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Aplatonik
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luna & titus
abgemeldet




Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 04.02.2014
Beiträge: 886
BeitragVerfasst am: Do Dez 17, 2015 11:52    Titel: Aplatonik Antworten mit Zitat

In einem Asexuellen-Blog habe ich das Wort „Aplatonik“ gelesen.
Es bedeutet, dass man kein Bedürfnis nach (engen) Freundschaften hat.

Ich glaube, dass das auf mich zutrifft.
Der Grund warum ich mich damit auseinander gesetzt habe war, weil ich meine ehemaligen Freundschaften analysiert habe.
Ausschlaggebend dafür war, dass meine ehemalige beste Freundin sich seit einiger Zeit wieder mit mir anzufreunden versucht und ich das nicht wirklich will.

Damals habe ich das Freundschaftsangebot von ihr einfach angenommen. Dann haben wir uns auseinandergelebt und seit 9 Jahren versucht sie wieder Kontakt zu mir aufzunehmen.
Doch es war auch schon damals so, dass sie selber mir eigentlich unwichtig war.

Das Schlimme ist:
Ich habe gemerkt, dass es ihr damals nicht gut ging, habe sogar vermutet, dass das passiert ist, was damals wirklich passiert ist, nämlich dass sie misshandelt und missbraucht worden ist.
Wie sie mir neulich erzählte, ist das wirklich passiert.

Ich habe es also irgendwie gemerkt, aber es hat mich kalt gelassen.
Ich bin einfach nicht so ein Mensch der großen Gefühle.
Ich will nur, dass ich selber in Frieden leben kann und möglichst in Ruhe gelassen werde.


Gegen oberflächliche Kontakte wie in sozialen Netzwerken habe ich jedoch nichts. Die finde ich sogar interessant.
Aber warum soll ich über eine Freundin alles wissen sollen ?
Das geht meiner Meinung nach zu weit.

Meine oben erwähnte ehemalige beste Freundin hätte jedoch gerne wieder engeren Kontakt.
Doch mir gingen damals schon bestimmte Sachen auf die Nerven.
Zum Beispiel waren wir zum reiten verabredet, doch sie lag noch im Bett.
Es war offensichtlich, dass es ihr nicht gut ging. Ich habe das sehr wohl gemerkt, hatte allerdings keine Lust auf ihre schlechte Stimmung und bin dann alleine zum reiten gefahren.
Kein Nachfragen, ob ich ihr helfen könne, nichts.

An meinen autistischen Zügen lag dieses Verhalten nicht, denn ich wusste ja, dass es ihr nicht gut geht.
Ich hatte nur einfach keine Lust ihr zuzuhören, da ich angenehmeres vorhatte.
Ich glaube, dass das auch der Grund war, warum ich danach längere Zeit ausschließlich mit geistig behinderten Menschen befreundet war.
Denn da gab es aufgrund ihrer geringeren Intelligenz einfach nicht so tiefe Gespräche, was mir ganz angenehm war.

Die Gefühle von meinen Freunden haben mich nie groß interessiert.

Das heißt aber nicht, dass ich nicht jemandem helfen würde, der sich in einer Notlage befindet.
Ich habe nur einfach keine Lust auf dieses persönliche dabei.


Vor ein paar Wochen habe ich das meiner ehemaligen besten Freundin auch so erklärt.
Ich habe wirklich Schuldgefühle, dass ich ihr das schon nicht während unserer Kindheit erzählen konnte.
Sie dachte bestimmt, ich wollte, aber konnte aufgrund meiner autistischen Züge nicht.


Es ist ähnlich wie mit Asexualität und Aromantik:
Meistens macht man diese Sachen mit um als „normal“ zu gelten, aber im Innersten weiß man, dass man es nicht wirklich will.


Ich musste mir schon oft Vorwürfe deswegen anhören und Sprüche wie „Gute Freunde wirft man nicht einfach weg“.
Aber wenn ich nunmal kein Bedürfnis danach habe.



Geht es wem noch so ?[/i]
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Individualismus anerkennen und respektieren !
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miezi2410




Alter: 57
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 07.02.2009
Beiträge: 671
BeitragVerfasst am: Do Dez 17, 2015 13:32    Titel: Antworten mit Zitat

dito,
ich möchte nicht wirklich gefragt werden, wie es mir geht und ich will auch nicht so wirklich wissen, wie es anderen geht.
es überfordert mich schlechthin. (bei realen menschen)

dahingegen bin ich in verschiedenen foren aktiv und habe dort sehr gute kontakte zu männern und frauen, mit denen ich mich über alles mögliche schriftlich unterhalte. aber dort kann ich immer distanz halten. bzw. suche ich mir auch immer leute, die nicht klammern und gleich und sofort antwort von mir erwarten.

letzthin habe ich auch direkt einen mann "abgeschossen" der immer gleich eine antwort von mir wollte, obwohl ich ihm autismus erklärt habe, dass ich nicht immer gleich lust zum antworten habe und eben auch probleme, mein denken in worte zu fassen.

ergo, reale menschen sind bei mir eher ein nogo, ausser ich würde mal eine frau finden, die eher schweigend mit mir am see spazieren geht und gerne tiere beobachtet.
virtuelle freundschaften sehr gerne, weil ich dazu die nötige distanz halten kann.
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luna & titus
abgemeldet




Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 04.02.2014
Beiträge: 886
BeitragVerfasst am: Do Dez 17, 2015 15:20    Titel: Antworten mit Zitat

miezi2410 hat folgendes geschrieben:
dito,
ich möchte nicht wirklich gefragt werden, wie es mir geht und ich will auch nicht so wirklich wissen, wie es anderen geht.
es überfordert mich schlechthin. (bei realen menschen)


Das WAR bei mir mal so.
Mittlerweile interessiert es mich wirklich nicht mehr, ich bin irgendwie „empathie-los“.
Wenn ich mal empathisch wirke, dann spiele ich das nur, um denjenigen aufzuheitern.
Ich würde sagen, dass es früher wirklich am Autismus lag, aber dann so, seit ich ungefähr 14 bin, kommt echte Gleichgültigkeit hinzu.

Dennoch interessiere ich mich für Menschen, aber eben nur oberflächlich.
Früher dachte ich fälschlicherweise, dass ich mich auch tiefergehend für Menschen interessieren würde, wenn ich nur nicht so autistisch und sozial gehemmt wäre.
Aber je besser ich mich kenne und je weniger soziale ängste ich habe, desto weniger will ich über deren privaten Sachen bescheid wissen.
Ich dachte, dass es sich genau anders herum entwickeln wird.


miezi2410 hat folgendes geschrieben:
dahingegen bin ich in verschiedenen foren aktiv und habe dort sehr gute kontakte zu männern und frauen, mit denen ich mich über alles mögliche schriftlich unterhalte.


Selbst das will ich nicht bzw. erst recht nicht, denn ich habe bzw. HÄTTE ja gute Freunde im reallife, wenn ich nur wollen würde.
Wenn ich denen gegenüber dann Freunde aus dem Internet vorziehen würde, wäre ich schön blöd.


miezi2410 hat folgendes geschrieben:
... ausser ich würde mal eine frau finden, die eher schweigend mit mir am see spazieren geht und gerne tiere beobachtet.
virtuelle freundschaften sehr gerne, weil ich dazu die nötige distanz halten kann.


Sowas habe ich auch eine zeit lang gemacht, bis mir das dann auch zu langweilig wurde.
Ich frage mich, warum einen Menschen bloß so langweilen ?
Ich glaube, dass ich schon fast alles relevante (außer warum Menschen Sex, Feiern und Drogen mögen) über Menschen herausgefunden habe und deshalb kaum noch ein Interesse an ihnen habe.

Mein Eifer, die Menschheit zu verstehen, ist fast abgeschlossen.
Es gibt somit nicht mehr viel zu tun.
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miezi2410




Alter: 57
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 07.02.2009
Beiträge: 671
BeitragVerfasst am: Do Dez 17, 2015 16:26    Titel: Antworten mit Zitat

hm, wenn DU internetfreunde VOR realen menschen als freunde haben, blöd findest, ist das deine sache.

für MICH ist es eine der wenigen möglichkeiten, ÜBERHAUPT soziale kontakte zu haben.
denn vollkommen eremitisch oder misatrophisch möchte ich nun doch nicht leben.
aber jeder so, wie er mag oder nicht ;-)
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luna & titus
abgemeldet




Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 04.02.2014
Beiträge: 886
BeitragVerfasst am: Do Dez 17, 2015 16:34    Titel: Antworten mit Zitat

Na ja, für mich hat das Internet immer noch irgendwie was „unreales“.
Da ich nicht so große Schwierigkeiten habe Mimik und Gestik zu interpretieren, ist es für mich auch nicht so anstrengend von Angesicht zu Angesicht zu reden.
Die Kommunikation über's Internet bevorzuge ich trotzdem.
Aber ich würde es ungerecht finden, wenn ich relativ fremde Menschen aus dem Internet meinen ehemaligen Freunden, die ja immer noch Kontakt zu mir wollen, in meiner Zuneigung bevorzugen würde.

Da ich mittlerweile aber auch mit ehemaligen Freunden über das Internet kommuniziere, empfinde ich es als relativ ausgeglichen.
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Prinzess
abgemeldet




Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 30.12.2013
Beiträge: 1477
BeitragVerfasst am: Do Dez 17, 2015 21:02    Titel: Antworten mit Zitat

Ich merke auch, dass ich immer weniger Lust habe, mich auf reale Leute einzulassen. Auf die müsste ich so sehr eingehen.

Hier im Forum kann ich lesen oder reintippen einfach wann und wie mir danach ist.

Daran krankt wohl auch die heutige Zeit: Wir haben alle Möglichkeiten jederzeit auf alle Themen, die uns in dem Moment interessieren könnten, zugreifen zu können. Und wenn wir einer Sache überdrüssig sind, klicken wir sie weg. Wenn man mit anderen zusammen ist, kann man die nicht einfach bei Bedarf wegklicken oder auf ein anderes Tab gehen. Wir haben verlernt, Längen im Zeitablauf und die Bedürfnisse anderer auszuhalten.
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luna & titus
abgemeldet




Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 04.02.2014
Beiträge: 886
BeitragVerfasst am: Do Dez 17, 2015 21:40    Titel: Antworten mit Zitat

Prinzess hat folgendes geschrieben:
Daran krankt wohl auch die heutige Zeit: Wir haben alle Möglichkeiten jederzeit auf alle Themen, die uns in dem Moment interessieren könnten, zugreifen zu können. Und wenn wir einer Sache überdrüssig sind, klicken wir sie weg. Wenn man mit anderen zusammen ist, kann man die nicht einfach bei Bedarf wegklicken oder auf ein anderes Tab gehen. Wir haben verlernt, Längen im Zeitablauf und die Bedürfnisse anderer auszuhalten.


Das stimmt !
Früher musste man sich noch ganz anders mit seinen Mitmenschen auseinandersetzen.
Jetzt ist die Kommunikation bequem geworden.

Ich frage mich, ob diese Entwicklung dauerhaft schädlich sein wird.
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Maxi




Alter: 36
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 18.07.2005
Beiträge: 3129
BeitragVerfasst am: Do Dez 17, 2015 23:20    Titel: Antworten mit Zitat

Prinzess hat folgendes geschrieben:
Wir haben verlernt, Längen im Zeitablauf und die Bedürfnisse anderer auszuhalten.
Das ist gut ... wenn ich irgendwo bin und mir langweilig wird, geh ich einfach. Warum sollte man das auch aushalten, wenn man tausend andere Sachen machen kann, die nicht langweilig sind.
Meine Lebenszeit ist doch auch begrenzt ... warum also davon was verschwenden, indem man etwas aushält, anstatt die Dinge zu tun, die einem Spaß machen?
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sex doof
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dunkler_regenbogen




Alter: 60
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 18.12.2012
Beiträge: 443
Wohnort: Dortmund
BeitragVerfasst am: Fr Dez 18, 2015 1:37    Titel: Antworten mit Zitat

luna & titus hat folgendes geschrieben:
Prinzess hat folgendes geschrieben:
Daran krankt wohl auch die heutige Zeit: Wir haben alle Möglichkeiten jederzeit auf alle Themen, die uns in dem Moment interessieren könnten, zugreifen zu können. Und wenn wir einer Sache überdrüssig sind, klicken wir sie weg. Wenn man mit anderen zusammen ist, kann man die nicht einfach bei Bedarf wegklicken oder auf ein anderes Tab gehen. Wir haben verlernt, Längen im Zeitablauf und die Bedürfnisse anderer auszuhalten.


Das stimmt !
Früher musste man sich noch ganz anders mit seinen Mitmenschen auseinandersetzen.
Jetzt ist die Kommunikation bequem geworden.

Ich frage mich, ob diese Entwicklung dauerhaft schädlich sein wird.


Ich beobachte diese Entwicklung schon lange und bin mir sicher, dass ich sie nicht mag. Es ist mir einfach zu beliebig, verantwortungs- und respektlos. Und weil viele Menschen heutzutage genau so handeln, mag ich diese Menschen auch nicht - möchte mit ihnen keinen Umgang.

Maxi hat folgendes geschrieben:
Prinzess hat folgendes geschrieben:
Wir haben verlernt, Längen im Zeitablauf und die Bedürfnisse anderer auszuhalten.
Das ist gut ... wenn ich irgendwo bin und mir langweilig wird, geh ich einfach. Warum sollte man das auch aushalten, wenn man tausend andere Sachen machen kann, die nicht langweilig sind.
Meine Lebenszeit ist doch auch begrenzt ... warum also davon was verschwenden, indem man etwas aushält, anstatt die Dinge zu tun, die einem Spaß machen?


Ja, meine Lebenszeit ist begrenzt. Und darum verschwende ich sie nicht auch nicht mit Menschen, die mich nach Beliebigkeit austauschen und mich u.U. allein lassen würden, FALLS ich sie mal brauchen würde.

ABER... meine EINE Freundin ist ähnlich gestrickt wie ich. Wenn ich mal keine Lust auf sie habe, kann ich ihr das sagen - ohne erklären zu müssen, warum ich grad ein Bedürfnis nach anderen Dingen habe, ohne mich rechtfertigen zu müssen. Gerade das macht mir diese Freundschaft so wertvoll. Und gerade darum macht mir das Zusammensein mit ihr auch meistens Spaß und ist nicht langweilig. Unsere Freundschaft ist zwar verbindlich, aber nicht zwanghaft.
_________________
You'll never find a rainbow if you're looking down.

Ich weiß, dass die Stimmen in meinem Kopf nicht real sind, aber sie haben so wahnsinnig geile Ideen!
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Sandkastenzorro
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Alter: 38
Sexualität: keine Angabe
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Beiträge: 3458
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BeitragVerfasst am: Fr Dez 18, 2015 1:47    Titel: Antworten mit Zitat

Darunter setze ich meinen Tag! Genau so ist es, Regenbogen.
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Didn't your mother never teach you no manners?
-I ain't never had no mother, we was too poor!
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Margarita_02




Alter: 35
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 14.07.2014
Beiträge: 633
Wohnort: Berlin & Ruhrpott
BeitragVerfasst am: Fr Dez 18, 2015 11:24    Titel: Antworten mit Zitat

Naja, man muss schon unterscheiden, ob jemand wirklich aplatonisch ist oder einfach nur keinen Bock hat, sich auf andere einzustellen.

Aplatonik heißt dann wohl, überhaupt keine freundschaftliche Verbundenheit zu verspüren? Freundschaften (wenn überhaupt) nur als Zweckgemeinschaft ohne emotionales Band. - Das gibt es dann wohl auch unter Sexuellen & Amourösen, und es ist vielleicht gar nicht mal so selten.

Eine ehemalige Freundin (aus der Schulzeit) hat mal ganz offen zugegeben, dass Freunde ihr nicht (mehr?) wichtig sind. Ich frage mich da auch, ob das immer schon so war bei ihr (es hat sich für mich nicht so angefühlt, und wir waren immerhin 15 Jahre oder so gut befreundet) oder ob sich das später in die Richtung entwickelt hat und eine Art "Abstumpfungserscheinung" ist. Ein Dialog ist da nicht mehr möglich.

Was Empathie/Mitgefühl angeht, das ist für mich auch so eine Sache. Ich bin eher das Gegenteil von aplatonisch, aber trotzdem nicht überaus mitfühlend. Ich finde nicht, dass einen das daran hindert, für Leute da zu sein, die man mag, unabhängig davon, ob man in dem Moment deren Leid wirklich nachempfinden kann. Wenn es Freunden schlecht geht, denke ich nicht darüber nach, was ich dabei empfinde, sondern wie ich denen helfen kann. Frei nach Vonnegut: Vergesst die Liebe - was zählt, ist gutes Benehmen.
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luna & titus
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Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 04.02.2014
Beiträge: 886
BeitragVerfasst am: Fr Dez 18, 2015 13:15    Titel: Antworten mit Zitat

Margarita_02 hat folgendes geschrieben:
Naja, man muss schon unterscheiden, ob jemand wirklich aplatonisch ist oder einfach nur keinen Bock hat, sich auf andere einzustellen.

Aplatonik heißt dann wohl, überhaupt keine freundschaftliche Verbundenheit zu verspüren? Freundschaften (wenn überhaupt) nur als Zweckgemeinschaft ohne emotionales Band. - Das gibt es dann wohl auch unter Sexuellen & Amourösen, und es ist vielleicht gar nicht mal so selten.

Eine ehemalige Freundin (aus der Schulzeit) hat mal ganz offen zugegeben, dass Freunde ihr nicht (mehr?) wichtig sind. Ich frage mich da auch, ob das immer schon so war bei ihr (es hat sich für mich nicht so angefühlt, und wir waren immerhin 15 Jahre oder so gut befreundet) oder ob sich das später in die Richtung entwickelt hat und eine Art "Abstumpfungserscheinung" ist. Ein Dialog ist da nicht mehr möglich.


Meine Eltern wollte früher immer, dass ich Freunde habe, damit ich nicht noch mehr zum Außenseiter werde.
Es hat sich einfach so ergeben.
Ich hatte immer ein schlechtes Gewissen vor meinen Eltern, wenn eine Freundschaft nicht eng genug war oder ich nicht genug Freunde zur selben Zeit hatte.
Dieses Thema war teilweise angstbesetzt.
Zu Kindergeburtstagen wurde ich meistens gezwungen und habe mich dort gelangweilt und / oder vor Frust geweint.


Später hatte ich eine geistig behinderte Freundin. Das war eigentlich gut, denn dann hatte ich endlich eine Aufgabe in der Freundschaft, nämlich ihr etwas beizubringen.
Aber mit der Zeit habe ich ihr gegenüber ein schlechtes Gewissen entwickelt, weil ich mit ihr nur befreundet war, um mich intellektuell über sie zu stellen.

Sowas geht einfach gar nicht !

Also lass' ich es lieber ganz bleiben.
Mir geht es auch besser so.

Aber wundern tut mich das schon.
Naja, egal, jeder ist verschieden...
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positivik





Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 18.12.2015
Beiträge: 2
BeitragVerfasst am: Fr Dez 18, 2015 14:11    Titel: Antworten mit Zitat

gelöscht, sorry

Zuletzt bearbeitet von positivik am Fr Dez 18, 2015 18:08, insgesamt einmal bearbeitet
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luna & titus
abgemeldet




Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 04.02.2014
Beiträge: 886
BeitragVerfasst am: Fr Dez 18, 2015 14:34    Titel: Antworten mit Zitat

Meine Signatur hat damit nichts zu tun, diesen Spruch habe ich nur irgendwo aufgeschnappt.

Nein, es ist einfach so, dass ich weniger intensive Sozialkontakte als andere brauche.
Da gab es keinen Auslöser.
Ich bin einfach ein Langweiler, aber in mir drin ist soviel, dass ich gar nicht mehr viel Platz für andere habe.
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luna & titus
abgemeldet




Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 04.02.2014
Beiträge: 886
BeitragVerfasst am: Fr Dez 18, 2015 14:50    Titel: Antworten mit Zitat

positivik hat folgendes geschrieben:
Ich glaube nicht, dass es bewusst geschieht, aber oft (be)dienen "Behilfstheorien" und damit verbundenen Begriffe jenseits des wissenschaftlichen Mainstreams (nur) den Narzissmus der (scheinbar) Betroffenen, so möglicherweise auch hier (in mehrfacher Hinsicht). Ist natürlich einfacher, sich nicht der Realität zu stellen oder stellen zu müssen.


Wieso ist ein Nicht-Bedürfnis deiner Meinung nach krankhaft ?
Vielleicht wäre es krank, wenn man sagt, dass man alle Menschen hasst, aber nur weil man lieber für sich ist und sich nicht so schnell langweilt wie viele andere ?

Ich lebe ja nicht vollkommen isoliert, sondern bin einfach schnell sozial wie allgemein gesättigt.

Die Diagnose-Kriterien für die narzisstische und schizoide Persönlichkeitsstörung kenne ich, aber sie wurden beide mehrmals bei mir ausgeschlossen.
Ich vertrage einfach nicht soviele Reize wie die meisten anderen Menschen, bin extrem leicht ablenkbar, was eine erntgemeinte Unterhaltung nahezu unmöglich macht.
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