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Technischer Progress und Befreiung des Menschen
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Svetlana





Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 31.07.2012
Beiträge: 440
BeitragVerfasst am: Do Aug 16, 2012 21:13    Titel: Technischer Progress und Befreiung des Menschen Antworten mit Zitat

Habt ihr auch nicht das Gefühl, dass der technische Progress in die falsche Richtung läuft?

Ich habe gehört, dass Entwicklung der Technik heutzutage auf so hohem Niveau ist, dass es möglich wäre den Menschen in vielen Bereichen der Arbeitswelt von dumpfer und monotoner Tätigkeit zu befreien, ihm mehr Freizeit zu schenken, damit er endlich sein Leben lebt und kein Lohnsklave mehr ist.

Aber es wird nichts in diese Richtung unternommen.
Warum nicht? Weil die Menschen mit zu viel Freizet nicht klarkommen? Weil sie dann durchdrehen und kriminell werden? Oder ist menschliche Arbeitskraft billiger als die Maschinen, wenn wir immer noch so viel Konsumgüter produzieren wollen. Wollen wir das? Was wollen wir? Reicher werden? Wäre es nicht besser, wenn wir glücklicher würden?

Stellt sich jemand diese Fragen? Sind es vielleicht sogar die meisten Menschen, die das tun? Warum gehen sie nicht auf die Strassen?

Was meint ihr?
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Kamo





Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 691
Wohnort: Wien
BeitragVerfasst am: Do Aug 16, 2012 22:04    Titel: Antworten mit Zitat

Achtung, emotionaler, unüberlegter Post voller Halbwissen und ohne Quellen:

Wirtschaft ist eigentlich dazu da, Menschen von Arbeit zu befreien.
Aber weil ein paar Geld- und Machtgeile Hanseln ganz oben sitzen und "mehr" davon haben wenn sie die Menschen mit Arbeit vom freien Denken abhalten... sitzen wir Kinntief im Dreck.

Irgendwelche gscheiten Leute (mit dem Motto "und nach mir die Sintflut") haben Systeme erfunden wie "einer Firma geht es nur gut, wenn sie jedes Quartal (also 4 mal im Jahr) bessere Veraufszahlen hat wie in den vorherigen, sonst gibt es Probleme.

Und am allerschlimmsten sind die ganzen Spekulanten im Immobilien und Börsenbereich, die UNMENGEN an fiktivem Geld produzieren, durch Zinsen, Kredite und weißderTeufelwasalles und uns immer rascher an ein Wirtschaftliches Chaos schaukeln (Black Friday lässt grüßen)

Auf den Crash bin ich allerdings gespannt, ich hoffe er ist heftig! Aber bringen wird er genauso viel wie alle anderen großen und kleinen geplatzten Finanzblasen davor - eine Weile Chaos, und dann das gleiche nochmal von vorn.

Ich bin da auf egoistisch umgestiegen - ich hoffe, aus dem System größtmöglichst ausgestiegen zu sein bevor es soweit ist, damit ich alle die mir Nahe stehen noch drüberretten kann.


Und warum wir nicht zu viel Freizeit bekommen sollen: weil wir uns dann zu sehr um Fragen kümmern würden "wie kann ich das Leben noch schöner machen?" und die Antworten sind alle nicht wirtschaftlich rentabel! Deswegen werden wir in materielle Abhängigkeiten getrieben auf dass wir uns freiwillig in Herzinfarkten und Burnouts verheizen.

Warum keiner was dagegen tut?
Ganz einfach: Viel zu gefährlich, man würde vielleicht etwas verlieren was man sich "erarbeitet" hat und das ist, wie jeder in unserem Wirtschaftssystem von klein auf gelernt hat, das allerschlimmste was einem passieren kann! (wir bemerken hierbei auf meine zynische Tonlage die sich zwischen den Zeilen versteckt)
Ich bin da, denke ich, keine große Ausnahme, aber ich arbeite dran.
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Optimismus ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat - egal wie es ausgeht.
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Pylades




Alter: 50
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 18.04.2009
Beiträge: 119
Wohnort: Berlin
BeitragVerfasst am: Do Aug 16, 2012 23:02    Titel: Antworten mit Zitat

@Svetlana @Kamo

Da empfehle ich Euch Beiden die Lektüre eines soeben erschienenen Artikels mit der Überschrift "Mehr als 7 Millionen Deutsche wollen mehr arbeiten":

http://www.heise.de/tp/blogs/8/152592

Wie paßt das jetzt mit Euren hanebüchenen Theorien zusammen?
_________________
Vom Fischer und seiner Frau

Ein Sexueller Fischer meldet sich im Aven-Forum an und schreibt:
"Mine Fru, de Ilsebill, will nich so, as ik wol will..."
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Herr Qwertz




Alter: 38
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 20.07.2012
Beiträge: 295
BeitragVerfasst am: Do Aug 16, 2012 23:45    Titel: Antworten mit Zitat

Das Maschinen billiger sind halte ich für ein Gerücht. Irgendwer muss die ja auch entwickeln, bauen, vertreiben, bedienen. Und da braucht man meist hochqualifizierte Leute dazu, das alles kostet dann Geld, viel Zeit und ist wenig flexibel.
Wir haben schon an einigen Stellen in der Firma unsere Automatisierung wieder zurückgeschraubt, weil Menschen einfach flexibler sind. Noch dazu kann man sie zur Zeit zu Dumpingpreisen einkaufen.
Selbst im hochtechnisierten Japan arbeiten in der Elektronikfertigung eingepfercht auf engstem Raum ganze Heerscharen von Menschen, die monotone Tätigkeiten ausführen.

Und Firmen wollen ja auch etwas verdienen (= Menschen sollen konsumieren). Deshalb gibt es die geplante Obsoleszenz. Stellt euch vor unsere Technik würde nahezu ewig halten - die Firmen würden nichts mehr verdienen, wenn jeder Mensch so tolle robuste Technik gekauft hätte. Oder sie müssten so viel dafür verlangen, das sie sich niemand leisten könnte.

Ich denke auch viel über solche Dinge nach und sehne mich oft nach Telearbeit, wenn ich mal wieder auf dem Weg zur Arbeit bin. Überall nur Staus, Sonntagsfahrer und die Benzinpreise kennen auch nur eine Richtung. Die meisten Dinge könnte ich von zuhause aus genau so gut erledigen. Rolling Eyes
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Kamo





Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 691
Wohnort: Wien
BeitragVerfasst am: Do Aug 16, 2012 23:55    Titel: Antworten mit Zitat

Es gibt solche und solche Leute.

Ich hab auch Bekannte, die packen es nicht ohne Arbeit, die können nichts mit sich anfangen und brechen sogar ihren Urlaub ab um wieder in die Arbeit zu können (in dem einen Fall ist er aber gar nicht glücklich damit, er mag seinen Job nicht, er macht ihn körperlich fertig, aber ohne den Job macht er sich selber fertig)
oder sagen ganz deutlich "weniger Arbeit wär schon toll, aber ich will nicht auf das Geld verzichten, weniger Geld erfüllt meine Ansprüche nicht, also arbeit ich so weiter"

Ehrlich gesagt kann ich das nicht ganz nachvollziehen. Da stimmt was im Privatleben nicht, denke ich.

Und ich kenne Leute die das Arbeitssystem krank macht, sie packen es nicht länger als ein Dreivierteljahr einem "normalen" eintönigen Job nachzugehen und kommen natürlich nicht in die Sparten die ihnen eventuell zusagen würde. Und so viele die ihre Arbeit sofort reduzieren würden, wenn es Bürgergeld gäbe - weil sie dann nicht nur arbeiten um ihre Miete bezahlen zu können und sich dann ihre Freizeit hernehmen könnten um etwas zu lernen dass sie interessiert um dann vielleicht umzusatteln auf etwas dass ihnen mehr taugt. Oder einfach nur weniger Arbeitsstunden haben wollen um mehr vom Leben/ der Familie zu haben.

Für mich ist der Grund der Statistik logisch, um den Text zu zitieren:
Zitat:
Es liegt auf der Hand, dass insbesondere im Niedriglohnbereich mit einer Arbeitszeit von 32 Stunden noch kein ausreichendes Einkommen erzielt werden kann, insbesondere wenn auch noch eine Familie versorgt werden will.


Das klingt für mich nicht nach "diese vielen Leute _wollen_ mehr arbeiten weil es für sie so erfüllend ist", sie kriegen ganz einfach nicht leicht genug das Geld zusammen dass sie brauchen (Miete, evtl Auto, Elektrogeräte des Alltags denen Lebensdauer immer kürzer wird (soll ich dir einen Artikel dazu raussuchen?) und man deswegen statt nach 12 Jahren nach 3 Jahren neu kaufen muss. Klar, dass sie nach mehr Arbeitsstunden schreien, es geht sich sonst nicht gut aus für die künstlich erschaffenen Bedürfnisse.

Manche Arbeiten immer mehr, um weiter arbeiten zu können!
Ein Freund von mir - Arbeit, braucht ein Auto um in die Arbeit zu kommen, arbeitet mehr, weil das Auto teuer ist... was ist das für eine Entwicklung?
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Maxi




Alter: 37
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 18.07.2005
Beiträge: 3129
BeitragVerfasst am: Fr Aug 17, 2012 9:50    Titel: Antworten mit Zitat

Kamo hat folgendes geschrieben:
Ein Freund von mir - Arbeit, braucht ein Auto um in die Arbeit zu kommen, arbeitet mehr, weil das Auto teuer ist... was ist das für eine Entwicklung?

Ist bei mir ähnlich, ich könnte zwar auch Bus/Bahn nehmen für die Dienstreisen, aber dabei geht zuviel Zei drauf, also kommt ein Auto her, dass man ohne den Job nicht bräuchte und sich auch gar nicht leisten könnte.
Aber der Nutzen für Privatfahrten ist schon enorm ... glücklicherweise macht mein Job meistens Spaß, in 2 Jahren muss ich mir allerdings einen neuen suchen Confused

Viel schlimmer finde ich, dass ich mir für die Arbeit Anzüge kaufen muss, die ich privat niemals anziehe ... und ich kann das nichtmal als Berufskleidung bei der Steuer absetzen, aber ein Arzt kann gleich jegliche weiße Kleidung steuerlich geltend machen *narf*
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sex doof
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Svetlana





Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 31.07.2012
Beiträge: 440
BeitragVerfasst am: Fr Aug 24, 2012 12:46    Titel: Antworten mit Zitat

Habt ihr schon gehört?
Bundespräsident Gauck bekommt mehr Geld und in der Folge steigt der Ehrensold für seine noch lebenden Vorgänger
217 000 Euro pro Jahr wird es jetzt.

Die da oben kriegen den Hals einfach nicht voll.
Und dafür sollen normale Menschen täglich 8 Stunden ohne Tageslicht am Fließband stehen oder 3,5 Euro Stundenlohn für Ihre Arbeit bekommen.
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Forum Lurker




Alter: 50
Sexualität: Sexuell
Anmeldungsdatum: 22.11.2007
Beiträge: 1780
BeitragVerfasst am: Fr Aug 24, 2012 16:13    Titel: Antworten mit Zitat

Pylades hat folgendes geschrieben:
Wie paßt das jetzt mit Euren hanebüchenen Theorien zusammen?


Ich denke da muss man Arbeit und Arbeitsqualität auseinander klamüsern.
Bzw. die Frage klären wollen diese Menschen mehr Arbeiten weil sie sich unterbeschäftigt fühlten oder weil sie mehr Geld verdienen wollen/müssen?

Allerdings:
Laut einem Artikel definiert sich ein Großteil der Leute über ihren Job, man ist was man tut.
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"We are never half so interesting when we have learned that language is given us to enable us to conceal our thoughts."
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facepalm




Alter: 35
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 20.05.2012
Beiträge: 247
Wohnort: Norddeutschland
BeitragVerfasst am: Fr Aug 24, 2012 18:15    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hätte gern eine Arbeit, bei der ich etwas um die 1000 Euro verdiene und mich anschließend hauptsächlich meinen privaten Studien widmen kann. Leider lässt es das verlogene liberale Demokratiesystem nicht zu und zwingt mich, mich ständig und immer irgendwie bewerben und präsentieren zu müssen. Jeder Drecksjob wird an der Uni bejubelt, ob man nun Jogurt bei Danone verkauft oder Reifen bei Michelin, alles hoch wichtige Tätigkeiten mit einer Menge Meetings, für die man perfekt ausgebildet sein muss.

Diese klischeehafte Arbeitswelt wird sogar noch schön gemacht und mit einem Zauber ausgestattet, um den man selbst nie gebeten hatte. Alles macht immer ganz toll viel Spaß und man trifft unterschiedlichster (verrückter) Menschen. Arbeit ist ein notwendiges Übel, solange Arbeitsleistungen nicht einem edlen Ziel dienen, sondern in einem diffus und deregulierten Wirtschaftssystem agieren. In diesem besonderen System schenke ich keiner Person Glauben.

Arbeit als solches sollte im Stande sein, den ewigen Widerspruch zwischen Masse und Individuum aufzulösen. Viel mehr sollte man durch sein eigenes Leistungs- und Tätigkeitsvermögen sich einer Klasse zugehörig fühlen und so im Stande sein den Typus des Arbeiters zu entlocken. Das setzt jedoch eine Planung voraus. Eine Planung, die dem deregulierten Wirtschaftssystem widerspricht und insofern des Konkurrenzprinzips. Diese Planung lebt von Maßstäben, Maßstäbe die der momentanen Wirtschaftswelt nur allzu lästig sind.

Warum dafür niemand einsteht, weil es einfach keinen Menschen interessiert oder eben nur sehr wenige. Allen voran Grinsebacke und Chefliberaler Herr Gauck. Den Massen wird durch den vermeintlich etablierten Liberalismus reinen Wein eingeschenkt und erkennen stattdessen nicht, dass sie dressierte Konsumabhängige sind, die ums verrecken gern schufften, um sich den ganzen Dreck kaufen zu können, den sie angeblich zum Leben brauchen. So hat der Liberalismus Deutschland zu Grunde gerichtet und vernichtet jedes andere hoch entwickelte Volk und die Massen folgen blind, im Glauben frei und mündig entscheiden zu dürfen.
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Wauwau




Alter: 44
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 05.04.2007
Beiträge: 2498
Wohnort: Wien
BeitragVerfasst am: So Aug 26, 2012 8:26    Titel: Antworten mit Zitat

facepalm hat folgendes geschrieben:
´Arbeit ist ein notwendiges Übel, solange Arbeitsleistungen nicht einem edlen Ziel dienen, sondern in einem diffus und deregulierten Wirtschaftssystem agieren.


Bei dem Wort "edles Ziel" fiel mir gerade der Beruf des Kanalräumers ein.

Na das wär doch was für dich, facepalm. Als Kanalräumer hat du mit der Wirtschaft wenig zu tun und erfüllst den edlen Dienst, die Toiletten funktionsfähig zu halten.

Eine Umstellung auf Neokommunismus Rolling Eyes wird den Kanalräumern wenig Veränderungen ihres Arbeitsalltags bringen. Man braucht sie, wo sie sind.

Sie sind wirtschaftlich gesehen in der glücklich Lage, dass ihre Kunden echte Probleme haben und zwecks Problemlösung von sich aus an das Unternehmen herantreten. Davon kann ein Händler von Design-Küchengeräten nur träumen.

Beim letzten Hilferuf an ein solches Unternehmen habe ich mich gefragt, wie man das wird? Ich weiß es nicht. Waren jedenfalls Profis und schon nach 10 Minuten zog der interessant riechende See vor der Haustür ab.

Ich finde einen guten Teil meiner Arbeit fad und unbefriedigend. Das betrifft sowohl die bezahlte als auch die unbezahlte Arbeit.
Omas Klo putzen ist sicher sinnvoll, aber nicht erfreulich oder erfüllend.
Unterrichten ist sehr sinnvoll und häufig frustrierend.
Schneeschaufeln um 5:30 dient der Allgemeinheit, aber nicht meinem Rücken.
Den Garten in Ordnung halten erinnert an Herrn Sisyphos, den man ebensogut zum Jäten des Unterwelt-Unkrauts hätte einteilen können.

Leider, facepalm, sind die meisten blöden, faden, dreckigen und unbefriedigenden Jobs genau die, die am dringendsten gebraucht werden.

1000 Euro verdienen sollte nicht gar so schwer sein, entsprechend zielgerichtete und marktorientierte "private Studien" vorausgesetzt....
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Maz
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Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14116
BeitragVerfasst am: So Aug 26, 2012 10:27    Titel: Antworten mit Zitat

Wir haben denk ich mit einem dualen Problem zu kämpfen. Zum einen, daß in unserer Gesellschaft die Arbeit "angebetet" und neben Konsum und Sexualität zum Sinn des Lebens hochstilisert wird. Zum anderen aber, daß es in unsere Gesellschaft nur noch sehr wenig wirklich sinnvolle Arbeit gibt und Arbeit daher eben garnicht mehr sinngebend sein kann...viel weniger zumindest als noch vor 50 Jahren. Wenn ein einzelner Bauer dank der Technik zig Tausende von Menschen ernähren kann wird Arbeit zu einem bloßen System zur Befriedigung von Luxusbedürfnissen. Das wiederum treibt die Menschen dazu, sich immer mehr in die Virtualität zu flüchten. Statt der echten Bauern haben wir daher also bald nur noch lauter http://de.wikipedia.org/wiki/Chinafarmer Wink
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Alter: 44
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 05.04.2007
Beiträge: 2498
Wohnort: Wien
BeitragVerfasst am: So Aug 26, 2012 10:59    Titel: Antworten mit Zitat

Bäcker, Fleischer, Tischler, Zimmerleute, Bauarbeiter, Installateure, Anstreicher, Dachdecker, Spengler, Schneider, Forstarbeiter, Ärzte und Tierärzte, Lehrer, Pfarrer und Psychologen, Reinigungspersonal, Polizeibeamte, Gärtner, Krankenschwestern, Bestatter usw., usw. tun in deinen Augen keine sinnvolle Arbeit?
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Maz
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Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14116
BeitragVerfasst am: So Aug 26, 2012 11:21    Titel: Antworten mit Zitat

Du meinst solche Unternehmen wie Vinzenzmurr oder Müller Brot, die den Gewinn in der "Etragskette" maximieren? Absolut verzichtbar. 50% aller Lebensmittel in Deutschland werden weggeworfen und entsorgt...selbst davon lebt irgendein "Berufsstand". Also haben wir offensichtlich Überkapzitäten an der Grenze zur totalen Dekadenz.

Und das sogar in einem Bereich wo man ja nun wirklich behaupten kann, daß die Arbeit prinzipiell gebraucht wird im Gegensatz zu den Chinafarmern.

Wie sieht es da dann erst in allen anderen Bereichen aus?
Ist dir z.B. aufgefallen, daß du Probleme damit hast Shampoo und Schminke zu bekommen seit die 36000 Schlecker Mitarbeiter zum daheimhocken verdammt wurden? Würde dir irgendwas ernstlich im Leben fehlen wenn MCDoof, Burger King, alle Döner Läden und Starbucks dicht machen? Wie viele Steuerberater und Werbefachleute braucht die Welt?

Ich sage ja nicht, daß man niemanden mehr braucht...nur generiert selbst der Sektor der "Unverzichtbaren" in weiten Bereichen vermutlich nichtmal mehr 10% so viel notwendige Arbeit wie früher.
Ja ich behaupte unser System würde noch nicht zusammenbrechen wenn "overall" 50% der Leute wegfallen.
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Alter: 44
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 05.04.2007
Beiträge: 2498
Wohnort: Wien
BeitragVerfasst am: So Aug 26, 2012 13:43    Titel: Antworten mit Zitat

Maz hat folgendes geschrieben:
Du meinst solche Unternehmen wie Vinzenzmurr oder Müller Brot, die den Gewinn in der "Etragskette" maximieren? Absolut verzichtbar. 50% aller Lebensmittel in Deutschland werden weggeworfen und entsorgt...selbst davon lebt irgendein "Berufsstand". Also haben wir offensichtlich Überkapzitäten an der Grenze zur totalen Dekadenz. .


Nein, ich meine den Beruf des Bäckers. Es ist nicht sinnlos oder unbefriedigend, Bäcker zu sein. Wenn man nicht bei einer Kette arbeiten will, kann man sich selbstständig machen. Hier am Markt steht neuerdings so ein Heini mit Bauernbroten, der sich dumm verdient.

Maz hat folgendes geschrieben:

Ist dir z.B. aufgefallen, daß du Probleme damit hast Shampoo und Schminke zu bekommen seit die 36000 Schlecker Mitarbeiter zum daheimhocken verdammt wurden? .


Nein, weil sie hier alle im Laden stehen und meinen Hund mit AS-Keksi mästen.

Außerdem habe ich mich vorausschauend mit unersetzlichen AS-Produkten eingedeckt. Supermarkt-Shampoo und Schminke verwende ich sowieso nicht, aber die billigen Tiefkühlbeutel krieg ich sonst nirgends. Wie portioniere ich das nächste Schaf?

Maz hat folgendes geschrieben:
Würde dir irgendwas ernstlich im Leben fehlen wenn MCDoof, Burger King, alle Döner Läden und Starbucks dicht machen?


Nein, weil ich die schon jetzt nicht frequentiere.

Maz hat folgendes geschrieben:
Wie viele Steuerberater und Werbefachleute braucht die Welt?


O doch, die braucht man. Weiß nicht, was du verdienst. Aber mir ist daran gelegen, möglichst viel abzusetzen.

Maz hat folgendes geschrieben:
Ja ich behaupte unser System würde noch nicht zusammenbrechen wenn "overall" 50% der Leute wegfallen.


Das stimmt sicher - Kriege beweisen es immer wieder.
Aber das heißt dennoch nicht, dass 90% der Berufe sinnlos sind. Der Großteil ist absolut sinnvoll und wer sich als überzähliger Beamter unwohl fühlt, kann ja auf Zimmermann/frau umlernen oder gewerblich Zäune herstellen.
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Maz
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Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14116
BeitragVerfasst am: So Aug 26, 2012 14:20    Titel: Antworten mit Zitat

Es ging mir nicht nur um den Sinn einzelner Berufe sonder auch um den Sinn bzw. die nötige Menge der jeweiligen Personen in den Berufen.
Man braucht z.B. Einzelhandelsverkäufer(innen) [zumindest sind die ganz praktisch]. Aber wenn 36000 davon auf die Straße gesetzt werden fällt das nicht weiter auf. Also sind all diese Individuen in dem Beruf offensichtlich "nutzlos" gewesen.

Es gibt nominell bereits viel zu wenig Psychologen um alle Patienten zu versorgen.
Aber würde sich die Zahl psychisch Kranker tatsächlich wesentlich verändern wenn es es nur noch die Hälfte der Psycholgen gäbe...oder vor allem nur noch die Hälfte der Psychiater?
Ich denke nicht. Insofern wären die in dieser Menge dann wiederum doch nutzlos.
Womöglich erzeugen viele von ihnen sogar solche Krankheiten...besonders die Sekte der Psychoanalytiker ist dafür bekannt ganz tolle Neurosen und Psychosen aus dem Hut zaubern zu können...und ob all die Pillen die Leute auf die Gesamtmasse der Konsumenten bezogen verrückter oder gesünder machen ist auch eine spannende Frage.

Zitat:

O doch, die braucht man. Weiß nicht, was du verdienst. Aber mir ist daran gelegen, möglichst viel abzusetzen.


Statt dem Berater könntest du das Geld auch in die eigenen Weiterbildung investieren...was du ja so gerne machst Wink
...und schon wird der Mann völlig nutzlos. Mal abgesehen davon, daß nicht erwiesen ist, daß ein maximales Steuerabsetzen (z.B. gesellschaftlich) sinnvoll ist.
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