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Nehmt der Pippi doch nicht den Negerkönig!
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mario




Alter: 61
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 23.07.2006
Beiträge: 545
Wohnort: Niedersachsen
BeitragVerfasst am: Mi Okt 01, 2014 21:32    Titel: Antworten mit Zitat

Maz, es ist doch ganz selbstverständlich: Ziel einer statistischen Grundlage kann nicht die Diskriminierung einer Bevölkerungsgruppe sein, das sollte uns gerade aufgrund der Geschichte klar werden. Aber im Zusammenhang mit einem Problem die kritischen Merkmale innerhalb einer Gruppe sichtbar zu machen und nicht hinter sozialen oder sonstigen Umständen zu verschleiern, darauf hat die Gesellschaft einen Anspruch, meine ich.

Herr Doktor, habe Angst um Dich: Erregungszustände sind nicht nur schlecht für den Blutdruck, sondern führen auch, wie man erkennen kann, zu einer
Verschlechterung der Rechtschreibfähigkeit.

Dr. Schiwago schreibt:""" das du nicht verstehst, dass deine ansichten rassistisch sind, ist die grundvoraussetung für rassismus"""???

Also es gibt Menschen, die bestimmen, was Rassismus ist? Gehörst Du dazu? Wer sind die anderen? Ich gehöre nicht dazu, also muß ich akzeptieren, was ihr bestimmt?
Das, lieber Herr Doktor, nenne ich eine faschistische Diktatur!
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"mir kommt manchmal nichts beschwerlicher vor, als ich selbst sein zu dürfen"


Zuletzt bearbeitet von mario am Mi Okt 01, 2014 21:37, insgesamt einmal bearbeitet
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Maz
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Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14335
BeitragVerfasst am: Mi Okt 01, 2014 21:35    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Aber im Zusammenhang mit einem Problem die kritischen Merkmale innerhalb einer Gruppe sichtbar zu machen und nicht hinter sozialen oder sonstigen Umständen zu verschleiern


Die sozialen und sonstigen Umstände sind aber bei weitem der ausschlaggebendste Faktor. Oder welche Merkmale meinst du in dem Fall konkret?
_________________
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mario




Alter: 61
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 23.07.2006
Beiträge: 545
Wohnort: Niedersachsen
BeitragVerfasst am: Mi Okt 01, 2014 21:46    Titel: Antworten mit Zitat

Na ja bei Kriminalität beispielsweise werden oft die Umstände angeführt wie eben soziale Situation, Arbeitslosigkeit, Diskriminierung, aber ich meine, das muß natürlich berücksichtigt sein, kann aber nicht als Entschuldigung für
eine Straftat oder asoziales Verhalten zulasten anderer gelten.Der Schutz und die Hilfe für die Opfer muß ganz klaren Vorrang haben. Und in diesem Sinne sollten auch die Statistiken hilfreich sein.
_________________
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Dr.Schiwago
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Alter: 44
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 22.02.2011
Beiträge: 1329
Wohnort: Westfalen
BeitragVerfasst am: Mi Okt 01, 2014 21:48    Titel: Antworten mit Zitat

mario hat folgendes geschrieben:
Maz, es ist doch ganz selbstverständlich: Ziel einer statistischen Grundlage kann nicht die Diskriminierung einer Bevölkerungsgruppe sein, das sollte uns gerade aufgrund der Geschichte klar werden. Aber im Zusammenhang mit einem Problem die kritischen Merkmale innerhalb einer Gruppe sichtbar zu machen und nicht hinter sozialen oder sonstigen Umständen zu verschleiern, darauf hat die Gesellschaft einen Anspruch, meine ich.

Herr Doktor, habe Angst um Dich: Erregungszustände sind nicht nur schlecht für den Blutdruck, sondern führen auch, wie man erkennen kann, zu einer
Verschlechterung der Rechtschreibfähigkeit.

Dr. Schiwago schreibt:""" das du nicht verstehst, dass deine ansichten rassistisch sind, ist die grundvoraussetung für rassismus"""???

Also es gibt Menschen, die bestimmen, was Rassismus ist? Gehörst Du dazu? Wer sind die anderen? Ich gehöre nicht dazu, also muß ich akzeptieren, was ihr bestimmt?
Das, lieber Herr Doktor, nenne ich eine faschistische Diktatur!


selbst wenn 100% eines verbrechens von einer gruppe einer nationalität ausgeübt werden, dann kannst du nicht draus rückschlüsse auf andere menschen der selben nationalität machen.

beispiel gefällig?
100% der neonaziverbrechen in deutschland werden von deutschen verübt.
was sagt das über dich, als deutscher, aus?
was sagt das über mich als deutscher aus?
welche rückschlüsse dieser kritischen merkmal willst du daraus auf deutsche schliessen?
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wir sollten uns nicht vor unseren gefühlen fürchten, sondern zu ihnen stehen.

facility manager of "The great A-BDSM world group" Very Happy
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Maz
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Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14335
BeitragVerfasst am: Mi Okt 01, 2014 21:53    Titel: Antworten mit Zitat

@mario: Ja die Statistik wird dir dann z.B. empfehlen nicht Nachts in sozialen Brennpunkten unterwegs zu sein, weil dort das Risiko x-fach höher ist.
Wenn man gewaltbereite Personen von ihrem Verhalten abbringen will hilft nur eine Verbesserung der genannten Problemfaktoren. Vor allem die Bildung ist dafür auch ein äußerst wichtiger Faktor aber nicht falsch herum angehen Wink
http://www.youtube.com/watch?v=r_Pf7Lycm2E
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asba




Alter: 30
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 15.08.2014
Beiträge: 762
Wohnort: Österreich
BeitragVerfasst am: Mi Okt 01, 2014 22:10    Titel: Antworten mit Zitat

Zum ursprünglichen Thema: Ich halte es auch für Schwachsinn, dass man die Literatur anpasst. Der Zusammenhang macht die Beschimpfung aus, nicht das Wort an sich.

Manche Gruppen wehren sich sogar gegen diese sogenannten "politisch korrekten Bezeichnungen". Mein Papa hatte beruflich öfters mit Zigeunern zu tun und musste im Zuge dessen die Daten aufnehmen. Auf dem Formular gibt's zum Ankreuzen "fahrende ethnische Minderheit". Als das die Zigeuner erspäht haben, haben sie sofort gesagt "Nicht minder. Zigan!" Der eine hat sofort die Geldbörse rausgefischt und Familienfotos präsentiert - gefühlt 100 Jahre zurück. Dabei hat er stolz erklärt, dass alle seine Vorfahren "zigan" sind.
Was hat so ein Sesselpuper irgendwo in einem Büro für ein Recht, dem Zigeuner zu verbieten, sich selbst Zigeuner zu nennen? Und wenns diese Volksgruppe so will, dann darf & werde ich sie auch so nennen.


Zur Kriminalitätsstatistik würde ich gern die Flüchtlinge bzw. Asylanten heranziehen: Aus sicherer Quelle weiß ich, dass die Flüchtlinge, die wirklich arme Verfolgte sind, so schnell und reibungslos Asyl bekommen, dass sie quasi kaum die Koffer im Asylheim auspacken.
Diejenigen hingegen, bei denen das Verfahren Jahre dauert sind großteils Betrüger die sich einfach ein einfacheres Leben bei uns erhoffen. Wird das Verfahren abgelehnt, berufen sie mit Gründen wie "bei meinem Namen ist ein Buchstabe falsch, ich bin ja ganz wer anderer". Gut, man muss es auch dem Staat anlasten, dass er solche Gründe gelten lässt ;P
So und genau diese Gruppe ist verantwortlich für die Ausländerkriminalität*.

* Bitte nicht falsch verstehen, sie sind natürlich nicht allein verantwortlich dafür! Und nicht jeder Asylant, der gegen einen negativen Bescheid beruft, ist ein Verbrecher. Aber ein relativ großer Prozentsatz. Weil: Das Asylverfahren wird nicht ohne Grund abgelehnt ...
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Margarita_02




Alter: 37
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 14.07.2014
Beiträge: 633
Wohnort: Berlin & Ruhrpott
BeitragVerfasst am: Do Okt 02, 2014 1:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hm, da sich hier schon alle SO einig sind, juckt es einen fast in den Fingern, zu schreiben, dass der "Negerkönig" rauszensiert gehört ....

Nee, aber ich bin auch nicht dieser Meinung, und diese Art der political correctness ist natürlich ein Griff ins Klo. Literatur und historische Dokumente zu zensieren, ist falsch. Es ist schon komisch, zumal der (eben ergoogelte) Vorschlag "Südseekönig" nun auch wirklich nicht politisch korrekter ist - wenn man drüber nachdenkt, hat das was von Schmierenkomödie. Zumal es hier um Astrid Lindgren (!) geht.

Dennoch: Worte haben Macht und so. Wenn man heutzutage noch "Neger" sagt (weil einige User hier schrieben, dass sie das täten), muss man dafür schon gute Gründe haben. Das Wort wurde nun mal in den Kontexten kolonialer Weltbilder geprägt und gebraucht und wird inzwischen nicht ganz ohne Grund (!) beleidigend verstanden, hat einen riesengroßen Bedeutungshof usw., und ihr redet wohl auch nicht über schwule Freunde als "Schwuchtel", oder, auch wenns "nicht abwertend gemeint" wäre? Es ist natürlich eine Frage der Deutung und der Verwendung von Begriffen, trotzdem kann man bei der eigenen Deutung und Verwendung nicht leugnen, wie andere die Begriffe gedeutet und verwendet haben, man muss sich dazu positionieren. (Im privaten Sprachgebrauch einer Freundin und mir hat sich "Schlampe" als Kosename und Kompliment etabliert, aber dazu brauchts schon ein paar dialektische Ecken.)

Viele, die heutzutage "Neger" sagen, sagen das halt eher unreflektiert, und das Weltbild ist dazu passend. Andererseits ist mit politisch korrekten Begriffen auch keinem geholfen, sie werden oft genauso unreflektiert verwendet. Generell aber: Man muss schon darüber nachdenken, wie man was nennt und warum.
Dass das völlig egal ist, wie oben behauptet, kann ich nicht unterschreiben. Dazu glaube ich auch einfach zu sehr an die Macht der Sprache.

@ Forum Lurker: Ich hab sogar einen weißen Freund, der in Brasilien lebt und nur mit Schwarzen zu tun hat und auf den Formularen immer "negro" schreibt - weil das seine relative Position zu den anderen bestimmt. Muss man aber auch erst mal den Nerv dazu haben!

@ Asylrecht: Oh jemine. Ein Beamter von der Ausländerbehörde wird einem da freilich was anderes erzählen als jemand von ProAsyl, aber letzten Endes sind das halt immer Menschenschicksale, über die sich eine Behörde anmaßt zu entscheiden, und ihre Kriterien anzulegen, was "gerechtfertigt" ist und was nicht. Und das Ganze folgt auch politischen Richtlinien (nur so und so viele Asylanten darf es geben) und manche werden da begünstigt und andere nicht und so. Schwierig. Auch "Betrüger" ist Definitionsfrage.
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AH-Fan




Alter: 39
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 01.05.2006
Beiträge: 1664
BeitragVerfasst am: Do Okt 02, 2014 2:36    Titel: Antworten mit Zitat

BlinkyBill hat folgendes geschrieben:
Ich halte das auch für Übertrieben. Aber vielleicht denken wir halt "nur" so weil wir keine Neger sind.
Vielleicht denken Schwarzhäutige da anders drüber

Nee, die haben ja sogar Farbige (darf man das noch sagen? Wink) auch befragt und die finden das genauso daneben. Wink

Als ich ein kleines Kind war, haben wir immer mal liebe Bekannte in der Tschechei besucht und die Kinder von denen hatten ein Kuscheltier- eine recht große, braune Plüschpuppe (offensichtlich eben ein Neger), die mich sehr begeisterte. Und das war für mich immer das Negerlein, es war eben einfach ein farbiges Menschlein mit einem Ohrring im Ohr. Ich fand die Plüsch- Puppe so toll, dass ich sie am liebsten mitgenommen hätte. Very Happy Mit keiner Silbe wäre mir in den Kopf gekommen, dass "Neger" ein Schimpfwort ist und meinen Eltern auch nicht. Noch heute schwärme ich vom Negerlein. Very Happy Zu DDR- Zeiten hatten wir ja auch noch Negeküsse und Mohrenköpfe. Kein Mensch hat sich da aufgeregt.
Mir scheint, im Moment haben einige hier in der BRD zu viel Zeit. Rolling Eyes
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Kuschelmond




Alter: 27
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 17.11.2013
Beiträge: 33
BeitragVerfasst am: Do Okt 02, 2014 4:40    Titel: Antworten mit Zitat

Margarita_02 hat folgendes geschrieben:
Hm, da sich hier schon alle SO einig sind, juckt es einen fast in den Fingern, zu schreiben, dass der "Negerkönig" rauszensiert gehört ....

Nee, aber ich bin auch nicht dieser Meinung, und diese Art der political correctness ist natürlich ein Griff ins Klo. Literatur und historische Dokumente zu zensieren, ist falsch. Es ist schon komisch, zumal der (eben ergoogelte) Vorschlag "Südseekönig" nun auch wirklich nicht politisch korrekter ist - wenn man drüber nachdenkt, hat das was von Schmierenkomödie. Zumal es hier um Astrid Lindgren (!) geht.

Dennoch: Worte haben Macht und so. Wenn man heutzutage noch "Neger" sagt (weil einige User hier schrieben, dass sie das täten), muss man dafür schon gute Gründe haben. Das Wort wurde nun mal in den Kontexten kolonialer Weltbilder geprägt und gebraucht und wird inzwischen nicht ganz ohne Grund (!) beleidigend verstanden, hat einen riesengroßen Bedeutungshof usw., und ihr redet wohl auch nicht über schwule Freunde als "Schwuchtel", oder, auch wenns "nicht abwertend gemeint" wäre? Es ist natürlich eine Frage der Deutung und der Verwendung von Begriffen, trotzdem kann man bei der eigenen Deutung und Verwendung nicht leugnen, wie andere die Begriffe gedeutet und verwendet haben, man muss sich dazu positionieren. (Im privaten Sprachgebrauch einer Freundin und mir hat sich "Schlampe" als Kosename und Kompliment etabliert, aber dazu brauchts schon ein paar dialektische Ecken.)

Viele, die heutzutage "Neger" sagen, sagen das halt eher unreflektiert, und das Weltbild ist dazu passend. Andererseits ist mit politisch korrekten Begriffen auch keinem geholfen, sie werden oft genauso unreflektiert verwendet. Generell aber: Man muss schon darüber nachdenken, wie man was nennt und warum.
Dass das völlig egal ist, wie oben behauptet, kann ich nicht unterschreiben. Dazu glaube ich auch einfach zu sehr an die Macht der Sprache.

@ Forum Lurker: Ich hab sogar einen weißen Freund, der in Brasilien lebt und nur mit Schwarzen zu tun hat und auf den Formularen immer "negro" schreibt - weil das seine relative Position zu den anderen bestimmt. Muss man aber auch erst mal den Nerv dazu haben!

@ Asylrecht: Oh jemine. Ein Beamter von der Ausländerbehörde wird einem da freilich was anderes erzählen als jemand von ProAsyl, aber letzten Endes sind das halt immer Menschenschicksale, über die sich eine Behörde anmaßt zu entscheiden, und ihre Kriterien anzulegen, was "gerechtfertigt" ist und was nicht. Und das Ganze folgt auch politischen Richtlinien (nur so und so viele Asylanten darf es geben) und manche werden da begünstigt und andere nicht und so. Schwierig. Auch "Betrüger" ist Definitionsfrage.


Danke. Einfach Danke. Ich verfolge den Thread hier schon ein paar Tage, hatte aber nie die Energie etwas zu schreiben, und du bringst meine Gedanken fast auf den Punkt Smile

Und @Asylrecht... mich würde die Quelle einfach mal interessieren, ich sehe das nämlich doch etwas anders...
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Das Leben stellt uns nicht vor Aufgaben, die wir nicht bewältigen können.
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Dr.Schiwago
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Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 22.02.2011
Beiträge: 1329
Wohnort: Westfalen
BeitragVerfasst am: Do Okt 02, 2014 6:52    Titel: Antworten mit Zitat

Margarita_02 hat folgendes geschrieben:


Dennoch: Worte haben Macht und so. Wenn man heutzutage noch "Neger" sagt (weil einige User hier schrieben, dass sie das täten), muss man dafür schon gute Gründe haben. Das Wort wurde nun mal in den Kontexten kolonialer Weltbilder geprägt und gebraucht und wird inzwischen nicht ganz ohne Grund (!) beleidigend verstanden, hat einen riesengroßen Bedeutungshof usw., und ihr redet wohl auch nicht über schwule Freunde als "Schwuchtel", oder, auch wenns "nicht abwertend gemeint" wäre? Es ist natürlich eine Frage der Deutung und der Verwendung von Begriffen, trotzdem kann man bei der eigenen Deutung und Verwendung nicht leugnen, wie andere die Begriffe gedeutet und verwendet haben, man muss sich dazu positionieren. (Im privaten Sprachgebrauch einer Freundin und mir hat sich "Schlampe" als Kosename und Kompliment etabliert, aber dazu brauchts schon ein paar dialektische Ecken.)

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abgesehendavon,dass neger nicht zu meinem wortschatz gehört, habe ich garkeine probleme mit dem wort.
es ist ja ganz schön, wenn sich irgendjemand hinsetzt und sich worte überlegt, die man nicht mehr gebrauchen darf. jeder kann ja machen was er will. aber dann zu verlangen, dass andere dieses wort nicht mehr benutzen geht dann doch etwas zu weit.
allein die idee wörter in einer freien gesellschaft verbieten zu wollen ist schon schwer gestört. irgendein erwachsener mensch versucht anderern erwachsenen vorzuschreiben welche wörter sie benutzen.
was ist mit dem wort jude? türke? schwul( ausserdem das häufig benutze schimpfwort auf deutschen schulhöfen) punk, bänker, eingeborener, hund....usw usw
wörter verbieten hat was von hysterischer kindergartentante und ist eigentlich nur in diktaturen üblich.

und du selbst benutzt ja das wort "schwul" ohne weiter darüber nachzudenken. natürlich!
trotzdem ist das wort schwul dass beliebtest schompfwort unter jugendlichen.
das wort schwul müsste man eigentlich, aus der logik, verbieten.
ist natürlich quatsch! genauso ein unsinn ist es das wort neger zu streichen.
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Zuletzt bearbeitet von Dr.Schiwago am Do Okt 02, 2014 7:35, insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragVerfasst am: Do Okt 02, 2014 7:22    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn ich so darüber nachdenke, und morgens iss immer schlimm mit Nachdenken, dann wird wohl auch demnächst die berühmte Mundorgel zensiert und auch vergleichsweise junge Lieder von berühmten Leuten.

Mir geht da im Kopf rum: "Ein Zigeunerjunge, Zigeunerjunge, er spielte am Feuer Gitarre" - wer kennts? Es ist von Alexandra (die mit dem "Mein Freund der Baum ist tot") und wohl einer ihrer populärsten Hits. Was passiert damit? Weg damit ins Klo?
Tja, sorry, aber weder "Sinti und Romajunge" noch "Rotationseuropäerjunge" passen ins Versmaß und die gute Alexandra lebt schon lange nicht mehr um das Lied neu aufnehmen zu können. Wird das Lied jetzt von jeder Best-Of CD von Alexandra gelöscht? Eine Best-Of CD ohne den berühmtesten Song von ihr?

Und Alexandra ist noch nicht so lange her. In meiner "Grammophongedudel" Kiste hab ich einen Titel aus den 20ern namens "Der Neger hat sein Kind gebissen" - hier empfielt es sich dann wohl, einen öffentlichen Scheiterhaufen zu errichten, wo jeder, der diese Platte vererbt bekommen hat, sie ins Feuer werfen muss, damit diese Lieder "nie passiert" sind. Jetzt muss man diesen Scheiterhaufen nur noch "entartete Kunst" nennen und ich glaub, dann hat jeder ein Dejavu...
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BeitragVerfasst am: Do Okt 02, 2014 7:41    Titel: Antworten mit Zitat

"entartete kunst" ist genau das selbe.
und das ist ja grad der witz.
listen werden geschrieben, welche wörter nicht mehr benutzt werden dürfen, welche bücher nicht mehr gelesen werden dürfen, welche kunst schlecht ist.
die nazis waren damals genau so überzeugt von iherer sache, sie haben sich als die guten gefühlt.
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BeitragVerfasst am: Do Okt 02, 2014 7:48    Titel: Antworten mit Zitat

Nichts anderes hab ich gesagt ^^
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BeitragVerfasst am: Do Okt 02, 2014 10:55    Titel: Antworten mit Zitat

Es ist ein Risenunterschied ob "man" (wer auch immer "man" ist) zu jemand schwarzem Neger sagt oder ob in einem Buch das Wort Neger steht. Was würdet ihr sagen wenn ich jetzt via Wortzensurfunktion aus euren Negern hier Südseekönige mache damit ihr nicht dieses furchtbar gemeine Wort zu sehen bekommt und niemand bei zufälligem lesen der Seite durch Rassismus angesteckt wird? Kein Problem wenn ihr eurer Gewissen entlasten wollt gebt mir bescheid Wink

Oder vielleicht streichen wir politisch inkorrekte Wörter komplett aus dem Duden und aus Lexika, damit sie keiner mehr sehen muß.

Ich weiß noch in der Grundschule kam eines Tages ein Kind mit der Wortneuschöpfung "schwudol". Das fanden alle furchtbar lustig obwohl keiner kapiert hat was das eigentlich sein soll.
Meine Schwester hat als 2 Jährige mit einem seeligen lächeln auf dem Gesicht den italienischen Kellner "du blöde Sau" genannt.
Das kam aber nicht vom Vorlesen aus Büchern sondern von den Nachbarskindern, die ihr beigebracht hatten, daß man damit sehr viel Aufmerksamkeit erzeugen kann. Trotzdem ist sie mittlerweile im Stande diesen Begriff nicht mehr zu verwenden...

Und mal ehrlich, wenn "ein Schwarzer" es nicht ertragen kann von einem Kleinkind mit dem Wort "Neger" bezeichnet zu werden, weil es dieses Wort nachplappert, dann kann man denjenigen wohl auch nicht mehr retten.
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