Forum für Asexualität Foren-Übersicht
Forenregeln | Hauptseite
 
 Partnerbörse [extern]      CHAT     User MapGEO Map 

FAQFAQ   SuchenSuchen   MitgliederlisteMitgliederliste   BenutzergruppenBenutzergruppen  RegistrierenRegistrieren   ProfilProfil   LoginLogin 

Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen   

Was stimmt mit uns nicht?
Gehe zu Seite Zurück  1, 2
 
Neues Thema eröffnen   Dieses Thema ist gesperrt, du kannst keine Beiträge editieren oder beantworten.    Forum für Asexualität Foren-Übersicht -> Beziehungen
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
SchuffiPupsi




Alter: 28
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 23.04.2012
Beiträge: 1534
Wohnort: In der Mitte von M-V
BeitragVerfasst am: Sa Sep 15, 2018 8:23    Titel: Antworten mit Zitat

Achso... Hier schreibt jemand "religiöses".
Dann kann man sich Diskussionen wohl ohnehin weitestgehend klemmen.

Denn dort hat die Frau zu gehorchen und Kinder zu gebären "in guten wie in schlechten Zeiten" (also auch wenn sie regelmäßig verprügelt wird).
Da bin ich dann raus.
Jedem das Seine-dabei leider auf Kosten anderer. (meistens der Kinder)....


Religion per Se ist bei vielen Menschen ein Zeichen von Unreflektiertheit und Beziehungsunfähigkeit.
Nach oben
          
Maz
ADMod Team



Alter: 41
Sexualität:
keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 12515
BeitragVerfasst am: Sa Sep 15, 2018 8:29    Titel: Antworten mit Zitat

auris hat folgendes geschrieben:

Als das geschrieben wurde, hat man so mit 12 bis 14 geheiratet


Also war es dann mit 12-14 doch schon wieder erlaubt. Auch nicht wirklich sinnvoll.
Nach oben
          
auris





Sexualität:
keine Angabe
Anmeldungsdatum: 28.10.2016
Beiträge: 496
BeitragVerfasst am: Sa Sep 15, 2018 8:36    Titel: Antworten mit Zitat

Maz hat folgendes geschrieben:
auris hat folgendes geschrieben:

Als das geschrieben wurde, hat man so mit 12 bis 14 geheiratet


Also war es dann mit 12-14 doch schon wieder erlaubt. Auch nicht wirklich sinnvoll.


Naja Lebenserwartung war so 30 bis 35 und die Kinder sollten ja noch groß gezogen werden. Länger warten als bis 14 war zeitlich schwierig. Man starb sonst weg, bevor die Kinder auf eigenen Beinen standen.

Dass unsere Kinder Kinder sein können ist ein Luxus, den es erst seit relativ kurzer Zeit gibt, und auch das nicht für alle.
Nach oben
          
Maz
ADMod Team



Alter: 41
Sexualität:
keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 12515
BeitragVerfasst am: Sa Sep 15, 2018 9:03    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Naja Lebenserwartung war so 30 bis 35 und die Kinder sollten ja noch groß gezogen werden


In der Bibel ist sogar explizit von 70-80 Jahren Lebenserwartung die Rede:

https://bibeltext.com/l12/psalms/90.htm

Seite hat folgendes geschrieben:

Unser Leben währet siebzig Jahre, und wenn's hoch kommt, so sind's achtzig Jahre, und wenn's köstlich gewesen ist, so ist es Mühe und Arbeit gewesen; denn es fährt schnell dahin, als flögen wir davon.


Solche niedrigen Durchschnittszahlen kommen also durch die hohe Kindersterblichkeit und Infektionskrankheiten zustande und Kinder bekommen dürfte selbst auch ein nicht unerhebliches Risiko gewesen sein vorzeitig abzuleben weil das "weniger ist mehr" Konzept ja noch nicht so verbreitet war Wink

Mit 14 war man bzgl. Krankheiten aber schon aus dem gröbsten raus und die Leute konnten auch damals durchaus über 60 oder sogar über 70 werden. Insofern war das mit dem Kinder "groß bringen" wohl kein Faktor zumal es den Leuten tendenziell wohl eher egal war was mit den vielen Kindern passiert. Die meisten starben halt, Gott hats gegeben, Gott hats genommen.
Nach oben
          
auris





Sexualität:
keine Angabe
Anmeldungsdatum: 28.10.2016
Beiträge: 496
BeitragVerfasst am: Sa Sep 15, 2018 9:30    Titel: Antworten mit Zitat

In der Bibel steht auch etwas von 900 Jahren Lebenserwartung, alsoooo...

Das Problem war eher: jeder mist, den du bekommen hast, brachte dich gleich um. Zum Beispiel hatte waschen einen schlechten Ruf, deswegen entzündeten sich wunden sehr oft.

Organisch waren wir kaum anders als heute, also waren unter optimalen Bedingungen vergleichbare Lebenserwartungen drin. Nur optimale Bedingungen hatte kaum jemand. Am ehesten noch der Adel. 60 galt als alt. Da bist du heute noch nicht einmal in Rente.

Die durchschnittliche Lebenserwartung war tatsächlich unter 35, höchstens 30. Ich hab es nach oben korrigiert in dem Versuch, die hohe kindersterblichkeit auszugleichen.
Nach oben
          
Maz
ADMod Team



Alter: 41
Sexualität:
keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 12515
BeitragVerfasst am: Sa Sep 15, 2018 9:39    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

In der Bibel steht auch etwas von 900 Jahren


Das bezieht sich aber wohl nur auf irgendwelche Altvorderen, die angeblich so alt wurden um damit irgendeinen Mythos zu befeuern. Das mit den 70-80 dürfte hingegen durchaus an der Realität orientiert gewesen sein, allerdings wohl nicht unbedingt an der des Mittelalters.

Zur Sache mit der Lebenserwartung hab ich aber erst neulich eine Interview gehört in dem eben diese kursierenden Zahlen von 30+x als quatsch bezeichnet wurden. Die Kindheit war die Zeit in der am meisten Leute gestorben sind, wer aber das Erwachsenealter erreicht hat hatte eine demgegenüber weit überdurchschnittliche Chance nochmals deutlich älter zu werden weil all die damals noch sehr gefährlichen aber heute zumeist harmlosen Kinderkrankheiten bereits erfolgreich überlebt wurden.

In höherem Alter dürfte das Kinderkriegen selbst gerade für Frauen also das wohl mit Abstand größte Risiko gewesen sein und für Männer waren es vermutlich die Kriege, wenn wir jetzt mal Phasen mit extremen Hungersnöten oder Epidemien wie der Pest aus der Rechnung rausnehmen.
Nach oben
          
Sandkastenzorro




Alter: 37
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 03.04.2011
Beiträge: 3083
Wohnort: Politzania
BeitragVerfasst am: Sa Sep 15, 2018 10:51    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
35, höchstens 30


Ich denke, du verwechselst gerade den antiken Menschen mit dem Homo Erectus, dem ganz frühen Homo Sapiens oder dem Neandertaler. Da starben die meisten vor dem 40. Lebensjahr, aber selbst da wurden einige älter. Das war vor 30.000 Jahren im Pleistozän. Und von da bis zur Antike, wo die Bibel geschrieben wurde, sind es noch etliche tausend Jahre.
_________________
Wer in die Toilette taucht, der auch alte Socken raucht!
Nach oben
          
Maz
ADMod Team



Alter: 41
Sexualität:
keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 12515
BeitragVerfasst am: Sa Sep 15, 2018 11:01    Titel: Antworten mit Zitat

Zum Thema Mittelalter ganz interessant:

https://blog.histofakt.de/?p=962

Zitat:

Wie immer sind wir über die Verhältnisse der unteren Bevölkerungsschichten unzureichend informiert. Niemand hat ihre Geburts- oder Sterbedaten oder die Zahl ihrer Kinder notiert. Nur durch Zufall gewähren mitunter grundherrliche Verzeichnisse, Chroniken oder andere Schriftquellen einen Blick auf Einzelschicksale.
...
Schätzungen zufolge starben bis zu 40% der Kinder vor Erreichen der Pubertät, 10-20% im ersten Lebensjahr.
Hatte ein Mensch jedoch erst einmal die frühen Jahre der Kindheit überstanden, standen die Aussichten nicht allzu schlecht, ein Alter von 50, 60 oder auch mehr Jahren zu erreichen.
...
Im Allgemeinen jedoch galt der Mensch im Alter von 21 bis ungefähr 40 als erwachsen (adultus), von 41 bis 60 als „reif“ (maturus) und ab 61 als Greis (senectus). Kaum ein städtischer Handwerker dürfte mit weniger als 30 bis 40 Jahren seinen Meistertitel und eine eigene Werkstatt erworben haben – dafür sorgten schon die oft langen Lehr- und Gesellenzeiten.
...
Mit 40 Jahren galt man also noch keineswegs als „alt“, auch wenn manch hart arbeitender Bauer, Handwerker oder Tagelöhner sich durchaus so gefühlt haben mag.


btw: @Sandkastenzorro: Nachträglich noch alles Gute zum 3000sten, ein stattliches Alter Wink
Nach oben
          
auris





Sexualität:
keine Angabe
Anmeldungsdatum: 28.10.2016
Beiträge: 496
BeitragVerfasst am: Sa Sep 15, 2018 12:01    Titel: Antworten mit Zitat

In der pampa von Palästina war das Leben teils sehr dörflich, teils nomadisch. Von der Zivilisation Roms (die durchaus die Lebenserwartung hob) ist da außerhalb der Städte nicht soooviel angekommen. Das ist die Kultur, in der das neue Testament geschaffen wurde. Das alte Testament ist nochmal mindestens 1000 Jahre älter, da gab es Rom noch nicht. Das war so Ende der bronzezeit. Das war keine gute Zeit, wenn man alt werden wollte. Knochenfunde sagen mehr als 50 war für nicht-Oberschicht nur selten drin.

Die Bibel verknüpft Lebenserwartung und tugendhaftes Leben. Ein sündiger Mensch lebt kürzer. Das nimmt altersangaben der Bibel aus dem Bereich der Beobachtung und macht sie zu etwas religiösem. Und damit unzuverlässig.

Aber das wird gerade sehr ot..
Nach oben
          
DasTenna




Alter: 35
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 24.10.2016
Beiträge: 815
Wohnort: Saarland
BeitragVerfasst am: Mo Sep 17, 2018 12:46    Titel: Antworten mit Zitat

Was die Vermutungen bzgl. Lebenserwartungen angeht, wollte ich mich aus archäologischer Sicht mal kurz einklinken: Den weitaus größten Anteil der auf Gräberfeldern Bestatteten* verstarb im Alter zwischen 20 und 50 Jahren. Ältere Personen finden sich bis in die Neuzeit hinein seltener und erst mit der Verpflichtung, alle Toten auf dem Kirchanger zu begraben, finden sich auch zunehmend die Säuglinge und Kleinkinder.
Hohe Lebenserwartung hatten tendenziell mehr Männer als Frauen.
Und die Lebenserwartung stieg mit dem sozialen Rang, weil die Gefahr von Mangelernährung etwa seltener gegeben war.

*Es ist nicht für alle Zeiten und Kulturen selbstverständlich, dass ALLE Angehörigen einer Gemeinschaft auf dem gleichen Gräberfeld bestattet wurden oder überhaupt nach den gleichen Riten. Säuglinge beispielsweise wurden nach römischem Recht erst nach dem Durchbruch des ersten Zahns wie Menschen bestattet, nämlich auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Zahlreiche Säuglingsbestattungen finden sich allerdings nahe der Wohnstätte (unter Türschwellen, in den Hofarealen hinterm Haus, unter den Feuerstellen, etc.) und nicht auf den Gräberfeldern. Allein dadurch ergeben sich Verzerrungen, was die Lebenserwartung angeht.

***

Mich irritiert, wie Ferox meine Aussage bezüglich meiner Ex-Partner interpretiert hat. Dass da anscheinend gar nicht berücksichtigt wurde, dass jede zwischenmenschliche Beziehung unzählige, individuelle Komponenten beinhaltet und es kein "Schema F" gibt. Dass da pauschal angenommen wurde, ich hätte meine Partner verlassen, weil ich keine sexuelle Anziehung empfand und so schnell wie möglich mit dem nächsten eine Beziehung eingegangen wäre, um zu sehen, ob´s mit dem vielleicht endlich klappt. Rolling Eyes
Abgesehen davon, dass ich mir nur schwer vorstellen kann, dass es Leute gibt, die so handeln, könnte das weiter von der Realität nicht weg sein.
Was ist so schwer daran, nachzufragen, wenn die persönliche Situation einer Person nun mal nicht bekannt ist?

***

EDIT:
auris hat folgendes geschrieben:
Die Bibel verknüpft Lebenserwartung und tugendhaftes Leben. Ein sündiger Mensch lebt kürzer.
Keith Richards, Mick Jagger und Konstantin Wecker wären hervorragende lebende Gegenbeweise Laughing
_________________
I am normal. It´s the rest of the world that´s weird. - Ich bin normal. Der Rest der Welt ist schräg drauf. (Impulse - Bartholomew Allen II)
~~~
https://dasnixblix.wordpress.com/
Nach oben
          
Bernard





Sexualität:
keine Angabe
Anmeldungsdatum: 28.09.2011
Beiträge: 59
Wohnort: DL - NRW
BeitragVerfasst am: Do Nov 01, 2018 13:26    Titel: --- Grins ---- Antworten mit Zitat

Was ist passiert?

Zitat:
Sehr interessante Beiträge Exclamation


Lese gerne weiter mit

Laughing Wink Mr. Green
_________________
Aus Wikipedia: bezüglich Wissen
„ergibt sich nahezu zwangsläufig die Frage,
wer für die Produktion bestimmter Wissensformen verantwortlich zeichnet.“
Es zeigt sich, dass sich die Macht des Wissens nicht trennen lässt vom Wissen der Macht.
Nach oben
          
Arpad4




Alter: 39
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 17.11.2016
Beiträge: 1560
Wohnort: Kaiserslautern
BeitragVerfasst am: Sa Nov 03, 2018 19:21    Titel: Antworten mit Zitat

Monster die sich mit Pillen vollpumpen, und in ihrer eigenen Gesundheit teilweise Millionen investieren, sind für mich keine passendes Beispiel. Ceausescu wäre locker 100 geworden, weil er bis zu sein Tod sich reglemässig Blut von Säuglinge spritzen lies (ein moderner Blutsauger). Wenn ein Lionel Messi (künstlich um mehr als 5 cm vergrössert auf 169 cm), 120 wird wäre es auch keine modernes Wunder bei dem Dopingmittel die er in seiner Jugend bekommen hat. Eine Spritze 100000 Euro (soviel wie ein Porsche).

Warum sollen böse Menschen im Durchschnitt kürzer leben als die friedfertigen? Es ist sehr einfach zu verstehen, wenn man sich fragt wie lange ungerechte kriegerische Völker existiert haben bis man sie ausgelöscht hat, und wie lange friedliche/zivilisierte Völker existiert haben und noch existieren. Oder betrachten wir mal die Staatformen und einzelne Länder? Wo gedeihen Menschen am besten? Unter Despoten und Terroristen, oder da wo sie genug zu essen haben, und in einer friedliche Heimat leben? (und das alles auch unabhängig von einem religiösen Einfluss). Hitler, Stalin und Mao haben das Durchschnitsalter ihrer Zeitgenossen erheblich gekürzt. Bevor sich hier einer wieder abfällig über irgend ein Buch oder Religion äussert, sollte mal sich genauer informieren statt sich über gewisse Menschen lustig zu machen. (Ich vermisse bei manchen die wissenschaftliche korrekte Aufklärung / denn schliesslich leben wir im Jahr 2018 und nicht in der moderne Steinzeit 1900).

Zitat:
Nein, aber wer ständig den Partner wer ständig den Partner wechselt ist aus meiner Sicht beziehungsunfähig.


nachdenklich ........wie war das mit "der Meinung eines Users" tollerant gegenüberstehen? Ein perfektes Leben hab ich bei keinem in meine Leben gesehen, und ich hatte mit Sicherheit auch keines. Angriff auf religiös orientierte Menschen scheint ein Automatismus zu sein bei Antireligiöse. Oder eher ne uralte (genetisch bedingte?) Tradition. Steht im gleichen alten Testament, dass die Menschen vor tausende von Jahren sich genauso verhalten haben. Warum kenne ich kein einziges Buch von ein Atheisten aus der Steinzeit oder zumindest aus der Zeit 1000 vor Chr.? Erste berühmte Atheisten kommen erst 450 vor Chr in den antike Schriften vor (einige Philosophen). Die berühmtesten waren Nero (römischer Kaiser), und Attila (Hunnenkönig). Scheinbar wird die Existenz des "Atheisten" (Mensch ohne Gott), auch in den alten religiösen Schriften wie das alte Testament zum ersten mal beschrieben, erklärt dass es die auch gibt.
_________________
Ich glaube an Gott und ich kenne "IHN". Hast du damit ein Problem? Hälst Du mich für ein psychisch kranker Spinner? Also zeigst Du mir was für ein intolleranter, undemokratischers Terrorist (deiner vergänglichen Idiolologie) du bist.
Nach oben
          
Windsurfhippie




Alter: 48
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 13.08.2005
Beiträge: 2751
Wohnort: Schönberger Strand / Brasilien
BeitragVerfasst am: So Nov 04, 2018 11:32    Titel: Antworten mit Zitat

In der Steinzeit hatte noch niemand den Buchdruck erfunden, bzw. Papyrus oder Fötenleder, Pergament, Palmblatt ect. war noch nicht verbreitet. Die Menschen malten und ritzten noch auf Fels und Höhlenwände. Die frühesten Schriftzeugnisse notierten eher Reisen, die unternommen wurden, und Anekdoten aus dem Handel, manche auch Flüche oder Verwünschungen.

Die Bibel ist eine Sammlung von Mythen, Legenden, Lügen und Märchen, wie jedes "Schriftzeugnis", das aus solchen Beweggründen zusammengereimt, fehlübersetzt, über die Jahrhunderte angepasst und zur Gefälligkeit jeweiliger Herrscher und Gurus umgeschrieben wurde. Schriftsammlungen wie die Edda oder das Gilgamesh-Epos sind da recht gleichwertig, was den Authentizitätsfaktor angeht.
Mir ist noch keine religiöse Schrift bekannt geworden, die sich auf tatsächliche, hieb und stichfest prüfbare Ereignisse bezieht.
Es ist eher fraglich, ob die Leute, die diese Texte verfasst haben, überhaupt eine Unterscheidung zwischen Wirklichkeit und Fantasie, Träumen und Wahrnehmen kannten, wie wir das tun, bzw. unter dem Einfluss welcher Substanzen und Drogen oder auch dem Einfluss psychischer Störungen und Wahnvorstellungen die Verschiedenes davon niedergesetzt haben mögen.
Diese bekloppten Kleider-Regeln und Feldbestellungs-Regeln weisen auf keinen vernünftigen Ursprung hin. Oder dass man gesteinigt werden soll, wenn man Krebse und Schalentiere verzehrt, und seine Tochter nicht als Vergewaltigungsobjekt anbietet, wenn man überfallen und beraubt wird. So einen Schwachsinn denken sich vernünftige Menschen nicht aus.

Wie alt jemand in früheren Zeiten wurde, dürfte ziemlich mit deren Status in ihren Gesellschaften und Sippen, sowie der Ernährungsversorgung und Lebensweise in Zusammenhang gestanden haben. Die überaus hart arbeiten mussten, wie Sklaven in Minen und Schächten, werden das wohl nicht so lange durchgehalten haben, wie Leute, die Schreiber oder Händler waren. Bei den Römern gab es auch gut Situierte und weniger Erfolgreiche. Und wer das halbe Leben lang Ruß und Staub bei der Arbeit einatmet, oder in Schlachten zieht, als Gladiator arbeitet ect. da verringert sich die Chance entsprechend, zum Greis zu altern.

Die Kindersterblichkeit war noch bis ins frühe 20. Jahrhundert rein ziemlich hoch. Und die sich als zölibatär Lebende sahen, haben die Kinderleichen verschwinden lassen, wenn der heimliche Sex unter Nonnen und Mönchen zu Befruchtung führte. Also wenn man da schon wissenschaftlich rangehen sollte, kommen am Ende nur wieder die unerfreulichen Dinge bei heraus, die viele lieber hätten im Verborgenen behalten.

Dazu, wie man sich in Beziehungen verhalten möge, können aber Religionsschriften einfach nur für die Leute nützen, die sich zu der jeweiligen Konfession gehörig fühlen, und sich deren Regeln selbst auferlegt haben. Da ist dann vermutlich ein Forum für religiöse Paarberatung auch nützlicher. Man könnte zur Abwechslung wenigstens mal Beziehungsregeln aus dem Koran beziehen, oder von Vorstellungen der Wicca-Gemeinde, vom Mithras-Kult, von der FSM ect. Dann bleibt es nicht so eintönig.
_________________
Normalität im Bezug auf den Menschen wird durch die Erkenntnis über das Individuum ad absurdum geführt.
Nach oben
          
Bernard





Sexualität:
keine Angabe
Anmeldungsdatum: 28.09.2011
Beiträge: 59
Wohnort: DL - NRW
BeitragVerfasst am: Do Nov 08, 2018 22:19    Titel: Traumata oä. sollen sich auf fogende Generationen "vere Antworten mit Zitat

Sendung von heute 08.11.2018
Zitat:

in 3sat "Srobel": Illusion Weltfrieden

Es wurde ua. besprochen, dass vage Erinnerungen an alte Traumata sogar vererblich sein könnten.

UA. wurde eine Frau vorgestellt, deren Mutter erst auf dem Sterbebett gestanden hatte, was sie Jahrzehnte lang nicht aussprechen mochte.

Es musste sich um eine schlimme Vergewa....tigung gehandelt haben, die auch bleibende psychosomatische Verletzungen nach sich gezogen hat.

Desweiteren habe ich aus den Infos aus der Sendung geschlossen, dass sich dann vielleicht auch alte körperliche Missempfindungs-Situationen ins Genom einbrennen könnten.
Vielleicht auch Asexuealität, Abneigung gegen Berührungen durch Andere oder Ähnliches.

Zitat:
In einem Wörterbuch heißt es: „Das Erbe eines Landes besteht aus allen Eigenarten, Verhaltensweisen oder Besonderheiten,
die dort schon viele Jahre Bestand haben und von einer Generation auf die nächste übergehen.“

B.
_________________
Aus Wikipedia: bezüglich Wissen
„ergibt sich nahezu zwangsläufig die Frage,
wer für die Produktion bestimmter Wissensformen verantwortlich zeichnet.“
Es zeigt sich, dass sich die Macht des Wissens nicht trennen lässt vom Wissen der Macht.
Nach oben
          
Maz
ADMod Team



Alter: 41
Sexualität:
keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 12515
BeitragVerfasst am: Do Nov 08, 2018 22:26    Titel: Antworten mit Zitat

Ich mach hier mal zu, da das ursprünglich eine Anfrage zu einer Beziehungsproblematik war. Über Religion und Religiotie kann dann in den entsprechenden Threads weiterdiskutiert werden.
Nach oben
          
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Dieses Thema ist gesperrt, du kannst keine Beiträge editieren oder beantworten.    Forum für Asexualität Foren-Übersicht -> Beziehungen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite Zurück  1, 2
Seite 2 von 2

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Powered by phpBB © 2001, 2002 phpBB Group

Impressum: AVENde versteht sich als Unterforum von AVEN. Ansprechpartner für die deutsche Seite (aven-forum.de) ist der Administrator "Dirk Walter". Kontaktadresse: Dirk Walter - Rehhütterstrasse 4 - 67165 Waldsee
email: aven.de@dirk-walter.de - Telefon: 06236/54804.
Beachten Sie auch: Forenregeln und Datenschutz