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Wie fühlt sich Liebe an ?
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Maz
ADMod Team



Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14317
BeitragVerfasst am: Fr Nov 25, 2016 21:25    Titel: Antworten mit Zitat

Zu dem Thema Aquarium und Bedingungen hab ich auch was.

Ich hab grade einen Babymolch aus unserem Gartenteich im Aquarium. Ich mußte den einfach behalten weil da oben die meisten kleinen Molche von diesen grausamen riesigen Libellenlarven gefressen werden. Den muß ich im Winter nun leider mit Enchyträen füttern da er nur lebendes Futter akzeptiert, keine Stechmückenlarven aus der Regentonne im Garten mehr da sind, und die Krebstierchen im Wasser mittlerweile zu klein für ihn sind.

Babyschnecken hab ich übrigens auch (der Teich ist voller Schnecken), die setze ich dann aber tatsächlich im Gartenteich wieder aus. Werde aber versuchen in Zukunft nur noch eine einzelne Schnecke zu halten, die vermehren sich ja abartig Wink

Jedenfalls sind die Emotionen sehr interessant:
Der Molch ist wichtig weil süß und irgendwie intelligent (wenn er weg laufen würde würde ich verzweifelt nach ihm suchen einen Molch hab ich so leider mal verloren) aber das Gefühl ist trotzdem etwas ambivalent weil er auch ein Mörder ist und ich zum Mittäter werde weil ich ihn füttern muß. Außerdem könnte es sein, daß die Molche auch Kaulquappen im Teich fressen, das muß ich nächstes Jahr nochmals analysieren.

Ich hatte sie jedenfalls im Verdacht und hielt sie für böse bis ich die Libellenlarven entdeckt habe.

Die Libellenlarven wiederum sind eindeutig böse weil sie süße Molchbabies morden und hässlich sind.
Wenn ich welche finde (es sind Unmengen im Teich also ist der Naturschutzfaktor irgendwie sekundär zumal sie die auch geschützten Molche/Frösche fressen) werfe ich sie aktuell immer in die Regentonne, da könnten sie ja theoretisch überleben aber werden vermutlich nix zu fressen finden.

Stechmückenlarven an den Molch zu füttern ist ok weil sie zum einen zu bösen Stechmücken werden und zum anderen eine gewisse Chance haben nicht vom Molch gefangen zu werden. Ich hab die fertigen Exemplare dann immer entkommen lassen (zum Fenster raus falls möglich).

Bei den Enchyträen fühle ich mich nun aber wie ein Mörder weil sie chancenlos sind und verzweifelt nach Erde suchen. Ich werfe sie immer so rein, daß der Molch sie nicht gleich findet, aber selbst wenn nicht würden sie wohl irgendwann ertrinken (immerhin können sie aber angeblich wochenlang in Wasser überleben wenn sie denn nicht gefressen würden eventuell werd ichs mal mit Erde am Boden versuchen, falls das klappt ohne eine trübe Brühe zu bekommen).
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SchuffiPupsi




Alter: 31
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 23.04.2012
Beiträge: 1583
Wohnort: In der Mitte von M-V
BeitragVerfasst am: Fr Nov 25, 2016 21:35    Titel: Antworten mit Zitat

Ich empfinde Tiere nicht als "gut" oder "böse". Das kenne ich nur bei Menschen, wobei ich da auch eher andere Wörter nutze.
Die Fische habe ich auch nicht für mich geholt, sondern sie von meinem verstorbenen Opa übernommen, da Oma die Ahnung fehlte.

Daraufhin haben sie sich um das fünffache vermehrt, was dazu führte, dass ich für eine artgerechte Haltung noch zwei Aquarien kaufen musste.
Für mich steht das Wohl der Tiere im Sinne einer artgerechten Haltung und einer angemessenen Verantwortung an erster Stelle.
Und ich krieg nix dafür wieder. Aber sie haben sich die Haltung bei mir ja auch nicht ausgesucht-zum Glück ist ihnen dieser Zwang ja nicht bewusst. Wink

Leider erfüllen Fische und Katzen keine Bedingungen, die ich an sie stellen könnte oder würde.
Das macht aber nichts, ich "liebe" sie. Denn sonst hätte ich sie nicht (niemand macht sich mit etwas, mit dem er "nichts anfangen kann" mehr Arbeit-das ist vermutlich diese mystische Art von "Liebe", die keiner erklären kann. Very Happy ).
Ich habe mich nur bewusst -für- sie entschieden mit allen Konsquenzen und wohlwissend, dass sie mir nichts wiedergeben.
(meine Katzen tun dies netterweise, voraussetzen kann man das aber nicht... Und ihre Macken haben sie auch, aber die hab ich auch.)
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Maz
ADMod Team



Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14317
BeitragVerfasst am: Fr Nov 25, 2016 21:46    Titel: Antworten mit Zitat

Böse war auch etwas übertrieben, ich habe halt eine gewisse Abneigung oder Zuneigung je nach Ernährungsweise und äußerer Erscheinung.

Das ist übrigens auch ein Beispiel für das klassische buddhistische Anhaftungsproblem. Hätte man die Tierchen nicht, gäbs ja auch keine moralischen und sonstigen Probleme. Ich wollte ursprünglich auch nie (aktiv) welche, hat sich alles irgendwie von alleine ergeben. Nun habe ich Krebstierchen, Schnecken, Molche, Enchyträen, eine versteckte zum glück noch kleine Libellenarve...und den Hasen Wink

Der Hase scheint mir aber eine höhere Lebensform zu sein. Strickter Veganer und bei einem einfachen Brotstückchen geht er so ab wie ein Mensch wohl nur auf Koks Wink
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Inertia





Sexualität: Sexuell
Anmeldungsdatum: 07.10.2014
Beiträge: 1087
BeitragVerfasst am: Fr Nov 25, 2016 21:53    Titel: Antworten mit Zitat

Maz hat folgendes geschrieben:
Der Hase scheint mir aber eine höhere Lebensform zu sein. Strickter Veganer und bei einem einfachen Brotstückchen geht er so ab wie ein Mensch wohl nur auf Koks Wink


Wenn er jetzt noch Asexuell ist, müsste ihm soweit ich weiß ein Heiligenschein wachsen. Wink
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Maz
ADMod Team



Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14317
BeitragVerfasst am: Sa Nov 26, 2016 0:39    Titel: Antworten mit Zitat

Die Tierhaltungs-Diskussion wurde so gut wie möglich abgetrennt nach: http://aven-forum.de/viewtopic.php?t=13739

Hier dann also wieder zur Liebe.
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wurmerine




Alter: 39
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 11.01.2017
Beiträge: 15
BeitragVerfasst am: Mi Jan 11, 2017 2:50    Titel: Antworten mit Zitat

Ich wusste lange nicht, was Liebe ist. Bis ich meinen jetzigen Partner kennen gelernt habe.
Die am Anfang zitierte Beschreibung befasst sich ja hauptsächlich mit der partnerschaftlichen Liebe, deshalb möchte ich auch erstmal nur auf diese Bezug nehmen.

Nun, Schmetterlinge im Bauch, Kribbeln, an nichts anderes mehr denken können, etc...assoziere ich nicht mit Liebe, sondern schiebe es in erster Linie auf die Hormone!
Wie haben "die Ärzte" in einem Lied so schön gesungen?
"Hier kann man Hormone bei der Arbeit sehen." Smile
Tiefe Liebe bedeutet für mich etwas völlig anderes und es fällt mir schwer es zu beschreiben. Aber ich versuche es mal anhand meiner Partnerschaft:

Wenn ich ihn sehe, dann wird mir ganz warm ums Herz.
Seine Anwesenheit, seine Ausstrahlung, sein Lächeln, sein ganzes Verhalten lösen in mir ein unglaubliches Wohlgefühl aus. Dieses Gefühl ist aber eher still, friedlich und unaufgeregt.
Wir können uns stundenlang, ohne zu sprechen, in die Augen blicken, ohne dass ich den Drang verspüre den Blick abzuwenden.
Ich kann ihm in die Augen sehen, ganz einfach weil ich den Anblick seiner Seele ertrage. Nicht nur ertrage, sondern sogar genieße!
Er zeigt mir seine Liebe auf eine Art und Weise, die gleichzeitig kindlich, männlich, gewöhnlich und doch total ungewöhnlich ist.
Er behandelt mich nicht wie eine Prinzessin. Nein, vielmehr behandelt er mich wie einen wichtigen Menschen.
Wenn wir uns streiten, dann verspüre ich niemals Angst. Ich hatte noch bei keinem einzigen Streit die Angst, dass er mich verlassen könnte. Selbst wenn es so schlimm zuging, dass er sagte, ich solle gehen.
(das kam Gott sei Dank nicht oft vor, aber es kam schon mal vor)
Doch irgendwie wusste meine Seele immer, dass er nicht gehen würde. Es war eine innere Gewissheit, die ich schwer erklären kann. So als ob wir beide neben der verbalen Konversation noch auf eine andere, wortlose Weise miteinander kommunizieren würden.
Und die Tatsache, dass ich keinerlei Angst verspürte, ist für mich absolut ungewöhnlich. Normalerweise und in früheren Bindungen habe ich sofort Panik bekommen, mein Partner könnte mich verlassen. Bei ihm jedoch war das noch nie so. Weil ich es eben einfach "wusste", dass alles wieder gut wird.

Ich mache gerne etwas für ihn. Nicht weil ich muss, man das eben so macht oder es angebracht ist. Nein, ich mache es, weil ich es liebe ihn glücklich zu sehen und weil ich weiß, wie sehr er sich über diverse Dinge freut.

Er zeigt sich mir auf eine derarte ungeschminkte Art und Weise, dass ich selber ganz automatisch ebenfalls authentisch sein kann und darf und mich dabei auch noch wohl fühle.

Ich vertraue ihm zu hundert Prozent und kann noch nicht einmal genau sagen, warum das so ist.
Er kann mit anderen Frauen telefonieren, alleine weg gehen, ja selbst noch in der Börse angemeldet sein, in der wir uns kennen lernten. Das sind wir tatsächlich beide noch und es stört mich nicht im geringsten. So etwas wäre früher für mich undenkbar gewesen.

Ich gebe offen zu, dass er in beinahe jeder Hinsicht der Vorstellung meines Traummannes entspricht. Die geht vom Aussehen, über den Beruf, bishin zu seiner Art.
Vielleicht meinte eine höhere Macht nach all den Jahren des Leides es einfach einmal gut mit mir. Ich weiß es nicht Question Wink
Ich weiß nur, dass ich ihn liebe weil er ist wer er ist.

Es ekelt mich absolut nichts bei ihm und ich kann bei und mit ihm Dinge tun, die ich noch nie konnte oder mir auch nicht vorstellen konnte. Ganz verschiedene Sachen...

Ich wünschte ich könnte die Liebe besser beschreiben oder am besten eine Anleitung erstellen, wie man sie findet. Das kann ich leider nicht.
Ich kann nur allen Suchenden sagen:
Egal was euch in eurem Leben widerfahren ist, was für Erfahrungen ihr gemacht habt oder wie ihr tickt...da draußen gibt es tatsächlich irgendwo genau den oder die eine/n, der genau auf euch zugeschnitten ist.
Ich weiß, dass ich ihn in einem Moment kennen lernte, als ich all das Leid satt hatte und tatsächlich begonnen hatte mich auf mich selbst und nur auf mich selbst zu konzentrieren.
Ich war natürlich irgendwie auf Partnersuche, aber meine Prioritäten hatten sich zu der Zeit schon total verschoben. Ich hatte eine Menge geistiger Arbeit hinter mir. Von inneren Glaubenssätzen, über Vergangenheitsbewältigung bishin zur totalen Überarbeitung meines zuvor fast komplett zerstörten Ichs. Weiß nicht ob ihr versteht was ich meine.
Ich war jedoch auf einem Level angekommen, an dem ich "mich selbst" ernsthaft lieben gelernt hatte, mit allem was war.
Und es dauerte nicht lange, da kam er in mein Leben...einfach so!

Die Liebe ist also etwas, wenn ich das zumindest mal aus meiner persönlichen Sichtweise darstellen darf, was man in sich selbst finden muss und was sich dadurch automatisch irgendwann im Außen wieder spiegelt.
Erst als ich mit mir selbst komplett im Reinen war konnte ich jemanden finden, der mich wirklich lieben konnte!

Ich möchte nicht belehrend klingen, also bitte nicht missverstehen. Nur dieser thread war jetzt auch eine ganz prima Gelegenheit für mich, meine Gefühle für meinen Mann in Worte zu fassen und der ganzen Sache einmal auf den Grund zu gehen Smile

Wenn die eine oder andere Aussage von mir hilfreich für euch war, dann freue ich mich sehr. Ansonsten ignoriert es bitte einfach Wink

Um dem ganzen Text jetzt noch einen runden Abgang zu geben:
Liebe ist (zumindest für mich) ein Gefühl tiefer Verbundenheit, Geborgenheit, Vertrauen, Angstfreiheit und überhaupt Freiheit in jeglicher Hinsicht.
Im Gegensatz zum Verliebtsein ist sie unaufgeregt, friedlich, wohlig warm und sogar in gewisser Weise selbstverständlich. Nur ist es eine Selbstverständlichkeit, die keine Erwartungen stellt und zuvor nie eingefordert wurde.

Liebste Grüße an euch alle und ich wünsche allen hier und auch außerhalb des Forums, dass sie die Liebe finden. Verdienen tun wir sie alle und wäre jeder Mensch auf der Welt glücklich in einer Liebesbeziehung, so gäbe es wohl keine Kriege mehr.
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Forum Lurker




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Sexualität: Sexuell
Anmeldungsdatum: 22.11.2007
Beiträge: 1781
BeitragVerfasst am: Mi Jan 11, 2017 18:43    Titel: Antworten mit Zitat

wurmerine hat folgendes geschrieben:
Um dem ganzen Text jetzt noch einen runden Abgang zu geben:

Liebe ist (zumindest für mich) ein Gefühl tiefer Verbundenheit, Geborgenheit, Vertrauen, Angstfreiheit und überhaupt Freiheit in jeglicher Hinsicht.
Im Gegensatz zum Verliebtsein ist sie unaufgeregt, friedlich, wohlig warm und sogar in gewisser Weise selbstverständlich. Nur ist es eine Selbstverständlichkeit, die keine Erwartungen stellt und zuvor nie eingefordert wurde.


Hört sich für mich jetzt nicht so viel anders an zum Verliebt sein, muss ich sagen.
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Sandkastenzorro
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Alter: 40
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 03.04.2011
Beiträge: 3631
Wohnort: Fairvale
BeitragVerfasst am: Mi Jan 11, 2017 19:40    Titel: Antworten mit Zitat

Ach, was ein seieriger Partner-Verklärungsschmonz Rolling Eyes
"Alles war grau um mich, dann kam mein Traumprinz und lehrte mich, was WAHRE LIEBE ist"... bis die Beziehung kaputt geht, wie jede andere auch. Übrigens ist genau das der Grund, warum man Pärchen meidet wie der Teufel das Weihwasser.

Zitat:
Verdienen tun wir sie alle und wäre jeder Mensch auf der Welt glücklich in einer Liebesbeziehung, so gäbe es wohl keine Kriege mehr.


Und weil du dein Seelenheil nur finden kannst, wenn jemand dich zum Zentrum seiner Welt macht, muss jetzt jeder andere unglücklich sein, nur weil er das nicht so empfindet und seine Prioritäten anders setzt? Das ist mal ne Logik. Als würde eine Liebesbeziehung die Welt vor Kriegen retten... Hitler und Eva Braun widersprechen vehement. Und nicht nur die, sondern auch Bush, Stalin, Kim Jong Un, Abe, Putin und alle sonstigen Pappkameraden, die ständig Zoff anzetteln.

Im Grunde ist das wieder son Abwerten von (gewollten) Singles und Aromantikern. Müssen immerhin ALLE eine Liebesbeziehung haben um WAHRE GLÜCKSELIGKEIT zu erfahren \(O_O)/ ...

uhm... ne.
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Maz
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Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14317
BeitragVerfasst am: Mi Jan 11, 2017 20:05    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

"Alles war grau um mich, dann kam mein Traumprinz und lehrte mich, was WAHRE LIEBE ist".


Vielleicht ist es am Ende auch ein Fall von: "ich war mit zig Idioten zusammen, dann kam ein normaler Mensch und alles war anders" und das ist hier ja nun auch nicht so selten. Also zumindest der Teil mit den Idioten Wink

Ansonsten: Bitte nicht zoffen, man kann verschiedene Meinungen dazu auch mal einfach so stehen lassen, ist hier ja schließlich das Topic.
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Sandkastenzorro
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Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 03.04.2011
Beiträge: 3631
Wohnort: Fairvale
BeitragVerfasst am: Mi Jan 11, 2017 20:37    Titel: Antworten mit Zitat

Ist mir wurscht weil diese Denke mir grundsätzlich zu merkwürdig ist. Zuerst war es "Ohne Sex ist eine Beziehung eine Freundschaft", dann "Ohne Sex kann man dem Partner nie wirklich nah sein" und jetzt dieses "Keine Liebesbeziehung macht Menschen schlecht (Krieg)", was ergo bedeutet, dass jeder, der kein Interesse an Liebesbeziehungen hat, ein schlechterer Mensch ist (hätten doch nur alle eine, dann wäre die Welt von allen Nöten erlöst), jeder Asexuelle nicht richtig lieben kann, da der Asexuelle dem Partner nie nah sein kann und generell und überhaupt. LadyParrot hatte dazu was im anderen Thread geschrieben, dass sich sowas einfach kacke liest - wie Mensch zweiter Klasse. Und jetzt geht der Käse hier munter weiter.

Ich hab keine Ahnung, wie andere das sehen, aber mich stresst sowas. Es hat was von "Ui, jetz machen wir mal einen Ausflug in den Zoo zu den Affen und kuggen mal, ob die ein bisschen sind wie normale Menschen". Und da reagier ich kiebig.
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Maxi




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Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 18.07.2005
Beiträge: 3129
BeitragVerfasst am: Mi Jan 11, 2017 20:45    Titel: Antworten mit Zitat

Sandkastenzorro hat folgendes geschrieben:
Ich hab keine Ahnung, wie andere das sehen, aber mich stresst sowas.
Mich stresst das jetzt nicht, die können ja auch nix dafür, dass sie an einer vorübergehenden Zwangsneurose leiden. Der Körper gewöhnt sich an die Drogendosis und der Rausch ist irgendwann wieder vorbei. Mal abwarten, wie die Welt aussieht, wenn sie wieder in der Realität ankommen.
Kann man Verliebtheit eigentlich mit Neuroleptika behandeln?
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sex doof
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Maz
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Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14317
BeitragVerfasst am: Mi Jan 11, 2017 20:54    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Kann man Verliebtheit eigentlich mit Neuroleptika behandeln?


Klar wobei da als erstes die Libido flöten gehen dürfte. Wenn der Partner dann trotz sexueller Unlust nicht wieder wegläuft war es wirklich Liebe Wink
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Spätzünder





Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 17.01.2013
Beiträge: 329
BeitragVerfasst am: Do Jan 12, 2017 0:04    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin mir inzwischen ziemlich sicher dass sich Liebe für Asexuelle genau so anfühlt wie für alle anderen auch nur halt ohne die Komponente "gemeinsam ins Bett wollen" (ich sage nichts über Aromantiker, da habe ich keine Ahnung).
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_Lynx_
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Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 19.06.2016
Beiträge: 283
Wohnort: dichte Wälder mit offenen Landschaften
BeitragVerfasst am: Do Jan 12, 2017 2:19    Titel: Antworten mit Zitat

Edit: Weil auch egal.

#Liebe & Aromantik
Für mich ist Liebe einfach tiefe Zuneigung, die man auch mit jemanden sehr mögen übersetzen könnte. Liebe kann entsprechend zu anderen Menschen (z.B. in Freundschaften, Familien, Partnerschaften) sowie zu Tieren bestehen. Ich liebe bzw. habe das ein oder andere Haustier sehr geliebt. ... Warum "echte Liebe" immer auf die romantische Partnerliebe runtergebrochen wird, verstehe ich nicht und empfinde das als ignorant.

An den von wurmerine beschworenen Kugelmenschen, der erst durch einen Partner ganz wird und "echte Liebe" erfährt, glaube ich nicht. Außerdem, wer sagt denn, dass dieser in der Nähe wohnt, so es diesen extra passend auf einen zugeschnittenen Traumpartner wirklich geben sollte, und der nicht in Sibirien lebt und demnächst von einer Schneelawine getötet wird? Tja, aus die Maus.

wurmerine hat folgendes geschrieben:
Liebe ist (zumindest für mich) ein Gefühl tiefer Verbundenheit, Geborgenheit, Vertrauen, Angstfreiheit und überhaupt Freiheit in jeglicher Hinsicht.

Und das fühlst du nur bei deinem Partner? ... Nicht in Freundschaften, nicht in deiner Familie, nicht bei Haustieren? ... Wenn ich böse wäre, könnte ich jetzt den Spiegel vorhalten und schreiben, dass das ja sehr traurig ist, dass du derartiges nur bei deinem Partner erlebst und sonst nicht.
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wurmerine




Alter: 39
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 11.01.2017
Beiträge: 15
BeitragVerfasst am: Do Jan 12, 2017 10:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

wow, da hat mein Schreiben ja ganz schön was ausgelöst Very Happy
Nun, da ich noch nicht gerafft habe, wie das mit dem zitieren geht, versuche ich mal auf die wichtigsten Dinge zu antworten.

1. ja, es stimmt, ich hatte zuvor leider (fast) nur Idioten und der jetzige, ist dagegen ein Traummann.

2. schrieb ich, dass ich "zuerst" lernen musste mich selbst zu lieben. Dass ich schon irgendwie auf Partnersuche war, aber das dies zu der Zeit gar nicht mehr so sehr mein Fokus war. Also von wegen "Erlösung durch den Partner". Ich freue mich einfach ihn zu haben. Ist das ein Verbrechen??

3. Habe ich nichts, aber auch gar nichts von Sex geschrieben. Mit "dinge machen" bezog ich mich auf ganz andere Sachen, wie zum Beispiel gewisse Sportarten und Ausstellungsbesuche.

4. Halte ich Verliebtheit für keine Krankheit, genauso wenig wie Assexualität

5. War das mit dem "glücklich verliebt sein und Krieg" vielleicht falsch formuliert von mir.
Eigentlich hätte ich schreiben müssen: "Wenn alle Leute glücklich wären, gäbe es keine Kriege mehr". Denn zufriedene Menschen brauchen keinen Krieg.
Und für viele Menschen (zumindest die ich kenne, mir eingeschlossen) gehört die richtige Person an seiner Seite eben zum Glücklichsein dazu. Es ist ein "Teilaspekt", nicht das Zentrum meines Universums!
Im Übrigen kenne ich auch wen, der asexuell ist und sich dennoch eine Beziehung wünscht. Ist das dann auch so ein "kranker" wie ich?

5. Wink

Nun zu Lynx:

Sicher kann Liebe zu anderen Menschen genauso tief sein. Nur ist sie prinzipiell anders als die Partnerliebe. Das heißt nicht, dass sie besser oder schlechter ist...Anders eben.
In der Regel verbringt man mit einem Partner ja auch sehr viel mehr Zeit als mit Freunden (meistens jedenfalls, vor allem wenn man zusammen wohnt).
Nun, ob diese Sichtweise jetzt ignorant ist weiß ich nicht. Mag sein!
Vielleicht genauso ignorant wie deine? Nachdem du alle, die in der Partnerliebe ihr Glück finden, pauschal als unvollständig und erst durch Partner vollständig werdend, über einen Kamm scherst?
Mir ist das ehrlich gesagt völlig wurst worin die Menschen ihr Glück finden. Wenn es in der Tierliebe ist...prima!
Aber dieser thread dreht sich ja um "wahre Liebe" und ich schrieb bereits am Anfang meines Posts, dass ich mich jetzt speziell auf die "Partnerliebe" beziehe. Dass es keine andere Liebe gibt, habe ich mit keinem Satz erwähnt.
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