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Asperger und Asex
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acey




Alter: 44
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 17.12.2017
Beiträge: 7
BeitragVerfasst am: Do Feb 22, 2018 0:35    Titel: Antworten mit Zitat

ich habe die Diagnose jetzt ein paar Wochen. es passt perfekt allerdings hat es mich nicht zu sehr geschockt da ich schon unzählige Diagnosen bekommen habe. aber je mehr ich über aspies lese desto mehr fühle ich mich endlich verstanden. ich sehe es auch nicht so sehr als Krankheit sonder mehr als eben anders. besonders das andere verarbeiten von reizen ( licht, lärm, Geschmack, Geruch) passt sehr genau auf mich. als Kind war ich allerdings eher unauffällig ich denke ich habe damals einfach andere Kinder imitiert. oder es hat einfach niemand interessiert. ich bin jedenfalls ganz zufrieden endlich was gefunden zu haben was auf mich passt. viel ändern wird sich in meinem leben nichts weil ich denke ich leb jetzt schon solange damit, das ist dann auch schon egal.

lg
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Elsabea




Alter: 39
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 21.01.2016
Beiträge: 6
Wohnort: Altes Land bei Hamburg
BeitragVerfasst am: Fr Mai 04, 2018 15:26    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, ich bin Asperger Autistin und tief im Inneren asexuell. Ich lebe seit vielen Jahren in einer sexuellen Beziehung die eigentlich sehr schön ist bis auf dieses ewige Sexding was da im weg steht.
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Windsurfhippie




Alter: 48
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 13.08.2005
Beiträge: 3174
Wohnort: Schönberger Strand / Brasilien
BeitragVerfasst am: Sa Mai 05, 2018 1:43    Titel: Antworten mit Zitat

Willkommen im Club sozusagen.

Und hast Du es ihm je zu erklären versucht, oder kannst Du mit ihm darüber nicht reden?
Dass Du in Beziehung lebst, scheint ja anzuzeigen, dass die Asperger-Merkmale Dich da nicht besonders einschränken. Ich weiß von so einigen, für die es fast nicht, oder gar nicht hinzubekommen ist, überhaupt Bekanntschaften zu begründen oder zu unterhalten.
Aber das gilt nur für einen Anteil der Aspies.

Den Partner zu weniger Abverlangen von sozusagen "Pflichtsex" zu kriegen, wird wahrscheinlich auch nicht so klappen. Darüber gibt es am Forum ja schon so einige Schilderungen.
_________________
Normalität im Bezug auf den Menschen wird durch die Erkenntnis über das Individuum ad absurdum geführt.
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JustCreamy




Alter: 30
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 08.05.2018
Beiträge: 7
BeitragVerfasst am: So Jun 03, 2018 23:52    Titel: Antworten mit Zitat

Noch ein Aspie hier. Seit bald 10 Jahren offiziell diagnostiziert.

Also meine angeborene Hypersensibilität ist sicherleich ein Faktor in meiner Asexualität. Taktiler Kontakt ist meist unangenehm und daher nicht erwünscht. Wenn man bedenkt dass Sex gerade die empfindlichsten Körperteile betrifft...dann ist es wohl kein Wunder dass ich mich nicht gern anfassen lassen würden.

Die soziale Barriere ist auch nicht gerade hilfreich was Beziehungen angeht. Ich brauche sehr viel Alleinzeit und Distanz. Unmittelbaren Körperkontakt brauch ich vielleicht einmal die Woche....oder noch seltener. Und da reicht eine kurze Umarmung. Nicht-Autisten Leute grabschen sich ständig an...kann ich nicht nachvollziehen.

Meine Art des Zuneigungsausdrucks ist auf einer Seite viel subtiler aber auch direkter. Ich spiel keine sozialen Spielchen weil ich die eh gar nicht verstehe. Wenn ich jemand mag oder wenn mich wer nervt dann lass ich denjenigen das wissen. Solche unverblümte Ehrlichkeit verträgt und versteht natürlich nicht jeder. Aber mich zu verstellen und meine Gefühle zu unterdrücken ist Dauerstress und schlägt mir auf die Psyche.
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Drakon




Alter: 21
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 18.04.2016
Beiträge: 57
Wohnort: Bayern, Niederbayern
BeitragVerfasst am: Mo Jun 04, 2018 17:10    Titel: Hmm Antworten mit Zitat

Hier vielleicht ein Asperger.
War auch schon auf Asperger Treffen, scheint grob zu passen.
Jeder hat eben seine eigenen Probleme und kann unterschiedlich gut Dinge kompensieren.
_________________
Leben und Leben lassen...
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Kim van Keulen




Alter: 40
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 18.01.2017
Beiträge: 5
Wohnort: Raum Köln
BeitragVerfasst am: Sa Jun 09, 2018 15:38    Titel: Antworten mit Zitat

Der Online-Aspie-Test ist bei mir auch mit dem Ergebnis "zum Teil aspie" ausgefallen. Die Tests in der Uniklinik ergaben letztlich "autistische Züge". Scheint etwas Ähnliches zu sein...
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Sandkastenzorro
zweitgrößter Spammer des Forums



Alter: 38
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 03.04.2011
Beiträge: 3460
Wohnort: Bates Motel, 4019 Fairvale
BeitragVerfasst am: Sa Jun 09, 2018 16:20    Titel: Antworten mit Zitat

Wie sehr Online-Tests was über einen aussagen, zeigt sich hier wieder sehr typisch. In dem Aspergertest hab ich 31 von 50 Punkten und bin laut Ergebnis "sehr wahrscheinlich Aspie". Falscher könnte dieser Test nicht ausgefallen sein, denn ich bin alles mögliche, aber kein Asperger.

Und genau deshalb halte ich diese Art von Tests für recht gefährlich. Aber wem das Spaß macht, der kann ja auch gleich mal andere Diagnosentests hinterher schieben. Ich wette, danach ist man der Borderline-Asperger-Narzisst-Zwangsneurotiker-Schizophrene mit Trisomie 21 und Krebs im Endstadium.
_________________
Didn't your mother teach you no manners?
- I ain't never had no mother! We was too poor!
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auris





Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 28.10.2016
Beiträge: 553
BeitragVerfasst am: So Jun 10, 2018 6:06    Titel: Antworten mit Zitat

Nahezu jeder Mensch hat irgendwas autistisches an sich. Das ist normal. Autismus wird erst draus, wenn viel davon in starker Ausprägung zusammenkommt.
Im Endeffekt kommt man um den Besuch beim Psychiater nicht drum herum, wenn man es genau wissen will.

So aus persönlicher Erfahrung, es hilft, es zu wissen. Aber gleichzeitig bekommt man schriftlich, dass man es im Leben nie einfach haben wird, denn Autismus setzt ein paar harte limits. Die Diagnose macht alles besser und alles schlimmer.

Bei den online-tests hatte ich immer Formulierungen wie "sehr wahrscheinlich".
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Eloa85




Alter: 34
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 26.10.2018
Beiträge: 4
Wohnort: NRW
BeitragVerfasst am: Fr Nov 09, 2018 10:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
ja hier, dass ich Aspie bin, weiß ich seit ein paar Jahren. Unter AutistInnen gibt es einige, die queer sind, asexuell, trans, sich als nichtbinär definieren. Wenn ich in mich gehe, fühle mich nicht wirklich weiblich, sehe aber so aus und wünsche mir eine Partnerschaft mit einer Frau. Very Happy

P.S. Ich freue mich generell über Kontakte.
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Eduard




Alter: 35
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 01.12.2018
Beiträge: 16
BeitragVerfasst am: So Dez 09, 2018 1:32    Titel: Antworten mit Zitat

Ich komme ja auch etwas aus dem Autismus Spektrum wobei es bei mir ein Atypischer ist. Also nicht näher eingeteilt. Wobei da auch noch ein ADHS hinzukommt. Also doppelte Gesäßkarte gezogen in meinem Fall Wink

Aber egal so schlimm ist es dann auch nicht. Ich denke aber nicht das ein Autismus häufiger zu Asexualität führt. Klar Autisten mit starker Ausprägung haben oft eine eingeschränkte Sexualität aber bei den Formen die einen nicht gerade Pflegebedürftig machen sollte das eher eine kleinere Rolle spielen. Es ist ja meist öfter das Problem einen Partner zu finden der mit den eigenen Besonderheiten zurecht kommt und ohne Partner ist eine normale Sexualität eher schwer Wink
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Windsurfhippie




Alter: 48
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 13.08.2005
Beiträge: 3174
Wohnort: Schönberger Strand / Brasilien
BeitragVerfasst am: So Aug 04, 2019 12:57    Titel: Antworten mit Zitat

Den kann man ja auch nochmal hochschieben.

Inzwischen habe ich die Diagnose und die hat mir auch bei für andere wahrscheinlich völlig selbstverständlichen, behördlichen Dingen viel am Weg geebnet, wo es etwa darum ging, Erleichterungen zu erhalten, oder eine geeignete Wohnstätte, die nicht in einer Gemeinschaftsunterkunft ist.

Die Sache mit dem "Defekt" hängt, denke ich, von der Betrachtungsform ab, das klappt so richtig nur dann, wenn man annimmt, eine ganz bestimmte, vorher definierte Sammlung an Merkmalen sei die einzig Gesunde oder Gestattete, und Menschen, die davon abweichen und Merkmale an sich haben, die nicht als sozial verträglich erlaubt definiert werden, müssten Defekte aufweisen.
Mediziner und Forschende achten mit einem besonderen Augenmerk auf alles das, was im Verhältnis zu gesellschaftlichen Erwartungen leistbar und vorhanden sein muss, um den Alltag darin bewältigen zu können - möglichst ohne besondere Hilfe zu benötigen.
Menschen, die bei unterschiedlichen Dingen Hilfe benötigen, scheinen da per se als irgendwie defekt oder krank zu gelten. Das zeigt etwa auch die Sichtweise, wie man sie Blinden und Menschen mit Einschränkungen generell zumutet.
Die Stigmatisierung, die mit solchen Betrachtungsformen einher geht, wird oft nicht berücksichtigt.

Ansonsten sehe ich das beim Asperger Syndrom eher so ähnlich, wie eine andere Farbphase oder Variante menschlicher Persönlichkeit.

Bei Asperger und Asexualität sehe ich eher eine höhere Wahrscheinlichkeit zum Vorkommen beider Phänomene in ein und derselben Person, weil sich Asperger typische Eigenarten Asexie-freundlich verhalten.
Jemand hat das in seinem Vorstellungsthread erst echt nachvollziehbar beschrieben, warum das so aussehen kann, als gäbe es da eine Verbindung.

Empfindlichkeit oder Intoleranz gegenüber Berührungen und Intimität sind dann eben schon ein Faktor, der Dinge wie Zärtlichkeit und Sexualität uninteressant bis unannehmlich gestalten lassen kann.
Ob dann aber auch kein Verlangen nach sexueller Interaktion vorliegt, oder kein sexuelles Interesse und keine Anziehung, das ist nun nicht bei allen Asperger AutistInnen so. Es gibt auch welche, die Familien gründen, und/oder Beziehungen führen, teils halt mit weniger explizitem, typischen Partnerverhalten drin,. teils doch mit allem drum und dran. Hängt vermutlich davon ab, welche Merkmale wo wie ausgeprägt oder intensiv vorhanden sind.

Also ich würde sagen, dass eben auch unter Asperger Autisten Asexualität vorkommen kann, das aber nicht zwingend so sein muss.
Die Natur bringt alle Abstufungen und Ausprägungsformen hervor, die man sich nur vorstellen kann, und sämtliche Überschneidungsformen gleich mit.
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Normalität im Bezug auf den Menschen wird durch die Erkenntnis über das Individuum ad absurdum geführt.
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Adamant




Alter: 61
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 22.05.2019
Beiträge: 545
BeitragVerfasst am: Mo Aug 05, 2019 10:53    Titel: Antworten mit Zitat

Nun, vielleicht ist die Frage ja auch, ob Asperger in der einen oder anderen Ausbildungsform nicht dazu führt, dass eine Person eher asexuell lebt bzw. so wahrgenommen wird und sich selbst auch so wahrnimmt, als dass es eine koinzidente echte Veranlagung ist.

Mir geht es ähnlich, wie Dir (in einem anderen Thread beschrieben), wenn auch nicht so heftig. In Menschenmengen kann es mir passieren, dass ich Kreislaufprobleme bekomme und einfach weg/raus muss, damit sich das wieder normalisiert. Hatte ich schon als Kind. Ich brauche einen "menschenfreien Radius" um mich von 1 m. Redet beispielsweise jemand "intensiv" auf mich ein, also mit dem Kopf näher kommend, gehe ich automatisch in den Rückwärtsgang.

In meinem nicht ganz kurzen Leben durften nur 2 Menschen (die Eltern gehörten nicht dazu) in diesen "inneren Radius" und die waren und sind bis heute dort außerordentlich willkommen. Es kostete mich aber anfänglich auch bei diesen eine ziemliche Überwindung. Gäbe es diese beiden Menschen nicht, hätte ich wohl bis heute keinen Sex gehabt, würde also möglicherweise mich selbst als asexuell einordnen. Obwohl ich ausweislich dieser beiden Menschen es nicht bin, jedenfalls nicht in diesem "Innenverhältnis".
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Windsurfhippie




Alter: 48
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 13.08.2005
Beiträge: 3174
Wohnort: Schönberger Strand / Brasilien
BeitragVerfasst am: Mo Aug 05, 2019 13:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hm ja, das mag auch da wieder das eine, als auch das andere so geben. Der Asexualität bin ich mir nun ja schon ziemlich sicher geworden, weil eben die beiden grundlegenden Definitoren da sind, also weder irgend eine Form von partnerorientiertem, sexuellen Verlangen, noch irgend eine Art sexuelle Anziehung da sind. Menschen können bei mir überhaupt nur dann die persönliche Distanz überschreiten, wenn ich unter Anästhetikum bin, also beispielsweise die Chirurgen bei der Gesichts-OP oder bei all den OP's anderswo.
Selbst der Trauma-Hintergrund ist kein Ausschluss, denn dieses Bewusstsein, kein Interesse an "Erwachsenenkram/Schweinkram" zu haben, war vorher schon lebendig.
Über Autismus stieß man mich erst relativ spät an, das galt ja früher, auch wenn man die Merkmale schon bis ins Kindesalter zurück verfolgen kann, nur als "dumm tun" und "sich anstellen" oder maximal als Eigenschaften des schwer erziehbaren, ungehorsamen Tunichtguts. Falls Kinderärzte oder Kinderpsychologen ( ich wurde wegen Suizidversuchen in der Grundschule da verschiedentlich hingeschleppt) zu meinen Eltern irgendwas über autistische Merkmale gesagt haben sollten, haben meine Eltern das nicht ernstgenommen. Es gab halt Sanktion und Bestrafung wegen diverser unnormaler Verhaltensaspekte, etwa wegen Körperwippen.

Wenn's also nicht veranlagt wäre, müssten sich doch im Umkehrschluss irgendwelche Interessen oder wenigstens vegetative körperliche Regungen ergeben. Vermutlich wäre sogar beim ästhetischen Interesse irgend ein Drang da, diese Raritäten unter den Männern häufiger als zufällig mal zu betrachten. Ich meine, Menschen, bei denen diese Dinge vorhanden sind, entwickeln dann doch einen Drang oder auch Hang danach.
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Normalität im Bezug auf den Menschen wird durch die Erkenntnis über das Individuum ad absurdum geführt.
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Adamant




Alter: 61
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 22.05.2019
Beiträge: 545
BeitragVerfasst am: Di Aug 06, 2019 10:07    Titel: Antworten mit Zitat

Windsurfhippie hat folgendes geschrieben:
Wenn's also nicht veranlagt wäre, müssten sich doch im Umkehrschluss irgendwelche Interessen oder wenigstens vegetative körperliche Regungen ergeben. Vermutlich wäre sogar beim ästhetischen Interesse irgend ein Drang da, diese Raritäten unter den Männern häufiger als zufällig mal zu betrachten. Ich meine, Menschen, bei denen diese Dinge vorhanden sind, entwickeln dann doch einen Drang oder auch Hang danach.


Klar, zugleich asexuell sein (veranlagt) kann gut sein, warum auch nicht. Eine Verknüpfung von Asperger/Autismus mit Asexualität muss deshalb ja nicht notwendigerweise gegeben sein, also in dem Sinne, dass wer beispielsweise Aspie ist, wäre automatisch auch asexuell. Eine statistisch relevante Korrelation, so sie denn existiert (wäre mal interessant zu erheben), ließe ja auch Ausnahmen von der Regel zu. Abgesehen davon, dass statische Korrelationen auch rein gar nichts über ursächliche Zusammenhänge besagen, die dann - wenn eine statistische Korrelation besteht - ergänzend untersucht werden müßte.

Der zitierte Umkehrschluss funktioniert m.E. so auch nicht unbedingt. Ich beispielsweise habe durchaus ästhetisches Interesse, sogar ausgeprägt, sowohl in Bezug auf Frauen als auch auf Männer. Aber ausschließlich bei meinen Partnerinnen erzeugt das auch sexuelles Interesse. Bei anderen ästhetisch sehr ansprechenden Menschen jedoch gar nichts in der Richtung, sie sind halt nur eine Freude anzuschauen. Nix mit "Drang" oder "Hang" insofern Laughing. Und der Umstand, dass ich auch gut aussehende Männer gerne sehe, besagt daher auch rein gar nichts über meine sexuellen Präferenzen (in einer Partnerschaft), die eindeutig hetero sind.
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Elsabea




Alter: 39
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 21.01.2016
Beiträge: 6
Wohnort: Altes Land bei Hamburg
BeitragVerfasst am: Mi Sep 11, 2019 13:29    Titel: Antworten mit Zitat

Windsurfhippie hat folgendes geschrieben:

Dass Du in Beziehung lebst, scheint ja anzuzeigen, dass die Asperger-Merkmale Dich da nicht besonders einschränken. Ich weiß von so einigen, für die es fast nicht, oder gar nicht hinzubekommen ist, überhaupt Bekanntschaften zu begründen oder zu unterhalten.
Aber das gilt nur für einen Anteil der Aspies.


Ich finde es klappt bei uns sehr gut, denn er ist auch Autist und wir ergänzen uns da sehr gut. Ich bin eher innen sehr chaotisch und er ist die gelebte Struktur himself. Das wichtigste aber ist daß wir die selbe Sprache sprechen und immer offen über alles sprechen können ohne verbale Verschleierungen oder zuviel verschnörkelter Rücksichtnahme. Wir wissen immer woran wir sind und das ist unser Erfolgsgeheimnis. Inzwischen ist auch der Großteil des Freundeskreises aus dem Spektrum und seither klappt das plötzlich auch mit dem Sozialleben.

Ich wurde übrigens vor 7 Jahren erst diagnostiziert. Ich selber trage im Leben da draußen eine ziemlich gute antrainierte Maske und niemand würde auch nur im Ansatz ahnen was es mich kostet und bemerken daß ich überhaupt Autist bin. Ich kann mich sicher unter Menschen bewegen, kommunizieren, witzeln und auch normale Dinge tun. Ich habe eine eigene Firma, arbeite mit Menschen und bin auch ziemlich erfolgreich damit. Allerdings kostet es mich sehr sehr viel mich anzupassen. Das könnten tagelange Totalausfälle sein wenn ich nur kurz mal versucht habe normal zu spielen. Je älter ich werde, desto weniger habe ich noch Lust diese hohen Kosten zu tragen und ich maskiere inzwischen deutlich weniger. Das merkt man daran daß ich mit dem Alter zunehmend seltsamer und schrulliger wirke, aber mir geht es deutlich besser damit und alle drumrum kommen wider Erwarten auch ganz gut damit klar.
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