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Soll ein "A" in die Buchstabenkette LGBTTIQ?
Ja
44%
 44%  [ 11 ]
Nein
28%
 28%  [ 7 ]
ist mir egal
28%
 28%  [ 7 ]
Stimmen insgesamt : 25

Autor Nachricht
Maz
ADMod Team



Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14320
BeitragVerfasst am: Do Dez 17, 2020 20:05    Titel: Antworten mit Zitat

Zu diesem Thema kann ich sogar mal die Taz(sic!) zitieren:

https://taz.de/Politische-Korrektheit/!5012673/

Zitat:

Das ungarische „Cigány“ (Zigeuner) ist nur ein Wort. Es sagt nichts über das Verhältnis zu Vertretern dieser Volksgruppe aus.
...
In Ungarn bin ich mit vielen Akademikern befreundet, die darauf bestehen, „Cigány“ genannt zu werden. Auch sie wissen mit den Begriffen „Sinti“ und „Roma“ nichts anzufangen. Aber nicht nur sie. Meine Eltern sagen immer: „Das Wort Roma ist scheinheilig. Wir sind Zigeuner. Wir haben uns niemals Roma genannt.
...
Wenn jemand mich fragt: „Du arbeitest, du hast studiert, warum nennst du dich Zigeuner?“ Dann antworte ich: „Weil ich ein Zigeuner bin, genauso wie diejenigen, die keine Arbeit haben und nicht studieren konnten.“


Begriffe, die in vielen Sprachen absolut üblich sind, komplett aus dem Wörterbuch streichen zu wollen nur weil sie von bestimmten Gruppen und/oder in bestimmten Kontexten abwertend verwendet werden/wurden ist bestenfalls ein Zeichen für mangelnde Ambiguitätstoleranz und löst kein einziges Problem. Ganz im Gegenteil würde ich sogar behaupten, daß man mit dem Versuch echte Rassisten nur weiter anstachelt.

Daß ausgerechnet die Ungarn (deren aktuelles Problem mit der Demokratie bekannt sein sollte) hier die Vorreiter der politischen Korrektheit waren könnte einem ggf. auch zu denken geben was Ursache-Wirkungszusammenhänge betrifft.
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Arpad4




Alter: 41
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 17.11.2016
Beiträge: 1760
Wohnort: Kaiserslautern
BeitragVerfasst am: Do Dez 17, 2020 20:30    Titel: Antworten mit Zitat

Es gibt im Deutschland neue Nazis. Sie meinen das beste Deutsch zu beherrschen, und kritisieren auch jeden Deutscher der in Dialekt redet oder nicht "perfekt" Deutsch spricht.

Sie sind fast alle jünger als ich, und wählen oft die Grüne oder SPD. Sie sind ja alle was besseres, als die anderen Deutsche von AFD oder CDU (+ die Wähler). Und gerne schießen sie gegen "vermeintliche" Nazis und Rassisten.

Solche Sprachnazis gibt es z.B. in Frankreich sehr viele. Sie haben viele französische Dialekte seid dem zweiten Weltkrieg ausgemerzt. Paris ist voll von diesen Knalltüten. Sie halten sich auch für die einzige "echte" Franzosen. Laughing

Was da im Alltag abgeht ist viel krasser als bei uns. Und wir regen uns auf über einige Begriffe.
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Callas of the Wind




Alter: 39
Sexualität: Graubereich
Anmeldungsdatum: 13.08.2019
Beiträge: 271
Wohnort: Oberfranken
BeitragVerfasst am: Do Dez 17, 2020 20:51    Titel: Antworten mit Zitat

Maz hat folgendes geschrieben:
https://taz.de/Politische-Korrektheit

Der Link funktioniert bei mir nicht. am Kopf kratzen
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Maz
ADMod Team



Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14320
BeitragVerfasst am: Do Dez 17, 2020 20:56    Titel: Antworten mit Zitat

Das liegt am ! in der URL (ein reserviertes Zeichen welches an dieser Stelle eigentlich nicht in URLs nicht verwendet werden darf).
Dadurch wird der Link nicht korrekt zum anklicken umgewandelt und der hintere Abschnitt fehlt. Bitte daher einfach C+P in den Browser.
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Callas of the Wind




Alter: 39
Sexualität: Graubereich
Anmeldungsdatum: 13.08.2019
Beiträge: 271
Wohnort: Oberfranken
BeitragVerfasst am: Do Dez 17, 2020 20:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hat irgendwie geklappt danke. Smile
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Arpad4




Alter: 41
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 17.11.2016
Beiträge: 1760
Wohnort: Kaiserslautern
BeitragVerfasst am: Do Dez 17, 2020 21:32    Titel: Antworten mit Zitat

Damit hier etwas Stimmung reinkommt, habe ich diese Video verlinkt. Razz

Der Prototyp Rumäner

https://www.youtube.com/watch?v=pIN3ZNXkSM0


Soviel spass muss sein. Razz
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Dystopie





Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 17.12.2020
Beiträge: 12
BeitragVerfasst am: Do Dez 17, 2020 23:51    Titel: Re: Buchstabensuppe Antworten mit Zitat

Rea hat folgendes geschrieben:
hier gibt es ja schon einige threads zu der Frage, ob Asexuelle sich als "queer" oder "nicht queer" empfinden und ob man sich der LGBTTIQ*-Gemeinschaft zurechnet.

Ich möchte nun eine Umfrage starten und frage Euch, ob Ihr es gut fändet, wenn ein "A" für Asexualität in die Buchstabensuppe dazu kommt - die Buchstabenreihe also z.B. heißen könnte LGBTTIQA*


Da fehlt auch noch ein z für zoophil und ein p für pädosexuell ... . Ach, warum nicht gleich das ganze Alphabet, mit Ausnahme des bösen h wie heterosexuell^^

Ernsthaft: Die ursprüngliche Grundidee hinter diesem LGBT-etc.-Kram finde ich an sich unterstützenswert, aber mit der LGBT-Szene kann ich in ihrer tatsächlichen Erscheinungsform online wie offline nichts anfangen und möchte auch nicht damit in einen Topf geworfen werden.

Besonders bizarr finde ich den Transgender-Kram, wonach jemand eigentlich z.B. ein Mann sein soll "im Körper einer Frau", bloß weil sie gerne Fußball spielt usw..
Das sind doch einfach Geschlechterklischees, denen so jemand unterliegt. Wenn man seine Geschlechtszugehörigkeit unbedingt daran festmachen möchte, welches überkommene Geschlechterklischee man besser erfüllt, bitte. Ist ja jeder sein eigener Herr und Diener. Man sollte aber keinen gesamtgesellschaftlichen Jubel dafür erwarten.

Verstehen könnte ich noch, wenn jemand sagt, dass er gerne/lieber den Körper des anderen biologischen Geschlechts hätte und sich deshalb umoperieren lässt bzw. entsprechend Hormone schluckt. Aber dieses Rumgetanze um den biologischen Fakt herum, dass jemand mit einem XX-Chromosomensatz nun einmal eine Frau ist und jemand mit XY ein Mann, und nicht etwa jemand, "dem man bei seiner Geburt ein falsches Geschlecht zugewiesen hat", finde ich einfach grotesk und unehrlich.
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Wellin




Alter: 21
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 25.10.2020
Beiträge: 69
BeitragVerfasst am: Fr Dez 18, 2020 2:42    Titel: Antworten mit Zitat

@maz
Es ist witzig, wie oft du von Kontext sprichst, während du alles, was ich so schreibe, miteinander vermischst und bunt zusammenschmeißt. Vielleicht solltest du damit anfangen, anderen Menschen keine Ratschläge zu erteilen, an die du dich selber nicht hältst?

Wo das eine Zitat her ist, hast du ja leider nicht gekennzeichnet, aber meinem letzten Wissensstand nach ist es auch falsch, Jenische und Sinti und Roma in einem Satz zu nennen. Wo die Herkunft ersterer liegt sei zwar umstritten, sie wurden allerdings schlicht aufgrund ihrer Lebensweise mit Sinti und Roma „in einen Topf geworfen“ und wie letztere ebenfalls mit dem Z-Wort „gebrandmarkt“.
Das nur nebenbei, weil ich gerade erst die Geschichte eines jenischen Jungen gelesen habe, der Satz kam ja tatsächlich nicht von dir.

Zu dem Begriff an sich gerne mal hier schauen: https://zentralrat.sintiundroma.de/sinti-und-roma-zigeuner/
Dein link funktioniert hier auch durch c+p nicht.
Weil du die Quelle so herausgestellt hast als sei es explizit für mich, freue ich mich aber, dir mitteilen zu dürfen, dass ich so meine Probleme mit der Taz habe

Tatsächlich lassen sich Begriffe verschiedener Sprachen nicht immer gleichsetzen, weil sie bei der Übersetzung Bedeutungen verlieren, „race“ und „Rasse“ beispielsweise meinen nicht dasselbe.

Warum du dich immer wieder an dem Feminismus und der lgbtqipa+ Community festbeißt, ganz egal, worum es inhaltlich geht, erschließt sich mir nicht ganz. Ist das der große Feind, gegen den du kämpfen musst?

Im Übrigen halte ich es für sehr traurig, dass du/ihr dich/euch seitenlang an rechten Narrativen bedienen könnt und dich/euch dafür auch noch feier(s)t. Schon alleine zum Narrativ, „die neuen Nazis kommen von links“ kann man Bücher füllen. Aber Hauptsache, die „Verpackung“ bleibt schön.

@arpad kannst gerne Untermensch googeln und dann für dich beschließen, ob es okay ist, das Wort zu verwenden. Wenn ja, dann erlaube doch, dass ich mir meinen Teil denke. Zum Beispiel, dass dir Nazi-Sprache vollkommen egal ist. Das tut ihr bei allem, das ich schreibe, schließlich auch.


@dystopie

Einerseits finde ich es sehr schön, dass es hier mal wieder darum geht, worum es eigentlich geht. Andererseits finde ich schon deinen ersten Satz ziemlich erschreckend. Es ist sehr oft so, dass Homosexualität in einem Atemzug mit Pädophilie genannt wird, da schrillen bei mir grundsätzlich erstmal die Alarmglocken.
Warum sollte bitte irgendjemand wollen, dass die Rechte von Pädophilen gestärkt und die Möglichkeit zur Auslebung ihrer Neigung legalisiert werden? Und was hat das mit der lgbtqipa+ Community zu tun? Nichts.
Ja gut, war wohl ein Witz - aber ich erlaube mir zu sagen: ein geschmackloser

Oh du persönlich mit der lgbtqipa+ Community in Verbindung gebracht werden möchtest oder nicht, ist deine Sache, über die ich nicht urteile. Wie ich persönlich dazu stehe, lässt sich ja bereits früher im Thread nachlesen, Seite drei oder vier würde ich mal schätzen.

Zu deinem Kommentar zu „de[m] Transgender-Kram“:
zum einen geht es eben NICHT um geschlechterrollen und Klischees. Ich widerlege dir das auch gerne direkt als Cis-Frau, die von klein auf jahrelang Fußball gespielt und geschaut und rosa immer gehasst hat. Du siehst: Interesse =/= geschlecht(szuordnung)
Zum zweiten gibt es auch viele trans Menschen, die sich ganz bewusst gegen eine geschlechtsangleichende Operation entscheiden und zwar nicht, weil sie ihren Körper so toll finden. Oft sind es gesundheitliche Gründe oder der Wunsch, irgendwann einmal ein leibliches Kind bekommen zu können. Und generell, die ganze „es gibt bloß XX und XY chromosomen“- (sofern du darauf hinauswolltest) ist mit deinen eigenen Worten als „grotesk und unehrlich“ zu beschreiben. Auch biologisch betrachtet gibt es mehr als XX und XY-Chromosomenpaare!
Aber Thema transgender: wer sind wir, darüber urteilen zu können, ob ein nach der Geburt als Junge bezeichneter Mensch auch wirklich ein cis-Mann wird oder nicht? Du kannst trans Menschen nicht ihr trans sein absprechen, das funktioniert nicht. Geschlechtsidentität hat nichts mit den äußeren Merkmalen zu tun.
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Maz
ADMod Team



Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14320
BeitragVerfasst am: Fr Dez 18, 2020 10:54    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Dein link funktioniert hier auch durch c+p nicht.


Dann wirst du den Link wohl glatt abschreiben müssen oder einfach den Textabschnitt googlen falls es dich tatsächlich interessiert. Mit der Taz kann man natürlich unabhängig von der politischen Einstellung Probleme haben aber zumindest ist das eindeutig kein rechtes Blatt und mir wird dann hoffentlich nicht gleich wieder unterstellt ein Freizeitnazi zu sein wenn auch dort das böse Wort Zigeuner ausgeschrieben wird.

Zitat:

Vielleicht solltest du damit anfangen, anderen Menschen keine Ratschläge zu erteilen, an die du dich selber nicht hältst?


Da schenken wir uns wohl nichts, ich hätte gerne darauf verzichtet vergleiche mit Extremisten heranziehen zu müssen aber das ist ja offensichtlich nicht möglich. Betrachte es einfach als kontroverse Diskussion.

Zitat:

Tatsächlich lassen sich Begriffe verschiedener Sprachen nicht immer gleichsetzen, weil sie bei der Übersetzung Bedeutungen verlieren, „race“ und „Rasse“ beispielsweise meinen nicht dasselbe.


Nein sie lassen sich nicht immer gleichsetzten aber das ist nicht der Punkt. Es geht darum dass hier bestimmte Begriffe generell dämonisiert werden weil sie in bestimmten Kontexten auf abwertende Art verwendet wurden oder in ein bestimmtes ideologisches Weltbild eingefügt wurden.

Das ergibt für mich keinen Sinn, der Begriff Rasse existiert nun mal und bezeichnet auch nicht nur irgendwelche Sterotype im Sinne einer kolonialistischen Rassenlehre. Ebenso wie der Begriff Zigeuner natürlich nicht generell problematisch ist. Das habe ich dir schlicht nachgewiesen.

Die Übersetzung von "Race" ist "Rasse" und Begriffe wie "Caucasian" beziehen sich auf eine bestimme Rassenlehre. Auch wenn diese "überholt" ist haben die Begriffe trotzdem nach wie vor eine praktische Funktion da nun mal Gruppen mit unterschiedlichen körperlichen und kulturellen Merkmalen existieren, egal wie klar sich diese voneinander trennen lassen und wie stark sie sich vermischen. Da muss man nicht versuchen drum herumzureden nur weil der Begriff im 19. Jh oder im Nationalsozialismus auf problematische Art und Weise verwendet wurde.

Zitat:

Es ist witzig, wie oft du von Kontext sprichst, während du alles, was ich so schreibe, miteinander vermischst und bunt zusammenschmeißt.


Zusammenschmeißen ist gut.
Um mal Klartext zu sprechen: deine Beiträge laufen für mich im Grunde schon lange primär darauf raus mit fürs Thema ja ebenfalls völlig irrelevanten geschichtlichen Analogien rechtfertigen zu wollen, dass Menschen die deinen politischen Ansichten nicht die gleiche tiefgreifende Bedeutung beimessen Rassisten, Rechtsextreme, etc. sind. Da fällt es schwer nicht auf der gleichen Ebene zu reagieren.

Ich sehe das allerdings nicht als (d)ein individuelles Phänomen an sondern als ein Muster welches sich in der feministisch ausgerichteten "lgbtqipa+ Community" ansich durchzieht und auch als eine Denkweise, die ganz konkret durch die Studies vermittelt wird. Du hast ja selbst geschrieben, dass auch für dich die Beschäftigung mit den entsprechenden Kanälen belastend ist. Vielleicht solltest du dich mal fragen warum.

Die "Geschlechterstudien" beschäftigen sich offensichtlich sehr viel mehr mit Politik (wobei sie einen links außen Standpunkt vertreten, der sich für mich nicht klar von einem sozialistischen Weltbild und dem Linksextremismus distanziert. Gerade der Versuch die Sprache zu manipulieren ist für diese Ideologien typisch, siehe Orwell) als mit dem Geschlecht welches doch eigentlich unabhängig von politischen Ansichten der eigentliche Gegenstand der Betrachtung sein sollte. Hierüber spannt sich dann auch wieder der Bogen zur Buchstabensuppe. Da die Frage der Zugehörigkeit ja die eigentliche Frage dieses Threads ist bringe ich das eben entsprechend zum Ausdruck.
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Zuletzt bearbeitet von Maz am Fr Dez 18, 2020 11:56, insgesamt einmal bearbeitet
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Wellin




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Beiträge: 69
BeitragVerfasst am: Fr Dez 18, 2020 11:12    Titel: Antworten mit Zitat

@Maz ich will gar nicht groß darauf eingehen, weil ich im Moment nicht die Energie dazu habe, mich hier auf eine noch größere persönliche Schlammschlacht einzulassen.

Also nur so viel: hast du meinen verlinkten Artikel komplett gelesen? Wenn ja, warum schreibst du dann noch immer das Wort aus? Weil dir die rassistischen Konnotationen egal sind oder weil du mich provozieren möchtest?
Und das Wort Rasse ist auch wissenschaftlich (worauf du dich ja eigentlich zu Anfang gerne bezogen hast) nicht mehr gültig.
Tatsächlich sind weder das nicht-benutzen von Rasse noch das nicht-benutzen verunglimpfender Worte für Sinti*ze und Rom*nja Ideologisch aufgeladen.


Zuletzt bearbeitet von Wellin am Fr Dez 18, 2020 11:58, insgesamt einmal bearbeitet
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Maz
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Sexualität: keine Angabe
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BeitragVerfasst am: Fr Dez 18, 2020 11:43    Titel: Antworten mit Zitat

Ich schreibe das Wort aus weil es ein völlig normales Wort ist. Du kannst das ja gerne anders sehen aber selbst wenn es das nicht wäre macht es wenig Sinn es krampfhaft vermeiden zu wollen oder **** zu verwenden. Das ist für mich eher kindisch, da ja ohnehin jeder weiß was gemeint ist.
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Wellin




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Sexualität: Asexuell
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BeitragVerfasst am: Fr Dez 18, 2020 11:58    Titel: Antworten mit Zitat

Also ignorierst du schlicht den rassistischen Inhalt.
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Maz
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Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
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BeitragVerfasst am: Fr Dez 18, 2020 12:06    Titel: Antworten mit Zitat

Nein sondern ich bin keiner Anhänger sprachmagischer Vorstellungen oder von sprachlicher Zensur. Wir sind hier ja auch nicht in einem Harry Potter Roman.

Selbst bei Begriffen wie Neger, die ganz offensichtlich rassistisch und abwertend verwendet werden und hierzulande (nicht überall!) zumeist auch so verstanden werden (aber auch das nicht ausschließlich), ist diese Herangehensweise zumindest ein zweischneidiges Schwert.

Ändert es etwas am realexistenten Rassismus wenn in Pipi Langstrumpf Romanen nun von Südseekönigen anstatt von Negerkönigen die Rede ist? Wird durch solche Änderungen vielleicht sogar versucht den Umstand zu verschleiern, dass der Begriff über lange Zeit auch in einem positiven Kontext und ohne negative Wertung verwendet wurde?

Das Thema Negerkönig wurde hier übrigens schon diskutiert:
https://www.aven-forum.de/viewtopic.php?t=11442

Der Beitrag illustriert für mich ganz gut das Problem:

Dr. Schiwago hat folgendes geschrieben:

wenn ich in der s bahn sitze und ein schwarzer wird angepöbelt, und der 50 jährige bauarbeiter neben mir, sagt zu mir:" komm, wir helfen dem negger!" dann würde ich aufstehen und dem neger helfen.
währenddessen könnte sich ja ein anderer fahrgast darüber aufregen, dass der bauarbeiter "neger" gesagt hat.


Zigeunerschnitzel ist dann sogar ein Begriff für den keinerlei rassistische oder abwertende Verwendung belegt ist.
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Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 25.10.2020
Beiträge: 69
BeitragVerfasst am: Fr Dez 18, 2020 12:35    Titel: Antworten mit Zitat

Soll das hier ein Spiel werden, wie viele rassistische Worte du in möglichst kurzer Zeit hier rein schreiben kannst oder was? Du denkst ganz offensichtlich nicht einen einzigen Moment darüber nach, was du mit solchen Worten in Menschen auslösen kannst, die hier mitlesen und die von Rassismus betroffen sind

Hier bitte:
https://www.antidiskriminierungsstelle.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/2013/nl_01_2013/nl_01_gastkommentar.html

Es geht dabei auch nicht um die „Auslöschung von Geschichte“. Aber wir müssen im 21. Jahrhundert langsam damit anfangen, unseren Rassismus und dazu gehören auch rassistische Sprachmuster zu reflektieren und abzuschaffen. Und ja, gewisse Worte in Neuauflagen zu ersetzen, bringt insofern etwas, dass es a) von Rassismus betroffene nicht triggert und b) Kinder nicht lernen, bestimmte Worte zu reproduzieren.

Das Wort, das in Zusammenhang mit der Rassentheorie entstand, hat deshalb auch historisch einen rassistischen Hintergrund, selbst wenn es nicht so wahrgenommen wurde. Der Begriff reproduzierte immer eine Vielzahl an rassistischen Vorurteilen, die dem Bild des "vernünftigen, erwachsenen Europäer" gegenüberstanden. Es ist auch nicht erst „neuerdings“ so, dass dir irgendjemand Worte verbieten will: Schon 2004 wurde empfohlen, das Wort nicht mehr zu verwenden.

Nein, es ist nicht ok, wenn du bestimmte Worte verwendest. Und nein, darüber muss auch nicht diskutiert werden. Es ist schlicht und einfach eine Reproduktion von Rassismus.
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Maz
ADMod Team



Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14320
BeitragVerfasst am: Fr Dez 18, 2020 12:49    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Soll das hier ein Spiel werden, wie viele rassistische Worte du in möglichst kurzer Zeit hier rein schreiben kannst oder was?


Du verstehst es wirklich nicht oder?
Schau dir doch wenigstens mal die Diskussion von 2014 an.
Sind das alles Rassisten für dich? Schon gruselig welche Gehirnwäsche da in den letzten Jahren anscheinend stattgefunden hat.

Zitat:

Es ist schlicht und einfach eine Reproduktion von Rassismus.


Was bitte ist eigentliche eine Reproduktion? Das ist ja warum auch immer das Steckenpferd des Feminismus. Und daß du sehr andere Vorstellungen von Rassismus und dessen Ursachen hast hab ich schon verstanden.
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