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Maz
ADMod Team



Alter: 42
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 13845
BeitragVerfasst am: Mo Nov 25, 2019 21:32    Titel: Antworten mit Zitat

Inertia hat folgendes geschrieben:

Da wird gewarnt und gefordert was das Zeug hält, gerne mal ohne vernünftige Grundlage oder gar Lösungsvorschlägen.


Was für Forderungen hast du da so im Sinn?

Sandkastenzorro hat folgendes geschrieben:

Nun, doch, weil das Ökosystem sehr fragil ist und wenn dort eine Lücke entsteht, dann gibts ne Kettenreaktion.


Die meisten Arten werden aussterben (wobei das Artensterben ja aktuell noch primär durch andere menschliche Einflüsse ausgelöst wird) aber mit Sicherheit nicht alle. Für diejnigen, die aktuell schon in der Wüste leben ändert sich z.B. nicht viel.

(Und sowas langweiliges wie Bienen kann man ja sowieso züchten. Die sterben aktuell ja vor allem an den Insektiziden).

Es sei denn die Erwärmung führt zu so hohen Konzentrationen an Methan, Schwefelwasserstoff oder sonstigen Gasen, daß sie zu giftig zum atmen wird. In dem Fall überleben ggf. nur spezialisierte Kleinstlebewesen und Bakterien.
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Sandkastenzorro
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Alter: 39
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 03.04.2011
Beiträge: 3562
Wohnort: Fairvale
BeitragVerfasst am: Mo Nov 25, 2019 21:50    Titel: Antworten mit Zitat

Richtig, und in der Wüste lebt was genau? Ausser einige Schlangen, Kriechtiere, Skorpione, Aasgeier und Fenneks? Nüscht.

Wenn die Welt sich also in eine Wüste verwandelt (und sie ist aktuell dabei - Stichwort "Desertifikation"), dann gehört der Mensch ganz sicher nicht zu den Organismen, die sich durch Jahrtausende an diesen Lebensraum angepasst hat und deshalb dort überleben wird. Die Wüste war nie ein Lebensraum für uns und sie wird es auch in Zukunft nicht sein.

Mal völlig davon abgesehen, dass die Wüstenvegetation auch keinen fruchtbaren Boden für den Ackerbau liefert und Kakteen auslutschen und Schlangen rösten dürfte auf Dauer nicht sonderlich förderlich für die menschliche Gesundheit sein.
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Maz
ADMod Team



Alter: 42
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 13845
BeitragVerfasst am: Mo Nov 25, 2019 21:55    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn dort Tiere in der Größe von Fenneks leben können muss es wohl reichlich Insekten geben, die wiederum von den Kriechtieren gefuttert werden Wink

solche z.B.: https://de.wikipedia.org/wiki/Nebeltrinker-K%C3%A4fer

btw. der Fennek frißt selber sogar auch Insekten.

Zitat:

Wenn die Welt sich also in eine Wüste verwandelt (und sie ist aktuell dabei - Stichwort "Desertifikation"), dann gehört der Mensch ganz sicher nicht zu den Organismen, die sich durch Jahrtausende an diesen Lebensraum angepasst hat und deshalb dort überleben wird.


Der Mensch hat sich ja in warmen Klimazonen entwickelt und ist dafür als felloses Tier sogar recht gut angepasst.

Allerdings wird er ja wie gesagt dann wohl unter die Erde abwandern, wenns zu heiß wird. Ein Stück weiter unten bleibt es ja kühl. Eine andere Möglichkeit wären Wolkenkratzer oder ein Umzug ins Hochgebirge etc.
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Wauwau




Alter: 44
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 05.04.2007
Beiträge: 2493
Wohnort: Wien
BeitragVerfasst am: Mo Jan 13, 2020 17:17    Titel: Antworten mit Zitat

Gott, nein.

Der Mensch ist ein Geschöpf der letzten EISZEITEN und die "Wüste" Sahara war, zum Beispiel, damals eher eine Savanne. Prähistorische Felszeichnungen zeigen Giraffen und dergleichen.

Wir können als Art mit einem Hot House nicht umgehen.

- Körper bricht zusammen, z.b. akutes Nierenversagen ist schon jetzt im Sommer ein zunehmendes Problem.
- Unsere Kulturpflanzen sind samt und sonders weichliche Krüppel, deren Photosynthese bei spätestens 43+ Grad zusammenbricht, die viel zu anfällig für Schädlinge und Mangel sind.
- Die Böden halten einen Hitze-Intensivlandbau keinesfalls aus, Gentechnik her oder hin. Ist der Humus weg, dann ist er weg. Und in einer ausgeräumten, maschinell beackerten Plantage entsteht nun mal kein neuer Humus.In den USA geht man gerade zu Büffeln zurück, weil die Prärie kein Wasserparadies ist und weil man das fossile Wasser vergeudet hat. Auf den Ruinen geht nur mehr das, was immer war: Büffel. Und auch die nur, solange es nicht zu viele sind und das Wasser nicht NOCH weniger wird. Teilweise kannste dort nicht mal mehr Dry farming umsetzen.

- Rund 8 Milliarden Menschen sinds derzeit, man berechne bei rund 510 Mio km2 trockene Erdoberfläche (das ist NICHT gleich Ackerland!), wie viele m2 jeder neugeborne Fresser noch verdrecken darf. Stichworte Wohnen, Arbeiten, kacken, pullern und Müll wegschmeißen.

All die wertvollen kleinen Scheißer werden aber diese Fläche nicht haben, weil der Meeresspiegel steigt und die Wüsten sich ausbreiten. Fischfarmen? Kein Thema, die sauerstofffreien Zonen breiten sich jetzt schon aus und ein anoxisches Ereignis ist das Ende der Fischzüchterei.

Palmöl ist blöd? Ja, ist es - aber wir können leider nicht umsteigen, weil jedes andere Öl mehr Fläche für den gleichen Ertrag braucht. Fläche, die wir JETZT SCHON nicht mehr haben.

Ihr wollt kein Hothouse, liebe Leute. Man kann sich nicht vorstellen, was das heißt. Die kargen Daten aus dem Turonium sind grausam, keiner von uns Eiszeitlern, teilweise mit Neandertalergenen, übersteht das.

Und JA: Wir sterben. Wir sterben als Art auch mal aus. Das ist ein Fakt, auch wenn er wie der eigene Tod nicht in das dumme Menschenhirn reingeht. Da ist kein Gott, der uns ins Paradies holt, wenn wir hier die Hölle lostreten.
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Maz
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Alter: 42
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 13845
BeitragVerfasst am: Mo Jan 13, 2020 19:10    Titel: Antworten mit Zitat

Also zunächst mal ist klar, daß 8 Milliarden Menschen unter solchen Bedingungen nicht leben könnten. Die Frage war aber ob der Mensch zu den Arten gehört, die schon bald komplett aussterben würden und da wage ich zu behaupten, daß das erst dann der Fall sein wird wenn die meisten anderen etwas größeren Lebensformen (zumindest an Land) bereits ausgestorben sind. Inklusive besser an Wüsten angepaßte große Arten wie z.B. Kamele.

Zitat:

Der Mensch ist ein Geschöpf der letzten EISZEITEN und die "Wüste" Sahara war, zum Beispiel, damals eher eine Savanne.


Savanne oder Eiszeit? Wink
Der Mensch der hiesigen Eiszeit lebte doch schon in Höhlen um vor der Kälte Schutz zu haben, zündete sich ein Lagerfeuer an und kleidete sich in Tierfelle. Ohne sein Hirn wäre er damals also erfroren.

Wenn ich halbwegs ich im Bilde bin entstand der Mensch als Art jedenfalls im heutigen Afrika in einer Übergangzeit von feuchtem zu trockenerem Klima, als die Vegetation abnahm und sich an Stelle von Urwäldern/Regenwäldern in denen unsere haarigen Vorfahren weilten und dank ihrer langen Arme und Krallen elegant durch die Bäume kletterten eben jene Savannen ausbreiteten.

Daher auch der für ein dauerhaftes Leben am Boden angepaßte Körperbau des Menschen. Die Fähigkeit zu schwitzen wiederum verschaffte dem Menschen in einem warmem (zumindest tagsüber denn nachts wird es ja aufgrund der geringen Luftfeuchtigkeit und fehlenden Wolken sogar in der Wüste kalt) und relativ trockenem Klima einen Ausdauervorteil wodurch er schnellere Beutetiere zur Strecke bringen konnte. In anhaltender Kälte hingegen führt fehlende Behaarung schnell zu Temperaturverlust und ist somit suboptimal. Ich würde vermuten, daß selbst eine Temperatur von einstelligen Plusgraden für den Menschen zumeist innerhalb weniger Tage das Ende bedeuten würde wenn er komplett nackt durch die Gegend spränge Wink

Daher ist der Mensch eindeutig von seiner Physiologie her eine an warme und relativ trockene Klimazonen angepaßte Lebensform. Anpassungen an andere Lebensareale sind dann eher kurzfristig evolviert wie z.B. die helle Hautfarbe der Europäer.

Natürlich ist der Mensch kein Kaktus oder ein hochspezialisertes Insekt welches den Wasserbedarf allein durch den Morgentau decken könnte und ohne Wasserstellen würde er verdursten. Er ist also sicher nicht für ein Szenario geeignet, in dem die Welt sich in eine einzige riesige Sandwüste verwandelt. Aber bis es in den kühleren Regionen der Welt so weit kommt muß doch noch einiges passieren.
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Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 07.10.2012
Beiträge: 152
BeitragVerfasst am: Mi Jan 15, 2020 7:25    Titel: Antworten mit Zitat

Ist es überhaupt sicher, dass sich die Wüsten durch die Klimaerwärmung massiv ausbreiten? Es müsste doch auch große Gebiete geben, wo es dann mehr regnet. Das Wasser, das auf der einen Seite durch die größere Wärme mehr verdunstet, muss ja irgendwo hin.
Dadurch könnten ja regionen, die jetzt unfruchtbar sind, bessere Bedingungen für Ackerbau bieten.
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Was weiß ich? Wir wissen wenig voneinander. Wir sind Dickhäuter, wir strecken die Hände nacheinander aus, aber es ist vergebliche Mühe, wir reiben nur das grobe Leder aneinander, wir sind sehr einsam. (Büchner, Dantons Tod)
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Maz
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Alter: 42
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 13845
BeitragVerfasst am: Mi Jan 15, 2020 10:40    Titel: Antworten mit Zitat

Warme Luft kann mehr Wasser aufnehmen (was übrigens den Treibhauseffekt selbst massiv verstärkt) und wenn dieses dann abkühlt kommt es schlagartig runter, d.h. es gibt mehr heftige Regenfälle mit Überschwemmungen etc.

Mehr Wasser bedeutet auch nicht unbedingt eine andere Verteilung, zumal hier ja der Luftdruck und die Luftströmungen entscheiden. Über ausgedehnten Festlandregionen weit entfernt von den Ozeanen, wo das Wasser ja verdunstet, wird es sicher noch weniger regnen als jetzt, d.h. die bestehenden Wüsten breiten sich noch weiter aus.

Es wird aber sicher auch Regionen geben in denen es dann ständig regnet. Für unsere Region sagen die Modelle glaube ich Dauerregen im Winter und extreme Hitze im Sommer vorher, wobei das wie gesagt natürlich auch stark von den Luftbewegungen abhängt, die sich ja ebenfalls verändern.

Was die Fruchtbarkeit angeht: Blos weil z.B. Permafrostboden auftaut wird daraus ja noch lange kein guter Boden. Üppige Vegetation wird alleine deswegen schon nicht entstehen weil wir Menschen ja alles abholzen. Das ist auch der zentrale Unterschied zu früheren erdgeschichtlichen Zeitaltern in denen wir höhere CO2 Konzentrationen und Temperaturen hatten. Daher gehe ich schon davon aus, daß Wüsten und ähnliche karge Landschaften dominieren werden.
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