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Meine Freundin und ich...

 
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gtc772





Sexualität: Sexuell
Anmeldungsdatum: 31.10.2018
Beiträge: 1
BeitragVerfasst am: Mi Okt 31, 2018 11:04    Titel: Meine Freundin und ich... Antworten mit Zitat

Hallo,

zu meiner Person, ich bin männlich, 19 Jahre und bin eigentlich ganz glücklich mit meiner Freundin (17). Wir haben uns vor gerade mal 1 1/2 Monaten kennengelernt, es ging alles ziemlich schnell, aber wir haben ziemlich viel gemeinsam und verstehen uns sonst super.

Momentan sind wir in einer furchtbaren Phase, vielleicht will sie sogar alles aufgeben.

Sie schrieb mir nach bereits 3 Wochen unter Alkohol dass sie womöglich Asexuell ist, weil sie es mir wohl nie anders sagen konnte. Sie ist dazu noch durch starke Depressionen geprägt, ritzt sich desöfteren an den Beinen, ist nervlich viel am Ende.

Ich bin ihr erster richtiger Freund, jemand, der ihr richtig zeigt was an ihr alles so toll ist und das ist sehr viel. Sie kannte das davor alles nicht, normal ist sie für alle da, aber sie bekommt außer von ihrer Familie, nicht wirklich liebe gezeigt, das änderte sich alles seit mir.

Wir hatten schon etwas körperliche Nähe, also Küssen, auch intensiv, war für sie am Anfang noch etwas schwer, mittlerweile meine ich, dass sie sich etwas gewöhnt hat. Auch schlafen wir zusammen in einem Bett, wenn ich bei ihr bin, kuscheln. Letztens habe ich sie massiert, erst an Rücken, dann Bauch, Beine, sie fande das ganz toll, aber sie kannte das natürlich nicht, weil noch nie jemand so für sie da war.

Jedenfalls sprachen wir, nachdem sie nach 3 Wochen mir ihre Asexualität unter schlechten Umständen beichtete, wie wir das vielleicht hinbekommen, dass wir vielleicht einen Kompromiss finden. Allerdings hatten wir darüber nie weiter gesprochen, weil ich ihr die Zeit geben will, das Vertrauen.

Ich sagte ihr das Sex für mich zu einer Beziehung dazu gehört, es geht nicht nur um die reine Lust, es geht um die Liebe. Allerdings sagte ich ihr auch, dass ich nicht von jetzt spreche, sondern irgendwann. Ich muss mich meistens ziemlich zurückhalten, weil beim Kuscheln bzw. Küssen dreht mein Körper komplett durch, aber ich kann es immer unter Kontrolle halten und ich würde sie niemals! zu etwas zwingen.

Letztens machte ich allerdings einen Fehler, bei dem ich mir jetzt den Kopf dermaßen zerbreche, dass ich mich selber hasse. Ich sprach nochmal etwas zu dem Thema an, ob es für sie ok ist, wenn wir irgendwann, in einem unbestimmten Zeitraum, je nach Situation mit leichten Berührungen anfangen. Ich dachte das würde ihr Vertrauen zu mir, zu der Situation stärken. Sie sagte nur ''ja ok, aber nicht heute'' und ich dachte nur ''Du Trottel hast jetzt dermaßen einen Fehler gemacht''.

Seit dem Samstag schrieb sie mit mir nur noch das nötigste und ich dachte sie sei wieder in Depressionen, verletzt sich selbst. Ich fuhr am Sonntag zu ihr voller Sorge um zu schauen ob es ihr gut geht, den Eindruck hatte ich soweit auch. Allerdings behandelte sie mich am Montag in der Schule total herablassend und ignorierte mich und ich wusste nicht warum. Das Problem ist, dass sich einige unserer Mitschüler in die Angelegenheit einmischen und zumindest der eine ihr das alles wohl noch schlimmer redet und sie soll alles aufgeben etc.

Ich sprach sie am Ende des Tages darauf an, warum sie mich so mies behandelt, es artete in Streit aus, sie will mich seitdem nicht mehr sehen und schrieb mir gestern, ihr wird alles zuviel. Ich setze sie unterbewusst unter Druck und sie kann mir nie das bieten was ich gern hätte.

Dadurch dass ein Teil unserer Mitschüler darüber bescheid wissen, wird das ein totales durcheinander, weil sie sich deshalb mit ihnen die ganze Zeit schreibt und eben der eine Mitschüler von uns, scheint wohl einen Keil zwischen uns treiben zu wollen. Er sagt zu ihr, entweder du machst mit dem Streit weiter oder beendest das alles und weitere Dinge, damit sie das alles aufgibt.

Ich bin immer für sie da, habe sie in der kurzen Zeit oft unterstützt und wir reden immer miteinander, nur meistens will sie sich mir nicht öffnen, gerade wenn es ein Problem zwischen uns ist und ich kann das nicht wissen. Ich wollte sie nie unter Druck setzen, ich frag sie bei sämtlichen Sachen, ob das für sie in Ordnung ist, ich mache alles mögliche.

Ich bin auch kein perfekter Mensch und es tut mir leid wenn ich ihr Unrecht getan habe. Wir waren sonst immer glücklich gewesen und ich liebe sie. Sad

Ich versuche mit ihr nochmal zu reden, auch wenn jetzt jeder meinen würde ich soll ihr Zeit geben, dass Problem ist, dass dann der eine Mitschüler von uns noch mehr Zeit hat, ihr die ganze Sache auszureden.

Und um nach dem ganzen Text (sorry Embarassed ) zur eigentlichen Frage zu kommen, wie seht ihr diese sexuell - asexuell Beziehung?

Mir kam noch ein merkwürdiger Gedanke, wo ich etwas Angst habe ihn hier zu beschreiben, ich werde ihr das nicht sagen. Weil bislang waren Küsse, Berührungen an egal was für Stellen, meist mehr unbewusst, Kuscheln etc. kein großes Problem für sie, aber kann es möglich sein, dass in der Vergangenheit einmal etwas dementsprechendes vorgefallen ist, was sie in so eine große Angst an den Gedanken versetzt?

Ich mache mir einfach nur unheimlich Sorgen, weil ich sie liebe und nicht aufgeben will.

Und je nachdem welche Antworten mich erwarten, ob gut oder schlecht, wobei ich mir ziemlich schlecht vorkomme, danke, dass ich etwas mein Herz ausschütten durfte. Crying or Very sad
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SchuffiPupsi




Alter: 29
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 23.04.2012
Beiträge: 1541
Wohnort: In der Mitte von M-V
BeitragVerfasst am: Mi Okt 31, 2018 11:28    Titel: Antworten mit Zitat

Über euer Sexualleben solltet ihr noch gar nicht nachdenken.

Deine Freundin braucht professionelle Hilfe-nimmt sie diese bereits in Anspruch?
Wenn nicht, liegt die Vermutung nahe, dass du dich grade in eine "Co-Abhängigkeit" begibst, grade bei Depressionen und Borderlinestörungen sollte man das nicht auf die leichte Schulter nehmen.
Du kannst ihr nicht helfen!

Sie schadet sich und dir. Geholfen ist damit keinem von euch beidem!

Ersteinmal muss sie mit sich ins Reine kommen, das schafft sie vermutlich nicht alleine und du schaffst das auch nicht!
Wenn sie stabil ist, könnt ihr an einer gesunden, stabilen Beziehung arbeiten.

Auf der jetzigen Grundlage wird das nichts-und das liegt nicht an einer möglichen Asexualität.
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Sandkastenzorro
zweitgrößter Spammer des Forums



Alter: 38
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 03.04.2011
Beiträge: 3390
Wohnort: Bates Motel, 4019 Fairvale
BeitragVerfasst am: Mi Okt 31, 2018 11:42    Titel: Antworten mit Zitat

Ob und was da eventuell früher vorgefallen ist, ist im Grunde völlig unerheblich, da es keinen Unterschied macht, ob sie Sex nun nicht will, weil sie asexuell ist, oder weil sie traumatisiert ist, oder ob sie einfach nur keine Lust hat weil wegen kein bock. Ich weiss, du machst da trotz allem Unterschiede, denn du wirst wahrscheinlich denken, wenn sie traumatisiert ist, dann taugt das mehr als Ausrede, als "ich hab keinen bock" Wink

Aber den strahlenden Ritter in weisser Rüstung, als den du dich hier verkaufst, nehm ich dir nicht ab Wink . Einerseits betonst du beinahe dramatisch oft, dass sie -das scheue, verletzte Rehlein- bei dir alle Zeit der Welt bekommt und du ihr alles gibst, was sie in ihrem schlimmen Leben niemals gekriegt hat, andererseits terminierst du schon den Preis für deine Nächstenliebe - den Sex und willst möglichst bald damit anfangen (Soviel zum Thema "Alle Zeit der Welt"). Natürlich unter der Prämisse "Liebe", weil sich das einfach besser anhört. Da ist es dann auch wurscht, was sie vorher gebeichtet hat, denn das übergehst du völlig. Wo sie von Asexualität spricht, hast du lediglich ein "Ich brauche Zeit, dann möchte ich von dir sexuell repariert werden" gehört.

Natürlich setzt du sie unter Druck. Wirkt son bisschen wie der sabbernde Typ vorm Buffet, der sagt, er braucht jetzt nix zu essen und kann warten. Gleichzeitig sabbert er nochmal extra dolle, damit man auch ja sieht, was man ihm antut, wenn man es denn dann wagt, seine Worte für voll zu nehmen und ihn tatsächlich warten lässt.

Ich geb dir schonmal folgende Prognose:
Sie ist 17, anscheinend mit massivem seelischen Problempaket. Du wirst sie nicht heilen und schon gar nicht innerhalb der von dir angedachten Zeitspanne, die du bereit bist, zu tolerieren. Du kannst sie natürlich weiter mit Doppelbotschaften bombardieren, oder das Ende der Beziehung andeuten, sollte sie nicht bald zu Potte kommen, dann stehen die Chancen wohl recht gut, dass du sie bald in die Kiste bekommst. Nur stellt sich die Frage, was für ein monstermäßig geiler Sex das wird bei einem Menschen, der dann wohl heulend und verkrampft unter dir liegt und ob dein "Ich will aber, denn es ist ja aus LIEBE, nicht aus LUST" darüber hinwegtäuschen kann, dass du sie damit nachhaltig geschädigt hast. Ob diese fünf Minuten Triebbefriedigung es wert waren, die Seele deiner Freundin noch mehr zu durchlöchern.

Vorschlag: Such dir eine Freundin, die deine Sexualität teilt. Du bist 19 und die Dame, die du da jetzt hast, wirst du eh nicht heiraten. Lass sie erstmal ihren eigenen Weg gehen und zusehen, dass sie sich generell irgedwie wieder auf den Damm bekommt, denn was auch immer ihr Problem ist - selbst mit ner Psychotherapie wird es Jahre dauern, bis das einigermaßen im grünen Bereich ist, wenn überhaupt. Und durch Liebe (und dazu noch mit Vorbehaltsklauseln, wie du sie auf den Vertrag gepinnt hast) wurde noch keiner geheilt.
_________________
Miss Otis regrets she's unable to lunch today :/
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Maz
ADMod Team



Alter: 41
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 13366
BeitragVerfasst am: Mi Okt 31, 2018 12:38    Titel: Antworten mit Zitat

Der einzige vernünftige Ansatz scheint mir hier zu sein die Prioritäten massiv zu verändern. Statt um die Frage ob und wann es Sex geben kann sollte es um gemeinsame Freizeitaktivtäten und allgemeinen zwischenmenschlichen Austausch jenseits irgendwelcher körperlicher Intimitäten gehen. Sollte dann Ruhe und Stabilität in die Beziehung kommen wäre der nächste Schritt darüber zu reden welche Probleme ggf. im Hintergrund stehen und zwar auch nicht vom Blickwinkel einer "Sexualtherapie" sondern in emotionaler Hinsicht ohne irgendwelche Hintergedanken. Erst wenn darüber dann Klarheit herrscht kann man ggf. weiter sehen.

Nicht jeder der ritzt ist allerdings gleich Borderliner vor allem nicht als Frau mit 17. Wobei aber die Beine als versteckte Stelle eher für den "professionellen" als einen rein impulsiven Ansatz sprechen, was generell kein gutes Zeichen ist.
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auris





Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 28.10.2016
Beiträge: 553
BeitragVerfasst am: Do Nov 01, 2018 9:01    Titel: Antworten mit Zitat

Du wirst nicht mögen, was ich jetzt sage.

Die Frau hat recht. Akzeptiere das. Akteptiere, dass es das war. Es ist jetzt leichter als in ein paar Monaten.

Sie wird dir nie das geben können, was du von einer Beziehung erwartest. Richtig. Völlig richtig. Für dich ist Sexualität Teil von Liebe und da sie sich als asexuell sieht, wird sie das niemals so mit dir teilen können, wie du dir das wünschst. Einfach nie. Es wird niemals ein gemeinsames Erlebnis, wie du es gern hättest.
Ihre extreme Reaktion auf deine Frage deutet auf eine tiefe Ablehnung oder große Angst gegenüber Sex hin. Was bei asexuellen Menschen durchaus vorkommt. Was auch bedeutet, sie ist ziemlich sicher eine von denen, für die Sex etwas mit "über sich ergehen lassen" zu tun hat. Mit ertragen. Die Verbundenheit und Gemeinsamkeit, die du suchst, wirst du mit ihr einfach nie erleben können.

Ob sie etwas richtig furchtbares erlebt hat? Möglich. Aber irrelevant. Selbst wenn dem so ist, Wunden aus solchen Erlebnissen zu heilen dauert Jahre bis Jahrzehnte, ohne jede Garantie dafür, wie viel wieder in Ordnung kommt. Insbesondere die Sexualität kann auch einfach beschädigt bleiben. Abgesehen davon passieren auch asexuellen Menschen schlimme Dinge, das schließt sich nicht gegenseitig aus.
Es hat aber so oder so keinen Einfluss auf die jetzige Situation. Und die ist: du willst mit deiner Partnerin Sexualität erleben. Und sie nicht.

Grundsätzlich sind Beziehungen mit Menschen mit psychischen Problemen schwierig. Sie neigen dazu, die Menschen in ihrer Umgebung ihrerseits zu schädigen, meist ohne es zu wollen. Pass auf dich auf.
Und deine Frage war kein Fehler, vielleicht ungeschickt formuliert aber naja, du bist 19. Wortgewandtheit kommt mit der Zeit. Mit dem Partner über das reden, was man sich von einer Beziehung wünscht, soll und muss immer möglich sein. Das bedeutet nicht, dass es immer einen für beide gangbaren Kompromiss gibt. Aber Kommunikation selbst muss immer möglich sein. Das hat etwas mit Akzeptanz und Respekt zu tun. Eure Kommunikation ist sehr gestört.
Ja, sie lehnt deinen Vorschlag ab. Und zwar nicht fürs erste oder bis sie mehr Vertrauen hat, sondern einfach komplett. Sie will das nicht. Gar nicht. Das ist ihr gutes Recht. Aber das kann man anders mitteilen als über wortlose Ablehnung. Auf Arten, die weniger verletzend für die Seele sind und weniger tiefe Spuren hinterlassen.

Generell.. Gemischte Beziehungen funktionieren, wenn ein Kompromiss gefunden wird, der für beide funktioniert. Die Liste der Optionen ist da sehr kurz.
Der sexuelle Part kann ganz auf Sex verzichten. Ich denke nicht, dass du der Typ dafür bist (keine Kritik, nur eine Beobachtung).
Der asexuelle part macht dem Partner zuliebe manches mit. Das setzt voraus, dass der asexuelle Part zumindest manches als neutral empfindet, nicht als negativ. Ihrer extremen Reaktion nach trifft das auf sie nicht zu.
Die Beziehung ist offen und der sexuelle Part hat seinen Sex mit anderen Partnern. Das klappt grundsätzlich nur, wenn der asexuelle Part mit einer offenen Beziehung leben kann und der sexuelle Part Sex und Liebe trennen kann.

Leider bedeutet einen Menschen zu lieben nicht automatisch, mit diesem Menschen auch beziehungstechnisch kompatibel zu sein. Man erspart sich viel Kummer, wenn man Inkompatibilität möglichst früh erkennt und dann auch als solche akzeptiert.
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