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Aplatonik
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Margarita_02




Alter: 37
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 14.07.2014
Beiträge: 633
Wohnort: Berlin & Ruhrpott
BeitragVerfasst am: Sa Dez 19, 2015 12:57    Titel: Antworten mit Zitat

luna & titus hat folgendes geschrieben:
Meine Eltern wollte früher immer, dass ich Freunde habe, damit ich nicht noch mehr zum Außenseiter werde.
Es hat sich einfach so ergeben.
Ich hatte immer ein schlechtes Gewissen vor meinen Eltern, wenn eine Freundschaft nicht eng genug war oder ich nicht genug Freunde zur selben Zeit hatte.
Dieses Thema war teilweise angstbesetzt.
Zu Kindergeburtstagen wurde ich meistens gezwungen und habe mich dort gelangweilt und / oder vor Frust geweint.


Später hatte ich eine geistig behinderte Freundin. Das war eigentlich gut, denn dann hatte ich endlich eine Aufgabe in der Freundschaft, nämlich ihr etwas beizubringen.
Aber mit der Zeit habe ich ihr gegenüber ein schlechtes Gewissen entwickelt, weil ich mit ihr nur befreundet war, um mich intellektuell über sie zu stellen.

Sowas geht einfach gar nicht !

Also lass' ich es lieber ganz bleiben.
Mir geht es auch besser so.

Aber wundern tut mich das schon.
Naja, egal, jeder ist verschieden...

Ja, so wie Du es schilderst, kann ich gut nachvollziehen, dass Du keine Freundschaften mehr möchtest. Themenbezogener Austausch mit Leuten ist ja etwas anderes. Und eine Freundschaft einzugehen, um sich überlegen zu fühlen, ist unfair, da würde ich Dir zustimmen.

Denke, es war trotzdem für etwas gut, dass Du die Erfahrungen mit Freundschaften gemacht hast. So weißt Du zumindest, dass Du prinzipiell Kontakt aufnehmen kannst, weißt auch, wie sich das dann anfühlt, und kannst Dich nun bewusst dagegen entscheiden.
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luna & titus
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Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 04.02.2014
Beiträge: 886
BeitragVerfasst am: Sa Dez 19, 2015 13:18    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, umsonst war es nicht.
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luna & titus
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Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 04.02.2014
Beiträge: 886
BeitragVerfasst am: Sa Dez 19, 2015 13:26    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe auch in meiner Fantasie keine richtigen Freunde.
Wenn, dann habe ich Kontakt zu Leuten, mit denen ich dort zusammen reiten gehe.

Meiner fiktiven besten Freundin gehört der Hof und wir machen viel zusammen.
Allerdings alles nur Aktivitäten, keine Gespräche oder zusammen weggehen.

Wäre ich gesundheitsmäßig nicht so eingeschränkt, würde ich das im reallife auch so machen.
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Fichte
Admin auf Aven-Partner.de




Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 27.06.2012
Beiträge: 505
BeitragVerfasst am: So Dez 20, 2015 13:02    Titel: Antworten mit Zitat

luna & titus hat folgendes geschrieben:
Später hatte ich eine geistig behinderte Freundin. Das war eigentlich gut, denn dann hatte ich endlich eine Aufgabe in der Freundschaft, nämlich ihr etwas beizubringen.
Aber mit der Zeit habe ich ihr gegenüber ein schlechtes Gewissen entwickelt, weil ich mit ihr nur befreundet war, um mich intellektuell über sie zu stellen.

Aber wenn es ihr gefiel, sich von dir etwas beibringen zu lassen, dann war das doch für euch beide eine bereichernde Freundschaft, finde ich.

Wenn man mir vor 10 Jahren von Aplatonik erzählt hätte, dann hätte ich gesagt, dass das auf mich zutrifft, denn damals hatte ich nur - ich nenne es mal - "Zweckgemeinschaften". Beispielsweise eine Freundin für gemeinsame Videospiele.
Aber dann mit Mitte 20 hab ich zum ersten Mal eine Person kennengelernt, die ich ins Herz schloss, so wie ich vorher nur einige meiner Verwandten ins Herz geschlossen hatte. Dadurch würde ich mich also heute nicht als aplatonisch bezeichnen, aber ich kenne zumindest den Unterschied zwischen "Aktivität x gefällt mir mit Person y ganz besonders gut, also mag ich Person y" und "Ich mag Person y ganz besonders, also gefällt mir sogar Nichtstun mit ihr gut".
Und ich finde, dass eine "Zweckgemeinschaft" auch wertvoll sein kann. Also nichts, wofür man schlechtes Gewissen haben bräuchte, solange beide einen Nutzen aus der Zweckgemeinschaft ziehen.
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luna & titus
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Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 04.02.2014
Beiträge: 886
BeitragVerfasst am: So Dez 20, 2015 15:46    Titel: Antworten mit Zitat

Fichte hat folgendes geschrieben:
Aber dann mit Mitte 20 hab ich zum ersten Mal eine Person kennengelernt, die ich ins Herz schloss, so wie ich vorher nur einige meiner Verwandten ins Herz geschlossen hatte. Dadurch würde ich mich also heute nicht als aplatonisch bezeichnen ...


In's Herz schließen kann ich auch viele Menschen.
Es ist einfach nur so, dass ich nicht so viel mit ihnen reden will.
Es ist schwierig zu erklären, ich glaube, dass ich hier auch missverstanden werde.
Aber ich weiß nicht wie ich es erklären soll.

Es ist jedenfalls keineswegs so, dass mir meine Freunde egal sind.
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Prinzess
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Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 30.12.2013
Beiträge: 1477
BeitragVerfasst am: Mo Dez 21, 2015 5:16    Titel: Antworten mit Zitat

Bei mir war da auch etwas. Als die anderen in die Pubertät gekommen waren, war ich ja immer noch wie vorher von Hobbies, Interessen, Geschmack und so her und bin es noch. Jedenfalls war ich in den Pausen viel alleine und meine Mutter hat mich täglich gefragt, mit wem ich zusammen gewesen war. Ich hatte kein Interesse an den seltsam veränderten Leuten und war mit meiner eigenen Gesellschaft zufrieden. Aber die ständige Fragerei hat mich doch einen seltsamen leicht traurigen Blick auf ihre Erwartungen richten lassen, auf die Freude, die die anderen bei ihren eigenartigen Aktivitäten, die mich dennoch überhaupt nicht interessierten, wohl haben könnten.

Ich bin sehr gerne zur Schule gegangen, denn der Unterricht hat mir größtenteils sehr großen Spaß gemacht. Nach dem Unterricht wurde ich aber nie gefragt. Nur nach der Interaktion mit anderen Schülern.

Ich habe mich aber dennoch nie bemüht, mit den anderen, die sich so seltsam verändert hatten, wieder in Kontakt zu kommen, aber dennoch haben die Erwartungen meiner Mutter Spuren in mir hinterlassen.

Freundschaft ist für mich kein Ding voller Leichtigkeit mehr, sondern schwingt dabei ganz im Gegenteil bei mir ein Gefühl der Schwere und Unfreiheit mit. Dass ich in einer Freundschaft viel zu sehr auf andere eingehen müsste, das Ganze also nicht grad im Einklang mit meinen eigenen Bedürfnissen stünde. Und so erlebe ich faktische Freundschaft auch wirklich.

In meiner Vorstellung idealisiere ich Freundschaft aber sehr. Mit gleichen Interessen und so. Mit einem Freund erlebe ich das aber auch. Dessen Partnerin hat allerdings etwas gegen alle seine Unternehmungen, bei denen sie nicht dabei ist. Und gegen mich.
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Margarita_02




Alter: 37
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 14.07.2014
Beiträge: 633
Wohnort: Berlin & Ruhrpott
BeitragVerfasst am: Mo Dez 21, 2015 9:39    Titel: Antworten mit Zitat

luna & titus hat folgendes geschrieben:
In's Herz schließen kann ich auch viele Menschen.
Es ist einfach nur so, dass ich nicht so viel mit ihnen reden will.
Es ist schwierig zu erklären, ich glaube, dass ich hier auch missverstanden werde.

Na, das passiert online ohnehin leicht.
Vielleicht bist Du aber nicht aplatonisch (denn "ins Herz schließen" ist etwas Platonisches), sondern es liegt schlicht an der niedrigen Reizschwelle, die Du beschrieben hattest. Da ist es ja eigentlich klar, dass Dir die Kontakte, die für andere ein angenehmes Maß haben, zu viel sind. Ich sag mal so: Mit einer Erschöpfungsdepression (davon hattest Du doch geschrieben?) ist niemand mehr gesellig!

Vielleicht kommt der Wunsch nach Kontakten also auch irgendwann mal wieder, wenn Du Dich ausgeruht hast.

Wünsche Dir in jedem Fall sehr, dass Du bald wieder zu den genannten Aktivitäten im Freien körperlich in der Lage bist, egal ob allein oder mit (idealerweise schweigsamen) Begleitern dann!!
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Fichte
Admin auf Aven-Partner.de




Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 27.06.2012
Beiträge: 505
BeitragVerfasst am: Mo Dez 21, 2015 15:58    Titel: Antworten mit Zitat

luna & titus hat folgendes geschrieben:
In's Herz schließen kann ich auch viele Menschen.
Es ist einfach nur so, dass ich nicht so viel mit ihnen reden will.

Vielleicht war meine Formulierung "ins Herz schließen" missverständlich, denn wenn ich sage, dass ich jemanden ins Herz geschlossen habe, dann meine ich damit, dass ich so etwas wie "platonische Liebe" für diesen Menschen empfinde - also eine besonders intensive Form der familiären oder freundschaftlichen Liebe (wobei "intensiv" aber relativ ist, denn ich bin verhältnismäßig gefühlsarm).
Wenn ich deine Beiträge richtig verstanden habe - vor allem deinen ersten hier auf Seite 1: http://aven-forum.de/viewtopic.php?p=185025#185025 - dann hast du bisher noch nie platonische Liebe für jemanden empfunden, oder? Und das würde dich dann ja wirklich aplatonisch machen. Was aber nicht schlimm ist, denn man kann ja z. B. auch einfach allgemeine "Nächstenliebe" empfinden und Freude an Bekanntschaften bzw. lockeren Freundschaften haben.
Oder man könnte auch einfach gern allein sein und überhaupt keine Form von Liebe zu anderen Lebewesen empfinden. Wäre auch in Ordnung, finde ich. Smile
Ich denke, man muss halt einfach herausfinden, was einem gefällt, und darf sich von anderen nicht zu etwas zwingen lassen, was einem nicht gefällt.
Wenn du, luna & titus, also am liebsten so etwas wie "lockere Freundschaften" magst, dann versuch, sie zu finden. Vielleicht wäre das ja sogar mit deiner ehemaligen besten Freundin möglich, wenn sie in Zukunft einfach nicht mehr über Persönliches mit dir reden würde.
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Windsurfhippie





Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 13.08.2005
Beiträge: 3234
Wohnort: NZ
BeitragVerfasst am: Mi Dez 23, 2015 12:10    Titel: Antworten mit Zitat

Sandkastenzorro hat folgendes geschrieben:
Ich empfinde den Trend, alles psychopathologisieren zu müssen ziemlich psychopathologisch.


Ich gehe weiter und zähle das zu den Zwangsstörungen. "Zwanghafte Typisierungsstörung"
Betrifft besonders Diagnostiker und Psychiater, könnte dort sogar als Berufskrankheit auftreten. Laughing

Freundschaft ist ein unheimlich schwieriges Gebiet für mich. Einerseits habe ich es nie geschnallt, wie das präzise funktioniert oder korrekt umgesetzt oder beantwortet wird. Aber ich hätte immer gern Freunde gehabt, bzw. interessiere ich mich stark für andere Menschen und analysiere gern ihr Verhalten oder möchte sie erforschen. Aber das gehört zu meinen Spezialinteressen, und ist kein gewöhnlicher menschlicher Zug oder sowas.

Die tiefgängigsten Bekanntschaften hatte ich per Brief oder Email, gewöhnlich mit Frauen. War auch der ein oder andere Mann mit bei, also alles solche Leute, die verpartnert sind, Kinder haben, ein Leben anderswo. Aber die geistige Verbindung war öfter das Tragende als sonstwas daran. Bekanntschaften entstehen bei mir nur dann, wenn die anderen ein fortdauerndes Interesse daran entwickeln und den Kontakt aufrecht erhalten. Wobei das Wundern, warum die das tun oder was ihnen das nur gibt, stets dabei erhalten bleibt.

Ich kann die Gefühle anderer oft nicht nachempfinden und die Sache, wann etwa Fragen nach dem Ergehen mit einer einstudierten Floskel wie "Mir geht es gut" beantwortet werden müssen, und wann jemand wissen möchte, wie es mir wirklich geht, ist mir zu schwierig zu unterscheiden.
Inzwischen habe ich mich auch davon zurückgezogen, Kontakte weiter als das sich Mitteilen in Foren oder diese flüchtigen Strandbekannten, Obdachlosen-Szene-Bekannte oder solche zu unterlassen, und keine neuen Versuche einzugehen. Man kann so viel dabei falsch machen. Ich kann mir auch nicht richtig vorstellen, welchen 'Nutzen oder Gewion jemand davon einfahren soll, mich zu kennen, und mir sind die Motive anderer häufig fremd. Ich kann Freundschaft nicht. Sozial gehandicapped, gewissermaßen.

Wer mich nicht kennt, verpasst nix.

In der Fiktion, fantasiebasiert, habe ich intensive Freundschaften zu gewöhnlich Männern, die im rein interessenbewegten Bereich spielen. Also man geht zusammen angeln, Musik machen, Snowboarden, andere Planeten erkunden oder erforscht eine fremdartige Spezies im gemeinsamen Projekt, sowas alles. Die fantasierten Unterhaltungen laufen allerdings völlig kontrolliert ab, also die fantasierten Freunde sind "Ableger" von mir selbst, in einer Weise. Sie würden sich nie eigenständig verhalten, es ist eher so, wie wenn man ein Buch schreibt, und dafür Charaktere entwirft. Ein Universum mit Gesetzmäßigkeiten, die man selbst bestimmt.

Ich kenne Leute am liebsten auf einer kollegialen Basis, aber auch für solche Bekanntschaften braucht man Fertigkeiten und Befähigungen, von denen mir einfach zu viele ganz fehlen.
Also eher verzichten aus Vernunft als A-Platonie, ein Lerneffekt.
_________________
Wer später stirbt, erlebt den Tod derer, die früher sterben, und hat deshalb länger was zu lachen.
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luna & titus
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Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 04.02.2014
Beiträge: 886
BeitragVerfasst am: Sa Jan 02, 2016 2:36    Titel: Antworten mit Zitat

Windsurfhippie hat folgendes geschrieben:
...interessiere ich mich stark für andere Menschen und analysiere gern ihr Verhalten oder möchte sie erforschen.


So geht's mir auch.
Das Verhältnis wie oft und intensiv ich über Menschen nachdenke und wie intensiv ich mich dann mit ihnen selbst beschäftige, stimmt nicht überein. Very Happy


Windsurfhippie hat folgendes geschrieben:
In der Fiktion, fantasiebasiert, habe ich intensive Freundschaften zu gewöhnlich Männern, die im rein interessenbewegten Bereich spielen. Also man geht zusammen angeln, Musik machen, Snowboarden, andere Planeten erkunden oder erforscht eine fremdartige Spezies im gemeinsamen Projekt, sowas alles. Die fantasierten Unterhaltungen laufen allerdings völlig kontrolliert ab, also die fantasierten Freunde sind "Ableger" von mir selbst, in einer Weise. Sie würden sich nie eigenständig verhalten, es ist eher so, wie wenn man ein Buch schreibt, und dafür Charaktere entwirft. Ein Universum mit Gesetzmäßigkeiten, die man selbst bestimmt.


Genauso laufen meine Pferdehof-Geschichten auch ab !
Fast jeder der Teilnehmer lebt einen oder mehrere Teile meiner Persönlichkeit aus. Manchmal sind das auch Anteile, die ich mich im echten Leben nicht traue zu zeigen.
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Darth_Angel




Alter: 21
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 12.11.2014
Beiträge: 64
BeitragVerfasst am: Sa Jan 02, 2016 10:14    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist ja nun alles schön und gut, aber warum man dafür jetzt extra einen eigenen Begriff braucht, erschließt sich mir nicht ganz. Das ist hier ja auch bei allen irgendwie anders ausgeprägt. Wieso muss man da alles über einen Kamm scheren?


Mir persönlich gehts beim Großteil der Menschen so. Hab nur einen einzigen Freund bei dem das ganz anders ist. Ich kann es durchaus nachvollziehen (im Regelfall) keine Freundschaften schließen zu wollen.
Und da es den meißten hier so zu gehen scheint, dass sie sich da zu einem gewissen Maß darin wiederfinden, das ganze aber bei jedem individuell anders aussieht, würde man mit so einer neuen "Identität" doch ohnehin auf keinen gemeinsamen Nenner finden, was das jetzt genau bedeutet.

Edit: dem jetzt einen gemeinsamen Namen geben zu müssen ist der Pathologisierung ja auch fast schon entgegenkommend.
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Witzigkeit im Übermaß ist des Menschen größter Schatz.
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Dinerell




Alter: 30
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 03.12.2007
Beiträge: 396
Wohnort: Fulda
BeitragVerfasst am: Sa Jan 02, 2016 10:54    Titel: Antworten mit Zitat

Darth_Angel hat folgendes geschrieben:
Das ist ja nun alles schön und gut, aber warum man dafür jetzt extra einen eigenen Begriff braucht, erschließt sich mir nicht ganz. Das ist hier ja auch bei allen irgendwie anders ausgeprägt. Wieso muss man da alles über einen Kamm scheren?


Das ist dieses typische individuelle (Unter-)bewusstsein von jedem, dass einen dazu treibt sich abzugrenzen und jemand eigenes und besseres zu sein. Damit grenzt man sich dann so weitg ab, dass man für die meisten eher uninteressant wird bzw. unattraktive Eigenschaften aufzeigt. Dann kommen aber die Leute und gewöhnen sich an den Begriff und jeder x-beliebige fängt an mitzumachen, selbst wenn er nicht wirklich dazugehört. Alles nur um beliebt zu sein, obwohl man dazu sich einfach nur merken muss, dass man anderen nicht schaden sollte und das reicht schon in den meisten Fällen.
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Unsere Zukunft beschreibt sich in allen Handlungen der Vergangenheit und Gegenwart. Wir leben also in einem fortwährendem System, dem wir unentwegt folgen, egal wie sehr wir glauben, selbst entschieden zu haben!
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Margarita_02




Alter: 37
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 14.07.2014
Beiträge: 633
Wohnort: Berlin & Ruhrpott
BeitragVerfasst am: Sa Jan 02, 2016 12:54    Titel: Antworten mit Zitat

Das gilt für "asexuell" doch aber genauso, das ist auch bei jedem hier anders ausgeprägt, und im Grunde ist der Begriff auch sehr irreführend. - Wenn einem ein Begriff (eine Zeitlang) hilft, hat er seinen Zweck erfüllt, meine ich. Zudem ist es ein großer Unterschied, ob abstrakte Konzepte hier online durchgekaut werden (dafür ist das Forum ja auch da!), oder ob man sich im RL anderen gegenüber tatsächlich so bezeichnet.
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luna & titus
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Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 04.02.2014
Beiträge: 886
BeitragVerfasst am: Sa Jan 02, 2016 13:50    Titel: Antworten mit Zitat

Im reallife benutze ich die Begriffe nicht.
Ich hatte das Wort „Aplatonik“ im Internet gelesen und fand es interessant.

Aber @Darth_Angel & Dinirell: Ich muss euch recht geben, diese Begrifflichkeiten sind teilweise übertrieben und können dafür sorgen, dass über uns gedacht wird, wir wolten was besseres sein.

Ich weiß nur nicht, wie ich das sonst bezeichnen soll.
Ich brauche eine Erklärung für meine ehemalige beste Freundin, warum ich nicht richtig mit ihr befreundet sein will.
Ich will sie ja nicht verletzen. Es ist nicht so einfach, damit umzugehen, vor allem, wenn man denjenigen vielleicht noch mal brauchen könnte.
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