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Die Kompromisse eures sexuellen Partners

 
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Autor Nachricht
Grübel





Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 11.11.2018
Beiträge: 2
BeitragVerfasst am: So Nov 11, 2018 23:30    Titel: Die Kompromisse eures sexuellen Partners Antworten mit Zitat

Hey ihr Lieben,
Ich bin hier frisch registriert. Wollt ihr mehr über meinen Status quo erfahren, dann schaut gerne im Vorstellungsbereich vorbei.

Ich schreibe nicht allein, wegen dem Thema, das im Titel genannt wird. Hier ist, was mich momentan umtreibt:
In der Beziehung mit meinem sexuellen Partner stehen wir noch vor dem Sex, aber ich gehe sehr viele "Kompromisse" ein. Kann man es denn überhaupt Kompromisse nennen? Manchmal gehe ich, ihr kennt es vielleicht, leicht über das, was ich gerade noch tolerieren kann hinaus. Er übt unwillentlich Druck aus. Seine Erwartungen liegen auf jeden Fall dabei irgendwann Sex mit mir zu haben.
Aber, achtung es wird metaphorisch: Jeden Schritt, den ich auf ihn zugehe fühlt sich wie ein Schritt von mir weg an (wo ist die Mitte, in der wir uns treffen?). Bei jeder Hand, die ich ihm hinhalte vergrößert sich seine Gier auf mehr.
Das gesagt ist es also immer schwieriger mehr einzugehen. Diese "Kompromisse" sind doch vielmehr eine Kapitulation vor den Erwartungen (nicht nur von ihm). Nicht missverstehen: ich will ihm etwas geben, gleichzeitig aber mich nicht aufgeben. Ich weiß, dass meine Ansichten valide sind, schätze diese aber als weniger wert ein als seine.

Der Problematik ist er sich bewusst. Er möchte mich verstehen, hat sich jedoch bereits darauf fokusiert, dass für ihn kein Weg am Sex vorbeiführt.
Aber von seinen Erwartungen mal abgesehen:
Welche Erwartungen sollte ich haben?

Wir sprechen regelmäßig darüber, wie erfolgreich unsere "Kompromisse" sind. Dabei kommt er immer darauf: Was kann er mir geben?

Wie steht ihr dazu?
Falls ihr in einer (asex/sex) Beziehung seid: wie sehen eure Kompromisse aus?

Schönen Abend! Very Happy
PS: ich freue mich von euch zu lesen!
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SchuffiPupsi




Alter: 29
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 23.04.2012
Beiträge: 1541
Wohnort: In der Mitte von M-V
BeitragVerfasst am: So Nov 11, 2018 23:38    Titel: Antworten mit Zitat

Er kann dir nichts "geben", er kann dir lediglich etwas "nehmen".
Nämlich den Druck.

Das ist ein ganz wichtiger Punkt.
Aber hierbei bleibt die Frage-ab wo verliert er sich?

Ob es überhaupt für euch eine Möglichkeit gibt, eine Lösung zu finden, bei der weder du dich noch er sich verliert und verleugnet, kann dir niemand sagen.
Wenn er mehr möchte, als du geben kannst und du weniger geben möchtest, als er braucht und Sex auslagern für euch nicht in Frage kommt, dann wird die Luft für eine langfristige, gesunde Beziehung dünn.

Bestünde noch die Möglichkeit, dass "beide ein wenig leiden", mit einer gewissen Anzahl, die für dich ausreichend niedrig ist, dafür aber mit Handlungen, die nichts für dich sind.
So gebt ihr beide von euch was auf für den Anderen.

Ob das geht? Ich würde es nicht anstreben wollen-aber das ist Geschmackssache. Es ist eine Möglichkeit.
Beide miteinander sexuell erfüllt sein ist nicht möglich-es sei denn, man lagert sexuelle Aktivitäten aus (so ermöglichen wir das einander)-das ist aber nicht jedermanns Sache und machbar.
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Silberkralle




Alter: 25
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 10.04.2011
Beiträge: 88
Wohnort: In deinem Kleiderschrank
BeitragVerfasst am: Di Dez 25, 2018 17:14    Titel: Antworten mit Zitat

In der Beziehung mit meinem Ex hatte ich auch immer das Gefühl, mich von mir zu entfernen. Ich habe rückblickend viel zu viel an meinen Grenzen kompromittiert.
Ich habe manches aus Neugierde mal zugelassen, und beim nächsten Mal hieß es dann schon "aber das ging ja gestern doch auch?!" - was ziemlich blöd war, ganz nach dem "gibt man ihm den kleinen Finger..."-Prinzip Rolling Eyes
Also im Großen und Ganzen sind meine Erfahrungen mit den Kompromissen nicht so gut. Mag auch dem geschuldet sein, dass mein Ex genau wie ich völlig unerfahren war, aber meinte er muss ganz dringend alles ausprobieren.
Meist war es mir lieber zu geben, als dass er mich anfasst. Hätte mir ein wenig mehr "Egoismus" in dieser Hinsicht von ihm gewünscht xD
Nun ja, was ich echt gewollt hätte wäre eine Rückenmassage gewesen, aber dazu war er meist zu faul.
Ist halt generell ungünstig, wenn beiden nicht die selbe Aktivität Erfüllung bringt...
_________________
I got 99 problems, but gettin' laid ain't one.
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Hollymaja





Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 09.01.2019
Beiträge: 6
BeitragVerfasst am: Mi Jan 09, 2019 22:11    Titel: Kompromiss Antworten mit Zitat

Ich fühle mich oft unwohl, wenn es wieder mal unumgänglich wird. Ich versuche den Sex immer aufzuschieben, aber mein Partner zählt die Tage. Einfach ist es für uns beide nicht, da wir in der Beziehung einfach grundverschieden sind. Wenn wir es tun, fühle ich mich meistens furchtbar, danach bin ich auch ziemlich down. Unser Kompromiss: ich kriege ne Massage. Das klappt ganz gut, baut mich auf und er versteht, dass Massage für mich sowas ist wie Sex für ihn..
Natürlich hätte ich lieber nur Massage ohne Sex, aber ich liebe ihn und will ihn nicht ständig zurückweisen. Dieser Kompromiss ist für mich in Ordnung.
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Greywolf




Alter: 49
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 26.01.2014
Beiträge: 392
Wohnort: Münsterland
BeitragVerfasst am: Mi Jan 16, 2019 17:59    Titel: Antworten mit Zitat

Als mir meine Asexualität bewusst wurde, habe ich am Anfang auch auf einen sexuellen Kompromiss mit meiner Frau gehofft. Da bei mir aber GV trotz Viagra nicht klappte und ich letztendlich auch auf sonstige Sexspielchen keine Lust hatte, war der Kompromiss relativ schnell begraben.

Dank des Mutes meiner Frau haben wir einen anderen - auf den ersten Blick sicherlich eher ungewöhnlichen - Kompromiss gefunden: Einen Sexfreund für meine Frau. Wir haben viele, viele, viele Gespräche hierüber geführt. Uns über Erwartungen und Sorgen ausgetauscht.

Für uns ist es der richtige Kompromiss. Wir sind BEIDE glücklich und zufrieden. Das ist für mich auch das Entscheidende, egal wie der Kompromiss bei jedem Paar auch aussieht.
_________________
Greywolf
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Glockenblume





Sexualität: Sexuell
Anmeldungsdatum: 11.05.2019
Beiträge: 5
BeitragVerfasst am: So Mai 12, 2019 15:44    Titel: Antworten mit Zitat

@ Greywolf

ich bin ganz frisch mit der Thematik "Asexualität" bei meinem Mann konfrontiert - wir hatten ein tolles GEspräch, wo ich auch die Frage stellte, ob er sich eine "offene Beziehung" - also, dass das was mir fehlt von einem anderen Mann erfüllt werden kann - vorstellen kann.
Er sagte: anfangs ja - aber wenn es länger dauert, dann wäre es ein Problem für ihn.

Da ihr das so lebt - und ich lese, dass es klappt bei Euch - würde ich Dich gerne fragen, wie ihr da Schritt für Schritt vorgegangen seid:
Ich möchte einfach, dass mein Mann auf jeden Fall das Gefühl hat, dass er für mich die Number One ist - denn ich liebe ihn sehr und er mich.

Ich möchte diese Möglichkeit mit Achtsamkeit und Bewusstheit gehen - wenn es für uns ein möglich Weg sein sollte. Ich kann mir das vorstellen - aber ich möchte ihn niemals verletzen.

Welche Fragen sind da wichtig zu beachten, dass mein Mann sich nicht als "nicht genügend" empfindet und ich meine Sehnsucht leben kann?

Verstehst Du, was ich meine? Es ist nicht leicht, das alles zu formulieren. Es geht mir um bewusste Achtsamkeit und WErtschätzung!

Danke fürs Anworten
Glockenblume
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Greywolf




Alter: 49
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 26.01.2014
Beiträge: 392
Wohnort: Münsterland
BeitragVerfasst am: Mi Mai 15, 2019 18:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Glockenblume,

dass du deinen Mann liebst und dein Mann dich, ist doch eine prima Basis für alles weitere Wink.

Dass dein Mann zu einem evtl. Sexfreund für dich direkt (zumindest anfangs) ja gesagt hat, finde ich schon überraschend. Ich war damals zunächst doch sehr entsetzt und musste mich erst einmal intensiv mit dem Thema auseinander setzen.

Zu deinen weiteren Fragen schicke ich dir mal eine pm. Das Thema Sexfreund(in) wird hier häufig eher kritisch gesehen Wink.
_________________
Greywolf
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Adamant




Alter: 60
Sexualität: Graubereich
Anmeldungsdatum: 22.05.2019
Beiträge: 257
Wohnort: Berlin
BeitragVerfasst am: Do Mai 23, 2019 17:21    Titel: Antworten mit Zitat

Greywolf hat folgendes geschrieben:

Das Thema Sexfreund(in) wird hier häufig eher kritisch gesehen Wink.


Ein ganz anderer Ansatz wird dann vermutlich ebenso kritisch gesehen. Nämlich der Schritt zu größeren Partnerschaftseinheiten als die heteronormative Zweierbeziehung. Eigentlich wäre das doch die einfachste und schönste Lösung. Gäbe es nicht das Besitzdenken und damit verbunden die Eifersucht, die wohl auch die Ursache des oben zitierten "kritisch gesehen" sein dürften (oder nicht?).

Beste Grüße, Adamant
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Maz
ADMod Team



Alter: 41
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 13294
BeitragVerfasst am: Do Mai 23, 2019 17:26    Titel: Antworten mit Zitat

Die "Lobby" der "Polyamourösen" ist hier etwas größer Wink
https://www.aven-forum.de/viewtopic.php?t=8335
https://www.aven-forum.de/viewtopic.php?t=4647
https://www.aven-forum.de/viewtopic.php?t=11912
etc.

Wobei man imho vermutlich besser gar keine Beziehung eingehen sollte wenn man selbige als Form des Besitzergreifens betrachtet.
Nach oben
          
Adamant




Alter: 60
Sexualität: Graubereich
Anmeldungsdatum: 22.05.2019
Beiträge: 257
Wohnort: Berlin
BeitragVerfasst am: Do Mai 23, 2019 19:23    Titel: Antworten mit Zitat

Maz hat folgendes geschrieben:
Wobei man imho vermutlich besser gar keine Beziehung eingehen sollte wenn man selbige als Form des Besitzergreifens betrachtet.


Ah, danke für die Links, dann "schmökere" ich da mal.

Zum Zitierten: sehe ich auch so. Allerdings sind Besitzdenken (sowohl bei Frauen als auch bei Männern) wohl eben weit verbreitet. Fängt ja schon in der Sprache an "Meine Frau" "Mein Mann". Und geht weiter damit, dass wenn ein Partner gehen will, der andere Partner gefälligst darum zu "kämpfen" hat, dass das nicht passiert. Und wer das anders sähe, der würde nicht wirklich lieben (Kappes das alles, finde ich).

Beste Grüße, Adamant
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