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Haustiere und Hobbys als “Beziehungsersatz“ ?
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luna & titus
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Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 04.02.2014
Beiträge: 886
BeitragVerfasst am: Di Dez 15, 2015 14:26    Titel: Haustiere und Hobbys als “Beziehungsersatz“ ? Antworten mit Zitat

Ist es bei euch so, dass euch eure Hobbys und eure Haustiere oder ähnliches auch soviel Wert sind wie vermutlich für Nicht-Aromantiker deren Liebesbeziehung ?

Mir sind diese nämlich sehr wichtig, ich kann sie nur nicht mehr ausleben, wegen meinen Allergien.
Ich verstehe nach wie vor nicht, was so BESONDERS an einem Partner sein soll.
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Individualismus anerkennen und respektieren !
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miezi2410




Alter: 57
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 07.02.2009
Beiträge: 671
BeitragVerfasst am: Di Dez 15, 2015 14:39    Titel: Antworten mit Zitat

hallo meine liebe,
also bei mir ist es so, dass meine tiere, meine kinder und partner die einzigsten sind, wo ich eine art bindung oder liebesgefühl verspüre.
wenn ich ehrlich bin, weiss ich manchmal gar nicht, was liebe wirklich ist.

für mich vorallem gegenseitige fürsorge und anerkennung.

ausser den 3 genannten, will ich egtl. kaum noch menschen um mich herum.
ich weiss schlichtweg nicht, was ich damit soll.

mein jetziger partner ist auch, solange ich denken kann, der einzigste der so eine tiefen zugang zu mir hat. aber das auch nur, weil wir uns sehr sehr ähnlich sind u.a. ja auch durch unser beider asperger autismus.

bei meinen tieren verstehe ich ich mimik zum teil viel besser als bei menschen, sie sind ehrlicher und authentisches als die meisten menschen.zu ihnen hab ich fast den besten draht.

kinder.......hm..schwierig, solange sie zu hause waren, war ich eine fürsorgliche mutter, aber das ändert sich bei mir in gewisser weise, die ich nicht beschreiben kann, wenn sie ausziehen und sich wochenlang nicht melden.
da starte ich immer wieder mal "annäherungsversuche" über telefon oder whatsapp, und wenn dann nicht reagiert wird von ihnen, dann gehen meine gefühle sehr in den keller.
ich denke, ich habe diese art von "gefühlskälte" gewisser weise weiter gegeben.
wenn wir uns dann aber sehen, ist alles soweit in ordnung, wir freuen uns auch, aber die "gluckenmutter" und die "klettkinder" werden wir wohl nie werden.
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Prinzess
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Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 30.12.2013
Beiträge: 1477
BeitragVerfasst am: Di Dez 15, 2015 14:56    Titel: Antworten mit Zitat

Zu meinem Hund habe ich ein sehr inniges Verhältnis und meine verstorbenen Tiere kommen mir auch sehr häufig durch Begebenheiten in den Sinn. Meine Sachen sind mir auch sehr wichtig und in deren Fülle Struktur und Ordnung zu bringen ist mir eine wesentliche Aufgabe. Meine Hobbys haben hauptsächlich mit Sachen und Buchstaben zu tun.

Partnerschaft? Dazu fällt mir nicht ein einziger positiver Aspekt ein.
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luna & titus
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Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 04.02.2014
Beiträge: 886
BeitragVerfasst am: Di Dez 15, 2015 17:10    Titel: Antworten mit Zitat

Also meine Tiere habe ich nie geliebt, aber die Beschäftigung mit ihnen war mir sehr wichtig.

Jedoch habe ich mittlerweile ein ethisches Problem im Kontakt mit Tieren.
Ich überlege, ob es wirklich in Ordnung ist, sich mit Tieren zu beschäftigen, weil die Tiere es sich ja nicht aussuchen können, mit wem sie Kontakt haben.

Die Menschen können wenigstens sagen, dass sie keinen Kontakt wollen.
Tiere sind hingegen auf uns angewiesen.
Vielleicht kann ich mich mit Tieren so beschäftigen, dass ich nicht zuviel über ihr Leben entscheiden kann.
Oder mit Tierarten, die von sich aus autonomer sind.
Denn ich will auf gar keinen Fall ein Tier zu meiner persönlichen Verfügung haben.
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Lesley




Alter: 36
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 15.08.2005
Beiträge: 557
Wohnort: LM
BeitragVerfasst am: Di Dez 15, 2015 18:37    Titel: Antworten mit Zitat

Bin immer wieder entsetzt wenn ich sehe, wie viele Leute eine Beziehung als Haustierersatz haben! Wink
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"I'll be merry and free,
I'll be sad for naebody,
Naebody cares for me,
I care for naebody."
- Robert Burns
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luna & titus
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Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 04.02.2014
Beiträge: 886
BeitragVerfasst am: Di Dez 15, 2015 20:19    Titel: Antworten mit Zitat

Ich sehe ja nicht die Tiere selber, sondern die Beschäftigung mit ihnen als „Beziehungsersatz“. Wenn ich mit meinen Tier eine Beziehung hätte, wäre ich ja zoophil.

Aber ich kann es auch nicht ab, wenn Leute unfähig sind einen Partner zu finden und sich dann ein Tier kaufen.
Das hat dann zwar nichts mit Zoophilie zu tun, aber es verstößt meiner Meinung trotzdem gegen das Selbstbestimmungsrecht des Tieres.
Dennoch mag ich die Beschäftigung mit ihnen.


Was ist mit anderen Hobbies ?
Könnt ihr euch da auch so entspannen bzw. gibt es euch ein Glücksgefühl, wie es andere wahrscheinlich in einer Beziehung erleben ?
Ich habe nämlich das Gefühl, dass Aromantiker und Asexuelle aus bestimmten Tätigkeiten (meistens ihren Hobbys) mehr positive Emotionen rausziehen können als Nicht-Aromantiker und Nicht-Asexuelle.

Dass diese also generell „unglücklicher“ sind und deshalb Liebesbeziehungen und Sex viel mehr brauchen als wir.
Wir sind schon durch unsere Hobbys, Tiere, Familie und Freunde (und vielleicht auch Arbeit) glücklich, während die anderen noch den Zusätze Liebe und Sex brauchen, um so glücklich wie wir zu sein.
Ihre Hobbys reichen ihnen zum Glücklichsein nicht aus.
Könnte da was dran sein ?
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Zuletzt bearbeitet von luna & titus am Mi Dez 16, 2015 0:11, insgesamt einmal bearbeitet
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Prinzess
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Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 30.12.2013
Beiträge: 1477
BeitragVerfasst am: Di Dez 15, 2015 21:10    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, das denke ich auch oft. Die brauchen jemand anders, um deren innere Leere zu füllen. Und da nur in dem seltensten Fällen klappen kann, weil diese Leute auch wiederum eigene Vorstellungen an die Sache haben, führt das Ganze fast unweigerlich zu Frustration.

Für viele ist das Leben langweilig und sie wollen jemand anders, um damit die Zeit rumzukriegen. Diese Leute sollen dann den Rest übernehmen, den Konservenmusik und Filme nicht schaffen.

Erschreckenderweise haben viele gar keine Hobbies, was gut für die Betreiber der Ausgehbranche ist. So verdienen die immer ordentlich Zaster mit Leuten, denen sonst die Decke auf den Kopf fällt und die unter Rausch andere Verklemmte kennenlernen wollen zum gemeinsamen Entklemmen.

Auch das ganze mit der Entspannung wundert mich. Alles mögliche soll entspannend sein. Sind die Leute denn vom Ausgangszustand her verspannt? Scheint so. Ich bin eigentlich immer relaxed, es sei denn, ich habe grad Furcht vor etwas.
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Margarita_02




Alter: 35
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 14.07.2014
Beiträge: 633
Wohnort: Berlin & Ruhrpott
BeitragVerfasst am: Di Dez 15, 2015 21:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hm. Ich bin mir gerade unsicher, ob ich das für ein unzulässig romantisiertes Bild von Aromantik halten soll - oder ob nicht doch was dran ist. Es gibt den Leuten auf jeden Fall Freiraum für anderes, und es war auch schon öfter mein Eindruck, dass viele Aromantiker starke Interessen haben, die sie ausgiebig pflegen. Ob Aromantiker aber unterm Strich wirklich selbstgenügsamer sind, weiß ich nicht. Es gibt ja außer Liebesbeziehungen noch eine Menge anderer Dinge, hinter denen man herrennen kann (seien es Freundschaften, sei es Karriere, sei es Ansehen ....).

Außerdem sind mir auch viele in Beziehungen lebende Leute bekannt, die starke Interessen / Leidenschaften haben und die voll ausleben, z.B. im wissenschaftlichen oder künstlerischen Bereich. Und aromantische Langweiler gibt es mit Sicherheit auch.
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luna & titus
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Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 04.02.2014
Beiträge: 886
BeitragVerfasst am: Mi Dez 16, 2015 0:22    Titel: Antworten mit Zitat

Margarita_02 hat folgendes geschrieben:
Und aromantische Langweiler gibt es mit Sicherheit auch.


Aber ob denen selbst langweilig ist, weiß man ja nicht.
Jedenfalls glaube ich, dass Aromantiker offenbar eine niedrigere Reizschwelle haben.
Die „ganz großen Gefühle“, also Verliebtheitsgefühle sind vermutlich zuviel für sie. Außerdem fühlen sie wohl auch zu bewusst, das heißt, sie können sich gar nicht so leicht auf ihre körpereigenen Drogen, die bei Verliebtheit ausgeschüttet werden, hereinfallen.

Sie müssten sich schon sehr stark in eine eventuelle Verliebtheit hineinsteigern, um sie zu spüren.
Müssten sie sich regelrecht einreden.
Sie fühlen einfach insgesamt nüchterner.

Also jedenfall gilt das so für mich, aus welchen Gründen andere aromantisch sind, weiß ich nicht.
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Prinzess
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Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 30.12.2013
Beiträge: 1477
BeitragVerfasst am: Mi Dez 16, 2015 1:33    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, das ist bei mir auch so. Zu jedem Gefühl sind bei mir Vernunft und Verstand das auslösende Moment und zwar nicht unbewusst, sondern völlig einleuchtend.

Ganz große Gefühle kenne ich übrigens auch, richtig dolle große Gefühle. Aber weil ich da so verwöhnt bin, denke ich, dass ich dieses angenehme Prickeln, dass ich empfinde, wenn ich jemand mag, wohl eher als unspektakulär wahrnehme.

Also im Gegenteil:
Wenn ich meine Erfahrungen verallgemeinern würde, käme dabei eher heraus, dass Amoröse wohl noch kein wirkliches fast-Verglühen vor Gefühl erlebt haben, wenn die so etwas Banales wie Liebe und Begehren so umhaut.
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luna & titus
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Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 04.02.2014
Beiträge: 886
BeitragVerfasst am: Mi Dez 16, 2015 1:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hast du es gut.
Ich habe nur als Kind und Jugendliche intensive Gefühle gefühlt.
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Prinzess
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Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 30.12.2013
Beiträge: 1477
BeitragVerfasst am: Mi Dez 16, 2015 12:21    Titel: Antworten mit Zitat

Ich auch. Und habe mich seitdem nicht wesentlich verändert in der Wahrnehmung, bin Kind geblieben - und fühle ungebrochen stark.
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miezi2410




Alter: 57
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 07.02.2009
Beiträge: 671
BeitragVerfasst am: Mi Dez 16, 2015 14:24    Titel: @Luna & Titus Antworten mit Zitat

Zitat:
Nicht-Aromantiker und Nicht-Asexuelle.


doppelte verneinung, nicht als klugscheisser,
aber die worte irritieren mich sehr.
richtig wäre:

"romantiker und sexuelle"

bitte bitte nich böse sein, aber die worte haben mein autistisches hirn gerade sehr verwirrt ;-)
lg iris
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Sandkastenzorro
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BeitragVerfasst am: Mi Dez 16, 2015 17:32    Titel: Antworten mit Zitat

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-"No, I didn't hear nothing. What did you hear?"
"Double negative and bark!"
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dunkler_regenbogen




Alter: 60
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 18.12.2012
Beiträge: 443
Wohnort: Dortmund
BeitragVerfasst am: Do Dez 17, 2015 11:58    Titel: Antworten mit Zitat

Lesley hat folgendes geschrieben:
Bin immer wieder entsetzt wenn ich sehe, wie viele Leute eine Beziehung als Haustierersatz haben! Wink


*sign* zustimmen
Aber wenn man sich genau diese Leute dann anhört, sagen sie auch, dass sie keine Verantwortung für ein Haustier übernehmen möchten und dass Haustiere zu viel Arbeit sind. Klar, in Beziehungen muss man ja auch keine Verantwortung übernehmen oder (im besten Fall gemeinsam) daran arbeiten.
Und dann wundern sie sich, wenn ihre Beziehungen (eine nach der anderen) in die Brüche gehen oder nicht glücklich sind...

Ich brauche keinen Ersatz für eine Beziehung. Theoretisch hätte ich zwar gern eine, aber mir fehlt auch ohne nichts. Meine Katzen, Hobbies und mEINE Freundin füllen mich ganz aus.
_________________
You'll never find a rainbow if you're looking down.

Ich weiß, dass die Stimmen in meinem Kopf nicht real sind, aber sie haben so wahnsinnig geile Ideen!
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