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Selbsteinordnung als "queer" oder "nicht queer"
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Bezeichnest du dich selbst als "queer"?
Ich bin hetero-asexuell und queer
20%
 20%  [ 15 ]
Ich bin homo-asexuell und queer
3%
 3%  [ 2 ]
Ich bin bi/pan-asexuell und queer
17%
 17%  [ 13 ]
Ich bin hetero und demi/semi/gray/unentschlossen und queer
5%
 5%  [ 4 ]
Ich bin homo und demi/semi/gray/unentschlossen und queer
1%
 1%  [ 1 ]
Ich bin bi/pan und demi/semi/gray/unentschlossen und queer
7%
 7%  [ 5 ]
Ich bin hetero-sexuell und queer
0%
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Ich bin homo-sexuell und queer
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Ich bin bi/pan-sexuell und queer
1%
 1%  [ 1 ]
------------------------ Trennlinie (hier nicht abstimmen) ------------------------
1%
 1%  [ 1 ]
Ich bin hetero-asexuell und NICHT queer
17%
 17%  [ 13 ]
Ich bin homo-asexuell und NICHT queer
3%
 3%  [ 2 ]
Ich bin bi/pan-asexuell und NICHT queer
7%
 7%  [ 5 ]
Ich bin hetero und demi/semi/gray/unentschlossen und NICHT queer
9%
 9%  [ 7 ]
Ich bin homo und demi/semi/gray/unentschlossen und NICHT queer
0%
 0%  [ 0 ]
Ich bin bi/pan und demi/semi/gray/unentschlossen und NICHT queer
3%
 3%  [ 2 ]
Ich bin hetero-sexuell und NICHT queer
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Ich bin homo-sexuell und NICHT queer
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Ich bin bi/pan-sexuell und NICHT queer
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Stimmen insgesamt : 75

Autor Nachricht
Maz
ADMod Team



Alter: 42
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14107
BeitragVerfasst am: Fr Jul 03, 2015 10:19    Titel: Selbsteinordnung als "queer" oder "nicht quee Antworten mit Zitat

Was queer genau bedeutet lass ich mal offen. Es geht hier nur um die Selbstbezeichnung als queer bzw. die Identifikation mit diesem Begriff.

Die Angaben hetero, homo sowie bi/pan beziehen sich auf die emotionale Seite. Die Aromantiker und den Begriff "romantisch" im Bezug auf die Orientierung hab ich bewußt nicht mit drin, weil der Begriff auch oft nur mit der Ablehnung von "(romantischen) Beziehungen" verknüpft ist. Wer 100%ig "neutral" ist kann im Thread direkt abstimmen.

Ergänzung: Für Aromantiker gibt es jetzt noch diese Umfrage:
http://www.aven-forum.de/viewtopic.php?t=12378

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Asterius





Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 15.10.2010
Beiträge: 261
Wohnort: Deutschland Alter: 44
BeitragVerfasst am: Fr Jul 03, 2015 11:39    Titel: Meine Einordnung als nicht-queer Antworten mit Zitat

Hmm, die Idee dieser Umfrage ist auf jeden Fall interessant.

Ich bezeichne mich selbst nicht als queer, aber ehrlich gesagt ist mir die Bedeutung dieses Begriffes tatsächlich nicht so ganz klar. Ich vermute aber, dass es ungefähr sowas bedeuten soll wie "zwischen den Geschlechtern stehend" oder "die Welt geschlechtsneutral betrachtend".

Mein angeborenes Geschlecht ist jedoch männlich, und ich habe auch kein Problem mit meiner Geschlechterzugehörigkeit. Ich bin jetzt allerdings nicht einer dieser ganz typischen machomäßigen Männer, die ihr Geschlecht jetzt besonders raushängen lassen, sondern habe eher eine softere Form der Männlichkeit, d. h. habe durchaus auch ein paar eher weibliche Züge in meiner Wesensart, sehe mich aber dennoch eindeutig als Mann.

Die treffendste Bezeichnung für mich im Sinne dieser Umfrage wäre "hetero-asexuell und männlich", wobei ich aber dazu sagen muss, dass ich durchaus auch eine leichte Homo-Orientierung in mir trage. Diese würde ich mal mit ca. 10 % beziffern. Jedoch habe ich meine Homo-Neigung noch nie ausgelebt, weder sexuell noch beziehungstechnisch. Ich würde es aber nicht völlig ausschließen, eines Tages vielleicht doch mit einem Mann zusammenzukommen, fühle mich aber dennoch eindeutig mehr zu Frauen hingezogen (beides aber auf jeden Fall in der asexuellen Variante).

Auch wenn ich selbst mit dem Begriff "queer" eigentlich nur wenig anfangen kann, verstehe ich aber, dass es hinsichtlich der Queer/LGBT-Community und den Asexuellen durchaus Überschneidungen gibt. Daher mag es durchaus Sinn machen, gemeinsam für eine bessere Anerkennung der geschlechter- und sexualspezifischen Belange, die nicht dem Mainstream angehören, zu kämpfen. Letztlich muss aber wahrscheinlich doch eher jede Minderheit für sich selbst die Flagge hochhalten. Aber ich denke, es kann nicht schaden, Gemeinsamkeiten auszuloten und zu schauen, wo denn wirklich die Überschneidungen sind.

Mit dem LGBT-Begriff kann ich eindeutig mehr anfangen als mit dem Queer-Begriff.
Ansonsten sehe ich mich einfach nur als asexuell. Weitere Einordnungen wie demi/semi/gray/pan und dergleichen benötige ich für mich nicht bzw. treffen so auf mich nicht zu, außer dass ich wie gesagt sagen würde, dass ich zu ca. 90 % hetero-asexuell und zu ca. 10 % homo-asexuell bin. Teilsexuell bin ich lediglich im Sinne der Masturbation, aber keinesfalls in Bezug auf die Interaktion mit anderen Menschen.

Letztlich hab ich in der Umfrage mit "Ich bin hetero-asexuell und NICHT queer" abgestimmt, da dies am besten meine Neigung bzw. Einordnung beschreibt.
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Maz
ADMod Team



Alter: 42
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14107
BeitragVerfasst am: Fr Jul 03, 2015 11:47    Titel: Antworten mit Zitat

Das mit dem LGBT wollte ich ggf. nochmal in einer extra Umfrage machen dann aber mit Bezug zur Zugehörigkeit zur LGBT-Community und nicht zum Begriff selbst.

Daß Homo(a)sexuelle entweder "G=gay oder L = lesbian" sind ergibt sich ja schließlich von alleine.

Zitat:

Die treffendste Bezeichnung für mich im Sinne dieser Umfrage wäre "hetero-asexuell und männlich"


Ja für das Geschlecht fehlt leider der Platz, das sind dann einfach zu viele Kombinationen.
Mir geht es hier vor allem darum ob "Asexuelle / Demis" sich ohne den Bezug zu "homo/bi/pan" trotzdem noch als "queer" sehen.
Ich vermute auch, daß die Selbstzuordnung und das Zugehörigkeitsgefühl vom Geschlecht abhängen wird. Aber das sprengt dann den Rahmen der Möglichkeiten einer kleinen Forenumfrage.
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Asterius





Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 15.10.2010
Beiträge: 261
Wohnort: Deutschland Alter: 44
BeitragVerfasst am: Fr Jul 03, 2015 12:20    Titel: Queer vs. LGBT-Community Antworten mit Zitat

Maz hat folgendes geschrieben:
Das mit dem LGBT wollte ich ggf. nochmal in einer extra Umfrage machen dann aber mit Bezug zur Zugehörigkeit zur LGBT-Community und nicht zum Begriff selbst.

Ich denke, das macht auch Sinn, den Queer-Begriff und die LGBT-Community von der Betrachtung her erstmal zu trennen. Ich vermute nämlich schon, dass das nicht ganz das Gleiche ist.

Maz hat folgendes geschrieben:
Asterius hat folgendes geschrieben:
Die treffendste Bezeichnung für mich im Sinne dieser Umfrage wäre "hetero-asexuell und männlich"

Ja für das Geschlecht fehlt leider der Platz, das sind dann einfach zu viele Kombinationen.

Ja, das verstehe ich letztlich auch. Das würde den Rahmen dieser Umfrage wirklich sprengen. Aber ich konnte ja sehr gut mit "hetero-asexuell und NICHT queer" abstimmen. Die Homo-Komponente ist bei mir letztlich zu wenig ausgeprägt als dass ich mich wirklich als bi bezeichnen würde. Aber ich habe in jedem Fall sehr viel Verständnis für all das, was über die Heteronormativtät hinausgeht.

Maz hat folgendes geschrieben:
Mir geht es hier vor allem darum ob "Asexuelle / Demis" sich ohne den Bezug zu "homo/bi/pan" trotzdem noch als "queer" sehen.

Das ist auf jeden Fall interessant. Ich vermute aber, dass es ein Mindestmaß an Homo- bzw. Bi-Neigung bei einer Person geben muss, um sich selbst ggf. als queer zu bezeichnen. Dazu reichen meine 10 % Homo-Neigung offenbar nicht aus.
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Fiammetta





Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 02.02.2007
Beiträge: 1022
Wohnort: Hamburg; Alter: 35
BeitragVerfasst am: Sa Jul 04, 2015 11:39    Titel: Re: Meine Einordnung als nicht-queer Antworten mit Zitat

Asterius hat folgendes geschrieben:
ehrlich gesagt ist mir die Bedeutung dieses Begriffes tatsächlich nicht so ganz klar. Ich vermute aber, dass es ungefähr sowas bedeuten soll wie "zwischen den Geschlechtern stehend" oder "die Welt geschlechtsneutral betrachtend".

Unser Verein AktivistA hat den Begriff kürzlich so definiert: "Es handelt sich um Minderheiten, was Gender/Geschlecht, sexuelle Orientierung und romantische Ausrichtung anbelangt (GSRM)." (Quelle)
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"Pour moi l’hétérosexualité n’est pas la norme, ce n'est qu'une majorité statistique."
(Peggy Sastre)
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Maz
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Alter: 42
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14107
BeitragVerfasst am: Sa Jul 04, 2015 11:58    Titel: Antworten mit Zitat

In die Richtung geht auch die Definition aus der US-Wikipedia:
https://en.wikipedia.org/wiki/Queer

Da das Wort aber ja ursprünglich in etwa "schräg/merkwürdig" bedeutet können sich Menschen, die sich aufgrund ihres "sexuellen Minderheitenstatus" eben gerade (noch) NICHT "schräg/merkwürdig" fühlen damit logischer Weise nicht identifizieren. Der stärkste Identifikationsgrad scheint meiner Meinung nach (warum genau würde hier den Rahmen sprengen) im Bereich der bi/pan(a)-sexuellen zu liegen (und möglicher Weise auch der Aromantiker), worauf diese Umfrage bisher zumindest schon hindeutet. Wobei ich vermuten würde, daß die Identifikation insbesondere dann sehr hoch ist wenn die Geschlechtsidentität auch abweicht und/oder die Person (biologisch) weiblich ist.

Für die Asexualität vermute ich hingegen nur einen geringen Auslöser im Hinblick auf die Identifikation. Insbesondere hetero-asexuelle Männer werden sich meiner Meinung nach kaum mit dem Begriff identifizieren.
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Atlas




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Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 07.06.2015
Beiträge: 59
BeitragVerfasst am: Sa Jul 04, 2015 12:36    Titel: Re: Meine Einordnung als nicht-queer Antworten mit Zitat

Ich habe die erste Option ausgewählt.

Fiammetta hat folgendes geschrieben:
Asterius hat folgendes geschrieben:
ehrlich gesagt ist mir die Bedeutung dieses Begriffes tatsächlich nicht so ganz klar. Ich vermute aber, dass es ungefähr sowas bedeuten soll wie "zwischen den Geschlechtern stehend" oder "die Welt geschlechtsneutral betrachtend".

Unser Verein AktivistA hat den Begriff kürzlich so definiert: "Es handelt sich um Minderheiten, was Gender/Geschlecht, sexuelle Orientierung und romantische Ausrichtung anbelangt (GSRM)." (Quelle)


Das ist meines Wissens auch die korrekte Definition und für mich passt sie so.
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Maz
ADMod Team



Alter: 42
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14107
BeitragVerfasst am: Sa Jul 04, 2015 12:54    Titel: Antworten mit Zitat

Es wäre allerdings schon etwas unehrlich den Ursprung und die Implikationen bzw. den Kontext in dem dieser Begriff verwendet wird in der Definition zu vernachlässigen. Der Minderheitenstatus alleine greift eindeutig zu kurz.

Wikipedia hat folgendes geschrieben:

Queer is an umbrella term for sexual and gender minorities that are not heterosexual or cisgender. Originally meaning strange or peculiar, queer came to be deployed pejoratively against those with same-sex desires or relationships in the late-19th century. Beginning in the late-1980s, queer scholars and activists began to reclaim the word to establish community and assert a politicized identity distinct from the gay political identity. Queer may be used by those who reject traditional gender identities as a broader, less conformist, and deliberately ambiguous alternative to LGBT.

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Asterius





Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 15.10.2010
Beiträge: 261
Wohnort: Deutschland Alter: 44
BeitragVerfasst am: Sa Jul 04, 2015 13:00    Titel: Genauere Untersuchung des Queer-Begriffs Antworten mit Zitat

Fiammetta hat folgendes geschrieben:
Asterius hat folgendes geschrieben:
ehrlich gesagt ist mir die Bedeutung dieses Begriffes tatsächlich nicht so ganz klar. Ich vermute aber, dass es ungefähr sowas bedeuten soll wie "zwischen den Geschlechtern stehend" oder "die Welt geschlechtsneutral betrachtend".

Unser Verein AktivistA hat den Begriff kürzlich so definiert: "Es handelt sich um Minderheiten, was Gender/Geschlecht, sexuelle Orientierung und romantische Ausrichtung anbelangt (GSRM)." (Quelle)

Ok, danke für die Erklärung. Smile Jetzt hab ich auf jeden Fall eine deutlich genauere Vorstellung bezüglich des Queer-Begriffs. Dann gliedert sich der Begriff also im Endeffekt in drei Facetten. Dazu kann ich in Bezug auf meine Person wie folgt Stellung beziehen:
    Minderheit, was Gender/Geschlecht anbelangt
    Ich bin biologisch gesehen eindeutig als Mann geboren, sehe mich auch eindeutig als Mann und habe keinerlei Probleme mit meiner Geschlechtsidentität (diesbezüglich also NICHT queer)
    Minderheit, was die sexuelle Orientierung anbelangt
    Ich bin eindeutig asexuell (genauer formuliert: zu 90 % hetero-asexuell und zu 10 % homo-asexuell), was insgesamt gesehen definitiv eine Minderheit darstellt (diesbezüglich also queer)
    Minderheit, was die romantische Ausrichtung anbelangt
    Ich bin eindeutig romantisch orientiert (kann und möchte mich also grundsätzlich verlieben, strebe grundsätzlich eine Beziehung an), was eindeutig dem Mainstream entspricht (diesbezüglich also NICHT queer)
Fazit: In lediglich einer der drei Facetten wäre ich demzufolge queer (also zu 33 %). Dies sehe ich aber noch nicht als ausreichend an, um mich gänzlich als queer zu bezeichnen. Somit würde ich also dabei bleiben, mich als NICHT queer zu bezeichnen. Demzufolge habe ich auch nach genauerer Betrachtung des Queer-Begriffs auf jeden Fall "richtig" abgestimmt in der Umfrage - also so wie es zu mir passt.
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Atlas




Alter: 31
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 07.06.2015
Beiträge: 59
BeitragVerfasst am: Sa Jul 04, 2015 17:07    Titel: Antworten mit Zitat

@maz: Das mag stimmen, aber an diesem Punkt stellt sich mir auch die Frage: Nehmen wir denn "traditional gender identities", also herkömmliche Geschlechterrollen-Vorstellungen an? Ich für mich nicht. Zwar habe ich den Körper einer Frau und sehe mich in vielen Aspekten auch als solche, bin ja auch hetero-romantisch. Trotzdem ist "Frau" allein für mich ein unzureichender Begriff, denn in manchen Dingen bin ich auch total unweiblich und sehe mich eigentlich nicht als "Frau", sondern einfach als Lebewesen, ein sächliches "Es" wenn man es auf die Spitze treiben will. Wink Aber eigentlich sehe ich die meisten Menschen nicht strikt als "Frau" oder "Mann" an, sondern vor allem als Menschen, als Lebewesen eben. Also lehne ich diese herkömmlichen Vorstellungen auch ab. Dennoch entspreche ich ihnen nach den Massstäben unserer Gesellschaft. Deshalb bleibe ich dabei, ich sehe mich trotzdem als queer.
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Maz
ADMod Team



Alter: 42
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14107
BeitragVerfasst am: Sa Jul 04, 2015 17:26    Titel: Antworten mit Zitat

Da sehen wir aber auch gleich wieder das Problem mit dem schwammigen Begriff "Gender".
Blos weil du nun z.B. eine "geschlechtstypische Rolle" ablehnst (wenn ich das richtig verstehe) beutet das doch noch lange nicht, daß du nicht mehr weiblich bist und auch nicht, daß du dich selbst nicht mehr als weiblicher Mensch empfindest. Natürlich können weibliche Menschen eher "männlich assoziierte" oder auch "neutrale" Eigenschaften, Interessen oder Fähigkeiten haben aber dadurch werden sie doch weder männlich noch neutral.

Du würdest aber womöglich (reine Hypothese von mir an der Stelle) vor dem Hintergrund, daß du dich mit Stereotypen, die du mit "Frau" assoziierst nicht identifizieren kannst bei der Frage zur Geschlechtsidentität sogar unter "Transgender" oder "Agender" ein Häkchen setzen, ohne daß deine Geschlechtsidentität tatsächlich männlich oder neutral sein muß.

Noch schlimmer ergeht es wohl manchen Männern, die mit dem im "queeren" Bereich ja durchwegs negativ assoziiertem Bild von "Mann" und vor allem auch von "Männlichkeit" nichts anfangen können.
Die werden sich dann womöglich plötzlich als "irgendwie-weiblich" bezeichnen wollen, nur weil sie überspitzt gesagt keine aggressiven, biertrinkenden, sexbesessenen, karrierefixierten Machos sind. Und da können wir dann auch den Bogen vom "Gender" zum Feminismus als Ideologie schlagen. Eines der Ziele des Feminismus als Ideologie ist schließlich die Dekonstruktion (und Abwertung) von "männlichen Eigenschaften" oder des Begriffs "männlich" ansich insbesondere bei oder gegenüber Männern.
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Margarita_02




Alter: 36
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 14.07.2014
Beiträge: 633
Wohnort: Berlin & Ruhrpott
BeitragVerfasst am: Sa Jul 04, 2015 18:05    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kann's nicht beantworten. Irgendwas dazwischen. Wenn ich mit Leuten zu tun habe, die über Haus und Kind und Hund und sexuelles Bedürfnis reden, fühle ich mich durchaus ein bisschen "queer", mit Blick auf Transgender-Personen und deren Alltag käme es mir dann wieder komisch und anmaßend vor, mich so zu bezeichnen.
Vorerst enthalte ich mich der Stimme.
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Fichte
Admin auf Aven-Partner.de




Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 27.06.2012
Beiträge: 472
BeitragVerfasst am: So Jul 05, 2015 14:45    Titel: Antworten mit Zitat

Den Begriff "queer" mag ich eigentlich nicht für mich benutzen, da ich mich lieber einfach als "einzigartiges Individuum" bezeichne. Aber ich schätze, dass andere Leute mich durchaus in die "queer"-Schublade einsortieren würden, da ich ein ungewöhnlicher Mensch bin und z. B. irgendwie noch nie etwas mit Geschlechtskategorien anfangen konnte und obendrein auch noch keine Ahnung von Beziehungsarten habe und darüberhinaus noch nie Lust auf Sex hatte.
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Prinzess
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Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 30.12.2013
Beiträge: 1477
BeitragVerfasst am: Mo Jul 06, 2015 20:16    Titel: Antworten mit Zitat

Mit dem ,,queer" habe ich weniger Probleme, auch wenn ich von selbst eher nicht darauf gekommen wäre, mich so zu bezeichnen.

Aaaber: homo, hetero, bi, pan definiert alles Gruppen, auf die man dann wenn auch nicht sexuell, aber doch irgendwie anders geartet ,,stünde".

Bei mir trifft das auf keine Person zu, dass ich auf die stehen könnte.
Oder ist das dann auch pan, also für alle Leute gilt, dass ich in keiner Art auf die stehe?
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Maz
ADMod Team



Alter: 42
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14107
BeitragVerfasst am: Mo Jul 06, 2015 21:05    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn eine emotionale Ausrichtung zu beiden Geschlechtern oder unabhängig vom Geschlecht gegenüber Personen vorkommt aber keine sexuelle dann fällt das unter "bi-asexuell" bzw. "pan-asexuell".
Asexuell + aromantisch wäre es wenn weder das eine noch das andere gegenüber Personen existiert. Damit sollte also nicht nur gemeint sein, daß man sich keine (romantische oder gar kitischige) Beziehung vorstellen kann. Wenn die Personen zu denen eine emotionale Affinität besteht nur fiktiv sind ist es wohl ein Grenzbereich.
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