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Gefühle nicht fühlen können
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Katzenmami




Alter: 41
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 10.03.2012
Beiträge: 94
Wohnort: Leipzig
BeitragVerfasst am: Fr Apr 15, 2016 20:12    Titel: Antworten mit Zitat

luna & titus hat folgendes geschrieben:
Aber bei Schneeregen und Hagel fühle ich mehr. Woran liegt das ?


Hmm, schwer zu sagen. Hagel ist ja eher schmerzhaft. Schlechtes Wetter wirkt sich eher ungünstig auf die Stimmung aus. Vielleicht brauchst Du genau das, um zu wissen, dass Du lebst. Negative Gefühle sind ja auch Gefühle. Die kannst Du vielleicht besser in der Natur empfinden, als bei Menschen, die Dir vielleicht mit ihrer Gefühlswelt gleichgültig sind. Kannst Du denn Mitgefühl empfinden? Wenn ja, mehr bei Tieren oder bei Menschen?
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luna & titus
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Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 04.02.2014
Beiträge: 886
BeitragVerfasst am: Fr Apr 15, 2016 21:25    Titel: Antworten mit Zitat

Katzenmami hat folgendes geschrieben:
luna & titus hat folgendes geschrieben:
Aber bei Schneeregen und Hagel fühle ich mehr. Woran liegt das ?


Hmm, schwer zu sagen. Hagel ist ja eher schmerzhaft. Schlechtes Wetter wirkt sich eher ungünstig auf die Stimmung aus. Vielleicht brauchst Du genau das, um zu wissen, dass Du lebst. Negative Gefühle sind ja auch Gefühle.
Die kannst Du vielleicht besser in der Natur empfinden, als bei Menschen, die Dir vielleicht mit ihrer Gefühlswelt gleichgültig sind.


Shocked Du hast es erfasst. Es ist tatsächlich so, aber ich traue mich da kaum drüber zu sprechen, denn ich habe extreme angst davor, dass das ausgenutzt wird und man mich absichtlich quält.
Es hat sich nämlich früher auch auf Menschen bezogen.
Wenn ich auf eine bestimmte Art und Weise schlecht behandelt wurde, hat mich das irgendwie "glücklich" gemacht.

Allerdings hat es sich dann geändert, weil ich weiß, was für Bestien Menschen sein können und es schnell mal sehr ernst werden kann, wenn man sich immer als unterwürfig darstellt.
Seitdem ich das weiß, bin ich sehr vorsichtig, denn ich bin mit meiner Art ein gefundenes Fressen für Menschen, die gerne andere Menschen dominieren und quälen.
Und mittlerweile hat es eh keinen Effekt mehr, weil ich keine Gefühle mehr für sie habe.

Mit der Natur ist es was anderes. Sie ist in unseren Breiten berechenbarer, obwohl ich bei Sturmwetter beim Fahrradfahren auf dem Land mal beinahe aus einer Kurve geflogen bin.


Ich mochte Sachen, bei denen andere schlechte Laune kriegen und umgekehrt bekam ich oft schlechte Laune bei für andere gute Sachen.
Mittlerweile gleicht sich das immer mehr an und wird insgesamt immer flacher, ich habe also kaum noch Schwankungen und werde normaler.


Katzenmami hat folgendes geschrieben:
Kannst Du denn Mitgefühl empfinden? Wenn ja, mehr bei Tieren oder bei Menschen?


Ja, auf jeden Fall und bei beiden gleich viel. Allerdings ist mein Vorstellungsvermögen eher gering ausgeprägt, das heißt, bei Sachen, die ich selber noch nie erlebt habe, kann ich nur grob schätzen, wie schlimm sie sind.
Wenn jetzt aber jemand in meiner Anwesenheit geschlagen werden würde, wäre mir schon klar, wie schlimm das ist und ich würde eingreifen.
Mein Vorstellungsvermögen hängt übrigens sehr mit dem aktuellen Schweregrad meiner Krankheit, über die du mir mal einen Link zu dem entsprechenden Forum geschickt hast, zusammen.
Das heißt, je benebelter ich mich fühle, desto schlechter ist mein Vorstellungsvermögen und dementsprechend geringer dann auch mein Mitgefühl.
Dann ist mir vieles gleichgültig, was es sonst nicht ist. Und meine kognitiven Fähigkeiten sind dann eingeschränkter als sonst.
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Katzenmami




Alter: 41
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 10.03.2012
Beiträge: 94
Wohnort: Leipzig
BeitragVerfasst am: Sa Apr 16, 2016 12:22    Titel: Antworten mit Zitat

luna & titus hat folgendes geschrieben:
Das heißt, je benebelter ich mich fühle, desto schlechter ist mein Vorstellungsvermögen und dementsprechend geringer dann auch mein Mitgefühl.


Jap, das war bei mir auch so. Verstehe Dich sehr gut.
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luna & titus
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Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 04.02.2014
Beiträge: 886
BeitragVerfasst am: Sa Apr 16, 2016 14:01    Titel: Antworten mit Zitat

Katzenmami hat folgendes geschrieben:
Jap, das war bei mir auch so. Verstehe Dich sehr gut.


Ja, von den Leute in dem Forum, was du mir empfohlen hast, fühle ich mich viel besser verstanden als von Psychologen und Psychiater.
Sehr vieles ist gleich.
Bist du das losgeworden ? Und wenn ja, wie ?

Ich habe von der Erkrankung schon früher gehört, mich aber geweigert, mich damit auseinanderzusetzen. Aber es hilft, auch wenn es hart ist.
Theoretisch kann das schon sein, dass viele als psychisch erscheinende Probleme davon kommen, nur was man dagegen tun kann, weiß ich nicht.
Ich versuche mich immer an den wenigen Gefühlen festzuhalten, sie gedanklich zu vertiefen, um sie stärker zu spüren.
Ich glaube, wenn man nicht mehr weiß, was Gefühle sind, ist man arm dran. So schlimm ist es aber bei mir nicht.

Wenn man sowas hat, muss man einfach gucken, wo man Energie spart und das sind bei mir in erster Linie Freizeitaktivitäten und Dinge, die einem früher mal Lebensfreude bereitet haben.
Klar mache ich da manchmal noch was von, aber du weißt ja selber, dass dann hinterher "die dicke Rechnung" dafür kommt. Da muss man Prioritäten setzen.

Gestern habe ich es zumindest mal wieder geschafft, Filme zu gucken, das ging den Winter über wegen der Übermüdung und dem Nebel im Kopf, nicht.
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Katzenmami




Alter: 41
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 10.03.2012
Beiträge: 94
Wohnort: Leipzig
BeitragVerfasst am: Sa Apr 16, 2016 15:58    Titel: Antworten mit Zitat

luna & titus hat folgendes geschrieben:
Bist du das losgeworden ? Und wenn ja, wie ?


Ich habe zunächst mal meinen Vitamin- und Hormonstatus prüfen lassen. Habe zum Glück einen Arzt gefunden, der mir für meinen meiner Meinung nach schlechten Schilddrüsenwert Tabletten verschrieben hat. Auch meinen "Vitamin" (Prohormon)-D-Mangel habe ich eigenständig beseitigt. Seit dem sind zumindest Brainfog (der Nebel im Kopf) und übermannende Erschöpfung verschwunden. Ich reagiere nun auch nicht mehr so empfindlich auf grelles Licht und Menschenmassen. Der Rest ist mehr oder weniger geblieben, aber es ist schon mal eine enorme Verbesserung!
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luna & titus
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Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 04.02.2014
Beiträge: 886
BeitragVerfasst am: Fr Apr 22, 2016 14:17    Titel: Antworten mit Zitat

Das muss man aber bestimmt auch alles selber bezahlen, oder ?
Und wie kommt man an Schilddrüsentabletten, wenn man nur selber meint, dass man sie braucht, oder habe ich das falsch verstanden. ?
Ich bekomme zwar welche, aber merke keine Verbesserung bezüglich der Müdigkeit, lediglich der Aufmerksamkeit.

Mein Hausarzt meint, die Testung, ob ich genug Vitamine im Blut habe, müsste ich selber bezahlen. Ich gehe aber bald zum Endokrinologen, der macht das vielleicht kostenlos.
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Katzenmami




Alter: 41
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 10.03.2012
Beiträge: 94
Wohnort: Leipzig
BeitragVerfasst am: Fr Apr 22, 2016 16:01    Titel: Antworten mit Zitat

Bei meiner Endokrinologin musste ich nicht bezahlen. Hab am Dienstag Blut für Status von SD-Werten, D3, B12 und Eisen abnehmen lassen. Finde ich gut! Mit den SD-Tabletten musste ich auch bissl rumprobieren. Ich merke schon ganz gut, ob mein Befinden mit der SD zusammenhängen könnte. Und wenn die Blutwerte mir das dann noch bestätigen, erhöhe ich einfach. Wenn es dann besser wird, sag ich das auch ehrlich beim nächsten Arzttermin. Wenn nicht, gehe ich wieder runter. Dazu musste ich mich aber auch erst in Büchern und Foren schlau machen. Rolling Eyes

Edit: Leider etwas Off-Topic.
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miezi2410




Alter: 57
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 07.02.2009
Beiträge: 671
BeitragVerfasst am: Fr Apr 22, 2016 19:11    Titel: Antworten mit Zitat

selber herumdoktoren ist natürlich so eine sache, aber ich bin ehrlich, auch ich habe es gemacht, aber nicht ohne das blutbild kontrollieren zu lassen. das sollte mal grundvoraussetzung sein.

ich hatte wegen hashimoto also schilddrüsenunterfiúnktion l-thyroxin 150.
irgendwann merkte ich dass es mir damit nicht gut ging und ich setzte es für 4 wochen auf die hälfte. blutbild alles i.o.
nach noch mal 4 wochen wieder ein blutbild gemacht, nachdem ich dann gar nichts mehr genommen habe, wieder alles i.o.
dann habe ich tachilles mit meinem doc geredet, der war ganz erschrocken,
aber er musste zugeben, dass es vllt. besser so war.
heute weiss ich, dass meine SD bei stress mehr hormone braucht und nehme dann tage oder wochenweise l-thyroxin. wenn der stress weg ist, kann ich damit aufhören, weil die SD dann die hilfe nicht mehr braucht.
alles immer mit blutbild abgesegnet vom doc.

das jez nicht als anleitung wie man es nicht macht oder machen sollte.
aber für mich war dann die aufklärung durch den doc sehr wichtig.
sagen wir mal so, mir hat mein körper deutlich gezeigt, was er wollte und was nicht.
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Windsurfhippie





Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 13.08.2005
Beiträge: 3235
Wohnort: NZ
BeitragVerfasst am: Sa Apr 23, 2016 23:49    Titel: Antworten mit Zitat

Vitamin-Mängel und Einfluss auf die Gefühlssituation klingt ja sehr interessant.

Ich merke zur Zeit, dass anscheinend eines der Schmerzmittel, die ich brauche, mich irgendwie vermehrt 'aggro' oder grantig, unleidig macht, und mag diese Gefühle nicht gerne.
Es ist leider etwas Opiathaltiges. Ich dachte bisher, Opiate wirken eher beruhigend oder eindämmernd, aber mich scheint das Zeug eher grimmig und gnatschig zu machen, oder es ist ein Kombi-Effekt mit den anderen Medikamenten, der das verursacht.

Vitaminmängel hatte ich auch schon, besonders bei B1, und Zink-Mangel, was Hautveränderungen zur Folge hatte.

Endogene (Depression) heißt eigentlich so viel wie "aus sich selbst" entstehend. Gemeint sind damit die Formen, die auf Unregelmäßigkeiten bei der Ausschüttung körpereigener Botenstoffe und Ähnliches zurückzuführen sind. Manchmal werden Botenstoffe wieder resorbiert, bevor sie wirken können, oder aber es werden nicht genügend produziert oder zu viele, oder in Auf-Ab-Phasen mal zu viel, mal zu wenig ausgeschüttet. Das kann man auch feststellen lassen.
Es gibt auch Depressivitätsformen, die mit Schilddrüsen-Problemen zusammenhängen können. Das zu untersuchen, kann also eine hilfreiche Idee sein.

Als ich noch in meiner reaktiven Depression
( nennt man heute depressive Reaktion, wie lustig ) drin steckte, gab es längere Phasen von "kein Gefühl", die ich als lethargische Phasen beschrieb. Man hat weder Elan für Konzentration, noch für Bewegung oder Interesse für etwas, man 'fühlt' sich gefühllos, wie innerlich ertaubt, gelähmt oder zu Stein geworden. Weder negativ, noch positiv, noch neutral ebenwertig. Das ist wie ein Stillstand alles Emotionalen, eine Auszeit der Wahrnehmung Gefühlsebene.
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Wer später stirbt, erlebt den Tod derer, die früher sterben, und hat deshalb länger was zu lachen.
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Inertia




Alter: 26
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 07.10.2014
Beiträge: 960
Wohnort: NRW
BeitragVerfasst am: So Apr 24, 2016 10:24    Titel: Antworten mit Zitat

Windsurfhippie hat folgendes geschrieben:
Endogene (Depression) heißt eigentlich so viel wie "aus sich selbst" entstehend. Gemeint sind damit die Formen, die auf Unregelmäßigkeiten bei der Ausschüttung körpereigener Botenstoffe und Ähnliches zurückzuführen sind.


Wobei man allerdings bedenken muss, dass das nichts weiter als eine Theorie ist. Bewiesen ist da noch gar nichts, man denke nur an den großen Serotonin-Coup der Pharmaindustrie.
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