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Outing nach über 15 Jahren sehr sexuellen Lebens?
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Maz
ADMod Team



Alter: 42
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 13534
BeitragVerfasst am: Mo Mai 07, 2018 12:44    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Für psychischen Missbrauch an einem Kind gibt es keine Erklärung und keine Entschuldigung.


Passiert aber bei autistischen Kindern wohl leider trotzdem besonders häufig. Die Beziehung/Bindung zwischen den Eltern und dem Kind leidet durch den Autismus nahezu zwangsläufig weil die bei "normalen" Kindern ja vorhandene nonverbal vermittelte (Gefühls)Ebene fehlt.

Zitat:

Wenn es ne bitte war, der nachgekommen wurde (denn sie empfand das damals als langweilig, nicht als schlimm, da kommt man ner bitte des Partners schonmal nach), dann ist das unkritisch.


Wie soll sie das denn ohne die entsprechende Erfahrung vorher gewußt haben? Irgendwann muß ja damit angefangen worden sein. Selbst wenn das Resultat solcher Aktivitäten dann lediglich "langweilig/suboptimal" war und nicht als Missbrauch erlebt wurde kann das gerade bei Wiederholung z.B. im Sinne einer Abstumpfung trotzdem noch erhebliche Auswirkungen auf die (sexuelle) Gefühlswelt haben.

Zitat:

Naja mal vorausgesetzt, dass es nicht noch mehr Baustellen gibt, die wir nicht kennen.


Wenn die Situation tatsächlich Richtung Abhängigkeit geht ist es quasi undenkbar, daß es die nicht gibt.
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auris





Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 28.10.2016
Beiträge: 553
BeitragVerfasst am: Mo Mai 07, 2018 13:33    Titel: Antworten mit Zitat

Maz hat folgendes geschrieben:
Zitat:

Für psychischen Missbrauch an einem Kind gibt es keine Erklärung und keine Entschuldigung.


Passiert aber bei autistischen Kindern wohl leider trotzdem besonders häufig. Die Beziehung/Bindung zwischen den Eltern und dem Kind leidet durch den Autismus nahezu zwangsläufig weil die bei "normalen" Kindern ja vorhandene nonverbal vermittelte (Gefühls)Ebene fehlt.

Es wird teilweise sogar gezielt gemacht, nennt sich dann aba.
Ändert nix daran, dass das bestenfalls ne ausrede ist. Es gibt verschiedene Arten, mit so einem Problem umzugehen. Es auf dem rücken des Kindes auszutragen ist der bequeme und falsche weg.

Zitat:

Zitat:

Wenn es ne bitte war, der nachgekommen wurde (denn sie empfand das damals als langweilig, nicht als schlimm, da kommt man ner bitte des Partners schonmal nach), dann ist das unkritisch.


Wie soll sie das denn ohne die entsprechende Erfahrung vorher gewußt haben? Irgendwann muß ja damit angefangen worden sein. Selbst wenn das Resultat solcher Aktivitäten dann lediglich "langweilig/suboptimal" war und nicht als Missbrauch erlebt wurde kann das gerade bei Wiederholung z.B. im Sinne einer Abstumpfung trotzdem noch erhebliche Auswirkungen auf die (sexuelle) Gefühlswelt haben.

Ist wieder ne Annahme. Es kann auch sein, dass es einfach von Anfang an langweilig war.

Zitat:

Zitat:

Naja mal vorausgesetzt, dass es nicht noch mehr Baustellen gibt, die wir nicht kennen.


Wenn die Situation tatsächlich Richtung Abhängigkeit geht ist es quasi undenkbar, daß es die nicht gibt.

Doch, wenn sich das Ungleichgewicht auf diesen Bereich beschränkt oder der Partner das zu selbstlose verhalten eigentlich gar nicht gut findet oder es zwar weitere Bereiche gibt, der Partner die Weiterentwicklung der Persönlichkeit dennoch mitträgt.
Wieder, wir wissen zu wenig.
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Maz
ADMod Team



Alter: 42
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 13534
BeitragVerfasst am: Mo Mai 07, 2018 13:46    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Es kann auch sein, dass es einfach von Anfang an langweilig war.


Ja aber eben nicht vor "von Anfang an". Auch lediglich langweilige Dinge wiederholt tun zu müssen kann im übrigen ja nicht nur zu einer Abstumpfung sondern auch zu einer Aversion führen.

Zitat:

Doch, wenn sich das Ungleichgewicht auf diesen Bereich beschränkt


Dann ist es aber ja wiederum keine Abhängigkeitsbeziehung sondern einfach nur eine spezifische Inkompatibilität, wie sie ja bei allen Beziehungsproblemen vorkommt sobald ein Partner Dinge mag, die der andere weniger toll findet. Auch eine dependente Persönlichkeitsstruktur oder PS bedeutet ja nicht, dass jede Beziehung deswegen auch auf einer Abhängigkeit beruht sonst wäre ja jede Beziehung mit jemanden, der psychische Probleme in der Richtung hat automatisch eine Abhängigkeitsbeziehung. Da gehört doch zumindest jemand dazu, der das auch ausnutzt (wobei gerade im Falle einer dependenten PS die Abhängigkeit ja auch die des Partners von der Person mit der PS ist da ja vor allem deswegen alles mitgemacht wird damit der Partner sich nicht anders orientieren kann).
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auris





Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 28.10.2016
Beiträge: 553
BeitragVerfasst am: Mo Mai 07, 2018 15:19    Titel: Antworten mit Zitat

Das sehe ich anders. Insbesondere sprach ich nicht von einer dependenten ps. Aber ich glaub, das führt hier zu weit ins ot.
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Maz
ADMod Team



Alter: 42
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 13534
BeitragVerfasst am: Mo Mai 07, 2018 15:55    Titel: Antworten mit Zitat

Wäre aber eine Erklärung wenn man etwas "selbstlos" und freiwillig mitmacht obwohl nicht unbedingt auch eine faktische Abhängigkeit besteht. Nur beschränkt sich so ein Muster dann eben selten nur auf einen Bereich. Paßt ja auch zur Aussage: "nie gelernt haben auf die eigenen Wünsche zu achten". Es ist doch sehr unwahrscheinlich, daß sich das dann ausgerechnet nur im sexuellen äußert.
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auris





Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 28.10.2016
Beiträge: 553
BeitragVerfasst am: Mo Mai 07, 2018 16:44    Titel: Antworten mit Zitat

Schon, aber wenn es abgesehen davon keine größeren Konflikte in den lebensentwürfen und im Alltag der beiden gab und gibt, ist es nur da wirklich problematisch und potentiell konfliktbehaftet beim beheben.
Wird sich zeigen. Mal vorausgesetzt, wir haben sie jetzt nicht verscheucht.
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DasTenna




Alter: 36
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 24.10.2016
Beiträge: 942
Wohnort: Saarland
BeitragVerfasst am: Mo Mai 07, 2018 22:16    Titel: Antworten mit Zitat

Um die Threaderstellerin mal wieder einzubinden: Wenn du, Elsabea, von einem "sehr sexuellen Leben" schreibst, von welcher Quantität reden wir da - aufs Jahr gerechnet? Die Vorstellung dessen, was "viel" oder "wenig" Sex ist, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Ich hatte innerhalb meiner Beziehungen höchstens 4-6 Mal Sex pro Jahr und war lange Zeit überzeugt davon, das wäre viel zu häufig. Für mich war es in jedem Fall zu viel. Wie viel ist bei dir "viel"?
_________________
I am normal. It´s the rest of the world that´s weird. - Ich bin normal. Der Rest der Welt ist schräg drauf. (Impulse - Bartholomew Allen II)
~~~
https://dasnixblix.wordpress.com/
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Maz
ADMod Team



Alter: 42
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 13534
BeitragVerfasst am: Mi Mai 09, 2018 17:44    Titel: Antworten mit Zitat

Da die letzten Beiträge den Bezug zum Thema nun endgültig verloren haben und wieder nur noch den bekannten User thematisieren hab ich sie in den "gewissen Thread" verschoben: https://www.aven-forum.de/viewtopic.php?p=212977#212977

Ich denke generell wurde hier nun genug spekuliert und wir warten jetzt erst mal ab ob Elsabea noch etwas beitragen will. Allgemeines zum Thema Trauma und Abhängigkeitsbeziehungen kann falls noch Bedarf besteht auch in passenderen Threads untergebracht werden oder es kann ein eigener dazu eröffnet werden. Der "gewisse Thread" wird wieder geschlossen wenn das "gewisse Thema" dort ausdiskutierte wurde Wink
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Elsabea




Alter: 39
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 21.01.2016
Beiträge: 6
Wohnort: Altes Land bei Hamburg
BeitragVerfasst am: Di Sep 10, 2019 12:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ihr Lieben!
Lange ist es her daß ich euch hier geschrieben habe und ich musste nun nach allem was ihr geschrieben habt wirklich seehehr lange nachdenken, mich beobachten, Dinge neu sortieren usw.
Was ist Trauma, was Spätfolge, was Gewohnheit und was bin eigentlich ich dabei.
Ich bin es gar nicht gewohnt daß Sachen aus meinem Inneren auf soviel Anklang und wertschätzenden Worte treffen. Danke!
Inzwischen bin ich glaub ich genügend aufgewacht und weiß daß ich hier durchaus goldrichtig bin. Bei aller Konditionierung die seit meiner Geburt lief war mir nie bewußt wie sehr ich gegen meine Art lebe und auch denke. Ich muss ja des Wahnsinns gewesen sein wenn ich heute zurückblicke.
Nun weiß ich es aber sehr klar, ich bin 100pro asexuell auch wenn zig Leute sicher vorschnell urteilen würden die ist ja nur traumatisiert, verängstigt oder das kann nicht sein weil sie ja sexpositiv gelebt hat und nichts verteufelt und sich ja Sachen nie ändern...
Es fühlt sich sehr befreiend an das genauso zu sagen. Hat ja jetzt nur 39 Jahre gedauert zu erkennen was los ist. Aber hey, ich bin asexuell und das ist total okay so zu sein.
Mir ist das ganze Sexthema so fürchterlich unwichtig und egal und mein Leben lang wundere ich mich schon was alle für ein Bohei aus diesen zwischenmenschlichen Aktionen machen. Da könnte ich genausogut dem anderen an die Nase stupsen.
Bleiben tun natürlich die Selbstvorwürfe wie ich mich selber nur so behandeln konnte und auch daß ich meinem Mann quasi eine total andere Ehefrau vorgespielt habe die ich nun tadaaa gar nicht mehr bin. Ich glaub da braucht es noch ne Menge Zeit und Austausch.
Also auf gehts.
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Greywolf




Alter: 49
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 26.01.2014
Beiträge: 396
Wohnort: Münsterland
BeitragVerfasst am: Mi Sep 11, 2019 16:01    Titel: Antworten mit Zitat

bei mir hat die Erkenntnis 43 Jahre gedauert Wink

Ich wünsche dir viel Erfolg bei dem Austausch mit deinem Mann, dass ihr das Thema gemeinsam stemmt!
_________________
Greywolf
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