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Maz
ADMod Team



Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14335
BeitragVerfasst am: Sa Okt 04, 2014 12:03    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

oder verzichte auf Baumwolle, Kaffee, Kakao, südländische Früchte und andere außerhalb von Europa produzierte Waren


Dann verhungern die Leute aber direkt. Die einzige echte Option ist die Gewinne der Unternehmen zu sozialisieren und dort in sinnvolle strukturelle Projekte anzulegen. Notfalls mit Enteignung der Unternehmen. Das ginge aber nur über (weltweite) Gesetze, denn ein "bitte kauft den Kaffee der 3 mal so teuer ist (obwohl der normale Kaffee schon mit 50% besteuert wird) damit wir den Leuten ein Klohäuschen hinstellen können" funktioniert nunmal nicht.
Man darf allerdings auch nicht vergessen, daß Länder wo einem die Sonne erbarmungslos auf den Schädel brennt und die größten Teile aus Wüste bestehen leider Gottes nunmal auch nicht das Potential haben so viele Menschen auf einem hohen Niveau zu versorgen.
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Zuletzt bearbeitet von Maz am Sa Okt 04, 2014 12:11, insgesamt einmal bearbeitet
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Lady Parrot
ADMod Team



Alter: 26
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 12.09.2013
Beiträge: 1260
BeitragVerfasst am: Sa Okt 04, 2014 12:09    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke nicht, dass die Leute dort verhungern würden, wenn sie das Zeug, was sie anbauen, selber essen könnten. (Gilt natürlich nicht für Baumwolle.) Es könnte sich unter Umständen eine funktionierendes, wenn auch einfaches Wirtschaftssystem in diesen Ländern entwickeln.
Zitat:
Dann verhungern die Leute aber direkt.

Tun sie doch auch so schon. Etwa tausend Menschen jede Stunde.
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Chi ha paura muore ogni giorno, chi non ha paura muore una volta sola. (Paolo Borsellino)
Wer Angst hat stirbt jeden Tag, wer keine Angst hat stirbt nur einmal.
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Maz
ADMod Team



Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14335
BeitragVerfasst am: Sa Okt 04, 2014 12:24    Titel: Antworten mit Zitat

Das Problem ist aber auch, daß an Stellen wo Kaffee oder Bananen wachsen nicht unbedingt auch Getreide, Gemüse usw. angebaut werden können.
Dazu kommen dann noch diverse Naturkatastrophen. Die Hungersnöte und Seuchen haben in Afrika oder China jedenfalls "Tradition" und sind keine Folge des Kapitalismus sondern der Umwelt. Uns fällt nur in der globalisierten Welt der Unterschied plötzlich viel stärker auf. Darüber hinaus steigt auch dort natürlich das Anspruchsniveau, die Leute wollen ja auch moderne Technik oder sonstige Konsumgüter haben. Und dafür muß man wiederum Geld verdienen was nicht anders zu Regeln ist als über internationalen Handel und dort wiederum wird der Preis dann vom Angebot diktiert. Und wenn die Tomaten aus dem Gewächshaus in Europa 100 mal günstiger sind kann man sie eben nicht mehr verkaufen und muß mit dem Handeln was dort nachgefragt wird. Abschaffen könnte man allerdings jedwede Form von Finanzspekulation mit Nahrungsmitteln.
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noli me tangere




Alter: 58
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 01.03.2013
Beiträge: 136
BeitragVerfasst am: Sa Okt 04, 2014 12:37    Titel: Antworten mit Zitat

Lady Parrot hat folgendes geschrieben:

@Wirtschaftsflüchlinge und Trümmerfrauen: Offenbar wissen hier einige Leute nicht, dass wir lieben Europäer jene afrikanischen Länder, aus denen die Wirtschaftsflüchtlinge kommen (die übrigens auch keine Chance auf Asyl haben), systematisch ausbeuten. Bzw. europäische/westliche Unternehmen organisieren das. Wer hier so großspurig daher redet, der kaufe bitte in Zukunft ausschließlich Fairtrade zertifiziert ein oder verzichte auf Baumwolle, Kaffee, Kakao, südländische Früchte und andere außerhalb von Europa produzierte Waren, dann gibt es vielleicht eine Chance, dass in Zukunft das eine oder ander Land auf eigenen Beinen stehen kann.


Die Wirtschaft in diesen Ländern wird teilweise auch durch auf den dortigen Markt geworfene Klamotten aus hiesigen Altkleiderdammlungen, sowie durch aus Europa stammende Billig - Fleischprodukte zumindest negativ beeinflusst; die Preise für die Importwaren sind so niedrig, dass sich Eigenproduktion nicht lohnt, da nicht konkurrenzfähig.



Und weil es hier in einigen Postings so gut bürgerlich riecht:

Soja aus Südamerika ==> Regenwald gerodet
Megaschlachthöfe in Europa + subventionierte Landwirtschaft ==> billige Filet-Stücke für den europ. Markt
Fleisch, das nicht gut genug ist für den europ. Verbraucher wird nach Afrika exportiert ==> Landwirtschaft/Viehzucht in diesen Ländern lohnt sich nicht


Erst kommt das Fressen, dann die Moral.
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Here come greetings from the fires of dusk, from all the thoughts you never dare to think, from all the choices you never dare to make - just a postcard from ground level and below.
(Thomas Feiner)
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Lady Parrot
ADMod Team



Alter: 26
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 12.09.2013
Beiträge: 1260
BeitragVerfasst am: Sa Okt 04, 2014 12:42    Titel: Antworten mit Zitat

Man muss ja nicht unbedingt Monsanto-Getreide anbauen, die Leute hätten schon traditionelle Nutzpflanzen (gehabt), die man anbauen könnte (oder hätte können).
Natürlich kann gar nichts abschaffen. Es funktioniert einfach so, und die Welt dreht sich numal auf diese Weise. Mir geht hier nur diese schiere Aroganz auf den Keks, von wegen, "die sollen sich ihr Land selber aufbauen". Ja wie denn? Alles, was von Wert ist, wird so schnell wie nur möglich von "zivilisierten"Völkern in Sicherheit gebracht.
http://afriwhere.de/assets/images/wirtschaft/wirtschaft-bodenschaetze-afrika-0.jpg
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Minimalist




Alter: 42
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 29.09.2014
Beiträge: 103
BeitragVerfasst am: Sa Okt 04, 2014 13:01    Titel: Antworten mit Zitat

peak hat folgendes geschrieben:
Minimalist hat folgendes geschrieben:
Vor allem Statistiken die von deutschen Behörden erhoben werden.

Mag sein, dass du die nicht gut findest.


Naja, es geht ja nicht darum ob ich Statistiken gut oder schlecht finde. Mich interessiert ob die Wirklichkeit annähernd wiedergegeben wird.

Wir haben laut Arbeitslosenstatistik zum Beispiel 2,8 Millionen Erwerbslose. Es sind aber in der Tat über 5 Millionen. Denn eine Frau die 15 Stunden in der Woche Büroräume putzt und ergänzend ALG II bekommt, ist quasi arbeitslos. Weil sie von ihrem erbärmlichen Job nicht eigenständig überleben kann. Und das betrifft über eine Millionen Menschen in Deutschland, die nicht zu den 2,8 Millionen offiziellen Arbeitslosen gehören. Und Menschen die in Maßnahmen gesteckt werden, oder die einen Vermittlungsgutschein ausgestellt bekommen für private Kopfgeldjäger, gelten auch nicht als Arbeitslos. Und wenn du über 58 bist tauchst du in der Statistik auch nicht auf.

Das deutsche Jobwunder ist ein Niedriglohnwunder. Und wenn man mich nach meiner Meinung fragt, dann gehört zum Beispiel die Zeitarbeit komplett verboten, und ein Mindestlohn von 10 Euro eingeführt. Ohne wenn und ohne aber. Mir braucht keiner kommen mit "ja aber, ja aber, ja aber...". Nix aber. Ein Unternehmen das nicht in der Lage ist seine Mitarbeiter anständig zu bezahlen, und das einen Teil seiner Belegschaft durch Leihsklaven ersetzt, kann zugrunde gehen. Was ich in den letzten 16 Jahren alles erlebt habe, das ist mehr als ein Armutszeugnis für ein Land wie Deutschland. Es ist an menschlicher und kapitalistischer Perversion und Abartigkeiten kaum noch zu überbieten.

Wir werden langfristig in Deutschland eine ähnliche Gesellschaft bekommen wie in den USA: eine ruinierte Mittelschicht die sich den Allerwertesten wund arbeiten darf, um so gerade eben existieren zu können. Eine wachsende Unterschicht (man muss nur durch die "Perlen" des Ruhrgebietes fahren, abseits der Innenstädte...). Und die Reichen ziehen sich in ihre Viertel zurück. Neuerdings werden auch schon Wände um gewisse Viertel gezogen wie an Autobahnen, damit man nicht die Kindergeräusche von in der Nähe liegenden Kindergärten und Schulen hören muss. Denn wer Kinder hat, und wenn Mutti auch noch zuhause ist und sich um die Kinder kümmert, der ist ja asozial. Und von der völlig irrationalen Einwanderungspolitik der rot-grünen Utopisten fange ich erst gar nicht. Nur soviel: es gibt in Deutschland keinen Fachkräftemangel.

Eurostat ist übrigens eine klassische EU-Behörde.

peak hat folgendes geschrieben:
Minimalist hat folgendes geschrieben:

Was natürlich absoluter Unfug ist wenn man sich die Zahlen anguckt


Moment. Wenn Statistiken alle böse und gefälscht sind, woher stammen deine Zahlen?


Von Wirtschaftswissenschaftlern und Finanzexperten. Aber dazu muss man in die Bücherei gehen. Das gibts weder im Netz, und in den Medien wird daraus erst recht nichts zitiert. Deswegen lesen die meisten Leute das auch nicht. Alles was nicht in der Zeitung steht oder nicht mal eben schnell von Google ausgespuckt wird verschlingt ja zuviel Zeit. Ist aber auch verständlich wenn man den ganzen Tag buckeln geht, dass man sich dann nicht auch noch mit sowas wirklich ernsthaft beschäftigen kann.

peak hat folgendes geschrieben:
Übrigens bin ich, wie viele andere, grundsätzlich kritisch gegenüber Statistiken, Studien, Erhebungen etc.,
natürlich gibts da wahnsinnig häufig Pfusch.
Ich finds bspw. traurig, wie die Tagesschau seit Jahren konsequent geschönigte Arbeitslosenzahlen veröffentlicht.
Aber was ist dein Gegenvorschlag? Alle verzichten jetzt auf jegliche Erhebungen?
Dann kannst du ua. ab morgen alle hiesigen Universitäten zumachen...


Es gibt Unis die Studien und Einschätzungen veröffentlichen die eben nicht der EU-und Euro-Propaganda entsprechen. Der Export würde zum Beispiel kaum nennenswert einbrechen wenn Deutschland keinen Euro mehr hätte oder wenn die Währungsunion refomiert werden würde. Und die Arbeitslosigkeit würde auch nicht drastisch ansteigen. Das ist alles dummes Zeug, um den Leuten Angst zu machen und einzureden wen und was sie zu wählen haben.

Merkels "Scheitert der Euro dann scheitert Europa" Geschwurbel ist nichts weiter als dümmliche Volklore, für untersetzte Leute ü50 die BILD oder Die Welt lesen und am CDU oder auch SPD Stand Bier trinken, Wurst essen, und Mutti oder Andrea Nahels und Konsorten auf dem Podest beim absondern von leeren Methansprechblasen aufgeregt in die Hände klatschen.

peak hat folgendes geschrieben:
Was passiert, wenn man, wie du es für richtig hältst, andere Länder einfach mal machen lässt und bei Greueltaten wegsieht, hat ausgerechnet Deutschland gezeigt. Als jemand meinte einfach mal Europa terrorisieren zu müssen, einen Massenmord zu veranstalten.
Bin froh, dass -wenn auch zu spät- die Alliierten nicht weggesehen haben und eingriffen.


Du meinst das Deutsche Reich. Damit habe weder ich, noch du, noch sonst jemand etwas am Hut. Das Deutsche Reich existiert nicht mehr. Und die politische Umgebung von damals in Europa existiert auch nicht mehr.

Kein Land bedroht uns derzeit. Und es gibt auch keine Gründe dass wir uns in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten einmischen müssten.

Nicht einmal in die Ukraine. Wenn man in Washington meint man müsse mittels CIA - als Nichtregierungsorganisationen getarnt - die Orange Revolution und die Proteste auf dem Maidan finanzieren und ermöglichen, um die Ukraine politisch zu destabilisieren um sie in Richtung NATO zu lenken, dann ist es nicht unsere Aufgabe das Spielchen mit zu spielen (das gleiche haben die USA auch schon in Weißrussland versucht). Auch nicht wenn Frau Nuland auf dem Maidan Brötchen verteilt und stolz verkündet dass die USA schon 5 Milliarden USD in die "Demokratisierung" der Ukraine investiert haben.

Ähnliches Spielchen in Afghanistan und im Irak. Diese Länder haben uns nicht im Entferntesten in irgend einer Form bedroht. Die Anschläge des 11. September 2001 gingen auf das Konto von Saudis, und nicht von Afghanen. Und im Irak gab es keine Massenvernichtungswaffen. Diese Kriege waren vollkommen irrational und bauten auf Lügen auf. Mit "unsere Sicherheit wird auch am Hindukusch verteidigt" hat das alles nichts zu tun. Die IS - leider ein Produkt US amerikanischer Außenpolitik. Das hat sogar jüngst Ulrich Kienzle wortwörtlich so gesagt. Und das ist nun wahrlich kein Spinner.

Wenn man weiß wer gut und wer böse ist; und wir Europäer sind zusammen mit den USA natürlich immer die Guten; dann hat der Tag im Westen zwar Struktur. Aber das ist nicht meine Struktur. Denn wenn es derzeit eine Bedrohnung für die politische Stabilität und Sicherheit gibt, dann sitzt sie in Washington und teilweise leider auch in Brüssel. Aber nicht in Lehmhütten in Afghanistan oder im Irak, oder im "bösen" Kreml in Moskau.
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Minimalist




Alter: 42
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 29.09.2014
Beiträge: 103
BeitragVerfasst am: Sa Okt 04, 2014 13:37    Titel: Antworten mit Zitat

Forum Lurker hat folgendes geschrieben:
aber versuch mal Mercedes am Abwandern zu hindern, oder die Fußball-Millionäre dazu zu bringen Steuern zu zahlen.
Das ist nicht so einfach, kann man aber Asylbewerbern nicht anlasten, oder sprechen wir von unterschiedlichen "Wirtschaftsflüchtlingen"?


Stimmt. Wir leben ja schließlich in einem Rechtsstaat. Und in der "freien" oder "sozialen" Marktwirtschaft, in der sich Bürger und Politiker alles gefallen zu lassen haben und sich auf der Nase herumzutanzen lassen haben.

In Russland ist das zum Beispiel ein bischen anders. Aber wenn dort ein Politiker oder Manager für seine krummen Dinger zur Rechenschaft gezogen wird, dann wird das bei uns im Westen als politisch motivierter Schauprozess abgetan. Wäre ja auch undenkbar dass sowas bei uns Schule macht. Denn dann würden sich die Reihen bei CDU/CSU und SPD lichten. Gut, der Fall Chodorkowski wurde lange Zeit nicht als politisch motiviert bewertet in der EU. Das hat man dann erst mal eben umbewertet, seitdem sich Russland die Frechheiten der NATO-Osterweiterungen nicht mehr gefallen lassen hat als es dann auch an die Krim ging.

Für sowas fehlt unserer politischen Klasse leider die Eier (man will ja schließlich nach dem Bundestag noch in die freie Wirtschaft, abkassieren):

http://www.youtube.com/watch?v=Z7C63CsqfVI
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Maz
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Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
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Beiträge: 14335
BeitragVerfasst am: Sa Okt 04, 2014 13:39    Titel: Antworten mit Zitat

Naja ich glaube eher weniger, daß Putin unseren Ex-Bundeskanzler für irgendwas zur Rechenschaft ziehen wird. Diktatoren sägen sich generell nicht selbst ab sobald sie gegen ihre eigenen Spielregeln verstoßen Wink
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Minimalist




Alter: 42
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 29.09.2014
Beiträge: 103
BeitragVerfasst am: Sa Okt 04, 2014 14:10    Titel: Antworten mit Zitat

Maz hat folgendes geschrieben:
Naja ich glaube eher weniger, daß Putin unseren Ex-Bundeskanzler für irgendwas zur Rechenschaft ziehen wird. Diktatoren sägen sich generell nicht selbst ab sobald sie gegen ihre eigenen Spielregeln verstoßen Wink


Für was sollte man Schröder auch zur Rechenschaft ziehen?

Ich bin kein Freund der SPD und ich mag auch Schröder von seiner Art und Ausstrahlung her nicht. Aber ich finde es trotzdem gut dass er den USA klare Kante gezeigt hat (auch wenn es mit zum Wahlkampf gehörte).

Und mit Russland Geschäfte zu machen finde ich auch nicht verwerflich. Eher im Gegenteil. Russland wäre ein guter und zuverlässiger Partner, wenn die USA außenpolitisch nicht Keile treiben würde. Wie z. B. mit der NATO-Osterweitertung. Aber man hat in Berlin und Brüssel leider immer noch nichts kapiert. Man lässt sich immer noch lieber an die Leine Washingtons legen. Die USA würden auch nicht im Ansatz zuschauen wenn Europa mit Russland stabile Bündnissse eingeht Wink Denn Russland - da sind die Bösen. Alles was im Osten und undemokratrisch ist, das ist und bleibt böse und das gilt es zu verteufeln.

Was Diktaturen angeht: es gibt gute und schlechte Diktaturen...

http://www.youtube.com/watch?v=666ZNHwgVNY

Laughing Tja, selbst die Ösis haben mehr Humor als die Deutschen.

Putin? Das geht ja mal gar nicht. Wir verleihen lieber mal Friedensnobelpreise an Staatsoberhäupter in deren Land offiziell gefoltert wird, und die auf Lügen basierende und völkerrechtswidrige Angriffskrige führen...

Ich weiß übrigens auch nicht ob zum Beispiel 16 Jahre Kohl, oder Mutti bis in scheinbar alle Ewigkeiten, demokratisch gewählt in einer parlamentarischen Parteiendiktatur (in der alle 4 Jahre nur die Koalitionen neu gemischt werden) besser ist als jemand wie Putin Razz
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Maz
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Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14335
BeitragVerfasst am: Sa Okt 04, 2014 14:14    Titel: Antworten mit Zitat

Ich meinte nur weil Schröder ja ein bekennender "Putin-Freund" ist. Ohne jetzt durchzugehen was er da möglicher Weise alles für Deals eingefädelt haben könnte, aber siehe z.B: http://www.zeit.de/online/2005/50/Schroeder_Gasprom
wird Putin seine Spielregeln jedenfalls nur bei seinen Feinden und nicht bei seinen Freunden anwenden. Und wer Feind und Freund ist definiert sich dort so weit ich im Bilde bin im wesentlichen über die "Regierungstreue" in Abhängigkeit vom wirtschaftlichen Einfluss.

Zitat:

Die USA würden auch nicht im Ansatz zuschauen wenn Europa mit Russland stabile Bündnissse eingeht


Auf wirtschaftlicher Ebene bestimmt nicht. Aber militärisch werden sie da nicht eingreifen sonst fliegen ihnen am Ende noch die Atombomben um die Ohren. Die USA werfen nur noch Bomben auf diejenigen, die garantiert nicht zurückschiessen können. Also im Zweifelsfall noch eher auf uns als auf Putin Wink
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Maxi




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Anmeldungsdatum: 18.07.2005
Beiträge: 3129
BeitragVerfasst am: Sa Okt 04, 2014 14:29    Titel: Antworten mit Zitat

Maz hat folgendes geschrieben:
Die USA werfen nur noch Bomben auf diejenigen, die garantiert nicht zurückschiessen können. Also im Zweifelsfall noch eher auf uns als auf Putin Wink
Joa, sonst könnte der kleine Kim-Jong-Un ja auf komische Gedanken kommen und mit seinen Spielzeugpanzern auf der Weltkarte rumbrummen ... und die Militärführer interpretieren das dann als Angriffsbefehl falsch. kichern

Minimalist hat folgendes geschrieben:
Wenn man weiß wer gut und wer böse ist; (...) dann hat der Tag (...) Struktur.
Ah, da kennt jemand Voker Pispers. cool
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sex doof
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mario




Alter: 61
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Anmeldungsdatum: 23.07.2006
Beiträge: 545
Wohnort: Niedersachsen
BeitragVerfasst am: So Okt 05, 2014 16:44    Titel: Antworten mit Zitat

Bitte hackt nicht so auf dem kleinen Kim herum. Er leidet sehr unter seinem unbewältigten Vater-Sohn Konflikt. Da ist nicht Empörung gefragt, sondern viel Liebe und Verständnis.

http://www.welt.de/satire/article115041618/UN-bestaetigen-Kim-Jong-un-voll-boese-zu-sein.html
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"mir kommt manchmal nichts beschwerlicher vor, als ich selbst sein zu dürfen"
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peak




Alter: 30
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 18.07.2014
Beiträge: 17
Wohnort: Gütersloh
BeitragVerfasst am: Do Nov 06, 2014 3:20    Titel: Antworten mit Zitat

Minimalist hat folgendes geschrieben:
Wir haben laut Arbeitslosenstatistik zum Beispiel 2,8 Millionen Erwerbslose. Es sind aber in der Tat über 5 Millionen.

Habe doch bereits erwähnt, dass diese Statistik arg geschönigt ist, und ich das sehr traurig finde. Macht ein ALG2-Empfänger bspw. gerade ein simples Bewerbungstraining, fällt er nicht mehr in die regelmäßig z.B. in der Tagesschau genannte Arbeitslosenzahl. Um das zu wissen braucht man kein Genie zu sein. Was die Abneigung gegen solche Herangehensweisen angeht, sind wir uns einig.

peak hat folgendes geschrieben:

Von Wirtschaftswissenschaftlern und Finanzexperten. Aber dazu muss man in die Bücherei gehen.

Du machst es dir sehr einfach. Behauptest, deine Quellen sein besser, aber nennst keine.
Vor allem: Ich will mit dir gar kein Duell darum führen, wer mehr Ahnung hat.
Ich habe nur äußerst simple(!) Fakten genannt bzgl. der Situation von Einwanderern.
Was ich weiterhin angeführt habe ist meine persönliche Meinung:
Geburt ist kein Verdienst, und wir beide hatten das Glück in einem sicheren Land geboren worden zu sein.
Ich kann es nicht verstehen, wie man es Menschen verübeln kann, die bspw. vor den scheußlichen Verbrechen des IS versuchen, nach Europa zu flüchten.
Kein Mensch ist illegal!
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Kristin




Alter: 26
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 08.07.2014
Beiträge: 28
Wohnort: Oberfranken
BeitragVerfasst am: Fr Jan 09, 2015 19:17    Titel: Antworten mit Zitat

Um nochmal auf das eigentliche Thema zurückzukommen: Natürlich können politisch inkorrekte Begriffe aus der mündlichen Gesellschaft verbannt werden. Aber die können doch nicht ernsthaft ein literarisches Original verfälschen, nur damit es politisch korrekt ist! Da könnte man ja genauso gut alle Märchen verbieten wollen, weil sie für Kinder zu brutal sind. Das ist das gleiche Prinzip. Außerdem lässt die Verwendung bestimmter Begrifflichkeiten, die irgendwann tabuisiert wurden, Rückschlüsse auf das Entstehungsjahr und die Gesellschaft zu. Wenn schriftliche Quellen verloren gehen oder niemanden mehr interessieren, ist das eine Sache. Doch wenn die Gesellschaft anfängt, Originale zu ihren Gunsten zu verfälschen, finde ich das inakzeptabel.
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I'd rather be hated for who I am than loved for who I'm not.
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Wassilissa




Alter: 33
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 24.07.2011
Beiträge: 50
Wohnort: Hessen
BeitragVerfasst am: Sa Jan 10, 2015 20:03    Titel: Antworten mit Zitat

Bei all meiner persönlichen Abscheu gegen die ganze Political Correctness, beim Begriff "Zigeunerschnitzel" kann ich die Umbenennung ziemlich gut verstehen. Unbedarfte Gemüter könnten sonst auf die Idee kommen, dass in deutschen Gastronomiebetrieben Menschen zu Hackfleisch bzw. Schnitzel verarbeitet werden. Laughing
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