möglich, wenn Person B gerade gar nicht im gleichen Raum wie Person A ist. Und sexuelle Anziehung ist also personenbezogen und dementsprechend etwas anderes als "spontane" Regung im Geschlechtsteil und auch etwas anderes als Regung im Hinblick auf z. B. Pornos oder medizinische Texte über Geschlechtsverkehr.
Ich selbst kenne von meinem Geschlechtsteil nämlich tatsächlich derartige nicht auf Personen bezogene Regungen. Das erste Mal als ich im Grundschulalter (über 4 Jahre vor meiner 1. Regelblutung) ein Aufklärungsbuch las. Und später dann - ich weiß gar nicht mehr, ob es schon bei der 1. Regelblutung war oder erst bei einem der folgenden Male. Und noch später, als ich mit dem Lesen und Schauen von Pornos experimentierte. Wobei mein Geschlechtsteil aber nicht auf jede Art von Porno reagiert und auch nicht zu jeder Zeit.
Aber im Hinblick auf Menschen hat mein Geschlechtsteil bisher zum Glück noch nie reagiert. Mich nerven ja schon die "spontanen" Regungen (und dementsprechend auch die pornoinduzierten). Wenn bestimmte Menschen solche Regungen in meinem Geschlechtsteil auslösen könnten, dann würde ich diese Menschen mit Sicherheit meiden, einfach weil ich das Gefühl total "doof" finde. (Aber fragt mich nicht, wie es sich anfühlt, denn das kann ich gar nicht beschreiben. Jedenfalls nicht ganz so schlimm wie gekitzelt zu werden, aber schon ziemlich irritierend.)

Sexuelle Handlungen würde ich dann wohl definieren als Handlungen, die Regungen im eigenen Geschlechtsteil auslösen oder erhalten oder verstärken. Wobei es aber nicht unbedingt auf einen Orgasmus hinauslaufen muss, denn es gibt ja z. B. auch Leute, die die Phase vor einem Orgasmus besser finden als den Orgasmus selbst. Und die Handlungen brauchen nicht unbedingt am eigenen Körper ausgeführt zu werden, denn es gibt ja z. B. auch Leute, die nicht selbst berührt werden wollen, die aber andere Menschen berühren wollen und daraus dann sexuelle Befriedigung ziehen. Oder Voyeure, die nur zuschauen wollen und daraus sexuelle Befriedigung ziehen.
Dazu noch die Unterteilung in sexuelle Handlungen "mit einem (oder mehreren) anderen Menschen" und Handlungen "ohne andere Menschen" (also Masturbation/Selbstbefriedigung).
Nach dieser Definition könnte man jedenfalls auch erklären, warum manche Menschen Zungenküsse sexuell finden und andere nicht. Bei mir z. B. regt sich bei einem Zungenkuss nichts in meinem Geschlechtsteil. Von daher hab ich Zungenküsse schon mitgemacht, weil ich die halt "nur" total langweilig und überflüssig finde. (Wobei ich allgemein keinen Spaß an oralen Aktivitäten hab. Mag auch keine Kaugummis oder Bonbons oder Stiftkauen. Kann mir aber durchaus vorstellen, dass andere Leute Spaß an sowas und dementsprechend auch Spaß an Zungenküssen haben.)
Aber z. B. Umarmungen mag ich - die können sich sehr schön anfühlen - und dabei regt sich zum Glück nichts in meinem Geschlechtsteil. Also dieses "irritierende" Gefühl, das ich von spontaner "Erregung" kenne, wird zum Glück nicht ausgelöst. Andernfalls würde ich Umarmungen vermutlich nicht mehr mögen.

Sowas wie Stimme und Körpergeruch finde ich jedenfalls nicht sexuell, da ich z. B. die Stimme und den Körpergeruch meiner Oma sehr mochte und als Kleinkind liebend gern auf ihrem Bein "hoppe hoppe Reiter" spielte. Aber ohne Regung in meinem Geschlechtsteil! Very Happy
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Maz
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Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14128
BeitragVerfasst am: Di Nov 05, 2019 17:57    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Ich würde "sexuelle Anziehung" enger definieren. Vielleicht als: Wenn Person A sich sexuell von Person B angezogen fühlt, dann regt sich etwas im Geschlechtsteil von Person A. Wobei egal ist, in welcher Stärke diese "Regung" (oder "Erregung") ausfällt.


Man müßte dann aber zumindest vorher ausschließen, daß das Gegenüber sexuell relevante Signale sendet, sprich andere Menschen dürften keine solchen Reaktionen erleben obwohl die Person sich ihnen gegenüber exakt gleich verhält (also z.B. nicht unterschwellig flirtet oder aufgrund eines eigenen Interesses/Erregung nur in Gegenwart einer bestimmten Person Pheromone produziert, etc. denn für diese Fälle würde ich auch bei nicht interessierten Personen messbare Reaktionen erwarten).

Allerdings würde ich Anziehung auch nicht komplett losgelöst von Handlungsmotiven beschreiben, d.h. das Kriterium der Erregung könnte denke ich eher Nonlibidoisten von anderen Asexuellen und von Sexuellen abgrenzen scheint mir aber für Asexuelle mit Libido nicht ausschlaggebend zu sein.

Der Unterschied zwischen sexueller Anziehung und Verlangen nach sexueller Interaktion ist für mich zum einen der, daß Verlangen auch dann auftreten kann wenn niemand anwesend ist, gegenüber dem Anziehung empfunden werden kann (Extremfall: Bordellbesuche aufgrund plötzlich auftretender Handlungsmotivation, hier spielt eine Anziehung offensichtlich keinerlei Rolle) und daß andererseits sexuelle Anziehung eben nicht zwingend auch mit einem Bedürfnis nach sexueller Interaktion im engeren Sinne einhergeht sondern auch lediglich zu einem unspezifischen Wunsch nach Nähe oder eben im Falle von Asexuellen ggf. auch zu überhaupt nichts führen kann.

Anders als das Verlangen welches sich ganz konkret auf sexuelle Handlungen oder zumindest eine eindeutig sexuelle Nähe hin ausrichtet in deren Folge sexuelle Handlungen möglich werden (wozu ich aber z.B. auch eindeutig Zungenküsse zählen würde. Es macht in meinen Augen keinen Sinn die Frage ob eine Handlung sexuell ist lediglich an Reaktionen des Körpers festzumachen).

Man kann also in der Kategorie "Anziehung vorhanden aber Verlangen nicht" (in diese Kategorie würde ich mich am ehesten einordnen) z.B. jemanden quasi rein physiologisch gesehen durchaus attraktiv finden und ggf. auch sexuell auf diese Person reagieren aber trotzdem keinen Wunsch nach sexuellen Handlungen oder einer sexuellen Beziehung mit dieser Person empfinden/entwickeln und die theoretische Vorstellung davon sogar trotz Erregung völlig absurd oder gänzlich uninteressant finden.

Menschen mit Verlangen nach sexueller Interaktion aber ohne Anziehung können so wie ich es verstehen würde (die Variante kann ich persönlich nicht direkt nachempfinden) hingegen durchaus sexuellen Aktivitäten mit anderen nachgehen wollen empfinden dabei aber nichts besonderes mit Bezug zum Gegenüber, finden dieses also nicht sexuell attraktiv und ggf. sogar überhaupt nicht anziehend.

Eventuell empfinden sie im Vorfeld nicht einmal Erregung und ggf. sogar keine psychische Erregung während dem Sex (könnten dabei also auch Zeitung lesen), gehen aber trotzdem den Handlungen aktiv nach und/oder suchen Situationen auf in denen diese Handlungen möglich werden, weil das Verlangen nach den Handlungen unabhängig davon existiert.

Unabhängig von der Orientierung besteht in allen Fällen natürlich immer auch die Möglichkeit einer Handlungsmotivation trotz ihres Auftretens nicht nachzugehen (Frontalkortex sein Dank) sonst wäre unsere Gesellschaft vermutlich kaum noch funktionsfähig.
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Windsurfhippie





Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 13.08.2005
Beiträge: 3235
Wohnort: NZ
BeitragVerfasst am: Di Nov 05, 2019 18:51    Titel: Antworten mit Zitat

Maz hat folgendes geschrieben:


Hängt letztlich davon ab ob man das ohne Rückgriff auf theoretische Begriffe, die einen bestimmten Interpretationsspielraum haben, messen kann oder nicht.

Das Messen an sich bezieht sich aber auch nur auf Hilfsmittel, die aus dem menschlichen Erfindergeist stammen, und damit dazu verurteilt bleiben, Teil von eben --> Realität(en) zu erheben. Die Wirklichkeit fasst jede Menge davon, aber ist eben doch mehr als nur das, was Menschen sehen. ( Wobei das, denke ich, eine Frage der Brennweite oder Betrachtungsweise ist )


Maz hat folgendes geschrieben:
z.B. ist die Behauptung, daß es körperlich gesunde erwachsene Menschen gibt, die nicht auf sexuelle Reize reagieren, empirisch im wesentlichen widerlegt, da man das anhand von Körperreaktionen messen kann
Bei welchem Prozentsatz der ca. 7,6 Milliarden Menschen auf der Erde wurde das denn bisher gemessen bzw. in "Realwerten" erhoben? Steht dahinter nicht auch eine ganz bestimmte Eingrenzung der Definition für das Modell eines "gesunden" Menschen, die Varianten automatisch zu Kranken umerklärt? Wenn sich bei Menschen, die ohne Geschlechtsorgane auf die Welt kommen, etwa nichts messen ließe, weil gar nichts da ist, in dem sich etwas messen lassen könnte, würden sie gleich krank gelten, wie Menschen, denen das Schweif-Ende weh tut, denn Modell-Menschen gibt es nur ohne Schweif, die Wenigsten werden mit einem geboren. (Aber es gibt ein paar Solche auch )

Maz hat folgendes geschrieben:
(klar im Sinne eines Existenzbeweises ist es natürlich nicht möglich etwas durch Messung zu 100% zu widerlegen, da ein einzelnes Individuum als Gegenbeweis angeführt werden könnte. Dann müßte man allerdings auch feststellen, daß die Gesetze der Physik nicht belegt sind, da ja doch irgendwann mal ein Apfel anfangen könnte spontan zu schweben und dieses Ereignis dann ja eine Widerlegung wäre. Das ist ja auch der Grund warum empirische Forschung bzw. Wissenschaft keine Sachverhalte eindeutig beweisen kann. Beweise funktionieren nur innerhalb theoretischer Gebilde wie der Mathematik, deren Regeln per Definition statisch sind).

100%ig sind auch die Gesetze der Physik nicht belegt, es sei denn, man nimmt Belegbarkeit ad definitionem nur innerhalb menschlicher und durch Menschen angewandter Hilfsmittel wie die Erwähnten an. Man kann aber auch alle 2 Meter Jemand hin stellen, der aus so und so viel Metern Höhe einen Apfel fallen lässt, und schauen, ob der unten auch ankommt.
Es könnte einen Ort geben, an dem eine besondere Ausnahmeform der Magnetik den Apfel schräger fallen lässt, oder nach wo anders dirigiert. Einen Ort, wo das mit Wasser passiert, soll es angeblich geben - hab's aber noch nie selbst gesehen, könnte auch Hoax sein.
Mathematik funktioniert innerhalb eines vorher festgelegten Logiksystems, bezieht sich aber nur auf die Beweisbarkeit in Modellen oder Matrixen/Grids, die man zu übertragen versucht. Wirklichkeit kann auch sie nicht vollumfänglich ergreifen. Dann gibt es ja noch statistisches Hochrechnen und so Spielereien mit Wenn - dann-Idealismen.
Näher an 100% kommt man erst, wenn eine andere sapiente Spezies zu ähnlichen Resultaten kommt, die nicht vom Menschen erfunden oder hergestellt wurde.

Maz hat folgendes geschrieben:
Die Aussage keinerlei sexuelle Anziehung oder Verlangen zu erleben kann hingegen auf diese Art nicht widerlegt werden, da die Begriffe selbst einer situativen, persönlichen und gesellschaftlichen Interpretation unterliegen.
Wenn ein Mensch auftaucht, bei dem das Beglaubigte nicht gemessen wird, ist er folglich krank, gestört, fehlfunktional und sonstwas, nur nicht richtig so, wie er ist.

Maz hat folgendes geschrieben:
Für mich ergibt z.B. die Aussage ein Kinderwunsch wäre ohne sexuelle Komponenten möglich keinen Sinn, da ich den Kinderwunsch selbst für eine Ausprägungsform sexueller Bedürfnisse halte. Das dürfte allerdings eine Extremposition sein, die in der Realität womöglich nicht zu halten ist und basiert auf einer ganz bestimmten Auslegung von Sexualität, die nicht lediglich die primär sexuelle Interaktion als Grundlage hat.

Finde ich nicht zu extrem jetzt, sehe ich aber eher als eine von den Top möglichen Begründungen. Es gibt ja Leute, die Kinder aus ganz anderen, eher Zweck gerichteten Gründen wollen, oder weil sie darin Altersvorsorge erhoffen, eine Ertragsquelle sehen, sich Haustiere ersparen wollen, was zum Rumkommandieren und nach eigenem Abbild formen können, haben wollen, oder vielleicht pädophil sind. Der Hauptgrund dürfte ein simpel Biologischer sein - Verbreitung der Gene/Überdauern und Rekombination der Erbinfo, zu welchem Zweck die zweigeschlechtliche Sexualität das praktischere Werkzeug ist. Sonst hätte es ja bei der Teilung bleiben können, oder bei Parthenogenese, oder vielleicht Ableger bilden und Rhizome, die sich irgendwann lösen, wenn sie genug Eigenbetriebskraft gesammelt haben, Abknospung wie bei Quallen, ect. Aber da ist die Rekombinierung und Erneuerung der Gen-Info leider begrenzt oder findet nur extrem langsam statt. Sexualität hat das praktisch zu einem Upgrade gebracht - was folgen könnte, sind vielleicht mehr als 2 Geschlechter in der nächsten Evolutionsstufe, dann wird vielleicht die Bandbreite noch höher. Die Entwicklung der mitochondrischen Anlagen sind schon so eine Art Stütze des Ganzen. Also ein Kinderwunsch wird in der Regel wohl auch sexuelle Effekte bewirken oder anfachen, fraglich bleibt, was zuerst bewusst da ist. Springt das Sexuelle nach dem Kinderwunsch an? Ich denke nicht, sonst hätten Leute keine sexuellen Interessen, die gar keine Kinder wollen. Ja, oder sie blenden das eine aus und wollen nur die für sie interessanten Gimmicks dran. Und bei allen, die nicht verhüten und nicht aufpassen, kommen dann eben zeugungsbedingt trotzdem Kinder.

Maz hat folgendes geschrieben:
Auf der anderen Seite des Extrems kann man fehlendes Verlangen aber auch so definieren, daß lediglich aus Angst oder Ekel oder auf der Grundlage traumatischer Erfahrungen kein Interesse an klassischem penetrativen Geschlechtsverkehr besteht obwohl vielleicht sogar Zungenküsse, Petting oder auch Fetischinteressen / BDSM-Interessen ausgelebt werden. Für diese Gruppe würde ich dann z.B. doch behaupten, daß die Aussage es bestünde kein Verlangen objektiv nicht haltbar ist, sondern lediglich auf einer selbstwertschützenden Uminterpretation des faktisch gegebenen beruht.
Das machen wohl vor allem Psychoberufler und Mediziner so - dazu kommen ja noch Fehlbildungen, Fehlfunktionen, Hormonstörungen, Unfallfolgen und sowas, wenn wirklich Verlangen als Notwendigkeit beim "gesunden" Modellmensch vorausgesetzt wird.
Ist diese Notwendigkeit nicht gegeben, kann es ja auch einfach variant nicht vorhanden sein.
Und wenn sich keine Anzeichen auf solche Gründe vorfinden, oder auch vor den Traumen schon nichts davon zu erkennen oder zu verspüren kann, unterstellt man halt einfach irgendsowas. Das passt dann schon zur gebastelten Realität.

Maz hat folgendes geschrieben:
Aber auch hier gilt wieder: da es sich beim Verlangen um eine subjektive Kategorien handelt, für die weder das Verhalten noch Körperreaktionen ausschlaggebend sind, läßt sich das nicht mit 100%iger Sicherheit klären.


Wenn alle Menschen, die von sowas, wie Keines zu kennen; berichten, grundsätzlich erst mal als unmündige, sich selbst nicht richtig kennende und irgendwie verlogene, eh all das verdrängende, nix blickende Individuen wahrgenommen werden, leider auch nicht.
Gibt nun auch keine Gebrauchsanleitung zum Selbsttest dafür, wo man auf eine semipermable Membran mit Indikatorenlösung drin schneutzt. Laughing

Die Grenzen der Auslegung sind aber wichtig. Dazu schreibt Fichte einiges interessant Bedenkenswerte.
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Zuletzt bearbeitet von Windsurfhippie am Di Nov 05, 2019 22:40, insgesamt einmal bearbeitet
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Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14128
BeitragVerfasst am: Di Nov 05, 2019 19:00    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Wenn ein Mensch auftaucht, bei dem das Beglaubigte nicht gemessen wird, ist er folglich krank, gestört, fehlfunktional und sonstwas, nur nicht richtig so, wie er ist.


Ich dachte das andersherum: Eine Person mit Querschnittslähmung kann z.B. keine sexuellen Reize vom Hirn an die Genitalien übermitteln. Demnach bleibt eine Reaktion dort zwangsläufig aus (Korrektur/Ergänzung: Manche Nerven verlaufen außerhalb des Wirbelkanals daher scheinen zumindest reflexhafte Reaktionen noch möglich zu sein obwohl das Empfinden weg ist). Ich würde Menschen mit durchtrennter Wirbelsäule nicht unbedingt als gesund bezeichnen aber über den passenden Begriff kann man natürlich streiten.

Zitat:

Das Messen an sich bezieht sich aber auch nur auf Hilfsmittel, die aus dem menschlichen Erfindergeist stammen, und damit dazu verurteilt bleiben, Teil von eben --> Realität(en) zu erheben.


Ja wenn man diese Betrachtungsweise inkonsequent anwendet also bestimmte Phänomene, die einem nicht passen, der vermeintlichen Realität einer rein subjektiven Deutung zuschreibt und andere, die einem passen, wiederum nicht (diese also als tatsächlich real ansieht), dann führt das zum radikalen Dekonstruktivismus oder Poststrukturalismus (der ja bekannter Maßen Grundlage gewisser in einigen Kreisen beliebter Theorien ist).

Wenn man das hingegen konsequent auf die ganze Realität anwendet landet man imho beim Buddhismus oder vielleicht noch der Quantentheorie, je nach Auslegung der selbigen Wink
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Fichte
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Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 27.06.2012
Beiträge: 476
BeitragVerfasst am: Fr Nov 08, 2019 12:52    Titel: Antworten mit Zitat

Maz hat folgendes geschrieben:
Eine Person mit Querschnittslähmung kann z.B. keine sexuellen Reize vom Hirn an die Genitalien übermitteln. Demnach bleibt eine Reaktion dort zwangsläufig aus.
Gibt es Studien über Menschen, die bereits im Kindesalter die Funktionsfähigkeit ihrer Genitalien verloren haben, und wie sie in der Pubertät und/oder im Erwachsenenalter sexuelle Anziehung empfinden?
Ich finde halt die Unterscheidung von sexueller Anziehung und nicht-sexueller Anziehung schwierig. In meiner Jugend z. B. dachte ich anfangs "geil finden" würde bedeuten, jemanden besonders "toll" zu finden. Hab dann erst später gemerkt, als mich mal jemand "geil" fand und an meine Brüste ran wollte, dass "geil" bei anderen Leuten etwas Sexuelles ist, und war dann entsprechend verwirrt.

Aber dass Anziehung und Verlangen getrennt möglich sind, kann ich mir vorstellen.
Bei mir z. B. ist ja ab und zu gewissermaßen "ungerichtete" Libido vorhanden, aber kein Verlangen nach Aktivität. Wenn ich mir jetzt überlege, jemand hat das auch, aber dann anders als ich Spaß an konkreten Aktivitäten mit ihrem/seinem Geschlechtsteil, kann ich mir Verlangen ohne Anziehung zumindest vom Verstand her vorstellen.
Und wenn mir jemand beweisen könnte, dass die Gefühle, die ich für meine Oma hatte, sexuelle Anziehung waren, dann könnte ich mir auch Anziehung ohne Verlangen vorstellen. Aber ich zweifel halt daran, dass das, was ich bisher für andere Menschen empfunden hab, sexuelle Anziehung gewesen sein könnte. Und mich würde interessieren, wie andere Asexuelle das unterscheiden können. Ich z. B. könnte allenfalls vom Verstand her sagen, dass ich z. B. einen unzuverlässigen Menschen, den ich ansonsten aber sympathisch finde, lieber "nur" als Freund/in und nicht als Ehepartner/in hätte, einfach weil ich mir eine Ehe mit so jemandem anstrengender vorstelle. Aber emotional oder körperlich hab ich noch keinen Unterschied empfunden.
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Maz
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Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14128
BeitragVerfasst am: Fr Nov 08, 2019 15:50    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Ich finde halt die Unterscheidung von sexueller Anziehung und nicht-sexueller Anziehung schwierig.


Ja das ist das größte Problem mit der anziehungsbasierten Definition. Studien die die Frage klären ob eine Anziehung oder ein sonstiger innerer Motivationszustand unter bestimmten Bedingungen empfunden wird oder nicht können aber letztlich immer nur auf subjektiven Aussagen aufbauen. Beobachten kann man ansonsten nur das Verhalten oder direkt die physischen Reaktionen, die damit korreliert sind. Dazu gehören auch Reaktionen im Gehirn, die man damit assoziieren kann, wobei man dafür schon wieder statistische Methoden anwenden muß, das ganze also nicht mehr live mit nur einer einmaligen Messung funktioniert, zumal im Gehirn nicht strikt ein "Modul" immer nur eine Aufgabe erledigt. Selbst wenn man bewußt wahrgenommene sexuelle Anziehung also operationalisieren und exakt messen könnte wäre ist es noch immer nicht trivial sie von bewußter Anziehung gegenüber Schokolade zu unterscheiden.
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_Eiskristall
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Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 08.06.2019
Beiträge: 61
BeitragVerfasst am: Fr Nov 15, 2019 0:54    Titel: Antworten mit Zitat

Maz hat folgendes geschrieben:
Zitat:

Ich finde halt die Unterscheidung von sexueller Anziehung und nicht-sexueller Anziehung schwierig.


Ja das ist das größte Problem mit der anziehungsbasierten Definition.


Persönlich finde ich die Unterscheidung nicht schwierig und verstehe daher auch die Diskussionen hierzu im Forum nicht.

Nicht-sexuelle Anziehung = alle möglichen Sympathiegründe, seien es flüchtige oder konstante Gründe, eben mit Ausnahme von sexueller Lust auf denjenigen (das wäre dann sexuelle Anziehung, s. u.)

Verlangen = sexuelle Lust/körperliche (+ idR auch zusätzlich geistige) Erregung, die aber ungerichtet ist, sich also nicht auf jemand bestimmten oder etwas bestimmtes (z.B. einen Fetisch) richtet. Es ist quasi die generelle Libido.

Sexuelle Anziehung = auf eine bestimmte Person gerichtete sexuelle Lust (salopp: jmd. geil finden und explizit mit dem deshalb Sex haben wollen)

Deshalb kann man z.B. ein sexuelles Verlangen ohne sexuelle Anziehung haben, kein Problem.

Persönlich kenne ich nicht-sexuelle Anziehung sowie ein sexuelles Verlangen, aber keine sexuelle Anziehung. Ich finde eben niemanden geil.^^
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Paul65





Sexualität: Graubereich
Anmeldungsdatum: 26.09.2010
Beiträge: 561
Wohnort: FFM
BeitragVerfasst am: Fr Nov 15, 2019 8:03    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde deine Unterscheidung im Prinzip schon richtig, aber zumindest ich habe immer Schwierigkeiten mit der Definition von Sex
_Eiskristall hat folgendes geschrieben:
(salopp: jmd. geil finden und explizit mit dem deshalb Sex haben wollen)


Was heisst Sex?
Nur das "Wegstöpseln"?
Zählt z.b. ein Kuss schon dazu? Auch mit Zunge?
Körperberührungen?
Es gibt ja auch Leute die meinen, dass Sex mit der Absicht ein Kind zu zeugen, selbstverständlich kein Sex ist Wink

Das ist meiner Meinung nach die Schwierigkeit die viele hier haben.
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Ich mag keinem Club angehören, der Leute wie mich als Mitglied aufnimmt - Groucho Marx
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SchuffiPupsi




Alter: 30
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 23.04.2012
Beiträge: 1581
Wohnort: In der Mitte von M-V
BeitragVerfasst am: Fr Nov 15, 2019 8:34    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
, dass Sex mit der Absicht ein Kind zu zeugen, selbstverständlich kein Sex ist


Das habe ich hier noch nie gelesen.
Allerdings -und das ist nunmal Fakt und logisch- kann dieser Sex ohne sexuelles Verlangen und ohne sexuelle Anziehung stattfinden.

Sexuelle Menschen haben für gewöhnlich nicht nur (geplanten) Sex, um Kinder zu zeugen.

Asexualität definiert sich nicht über Keuschheit oder Zölibat, wenngleich das die logische Folge und das Ideal natürlich ein Leben ist, das zur Sexualität passt.
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