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Unglückliche, emotional verschlossene, asexuelle Freundin

 
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Sasa





Sexualität: Sexuell
Anmeldungsdatum: 04.09.2016
Beiträge: 1
Wohnort: Bayern
BeitragVerfasst am: So Sep 04, 2016 16:18    Titel: Unglückliche, emotional verschlossene, asexuelle Freundin Antworten mit Zitat

Hallo! Smile

Nach langem Überlegen habe ich mich heute registriert und beschlossen, mich an euch zu wenden, weil ich seit einer ganzen Weile an eine meiner besten Freundinnen denken muss, die sich mir in einer Sache anvertraut hat, die mich sehr belastet, weil ich das Gefühl habe, ihr nicht helfen zu können.
Meine Freundin ist 27 Jahre alt und wir kennen uns schon seit über 15 Jahren.

Sie ist schon immer ein verschlossener Mensch, der mit anderen Menschen oberflächlich sehr gut klar kommt, aber sich unter normalen Umständen nicht öffnet, bzw. nicht verletzbar oder angreifbar macht.

Als wir in die Pubertät kamen und oft miteinander feiern waren, hatte sie sehr viel Kontakt mit verschiedenen Männern, denen sie sich unter Alkoholeinfluss immer sehr schnell und bereitwillig emotional geöffnet hat und mich oder andere Freundinnen dann ignoriert hat. Sie hat lieber alleine geweint und gelitten hat als sich an eine Freundin zu wenden oder immer Männer vorgezogen.

Das war irgendwann okay für mich. Ich habe akzeptiert, dass sie mit den meisten Männern besser auskommt als mit den meisten Frauen. Sie hat sehr viel geflirtet, es war ihr sehr wichtig gut anzukommen, sie hatte viele sexuelle Beziehungen zu unterschiedlichen Männern.

Mit 17 hatte sie ihr erstes Mal mit einem Typ, der gewissermaßen auch so etwas wie ihr fester Freund war, das sie aber bereut hat. Kurz darauf hatte sie einen neuen Freund, mit dem sie ein Jahr zusammen war und lernte während dieser Beziehung ihren derzeitigen (gleichaltrigen) Freund kennen, der auch eine ausschweifende sexuelle Vergangenheit hinter sich hatte. Sie sagte damals immer, das sei toll, denn bei jedem anderen, der das nicht hätte, würde sie sich nicht wohl fühlen, bei ihm hätte sie das Gefühl, das sei okay und sie müssten da nicht darüber reden.

Zwischen den beiden hat es richtig gefunkt, sie haben alles gemeinsam gemacht und sind nach drei Monaten zusammengezogen. Das ist jetzt über 7 Jahre her. Sie und ihr Freund wohnen in der Nachbarstadt, trotzdem sehen wir uns nur alle paar Wochen auf einen Kaffee und tratschen ein bisschen. Vor vier Monaten ist sie mit ihm in eine größere Wohnung gezogen; sie beide haben gesagt, hier könnten sie sich sogar vorstellen alt zu werden.
Vor ein paar Wochen rief sie mich unter Tränen nachts an und bat mich, vorbeizukommen und sie in einer Kneipe zu treffen. Sie und ihr Freund hatten sich wegen einer Nichtigkeit gestritten. Sie ist sehr stur und einfach gegangen.

Sie weinte erst lange, sie war angetrunken und sagte dann in etwa Folgende Dinge in etwa dieser Reihenfolge:

- Ich bin beziehungsunfähig.
- Ich habe niemandem, der mir wirklich nahe ist.
- Ich habe das letzt mal mit einem guten Freund vor fast zwei Jahren über meine Gefühle und mein 'Inneres' geredet.
- Irgendwas stimmt nicht.
- Ich bin nur aus pragmatischen und praktischen Gründen mit meinem Freund zusammen.
- Er sagt, er will mit mir alt werden.
- Wir sprechen kaum miteinander oder reden über Gefühle, weil ich das nicht will.
- Ich lehne alle seine sexuellen Avancen ab. Auch mit den Worten, dass es jetzt irgendwie komisch und unpassend sei oder dass man es nicht machen solle, nur weil man beispielsweise einen romantischen Film gesehen hat und das Gefühl haben sollte, jetzt Sex haben zu müssen.


Das Gespräch entwickelte sich also immer mehr in Richtung Sex, weshalb ich irgendwann gefragt habe, wann die beiden denn das das letzte Mal miteinander geschlafen hätten. Vor über zwei Jahren, sagte sie und das einmal und nur, weil sie beide betrunken waren. Wie lange sie vorher keinen Sex hatten, weiß ich also nicht. Ihn würde das wahrscheinlich schon stören, aber sie wisse es nicht, weil die beiden nicht darüber sprechen würden. Sie würde es nicht stören, wenn er mit jemandem anderen schlafen würde, weil sie es ihm gerade nicht geben kann, aber das weiß er nicht, weil sie nicht miteinander sprechen. Sie ist sich nicht sicher, ob er vielleicht schon mit anderen Frauen geschlafen hat. Es ist ihr egal.
Sie weiß nicht, ob sie ihn liebt. Die einzigen Gründe, weshalb sie mit ihm zusammen sind, sind pragmatisch. Sie wisse dass das alles pragmatisch sei, sie sei verkopft. Auch sonst tauschen die beiden kaum bis gar keine Zärtlichkeiten miteinander aus. Kein Kuscheln, Streicheln, Küsse...
Ich habe sie gefragt, ob Sex ihr überhaupt noch wichtig sei oder ob sie sich selbst befriedigen würde. Sex sei ihr nicht wichtig und dann sagte sie das, was ich jetzt zum Anlass nehme, hier um Rat zu fragen:

„Ich glaube, ich bin asexuell. Ich bin es irgendwie geworden. Ich habe kein Verlangen nach Sex. Ich finde es komisch. Ja, es ist schon schön gewesen als wir damals miteinander geschlafen haben, angenehm, aber mehr nicht. Ich vermisse den Sex nicht und auch keinen Orgasmus. Am Anfang habe ich es mir schon ab und zu selbst gemacht, aber seit langer langer Zeit nicht.“


Ich denke, es gibt unzählige Beziehungsformen und Arten, in denen man glücklich sein kann. Und es wäre für mich alles kein Problem, wenn sie glücklich wäre. Aber sie ist nicht glücklich.


Ich habe ihr gesagt, dass sie nicht in dieser Wohnung leben muss, dass sie nicht mit ihm alt werden muss, dass sie aber als erstes mal mit ihm sprechen muss. Sie sagte, das wissen sie beide, aber irgendwie funktioniert es nicht. Sie schlafen jede Nacht im selben Bett, aber reden nicht miteinander. Sie versprach mir, es am nächsten Tag zu versuchen. Er hatte am Abend nämlich auch schon auf ein klärendes Gespräch am nächsten Morgen bestanden. Ich hab ihr noch eine SMS geschickt, in der stand, dass ich es mutig von ihr fand, mit mir zu sprechen.

Als ich sie am nächsten Abend anrief, war sie wie immer. Wie ausgewechselt. Sie lachte und sprach am Telefon als sei nichts gewesen. Ich kenne sie gut und lange und ich weiß, ich höre und ich spüre, dass das die Schicht der Unbeschwertheit ist, die sie über alles legt. Das Vorspielen. Ich weiß, dass es nicht echt ist. Ich fragte, ob sie miteinander gesprochen hätten. Nein. Noch nicht. Kurze Pause. Wir machen jetzt zusammen Spaghetti Carbonara mit selbstgemachter Soße.
Ich war so irritiert, dass ich nur noch gesagt habe, dass ich für sie da bin und dass sie sich jederzeit melden kann. Sie sagte, jaja, danke und wir legten auf. Seitdem habe ich nichts Bedeutendes von ihr gehört. Es ist so wie immer. Nur jetzt weiß ich, dass es ihr nicht gut dabei geht.
Mein Freund, mit dem ich darüber geredet habe meint, es sei ihr wahrscheinlich sehr peinlich, dass sie einen „emotionalen Ausfall“ hatte.


Ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich habe Angst, dass dieses emotionale Verschlossen-sein und sich stattdessen in die Arbeit zu stürzen etc. andere Gründe hat. Oder dass es auch Anzeichen einer Depression oder eines Burn-Outs sein könnten. Alles Dinge, die einem halt so in den Kopf kommen, wenn man sich bewusst und unterbewusst lange mit etwas beschäftigt.

Ich kenne diese „eingeschlafenen“, stereotypischen Beziehungen in denen man wie die beiden auch viel streitet oder sich anzickt nur aus Filmen oder Büchern. Aber da sind die Protagonisten nie Mitte zwanzig sondern viel älter. Und Sinnbild für eine furchtbare Ehe.

Ist das Problem eurer Meinung nach die Beziehung an sich? Ist es die (plötzliche) Asexualität? Kommt Asexualität nach einer so sexuell geprägten Phase im Jugendalter öfter vor? Kann Asexualität auch im Zusammenhang mit der generellen emotionalen Verschlossenheit stehen?
Habt ihr irgendwelche Tipps, wie ich an meine Freundin herankomme?


Ich mag sie sehr und es beschäftigt mich, jeden Tag zu wissen, dass sie sich so versteckt und es ihr nicht gut geht. Ich weiß auch, dass der Alkohol ein Problem ist, da sie nur dann (auch mit ihrem Freund) offen Sprechen kann. Sie ist aber keine Alkoholikerin, sondern hier dient es meines Erachtens nach nur dafür, die Hemmschwelle dazu mit jemandem zu Sprechen herunterzufahren. Sie ist außerdem sehr klug und spricht sonst viel, da sie mit anderen Menschen zusammenarbeitet.

Entschuldigt bitte vielmals die länge des Textes, ich konnte mich nicht kürzer fassen. Und herzlichen Dank an alle, die bis zum Ende gelesen haben.


Viele Grüße,
Sasa
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_Lynx_
gesperrt wegen Mehrfachaccount
<b>gesperrt wegen Mehrfachaccount</b>




Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 19.06.2016
Beiträge: 284
Wohnort: dichte Wälder mit offenen Landschaften
BeitragVerfasst am: So Sep 04, 2016 19:25    Titel: Antworten mit Zitat

Will deine Freundin, dass du dich so weit in ihr Leben einmischt oder hast du dich selbst ihr gegenüber dazu ermächtigt?

Du kannst ihr denke ich einmal sagen, was du zu dem Ganzen denkst, bei einer passenden Gelegenheit, aber du bist nicht ihr Coach oder Therapeut und wenn sie nichts ändern und so weiterleben will, ist das zu respektieren. Falls dir dein eigener innerer Abstand dazu fehlt oder du ihre Lebensführung nicht mitansehen kannst/möchtest, musst du dich zurückziehen.
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Lady Parrot
ADMod Team



Alter: 24
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 12.09.2013
Beiträge: 1262
BeitragVerfasst am: Mo Sep 05, 2016 14:15    Titel: Antworten mit Zitat

Na dann will ich hier auch einmal antworten. Für alles was ich nun schreibe gilt: Es ist sehr schwierig, Gedanken zu einer Situation zu fassen, die man nur aus zweiter Hand über ein Forum erfährt. Ich bin außerdem keine Psychologin, Therapeutin oder sonstiges. Ich kann nur das äußern, was ich mir halt so beim Durchlesen deines Textes gedacht habe, auf Basis meiner Erfahrungen hier im Forum und diversem (Halb-)Wissen, das ich mir angeeignet habe.

Es gilt ja hier der Grundsatz, dass jeder selbst wissen muss, welche sexuelle Orientierung er oder sie besitzt, und wenn deine Freundin sich als asexuell bezeichnet, dann ist das natürlich ihr gutes Recht. Dennoch muss ich dir gestehen: Beim Durchlesen des Textes hatte ich eher das Gefühl, dass die Probleme deiner Freundin ganz wo anders liegen. Außerdem krampfen sich meine Eingeweide ein bisschen zusammen, wenn ich Formulierungen wie "asexuell geworden" höre oder lese. So etwas ist so selten, wie jemand im Laufe seines Lebens einfach homosexuell wird. (Nicht zu verwechseln mit Leuten, die erst später entdecken oder sich eingestehen, dass sie homosexuell oder asexuell sind.) Natürlich kann es aber sein, dass deine Freundin zu diesen Menschen gehört.
Die Beziehung zu ihrem Freund wirkt wirklich unglücklich. (Von ihrer Seite aus gesehen.) Mir ist außerdem eine Formulierung in deinem Text aufgefallen:
Zitat:

(...) Oder dass es auch Anzeichen einer Depression oder eines Burn-Outs sein könnten. (...)

War auch mein Gedankengang. Sexuelle Unlust kann übrigens auch durch psychische Erkrankungen vorkommen.

Zu deinen Fragen:
Zitat:
Ist das Problem eurer Meinung nach die Beziehung an sich?

Ich bin keine Paartherapeutin, aber nach einer gesunden Partnerschaft klingts nicht. Für mich als (eine) Problemursache vorstellbar.

Zitat:
Ist es die (plötzliche) Asexualität? Kommt Asexualität nach einer so sexuell geprägten Phase im Jugendalter öfter vor?

Wie schon oben geschrieben: Plötzliche Asexualität hört sich für mich nicht "normal" an. Und auch nicht nach einer sexuell geprägten Jugend. Wenn du hier im Forum stöberst, wirst du eher folgende Geschichte in verschiedensten Variationen oft lesen: "Alle um mich herum begannen sich, für das andere Geschlecht zu interessieren, nur ich nicht..."
Das soll jetzt nicht heißen, dass es nicht möglich ist, aber für mich klingt es halt nicht nach dem typischen Lebenslauf, den die meisten Asexuellen hinter sich haben.
Zitat:
Kann Asexualität auch im Zusammenhang mit der generellen emotionalen Verschlossenheit stehen?

Es könnten beispielsweise beides Symptome einer größeren Problematik sein. (Oder sie gehört tatsächlich zu den Leuten, bei denen sich die sexuelle Orientierung geändert hat und sie ist zusätzlich auch emotional zurückhaltender...)
Als "zusammengehörig" erlebe ich Asexualität und Verschlossenheit meistens in Fällen, wo sich der asexuelle Part in einer Beziehung durch die Sexualität des anderen so unter Druck gesetzt fühlt, dass er sich aus der Beziehung zurückzieht. (Vereinfacht erklärt.) Das erklärt allerdings nicht ihr Verhalten dir gegenüber.
Zitat:
Habt ihr irgendwelche Tipps, wie ich an meine Freundin herankomme?

Sie hat sich dir anvertraut, das ist doch schon unendlich nahe für jemanden, der kaum jemanden an sich heranlässt. Missbrauche ihr Vertrauen nicht. Und wie _Lynx_ schon gesagt hat: Du musst respektieren, dass das ihr Leben ist. Stehe ihr zur Seite, wenn sie das will, und lasse es sein, wenn sie es nicht will.

Ich wünsche dir und deiner Freundin alles Gute!
_________________
Chi ha paura muore ogni giorno, chi non ha paura muore una volta sola. (Paolo Borsellino)
Wer Angst hat stirbt jeden Tag, wer keine Angst hat stirbt nur einmal.
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Dirk Walter
ADMod Team



Alter: 46
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 30.05.2005
Beiträge: 1989
BeitragVerfasst am: Di Sep 06, 2016 13:49    Titel: Re: Unglückliche, emotional verschlossene, asexuelle Freundi Antworten mit Zitat

Hallo Sasa,
ich finde es ehrt dich sehr, dass du deiner Freundin helfen willst.

Andererseits liest es sich für mich nicht so, als wenn deine Freundin tatsächlich "Hilfe" erwarten würde. Sie hat sich in einem Moment der emotionalen Schwäche bei dir "ausgekotzt", sie hat dir gezeigt, dass sie unglücklich und unzufrieden ist - aber durch ihr Verhalten am nächsten Abend eben auch, dass sie (zumindest noch nicht) bereit ist ihr Leben zu ändern.

Auch wenn das Wort asexuell gefallen ist, glaube ich eher an eine "einfache" eingeschlafene Sexualität. Nach 7 Jahren Beziehung ist das nicht mal so ungewöhnlich und geradezu sprichwörtlich.

Um mal ein wenig zu spekulieren: Gerade die Geschichten aus der Pupertätszeit deuten auf ein eher geringes Selbstwertgefühl hin. Einerseits hat sie ihren Geist/ihre Seele vor der Welt versteckt während sie andererseits viele sexuelle Beziehungen eingegangen ist. Sie hat sich mit ihrem Körper Wertschätzung geholt und das Gefühl angenommen und geliebt zu werden. Wer bei Männern "gut ankommen" will verliert sich schnell selbst und auf sexueller Begierde lässt sich kein Leben aufbauen.

Sasa hat folgendes geschrieben:
[...]und lernte während dieser Beziehung ihren derzeitigen (gleichaltrigen) Freund kennen, der auch eine ausschweifende sexuelle Vergangenheit hinter sich hatte. Sie sagte damals immer, das sei toll, denn bei jedem anderen, der das nicht hätte, würde sie sich nicht wohl fühlen, bei ihm hätte sie das Gefühl, das sei okay und sie müssten da nicht darüber reden.
Auch hier klingt das für mich eher nach "wenn der Typ schon so viele Frauen hatte und denoch bei mir bleibt ... dann muss ich doch was Besonderes sein, oder?".

Diese Beziehung, diese "Liebe" scheint darauf zu basieren, dass sie etwas von ihm braucht, was sie selbst nicht hat. Sie muss sich etwas holen ... einen Mangel kompensieren. Es klingt so, als ob er sie wirklich lieben würde - aber zu erkennen das die Liebe des Partners echt ist, während man selbst den Partner benutzt und aus pragmatischen Gründen mit ihm zusammenbleibt macht die Sache wohl nicht einfacher. Es verstärkt wohl eher das Gefühl "nur" ein Schauspieler des eigenen Lebens zu sein.

Wie fühlt man sich wenn man nur Sex geben kann ... und dann an den Punkt kommt, an dem Sex einfach nicht mehr geht?

Nein, ich glaube wirklich nicht, dass deine Freundin asexuell ist. Sie ist unglücklich und fühlt sich in ihrem eigenen Körper nicht wohl.

Sasa hat folgendes geschrieben:
Sie ist aber keine Alkoholikerin, sondern hier dient es meines Erachtens nach nur dafür, die Hemmschwelle dazu mit jemandem zu Sprechen herunterzufahren.
Diese Menschen nennt man Alphatrinker bzw. Problemtrinker/Erleichterungstrinker. Alphatrinker brauchen bereits Alkohol um innere Spannungen und Konflikte "wegzutrinken". Alphatrinker gelten tatsächlich noch nicht als alkoholkrank, aber als stark gefährdet.

Alles in allem wäre der Weg, sich einem anderen Menschen anzuvertrauen - am Besten professionelle Hilfe zu suchen. Aber dazu wirst du sie nicht bekommen.

Sasa hat folgendes geschrieben:
Ich fragte, ob sie miteinander gesprochen hätten. Nein. Noch nicht. Kurze Pause. Wir machen jetzt zusammen Spaghetti Carbonara mit selbstgemachter Soße.
Sie will offensichtlich nicht sprechen und gibt dir stattdessen zu verstehen "Wir kochen zusammen - es ist alles in Ordnung".

Steht zu Befürchten, dass ER diese Situation irgendwann nicht mehr mitmacht und die Beziehung beendet. Vermutlich wird sie dann wirklich in ein schwarzes Loch fallen, aber bis dahin kannst du ihr nur signalisieren, dass du eine gute Freundin und für sie da bist.

So schwer es auch fallen mag - man kann keinen Menschen zwingen sein Leben zu ändern. Du kannst nur zeigen, dass sie "von Wert" für dich ist ... vielleicht hilft ihr das ja, wieder für ihren eigenen Wert zu kämpfen.

LG
Dirk
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