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Beziehungsprobleme - was ist das?
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asba




Alter: 30
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 15.08.2014
Beiträge: 762
Wohnort: Österreich
BeitragVerfasst am: Di Feb 10, 2015 0:58    Titel: Beziehungsprobleme - was ist das? Antworten mit Zitat

Auch wenns dem Titel nach eher ins Beziehungsforum gehört: Ich finde es passt besser hierher, weils mir hauptsächlich um die Sichtweise der Aromantiker geht Wink

Wie geht ihr damit um, wenn Freunde mit euch über Beziehungsprobleme sprechen?

Bei mir ist es momentan extrem gehäuft: Meine beste Freundin ist mitten der Krise, mein Bruder hat beschlossen, sich scheiden zu lassen und bei meinen Eltern hat es sich gerade wieder eingerenkt.

Meine Freundin hat mir ihr Dilemma sehr detailliert geschildert. Aber da ich nicht einmal das Gefühl kenne, mich überhaupt zu verlieben, kann ich mir schon gar nicht vorstellen, zwischen zwei Männern hin- und hergerissen zu sein. Ich weiß nie, was ich sagen soll. Ich würde ihr so gerne einen Rat geben, aber da ich ihre Gefühle nicht nachvollziehen kann, fällt mir das sehr schwer.
Ich habe immer das Gefühl, als würde ich mit einem Fernglas auf einem Hochstand* sitzen und versuchen, das Verhalten der Hirsche zu verstehen. Da ich aber kein Hirsch bin, kapiere ich ihre Denkmuster nicht.

Wie verhaltet ihr euch in solchen Situationen? Bzw. wie geht es euch dabei?

* Das soll jetzt nicht heißen, dass ich mich "höher gestellt" sehe, ich wollte einfach die Distanz reinkriegen Wink
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Teetrinkerin





Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 06.10.2014
Beiträge: 44
Wohnort: Niedersachsen
BeitragVerfasst am: Di Feb 10, 2015 2:44    Titel: Antworten mit Zitat

Viele Menschen wollen gar keinen Rat, sondern sich lediglich aussprechen. Selbst wenn sie fragen, was man an ihrer Stelle tun würde - im Grunde spielt das keine Rolle.
Ich kann mich recht gut in die Situation anderer hineindenken.
Auch wenn einem das schwer fällt, kann man solche Gespräche durch aktives Zuhören "überbrücken". Du findest im Internet Beispiele zum "aktiven Zuhören", wobei ich das in seiner Reinform nie praktizieren würde...

Ansonsten könntest du versuchen herauszufinden, was die Person wirklich will. Die Lösung ist dem anderen oftmals bekannt, er sieht sie nur nicht. Wie sind also die Argumente? Was spricht für Variante A, was dagegen? Da die Fragen allgemein sind, kannst du dir auch jedes andere beliebige Problem vorstellen und das darauf übertragen...
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Windsurfhippie





Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 13.08.2005
Beiträge: 3234
Wohnort: NZ
BeitragVerfasst am: Di Feb 10, 2015 6:08    Titel: Antworten mit Zitat

Dazu müsste ich wohl erst Mal Freunde kennen.

Bis auf eine Ausnahme -- einen mir temporär bekannten Mittfünfziger, dessen Ehefrau mit Stieftochter sich von ihm ohne merkliche Begründung distanzierte, und wo er damit, aus ihr keinen Grund heraus zu bekommen, völlig verzweifelte -- gab es das bisher nur in Chatrooms oder flüchtigeren E-Mail-Bekanntschaften mal.

Die meisten solchen Leute weise ich schon in Profiltexten darauf hin, dass es besser ist, sich mit solchen Problemen an eineN Therapeuten/Therapeutin zu wenden. Ich kann zu diesen Themen kaum mehr beitragen, als das, was ich von Mal zu Mal darüber las, oder etwa über Hörensagen mitbekam.
Wenn mich jemand so direkt damit betraut, wie der Mittfünfziger, versuche ich natürlich erst Mal zu überlegen, seine geschilderte Situation zu analysieren, und Ideen daraus zu destillieren.
Aber das gelingt mir mangels Kenntnis und Basiswissen nicht. Deshalb habe ich auch ihm, als er ins Detail gehen wollte, den Gang zum dafür Professionellen ans Herz gelegt.

Ich schätze, um Menschen dabei sinnbringend helfen zu können, müsste man ganz viel über Sozialkunde und menschliches Verhalten verstehen. Ich bin da die denkbarst verkehrte Adresse dafür! Confused
_________________
Wer später stirbt, erlebt den Tod derer, die früher sterben, und hat deshalb länger was zu lachen.
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Prinzess
abgemeldet




Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 30.12.2013
Beiträge: 1477
BeitragVerfasst am: Di Feb 10, 2015 7:39    Titel: Antworten mit Zitat

Vernunftbetonten Rat können ja auch Asexuelle und Aromantische geben. Wenn es wirklich um die Lösung eines Problems geht und nicht nur ums Erzählen wollen, ist mein nüchterner praktischer Rat oft sehr hilfreich. Und zuhören können wir ja auch. Wo Du aus Mangel an Erfahrung mit diesen Gefühlen wirklich nicht folgen kannst, dag das doch einfach so. Das ist zumindest mein Weg bei so etwas.
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Siku
abgemeldet



Alter: 26
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 24.07.2014
Beiträge: 360
BeitragVerfasst am: Di Feb 10, 2015 8:48    Titel: Antworten mit Zitat

Inzwischen bin ich mit niemandem mehr befreundet, der mit so etwas an mich herantreten könnte. Aber früher hatte ich oft ein ähnliches Problem, da wurde allerdings über eine fehlende Beziehung rumgejammert und dass man keinen Partner findet, obwohl man ja so gerne einen hätte. Auch toll.

In deinem Fall würde ich den Beteiligten als erstes vorschlagen, miteinander über das Beziehungsproblem zu sprechen, auch wenn es natürlich Angenehmeres gibt. Fehlende Kommunikation macht eine Partnerschaft nicht gerade besser und ist oft sogar der Auslöser für Beziehungsprobleme. An solchen Problemen können die Beteiligten nur alleine arbeiten -- und wenn man als Freund noch so gute Ratschläge hätte, eine Lösung können letztendlich nur die Partner finden.
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Darth_Angel




Alter: 21
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 12.11.2014
Beiträge: 64
BeitragVerfasst am: Di Feb 10, 2015 14:50    Titel: Antworten mit Zitat

Als "komplett außenstehender" kann man sowas meiner meinung nach fast besser analysieren. Dass man derartiges von sich selbst nicht kennt kann (und sollte) einen nicht davon abhalten alles mögliche über denkweise und gefühle von sexuellen/romantikern herauszufinden und im alltag "feldstudien" über ihr verhalten zu machen.
Man kann viel dabei lernen und sie kommen einem irgendwann nicht mehr ganz so merkwürdig vor. Laughing
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Witzigkeit im Übermaß ist des Menschen größter Schatz.
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Maxi




Alter: 38
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 18.07.2005
Beiträge: 3129
BeitragVerfasst am: Di Feb 10, 2015 16:18    Titel: Re: Beziehungsprobleme - was ist das? Antworten mit Zitat

asba hat folgendes geschrieben:
Wie verhaltet ihr euch in solchen Situationen? Bzw. wie geht es euch dabei?
Na, erstmal zum ersten Schritt in eine bessere Zukunft gratulieren.
Dann kann man aufzählen, welche aufgetretenen Schwierigkeiten und Konflikte, dank der Trennung, in Zukunft nicht mehr auftreten können.
Dann die ganzen Vorteile des Single-Daseins aufzählen ...
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sex doof
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Lesley




Alter: 38
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 15.08.2005
Beiträge: 557
Wohnort: LM
BeitragVerfasst am: Di Feb 10, 2015 20:10    Titel: Antworten mit Zitat

Muss ganz ehrlich sagen, habe eine Abneigung gegen die Art und Weise, auf die die meisten Beziehungen in unserem Kulturkreis geführt und vor allem beendet werden. Erst liebt man jemanden und kann nichts ohne ihn machen, und dann hasst man ihn und sieht ihn nie wieder. Das macht für mich null Sinn und ich halte mittlerweile Abstand von den Beziehungsproblemen anderer Leute (aber wenn man sonst ein Problem hat, höre ich gerne zu). Rolling Eyes
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Inertia





Sexualität: Sexuell
Anmeldungsdatum: 07.10.2014
Beiträge: 1087
BeitragVerfasst am: Di Feb 10, 2015 20:41    Titel: Re: Beziehungsprobleme - was ist das? Antworten mit Zitat

Lesley hat folgendes geschrieben:
Erst liebt man jemanden und kann nichts ohne ihn machen, und dann hasst man ihn und sieht ihn nie wieder.


Genauso ist es! Und dieser Vorgang wiederholt sich dann immer wieder mit verschiedensten Leuten, ohne dass man das Ganze mal hinterfragt. Aber ich hab mir vorgenommen, hier nicht zu viel über sowas zu lästern. Jeder wie er will. Wink

asba hat folgendes geschrieben:
Wie geht ihr damit um, wenn Freunde mit euch über Beziehungsprobleme sprechen?


Da ich keine Freunde habe, stellt sich diese Frage nicht. Keine Ahnung, wie ich damit umgehen würde. Ich denke, mir würde schon das zuhören schwer genug fallen, da ich "Probleme" dieser Art nicht ernst nehmen kann. Aber ich denke, ich würde wohl trotzdem brav zuhören und danach als "Ratschläge" ein paar uralte Floskeln raushauen, was anderes wollen die meisten Menschen sowieso nicht hören.
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asba




Alter: 30
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 15.08.2014
Beiträge: 762
Wohnort: Österreich
BeitragVerfasst am: Mi Feb 11, 2015 1:40    Titel: Antworten mit Zitat

Teetrinkerin hat folgendes geschrieben:
Viele Menschen wollen gar keinen Rat, sondern sich lediglich aussprechen. Selbst wenn sie fragen, was man an ihrer Stelle tun würde - im Grunde spielt das keine Rolle.
Hm, stimmt mit dem reinen Zuhören bin ich bis jetzt recht gut gefahren. Aber ich hab halt immer das Gefühl, dass sie sich einen Rat erwartet, den sie auch befolgen würde. Keine Ahnung, ob es wirklich so ist, vielleicht hast du ja recht.
Das aktive Zuhören ist natürlich eine Möglichkeit, aber genau wie du sagst nicht in der reinen Form. Ganz Ähnlich funktionierts, wenn jemand Dritter dabei ist, da kann man sich schön anhängen Wink

Teetrinkerin hat folgendes geschrieben:
Ansonsten könntest du versuchen herauszufinden, was die Person wirklich will. Die Lösung ist dem anderen oftmals bekannt, er sieht sie nur nicht.

Danke, das ist grundsätzlich ein super Rat. Aber genau das ist auch ein Punkt, wo ich mir leider schwer tue Shocked

Windsurfhippie hat folgendes geschrieben:
Ich schätze, um Menschen dabei sinnbringend helfen zu können, müsste man ganz viel über Sozialkunde und menschliches Verhalten verstehen. Ich bin da die denkbarst verkehrte Adresse dafür!

Hm, unter Freunden kann man sich meiner Meinung nach schon sinnbringend helfen. Außer natürlich bei schwerwiegenden Fällen. Trotzdem hab ich eher das Gefühl, die ganz falsche Adresse dafür zu sein ...

@ Prinzess: Jetzt wo du es sagst - als ich mit meiner Freundin letztens (mangels Möglichkeit eines persönlichen Treffens) gechattet hab, meinte sie zum Abschluss, dass ich so nüchtern sei Very Happy Zumindest an dem Tag scheint es ganz gut angekommen zu sein.


Siku hat folgendes geschrieben:
da wurde allerdings über eine fehlende Beziehung rumgejammert und dass man keinen Partner findet, obwohl man ja so gerne einen hätte.
Mit diesem Thema bleibe ich zum Glück verschont Wink
Miteinander haben sie selbstverständlich schon gesprochen. Gerade deswegen will meine Freundin jetzt mit mir als Außenstehender sprechen. In dem Fall hab ich eine spezielle Sonderstellung: Ich kannte den anderen Mann zuerst und schätze ihn sehr als Menschen. Dennoch macht mir der Mann meiner Freundin keine Vorwürfe. Als meine Freundin den anderen näher kennen lernte, war ich gar nicht dabei. Mit mir als "Anstandsdame", wie sie immer sagt, wäre es vl anders gekommen. Oder auch nicht, das Meiste hat sich später per E-Mail entwickelt.

@ Darth_Angel: Ich seh es eh immer ein bisschen aus der wissenschaftlichen Perspektive. Leider tu ich mir dann schwer, die Kurve zu kratzen zum Emotionalen, damit ich vl doch etwas nachfühlen kann und auf Lösugen komme Rolling Eyes

@ Maxi: Bei meinem Bruder klappt das ganz gut Wink Er will jetzt einfach nur mehr raus aus der Ehe und hat vorerst die Nase voll von Beziehungen.
Meine Freundin hat kein Single-Leben vor sich, sie muss sich zwischen den beiden Männern entscheiden ...

@ Lesley: Mit dieser Art und Weise kann ich auch absolut nichts anfangen. Ich bewundere sehr entfernte Bekannte von mir: Die leben zu dritt, haben vor zwei Jahren in einer eigenen Zeremonie ihre Hochzeit selbst gestaltet und voriges Jahr ein Kind gekriegt. Ich denke, in so einem Gefüge können sich Spannungen besser verteilen. Das mit der Eifersucht muss man halt hinkriegen Wink
Du meintest wahrscheinlich eher "offene" Beziehungsformen, wo man nicht aneinander klebt und auch die Trennung reibungslos und halbwegs schmerzfrei über die Bühne geht, oder?

@ Inertia: Wie meinst du es, dass dir allein das Zuhören schwer fallen würde?
Ich kanns zwar nicht nachvollziehen, aber ich nehme die Probleme dennoch ernst. Wenn mir mal so eine Uralt-Floskel unterkommt, ernte ich dafür höchstens ein mildes Lächeln Sad
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Prinzess
abgemeldet




Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 30.12.2013
Beiträge: 1477
BeitragVerfasst am: Mi Feb 11, 2015 5:35    Titel: Antworten mit Zitat

Lesley hat folgendes geschrieben:
Muss ganz ehrlich sagen, habe eine Abneigung gegen die Art und Weise, auf die die meisten Beziehungen in unserem Kulturkreis geführt und vor allem beendet werden. Erst liebt man jemanden und kann nichts ohne ihn machen, und dann hasst man ihn und sieht ihn nie wieder. Rolling Eyes


Allerdings. Allerdings. Allerdings!!!
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Windsurfhippie





Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 13.08.2005
Beiträge: 3234
Wohnort: NZ
BeitragVerfasst am: Mi Feb 11, 2015 6:36    Titel: Antworten mit Zitat

Tja, diese Liebesdinge sind ja auch wesentlich komplizierter als die String-Theorie!

Warum sich Beziehungsmenschen in nichts je einig sind, außer wenn dieses Aufeinander-Eingeschossensein mit denen abgeht, habe ich nie kapiert.

So einfach sagen, dass ich die Gefühle nicht nachvollziehen kann, ist nicht immer der beste Zug. Da wird dann abgelenkt und es kommen Fragen über Fragen dazu, warum ich das nicht könne, und dann würde es denen auch nicht helfen, vom Asperger Knall oder über Asexualität zu erzählen, zumal ich nicht will, dass Bekannte das erfahren.

Zuhören geht ja noch, aber beim Therapeuten kriegen die Leute eben bessere Ratschläge, weil die sowas beruflich bis zur Tausendleier hören, und alle Lösungsansätze schon im Cluster-Verfahren durchexerzieren können. Wink
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Sandkastenzorro
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BeitragVerfasst am: Mi Feb 11, 2015 7:17    Titel: Antworten mit Zitat

Meines Erachtens nach ist es vergebene Liebesmüh, den Berater zu spielen wenn jemand mit Beziehungsproblemen kommt. Diese Leute wollen im Grunde nichts ändern, die suchen nur Bestätigung und wollen jammern. Für wirkliche Gedankenansätze sind die gar nicht offen. Sobald du denen nicht nach dem Mund plapperst um sie zu bestätigen, wirste dann auch noch angemault, du seist beleidigend, trätest auf den Wunden rum und dergleichen.

Mit Verliebten kann man auch nicht gescheit reden. Die sind neurotisch, haben nen Tunnelblick, die Wahrnehmung ist total eingeengt - du könntest genauso gut versuchen, mit nem Besoffenen zu reden. Es ist einfach sinnlos.

Und dieses "erst kann ich ohne ihn nicht leben, hinterher ist er gestorben", das ist doch immer so. Auch für mich nicht nachvollziehbar und gerade diese Mentalität macht es verdammt schwer, die Beziehungsmenschen noch ernst zu nehmen weil man eh weiss "ach, der ach so wichtige Partner, ohne den du jetzt nicht mehr alleine atmen kannst, ist doch eh in ein paar Monaten völlig wegrationalisiert und der Teufel in Person".

Alles Drogentrips und mit Drogis kannste nicht gescheit reden.
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Margarita_02




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Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 14.07.2014
Beiträge: 633
Wohnort: Berlin & Ruhrpott
BeitragVerfasst am: Mi Feb 11, 2015 12:46    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn jemand mit einem Problem zu mir kommt, das mir so ganz fremd ist, dann versuche ich so ungefähr Folgendes:

- Offen sagen, dass ich selber das noch nie erlebt habe, anders empfinde und mich daher nur bedingt hineindenken kann.

- Versuchen, es trotzdem zu kapieren, indem ich Fragen stelle und es mir erklären lasse. Warum ist dies oder jenes so wichtig? Was versprichst du dir davon? Was befürchtest du da genau? usw. Ein Interesse daran, es zu verstehen, ist dafür natürlich Voraussetzung, aber das ist bei Dir, asba, ja gegeben. Das bringt den anderen in Erklärungsnot, und oft hilft alleine das ihm schon, seine Gedanken zu sortieren.

- Eigene Deutungen einbringen. Ich sage schon, wie das Verhalten der Beteiligten auf mich wirkt und wie ich es interpretieren würde. Manchmal haut man grob daneben, das ist dann aber auch nicht schlimm (der andere kann es ja richtigstellen), manchmal sieht man aber von außen auch klarer, oder es fallen einem Dinge auf, die der andere übersehen hat.

- Mit Ratschlägen zurückhaltend sein - die Leute müssen ihre Entscheidung eh selbst treffen. Beim Abwägen der verschiedenen Möglichkeiten und Konsequenzen kann man allerdings helfen.
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luna & titus
abgemeldet




Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 04.02.2014
Beiträge: 886
BeitragVerfasst am: Mi Feb 11, 2015 15:43    Titel: Antworten mit Zitat

Sandkastenzorro hat folgendes geschrieben:
Mit Verliebten kann man auch nicht gescheit reden. Die sind neurotisch, haben nen Tunnelblick, die Wahrnehmung ist total eingeengt - du könntest genauso gut versuchen, mit nem Besoffenen zu reden. Es ist einfach sinnlos.

Und dieses "erst kann ich ohne ihn nicht leben, hinterher ist er gestorben", das ist doch immer so. Auch für mich nicht nachvollziehbar und gerade diese Mentalität macht es verdammt schwer, die Beziehungsmenschen noch ernst zu nehmen weil man eh weiss "ach, der ach so wichtige Partner, ohne den du jetzt nicht mehr alleine atmen kannst, ist doch eh in ein paar Monaten völlig wegrationalisiert und der Teufel in Person".

Alles Drogentrips und mit Drogis kannste nicht gescheit reden.




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Hallo, das sehe ich genauso, aus dem Grund habe ich früher meine Freunde verloren. Ich wusste einfach nicht mehr, was ich zu ihren Problemen noch sagen sollte.
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