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Liebesromane lesen, ohne traurig zu sein ???
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BlinkyBill




Alter: 30
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 20.09.2011
Beiträge: 946
BeitragVerfasst am: Mi Feb 01, 2012 15:35    Titel: Liebesromane lesen, ohne traurig zu sein ??? Antworten mit Zitat

Immer wenn ich Bücher lese in denen Liebe vorkommt.
Wo sich die Verliebten gegenseitig das Leben retten.
Wo sich zwei gegen den Willen ihrer Eltern treffen
u.s.w

Werde ich traurig. Weil ich immer denke "ach muss Liebe schön sein"
aber ich habe immer mehr die Gewissheit "Ich kann mich nicht verlieben"

Geht es euch auch so?
_________________
Egal was du tust, du wirst Niemals alle begeistern können, selbst wenn du übers Wasser läufst, wird einer kommen und ich fragen ob du zu dumm zum schwimmen bist.


Zuletzt bearbeitet von BlinkyBill am Mi Feb 01, 2012 16:51, insgesamt einmal bearbeitet
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Shinae





Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 17.11.2010
Beiträge: 715
BeitragVerfasst am: Mi Feb 01, 2012 15:48    Titel: Antworten mit Zitat

Geht mir bei Filmen so. Deprimierend auf der einen Seite da ich das gerade nicht so intensiv erlebe.... auf der anderen Seite auch wieder nicht, da *Hoffnungslose Romantiker bitte nicht weiterlesen* es oftmals nicht die Realitaet wiederspiegelt und viele dieser Schmachtfetzen nur eine Scheinwelt vorgaukeln. Und bei Buechern ist es da nicht viel anders. Wir Zuseher/Leser erfahren leider nie wie eine Geschichte nach dem "Happy End" Gefasel weiterverlaeuft.
_________________
Those who know the least always seem to know it the loudest.
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Lennon




Alter: 35
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 16.02.2011
Beiträge: 1841
Wohnort: Rheinhessen
BeitragVerfasst am: Mi Feb 01, 2012 16:28    Titel: Re: Liebesromane lesen, ohne traurig zu sein Antworten mit Zitat

nadjathomson hat folgendes geschrieben:
Immer wenn ich Bücher lese in denen Liebe vorkommt.
Wo sich die Verliebten gegenseitig das Leben retten.
Wo sich zwei gegen den Willen ihrer Eltern treffen
u.s.w

Werde ich traurig. Weil ich immer denke "ach muss Liebe schön sein"
aber ich habe immer mehr die Gewissheit "Ich kann mich nicht verlieben"

Geht es euch auch so?

Nö. Mir wird eher schlecht von sowas. Weil's einfach völlig überzogen ist.
Die 'Große Liebe', wie du sie dir vorstellst, gibt es nur in den seltensten Fällen und hat dann bereits eine pathologische Note.
Wenn du dir das als Ziel gesetzt hast ist's kein Wunder, dass du stänhdig enttäuscht wirst bzw. sowas nicht finden kannst. Weil es im Normalfall nunmal nicht so ist!
Romane sind Fiktion! Idealisierte Fiktion. Also nicht echt.
_________________
Ich denke Egoismus ist gesund - solange man Anderen nicht damit schadet. Denn nur ein gesunder/stabiler/befriedigter Mensch kann dauerhaft und ehrlich nett zu Anderen sein und Liebe empfinden.
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Zenon





Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 26.04.2011
Beiträge: 254
BeitragVerfasst am: Mi Feb 01, 2012 17:20    Titel: Re: Liebesromane lesen, ohne traurig zu sein Antworten mit Zitat

Lennon hat folgendes geschrieben:

Nö. Mir wird eher schlecht von sowas. Weil's einfach völlig überzogen ist.
Die 'Große Liebe', wie du sie dir vorstellst, gibt es nur in den seltensten Fällen und hat dann bereits eine pathologische Note.
Wenn du dir das als Ziel gesetzt hast ist's kein Wunder, dass du stänhdig enttäuscht wirst bzw. sowas nicht finden kannst. Weil es im Normalfall nunmal nicht so ist!
Romane sind Fiktion! Idealisierte Fiktion. Also nicht echt.

Wie wahr. Ich habe ja schon diverse Beziehungen hinter mir und es war auch eine darunter, deren Verbindung dieser idealisierten wahren Liebe sehr nahe kam. Trotzdem aber ist dann nicht annähernd alles glücklich und wundervoll wie in der Fiktion. Oder was denkst du, wieso die meisten Werke zu diesem Thema bei so Ereignissen wie dem ersten Kuss, dem ersten Zusammentreffen oder der Hochzeit enden? Wink

Ausserdem: Liebe IST schön. Und das kann auch jeder fühlen. Es gibt viele Arten von Liebe, ob zu Freunden, zur Familie, oder ganz speziellen Menschen. Die Frage ist nur, ob du die Liebe möchtest, die ein klassisches Paar nach der idealisierten Vorstellung haben sollte. Die ist nämlich meist sehr enttäuschend und nicht annähernd so, wie du sie aus der Fiktion abgeleitet erwartest. Die erstrebenswerte und wundervolle Liebe ist diejenige, die mit den Jahren wächst und eine wirkliche Tiefe entwickelt. Die findest du aber nicht, indem du auf den Richtigen wartest (den es übrigens sowieso nicht gibt). Die findest du nur, wenn du aktiv auf Menschen zu gehst, Neugierde zeigst und einfach lebst, dann und wann auch etwas wagst, ohne zu Beginn gleich die grossen, erwarteten Gefühle zu haben.

Ich habe übrigens die Erfahrung gemacht, dass, solange du suchst, die Chance auf das Finden des Richtigen kaum existent ist. Wenn du aber "aufgegeben" hast, bzw. dich von dem Gedanken löst, eine Beziehung haben zu müssen oder zu wollen, dauert es nicht lange und schon stolpert dir jemand über den Weg, den du interessant findest. Die meisten Menschen, die verzweifelt nach etwas suchen, zeigen das auf eine bestimmte Art und Weise nach Aussen. Und das schreckt die Anderen ab. Wirklich attraktiv sind die selbstbewussten und selbstständigen Menschen, die sich dir nicht an den Hals werfen, wenn du sie auch nur anlächelst Wink
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Maxi




Alter: 37
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 18.07.2005
Beiträge: 3129
BeitragVerfasst am: Mi Feb 01, 2012 17:40    Titel: Re: Liebesromane lesen, ohne traurig zu sein ??? Antworten mit Zitat

nadjathomson hat folgendes geschrieben:
Werde ich traurig. Weil ich immer denke "ach muss Liebe schön sein"
aber ich habe immer mehr die Gewissheit "Ich kann mich nicht verlieben"

In Ahnlehnung an Lennons Kommentar, gibt es einen schönen Spruch:
"Hollywood hat mir eine falsche Vorstellung von Liebe vermittelt"

Es kann ja sein, dass Du aromantisch bist ... das hast Du ja auch schon in anderen Beiträgen geschildert ... aber wenn man bei Büchern und Filmen nicht gleich mitweinen muss, hat das gar nichts zu sagen.

Also mach Dir nicht so viele Sorgen ... Du bist noch jung und hast noch sehr viel Zeit vor Dir ... da kann noch alles passieren. Den Partner fürs Leben haben wohl die wenigsten in deinem Alter schon gefunden ...
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sex doof
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Lennon




Alter: 35
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 16.02.2011
Beiträge: 1841
Wohnort: Rheinhessen
BeitragVerfasst am: Mi Feb 01, 2012 17:46    Titel: Re: Liebesromane lesen, ohne traurig zu sein ??? Antworten mit Zitat

Maxi hat folgendes geschrieben:
In Ahnlehnung an Lennons Kommentar, gibt es einen schönen Spruch:
"Hollywood hat mir eine falsche Vorstellung von Liebe vermittelt"

Den kenn ich mit Disney.

btw. Aromantik zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass kein Bedürfnis nach einer romantischen Verbindung besteht. Du hingegen scheinst unbedingt eine zu wollen, nadja.
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Maxi




Alter: 37
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 18.07.2005
Beiträge: 3129
BeitragVerfasst am: Mi Feb 01, 2012 17:48    Titel: Re: Liebesromane lesen, ohne traurig zu sein ??? Antworten mit Zitat

Lennon hat folgendes geschrieben:
Den kenn ich mit Disney.

Oder so ... aber die gehören ja auch iwie zu Hollywood dazu Very Happy auch wenn ich die meisten Filme von denen nicht mag.

*lennon pieks* Wink
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Windsurfhippie





Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 13.08.2005
Beiträge: 3235
Wohnort: NZ
BeitragVerfasst am: Do Feb 02, 2012 4:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hmmm. Bei mir macht das nur zum Teil eher so ein Gefühl von "Schade, dass es das nur im Film bzw. nur in alten Romanen gibt." Das ist so ähnlich, wie mit diesen Modell-Familien aus den Filmen und Büchern, wo die sich immer alle super gern mögen und die Kinder beste Freunde mit den Eltern sind, komme, was auch wolle -- ebenso nur ein Kunst-Bildnis eines Idealismus.

Eine Liebschaft aus meiner damaligen Lieblingsserie "Beauty and the beast" hatte mich aber auch mal fast melancholisch gemacht. Wahrscheinlich, weil ich mich mit dem Character des "Vincent" und seiner 'Leonitis'-Problematik besonders identifizieren konnte. Die dort gespielte geistige Verbindung hatte auch was gemein mit einem Roman, den ich irgendwann in Canada gelesen hatte, und der in einer Dynastie der viktorianischen Zeit spielte. Wo die sich Gedichte schreiben, oder Zeichen ihrer Verbundenheit schenken und sowas alles. Dann merke ich aber auch gleichsam, dass ich wegselektiere, und mir aus dem eh schon künstlich beschönigten Bild nochmal eine zensierte Version baue, wo das ganze Intime heraus fällt.
Beauty and the beast als Erinnerung niedergeschrieben wäre von mir dann die asexuelle Variante davon. Wink

Eine "Liebe" , welche mich auch sehr berührt hatte, war in dem ersten Film von "The Crow" , aber weniger vom Melancholischen aus, sondern weil diese Geschichte etwas Ehrsames transportiert. Jemand, der sich noch aus dem Totenreich dazu aufmacht, um die Killer von sich und seiner Geliebten auszulöschen, hat für mich etwas Achtenswertes.

Sonst gefällt mir meist eher so die Rolle einer Person, die zwei Liebende zusammen führt, so ähnlich wie in "Nell". Und das sind Dinge, die man in der Wirklichkeit manchmal erreichen kann. Smile
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Wer später stirbt, erlebt den Tod derer, die früher sterben, und hat deshalb länger was zu lachen.
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orlando1988





Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 20.11.2011
Beiträge: 108
Wohnort: Niedersachsen
BeitragVerfasst am: Fr Feb 03, 2012 20:24    Titel: Antworten mit Zitat

Also mich nervt es (nach etwas Beziehungserfahrung) tierisch, dass Hollywoodfilme und Kitschromane mir ständig weismachen wollen, wie echte Liebe zu sein hätte. Menschen wie mir, die sich beziehungstechnisch eh schon etwas unfähig fühlen, mit solchen unerreichbaren Idealbilder vor den Augen rumzuwedeln, finde ich geradezu fahrlässig. (Und ja, es kann passieren, dass eine eigentlich funktionierende Beziehung an solchen Ansprüchen kaputtgeht). Früher stand ich total auf so was, aber mittlerweile lese/sehe ich es einfach nicht mehr, weil ich finde, dass das schädliche Auswirkungen auf meine Lebenstüchtigkeit hat.

Insofern denke ich, dass kein normaler Mensch Liebesromane lesen kann, ohne traurig zu werden. Es sei denn, man entschließt sich, das Ganze einfach nicht ernst zu nehmen.
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Forum Lurker




Alter: 51
Sexualität: Sexuell
Anmeldungsdatum: 22.11.2007
Beiträge: 1780
BeitragVerfasst am: Fr Feb 03, 2012 21:08    Titel: Antworten mit Zitat

Mal so, mal so.
Ist davon abhängig in was für einer Stimmungsphase ich mich bewege.

Die meiste Zeit stecke ich meine Nase eigentlich ganz gerne in die eine oder andere (Jugend-)Romanze. Auch wenn ich so langsam etwas zu alt bin für "der wahren Liebe erster Kuss", mag ich den Gedanken doch immer noch.
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"We are never half so interesting when we have learned that language is given us to enable us to conceal our thoughts."
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AH-Fan




Alter: 38
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 01.05.2006
Beiträge: 1664
BeitragVerfasst am: Sa Feb 04, 2012 1:47    Titel: Antworten mit Zitat

Ich lese so'n Zeug nicht, denn mit Liebesschnulzen kann ich so gar nichts anfangen. Rolling Eyes
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Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 19.06.2016
Beiträge: 283
Wohnort: dichte Wälder mit offenen Landschaften
BeitragVerfasst am: Sa Jul 30, 2016 19:50    Titel: Antworten mit Zitat

Mir geht es anders herum, mich nerven solche in eine bis dato interessante Story eingebauten Liebesschnulzen.

Ist mir erst gestern bei einem Film sehr störend aufgefallen. Als ob Männlein und Weiblein, die laut Story bis dato alleine gut durchs Leben gekommen sind, sobald sie sich gut verstehen nichts besseres zu tun hätten, als sich zu umarmen und zu küssen und alsbald im Bett zu landen bzw. sich gegenseitig anzuschmachten und etwas von Verletzlichkeit, Beschützen und so zu reden.

Ich fände es sehr lustig, wenn man dieses Muster mal auf sämtliche gleichgeschlechtlichen Hauptdarsteller anwenden würde. Ich wette, dass nicht wenige Heterosexuelle davon wenig begeistert wären und etwas von "unrealistisch" und "völlig überzogen" zischen würden.

Wenn einer der Hauptdarsteller weiblich und der andere männlich ist, ist schon klar, wohin die Reise geht. Erst recht, wenn der weibliche Part entsprechend figurbetont und freizügig gekleidet in Szene gesetzt wird, während der männliche Part optisch deutlich weniger attraktiv ist und kaum Haut und Figur zeigt (und oft sichtbar älter ist). Warum nimmt man wenn schon nicht bei beiden Geschlechtern Darsteller, die Modeln könnten und altersmäßig nicht wie Vater/älterer Bruder und Tochter wirken?! Rolling Eyes Bei Büchern: Wenn betont wird wie attraktiv etc. eine der Hauptfiguren ist und wie angetörnt der andersgeschlechtliche Beobachter (ebenfalls eine Hauptfigur) darauf reagiert. Und wenn die Figuren sich nachfolgend wegen Kleinigkeiten oder Nichts anfangen erst anzuzicken, um sich dann ineinander zu verknallen. ... Muss ich ja nicht verstehen, aber es nervt, wenn das in so vielen Geschichten vorkommt.

Bei Krimis ist irgendwann auch leider so ein Trend aufgekommen, ein gemischtgeschlechtliches Ermittlerteam ins Rennen zu schicken, die sich bei den Ermittlungen dann näherkommen.

Und ich verstehe auch nicht, warum es in der fiktiven Bücher- und Filmwelt eine seltene Ausnahme ist, jemandem vom anderen Geschlecht das Leben zu retten, ohne sich in den zu verknallen und mit der Person Sex zu haben bzw. haben zu wollen.
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Sandkastenzorro
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BeitragVerfasst am: Sa Jul 30, 2016 20:51    Titel: Antworten mit Zitat

Mich würd eher interessieren, warum Liebesfilme/bücher sone Frauendomäne sind. Kerle interessieren sich für den Trief ja eher weniger. Wäre mal interessant, warum eigentlich - und warum Frauen so darauf stehen. Und ob der Liebesfilmkonsum sich proportional zur typisch weibischen Zickerei verhält. Immerhin wird das in solchen Filmen bevorzugt dargestellt.

Bei den Krimis ists klar, warum auch da rumgepoppt und geliebt werden muss: Damit man ne Absicherung hat. Ist die Handlung scheisse, taugts vielleicht noch als lauer Schmachtfetzen. Wobei Krimis und Thriller immer ihre ganz eigenen Stereotypen mitbringen. Traumatisierter Cop mit kaputter Familie - hat entweder Frau oder Kind durch nen tragischen Unfall verloren und steht mit einem Bein in der Pensionierung - wird aber natürlich wieder rekrutiert um nur noch DIESEN EINEN Fall zu lösen, denn er ist DER BESTE!!111 Wenn Erinnerungen von ihm eingeblendet werden, sind das immer Sexszenen mit seiner Frau, die er ja tragischerweise verloren hat - entweder durch Tod oder weil sie sich getrennt hat nachdem (meist durch seine Schuld) das Kind gestorben ist. Blah...
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Windsurfhippie





Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 13.08.2005
Beiträge: 3235
Wohnort: NZ
BeitragVerfasst am: So Jul 31, 2016 10:57    Titel: Antworten mit Zitat

Laughing Mir ist das natürlich auch aufgefallen, dass die in Filmen gerettete Frau eigentlich immer als Beziehungspartnerin oder Ex-Hopp-Flirt endet. Das muss so ein Gesetz des Theaters sein, oder sowas. Was die Kasse zum Klingen bringt, die Dollars der Kinobesucher gerne lockert. Wahrscheinlich spielt das drauf hinaus, dass sich die große Masse der Menschen Beziehungen und sich etliche Frauen einen Erretter wünschen. Das vielleicht schmacht-tauglich auf ihr kleines Leben übertragen, so nach der Idee " hach wär das prächtig, wenn mich ein muskulöser SEK-Mann aus den Fängen der Akten und aus der täglichen Bedrohung des Telefons befreit und den schmierigen Chef mal in die Schranken weist"

Was ich aber noch viel bizarrer finde, sind solche Knutsch- und Liebesszenen in sofortiger Auffolge oder kurz nach einer fürchterlichen Katastrophe, bei der entweder der bisherige Partner oder die halbe Familie der Frau, oder all die Freunde auf ein Mal draufgegangen sind! Vom weichen Hai gefuttert oder mal eben weg gebombt. Wie glaubhaft ist denn sowas bitte???
Jede vernünftige Person wäre nach sowas wohl monatelang erst mal geschockt oder fürchterlich traumatisiert, wenigstens todunglücklich.
Na ja, es sei denn, der Mann war ein A-Loch und die Freunde bezahlte Unbekannte.


Sandkastenzorro hat folgendes geschrieben:
Mich würd eher interessieren, warum Liebesfilme/bücher sone Frauendomäne sind. Kerle interessieren sich für den Trief ja eher weniger. Wäre mal interessant, warum eigentlich - und warum Frauen so darauf stehen. Und ob der Liebesfilmkonsum sich proportional zur typisch weibischen Zickerei verhält. Immerhin wird das in solchen Filmen bevorzugt dargestellt.



Dazu hätte ich nur eine klischee-tüchtige Antwort :
Kerle interessiert nur Sex, direkt und ohne langes Herumgeschreibsel, und Frauen wünschen sich einfühlsame Aspekte, wollen erfahren, wie es zu der Beziehung kam, welche Auslöser und Verbindungen es gab (?)
Gilt wahrscheinlich für den Einheitsbrei der Menschheit.

Direkte Liebesromane, die nur darum zirkulieren, lese ich nicht. In den meisten übrigen Romanen steckt das Thema immer wieder drin. Es ist schier unmöglich, mal was zu finden, in dem es nicht vorkommt, selbst dem Serienkiller, der auf groteske Weise Frauen meuchelt, dichten die immer irgendwas verschroben Liebliches in sein Werk rein. Entweder ist er dann selbstverliebt oder hat irgend eine abstrahierte Liebe zu seinem Messias oder Idol.

Traurig macht es einen heute nicht mehr, auch wenn sich zwei nicht bekommen, in dem Roman oder Film. Ich schätze, dafür ist man als Erwachsener zu sehr herunter genüchtert, und als der Romantik ohnehin so ferner Mensch nicht befähigt, das vollständige innere Holo-Deck dazu aufzufahren. Da klappt es mit dem Mitfiebern oder Mitfühlen nicht so, also bleiben auch die den Spiegelneuronen geschuldeten Reaktionen aus. Rolling Eyes
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Inertia





Sexualität: Sexuell
Anmeldungsdatum: 07.10.2014
Beiträge: 1076
BeitragVerfasst am: So Jul 31, 2016 15:08    Titel: Antworten mit Zitat

Seh ich genauso Hippie, was für die Männer der Sex ist, ist für die Frauen die Romantik. Unterm Strich sind alle Menschen gleich hormongesteuert, ob ihnen nun ums vögeln geht oder ums geliebt und begehrt werden ist da eigentlich auch egal.

Dass das Thema in Filmen so allgegenwärtig ist, geht mir auch gehörig auf den Sack. Bücher lese ich ja zum Glück nicht. Smile

Das Schlimmste ist, dass das immer so durchschaubar ist. Hat ja irgendjemand auch schon geschrieben. Wenn es da einen männlichen und einen weiblichen Hauptdarsteller gibt, ist schon in den ersten Minuten klar, worauf das hinausläuft. Komischerweise scheint das aber außer uns niemanden zu stören.

Ich habs ja schonmal gesagt, und ich sags wieder: Diese romantischen Liebeleien gehen mir viel mehr auf die Nerven als Sexszenen. Immer liest man hier von der Übersexualisierten Gesellschaft. Meines Erachtens ist sie in erster Linie überromantisiert, aber das glaubt mir ja immer keiner.
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