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Windsurfhippie





Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 13.08.2005
Beiträge: 3235
Wohnort: NZ
BeitragVerfasst am: Di Mai 28, 2019 11:18    Titel: Antworten mit Zitat

Adamant hat folgendes geschrieben:

Ob zur Romantik die rosarote Brille gehört, ich weiss nicht. Ich habe selbige noch nie auf gehabt und immer ganz "nüchtern" abgewogen ob eine Partnerin und ich zueinander passen könnten in dem Sinne, dass Wesensunterschiede und Verhaltensweisen im Alltag "kompromissfähig" sind. Das geht halt nur mit längerer "Beobachtung" (nicht auf Worte sondern auf Verhalten kommt es an). Möglicherweise ist das dann "demiromantisch" (hatte ich bislang noch nie von gehört)? Very Happy

Beste Grüße, Adamant


Klingt so, als würdest Du da sehr vernünftig und wenig blauäugig oder naiv heran gehen, also vielleicht erst mal gucken, ob sich die Mühen lohnen, ob eine Kompatibilität da vorstellbar ist und nicht das Wesentliche nur auf Kompromiss basieren dürfte.
Denn viele dieser schnell zustande kommenden Beziehungen basieren auf Kompromissfindung oder sowas wie Verschmelzung des sich für die/den andereN Verbiegens, bis das irgendwie schon passt. Apodemus hat das auch schon mal angerissen, wie das funktioniert. Beobachtet habe ich es im Ansatz auch schon a'la sie mag Klassik, er mag Metal, zu blöd aber auch, ein Ensemble über Händel später = beide mögen Klassik, oder, beide mögen Metal, bzw. scheint das während der akuten Romantikphase so zu sein, forever! und 'forever' dauert ein paar Wochen/Monate, dann ist es eine neue Konstellation und die zwei mögen vielleicht Punk forever. Viele bleiben dann ja auch mehr oder weniger bis zum Ehevertrag in diesem Schein drin hängen und leben, wenn der rosa Schleier vergeht, aneinander vorbei oder zweckvereinheitlicht in derselben Wohnung.

Dass sich jetzt die Aromantiker nicht einig über die Definition sind, war mir so gar nicht mal klar. Ich habe das allerdings auch nicht als Orientierung mit Alleinständigkeitsanspruch gesehen, sondern eher als Kombinante oder Zusatz-Ebene. es gibt ja sowohl sexuelle Aromantiker als auch asexuelle Ariomantiker, wobei das Thema "kein Verlangen/Wunsch nach Partnerschaft/Beziehung" das sich nicht verlieben mit einschließt. ( so hätte ich es gedacht) Weil das Verlieben doch der Ausdruck dieses Verlangens sein müsste ... aber ich verstehe da öfter was verkehrt wohl.

Wenn Romantik in unserem heutigen Verständnis weniger für die Epoche mit ihrem Kunstverständnis steht, und mehr für den Umfangbereich der Liebe, müssten viele Begriffe klarer sein.

So eben auch demiromantisch = es braucht eine tiefergehende Freundschaft/emotionale Verbindung, bis sich Romantik entwickelt.
Die Variante, wo es ganz viel Sex und Geilheit braucht, bis sich Romantik entwickelt, wäre ja so ein Übergang von sexuell aromantisch nach (jeweilige Orientierung)+romantisch.

Sexuprimoergoamorell? Confused

Mea latina sugit. Very Happy
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Wer später stirbt, erlebt den Tod derer, die früher sterben, und hat deshalb länger was zu lachen.
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Adamant
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Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 22.05.2019
Beiträge: 561
BeitragVerfasst am: Di Mai 28, 2019 18:04    Titel: Antworten mit Zitat

Windsurfhippie hat folgendes geschrieben:
Klingt so, als würdest Du da sehr vernünftig und wenig blauäugig oder naiv heran gehen, also vielleicht erst mal gucken, ob sich die Mühen lohnen, ob eine Kompatibilität da vorstellbar ist und nicht das Wesentliche nur auf Kompromiss basieren dürfte.


Ganz genau. Also nicht von irrationalen Gefühlen gesteuert, was wohl mit der fehlenden Triebsteuerung einher geht (automatisch?). Die eigentlichen Emotionen entwickeln sich erst, wenn die Vernunft sagt "das könnte was richtig Gutes werden")

Was etwas Anderes als "Gefühle beherrschen" ist. Eine Psychologin, mit welcher ich mich einmal darüber unterhielt (vor vielen Jahren und ohne therapeutischen Zusammenhang), konnte sich das nicht vorstellen und meinte, dass Menschen, die emotional so "kontrolliert" erscheinen meist brandgefährlich seien, weil sie irgendwann "explodieren" würden.

Bin aber immer noch nicht geplatzt. Selbst solche Küchenpsychologie, wenn auch vom Profi geäußert, bringt mich nicht in die Nähe eines Platzens. Braucht also niemand Angst zu bekommen Wink .

Bzw. früher hat mich gestört, wenn Leute, die mich nicht näher kannten, mich in die "Emotionslos-vernünftig-Ecke" gestellt haben (und sich dabei als besonders empathisch und empfindsam demgegenüber hervor hoben). Mittlerweile habe ich gelernt insofern etwas sozialkompatibler zu wirken, also mich beispielsweise ein bissl aufzuregen, auch wenns mir pillepalle scheint .... Very Happy

Und wer mir am Herzen liegt, hat mich noch nie als emotionslos empfunden.
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