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Selbstmord
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Windsurfhippie




Alter: 48
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 13.08.2005
Beiträge: 3066
Wohnort: Schönberger Strand / Brasilien
BeitragVerfasst am: Fr Nov 02, 2018 12:36    Titel: Re: Geld regiert die Welt .... und macht sie kap....t Antworten mit Zitat

Bernard hat folgendes geschrieben:
Sandkastenzorro hat folgendes geschrieben:

.......
Es juckt schlichtweg keinen. Die Gesellschaft ist derart erkaltet, das geht auf keine Kuhhaut mehr.

Weils keinen interessiert?


Weil man jedem eingeprägt hat, mit den Ellbogen zu stoßen, mit den Füßen zu treten, und sich um die Arbeit bzw. den eigenen Scheiß zu kümmern. Altruismus oder gegenseitige Unterstützung gelten als latent verfassungsfeindliche, oder antikapitalistische Ideen. Ablenkungen von der Profitschöpfung als heutigem Tanz um das goldene Kalb.

Selbstmörder bringen keinem Nutzen, erwirtschaften kaum ein verzweckbares Produkt. Vielleicht kümmert das deswegen keinen, solange sie leben, und erst, wenn es Anzeichen gibt, dass sie diesem Leben entkommen möchten, beginnt das ganze Prozedere rund um Reperaturversuche und Verhinderung.

Bernard hat folgendes geschrieben:
Könnte es nicht am TV Konsum liegen, da verarmt doch oft der Dialog vor der Glotze, bei wer weiß was alles so gezeigt wird.

Ich denke, dass viele weder mit dem Mund noch in Gedanken das Angeschaute kommentieren. Bei den wenigsten Sendungen kann man den Film stoppen(zeitversetzt ansehen mit Pausenfunktion), das hängt von der Technik ab.


Möglich, das führt wohl zu einer Verdumpfung und Verwurzelung im Konsumrausch, mithin Depressivsein durch die Endlosschleife Langweiligkeit. Man hat mehr Freiheiten, wenn man Fernsehen aufgibt. Ich kann schon sagen, dass das auch meine Depressivität sozusagen entschleunigt hat, als ich Fernsehen aufgab.

Bernard hat folgendes geschrieben:
Und deshalb kommt es wohl vor, dass an einer Unfallstelle "Gaffer" zuschauen und den Verkehr behindert, ganz zu schweigen davon, das Unfallhelfer gemoppt und bedroht oder schlimmeres werden.


Das habe ich nie verstanden. Aber ich denke, das ist auch so eine Folge davon, wenn Menschen grundlegende soziale Umgangsformen abhanden kommen, und die Lust an der Sensation höher gewichtet wird, als dass es da um Menschenleben geht. Eine halbwegs vernünftige Kultur würde aus dem Weg gehen und die Retter loben.

Heute gibt es durch den gesamten Konsumdrall und die Entfremdungs-Technologie wohl einfach zu viele ernsthaft asozial erkrankte Leute.

Bernard hat folgendes geschrieben:

"im Geld schwimmen" ..... kennt wohl jeder
Aber von im "Geld suhlen" ist (von Ronald) mir erst dieses Jahr vor die Linse und an die Ohren gekommen:


"Schweine" suhlen sich. Gewissenlose, Raubtierkapitalistische.
Die Geld wie Dreck haben. Sie suhlen sich in jenem Dreck.
Heute suchen die Menschen Wärme am Glanz dieses Geldes. Wo keine Wärme kommt, reichern sie immer mehr davon an, immer mehr Dinge, weil das Versprechen des Konsum-Adels von käuflicher Erfüllung spricht. Und je mehr Dinge sie um sich anreichern, so undurchdringlicher wird die Mauer, welche die Wärme fort schirmt.
Wenn Menschlichkeit = Wärme ist und soziales Miteinander die Sonne, muss man sich dann wundern, warum die Welt ein kalter Ort geworden ist?
_________________
Normalität im Bezug auf den Menschen wird durch die Erkenntnis über das Individuum ad absurdum geführt.
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Lottemott




Alter: 19
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 01.10.2018
Beiträge: 19
BeitragVerfasst am: So Nov 04, 2018 16:15    Titel: Antworten mit Zitat

Öhm... ja. Mein Kopf schwirrt irgendwie, nachdem ich mir innerhalb sehr kurzer Zeit alles hier durchgelesen habe. Meine eigene Meinung habe ich sehr oft wieder gefunden.

Jeder sollte selbst bestimmen, wann und wie er diese Welt verlässt. Und ich denke, man sollte andere nicht verurteilen, wenn sie die Abkürzung nehmen. Egal aus welchen Gründen.

Ich selbst hatte eigentlich ein echt schönes Leben, dennoch gibt es recht häufig Phasen, in denen ich nicht mehr will. Dann will ich nur noch "nach Hause". Ich denke nun schon ein paar Jahre darüber nach, wo dieses "Zuhause" ist und bin zum Schluss gekommen, dass es für Lebende nicht erreichbar ist.

Wenn mir in der "realen" Welt alles zu viel wird, dann fliehe ich in meine Gedanken. In den Wunsch, nach Hause zu kommen.
Ich weiß leider nicht mehr, wer damit angefangen hat, aber es wurde auch mal erwähnt, dass einige ihre eigene Welt haben. Im Kopf. So geht es mir auch. Nur, dass in meiner Welt alles aus Eindrücken und und Gefühlen entsteht. Ich weiß zwar immer, was da ist, aber man sieht es nicht. Menschen haben kein richtiges Aussehen, ich könnte sie aber dennoch beschreiben und ich weiß immer, wer,was,wo etwas ist. Diese Welt besteht aus so vielen kleineren Welten, welche nicht zusammen hängen, aber irgendwie aufeinander aufbauen. Mein Kopf gestaltet immer komplexere Welten. Ohne, dass ich etwas bewusst steuern würde.
Meist merke ich, dass ich in diesen Welten meine Empfindungen (Verzweiflung, Eifersucht, Selbsthass....) verarbeite, jedoch sorgen eben diese Welten auch dafür, dass meine Sehnsucht dach "Zuhause" entsteht und wächst.

Ich selbst hatte bisher aber noch keinen Versuch gewagt. Ich möchte das meinem kleinen Bruder nicht antun. Ich war zwar einmal kurz davor, jedoch habe ich es an dem Abend geschafft, jemanden anzurufen, der mir damals geholfen hat. Außerdem habe ich mir vorgenommen, zu warten. Nicht, bis ich 30 bin oder so. Nur, bis ich weg von hier bin. Wenn es dann nicht besser wird, dann....
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Bernard





Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 28.09.2011
Beiträge: 60
Wohnort: DL - NRW
BeitragVerfasst am: Mo Nov 05, 2018 10:28    Titel: wir sind im falschen Film ! ! Antworten mit Zitat

Lottemott hat folgendes geschrieben:

Ich selbst hatte eigentlich ein echt schönes Leben, dennoch gibt es recht häufig Phasen, in denen ich nicht mehr will. Dann will ich nur noch "nach Hause". Ich denke nun schon ein paar Jahre darüber nach, wo dieses "Zuhause" ist und bin zum Schluss gekommen, dass es für Lebende nicht erreichbar ist.


Mir geht es deshalb wohl genau so, weil als meine Mutter 1948 mit mir schwanger war, hat sie sich gar nicht whl gefühlt. Sie wäre gerne wieder
nach hause gezogen, weil sie eigendlich auch keinen Kaufmann heiraten wollte. Da habe ich schon die ersten Stresshormone von ihr mitbekommen.

Wir beide wahren uns "einig":
Zitat:
"Hier sind wir nicht zuhause, wir sind im falschen Film"

In unserem botanischen Garten spreche ich schon mal gerne Menschen darauf an, dass sie sich dort wohl und zuhause fühlen, das haben die meisten bestätigt.
Dann erkläre ich ihnen, warum das so ist; "wir sind füreinander gemacht"!
weil .....
Zitat:
Gott setzte den Menschen in den Garten Eden, damit er ihn bebaue und pflege. Später kam der Auftrag dazu; sich um die Tierwelt zu kümmern.

Nur diesen Monat ist es nicht mehr so gemütlich dort.
Im Gewächshaus war gestern der letzte Tag im Jahr, wo es dort Kaffee und Kuchen gibt.

Die Spitze war bei mir 1963 , als der Präsident in USA ermordet wurde,
da wollte ich selbst raus aus dem falschen Film.
Irgendwo bin ich aber froh, dass ich auch hier noch lesen & schreiben kann/darf.

Besser ist ein lebender Hund als ein toter Löwe! Confused Very Happy
Danke
Bernard
_________________
Aus Wikipedia: bezüglich Wissen
„ergibt sich nahezu zwangsläufig die Frage,
wer für die Produktion bestimmter Wissensformen verantwortlich zeichnet.“
Es zeigt sich, dass sich die Macht des Wissens nicht trennen lässt vom Wissen der Macht.
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Wauwau




Alter: 43
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 05.04.2007
Beiträge: 2490
Wohnort: Wien
BeitragVerfasst am: Mi Dez 19, 2018 20:31    Titel: Antworten mit Zitat

Lottemott hat folgendes geschrieben:
Öhm... ja. Mein Kopf schwirrt irgendwie, nachdem ich mir innerhalb sehr kurzer Zeit alles hier durchgelesen habe. Meine eigene Meinung habe ich sehr oft wieder gefunden.

Jeder sollte selbst bestimmen, wann und wie er diese Welt verlässt. Und ich denke, man sollte andere nicht verurteilen, wenn sie die Abkürzung nehmen. Egal aus welchen Gründen.

Ich selbst hatte eigentlich ein echt schönes Leben, dennoch gibt es recht häufig Phasen, in denen ich nicht mehr will. Dann will ich nur noch "nach Hause". Ich denke nun schon ein paar Jahre darüber nach, wo dieses "Zuhause" ist und bin zum Schluss gekommen, dass es für Lebende nicht erreichbar ist.

Wenn mir in der "realen" Welt alles zu viel wird, dann fliehe ich in meine Gedanken. In den Wunsch, nach Hause zu kommen.


Ich denke einmal, diesen Schritt macht man nur, wenn es ok ist, dass es kein "nach Hause kommen" gibt.

Tot ist tot. Hirn kaputt, Ich weg, kein Neustart möglich.

Wenn sich das trotzdem akzeptabel anfühlt, dann ja. Und dann geht wohl auch Sterbefasten über Monate - vorn Zug legen ist eine feige Sauerei gegenüber dem Lokführer. Detto alle anderen Methoden, wo Dritte eine extreme Sauerei wegputzen müssen und geschockt zurück bleiben. Das geht schon mal gar nicht. Wer gehen will, schafft das in Ruhe und ohne 17 Trauma-Psychologen sowie die Spezialreinigung zu beschäftigen.

Ich möchte nicht mehr weiter gehen, wenn mich niemand mehr unmittelbar braucht. Es geht um höchstens 5 Jahre. Verschiedene Gründe, insgesamt überwiegt der Stress einfach den Gewinn. Und auch mit der realen Wahrscheinlichkeit "Alles ausgelöscht" ist es ein Gefühl von "Richtig so".
_________________
Then let us pray that come it may /As come it will for a´that/ That Man to Man the world o´er/ Shall brothers be for a´that. (Robert Burns)
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