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Kinderwunsch und Homo/BI-asexualität
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Windsurfhippie




Alter: 48
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 13.08.2005
Beiträge: 3149
Wohnort: Schönberger Strand / Brasilien
BeitragVerfasst am: Di Okt 04, 2016 12:23    Titel: Antworten mit Zitat

Maz hat folgendes geschrieben:
Der Fehler in der Logik ist, daß diese Paare dann generell keine "romantischen und/oder sexuellen Interessen" an irgendwem haben dürften. Denn wenn das nicht mit dem Kindererziehungs-Partner zusammenfällt endet das ganze schlicht wieder beim Konzept des alleinerziehenden Elternteils mit oder ohne gleichzeitigem Partner-hopping.


Aha, waren oder wären romantische Interessen jetzt generell auch ausgeschlossen? Hätte ich nicht zwingend so gesehen.
Der TE stellt sich zumindest eher Bi-asexuell als Homo-asexuell dar. Nicht gleichsam aromantisch.
Aromantiker sind doch selbst unter den Asexuellen, soweit ich es mitkriege, relativ selten. Unsere Forensparte für Aromantik zeigt zwar nur einen Ausschnitt aus der tatsächlichen Asexuellen-Weltrealität. Aber dass sich aromantische Asexuelle nur außergewöhnlich lieber versteckt halten oder weniger im Web unterwegs sind ist ja auch nicht nachweisbar irgendwie. Unter romantisch Interessierten müsste das doch gut gehen können.

Romantisch asexuell lesbisch + romantisch asexuell schwul mit oder ohne jeweiligen Counterpart? Bi-asexuell Frau -Romantikerin + bi-asexuell Mann - Romantiker könnte gehen.

Elternteil mit bester KumpelIn, Ersatztante, Ersatzonkel oder
" HausfreundIn" = unvorstellbar?
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Normalität im Bezug auf den Menschen wird durch die Erkenntnis über das Individuum ad absurdum geführt.
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Maz
ADMod Team



Alter: 41
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 13498
BeitragVerfasst am: Di Okt 04, 2016 12:36    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Aha, waren oder wären romantische Interessen jetzt generell auch ausgeschlossen?


Irgendwie schon sonst wären das doch wieder ganz normale Beziehungen. Und wenn es sich um multiple wechselnde Interesse handelt haben wir wieder den "Patchwork-Fall", der erwiesener Maßen extrem belastend für Kinder ist.
Oder die Idee war eher die einer Art Community analog zum Bauernhof-Modell mit Arbeitsteilung und relativ hoher Kinderanzahl, wobei die Verantwortung dann unspezifisch zwischen den Beteiligten verteilt wird. Blos ist das imho dann auch an einen vergleichbaren Lebensstil gekoppelt, das klappt nicht mit individuellen Bürojobs in der Großstadt und 2-4 Leuten.
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Windsurfhippie




Alter: 48
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 13.08.2005
Beiträge: 3149
Wohnort: Schönberger Strand / Brasilien
BeitragVerfasst am: Di Okt 04, 2016 13:10    Titel: Antworten mit Zitat

In einer Art Kommune analog Sippe könnte das durchaus recht gut sogar gehen. Bei den Inuit läuft das seit langer, langer Zeit so ab, die hat man ja erst in den letzten 200 Jahren halbwegs dazu bekommen, in mehr oder weniger kleinen Familienverbänden wie in der "westlich zivilisierten " Welt zu leben.

Bei den Inuit hat sich das als überlebensnotwendig heraus entwickelt, weil es jederzeit sein konnte, dass ein biologischer Elternteil auf der Jagd verscholl oder verunglückte. Sie betrachten die Kinder als gemeinsame Kinder, alle Kinder werden von der ganzen Sippe erzogen und versorgt.
Vielleicht läuft das bei den Yanomami ähnlich, oder in diversen anderen Kleinvölkchen.
Immerhin fehlen bei unserer modernen Vater-Mutter-Kind/er-Familie auch die Namensgeber, also die Haussklaven, ( Famulus )seit einiger Zeit. Vermutlich haben die bei den Römern, die Büro-Jobs hatten, einiges an häuslichen oder auch Ammen-technischen Arbeiten übernommen.

Die Inuit leben eigentlich so eine Art prähistorisches SOS-Kinderdorf. Wink

Einige Studien wollen auch nachgewiesen haben ( ich sehe sowas immer skeptisch, weil Studien an gewöhnlich niederen Einzugszahlen von Probanden stattfinden ) dass Kinder mit gleichgeschlechtlichen Eltern besser oder ausgeglichener aufwachsen. Wenn das wirklich zutrifft, müsste man doch eigentlich umdenken. Na ja, aber Studien werden auch immer mit entsprechenden Hintergrund-Motivatoren angestrengt, die ganz bestimmte Ansichten oder/und Interessen unterstützen, es gibt oft Studien, die andere Studien widerlegen und vice versa. Scheint ein ziemliches Glücksspiel zu sein.

Ich frage mich nur immer mal, warum zwar supoptimale Erziehungsverhältnisse, die schon bestehen, entweder ignorant hingenommen oder aber dauernd für schlimm erklärt werden ... oder für okay, solange sie bloß aus Heterosexuellen zusammengesetzt sind, aber sich keine neuen Formen von Familien entwickeln sollen dürfen. Hat man da Angst vor dem Verlust einer Vorrangsstellung oder ist das traditive Festgefahrenheit?
Die Natur oder Evolution könnte immerhin ein Modell entwickeln, das noch besser funktioniert, als die Basis Liebe zwischen heterosexuellen Einzel-Erzeugern. Wobei diese mutuelle Liebes-Basis wohl auch nicht ihrem Ideal entsprechend mehrheitlich funktioniert, siehe die ganzen Scheidungen mit verstörten Kinder-Psychen im Anschluss.
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Maz
ADMod Team



Alter: 41
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 13498
BeitragVerfasst am: Di Okt 04, 2016 13:14    Titel: Antworten mit Zitat

Und wen schicken wir dann wieder mit Pfeil und Bogen auf die Jagd? Wink
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