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Allein ist nicht einsam

 
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Black Rose




Alter: 61
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 14.10.2019
Beiträge: 6
Wohnort: Berlin
BeitragVerfasst am: Mo Okt 14, 2019 8:52    Titel: Allein ist nicht einsam Antworten mit Zitat

Ein Thema, dass ich immer wieder höre. Mit Unterbrechung von rund 10 Jahren, in denen ich mit einem asexuellen Mann zusammenlebte, lebe ich alleine. Es ist schön, sein Leben nicht teilen zu müssen.
Auch das Thema WG ist ok. Seit 4 Jahren wohne ich mit einer asexuellen Freundin in einer Wohnung zusammen, was ebenfalls gut funktioniert.
Das Internet bietet viele Möglichkeiten sich Gesellschaft zu suchen in Foren, Chats, Spielen. Na und Hobbys hat man auch.

Partnerschaften habe ich nie gebraucht, im Gegenteil, sie waren mir lästig. In einer Partnerschaft macht man sich abhängig, auch wenn sie rein platonisch funktioniert. Man muss sein Leben teilen und das wollte ich nie.

Asexualität schließt auch Kinder nicht aus, denn bis man begreift, dass man gar nicht auf Sex steht, hat man so gewisse Dinge erlebt. Smile Mein Kind kann auch nicht alleine leben, immer muss er ein Anhängsel haben und kommt damit nicht klar, dass ich das nicht brauche. Wir haben uns auch einige Jahre eine Wohnung geteilt, selbst das habe ich nicht wirklich ertragen.

Ich denke, eine WG in der jeder unabhängig ist, ist eine gute Sache für uns ältere Semester. Es lohnt, darüber nachzudenken.
_________________
Man muss nicht mit jedem schlafen, mit dem man in einem Bett liegt.
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Exilberliner




Alter: 59
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 03.09.2019
Beiträge: 7
Wohnort: Bremen
BeitragVerfasst am: Mo Okt 14, 2019 20:47    Titel: Antworten mit Zitat

Ach, wir Freiheitsliebenden Smile Kann nur unterschreiben was du sagst.
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Callas of the Wind




Alter: 39
Sexualität: Graubereich
Anmeldungsdatum: 13.08.2019
Beiträge: 261
Wohnort: Oberfranken
BeitragVerfasst am: Mi Okt 16, 2019 1:31    Titel: Antworten mit Zitat

Also ich muss sagen das ich alleine, den größten Teil, sehr glücklich war. Ich denke auch nicht das ich einen Parnter brauche. Ich komme alleine viel besser zurecht. Ich bin auch froh das ich bald wieder alleine wohne. Dann ist das Räumliche zumindest schon mal besser. Das einzigste was mir fehlen würde ist mal in den Arm genommen zu werden oder kuscheln. Körperliche Nähe halt. Ich hatte das auch schon mal eine lange Zeit nicht, deswegen weiß ich das. Es geht aber es fehlt mir irgendwann. Aber deswegen brauch ich nicht gleich eine Beziehung aber das macht das ganze schwierig, da das oftmals anders gedeutet wird und da ich mich dann nicht abgrenzen kann wäre das vielleicht auch nicht gut für mich.
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Windsurfhippie





Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 13.08.2005
Beiträge: 3235
Wohnort: NZ
BeitragVerfasst am: Mi Okt 16, 2019 14:13    Titel: Re: Allein ist nicht einsam Antworten mit Zitat

Black Rose hat folgendes geschrieben:

Auch das Thema WG ist ok. Seit 4 Jahren wohne ich mit einer asexuellen Freundin in einer Wohnung zusammen, was ebenfalls gut funktioniert.
Das Internet bietet viele Möglichkeiten sich Gesellschaft zu suchen in Foren, Chats, Spielen. Na und Hobbys hat man auch.
(...)
Ich denke, eine WG in der jeder unabhängig ist, ist eine gute Sache für uns ältere Semester. Es lohnt, darüber nachzudenken.


So, wie Du es beschreibst, lebst du auch nicht mal allein in dem Sinne.
Gibt hier mehr Leute im Forum, die sich sowas in der Art wünschen, und je nachdem, wer so anpassungsbereit ist und zu Kompromissen befähigt, da klingt das ab einem bestimmten Gesamtumstand, wenn man älter wird, ganz vernünftig. Grade, wenn man dann mal Probleme hätte, oder die Gesundheit wegbricht, ist da dann halt immer wer, wen man um Hilfe bitten kann, oder um Gefälligkeiten und Erledigungen.

Allerdings halt nicht für alle Menschen geeignet. Ein paar Versuche in die Richtung hatte ich auch mal probiert, zunächst bei einer Aussteigergemeinschaft. Da ging das vom Gesichtspunkt des Reibungsarmen her ganz gut, aber irgendwann wurden die Einschnitte, die in die Lebensplanung erwartet wurden, für meine Verhältnisse zu bestimmend, ich hatte an sich was anderes vor.
Ein anderes Mal war es WG-ähnlich, aber mit eigenem, abschließbaren Schlafraum - das ist eine der Grundbedingungen, sonst hätte ich mich nie auf so etwas eingelassen. Gegen Mithilfe bzw. Lektorat für ein Buch, war das akzeptabel. Der Tagesrhythmus des Autors war allerdings das komplette Gegenteil des Meinen, und trotz seines Witwer-Status hatte er immer neue und andere Besuche von Kerlen. Ich ging dann immer Wandern in der Gegend, nehme mal an er hat mit den Kerlen nicht nur Biscuits zum Tee genommen Rolling Eyes
Dauerhaft hätte ich so aber nicht leben können, auch nicht mit Leuten, wo man sich so gut als gar nie streitet.

Ich habe mich mit Menschen eigentlich nie fortdauernd verstanden, ehestens mit wenigen Brief- bzw- E-Mail-Bekannten, und wo das Ganze eher distanziert bleibt. Wenn man das nämlich immer wieder erlebt, dass man Menschen einfach nicht verstehen kann, und immer wieder versagt, in ihre komplizierten Gedankengänge nicht hineinfindet, und ihre Stimmungsnuancen nicht antizipieren kann, ist es vielleicht besser, wenn man es bei Zimmerpflanzen, Aquarium und Büchern belässt.
Auch für potenzielle Andere ist das dann besser so. Wink

Hat man Bedarf nach Austausch und Solchem, braucht man eigentlich nur ins Internet zu gehen, oder sich mit seinem Tee, der Milch, dem Wasser/Saft irgendwo hin pflanzen, wo Viele vorbei flanieren, und beobachtet.
_________________
Wer später stirbt, erlebt den Tod derer, die früher sterben, und hat deshalb länger was zu lachen.
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Wasbinich




Alter: 55
Sexualität: Graubereich
Anmeldungsdatum: 22.10.2019
Beiträge: 1
BeitragVerfasst am: Di Okt 22, 2019 12:05    Titel: Antworten mit Zitat

Bin ganz neu hier und froh,endlich zu lesen,dass meine Lebenssituation gar nicht so selten ist.Meine letzte Beziehung ist nach zwei Jahren, wie die meisten Beziehungen vorher, durch mich beendet worden.Danach hab ich bissel am Boden gelegen,glaube ich.Und jetzt geht es mir so gut wie in keiner Zeit mit Mann.Hehe,das soll nicht heißen,dass ich keine Männer mag,nein,nein,nur reichen sie mir als Kumpel,Freunde,Bekannte,Nachbarn.Ihr wisst schon.
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Mayis




Alter: 54
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 23.02.2020
Beiträge: 4
BeitragVerfasst am: So Feb 23, 2020 8:34    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kann Black Rose 100% zustimmen !!!!
Aleine sein (leben) ist für mich auch das Höchste der Gefühle .. ich teile meine Wohnung noch mit meinen 3 Kinder und ist auch ok so .. ich liebe sie tief und innig .. aber ich werde nie wieder eine Partner an meiner Seite haben .. eine WG im Alter wäre auch ok, ansonsten werde ich (sehr gut und glücklich) alleine leben.
Was mir lebenswichtig ist, sind gute und ehrliche Freunde zu haben .. das reicht mir, um glücklich und zufrieden zu sein. Very Happy
_________________
Wir können aus dem Lebenskuchen uns nicht nur die Rosinen suchen.

Thomas Morus (1478 - 1535 (enthauptet)), auch Sir Thomas More, englischer Staatskanzler und Humanist, verweigerte den Gehorsamseid gegenüber der Kirchenpolitik Heinrichs VIII. aus Treue zum Papst
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Solitär





Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 07.10.2012
Beiträge: 161
BeitragVerfasst am: Di Feb 25, 2020 20:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo BlackRose!
Es freut mich, dass du für dich einen Lebensstil gefunden, bei dem du dich wohl fühlst.
Ich denke allerdings, das "allein leben" noch etwas anderes ist als in einer WG zu leben.
Ich könnte mir, für mich, nie vorstellen, mit einem anderen Menschen eine Wohnung zu teilen. Da würde ich mich schon viel zu sehr eingeschränkt fühlen.
Ich lebe schon sehr, sehr lange alleine, ganz für mich. Die meiste Zeit bin ich froh, dass da niemand anderes ist. Aber manchmal ist dieses Alleinsein natürlich auch erdrückend.
_________________
Was weiß ich? Wir wissen wenig voneinander. Wir sind Dickhäuter, wir strecken die Hände nacheinander aus, aber es ist vergebliche Mühe, wir reiben nur das grobe Leder aneinander, wir sind sehr einsam. (Büchner, Dantons Tod)
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_Eiskristall
gesperrt wegen Mehrfachaccount
<b>gesperrt wegen Mehrfachaccount</b>




Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 08.06.2019
Beiträge: 61
BeitragVerfasst am: Di Feb 25, 2020 21:53    Titel: Antworten mit Zitat

Solitär hat folgendes geschrieben:

Ich könnte mir, für mich, nie vorstellen, mit einem anderen Menschen eine Wohnung zu teilen. Da würde ich mich schon viel zu sehr eingeschränkt fühlen.


Geht mir auch so.
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Lebenskünstler





Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 12.06.2007
Beiträge: 85
Wohnort: Süden der BRD
BeitragVerfasst am: Fr Nov 20, 2020 12:45    Titel: Antworten mit Zitat

Wer mit sich gut klar kommt, hat männlich/weiblich in sich vereint. Ist in sich zentriert.
Damit kommt man nun während der Pandemie mit der Isolation viel besser klar.
_________________
... euer Lebenskünstler seit 1950 -
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Nina_R




Alter: 48
Sexualität: Graubereich
Anmeldungsdatum: 28.09.2020
Beiträge: 41
Wohnort: Aachen
BeitragVerfasst am: So Nov 22, 2020 17:27    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kriege die Pandemie nicht so wirklich mit, weil sich an meinem Leben (außer wenn ich in einen Laden gehe und halt den MSN aufziehen muss) so gut wie nichts geändert hat. OK, weniger Kino, aber das ist vertretbar.

Was ich aus den Berichten heraushöre ist, dass viele nach mehreren Jahren der Beziehung sich darüber freuen, endlich alleine zu leben. Insofern ist die Begeisterung für die Unabhängigkeit verständlich.

Ich hingegen hatte noch nie eine Beziehung, und da ich älter werde, merke ich schon, dass es manchmal wirklich hilfreich wäre, wenn da ein anderer Mensch wäre, den man im Notfall um Hilfe bitten (und selbige auch anbieten) kann bzw. mit dem man sich einfach gut versteht. Umso mehr, als ich auch keine Freunde, Verwandte oder Bekannte in meiner Umgebung habe. Vor der Familie bin ich 1000 km weit geflüchtet, und seit ich hier bin, war für Bekanntschaften wegen der Pandemie auch nicht wirklich eine Möglichkeit gegeben.

WG wäre für mich tatsächlich auch denkbar, aber ich habe noch nie Plattformen für explizit ältere Leute gefunden.

Ich hatte Anfang des Jahres eine unfreiwillige Mitbewohnerin, die mich besucht hatte und dann von der Pandemie festgenagelt wurde. Das war definitiv kein positives Erlebnis, weil sie ständig schlecht gelaunt war und sich auch nur unter massiver Aufforderung am Haushalt beteiligte. Aber ich denke mir, dass man sowas, wenn man eine WG oder eine Freundschaftsbeziehung eingeht, doch im Vorfeld klären könnte. Vielleicht bin ich ja naiv, aber das Vorhandensein einer zweiten Person an sich stört mich noch nicht, sofern die Wohnung es erlaubt.
Ich stelle mir halt vor, dass es schön wäre.
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Paul65





Sexualität: Graubereich
Anmeldungsdatum: 26.09.2010
Beiträge: 571
Wohnort: FFM
BeitragVerfasst am: So Nov 22, 2020 20:00    Titel: Antworten mit Zitat

Vielleicht kann ich da ja beruhigen. Ich habe, seitdem ich vor 30 Jahren bei meinen Eltern ausgezogen bin, auch mehr oder weniger allein gelebt, von ein bisschen WG-Erfahrung mal abgesehen. Und seit einem guten halben Jahr wohne ich mit der liebsten Frau der Welt zusammen Wink, zwar noch nicht rund um die Uhr bzw. die ganze Zeit, aber doch ca. 2/3 der Zeit, hauptsächlich weil sie in Schicht arbeitet und sich auch noch gelegentlich um ihre Wohnung kümmern muss, die sie noch hat.
Natürlich war das anfangs für uns beide, eine grosse Umstellung, das da plötzlich jemand ist auf den man Rücksicht nehmen muss, aber es ist einfach toll, das man nach der Arbeit nicht mehr in eine leere, dunkle Wohnung kommt oder man für jemand kochen kann. Und inzwischen können wir uns auch gemeinsam in der Wohnung aufhalten und trotzdem kann jeder "sein Ding" machen, einfach nur auf dem Sofa liegen und lesen etc. ohne dass sich der Andere zurückgesetzt fühlt.

Nina_R hat folgendes geschrieben:

Ich stelle mir halt vor, dass es schön wäre.

Ja ist es Smile
_________________
Ich mag keinem Club angehören, der Leute wie mich als Mitglied aufnimmt - Groucho Marx
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Berkana




Alter: 51
Sexualität: Graubereich
Anmeldungsdatum: 24.01.2021
Beiträge: 6
BeitragVerfasst am: So Jan 24, 2021 13:20    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe lange Jahre mit mit meinem Sohn erst als Mama, dann als WG-Partner gelebt. Ich bin dann aus der WG zu meinem damaligen Lebenspartner gezogen. Nach 3 für mich sehr schwierigen und anstrengenden Jahren bin ich jetzt seit fast 2 Jahren in einer WG mit 2 Katzen. Ich war noch nie so lange so glücklich und zufrieden.

Trotzdem glaube ich, dass ich mich in einer WG wohlfühlen könnte. Man hat Gesellschaft und Austausch, kann aber auch die Tür zu machen und für sich sein, wenn man das möchte.

Alles in Allem fühle ich mich aber auch allein nicht einsam. Der Lockdown hat mich auch nur wenig betroffen. Abgesehen davon, dass ich ,endlich von der Rücksichtnahme auf den Partner befreit, viel unternehmen wollte (Reisen, Konzerte, Veranstaltungen) hat sich mein Alltag kaum verändert.
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