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Ist eine Kindheitsprägung vielleicht ?
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seehündin




Alter: 65
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 19.01.2016
Beiträge: 94
Wohnort: Eutin
BeitragVerfasst am: Di Feb 02, 2016 21:29    Titel: Antworten mit Zitat

Für mich ist es gut vorstellbar, dass eine epigenetische Prägung durch Missbrauch, sei dieser sozial, verbal und/oder körperlich erfahren entstanden ist. Einen psychischen und seelischen Abdruck hat er hinterlassen und zu einer Orientierung geführt...die gesellschaftlich und/oder sozial verstärkt wurde. Eineige Gesetzmäßigkeiten aus der Psychologie würden einen solchen Prozess sicherlich untermauern...als Neuling hier müsste ich und werde ich auch mich auf die Suche nahc Literatur begeben...
Doch mich würde ferner genauso interessieren, ob, wenn die epigenetische Prägung in einer und gar zwei Generationen vor mir so stark war, dass ich daher nie die Chance hatte, sex zu genießen?
Und ich daher gelitten hatte weil die genauen Begebenheiten, die dann epigenetisch in der Vergangenheit zu genetische prädispositionen geführt hatten, nicht bekannt, bewusst, und/oder enttabuisiert waren, sodass dieses Themenbereich zu der Themensammlung einer (scheinbar) aufgeklärten fortschrittliche-liberalen Familie nicht gehörte bzw... nicht gehören konnte
Und von daher es wichtig wäre sich in der Familie zu outen damit meine Enkelkinder die Chance hätten, das gesamte Spektrum der bislang bekannten Variationen Taufregister zu erforschen?
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luna & titus
abgemeldet




Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 04.02.2014
Beiträge: 886
BeitragVerfasst am: Do Feb 04, 2016 14:14    Titel: Antworten mit Zitat

seehündin hat folgendes geschrieben:
Für mich ist es gut vorstellbar, dass eine epigenetische Prägung durch Missbrauch, sei dieser sozial, verbal und/oder körperlich erfahren entstanden ist. Einen psychischen und seelischen Abdruck hat er hinterlassen und zu einer Orientierung geführt...


Meinst du das so, dass die Eltern bzw. ein Elternteil des Asexuellen einen Missbrauch erfahren hat und das Kind das innerlich irgendwie speichert und deshalb asexuell wird ?
_________________
Individualismus anerkennen und respektieren !
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seehündin




Alter: 65
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 19.01.2016
Beiträge: 94
Wohnort: Eutin
BeitragVerfasst am: Sa Feb 06, 2016 11:17    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, so in etwa. Oder jemand war homosexuell oder lesbisch und erkannte es nicht oder könnte es nicht zulassen und so wurde sexuelle Lust unterdrückt....muss noch einiges hierzu nachlesen und darüber nachdenken.

Eigentlich habe ich eher das Gefühl, das es stärkere oder weniger starke sexuelle Phasen oder Zeiten im Leben gibt und die Präferenz zu mastubieren statt tiefe emotionale Empfindungen körperlich auch noch zu zementieren auch mal positiv betrachtet werden könnten....
Mehr beim weiteren nachdenken und/oder Anregungen aus dem Forum...
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Zomik




Alter: 56
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 09.03.2016
Beiträge: 101
Wohnort: Berlin
BeitragVerfasst am: Mi März 16, 2016 20:53    Titel: Antworten mit Zitat

Ja Hallo, ihr wälzt ja gewichtige Themen.
Da möchte ich doch gern auch was dazu beitragen.
Grundsätzlich ist Missbrauch ein Auslöser für sexuelle Störungen, wobei es egal ist in welcher Form der Missbrauch statt gefunden hat, da jeder diesen individuell erfährt und bewältigt. In welcher Form und mit welchen Ergebnis auch immer.
Inwieweit hier eine zusätzliche epigenetische Prägung eine Rolle spielt, kann schlicht niemand beantworten, den dazu liegen (noch) keine Studien vor und dieser doch relativ neue Bereich in der Biologie steckt noch in den Kinderschuhen.
Persönlich bin ich der Meinung, das in die Epigenetik doch sehr viel esoterische Hoffnung impliziert wird - ist ja auch zu verlockend. Die Weitergabe einer Informationen die genetisch nicht nachweisbar ist, aber dennoch in der nächsten Generation existiert.

Wenn man unter seiner Vergangenheit und zusätzlich Veranlagung leidet, bleibt nur die Auseinandersetzung mit sich selbst. Ohne Hilfe von Außen ist dies kaum zu bewältigen und in der Regel ist das ein sehr langer und schmerzvoller Prozeß.
Sich mit dem anlesen wissenschaftlicher Fachliteratur zu behelfen, die man sowieso nur Lückenhaft versteht - es sei den man ist Biologe o.ä. - hilft da nicht wirklich, sondern bestätigt nur was man von vornherein annimmt und zu finden hofft. Eine bekannte Falle in der Wissenschaft.
Dieses Forum wimmelt von Leuten die von sich selbst dachten, das sie krank sind und so haben sie Hilfe bei eben den Fachleuten gesucht, die diese Krankheit behandeln. Geholfen hat das nur eine Zeitlang, dann war das Problem wieder da. Asexualität ist in der "Fachwelt" auch heute noch umstritten. Ich treffe mich hin und wieder mit einer Psychologin und sie meinte, das Asexualität unter Psychologen als zu behandelnde Störung gilt. Mir gab sie den Tipp, das wenn ich so wirklich glücklich bin, es zu leben und nicht weiter nach Erklärungen zu suchen

Boah, voll der Salm! So bin ich halt und ich sag euch das deshalb, weil ich auch lange gelitten hab. Letztlich hat mir nur geholfen mich so zu lieben wie ich verdammt nunmal bin und die Vergangenheit dort zu lassen wo sie hingehört - in die Vergangenheit.
Heute bin ich glücklich und mir ist pupegal was die Familie usw. meint oder andere denken.
Hilfreich? Wer weiß.
Gruß


Zuletzt bearbeitet von Zomik am Mi März 16, 2016 22:00, insgesamt einmal bearbeitet
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seehündin




Alter: 65
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 19.01.2016
Beiträge: 94
Wohnort: Eutin
BeitragVerfasst am: Mi März 16, 2016 21:46    Titel: Antworten mit Zitat

Schön, dass du du Interesse darn hat, zomik , diese Diskussion aufzugreifen.
Ich gebe dir recht, zumindest dahingehend, dass die Epigenetik eine Lösung darstellt, den Wunsch, soziale Prägung genetisch aufgenommen zu wissen, wohl darstellt. Die Frage ist aus meiner Sicht, was lässt sich nachweisen mit den bisherigen wissenschaftlichen Apparatus....und welchen Bio-chemischen und physikalischen und neurologischen Auswirkungen auf Genen haben denn emotionale und soziale Befindlichkeiten? Und, wer hätte den Wunsch, dass solche Fragen weiterhin in der esoterischen Ecken blieben.
Keiner zweifelt daran, dass Körper- Psyche - Geist eienen Zusammenhnag bildet. Und für den Alltag reicht es hier achtsam und fürsorgend zu sein; wenn wir dahin kämen..ginge es vielen schon viel besser.
Eine gute Kindheitsprägung wäre aus meiner Sicht das bewusste Erlauben von und die aktive Förderung von genau diesen beiden Dingen.
wir haben doch Das Herz zum fühlen, den Verstand zum nachdenken und den Körper, dem diese Prozesse innewohnen und der diese dann verkraften muss....
Die Frage, wie, wann, wie intensiv, ob überhaupt mensch ich mit der Vergangenheit beschäftigt ist eine Frage der eigenen Bedürfnissen und Sichtweisen hierzu....mir hat es sehr gut getan genu hinzu schauen wie meine Vergangenheiten mich prägte und half mir dann im hier und jetzt zu sein...mit Ausblick au f all das was noch kommt.
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GeorgeT




Alter: 80
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 27.12.2013
Beiträge: 2
Wohnort: Berlin
BeitragVerfasst am: Sa Apr 09, 2016 9:34    Titel: Zärtlichkeit und kuscheln Antworten mit Zitat

So viel größere worte und beiträge um das zu verstehen. Es ist eigentlich simpel. Jemand, wie ich suche jemand wie DICH zu umarmen, festhalten und kuscheln. Embarassed
_________________
Ich bin wie ich bin, Alt und Grau
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seehündin




Alter: 65
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 19.01.2016
Beiträge: 94
Wohnort: Eutin
BeitragVerfasst am: Sa Apr 09, 2016 22:53    Titel: Antworten mit Zitat

Ja...die Praxis ist eben meist einfacher als die Theorie!
Fühl dich virtuell geherzt.
Viel Freude beim weiterstöbern...
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