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Beziehung und Sexfreund?
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Curse





Sexualität: Sexuell
Anmeldungsdatum: 23.01.2015
Beiträge: 6
BeitragVerfasst am: Fr Feb 06, 2015 8:50    Titel: Antworten mit Zitat

Eine Frage, die sich mir stellt - sofern das nicht unangemessen ist:
Wie habt ihr es hinbekommen, auf vertrauensvolle Weise Kontakt zu einem Sexfreund aufzunehmen?
Mir kommt das relativ schwierig vor. An sich muss eine Frau im Internet ja nur "vielleicht ..." sagen und sie kann mit einer dreistelligen Zahl an potentiellen Sexualpartnern rechnen. Wie habt ihr es da geschafft 'sinnvollen' Kontakt aufzubauen?
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Greywolf




Alter: 49
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 26.01.2014
Beiträge: 396
Wohnort: Münsterland
BeitragVerfasst am: Fr Feb 06, 2015 23:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Curse,

so wie es dieses Forum gibt, gibt es auch andere Foren Smile. Soweit ich es verstanden habe, erlauben es diese Forenregeln aber nicht, wenn ich hier eine bestimmte Homepage benenne. Kann ich dir aber gerne per pm mitteilen. In diesem Forum stellt man sich ebenfalls vor und definiert seine Wünsche. Hier findest du alle Variationen. Nur Sexwünsche, Beziehungen mit Sex usw. Meines Erachtens ist hier auch der Vorteil, dass jeder seine Wünsche frei äußern kann. Man kann sich andere Profile anschauen und Kotakt aufnehmen.

In der Tat bekommt meine Frau sehr viele Anfragen. Sie sondiert schon sehr genau, da sehr viele "stumpfe" Anfragen dabei sind. Dann kontaktiert sie erstmal per Mail oder WhatsApp um einen gewissen Eindruck zu bekommen. Danach filtert sie erneut aus. Wenn sie ein gutes Gefühl hat, kommt es zu einem ersten Treffen. Alles weitere entwickelt sich, oder auch nicht.
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Greywolf
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luk69




Alter: 50
Sexualität: Graubereich
Anmeldungsdatum: 19.12.2010
Beiträge: 185
BeitragVerfasst am: Mi Feb 18, 2015 0:30    Titel: Antworten mit Zitat

Greywolf, ich drücke dir/euch die Daumen!
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3. Abb. XYZ
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Maz
ADMod Team



Alter: 42
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 13532
BeitragVerfasst am: Mi Feb 18, 2015 10:34    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hab den Thread mal nach Beziehungen geschoben, da er nicht mehr die Form eines Vorstellthreads hat.
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Nachbarin





Sexualität: Sexuell
Anmeldungsdatum: 03.01.2016
Beiträge: 53
BeitragVerfasst am: Mi Jan 06, 2016 0:30    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für diesen Thread, Greywolf! Smile Und danke auch an alle, die sich hier mit ihren Erfahrungen beteiligen. Smile

Greywolf, ich bin beeiendruckt von der Beziehungsfähigkeit von dir und deiner Frau. Ich find's sehr erwachsen, wie ihr zwei da jeder jeweils mit sich selbst und ihr zwei wechselseitig miteinander umgeht. Ich hatte in meinen Zwanzigern eine siebenjährige Beziehung, aber mein damaliger Freund und ich sind an unseren unterschiedlichen sexuellen Orientierungen gescheitert. Wir waren zwar beide sexuell, aber halt nicht kompatibel sexuell, und darum meine ich, ein klein wenig euren Grundkonflikt nachvollziehen zu können. Ich ziehe wirklich den Hut vor eurem Mut, eurer Geduld und eurem Einstehen für euch selbst und füreinander.
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Greywolf




Alter: 49
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 26.01.2014
Beiträge: 396
Wohnort: Münsterland
BeitragVerfasst am: Do Jan 07, 2016 0:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Nachbarin,

du hast es mit einem Begriff sehr gut beschrieben: Beziehungsfähigkeit. Sich gegenseitig zu respektieren, sich in die Rolle des anderen zu versetzen, seine eigenen Wünsche äußern zu dürfen und es nicht nur dem anderen recht machen zu wollen, offen und ehrlich seine Gefühle äußern zu dürfen.

Ich glaube, wenn dies selbst bei sexuellen Paaren nicht gelebt wird, kann es selbst bei dem Thema Sex schon zu Problemen kommen. Ich denke da auch an Sexhäufigkeit und Sexpraktiken. Wenn man nicht drüber redet, wird es schwierig. Und dies dann bei asexuell/sexuellen Beziehung umso mehr.

Nach den zwei Jahren Forumserfahrung kann ich meiner Frau nur weiterhin danken, dass sie ihre Wünsche und Vorstellungen klar geäußert hat. Ich dann aber auch nicht geblockt habe, sondern mich auf das Thema eingelassen habe. Wie heißt es so schön: Gestärkt aus einer Krise hervorgehen. Kann ich für mich und meine Frau nur weiterhin bestätigen.
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Greywolf
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Nachbarin





Sexualität: Sexuell
Anmeldungsdatum: 03.01.2016
Beiträge: 53
BeitragVerfasst am: Fr Jan 08, 2016 23:23    Titel: Antworten mit Zitat

Greywolf hat folgendes geschrieben:
Beziehungsfähigkeit. Sich gegenseitig zu respektieren, sich in die Rolle des anderen zu versetzen, seine eigenen Wünsche äußern zu dürfen und es nicht nur dem anderen recht machen zu wollen, offen und ehrlich seine Gefühle äußern zu dürfen.


Ich hab mal die Formulierung "sich einander zumuten" gelesen. Die find ich sehr schön, weil sie den Mut ausdrückt, den es erfordert, ganz bei sich selbst zu bleiben und dabei einander ganz nah zu kommen. Was du von dir und deiner Frau schreibst liest sich so. Zwei Menschen, die, ohne sich zu verbiegen oder zu verhübschen oder Teile von sich zu verstecken, einander ganz nahe sind. Die sich einander zumuten.
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Greywolf




Alter: 49
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 26.01.2014
Beiträge: 396
Wohnort: Münsterland
BeitragVerfasst am: Sa Jan 09, 2016 2:01    Titel: Antworten mit Zitat

von der Formulierung hatte ich bisher auch noch nichts gehört, finde sie aber auch sehr gut. Meines Erachtens setzt dies aber voraus, dass man sich grundsätzlich sehr nahe ist und bereits eine hohe gemeinsame Basis hat. Dann kann man sich Dinge zumuten.

Ich wurde mir mit meiner Asexualität klar und habe meiner Frau damit zugemutet damit zu leben. Meine Frau wurden die Konsequenzen meiner Asexualität auch bewusst und sie hat mir Alternativen zugemutet. Wir haben uns beide nichts "geschenkt" und uns auf den ersten Blick auch verletzt.

Und dann war es die Kunst, wie du es auch sehr schön formuliert hast, "sich nicht zu verbiegen und trotzdem ganz nahe sein". Und dazu gehört dann der von dir erwähnte Mut! Von meiner Frau ihre Wünsche zu äußern und von mir, mich darauf einzulassen.

Ich glaube schon, dass meine Frau und ich uns viel zugemutet haben, es für uns aber auch sehr gut gelöst haben.
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Greywolf
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Randy




Alter: 53
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 21.05.2016
Beiträge: 1
Wohnort: Neuwied
BeitragVerfasst am: So Mai 22, 2016 14:21    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hatte bereits zwei solche Beziehungen, wo meine Partnerin einen entsprechenden Liebhaber hatte. Leider kommt dann häufig irgendwann das Thema auf "er kann Dich nicht wirklich lieben, wenn er akzeptiert, dass Du Sex mit anderen hast" - dabei ist das genaue Gegenteil richtig.
Es ist schwierig vermittelbar, selbst wenn man sich untereinander einig ist.
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Greywolf




Alter: 49
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 26.01.2014
Beiträge: 396
Wohnort: Münsterland
BeitragVerfasst am: So Mai 22, 2016 18:30    Titel: Antworten mit Zitat

ja, wenn die Liebe und das Vertrauen meiner Frau und mir nicht so groß wäre, könnten wir vermutlich diesen Weg nicht gehen. Die Liebe meiner Frau ist so groß, dass sie sich wegen meiner Asexualität nicht trennen wollte. Sie wollte aber auch dauerhaft nicht unbedingt auf etwas für sie wichtiges verzichten und war mutig den Kompromiss mit dem Sexfreund vorzuschlagen. Meine Liebe zu meiner Frau ist auch so groß, dass ich mich auch nicht trennen wollte. Ich will keinen Sex, kann ihren Wunsch danach aber sehr gut nachvollziehen. So konnte ich für mich auch 100%ig hinter dem Kompromiss Sexfreund stehen.

Stimmt, weil ich meine Frau so liebe, kann ich akzeptieren, dass sie Sex mit einem anderen hat.
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Greywolf
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Hummelchen




Alter: 21
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 30.07.2015
Beiträge: 321
Wohnort: nahe Berlin
BeitragVerfasst am: So Mai 22, 2016 19:02    Titel: Antworten mit Zitat

Aber wenn ich einen Menschen so sehr liebe, will ich denn dann gerade NICHT, dass er oder sie mit jemand anderem so intim wird? Für mich hat es nichts mit Liebe zu tun, wenn ich das meinem Partner erlaube. Ich würde andererseits auch gar nicht auf die Idee kommen, so eine Lösung meinem Partner vorzuschlagen, wenn er keinen Sex mit mir haben möchte. Das wäre (für mich persönlich zumindest) die ultimative Demütigung gewesen. Dann hätte ich zu ihm/ihr gesagt "wenn du das willst, dann aber ohne mich"
Tut mir leid, dass ich so dagegen schießen muss, aber mir geht es nicht in den Kopf. Ich würde meinem Partner nie so mit jemandem teilen wollen, auch nicht wenn er mir sagt, dass er Liebe und Sex gut trennen kann. Das glaube ich einfach nicht. Es sind immer Gefühle dahinter, sonst müsste man sich ja auch keinen speziellen Sexfreund suchen, den man sympatisch findet. Dann könnte man auch jeden beliebigen nehmen, der halbwegs hübsch ist.

Greywolf:
Was mich mal interessieren würde: Was machst Du denn in der Zeit, in der Deine Frau bei ihrem Sexfreund ist? Sagt sie dann: "Schatz, ich bin um 17 Uhr bei ... und bin dann zum Abendessen wieder da." und du sagst "OK Schatz, ich koche dann was nettes. Viel Spaß, bis später" ?
Für mich ist schon der Gedanke völlig abwegig.
Und was hält der Sexfreund davon, dass Deine Frau nur zu ihm kommt, wenn sie wieder mal Lust hat? (Tut mir leid für die Formulierung, aber mir ist nichts galanteres eingefallen.)
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Greywolf




Alter: 49
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 26.01.2014
Beiträge: 396
Wohnort: Münsterland
BeitragVerfasst am: So Mai 22, 2016 19:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Hummelchen,

ich glaube mit 18 Jahren und ohne 18jährige Beziehung mit meiner Frau hätte ich genauso geschrieben wie du und mir nie einen Kompromiss mit einem Sexfreund vorstellen können Wink

Ich habe kein Problem damit, dass meine Frau mit einem anderen Mann so intim ist. Es ist für mich auch keine Demütigung. Dann würde ich den Weg nicht mitgehen. Mir fehlt nichts und dieser Mann nimmt mir nichts weg. Ich bin froh, dass er "dies" erledigt und ich keinen Sex haben muss. Natürlich gehören Gefühle in einer Sexfrundschaft dazu. Da musste ich schon erstmal die Bedeutung des Kusses mit mir und die des mit dem Sexfreund verstehen und auch was es jeweils meiner Frau bedeutet. Da wurden die Unterschiede zwischen Liebe und Gefühle beim Sex sehr deutlich, auch wenn beides ein Kuss ist.

Wenn meine Frau sich mit ihrem Sexfreund trifft, bleibt sie über Nacht. Nach 18 Jahren Beziehung ist es nicht unangenehm einen Abend in der Woche für mich alleine zu haben Wink

Ihr Sexfreund ist übrigens mit einer sexuellen Frau verheiratet. Die beiden haben unterschiedliche Vorstellungen beim Thema Sex und leben dies auch. Das Model gibt es also nicht nur bei asexuell / sexuellen Paaren Wink
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Greywolf
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luk69




Alter: 50
Sexualität: Graubereich
Anmeldungsdatum: 19.12.2010
Beiträge: 185
BeitragVerfasst am: Mo Mai 23, 2016 2:04    Titel: Antworten mit Zitat

Ich glaube nicht, dass die Ansicht von Hummelchen sehr viel mit ihrem Alter zusammenhängt. Es finden sich genügend Leute in jedem Alter, die ähnliche Meinung vertreten.

Ich glaube, für solches Beziehungsmodel ist eine rationale Betrachtungsweise des Problems notwendig und nicht ein emotionales Kopf-Kino. Ich finde es vernünftig, nach 18 Jahren Beziehung, erstmal zu wagen, was man hat, was kann man verlieren und wie kann man etwas gewinnen/erhalten. Und wenn man dann gemeinsam einen Weg geht, ist doch ok.

Zitat:
Dann hätte ich zu ihm/ihr gesagt "wenn du das willst, dann aber ohne mich"
Klar, mit der Erkenntnis Asexualität sollte man sich zweimal überlegen, mit welchem Menschen bezüglich der Sexualität man die Zukunft plant. Aber mit 40+ und mit einem langjährigen Beziehungs-Kapital, muss nicht unbedingt eine Trennung die optimale Lösung sein. Es ist einfacher jemand zu be-/verurteilen als zu verstehen. Ich sehe es ähnlich wie Greywolf, Kuss/Umarmung ect. aus Begierde ist nicht das gleiche wie aus Liebe. (und das, obwohl ich etliche körperliche Annäherungen als sexuelle Akzente sehe! Emotionalität ist nicht physisch!)

Sexuell und asexuell sind zwei Welten, ein asexueller Mensch ist nicht imstande die Wahrnehmung und das Empfinden von einem sexuellen Menschen nachzuempfinden. Umgekehrt natürlich genauso.
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Hummelchen




Alter: 21
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 30.07.2015
Beiträge: 321
Wohnort: nahe Berlin
BeitragVerfasst am: Mo Mai 23, 2016 10:07    Titel: Antworten mit Zitat

Ich glaube nicht, dass Deine Toleranz in dieser Hinsicht mit dem Alter zu tun hat, sondern viel mehr (so sieht es für mich aus) mit Resignation.
Meine Eltern sind seit über 30 Jahren verheiratet. Ich glaube nicht, dass mein Vater es gut fände, wenn meine Mutter mit irgendwelchen anderen Leuten schläft. Und das wird er auch in 20 Jahren noch nicht wollen. Warum? Weil er sie liebt und sie mit niemandem teilen möchte, weil das ein absoluter Vertrauensbruch und eine Demütigung wäre.

Sicher, ich kann mir auch gut vorstellen, einen Abend ohne meinen Partner zu verbringen. Es ist aber noch ein Unterschied, ob er in dieser Nacht mit einem Kumpel beim Fußball oder so ist und danach bei ihm pennt, oder ob ich weiß, dass er gerade mit jemand anderem Sex hat. Tut mir leid, dafür habe ich nicht das geringste Verständnis.
Nochmal: Wenn mein Freund damals zu mir gekommen wäre mit dem Vorschlag Sexfreundin, hätte er erst eine Ohrfeige bekommen und danach hätte er hoffentlich noch selber die Tür nach draußen gefunden. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das für jemanden OK sein kann. Höchstens aus Resignation. Dann lieber trennen als mit jemand anderem schlafen. Denn wenn man sowas in Betracht zieht, macht das auf mich den Eindruck, als habe man die Beziehung schon aufgegeben.

Und noch eins: Ich gehe trotz meines jungen Alters (falls das vllt. jemand denkt) absolut nicht leichtfertig mit Beziehungen um. Beziehungen sind für mich etwas absolut ernstes und nichts, was man einfach wegwirft. Ich habe gelernt, dass eine Beziehung nicht nur Liebe bedeutet, sondern auch Verantwortung, Aufopferungsbereitschaft, gegenseitigen Beistand usw. Und das bedeutet auch, dass man ein solches Problem zusammen löst. Und wenn das nicht funktioniert, ist es für mich besser, im Guten auseinander zu gehen. So weit würde ich mich für niemanden (egal wie sehr ich ihn/sie liebe) aufopfern, dass ich mir die Demütigung antun würde, dass er/sie sich jemand anderen für den Sex sucht, weil ich ihm/ihr in diesem Punkt nicht das Wasser reichen kann. Das würde mich kaputt machen. Und so denken nicht nur Jugendliche. Die meisten denken das auch noch wenn sie schon längst erwachsen sind.
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SchuffiPupsi




Alter: 29
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 23.04.2012
Beiträge: 1541
Wohnort: In der Mitte von M-V
BeitragVerfasst am: Mo Mai 23, 2016 16:26    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das für jemanden OK sein kann. Höchstens aus Resignation.

Die Verallgemeinerung ist Quatsch!

Mag sein, dass das für dich nicht in Frage kommt. Für dich scheint Sex einen hohen Stellenwert und eine besondere Bedeutung zu haben.
Dann wünsche ich dir, dass du nie einen sexuellen Menschen finden wirst, den du liebst.
Für mich ist Sex etwas langweiliges-deswegen ist es für mich nicht schlimm, würde mein Partner dies mit jemand anderem machen.
Warum auch?
Er hintergeht mich nicht, er liebt mich, er akzeptiert meine Asexualität.
Ich könnte nie damit leben, den Menschen, den ich liebe zu verbiegen und ihm ein Teil seines Seins zu nehmen.
(oder würdest du lieber Sex machen, damit er nicht geht?)
Das ist keine Liebe. Das wäre Egozentrik.
Zitat:
Denn wenn man sowas in Betracht zieht, macht das auf mich den Eindruck, als habe man die Beziehung schon aufgegeben.

Warum?
Weil man den Menschen, den man liebt in seiner Gesamtheit akzeptiert?
Weil man weiß, dass er dies ebenso tut?

Ich denke, genau das Gegenteil ist der Fall.
Natürlich ist sowas nur in stabilen Beziehungen möglich.
(aber nicht alle Menschen dafür gemacht-was ja auch okay ist)

Ich sage immer:
Was ich selber verlange, muss ich auch bieten.
Wenn ich also möchte, dass ich akzeptiert werde, mache ich das auch.
Zitat:

Und das bedeutet auch, dass man ein solches Problem zusammen löst.

Und genau das tut man, indem man dem anderen seine Sexualität zugesteht.
Zitat:
...weil ich ihm/ihr in diesem Punkt nicht das Wasser reichen kann.

Oje. Ich angel nicht gerne und fahre kein Fahrrad-das macht mein Partner auch mit anderen.
Da kann ich ihm auch nicht das Wasser reichen.....

Und als "Demütigung" empfindest nur DU das so, wenn dein Partner woanders sexeln ginge.
Was ja auch okay ist.
Für mich z.B. ist Sex vollkommen langweilig und irrelavant, es hat keinen Stellenwert in meiner Welt und deswegen führt das bei mir auch zu keiner Verstimmung, wenn mein Partner diesen Wunsch äußert.

Er weiß, dass er damit jederzeit zu mir kommen kann, ohne dass ich ihm Vorwürfe ob seiner Sexualität mache.
Denn würde ich dies tun, müsste ich ihm zugestehen, mir auch Vorwürfe, ob meiner Asexualität zu machen.

Wir lieben und akzeptieren uns im Ganzen.
Mein Partner würde mich nicht verlassen, wenn ich ihm diese Möglichkeit nicht böte. Er würde bleiben und mich unverändert lieben. Ich fühle mich weder genötigt, noch zur Resignation gezwungen.
Aber ICH wäre unglücklich, würde ich diesem Menschen ein Teil seiner Selbst rauben, ihn möglicherweise einschränken.
Denn eine Beziehung sollte nie eine Einschränkung sein, sondern immer eine Bereicherung. Und das gilt für alle Beteiligten.

Also bitte unterlasse es, Allgemeingültigkeiten aufstellen zu wollen, nur weil sich etwas FÜR DICH schlimm anfühlt.
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