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Zweiter Versuch , erster ging verschollen

 
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Peter 41019




Alter: 66
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 08.01.2020
Beiträge: 7
Wohnort: Erlangen
BeitragVerfasst am: Do Jan 09, 2020 16:55    Titel: Zweiter Versuch , erster ging verschollen Antworten mit Zitat

Bis vor ca. 1 Jahr hatte ich am Sex mit meiner Frau noch viel Spaß und hätte ihn heute noch wäre da nicht die Prostata Op gewesen die mich unwiderruflich impotent gemacht hat.
Da meine Frau halb so alt ist wie ich (wir hatten und haben kein Poblem mit dem Altersunterschied) kann ich und will ich auch nicht von ihr verlangen daßsie auf ihr Sexualleben verzichtet (möchte sie auch nicht) so daß wir eine Lösung finden mußten und auch gefunden haben.
Sie hat ihren Sexfreund wo sie ihr Sexualleben ausleben kann und gut ist es soweit (hierbei geht es nur um Sex und sonst nichts)
Was ich aber nun feststelle ist folgendes, die Schmuserei die normalen Zärtlichkeiten, kuscheln, in Arm nehmen, in die Augen sehen und sagen ich liebe dich das nimmt von ihrer Seite her ab.
Meine Frau arbeitet sehr viel, sie ist selbstständig und ich halte ihr den Rücken frei indem ich der Hausmann bin (waschen,kochen , putzen was halt alles im Haushalt anfällt.
Morgens steht das Frühstück auf dem Tisch und Abends das Abendessen.

Manchmal denke ich (durch die Abnahme der Schmuseeinheiten usw.)
das ich nur noch als Hausmann wichtig bin undich habe Angst sie zu verlieren. Wenn ich sie dahin gehend anspreche verneint sie massiv das es so ist doch ändern tut sich auch nichts
Ich liebe meine Frau von ganzem Herzen, hätte ich jedoch früher gewusst was auf mich zukommt ich weiß heute nicht wie ich dann entschieden hätte.
Das Gefühl nicht genug zu sein ist einfach immer da
Was hättet ihr an meiner Stelle getan?


Keine Sorge wiegen ehrlicher Antworten,ich verlasse sie eh nicht, war gut das mal los zu werden
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Sandkastenzorro
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Alter: 39
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 03.04.2011
Beiträge: 3562
Wohnort: Fairvale
BeitragVerfasst am: Do Jan 09, 2020 17:38    Titel: Antworten mit Zitat

Völlig egal, wie sie vorher war und welche Wünsche sie da noch hatte, scheint mit dem Sexfreund ja irgendwas passiert zu sein, was sie ihr Leben hat überdenken lassen.
Sex bindet. Frauen stärker als Männer (was der Grund dafür ist, warum Männer Sex und Liebe besser trennen können, als Frauen). Was auch immer du für dich entschieden hast - sie scheint da andere Pläne zu haben und wenn ich ehrlich bin, klingt das für mich nach der typischen Warmhalteplatte.

Bist ja auch bequem für sie. Machst alles, putzt für sie, kochst für sie, bist der perfekte Bedienstete, während sie ihre Emotionen mit jemand anderem teilt, für den sie mittlerweile mit Sicherheit schon mehr empfindet, als für einen bloßen Sexfreund. Und du lässt das mit dir machen. Tjo, was soll man dir da raten? Stell sie doch mal zur Rede, was das soll und sie möge dir doch bitte klare Antworten geben, wie sie sich die Zukunft mit dir vorstellt und ob sie sich überhaupt noch eine Zukunft mit dir vorstellt. Oder stelle testweise mal all die Vorzüge, die sie von dir mitnimmt, ein und schau, was passiert.

Fakt ist doch, sie kann es mit dir machen, weil du es zulässt.
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Maz
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Alter: 42
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 13845
BeitragVerfasst am: Do Jan 09, 2020 17:52    Titel: Antworten mit Zitat

An der Gefühlsebene kann sie ja auch nichts ändern. Daß so ein Sexfreund "Nebenwirkungen" haben würde war denke ich abzusehen. Die Frage ist nun was das bedeutet. Abgesehen von der Möglichkeit, die Sandkastenzorro erwähnt also einer tatsächlichen emotionalen Distanzierung durch Wechsel der Ausrichtung auf den Sexfreund könnte es z.B. auch sein, daß es ihr nun schlicht und ergreifend "peinlich" geworden ist bzw. sie es als unehrlich empfindet weiterhin emotionale Nähe zu suchen obwohl sie sich mit einem anderen "vergnügt".
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Sandkastenzorro
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Alter: 39
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 03.04.2011
Beiträge: 3562
Wohnort: Fairvale
BeitragVerfasst am: Do Jan 09, 2020 18:33    Titel: Antworten mit Zitat

So tief würde ich da nichtmal gehen, von wegen peinlich und so.
Ich mein, wenn die Frau um die Hälfte jünger ist als Peter, ist sie 33 und mit 33 dürften da bedeutend andere Faktoren mit reinspielen. Wäre zb nicht die erste Dame, der in dem Alter plötzlich noch einfällt, dass sie ja doch Kinder will und mit den Kindern dann die Gedankenspirale, dass der Ehemann beim Eintritt in die Grundschule bereits in Rente ist, etc pp... Oder dieses "Ich wollte dies und das in meinem Leben noch erreichen und aufbauen" und "dies und das" ist dann mit dem jetzigen Partner nicht möglich, da "dies und das" in seinem Leben bereits schon lange abgehakt ist, da eine völlig andere Generation.

Da könnte es echt viele Möglichkeiten geben, warum es jetzt so ist, wie es ist. Aber so oder so denk ich, da wird einfach ne emotionale Umgewichtung in Richtung Sexfreund stattgefunden haben, denn wäre ihre Liebe noch genau wie vorher, würde sie das auch zeigen und nicht in ihrem kompletten Verhalten auf Distanz gehen. Das tut man nämlich nur, wenn die Gefühle nicht mehr vorhanden sind.
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Rea




Alter: 47
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 21.08.2015
Beiträge: 871
BeitragVerfasst am: Do Jan 09, 2020 18:40    Titel: Antworten mit Zitat

Du hast Dir als Motto/ wichtigen Satz am Ende Deiner Beiträge den Satz "Viele Ehen gehen schief weil man sich nicht über die Teilnehmerzahl einig ist" ausgesucht. Ich frag mich da, ob da frühere Erfahrungen eine Rolle spielen oder Deine jetzige Partnerschaft mit dem Arrangement Sexfreund dazu führt, dass Dir dieser Satz wichtig ist.

Als ich Deinen Beitrag gelesen habe habe ich mir mehrere Fragen gestellt - z.B. die Frage, wie früher bei Euch beiden Zärtlichkeiten gelebt wurden, ob die vor allem ein Vorspiel zum Sex waren oder ob ein Kuscheln auch ohne Sex danach vorgekommen ist. Wie sah das bei Euch aus? Seit Ihr mal eng aneinander gekuschelt auf dem Sofa gelegen? Oder gabs Streicheleinheiten ausschließlich im Bett? Wie sieht denn für Dich eine schöne Schmuse-Einheit aus? Und weißt Du, was Deiner Frau an Zärtlichkeiten gefällt?

Viele Menschen mögen es, massiert zu werden. Wenn Deine Frau viel arbeitet, ist das für sie vielleicht auch angenehm. Paare massieren sich oft gegenseitig (jedenfalls hab ich das schon gehört) und da kann man ja auch Zärtlichkeiten austauschen. Vielleicht wäre das mal ne Möglichkeit - zu fragen, ob sie mal ne Massage möchte?

Es ist sehr schwierig, anhand Deiner kurzen Beschreibung herauszulesen, an was die Zurückhaltung Deiner Frau liegt. Selbst bei Paaren ohne großen Altersunterschied, ohne eine OP eines Partners mit anschließender sexueller Störung, auch ohne Sexpartner eines der Beteiligten - gibt es in etlichen Ehen Phasen, in denen es schwierig ist mit Nähe und Zärtlichkeit. Wenn man bedenkt, wie viele Ehepaare sich trennen (ganz ohne Prostata Op oder Asexualität).

Hast Du im Krankenhaus Informationen über Selbsthilfegruppen bekommen? Prostata OPs sind ja sehr häufig und die anschließenden möglichen Probleme sind es leider auch. Ein Treffen mit Betroffenen und Reden kann vielleicht auch eine Entlastung sein.

Bist Du von Beginn Eurer Beziehung eher der Hausmann gewesen oder war da das Rollenverhältnis mal anders? Für viele Frauen ist es schwierig, wenn der Mann in Rente geht und dann immer daheim ist. So wie Du schreibst, hat sie ja durchaus Vorteile davon - aber ich habe eben auch schon sehr häufig gehört, dass es eine Beziehung auch verändert, wenn es eine Art Rollenwechsel gibt.
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Maz
ADMod Team



Alter: 42
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 13845
BeitragVerfasst am: Do Jan 09, 2020 20:49    Titel: Antworten mit Zitat

Die durch Zitatmissverständnisse ausgelöste Diskussion wurde abgetrennt nach: https://www.aven-forum.de/viewtopic.php?t=15802

Hier dann ggf. weiter zum Thema.
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Fichte
Admin auf Aven-Partner.de




Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 27.06.2012
Beiträge: 388
BeitragVerfasst am: Fr Jan 10, 2020 10:17    Titel: Antworten mit Zitat

Peter 41019 hat folgendes geschrieben:
doch ändern tut sich auch nichts
Ich weiß zwar auch nicht, wie man dieses Problem lösen könnte, aber dass es ein Problem ist, das gelöst werden muss, kann ich nachvollziehen, denn fehlende Zärtlichkeiten sind ja auch schlecht für dein Wohlbefinden und deine körperliche Gesundheit. Gab es nach der OP keinen Lehrgang mit psychologischer Aufklärung und Beratung für euch und andere betroffene Paare? Ich kenne mich zwar nicht näher damit aus, aber hab gehört, dass es z. B. für Frauen mit gynäkologischer Krebserkrankung die Programme CANCope und "Seite an Seite" von Zimmermann gibt, die auch den Partner miteinbeziehen und z. B. das Wir-Gefühl in der Partnerschaft stärken, die Kommunikation verbessern, und mögliche sexuelle Probleme und Lösungen erörtern. Sowas müsste es doch auch für erkrankte Männer in Beziehungen geben.
Also irgendwie musst du deiner Frau klar machen, dass du Zärtlichkeiten brauchst so wie sie Sex braucht, und falls sie dir die Zärtlichkeiten nicht mehr geben mag, dann musst du dir halt eine Kuschelfreundin als Ergänzung suchen so wie deine Frau einen Sexfreund als Ergänzung für sich hat.
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gucki19




Alter: 60
Sexualität: Sexuell
Anmeldungsdatum: 22.10.2019
Beiträge: 29
Wohnort: Nordbayern
BeitragVerfasst am: Fr Jan 10, 2020 18:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Peter und Mitdiskutierer

Womit ich eigentlich immer Verständnisprobleme habe ist der Zusammenhang, dass Impotenz zu kompletter sexueller Enthaltsamkeit führt. Für mich bestehen sexuelle Aktivitäten aus soviel mehr als den "klassischen Geschlechtsverkehr", Coitus oder wie man das nennen will.
Streicheln, liebkosen, aneinander reiben, küssen am ganzen Körper und auch an den ....Stellen, Stellung 69, .... Aven ist wohl nicht der richtige Platz um da die ganze Spannbreite dar zu legen. Das gilt natürlich nur, wenn die konkrete Impotenz mit erektiler Disfunktion gleich zu setzen ist. Wobei ich als Ergebnis einer Prostata-OP da eigentlich von ausgehe.

Oder ist da der gesamte Hormonhaushalt so abgedreht, dass auch keinerlei Lust mehr entsteht? Quasi "operative Asexualität"? Dann könnte ich das nachvollziehen.

Zum anderen: ich würde meine Frau mit ihren Aussagen ernst nehmen. Wenn von ihr kommt "verneint sie massiv dass es so ist...", dann hat die viele Arbeit trotz deiner Unterstützung vielleicht doch ihren Tribut (plus der Nebenwirkung vom Sexfreund?? ohne dass sie das will)
Schildere deine konkrete Beobachtung, deine Gefühle, deine Bedürfnisse und dann forumliere eine Bitte, was Du dir wünschen würdest.......
_________________
Viele Grüße vom
Gucki
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Rea




Alter: 47
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 21.08.2015
Beiträge: 871
BeitragVerfasst am: Sa Jan 11, 2020 11:19    Titel: Antworten mit Zitat

gucki19 hat folgendes geschrieben:

Womit ich eigentlich immer Verständnisprobleme habe ist der Zusammenhang, dass Impotenz zu kompletter sexueller Enthaltsamkeit führt. Für mich bestehen sexuelle Aktivitäten aus soviel mehr als den "klassischen Geschlechtsverkehr", (...)

Danke gucki19 - da hast Du was angesprochen, über das ich auch schon schreiben wollte, aber nicht so recht die richtigen Worte gefunden habe.

Als Asexuelle empfinde ich keine sexuelle Anziehung - und ich persönlich denke, dass sich sexuelle Anziehung und auch Begehren/ Lust nicht nur "untenrum" abspielen, sondern auch (oder vielleicht sogar vor allem) im Kopf.

Daher denke ich, dass es sich für einen Menschen anders anfühlt, ob er nicht mehr das machen kann, was er vielleicht gern wollen würde oder ob er etwas schon von vornherein gar nicht will und deswegen nicht macht. Für einen Asexuellen fühlt es sich ja in der Regel völlig in Ordnung an, keinen Sex zu haben/ haben zu müssen. Den Leidensdruck eines Menschen, der aufgrund einer Erkrankung diesen für ihn wohl vorher wichtigen Aspekt nicht mehr leben kann, stelle ich mir groß vor - und die Probleme sind wohl andere, als wenn ein Mensch die Sache mit dem keinen-Geschlechtsverkehr-Haben als für sich stimmig betrachtet.

Schon in meinem vorigen Beitrag habe ich eine Selbsthilfegruppe angesprochen. Ich arbeite im medizinischen Bereich und kenne mehrere verschiedene Selbsthilfegruppen und habe die Erfahrung gemacht, dass die den Betroffenen wirklich helfen können. Manche Menschen haben gerade zu Anfang einer Krankengeschichte Hemmungen dahin zu gehen - man will vielleicht nicht noch mehr Zeit mit dem Thema Krankheit/ mit anderen Kranken/ in Kliniken verbringen und schiebt das Thema erst mal weg. Aber das Thema ist ja eigentlich total präsent im Leben, bestimmt es manchmal fast - und da tut es oft gut, mit anderen Betroffenen darüber zu reden.

In der Nähe von Erlagen gibt es in Nürnberg eine Gruppe. Es ist wohl auch die Einbindung der Ehepartnerinnen möglich.
http://shg-prostatakrebs-nuernberg.de/SHGPN1/1216980992.html
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gucki19




Alter: 60
Sexualität: Sexuell
Anmeldungsdatum: 22.10.2019
Beiträge: 29
Wohnort: Nordbayern
BeitragVerfasst am: Sa Jan 11, 2020 15:23    Titel: Antworten mit Zitat

Rea hat folgendes geschrieben:

.... - und ich persönlich denke, dass sich sexuelle Anziehung und auch Begehren/ Lust nicht nur "untenrum" abspielen, sondern auch (oder vielleicht sogar vor allem) im Kopf.


Ich bin auch davon überzeugt: das größte Sexual-Organ sitzt zwischen den Ohren, nicht zwischen den Beinen.....
_________________
Viele Grüße vom
Gucki
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