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Bin ich aromantisch? Totale Verwirrung!
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Arpad4




Alter: 40
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 17.11.2016
Beiträge: 1630
Wohnort: Kaiserslautern
BeitragVerfasst am: Di Okt 10, 2017 0:26    Titel: Antworten mit Zitat

Es gibt ja auch diese "soft-romantische" Orientierung. Also mit 20 wäre ich nie draufgekommen, dass ich demiromatisch bin. Es gibt dafür auch zu wenig Erklärungen. Ich habe erst vor kurzem noch rausbekommen, das Menschen, die zu dieser Demiromatik neigen, in jungen Jahren so ne Art Persönlichkeitsfindung durchmachen emotional. Aber erst wenn sie die ersten intensiveren "Sturmfluten" in sich spühren. Ich kann manches dazu leider nicht klarer ausdrücken. am Kopf kratzen
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Aiko
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Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 26.03.2016
Beiträge: 189
Wohnort: NRW
BeitragVerfasst am: Di Okt 10, 2017 10:35    Titel: Antworten mit Zitat

was genau ist jetzt nochmal "demiromantisch"?
Google hilft mir auch nicht wirklich weiter.
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Windsurfhippie





Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 13.08.2005
Beiträge: 3235
Wohnort: NZ
BeitragVerfasst am: Di Okt 10, 2017 13:00    Titel: Antworten mit Zitat

Aiko hat folgendes geschrieben:
was genau ist jetzt nochmal "demiromantisch"?
Google hilft mir auch nicht wirklich weiter.


Also ich verstehe es bisher so, dass demi-romantische Leute sich erst nach längerer Zeit des Kennenlernens einer Person oder nach intensiverem Kontakt verlieben. Zentriert auf die romantische Ebene. Analog zu demi-sexuell, wo das eben auf die sexuelle Ebene zentriert.
Im Vergleich zu romantischen Personen, die sich relativ kurzzeitig verlieben.
Wahrscheinlich gibt es da auch eine Art Graustufen-Überlappung, also Leute, bei denen das praktisch ewig dauert oder nur 1 Mal im Leben passiert, als auch solche, wo es kürzere Zeitabstände wie alle paar Jahre oder Jahrzehnte lang mal stattfindet.

Das mit den "Sturmfluten" wäre mal interessant, was damit gemeint ist. Wasser-Einlagerungen in Lunge oder Beinen wahrscheinlich nicht. Confused
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Aiko
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Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 26.03.2016
Beiträge: 189
Wohnort: NRW
BeitragVerfasst am: Di Okt 10, 2017 14:46    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde es ehrlich gesagt normal, daß man lange braucht, bis man sich in einen Menschen verliebt.
Richtig gut kennenlernen, Vertrauen aufbauen und Gefühle entwickeln, sowas braucht doch immer Zeit.
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Alice93




Alter: 26
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 25.08.2015
Beiträge: 331
Wohnort: NRW
BeitragVerfasst am: Di Okt 10, 2017 15:10    Titel: Antworten mit Zitat

Glaube auch die Differenz zwischen den Leuten ist da eher wie lappidar man mit solchen Begriffen wie "verliebt sein" umgeht. An und für sich werden wohl aber die meisten Menschen noch an einer Hand abzählen können, wie oft sie wirklich verliebt waren. Wenn der Eindruck schnell verblast und man sich kaum noch an die Person erinnern kann würde man es zumindest im Nachhinein dann etwas albern finden von Verliebtheit zu sprechen.
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Aiko
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Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 26.03.2016
Beiträge: 189
Wohnort: NRW
BeitragVerfasst am: Mi Okt 11, 2017 11:32    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke auch, die "Unsicherheit" ob und wie schnell man sich verlieben kann, ist eine Frage der Definition von Liebe und wie "Liebe" teilweise transportiert wird. (Durch Freunde oder Medien)

Und es ist sicher auch eine Typ Frage, wie schnell man sich verliebt. Wie offen man ist, Vertrauen fasst, welche (schlechten) Erfahrungen man gemacht hat usw usw.


....und nicht zu vergessen, ob man den Richtigen trifft..... Wahnsinn
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Windsurfhippie





Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 13.08.2005
Beiträge: 3235
Wohnort: NZ
BeitragVerfasst am: Mi Okt 11, 2017 17:56    Titel: Antworten mit Zitat

Nun ja, beri diesen Leuten, die sich mehrmals in einem Monat oder alle paar Tage in jemand anderes verlieben und wieder entlieben, scheint das zumindest alles relativ kurzfristig abzulaufen, und auch ohne dass die einander ziemlich vertraut werden.
Oder sind die dann demi-aromantisch, also im Spektrum eher Richtung aromantisch unterwegs? Wo dann eben die Leute anschließen, die weder näheres Kennenlernen, noch Verlieben benötigen, um mit irgendwem eine Weile zusammen zu bleiben.

Dazu gibt es ja etliche Fälle, wo sich das neben einander her entwickelt, gegenüber mehreren Personen, oder während sie in eine verliebt sind, schon die nächste kennenlernen, sodass sich das Liebesmomentum von Person zu Person und wieder weiter verschiebt.

Komplizierte Sache, das. Wenn man dieses "nur den Richtigen nie getroffen" mal weiter denkt, passiert das einem nicht unwesentlichen Teil der Menschen lebenslang nicht. Müssen nicht mal Schwerstbehinderte, Aromantiker, Misanthropen oder hässliche Vögel sein.
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Arpad4




Alter: 40
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 17.11.2016
Beiträge: 1630
Wohnort: Kaiserslautern
BeitragVerfasst am: Do Okt 12, 2017 1:59    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Oder sind die dann demi-aromantisch, also im Spektrum eher Richtung aromantisch unterwegs?


Windsurfhippie@ Das ist eher so zu verstehen: Demi-romantiker werden zu aromantischen Spektrum gezählt. Wenn (und das ist selten der Fall) sie einem Menschen lieb gewinnen und sogar, eine Beziehung eingehen, wandern sie in Richtung romantischen Spektrum. Die Gefühle wachsen langsam über Jahre. Aber sie wachsen so lange die Beziehung hält, oder bis zum Tod. Immer stärker. Wachstum nimmt kein Ende. Fremdgehen ausgeschlossen. (So kenne ich es zumindest)

Normalerweise könnte man Demiromantiker, genauso zum romatischen Spektrum einordnen. Aber sie sind nicht "romantisch" im Sinne wie eine Person im romantischen Spektrum. Dummer Vergleich( Razz ): Romantik ist wie Gleichstrom. Demiromantik ist wie Wechselstrom.

Meine erste romantische Erfahrung habe ich einen Freund (Frauenschwarm) erzählt. Ich wollte wissen wie ich mit meine Gefühle umgehen soll, und im auch erklären wie ich für eine Frau empfinde. Da er mehr Erfahrung mit Frauen hatte, habe ich mir erhofft, dass er mir als Romantiker mir Paar Dinge erklären kann. Mich haben meine ersten Gefühle im Leben total verstört. Ich habe im erzählt was ich erlebt habe und wie ich empfinde. Er war total überfordert mit meiner Geschichte, und konnte nichts mit den Infos anfangen. Habe ihm eher verstört. Hab mit meine Mutter gesprochen, und die hat mir ein Haufen Zeug über Romantik und Liebe erzählt, womit ich nix anfangene konnte. Vieles hat absolut nicht zu meiner Art vom Empfinden gepasst. Ich fühlte mich wie einer von einem anderen Planeten. Da habe ich zu ersten mal im meinem Leben den krassen Unterschied zwischen mir und mein Umfeld gemerkt. Confused

Mit Sturmflut meine ich die ersten romantische Gefühle, die ich gefühlt habe zu einer Frau. Am Anfang sind sie total verwirrend, und stellen meine Person auf dem Kopf. Ich muss mich neu entdecken. Mich selber in dieser Sturmflut wiederfinden. Es ist so als wäre ich Wasser und da kommt Feuer dazu. Solange ich kein fließendes Licht werde bin ich verwirrt. Anfangs ist der Aromantiker in mir, ein Feind der romantischen Person in mir. Die zwei bekriegen sich, bis sie sich aneinander gewöhnen. Erst wenn der Aromantiker und Romantiker in mir "Eins" geworden sind, bin ich eine "ausgereifte" demiromantische Person geworden. Ab da bin ich auch beziehungsfähig. Als "reifer" Demiromantiker, kann ich eine romantische Beziehung erfolgreich eingehen. Weil ich dann das romantische Verständnis erlangt hab.

Ich habe die Vermutung, dass einige Demiromantiker ihr ganzes Leben in der Selbstfindung steckenbleiben, und nur als Aromantiker durchs Leben gehen, ohne wirklich ihr romantisches Potential zu entdecken. Das kann man vergleichen mit einer aromantische Raupe (bitte nicht beleidigend auffassen--ist nur bildlich gemeint). Ein reifer Demiromantiker wandelt sich in ein Schmetterling bei den passenden Partner. Und nur bei den "Einen" Partner. Bei kein anderer. Jeder reife Demiromantiker, der einmal die Liebe erlebt hat, träumt davon bei den "Richtigen" zum Schmetterling zu werden. Wink

Ich habe mich nie verliebt. Aber ich glaube, dass ich in der "richtigen" Liebe, in einer Art "Dauerverliebtheit" reinkomme später. Das könnte die höchste Stuffe dieser Liebe sein.
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Grinsekatze




Alter: 19
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 26.09.2017
Beiträge: 38
BeitragVerfasst am: So Nov 12, 2017 17:52    Titel: Antworten mit Zitat

Was ist denn das für ne "soft-romantische" Orientierung, von der die Rede war?
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nuxi





Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 28.04.2014
Beiträge: 8
BeitragVerfasst am: Mo Jan 15, 2018 11:48    Titel: Antworten mit Zitat

Grinsekatze hat folgendes geschrieben:
Was ist denn das für ne "soft-romantische" Orientierung, von der die Rede war?


Vielleicht Grey-Romantisch? Ist nur eine Vermutung...
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Windsurfhippie





Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 13.08.2005
Beiträge: 3235
Wohnort: NZ
BeitragVerfasst am: Mo Jan 15, 2018 21:30    Titel: Antworten mit Zitat

Vermutlich schwach romantisch oder wenig romantisch, also eine Spur von romantischem Empfinden, aber auch nicht richtig intensiv.

Etwa das, wie sich Grinsekatze beschreibt.
Über die Erklärung von Arpad kann ich mir einiges viel besser vorstellen, wie das sein muss, wenn man Romantik kann. Im Vergleich mit der Raupe, der sich heranbildenden Reife und der Verwandlung zum Schmetterling ist es dann beim Aromantiker so, dass er praktisch ein Ei bleibt, und noch nicht mal zur Raupe wird.

Es muss das Aromantische kein direktes Nicht-lieben-Können als Unfähigkeit sein, aber es passiert eben nicht, dass sich solche, wie hier beschriebene Gefühle bilden.
Mir scheint es jedoch so, als gibt es auch zu Romantik nicht befähigte Leute.
Absolute Aromantiker eben.

Es bilden sich auch bei einem Menschen, welcher faszinierende Interessenlagen hat, cool wirkt, oder ästhetisch gebaut ist, keine nennenswerten Gefühle, Wünsche nach Zusammensein oder länger anhaltendes Streben zum Anstarren und Ähnlichem aus.
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Arpad4




Alter: 40
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 17.11.2016
Beiträge: 1630
Wohnort: Kaiserslautern
BeitragVerfasst am: Di Jan 16, 2018 9:09    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Im Vergleich mit der Raupe, der sich heranbildenden Reife und der Verwandlung zum Schmetterling ist es dann beim Aromantiker so, dass er praktisch ein Ei bleibt, und noch nicht mal zur Raupe wird.


Hippie@ ich denke schon, dass manche Aromantiker noch zu Raupen werden können, aber kein Schmetterling. Nach diesen Vergleich sind Demiromantiker, in lägeren Beziehungen oft eine Raupe, oder langanhaltend. Nur selten wird eine demiromantischer Mensch ein Schmetterling, so wie die Romantiker. Vielleicht nur ein mal im Leben oder ein paar mal. Romantiker können teilweise sehr oft in jemanden verliebt sein, und Schmetterlinge im Bauch haben. Ich denke sogar, dass ich die Schmetterlinge im Bauch nie hatte. So wie es romantische Menschen beschreiben, ist mir diese Emotion/Empfindung fremd.
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