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Asexuell + soziale Phobie
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Zocki




Alter: 44
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 21.11.2014
Beiträge: 0
Wohnort: Rheinland
BeitragVerfasst am: Do Mai 05, 2016 21:32    Titel: Antworten mit Zitat

also jedenfalls wenn man Sex haben WILL, kann man das auch mit SSRI weiter problemlos...
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Inertia





Sexualität: Sexuell
Anmeldungsdatum: 07.10.2014
Beiträge: 1087
BeitragVerfasst am: Do Mai 05, 2016 22:01    Titel: Antworten mit Zitat

Zocki hat folgendes geschrieben:
also jedenfalls wenn man Sex haben WILL, kann man das auch mit SSRI weiter problemlos...


Nicht immer, darum geht es ja gerade.
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Windsurfhippie





Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 13.08.2005
Beiträge: 3235
Wohnort: NZ
BeitragVerfasst am: Fr Mai 06, 2016 12:07    Titel: Antworten mit Zitat

Na ja, diese Diagnose wird ja vermutlich bei Leuten gestellt,die vor dieser Behandlung praktisch sexuell gewöhnlich waren - nenne ich es jetzt mal, weil ich von diesem blödsinnigen Diagnostiker-Sprech eigentlich wegzukommen versuche. Wink

Mit den ganzen Studien drumherum klingt das auch immer recht dürftig, wenn man aus 19 Fällen, die diese Veränderung aufweisen, schon irgend ein großflächiges Rahmengebäude für die möglichen Folgen einer Medikamentierung oder Therapie 'casten' will. Das klingt so, wie wenn man eine Gruppe Leoparden findet, die alle Schnupfen vom Baden gekriegt haben, und daraus schließt, dass Leoparden eine höhere Anfälligkeit für Schnupfen nach Bädern haben, und zwar weltweit.

Für Asexuelle hat diese Diagnose dann auch nur bedingt eine mögliche Aussagekraft, denn es ist davon abhängig, ob sie nicht bereits vor Behandlungsbeginn diese "Symptome" gezeigt haben. Dann kann man ja noch spekulieren, dass sie die SSRI bio-endogen produziert haben, von "Gott" im Paket mitgeschenkt bekommen oder vielleicht aus Versehen bei Aldi mitbekommen haben, weil niemand wusste, dass die in den Keksen drin sind, die so lecker schmecken... oder noch eine Reihe eher wahrscheinlicher Zusammenhänge konstruieren, wie es die Störungs-Designer ja ganz gerne tun.

Wenn also gewisse sexuelle Cues schon im Vorfeld nicht da waren
( Libido, Sehnsüchte, Körperreaktionen, Fantasien ), dann wird die Einnahme von selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern oder auch weiteren Medikamenten, die irgendwas an den Botenstoffen und deren Wirkungs- und Streumechanismen manipulieren, das auch nicht zwingendermaßen nachhaltig ändern.
Interessant wäre es ja - weil einige atypische Symptome wie etwa Dauererektion beschrieben werden - dann eher noch, ob SSRI in der Lage wären, aus Asexuellen Hyposexuelle oder sogar Sexuelle werden zu lassen.
Dann hätten wir eine Grundlage für tiefergehende Nachforschungen darum, ob nicht Asexualität mit irgendwelchen Störungen im Haushalt der Botenstoffe zu tun haben könnte, oder bei bestimmten Menschen sich das so verhalten kann.

Aber wollen wir solche Ursachenforschung?

--------------------------

Zum Anfangsthema zurück, vieles von dem, was Miezi so schrieb, kann ich ja sehr nachvollziehen. Inklusive der Lichtempfindlichkeit, die bei mir auch immer weiter zu nimmt, sodass Sonnenbrillen nicht wirklich helfen, und der höchste Lichtschutzfaktor gerade noch so geht. Am besten aber laufe ich lang angezogen in UV-schützender Kleidung herum, ist ja im Surfsportbereich sowieso verbreitet, also Lycrashirts, Neopren usw.

So etwa vollziehe ich auch nach, dass man bestimmte Dinge gerne können würde, die man aber aufgrund der Einschränkungen und der Problematik mit dem Autismus eben nicht ( ertragen, nachahmen, produzieren ) kann.
Verschiedenes hat man ja auch desöfteren versucht, ist daran dann aber kläglich gescheitert, es wurde zum Fiasko, man hat soziale Fehler mit Tragweite begangen, etwa bei Kontaktversuchen.
Techno-Event ... das hatte ich häufig, da ich einen Techno-DJ zum Bekannten hatte, und so häufiger zu Massen-Paraden wie Streetparade Zürich oder Loveparade, Nature One, Fusion ect.hin kam. Allerdings aufgrund der Menschenmassen extremst anstrengend, so einen Tag zu erleben! Und sich hinterher wieder zu erholen ... wenn es nur die Musik wäre, wäre ja alles wunderbar. Aber die Menschenmengen sind der Stressfaktor.

Der Wunsch, "normal" zu sein oder von Muddi "normal" gemacht zu werden, war in der Kindheit und Jugend sehr groß, einfach, weil es mir auffiel, wie sehr demütigend und schneidend der Umgang ist, wenn man anders ist, und das gleich vielfach, fast überall, in jedem Gebiet extrem.
Es gab da ja auch noch einen gewissen Wunsch nach Kontakten oder Freunden, Kumpeln, und verzweifelte Versuche, das so, wie es andere von Natur aus hinkriegten, auch anzustreben.
Was aber aufgrund der -wie ich heute weiß - Asperger-Delle nie hin haute, einfach weil die beobachteten und gesammelten Anwendungsmuster für Gespräche, soziale Mechanismen und Regeln singulär waren, sich nicht von Person zu Person oder Situation zu Situation übertragen ließen.
Zudem war die ständige Beharkung mit "Du bist nicht normal" aus Elternhaus und Umgebung allgemein so belastend, dass man sich wünschte, zu sterben, und in einem "korrekten" Körper wiedergeboren zu werden, mit "reduzierten" persönlichen Eigenschaften, um den Anforderungen schlichtweg genügen zu können, nicht immerzu wie ein Obstaculum heraus zu ragen und nur Schwierigkeiten zu verursachen.
Als Kind beschäftigte ich mich durch aus zeitweise mit Reinkarnations-Theosophien.
Das ging so weit, dass ich mir Gedanken über einen innovativen Plan mit ca. 8 Jahren Alter gab, wie ich mein Dasein eventuell auf der subatomaren Ebene 'zerlegen' und neu strukturieren könnte, also eine quasi Neuerschaffung von mir selbst von ganz vorne her bewerkstelligen könnte, nur um als "richtig" bzw. "normal" anerkannt zu werden.
Diese Pläne lassen sich allerdings aufgrund unseres Technikstands und fehlendem Verständnis um die Essenz des menschlichen Seins niocht verwirklichen. Eswäre schon schwierig genug, die Synchronisierung sämtlicher Partikel-Bewegungen der Summe des Selbst vorherzuberechnen, sodass bei dem Filterprozess, der die autistischen und andere unerwünschte Eigenschaften heraus filtert, und dem Substituierungs-Prozess, der diese Eigenschaften durch "Norm-kompatible" ersetzt, nichts schiefgehen kann.

Mit dieser Selbstumstrukturierung befasste ich mich bis zum Alter von etwa 25 Jahren noch in verschiedenen Ebenen, denn "normal gemacht" zu werden, schien mir die einzige Möglichkeit, jemals unter den Menschen als "richtiger Mensch" anerkannt zu werden, und auch so leben zu können, bzw. solchen Umgang zu erfahren.

Heute weiß ich zwar, normal ist es beim Menschen, dass jeder anders ist - die Kurzform meiner Signatur in etwa. Rolling Eyes
Und mir ist es Latte geworden, ob ich jemals als richtiger Mensch anerkannt werde, weil mir auffällt, dass das in Deutschland nicht bezahlbar ist, bzw. man gar nicht weiß, wen man an welcher Stelle mit wie viel Geld dafür bezahlen muss.

Heute bin ich einfach nur noch so. Bestehe ich darauf? Nein, es ist einfach nur so, wie es ist. Wurde so geboren, es tut mir Leid deshalb nicht verwertbar oder nicht lukrativ für irgendwen zu sein, und deshalb, wenn Menschen wie ich in der Welt nicht erwünscht sind, oder unannehmliche Hindernisse ( besonders Kostenfaktoren ) darstellen, würde ich den anderen empfehlen, die Produktion von Designer-Babies voranzutreiben, sodass unerwünschte Menschen nicht länger geboren werden. Das meine ich auch ganz frank und frei, denn unerwünschten Menschen das Leben zur Hölle zu machen, weil sie anders sind und diese Eigenschaften nicht unterdrücken können, finde ich schlimmer, als wenn man sich die Eigenschaften, die Nachwuchs haben soll oder maximal haben darf, vor der Genese aussucht!

Dann wäre es aber ebenso anzuraten, dass man diesen ganzen ach so ethischen Blah über die Würde des Menschen und die ganze andere Heuchelei rund um Inklusion und Andersseins-Hätschelei ebenso in die große Tonne donnert, und wenigstens ehrlich dazu steht, dass man Menschen, die nicht "normkonform" sind, unter sich nicht haben will.
Das lege ich den ganzen verlogenen Ethikern und Menschlichkeits-Propagisten dann auch zu gern auf den goldumsäumten Teller.

Okay, das war jetzt wieder nicht so ganz thematisch, aber die Querelen mit dem Anderssein an sich können eben auch Gründe sein, warum man Menschen lieber aus dem Weg geht, oder sowas wie eine Pseudo-Sozialphobie entwickelt.
_________________
Wer später stirbt, erlebt den Tod derer, die früher sterben, und hat deshalb länger was zu lachen.
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Dirk Walter
ADMod Team



Alter: 47
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 30.05.2005
Beiträge: 1994
BeitragVerfasst am: Fr Mai 06, 2016 16:06    Titel: Antworten mit Zitat

@Windsurfhippie
Toller Text, sehr symphatisch Very Happy

Ich denke, wenn die Menschen tatsächlich eine homogene Gruppe wären ... dann wären wir bereits ausgestorben. Die Fähigkeiten des Menschen sich an eine wechselnde Umwelt anzupassen ist der Grund, warum wir heute noch da sind. Wer heute mit AHDS abgestempelt wird, war früher vielleicht mal ein erfolgreicher Jäger der schneller als andere auf neue Reize reagieren konnte. Wer heute als Autist oder Asperger bezeichnet wird, war früher vielleicht mal einer der besten Werkzeugmacher, weil er sich voll auf eine Sache konzentrieren konnte. Was wir heute als Schwächen sehen, könnte früher ein überlebenswichtiger Vorteil gewesen sein Rolling Eyes

Und ist es nicht auch heute noch so, das jeder Fortschritt aus den "verrückten Ideen von Spinnern" erwachsen ist? Pferdekutschen ohne Pferd? Total verrückt! Fliegen? Der Mensch ist doch kein Vogel! 1943 hat der IBM-Chef Thomas Watson noch verkündet "Ich glaube, es gibt einen weltweiten Bedarf an vielleicht fünf Computern". Heute liegen bei jeden fast schon soviele Smartphones in der Schublade rum .... wie auch immer, die Zukunft kennt keiner und folglich kann auch keiner wissen, wie der Mensch "designed" sein sollte. Schon schlimm genug, dass z.B. Firmen wie Monsanto im Erbgut unserer Nahrung rumpfuschen und so schwache und kranke Pflanzen erzeugen die von Tieren gefressen werden die darauf hin ebenfalls schwach und krank werden. Und der Mensch isst die Tiere und wird ebenfalls schwach und krank ... ist das am Ende der Preis dafür, wenn die Artenvielfalt unterdrückt wird?

Eine "normkonforme" Gesellschaft mit genetisch "verbesserten" Menschen würde heute vielleicht das Bruttosozialprodukt steigern ... aber in 5 Generationen vielleicht schon ausgestorben sein. Das "Unnormale" ist unsere Stärke, unsere Talente ... und auch unsere Lebendigkeit.

Im Übrigen ist das, was wir wissen, sehr gering zu der Menge, die wir nicht wissen. Tabletten schlucken, deren volle Wirkungsweise wir gar nicht überblicken können, spricht nicht gerade für eine intelligente Spezies. Wir fressen und schlucken Gifte und spritzen uns das Nervengift Botox unter die Haut in der Hoffnung, so bessere Mitglieder der Gesellschaft zu sein. Um beliebter zu sein, um Freunde zu haben, einen Freund oder eine Freundin. Aber letztlich überwinden wir so nicht die Einsamkeit sondern liefern nur den Beweis "nicht gut genug" zu sein. Beim Versuch sich zu ändern besteht die Gefahr, sich selbst auf dem Weg zu verlieren. Und den besten Freund zu verlieren, den man im Leben haben kann: sich selbst!

Außerdem: Schon mal daran gedacht, dass euch jemand nicht trotz Andersseins und Macken mögen könnte ... sondern gerade DESWEGEN? Letztlich ist ein ganz besonderer Mensch immer noch wertvoller als 10 Millionen Facebook-Feunde Wink

LG
Dirk
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luna & titus
abgemeldet




Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 04.02.2014
Beiträge: 886
BeitragVerfasst am: Fr Mai 06, 2016 23:53    Titel: Antworten mit Zitat

Dirk Walter hat folgendes geschrieben:
Außerdem: Schon mal daran gedacht, dass euch jemand nicht trotz Andersseins und Macken mögen könnte ... sondern gerade DESWEGEN? Letztlich ist ein ganz besonderer Mensch immer noch wertvoller als 10 Millionen Facebook-Feunde Wink


Das hast du zwar schön gesagt, aber es gibt tatsächlich Menschen, die dermaßen unkompatibel mit anderen Menschen sind, dass sie von kaum jemandem gemocht werden. Wenn man nicht aufpasst, entwickelt sich schnell eine Abhängigkeit zu diesen wenigen.
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Individualismus anerkennen und respektieren !
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Zomik




Alter: 57
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 09.03.2016
Beiträge: 101
Wohnort: Berlin
BeitragVerfasst am: Sa Mai 07, 2016 4:41    Titel: Antworten mit Zitat

Herrlich zu lesen all die Beiträge hier.
Windsurfhippie, du hast dich in deiner Kindheit mit der Subatomaren Ebene beschäftigt, also mit dem "beamen". Das hat mich auch jahrelang beschäftigt, nachdem ich als Kind zum ersten Mal Star Trek gesehen habe. Allerdings war mir schnell klar, das es hier zuallererst ein mathematisches Problem gibt, das dem Filtern, wie du es nennst, entgegensteht. Ich war enttäuscht. Egal, schön zu wissen das es noch andere gab, die "so" dachten.

Ich denke übrigens wie Dirk, das sog. angeborene Nachteile in früherer Zeit durchaus ein Vorteil sein konnten und auch heute ist dem noch so. Man muss eben die Lücke finden, das schafft nicht jeder.
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still_running
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Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 21.06.2009
Beiträge: 298
Wohnort: Ruhrgebiet
BeitragVerfasst am: Sa Mai 07, 2016 6:36    Titel: Antworten mit Zitat

Dirk Walter hat folgendes geschrieben:


Außerdem: Schon mal daran gedacht, dass euch jemand nicht trotz Andersseins und Macken mögen könnte ... sondern gerade DESWEGEN? Letztlich ist ein ganz besonderer Mensch immer noch wertvoller als 10 Millionen Facebook-Feunde Wink

LG
Dirk


Ich bin auch der Meinung, daß anderssein garnicht so schlimm ist, besonders wo "normal" ja nur von den Massenmedien geprägt wird, die die meisten Menschen ja nicht wirklich ernst nehmen.
Freunde und Fremde schauen meisten garnicht so kritisch auf einen selbst und sein "anderssein". Klar sie merken schon, wenn jemand anders ist, stottert, zittert, rot wird usw usw. Aber es stört sie nicht, sie nehmen es einfach nur wahr. Das ist ja nichts negatives.

Trotzdem, wenn die Nadel dann zu weit ausschlägt, dann wird es einsam.
Auch wenn man Freundschaften und Bekanntschaften vielleicht noch ganz gut erhalten kann, eine Partnerschaft wird fast unmöglich, wenn man niemanden findet, der ähnlich gestrickt ist wie man selbst.
Und wenn man sich dann auch noch eine Partnerschaft wünscht, dann ist das wirklich richtig, richtig hart.
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Dirk Walter
ADMod Team



Alter: 47
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 30.05.2005
Beiträge: 1994
BeitragVerfasst am: Sa Mai 07, 2016 7:27    Titel: Antworten mit Zitat

still_running hat folgendes geschrieben:
eine Partnerschaft wird fast unmöglich, wenn man niemanden findet, der ähnlich gestrickt ist wie man selbst
Vielleicht ja ... aber ich kenne es vor allem andersrum: eine Partnerschaft wird definitiv unmöglich, wenn der Partner glaubt "nicht genug" oder gar "unmöglich" zu sein.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich Erlebnisse ganz anders wahrnehme. Z.B. die "schlechte Laune" der Partnerin ... die ich gar nicht so schlimm fand und mir mal wieder Gelegenheit gab, mich hinter einem Buch zu vergraben. Oder das "aufbrausende Temperament", das als Makel empfunden wurde. Ich fands toll die Lebendigkeit zu erleben, da ich selber immer sehr ausgeglichen bin und zwar kaum Tiefs erlebe, aber auch keine Stimmungshochs. Oder auch das Aussehen wie "zu klein" oder "zu dick" oder "zu hässlich" ... in meinen Augen war alles perfekt und ich hab mich ja auch genauso verliebt ...

Dummerweise wird der eigenen Bewertung dann auch noch mehr geglaubt als dem Partner, es wird gestresst oder die Beziehung beendet im Glauben "nicht gut genug" zu sein. Dieses Denken "ich bin nicht kompatibel", "ich bin nicht zumutbar" oder "ich bin es nicht wert" ist doch das eigentliche Problem - nicht das Anderssein.

Die Menschen haben so ein starres Bild im Kopf wie sie sein "müssen". Als "Frau". Als "Mann". Als "Lebenspartnerin". Im Bett. Immer 100% funktionierend und immer perfekt .... mein Gott wie langweilig und tot! Wo ist da die Lebendigkeit? Wo ist die Menschlichkeit?

Warum ist es so schwer zu begreifen, dass man nicht perfekt sein muss? 1+1=2 ... das bleibt auch in Beziehungen so und alles andere wäre in meinen Augen gruselig.



Glücklicherweise bin ich mittlerweile aber schon zu alt, zu fett, zu hässlich, zu asexuell und zu unkonventionell, als dass sich noch jemand für mich interessieren würde ...
Ironie
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luna & titus
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Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 04.02.2014
Beiträge: 886
BeitragVerfasst am: Sa Mai 07, 2016 13:59    Titel: Antworten mit Zitat

@Dirk Walter: Dann liegt es daran, dass du selber sehr ausgeglichen bist. Solche Menschen akzeptieren mich auch, aber die anderen tun sich schwer und ich selber schaffe es nicht, mich denen gegenüber so zu verhalten, dass es unproblematisch verläuft. Dazu bin ich einfach zu komisch (im negativen Sinne).
Also bleibt mir nur übrig mich zu verstellen oder ihnen aus dem Weg zu gehen.

Mit Menschen, die Stimmungslabil sind, Geräte ich besonders häufig aneinander und habe Angst vor ihnen.
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Dirk Walter
ADMod Team



Alter: 47
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 30.05.2005
Beiträge: 1994
BeitragVerfasst am: Sa Mai 07, 2016 16:33    Titel: Antworten mit Zitat

Klingt nach Leuten, die die meisten Probleme mit sich selbst haben. Vielleicht liegt es gar nicht an dir und du bist nur "Blitzableiter" ...
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luna & titus
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Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 04.02.2014
Beiträge: 886
BeitragVerfasst am: Sa Mai 07, 2016 19:36    Titel: Antworten mit Zitat

Dirk Walter hat folgendes geschrieben:
Klingt nach Leuten, die die meisten Probleme mit sich selbst haben. Vielleicht liegt es gar nicht an dir und du bist nur "Blitzableiter" ...


Das kann sein.
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Loveisequal




Alter: 25
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 23.06.2016
Beiträge: 1
Wohnort: Ostfriesland
BeitragVerfasst am: Do Jun 23, 2016 21:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hey,
Ich komme auch aus deiner Nähe.
Bei mir hat es mit 14 angefangen und ist jetzt mit 21 so gut das ich wieder alleine raus gehen kann. Ich habe immer noch schwierigkeiten mich mit Fremden zu unterhalten oder ein Gespräch anzufangen aber es wird besser. Habe keinen wirklichen Freundeskreis mehr weil ich die letzten vier Jahre nur in Begleitung rausgegangen bin und die meisten verstehen sowas dann halt nicht. Rolling Eyes
_________________
Ich bin nicht auf der Welt um so zu sein wie andere mich gern hätten.
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Aiko
abgemeldet




Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 26.03.2016
Beiträge: 188
Wohnort: NRW
BeitragVerfasst am: Fr Jun 24, 2016 17:10    Titel: Antworten mit Zitat

Loveisequal hat folgendes geschrieben:
Hey,
Ich komme auch aus deiner Nähe.
Bei mir hat es mit 14 angefangen und ist jetzt mit 21 so gut das ich wieder alleine raus gehen kann. Ich habe immer noch schwierigkeiten mich mit Fremden zu unterhalten oder ein Gespräch anzufangen aber es wird besser. Habe keinen wirklichen Freundeskreis mehr weil ich die letzten vier Jahre nur in Begleitung rausgegangen bin und die meisten verstehen sowas dann halt nicht. Rolling Eyes


Es ist auf jeden Fall positiv, daß Du wenigstens in Begleitung rausgegangen bist, daß schaffen viele nicht.
Und das Du es jetzt schon wieder alleine raus schaffst ist super!
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Dokkan




Alter: 24
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 27.09.2016
Beiträge: 11
Wohnort: Heidelberg
BeitragVerfasst am: Di Sep 27, 2016 13:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hey,

Ich bin wegen Sozialen Ängsten in Pyschotherapeutischer Behandlung und glaube asexuell zu sein. Confused
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Aiko
abgemeldet




Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 26.03.2016
Beiträge: 188
Wohnort: NRW
BeitragVerfasst am: Di Sep 27, 2016 18:44    Titel: Antworten mit Zitat

Dokkan hat folgendes geschrieben:
Hey,

Ich bin wegen Sozialen Ängsten in Pyschotherapeutischer Behandlung und glaube asexuell zu sein. Confused

Hilft Dir die Behandlung oder ist es noch zu früh dazu was zu sagen?
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