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Freundschaft und Asex
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Margarita_02




Alter: 37
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 14.07.2014
Beiträge: 633
Wohnort: Berlin & Ruhrpott
BeitragVerfasst am: Do Aug 07, 2014 17:08    Titel: Freundschaft und Asex Antworten mit Zitat

Mich würde mal interessieren, ob ihr eine Korrelation seht zwischen Asexualität und der Art, wie Menschen sich in Freundschaften verhalten bzw. welchen Stellenwert Freundschaft für sie hat. Es ist eine offene Frage, da ich im wirklichen Leben kaum Asexuelle kenne und eigentlich nur von mir selbst sowie zwei Bekannten ausgehen kann. Tendenziell würde ich vermuten, dass es eine Prioritätenfrage ist und Freundschaft für Asexuelle eher einen höheren Stellenwert hat. Wie gesagt, nur tendenziell. Aber vielleicht seht ihr das auch anders?

Für mich selbst kann ich sagen, dass Freundschaften mir enorm wichtig sind, dass ich meine Freunde auch alle individuell schätze und liebe, aber dass ich z.B. keinen "besten Freund" habe oder haben will. Zum einen, weil es einfach zu viele Leute gibt, mit denen man sowas wie eine partielle Seelenverwandtschaft spürt, und ich auch deren Unterschiedlichkeit schätze; zum anderen, weil eine exklusive Bindung an eine einzelne Person mir auch irgendwie Angst machen würde. An Stellen versteht man sich blind, an anderen Stellen begreift man einander gar nicht, und es ist immer nur eine Nähe bis zu einem gewissen Grad. Teilweise sind meine Freunde auch recht komplizierte Menschen - ich finde sie faszinierend, kann wunderbare Gespräche mit ihnen führen und weiß auch, dass ich ihnen vertrauen kann, aber ich würde z.B. nicht mit ihnen in einer WG leben oder sie tagtäglich sehen wollen. Wie ist das bei euch? Wie eng ist die Bindung in euren Freundschaften?

Glaubt ihr, dass Asexuelle in der Tendenz weniger feste Bindung wünschen und brauchen als andere Menschen, oder im Gegenteil eher mehr, oder andere Arten von Bindung?
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Namnahr




Alter: 29
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 18.06.2014
Beiträge: 14
BeitragVerfasst am: Do Aug 07, 2014 18:14    Titel: Antworten mit Zitat

Mein Freundeskreis, bzw. die Leute die ich zu meinen richtig wichtigen Freunden zaehle ist ziemlich klein.
Ich finde es kommt nicht auf die Quantitaet an, sondern auf die Qualitaet der Freundschaft an.

Zum Beispiel kenne ich meinen besten Freund jetzt bald 10 Jahre (naechstes Jahr ist Jubilaeum xDD) und wir haben eine echt tiefgehende Freundschaft.
Er weiss Dinge ueber mich, die sonst keiner weiss und ich weiss Dinge ueber ihn, die sonst keiner weiss. Bisher ist er so ziemlich die wichtigste Person in meinem Leben, abgesehen von meiner Familie.
Und ich habe oft den Eindruck, dass Freundschaften heutzutage kaum noch so gelebt werden, wie bei uns beiden.
Oft koennen die Leute das sogar gar nicht richtig einschaetzen und denken wir seien ein schwules Paerchen xD

Abgesehen davon habe ich auch noch weitere Freunde die mir auch sehr wichtig sind. Fuer mich dauert es aber lange, bis ich jemanden tatsaechlich als Freund bezeichne, weil fuer mich diese Begrifflichkeit eben einen sehr hohen Stellenwert hat.


tl;dr:
Freundschaften sind mir verdammt wichtig. Ich habe einen besten Freund, der mir verdammt wichtig ist und einige gute Freunde. Ich zaehle nicht sofort jeden als Freund.

~ Namnahr
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Maxi




Alter: 37
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 18.07.2005
Beiträge: 3129
BeitragVerfasst am: Do Aug 07, 2014 18:50    Titel: Antworten mit Zitat

Grundsätzlich sind mir Freundschaften wichtiger als Beziehungen, da diese i.d.R. länger bestehen und viel unproblematischer sind. Was'n Glück, dass ich kein Sex brauche. Wink
Mittlerweile habe ich aber die Freundschaften auf meinen besten Freund reduziert, den ich nur ein paar Mal im Jahr sehe. Wir kennen uns schon über 20 Jahre und das wird noch viele Jahre weiter gehen.
Ansonsten sitze ich jeden Tag auf der Arbeit mit Leuten zusammen und bin froh, wenn ich im restlichen Leben keine Menschen mehr ertragen muss.
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sex doof
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miezi2410




Alter: 58
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 07.02.2009
Beiträge: 674
BeitragVerfasst am: Do Aug 07, 2014 19:02    Titel: Antworten mit Zitat

ich habe eine beste freundin und das seit 21 jahren. 22 jahre lebe ich jetzt hier im chiemgau.
ansonsten lass ich nicht mehr viele menschen an mich ran oder nenne sie gar freunde.
freundschaft ist für MICH ähnlich wie liebe. diese menschen hab ich ganz fest in meinem herzen.
im gegensatz zur liebe, würde ich eben bestimmte dinge nicht mit ihnen machen.
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Dr.Schiwago
abgemeldet



Alter: 44
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 22.02.2011
Beiträge: 1329
Wohnort: Westfalen
BeitragVerfasst am: Do Aug 07, 2014 19:21    Titel: Antworten mit Zitat

ich hatte früher einen extrem grossen freundeskreis und eine clique von sechs leuten, die ich damals als meine besten freunde bezeichnet habe.

durch meine depression habe ich mich mit ca 27 jahren zurückgezogen, weil mir jeder kontakt zu menschen zu anstrengend war.
ich bin also inzwischen zum einzelgänger geworden.( ich bin allerdings nicht einsam, weil ich eine grosse familie habe)

ich will damit sagen, dass es meiner meinung nach keine verbindung zwischen asexualität und freundschaften gibt.
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wir sollten uns nicht vor unseren gefühlen fürchten, sondern zu ihnen stehen.

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AH-Fan




Alter: 39
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 01.05.2006
Beiträge: 1664
BeitragVerfasst am: Fr Aug 08, 2014 0:41    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hatte in meinem Leben ganze zwei! wirklich echte und gute Freundinnen- die eine von ca. 6 Jahren an bis ca. Mitte 20 und die zweite (und aktuelle) kenne ich nun seit 6 Jahren. Die erste habe ich nicht wirklich verloren, sie wohnt auch noch im selben Ort, aber wir haben uns aus den unterschiedlichsten Gründen etwas auseinandergelebt. Dennoch erzählen wir, wenn wir uns mal sehen oder gratulieren uns zum Geburtstag. Es war also kein Streit, der uns entzweite.
Meine jetzige beste und einzige Freundin kenne ich seit 2008. Sowas wie sie trifft man auch nur ein oder zweimal im Leben. Wink Wir sind sozusagen Seelenverwandte.
Mehr Freunde brauche und will ich gar nicht. Eine Psychologin hat mal gesagt, wer tausende Freunde hat, mit dem stimme etwas nicht. Wink Da lieber wenige und auserwählte als tausende "Freunde", die einen, wenn es drauf ankommt, im Stich lassen. Rolling Eyes
Der Rest, den ich so mal kannte, waren eher gute Bekannte. In der Schule gab es ein paar Leute, mit denen ich mich gut verstand, aber spätestens wenn die ihren ersten Freund hatten, wegzogen oder irgendwo nach der Schule eine Ausbildung oder ein Studium begannen, waren die dann weg. So ist der Lauf der Dinge.
Als wirklich wertvoll hingegen erscheinen mir die Freunde, die über Jahre hinweg bleiben, egal was passiert. Und so eine Freundin ist meine jetzige beste und einzige. Very Happy
Durch meine Eltern bin ich auch noch mit einem älteren Ehepaar sehr gut befreundet- das Alter ist also vollkommen egal, wenn es um Freundschaft geht. Very Happy
Ich kann also nicht sagen, dass ich meine Asexualität durch übermäßig viele Freunde kompensiere, eher ist das Gegenteil der Fall.


Maxi hat folgendes geschrieben:
Ansonsten sitze ich jeden Tag auf der Arbeit mit Leuten zusammen...

Sowas stelle ich mir total anstrengend vor. Ich war eine zeitlang auch mal in solche einer Lage, nun bin ich aber mehr als froh, dass ich dem schnell ein Ende bereitet habe und nun mein eigener Herr bin. Das ist so toll, wenn man einfach frei sein kann bei seiner Arbeit. Klar treffe ich auch Leute, aber ich stehe nicht in so einem Abhängigkeitsverhältnis zu denen.
Mir würde es auf den Keks gehen, wenn ich Jahrzente lang viele Stunden täglich mit den gleichen Leuten (mit denen man sich vielleicht nicht mal versteht) in einem Büro etc. zusammenhocken müsste- Alptraum!!! Rolling Eyes
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dunkler_regenbogen




Alter: 61
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 18.12.2012
Beiträge: 442
Wohnort: Dortmund
BeitragVerfasst am: Fr Aug 08, 2014 11:24    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe eine Freundin und ein paar Bekannte, das reicht mir völlig. Einsamkeit kenne ich nicht und allein bin ich gerne. Das war auch während meiner Ehe nicht anders - außer, dass halt noch mein Partner da war.
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You'll never find a rainbow if you're looking down.

Ich weiß, dass die Stimmen in meinem Kopf nicht real sind, aber sie haben so wahnsinnig geile Ideen!
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Dr.Schiwago
abgemeldet



Alter: 44
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 22.02.2011
Beiträge: 1329
Wohnort: Westfalen
BeitragVerfasst am: Fr Aug 08, 2014 12:59    Titel: Antworten mit Zitat

ich bin auch gerne mit mir allein.
es ist allerdings, glaube ich, ein riesenunterschied, ob das allein sein selbst gewählt hat oder ob es unfreiwillig ist.
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Namnahr




Alter: 29
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 18.06.2014
Beiträge: 14
BeitragVerfasst am: Fr Aug 08, 2014 13:04    Titel: Antworten mit Zitat

Dr.Schiwago hat folgendes geschrieben:
ich bin auch gerne mit mir allein.
es ist allerdings, glaube ich, ein riesenunterschied, ob das allein sein selbst gewählt hat oder ob es unfreiwillig ist.


Das zum Beispiel schwankt bei mir.
Ich bin allermeistens gerne allein, das heisst aber nicht, dass ich einsam bin ^^
Ich unternehme schon gerne was mit meinen Freunden, nur das kostet mich oft viel Kraft, die ich halt wieder auftanke indem ich mir Zeit fuer mich nehme Smile
Aber so richtig einsam hab ich mich nie gefuehlt, ich habe ja immer meine Familie und meinen besten Freund, wenn ich jemanden brauche Very Happy
(Abgesehn davon ist auch das Internet voller Leute xDD)

~ Namnahr
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Dr.Schiwago
abgemeldet



Alter: 44
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 22.02.2011
Beiträge: 1329
Wohnort: Westfalen
BeitragVerfasst am: Fr Aug 08, 2014 14:01    Titel: Antworten mit Zitat

ja, allein aber nicht einsam!

eine meiner schwestern ist oberärztin und voll zeitlich eingespannt.
aber wenn die dann mal leerlauf hat, kann die keine fünf minuten allein auf dem sofa sitzen. nach eigener aussage hat sie dann langeweile.
dann ruft sie ihre freunde an und unternimmt irgendwas, anstatt mal ein stündchen runterzukommen und abzugammeln. ihr mann ist genauso. Very Happy
versteh ich nicht. und wenn ich pech hab, erreichen sie keinen und ich muss was mit ihnen unternehmen.... Wink

jeder jeck ist anders Razz
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Golem
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Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 19.07.2014
Beiträge: 39
Wohnort: Wedemark
BeitragVerfasst am: Fr Aug 08, 2014 14:47    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe auch immer wenige gute Freunde gehabt - ein oder zwei. Dazu kam eine Zeit lang eine Clique von Bekannten, die man nicht Freunde nennen konnte.

Auch jetzt im Augenblick habe ich nur eine gute Freundin.

Das ist ein Muster, das sich durch mein Leben zieht und mit dem es mir auch sehr gut geht.

Ansonsten muss ich sagen, dass ich zwischen Asexuellen und dem Thema Freundschaft keine Verbindung sehe. Asexuelle sind da sicher so unterschiedlich wie andere Menschen auch.
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Windsurfhippie





Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 13.08.2005
Beiträge: 3235
Wohnort: NZ
BeitragVerfasst am: Fr Aug 08, 2014 17:30    Titel: Antworten mit Zitat

Bekannte zu haben, das war während der Zeit, wo ich mir noch zugetraut habe, das erwidern zu können, immer sehr bedeutsam für mich. "Freunde" war lange ein Bestreben, vor allem während der späteren Jugend, und ich dachte oft, das wäre spezieller als alles andere.

Briefbekannte hatte ich lange Zeit so eine alle 7 Jahre oder so wechselnde Handvoll, manche die über mich mehr kannten als meine leiblichen Verwandten, tiefsinnigere Gedanken teilten, die halbe Lebensgeschichte auswendig konnten. Vice versa, manche haben mir jedes Detail ihrer Erlebniswelt geschrieben, von ihren eigenen Kreisen berichtet, ich habe schriftsam miterlebt, wie sie Partner fanden, heirateten, zusammen lebten, sich wieder trennten, andere Partner kennen lernten oder wie die Kinder in ihre Leben kamen, obwohl wir einander noch nie RL-technisch gesehen haben. Alles in einer Art Beiwohnen auf schriftlicher Basis.

Da war die Verbindung auf das geistig-Sinnesmäßige voll ausgerichtet, und alles andere, wie Diejenige nun aussieht, wie ihre Stimme klingt, ihre Gangart, ihre Real-Life-Präsenz und all diese Umständlichkeiten, wie Real-Life-Kontakte sie mit sich bringen, das zählte da nicht.
Diese Bekanntschaften sind schon etwas sehr Besonderes gewesen.

Ich hab's halt wohl leider nur aufgrund meiner Uneignung dafür vermasselt, oder weil ich zu wenig über emotionale und soziale Dinge praktizieren kann. Das hat mir auch die Veranlassung gegeben, die 3 restlichen verbliebenen Bekanntschaften "auslaufen" zu lassen. Ich schaue schriftsam beiwohnend zu, wie sie die Gewichtigkeit allmählich auf andere, dafür gebräuchlichere Personen umschichten. Smile

Vielleicht kriegt man als Asexueller solche Vorstellungen von 'Partnerschaften', die ähnlich wie Bekanntschaften oder Brieffreundschaften ablaufen könnten. Bei vielen Menschen lässt sich auch beobachten, dass Freundschaften anders inniger sind und tiefer greifen als Partnerschaften. Na ja, aber das sehen andere wahrscheinlich wieder ganz anders.

Das Alleinsein kenne ich ansonsten als Normalzustand im Überwiegenden, und kann es auch immer wieder genießen
_________________
Wer später stirbt, erlebt den Tod derer, die früher sterben, und hat deshalb länger was zu lachen.
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Siku
abgemeldet



Alter: 26
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 24.07.2014
Beiträge: 360
BeitragVerfasst am: Fr Aug 08, 2014 19:43    Titel: Antworten mit Zitat

Zwischen Asexualität und dem Stellenwert von Freundschaft gibt es bei mir einen Zusammenhang: Eine Freundschaft ist die einzige Art zwischenmenschlicher Beziehung, die für mich überhaupt infrage kommt, deswegen hat sie für mich auch den höchsten Stellenwert.

Beziehungen suche ich nicht und werde sie auch nie suchen, weil ich dieses Bedürfnis nach Körperkontakt nicht habe und eine Beziehung mir nichts geben könnte, was eine enge Freundschaft nicht auch kann.
Deshalb sehe ich es auch kritisch, dass Freundschaft oft abgewertet wird zugunsten von Liebe in dem Sinne: "Wir sind nur Freunde (zu mehr hat es nicht gereicht)".
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AH-Fan




Alter: 39
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 01.05.2006
Beiträge: 1664
BeitragVerfasst am: Sa Aug 09, 2014 0:57    Titel: Antworten mit Zitat

Dr.Schiwago hat folgendes geschrieben:
eine meiner schwestern ist oberärztin und voll zeitlich eingespannt.
aber wenn die dann mal leerlauf hat, kann die keine fünf minuten allein auf dem sofa sitzen. nach eigener aussage hat sie dann langeweile.
dann ruft sie ihre freunde an und unternimmt irgendwas, anstatt mal ein stündchen runterzukommen und abzugammeln. ihr mann ist genauso. Very Happy
versteh ich nicht. und wenn ich pech hab, erreichen sie keinen und ich muss was mit ihnen unternehmen.... Wink

Da könnte man ja gerade meinen, dass ein Mediziner nach getaner Arbeit breit ist seine Ruhe braucht. Aber scheinbar doch nicht. Wink
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Sandkastenzorro
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Alter: 40
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 03.04.2011
Beiträge: 3620
Wohnort: Fairvale
BeitragVerfasst am: Sa Aug 09, 2014 6:37    Titel: Antworten mit Zitat

Siku hat folgendes geschrieben:
Zwischen Asexualität und dem Stellenwert von Freundschaft gibt es bei mir einen Zusammenhang: Eine Freundschaft ist die einzige Art zwischenmenschlicher Beziehung, die für mich überhaupt infrage kommt, deswegen hat sie für mich auch den höchsten Stellenwert.

Beziehungen suche ich nicht und werde sie auch nie suchen, weil ich dieses Bedürfnis nach Körperkontakt nicht habe und eine Beziehung mir nichts geben könnte, was eine enge Freundschaft nicht auch kann.
Deshalb sehe ich es auch kritisch, dass Freundschaft oft abgewertet wird zugunsten von Liebe in dem Sinne: "Wir sind nur Freunde (zu mehr hat es nicht gereicht)".


Exakt meine Meinung!

Nur mit dem Unterschied, dass ich da keine Hierarchie sehe zwischen Freundschaft und Partnerschaft. Für mich ist Partnerschaft nicht "mehr", sondern einfach "anders" (und etwas, was es bei mir nicht gibt und nie zur Option steht). Daher hasse ich es, wenn jemand sagt, aus Freundschaft wurde dann MEHR. Das setzt die Freundschaft nämlich auf einen pretty sorry dreinschauenden Notnagelplatz - was sie definitiv nicht verdient hat.

Aber was erwartet man von einer Gesellschaft, in der das Wort "Freund" so inflationär und missbräuchlich verwendet wird für im Grunde jeden, der nicht dein expliziter Feind ist? Das fängt ja im Internet schon an - "Füge im Messenger XYZ als Freund hinzu". Das Wort "Freund" hat keine Bedeutung mehr und wenn man dann jemand ist, für den es eine Bedeutung hat - und zwar eine andere, als die Gesellschaft propagiert - steht man da ziemlich alleine mit auf weiter Flur, da die Leute Freundschaft als was ganz anderes definieren als du.

Und dass Freundschaft heutzutage unbedeutend ist, merkt man sehr stark, wie ich finde. Es geht alles viel zu sehr über die Partnerschiene - kommst du als Partner in Frage, macht man sich die Mühe, dich kennenzulernen. Stellst du von vornherein klar, dass die Aussicht auf eine Partnerschaft nicht besteht, haben die Leute kein Interesse mehr an dir. Egal, ob du der beste Freund ever sein könntest - es ist nicht gewünscht, wenn da nicht die Option auf Partnerschaft besteht. Als wäre Freundschaft ne Mogelpackung, die einem angedreht wird, mit einem billigen Inhalt, den man eh nicht braucht. Ganz schön langweilig, diese Leute.

Ich unterscheide auch zwischen Bekannten, Kumpels und Freunden.
Und manchmal gibt es sogar ein Phänomen, das es schafft, Freunde zur Wahlfamilie werden zu lassen. Somit habe ich einen Bruder und eine Schwester, die gar nicht mit mir verwandt sind - aber bei denen ich mich so fühle, als seien sie meine Familie (und den beiden gehts ebenso). Das ist etwas so wertvolles, sowas sollte eigentlich jeder mal erlebt haben *find*
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Didn't your mother never teach you no manners?
-I ain't never had no mother - we was too poor!
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