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Maz
ADMod Team



Alter: 41
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 12861
BeitragVerfasst am: Fr März 15, 2019 11:31    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Um hier mal ein wenig weiter zu machen ... ich hatte ne Menge aufgeschrieben, irgendwann waren es +60 Seiten,


Ich hoffe du hast das noch gespeichert und sorry, daß du mit Antworten zu dem Thema so viel Zeit vergeudest in der du z.B. mehrere Supermärkte für die Nahrungssuche hättest abgrasen können auch ganz ohne Teleportation Wink

Zitat:

Nun bin ich kein Physiker, aber deren Modelle von der Welt scheinen zumindest näher dran zu liegen, als alles, was Mythen, Legenden, bekloppte Matrix-Filme und hirnseits reinverdrehte Bekloppungen jeder Art bisher liefern konnten.


Wenn du das für generell weniger bekloppt hältst solltest du dir nochmal die Sache mit der String-Theorie anschauen Wink

Der Punkt mit der Physik ist ja, daß sie zwar teilweise sehr gut überprüfbare Gesetzmäßigkeiten findet, diese aber immer nur für bestimmte (energetische) Zustände und Perspektiven gelten und nicht absolut und objektiv und in jedem Fall.

Nun sind wir Menschen egal ob religiös, geistig oder auch rein physikalisch betrachtet auf einer bestimmten Ebene aus der wir nicht so einfach ausbrechen können. z.B. erscheint uns unsere Welt dreidimensional und dann gibt es noch einen Zeitfaktor. Aber ich bin mir sicher jeder Physiker würde der Ansicht widersprechen, daß sich das Universum korrekt auf diese 3 Dimensionen reduzieren läßt.

Wenn wir z.B. die Perspektive des Lichts annehmen passieren schon so verrückte Dinge, wie der komplette Stillstand der Zeit trotz endlicher Geschwindigkeit. Das Licht vom anderen Ende des Universums, welches uns teils erst nach Milliarden von Jahren erreicht ist dabei keine Sekunde gealtert.

Auf der psychischen Ebene haben wir wiederum z.B. solche Phänomene wie Träume, in denen dann Naturgesetze plötzlich nicht mehr zu gelten scheinen.

Nun kann man natürlich im Nachhinein immer sagen "ich lag da ja nur in meinem Bett und mein Hirn hat verrückte Dinge gemacht" aber woraus wollen wir die Gewissheit ziehen, daß die Realität die unser Gehirn im Wachzustand erschafft realer ist als die der Träume? Gerade im REM-Schlaf findet man sogar eine wesentlich höhere Aktivität bestimmter Hirnregionen. Wäre es nicht auch möglich, daß der Geist im Traum die Wirklichkeit besser erfassen kann als im Wachzustand?

Das sind jetzt mal ein paar Ansätze, die vielleicht verdeutlichen können, daß das mit der Objektivierbarkeit der Realität nicht ganz so einfach ist wie wir es vor dem Hintergrund physikalischer oder mathematischer Modelle vielleicht gerne hätten.


Zuletzt bearbeitet von Maz am So März 17, 2019 17:17, insgesamt einmal bearbeitet
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Windsurfhippie




Alter: 48
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 13.08.2005
Beiträge: 2898
Wohnort: Schönberger Strand / Brasilien
BeitragVerfasst am: So März 17, 2019 15:49    Titel: Antworten mit Zitat

Maz hat folgendes geschrieben:


Ich hoffe du hast das noch gespeichert und sorry, daß du mit Antworten zu dem Thema so viel Zeit vergeudest in der du z.B. mehrere Supermärkte für die Nahrungssuche hättest abgrasen können auch ganz ohne Teleportation


Ich hab's nicht behalten, weil ich es nach mehrmaligem Durchlesen in der Gegenüberstellung zu meiner Person als Verursacher als relativ dämlich verwarf - wer bin ich denn schon? Ich bin ein Niemand...ich kann da ja eigentlich gar nicht mitreden. Gab ja schon viel, das ich aufschrieb - mal eine Abhandlung über die Struktur der Unendlichkeit - aber dann stehe ich davor, und sehe, das stammt von meinem Kopf - und ehrlich gesagt, könnte es auch von einem Gänseblümchen gekommen sein - vielleicht wär's dann was Aussagekräftiges. Die Zeit finde ich nicht vergeudet - müsste ich Fußballspiele schauen, oder jahrelang in einer Fabrik Metallteile abfeilen - sowas wäre vielleicht vertane Zeit, aber nicht, sie mit was Interessantem zuzubringen, keine Bange. Wink

Maz hat folgendes geschrieben:
Wenn du das für generell weniger bekloppt hältst solltest du dir nochmal die Sache mit der String-Theorie anschauen Wink
Ja klar, die theoretische - und vor allem die spekulative Physik kennt auch so einige Ideen, die hirnseits echt bekloppt anmuten. Das ging mir schon bei der "Möbiusschleife" etwas sonderbar. Oder mit dieser Spiegelseiten-Universen-Idee, die einer auch mal hatte. Weit entfernt von dem Ding mit der endlosen Elefanten-Schildkröten-Reihe ist das an sich nicht. Vieles sind ja an sich nur technisierte oder ernüchterte Analogien zu religiösen Ideen - jedenfalls das mit dem "Urknall" und die Idee, dass "davor" nichts gewesen sein soll. Auch keine Kausalität, meine ich. Das fand ich bereits an der Schule saudämlich, das Konzept! *Ping* - alles da. Ja wie blöd ist das bitte? Laughing
Bei den Gläubigen hat sogar Shiva länger gebraucht, bis er das Universum hinweg getanzt und wieder herein getanzt hatte... ob er schon seinen Namen tanzen konnte, verraten die Quellen nicht.

Maz hat folgendes geschrieben:
Der Punkt mit der Physik ist ja, daß sie zwar teilweise sehr gut überprüfbare Gesetzmäßigkeiten findet, diese aber immer nur für bestimmte (energetische) Zustände und Perspektiven gelten und nicht absolut und objektiv und in jedem Fall.
Das wird sich dann mal ändern, wenn man mitkriegt, dass Konstanten nicht in allen Seinsformen konstant bleiben, und sowas wie "Absolutheit" nur ein gedankliches Konstrukt sein kann. Ebenso, wie "Objektivität" durch einen Menschen nicht einzunehmen ist, weil der immer subjektiv erlebt. Es geht halt eine Art Quasi-Objektivität durch das Vergleichen etlicher Subjektive und schauen, ob die dasselbe wahrnehmen/feststellen. Die Maschinen bzw. Hilfsmittel sind da mehr objektiv, weil denen kein individuelles erlebnis im Wege steht.

Maz hat folgendes geschrieben:
Nun sind wir Menschen egal ob religiös, geistig oder auch rein physikalisch betrachtet auf einer bestimmten Ebene aus der wir nicht so einfach ausbrechen können. z.B. erscheint uns unsere Welt dreidimensional und dann gibt es noch einen Zeitfaktor. Aber ich bin mir sicher jeder Physiker würde der Ansicht widersprechen, daß sich das Universum korrekt auf diese 3 Dimensionen reduzieren läßt.
Was ja an sich logisch ist, denn ein zweidimensionales Wesen würde wahrscheinlich auch nicht folgern, dass seine Welt nur auf 2 Dimensionen basieren kann, wenn es wirklich nachdenkt.
Die anderen 45 Dimensionen wären wahrscheinlich ziemlich eingeschnappt, wenn wir annehmen würden, es gäbe nur 3. Very Happy
Oder den Zeitfaktor als Dimension 4 nehmen ... aber ich weiß nicht, wie die Mathematiker das so sehen - in deren Fachgebiet ist ja alles auf einen einfachsten Nenner herunter zu verkleinern, und wenn sie verbissen genug sind, übertragen sie das bestimmt auch auf Physik oder Weltmodelle.

Maz hat folgendes geschrieben:
Wenn wir z.B. die Perspektive des Lichts annehmen passieren schon so verrückte Dinge, wie der komplette Stillstand der Zeit trotz endlicher Geschwindigkeit. Das Licht vom anderen Ende des Universums, welches uns teils erst nach Milliarden von Jahren erreicht ist dabei keine Sekunde gealtert.
Ich weiß nicht, ob Energie "altert" im Sinne davon, dass sie einen Verfall erlebt, nach dem Energie-Erhaltungssatz soll das ja nicht so ganz gehen.
Dieses Licht zeigt uns aber auch nur, wie der Bereich, den wir zu sehen bekommen, vor Milliarden von Jahren mal ausgesehen hat - in der Zwischenzeit hat sich dort eine ganze Menge getan. Da liegt ja auch nicht alles bloß still in der ganzen Gegend herum. Das, was uns da gezeigt wird, ist praktisch auch der Film von dem, was vor dieser Raumzeitdistanz, die das Licht gereist ist, da los war.
Dann hängt das ja noch von verschiedenen Dingen ab, also davon, auf welcher Höhe der Strecke wir uns überhaupt befinden, im Verhältnis zur Bewegung(sgeschwindigkeit) und dann gibt es noch die Raumzeit-Dilatation. Die erzeugt auch witzige Effekte.
Der "Stillstand" wirkt dann vielleicht wie ein Stillstand. Ich weiß nicht, auf was sich das bezieht - einen Stillstand der Zeit kenne ich eigentlich bloß aus so einer Überlegung von vor plusminus 20 Jahren, aber das war auch was Dämliches. Ereignishorizonte von 2 schwarzen Löchern, die einander begegnen. Auf einer bestimmten Distanz der Horizonte zu einander müsste die Kausalität fast inert werden. Bevor die Dinger dann ineinander fallen, oder auf einander drauf gepackt werden, viel mehr.

Maz hat folgendes geschrieben:
Auf der psychischen Ebene haben wir wiederum z.B. solche Phänomene wie Träume, in denen dann Naturgesetze plötzlich nicht mehr zu gelten scheinen.

Nun kann man natürlich im Nachhinein immer sagen "ich lag da ja nur in meinem Bett und mein Hirn hat verrückte Dinge gemacht" aber woraus wollen wir die Gewissheit ziehen, daß die Realität die unser Gehirn im Wachzustand erschafft realer ist als die der Träume? Gerade im REM-Schlaf findet man sogar eine wesentlich höhere Aktivität bestimmter Hirnregionen. Wäre es nicht auch möglich, daß der Geist im Traum die Wirklichkeit besser erfassen kann als im Wachzustand?
Das lässt sich eigentlich schon einfach dadurch widerlegen, dass sich von den Dingen, die im Traum mit einem passieren, keine Folgen nach dem Erwachen zeigen. Also wenn ich im Wachzustand mit dem Skateboard aus der Halfpipe segle und auf der Nulle lande, fehlen mir einige Zähne und die Nase/Lippe blutet.
Vergleich : Wenn mir im Traum Jemand die Kehle durchschneidet, ist beim Erwachen weder der Schnitt zu sehen, noch steht das Herz still, noch ist irgendwo Blut und mein Lieblings-Skaterpulli ist auch nicht versifft damit. Smile

Die höhere Hirnaktivität kann ganz gut auf diese Verarbeitung zurückzuführen sein, die das Gehirn während des Träumens anstrengt - also wenn das wirklich so wäre, dass da das Lernen stattfindet, das Verbuchen von aufgenommener Information, oder auch eine Art Sortiervorgang, bei dem das Nötige vom Überflüssigen getrennt wird.
( Dinge, die ich mal darüber las schon )
Ich kann mir das zumindest nicht vorstellen. In meinen Träumen ist vieles derart übersteigert, wenn das so wirklich wäre, hätte mich die Wirklichkeit doch längst lahmgelegt oder umgehauen, also energetisch leer gesaugt.
Also vielleicht belädt mein Gehirn da ja diese Fiktowelt oder sowas noch nebenbei, ich weiß nicht. Ich sehe gerade da dran, dass das Gehirn zumindest weg von jeder Wirklichkeit strebt - ob das so ist, weil die Wirklichkeit zu langweilig als Spielplatz ist? Fangen Menschen deswegen an, sich Religionen, Fiktionen und sowas auszufantasieren?

Maz hat folgendes geschrieben:
Das sind jetzt mal ein paar Ansätze, die vielleicht verdeutlichen können, daß das mit der Objektivierbarkeit der Realität nicht ganz so einfach ist wie wir es vor dem Hintergrund physikalischer oder mathematischer Modelle vielleicht gerne hätten.

Sehe das eher so, als erleichtern die Modelle es, die Wirklichkeit zu erkennen und zu überprüfen, die "Objektivität" anzuleihen, die wir aufgrund unserer Subjektivität und Gebundenheit daran nicht selbst einnehmen können.

Einer, der nur Muster sieht, könnte ja glauben, die Kartons in der Ecke nimmt nur er so wahr, und in Wirklichkeit seien die bestimmt überall verstreut, vielleicht sogar in 5 Räumen herum. Schickt er seinen Roboter vor, um das zu prüfen, kann der abtasten, wie viel Schachtel wo steht, unterscheidet Raum plus Karton von Raum minus Karton. Der Mensch kann natürlich auch hin gehen und die Kartons zählen, hochheben, anfassen, begrabbeln, und weiß, ah ja, die sind gar nicht in 5 Räumen verteilt, sondern stehen ja echt in der Ecke da. Auch, wenn er es vielleicht ganz anders geträumt hätte. Und dann kann er ja noch den Inhalt rausholen. Das zeigt ihm dann auch letztlich, dass nicht nur sein Gehirn irgend ein Kartons-Muster für Ähnlichkeiten eher sympathisch hat erscheinen lassen, als ein Muster von Nicht-Kartons.

Aber was weiß ich. Ich bin dämlich. Laughing Ich weiß bloß, dass, falls mein Gehirn sich mich nur eingebildet hat, mein Gehirn etwa so dämlich sein muss, wie ich. Es wäre dann besser Socken häkeln gegangen.
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Maz
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BeitragVerfasst am: So März 17, 2019 17:35    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Das lässt sich eigentlich schon einfach dadurch widerlegen, dass sich von den Dingen, die im Traum mit einem passieren, keine Folgen nach dem Erwachen zeigen.


Gilt aber ggf. auch umgekehrt. Verlorene Zähne können ja im Traum wieder da sein. Im übrigen wenn es gar keine Folgen hätte, dann würdest du dich auch nicht daran erinnern. Ist zwar bei Träumen oft schwierig aber wenn das generell so wäre wüßten wir ja nicht mal, daß es Träume gibt. Irgendetwas wird da also schon noch zwischen den Ebene ausgetauscht.

Zitat:

Ich weiß nicht, ob Energie "altert" im Sinne davon, dass sie einen Verfall erlebt, nach dem Energie-Erhaltungssatz soll das ja nicht so ganz gehen


Zerfall meint ja letztlich nur eine Änderung der Form aber ich hab den Verdacht, daß diese Phänomene gekoppelt sind. Wo keine Zeit vergeht gibt es auch keinen Zerfall und wo es keinen Zerfall gibt vergeht auch keine Zeit...oderso. Wink

Zitat:

und dann gibt es noch die Raumzeit-Dilatation.


Darauf wollte ich hinaus. Aus der Perspektive des Lichts ist keine Zeit vergangen auch wenn aus der Perspektive einer in Relation zum Licht ruhenden Person 5 Milliarden Jahre vergangen sind.

Die Aussage "das Licht zeigt uns das was vor 5 Milliarden Jahren war" ist also gleichbedeutend mit der Aussage "das Licht zeigt uns das was gerade jetzt passiert". Es gibt also wenn ich das richtige verstehe gar keine objektive Raumzeit sondern nur eine subjektive Wink

Übrigens läßt sich daraus neben der bekannten unendlichen Zunahme der Masse bzw. Energie ein weiterer Grund ableiten warum Überlichtgeschwindigkeit nicht möglich ist, da dadurch die Kausalität verletzt würde:
https://de.wikipedia.org/wiki/Relativit%C3%A4t_der_Gleichzeitigkeit#Kausalit%C3%A4t

Sprich eine Reise mit Überlichtgeschwindigkeit wäre gleichbedeutend mit einer Zeitreise.
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BeitragVerfasst am: Mi Apr 17, 2019 0:50    Titel: Antworten mit Zitat

Maz hat folgendes geschrieben:



Gilt aber ggf. auch umgekehrt. Verlorene Zähne können ja im Traum wieder da sein. Im übrigen wenn es gar keine Folgen hätte, dann würdest du dich auch nicht daran erinnern. Ist zwar bei Träumen oft schwierig aber wenn das generell so wäre wüßten wir ja nicht mal, daß es Träume gibt. Irgendetwas wird da also schon noch zwischen den Ebene ausgetauscht.
Die Idee von "Ebenen" verstehe ich da nicht ganz, denn ein Traum ist etwas, das sich im Gehirn abspielt, also auch die Teilhabe der realen Ebene daran ist so begrenzt, wie wenn man sich etwas ausdenkt, und dabei auf einer Bank irgendwo sitzt oder im Bett liegt - eher minimal, auf neuronale Prozesse begrenzt.
Die Wirklichkeit findet aber auch statt, wenn Du grade keine Traumphase oder nicht bewusste Phase hast. Die Welt oder etwa die Typen im OP-Saal, die Dich während einer Narkose, in der Du die Welt nicht wahrnimmst, operieren, sind ja nicht weg.
Während eines Traums ist das Ganze halt eingetrübt oder größtenteils runtergefahren, also wenn ich davon träume, wieder Zähne zu haben, ändert das am realen Zustand, dass sie weg sind, nichts. Egal, wie toll der Traum - in Wirklichkeit bleibe ich so zahnlos wie ich halt bin.

Persönlich hätte ich mehr und ernsthaftere Gründe, das Leben zu beenden, wären Träume näher an der Wirklichkeit als das RL. Viele Träume sind wesentlich schlimmer als das RL und verglichen zum aktuellen Leben gewaltreicher. Eben weil ich beim Aufwachen vielleicht schweißgebadet bin, aber nicht die Kehle durchgeschnitten habe, ist mir doch klar, das kann nicht echt gewesen sein.

Maz hat folgendes geschrieben:
Zerfall meint ja letztlich nur eine Änderung der Form aber ich hab den Verdacht, daß diese Phänomene gekoppelt sind. Wo keine Zeit vergeht gibt es auch keinen Zerfall und wo es keinen Zerfall gibt vergeht auch keine Zeit...oderso.
Davon geht ja das aktuell favourisierte Weltmodell der Physiker und Mathematiker aus, dass da Vieles gekoppelt sei. In einem Modell muss man sich das so vorstellen, weil es auf einer bestimmten Systematik aufbaut.
Das ist aber zwischen Modell und Wirklichkeit nicht erforscht oder auch nicht unbedingt schon heute erforschbar, ob das auch so ist, wie im Modell. Es reicht ja schon aus, zu verwirren, wäre diese Koppelung nicht nur einfach, sondern in unterschiedlichen Größenordnungen verschieden. Wenn man sie dann weg denkt, kommt man auf ganz andere Möglichkeiten. Wenn man weiß, die Denkart folgt aus der Anhängigkeit an das Modell, kann man sich noch zig weitere Möglichkeiten vorstellen. Wohl aber sollte man sie für sich behalten. Die Modellanhänger können ziemlich sauer reagieren, wenn man diese Glaubensebene verlässt. Smile

Maz hat folgendes geschrieben:
Zitat:

und dann gibt es noch die Raumzeit-Dilatation.


Darauf wollte ich hinaus. Aus der Perspektive des Lichts ist keine Zeit vergangen auch wenn aus der Perspektive einer in Relation zum Licht ruhenden Person 5 Milliarden Jahre vergangen sind.
Das müsste auch für die Perspektive der Gegenwart gelten, die immer genau jetzt ist, und jetzt schon nicht mehr. Vergangenheit liegt hinter ihr und Zukunft voraus.

Maz hat folgendes geschrieben:
Die Aussage "das Licht zeigt uns das was vor 5 Milliarden Jahren war" ist also gleichbedeutend mit der Aussage "das Licht zeigt uns das was gerade jetzt passiert".
Nein, das wäre ein Trugschluss, als würdest Du sagen, das, was Du auf einem Foto betrachtest, passiere grade eben so. Das Licht ist in dem Fall bloß der Film und Träger. Du würdest ja beim Ansehen einer Nachrichtenschau aus 1950 auch nicht folgern, dass das grade jetzt geschieht.

Maz hat folgendes geschrieben:
Es gibt also wenn ich das richtige verstehe gar keine objektive Raumzeit sondern nur eine subjektive
Hm ob es eine "Objektive" gibt, können wir als subjektive Wesen gar nicht feststellen. Außer mit Messinstrumenten, mit Hilfsmitteln.
Eh fraglich, ob Zeit nicht nur den Unterschied oder die Strecke zwischen Positionen im Raum ausmacht - und die Subjektiverfahrung ist ja noch von Gravitation abhängig, von der Nähe zu Körpern, und wo man sich grade aufhält. Die Dilatation kann das noch in ganz anderen Weisen ziehen. Wink

Maz hat folgendes geschrieben:
Übrigens läßt sich daraus neben der bekannten unendlichen Zunahme der Masse bzw. Energie ein weiterer Grund ableiten warum Überlichtgeschwindigkeit nicht möglich ist, da dadurch die Kausalität verletzt würde:
https://de.wikipedia.org/wiki/Relativit%C3%A4t_der_Gleichzeitigkeit#Kausalit%C3%A4t

Sprich eine Reise mit Überlichtgeschwindigkeit wäre gleichbedeutend mit einer Zeitreise.


Ja, das folgt dem derzeit beliebtesten Modell.
Kann man sich jetzt aussuchen, ob man genau dieses Modell als schlüssigen Ersatz für "Die Welt" übernimmt, und halt strikt in dessen Regeln denken will, oder nicht so.
Bisher kennen wir Kausalität eben als unumkehrbaren Ablauf, auchwenn bereits Mediziner es schon hinkriegen, gewisse Faktoren auszubremsen, die diesen Ablauf eigentlich unwiderruflich im Verhältnis zu seinem zeitlichen Fluss machen. Man kann das im ganz Kleinen sogar selbst machen, aber nur vorwärtsgerichtet, indem man sich entscheidet, langsamer zu gehen, als man im Modell gehen müsste. Alle, die schneller fahren, als ein Mensch mit Mühe rennen kann, tricksen das alltäglich etwas aus. Dieser Ablauf ist dimensional spielräumig.

Das mit den Zeitreisen ist eher wegen der Unendlichkeitsneigung des Geschehnishorizonts nicht so möglich, wie man sich das landläufig denkt. Also man fährt beim Versuch, in der Zeit rückwärts zu gehen, in eine alternative Zukunft, weil man ja nicht entgegen des immer wieder neu zusammengewürfelten Weltenlaufs verstoßen kann. Die meisten Leute stellen sich das offenbar so vor, wie eine Art Tonband oder Filmband, das man bloß zurückspulen brauchte.
Allerdings ist das wohl etwas naiv hergedacht.
Dass Überlichtgeschwindigkeit nicht möglich sein soll, ist ja wieder so eine Grenzsetzung, die aus so einer Koppelung der Vorstellungen entsteht. Vielleicht gibt es dazu sogar eine mathematische Untermauerung, mit Sicherheit gibt es die, und vermutlich hat sie Einstein verfasst.
Dass all dies andere Gedanken für nichtig erklärt, nehmen aber Modellanhänger so hin, es darf ja kein anderes Modell als ihres die Grenzen des Denkens bestimmen. Rolling Eyes

Sage man derart Leuten mal, dass es gar nicht notwendig ist, viel Geschwindigkeit oder auch Zeit zu brauchen, um von einem Ende der Galaxie zum anderen zu gelangen, weil man auch hintenrum gehen kann, wird man eh für bekloppt erklärt, weil, das Modell besagt so und so, und danach hätte man sich gefälligst auszurichten.
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Maz
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BeitragVerfasst am: Mi Apr 17, 2019 16:54    Titel: Antworten mit Zitat

Windsurfhippie hat folgendes geschrieben:
Die Idee von "Ebenen" verstehe ich da nicht ganz, denn ein Traum ist etwas, das sich im Gehirn abspielt, also auch die Teilhabe der realen Ebene daran ist so begrenzt, wie wenn man sich etwas ausdenkt, und dabei auf einer Bank irgendwo sitzt oder im Bett liegt - eher minimal, auf neuronale Prozesse begrenzt.


Das gilt aber ja für den Wachzustand auch. Das Bewusstsein davon gerade auf einer Bank zu sitzen entsteht auch irgendwie aus neuronalen Prozessen im Hirn. Jedenfalls ist die Traumwelt etwas eigenständiges wo bestimmte Wahrnehmung und Ereignisse existieren, die im Wachzustand nicht auftauchen und der Physik im Wachzustand widersprechen obwohl sie innerhalb der Traumwelt plausibel wirken können. Insofern eine andere "Ebene".

Zitat:

Die Wirklichkeit findet aber auch statt, wenn Du grade keine Traumphase oder nicht bewusste Phase hast.


Und wenn nichts und niemand mit Bewußtsein da wäre, würde die Wirklichkeit dann noch stattfinden? Wie sollte so eine Wirklichkeit aussehen?

Zitat:

also wenn ich davon träume, wieder Zähne zu haben, ändert das am realen Zustand, dass sie weg sind, nichts.


Ja aber nur weil du auch wieder aufwachst. Würde man das ganze umgekehrt betrachten könnte man doch auch sagen, die Zähne sind in Wirklichkeit vorhanden und nur wenn dein Gehirn in den Modus umschaltet, den wir Wachzustand nennen, sind sie weg.

Das führt dann wieder zu diesem Matrix-Ding, daß du einen Traum überhaupt nicht als Traum erkennen könntest wenn du keinen anderen Zustand als Vergleich hättest. Im Traum erscheinen einem die Dinge trotz der bekannten Vergleichsbasis Wachzustand ja auch meist logisch und man zweifelst selten deren Existenz an (außer bei wirklich heftigen Träumen wie du sie wohl aufgrund deiner Erfahrung hast, da stellt dann ja meistens doch so ein Gefühl von "ok das kann jetzt nicht echt sein" ein).

Auch z.B. Erlebnisse im Rauschzustand sind ja nicht weniger real nur weil sie sich später wieder verflüchtigen. Hätten sie nicht stattgefunden könnte man ja auch schlecht davon berichten.

Zitat:

Nein, das wäre ein Trugschluss, als würdest Du sagen, das, was Du auf einem Foto betrachtest, passiere grade eben so. Das Licht ist in dem Fall bloß der Film und Träger. Du würdest ja beim Ansehen einer Nachrichtenschau aus 1950 auch nicht folgern, dass das grade jetzt geschieht.


Das sind aber auch unterschiedliche Arten von Ereignissen. Die Nachrichtenschau von 1950, die ich hier abspielen könnte hätte keinen direkten Bezug zur Ausstrahlung von 1950 sondern sie würde von einer Datei o.ä. gelesen. Wenn aber jemand in knapp 70 Lichtjahren Entfernung die 1950 ausgestrahlte Nachrichtenschau empfängt sieht die Sache anders aus. Und da kommt dann eben die Sache mit der Zeitdilatation ins Spiel. Die Frage was gerade jetzt in 70 Lichtjahren Entfernung passiert ist nicht zu beantworten, weil die Raumzeit keine Einheit darstellt und nicht unabhängig vom Bezugssystem des Betrachters definiert werden kann. Das "Jetzt" ist also nichts objektives. Die Nachrichtenschau kommt exakt in dem Augenblick in 70 Lichtjahren Entfernung an zu dem sie ausgestrahlt wurde. Aber das gilt nur aus dem Blickwinkel der Nachrichtenschau. Wenn sie dann von dort wieder zurückgestrahlt würde käme sie ebenso sofort wieder hier an. Nur aus unserer Perspektive wären halt 140 Jahre vergangen. Wink

Wenn ich die Sache mit der Abhängigkeit der Raumzeit von der Masse in etwa richtig verstehe ist das wohl auch wieder einer der Gründe warum kein Objekt welches eine Ruhemasse besitzt auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden kann. Was im übrigen auch umgekehrt gilt. Licht welches keine Ruhemasse besitzt kann niemals unter die Lichtgeschwindigkeit im jeweiligen Bezugssystem fallen auch wenn diese Geschwindigkeit bei ausreichender Raumzeitkrümmung wie z.B. am Ereignishorizonts eines schwarzen Lochs für einen äußeren Betrachter auf 0 fallen kann (zumindest wenn ich das in etwa richtig verstanden habe, da wirds doch etwas schräg) Wink

Die Masse bzw. Energie würde jedenfalls unendlich wenn man ein Objekt mit Masse so weit beschleunigt was dann wiederum gleichbedeutend mit einer unendlich starken Krümmung der Raumzeit wäre und demnach dazu führen müßte, daß jeder Punkt des Universums überlappt...oderso Wink

Zitat:

Eh fraglich, ob Zeit nicht nur den Unterschied oder die Strecke zwischen Positionen im Raum ausmacht


Das ist ja durch die empirische Bestätigung von Einstein klar widerlegt bzw sind Zeit und Raum eben abhängige Größen und der Fluß der Zeit ändert sich mit der Krümmung des Raums, was man ja u.a. an dem Auseinaderdriften der Zeitebene von Atomuhren im Weltall im Vergleich zu Atomuhren am Boden messen kann. Oder aber der Raum und damit die Strecke verändert sich mit der Krümmung der Zeit...letztlich ist das dann wohl die gleiche Aussage.

Zitat:

- und die Subjektiverfahrung ist ja noch von Gravitation abhängig, von der Nähe zu Körpern, und wo man sich grade aufhält.


Ja aber das ist dann nicht mehr blos eine subjektive Erfahrung, so wie man vielleicht sagen könnte ein Traum sei subjektiv weil man ihn an einer anderen "objektiven Wirklichkeit" abgleichen kann sondern es ist tatsächlich die lokale Realität.

Zitat:

Also man fährt beim Versuch, in der Zeit rückwärts zu gehen, in eine alternative Zukunft, weil man ja nicht entgegen des immer wieder neu zusammengewürfelten Weltenlaufs verstoßen kann.


Ja das ist auch diese Sache mit der ständigen Zunahme der Entropie:
https://www.elektrotechnik.vogel.de/warum-zeitreisen-physikalisch-nicht-moeglich-sind-a-619950/
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