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Gefühle gegenüber dem Feminismus
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Gefühle / Assoziationen zum Feminismus
Ich bin weiblich und der Begriff weckt positive Gefühle/Assoziationen
30%
 30%  [ 28 ]
Ich bin weiblich und der Begriff weckt gemischte Gefühle/Assoziationen
17%
 17%  [ 16 ]
Ich bin weiblich und der Begriff weckt gar keine (oder neutrale) Gefühle/Assoziationen
3%
 3%  [ 3 ]
Ich bin weiblich und der Begriff weckt negative Gefühle/Assoziationen
14%
 14%  [ 13 ]
Ich bin männlich und der Begriff weckt positive Gefühle/Assoziationen
10%
 10%  [ 9 ]
Ich bin männlich und der Begriff weckt gemischte Gefühle/Assoziationen
11%
 11%  [ 10 ]
Ich bin männlich und der Begriff weckt gar keine (oder neutrale) Gefühle/Assoziationen
0%
 0%  [ 0 ]
Ich bin männlich und der Begriff weckt negative Gefühle/Assoziationen
15%
 15%  [ 14 ]
Stimmen insgesamt : 93

Autor Nachricht
Maz
ADMod Team



Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14128
BeitragVerfasst am: Do Jul 09, 2015 19:11    Titel: Gefühle gegenüber dem Feminismus Antworten mit Zitat

Als Abschluß meiner Umfrageserie nun auch noch eine Umfrage zum Feminismus.
Da das Thema aber doch etwas komplexer ist (z.B. Aspekt der Frauenrechte vs. Aspekt der Ideologie) und die Abhängigkeit von Orientierung, Geschlecht und dem LGBT/Queer Status für eine Umfrage außerdem auch zu lange wäre wähle ich hier einen gänzlich anderen Ansatz und frage nach den Empfindungen gegenüber dem Feminismus als Begriff und somit dem emotionalen "Gesamtpaket" nur in Abhängigkeit vom Geschlecht.

Bitte einfach die (im allgemeinen) auftretende eigene emotionale Reaktion ohne tiefere Analysen oder Differenzierungen als Anhaltspunkt verwenden.

Für die Umfrage zählt dabei welche Empfindungen jeweils überwiegen. "Gemischte Gefühle" bitte dann wählen, wenn das in etwa ausgeglichen ist. Keine/Neutrale wenn man bei dem Begriff kaum eine innere Reaktion erlebt und/oder die Assoziationen emotional neutral sind.
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asba




Alter: 30
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 15.08.2014
Beiträge: 762
Wohnort: Österreich
BeitragVerfasst am: Fr Jul 10, 2015 9:56    Titel: Antworten mit Zitat

Feminismus verbinde ich leider sehr stark mit dem ganzen Gender-Blödsinn - also das Zeug mit dem Binnen-I
Das ist nämlich das, was bei uns am präsentesten ist. Ich bin für echte Gleichberechtigung, aber nicht für falsche Rechtschreibung und unerfüllbare Frauenquoten, die zwar toll klingen, aber dadurch, dass es immer noch biologisch geregelt ist, dass ausschließlich. Frauen Kinder kriegen können, niemals funktionieren können.
Richtiger Weg: Bei Bewerbungen vollkommen gleiche Chancen, unabhängig von Geschlecht, Religion, sexueller Orientierung etc.
Falscher Weg: Aufgrund der Quote kriegt die Frau den Job.

Das schadet uns Frauen eher mehr, als es nutzt. Weil selbst wenn sich eine Frau durch ihre Leistungen ausgezeichnet hat, werden Außenstehende, die die Leistung (noch) nicht gesehn haben automatisch im Hinterkopf haben, dass sie ja ohnehin nur aufgrund ihres Geschlechts und der Quote in dieser Position ist.
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Margarita_02




Alter: 36
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 14.07.2014
Beiträge: 633
Wohnort: Berlin & Ruhrpott
BeitragVerfasst am: Fr Jul 10, 2015 10:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hm, also für mich ist der Begriff klar positiv belegt, da Feminismus mE immer noch notwendig ist. In vielen Bereichen. Wirkliche Gleichstellung habe ich noch selten beobachten dürfen, weder in meinen diversen Jobs noch an der Uni usw. ... (In meinem jetzigen Teilzeitjob verdiene ich allerdings, räusper, mehr als meine männlichen Kollegen. Also auch hier keine Gleichstellung ... Wink)

Mit der Art, wie sich Feminismus derzeit teilweise präsentiert, bin ich aber oft auch nicht d'accord. Da ist vieles mE überzogen, unsachlich und konzentriert sich viel zu sehr auf Nebenschauplätze (siehe zum Beispiel aktuelle Debatte zum Hotpantsverbot an einer Schule ...). Dass in der feministischen Praxis manches komisch läuft, heißt aber doch trotzdem nicht gleich, dass der Feminismus sich bereits abgeschafft hätte.
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Maz
ADMod Team



Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14128
BeitragVerfasst am: Fr Jul 10, 2015 10:41    Titel: Antworten mit Zitat

Also ich denke die Art von Gleichstellung in der es (nur) noch um berufliche Positionen oder die Bezahlung geht benötigt das Wort "Feminismus" nicht mehr. Ich finde es auch problematisch mögliche Diskriminierung von einer globalen Perspektive aus zu betrachten. Sollte die Frage nicht eher lauten: "Wer wird ganz konkret von wem wo diskriminiert?", als daß man solche stereotypen Schubladen wie Mann vs. Frau oder "queer" vs. "heteronormativ" *hust* aufmacht?
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Margarita_02




Alter: 36
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 14.07.2014
Beiträge: 633
Wohnort: Berlin & Ruhrpott
BeitragVerfasst am: Fr Jul 10, 2015 10:58    Titel: Antworten mit Zitat

Maz hat folgendes geschrieben:
Sollte die Frage nicht eher lauten: "Wer wird ganz konkret von wem wo diskriminiert?", als daß man solche stereotypen Schubladen wie Mann vs. Frau oder "queer" vs. "heteronormativ" *hust* aufmacht?

Das ist völlig richtig, das Geschlecht ist ja auch nur einer von vielen Faktoren (wenn auch kein unerheblicher). Allerdings versuchen feministische Ansätze ja durchaus auch, verschiedene solcher Verstrickungen aufzudröseln. Es braucht halt auch Leute, die den Job übernehmen, zu fragen, wer wo von wem diskriminiert wird. Und genau das machen ja (unter anderem) Feministinnen, auch wenn man da manchmal einen gewissen bias nicht leugnen kann.

Neben diesen mehr alltagspraktischen Dingen ist natürlich die Infragestellung von Geschlechterrollen ein wichtiger Punkt. Auch hier wieder: Wer sonst macht diesen Job denn? Und dass da manchmal (auch für mein Empfinden) übers Ziel hinausgeschossen wird, etwa in den Gender Studies, finde ich wiederum im Hinblick aufs Ingangsetzen einer Debatte ok. Aber wenn man darüber jetzt anfängt zu diskutieren, nimmt es kein Ende. Wink
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Maz
ADMod Team



Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14128
BeitragVerfasst am: Fr Jul 10, 2015 11:09    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Neben diesen mehr alltagspraktischen Dingen ist natürlich die Infragestellung von Geschlechterrollen ein wichtiger Punkt.


Aber nur wenn man denkt, daß diese Rollen wider die menschliche Natur sind (bzw. es gar keine Natur gibt) und ihre Auflösung daher nicht nur möglich wäre sondern auch noch positive Effekte hätte. Ich denke in den meisten Bereichen wäre uns faktisch nicht damit gedient und am Ende gäbe es mehr unglückliche Frauen in männlichen Rollen, überforderte Männer in weiblichen Rollen oder vor allem Leute, die einfach gar keine Rollen mehr haben können/wollen und gänzlich orientierungslos sind. Das ist schon auch ein bischen wie im Kommunismus und da fängt dann die Ideologie für mich an. Für die Zeit nachdem die Geschlechterrollen dekonstruiert wurden existiert im Feminismus nämlich ebensowenig ein Plan wie im Kommunismus für die Zeit nachdem die arbeitende Klasse die Weltherrschaft übernommen hat Wink
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Margarita_02




Alter: 36
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 14.07.2014
Beiträge: 633
Wohnort: Berlin & Ruhrpott
BeitragVerfasst am: Fr Jul 10, 2015 11:35    Titel: Antworten mit Zitat

Maz hat folgendes geschrieben:
Für die Zeit nachdem die Geschlechterrollen dekonstruiert wurden existiert im Feminismus nämlich ebensowenig ein Plan wie im Kommunismus für die Zeit nachdem die arbeitende Klasse die Weltherrschaft übernommen hat

Very Happy
Wenn man sich konkret ausmalt, diese Ziele wären erreichbar und erreicht (keinerlei Rollenvorgaben, gegen die man im Zweifelsfall auch rebellieren kann; eigentlich überhaupt nichts, wogegen man noch rebellieren kann; die Leute sind mit allem Nötigen versorgt etc. etc. ...), erinnert es tatsächlich sehr an "Schöne Neue Welt".

Bisher waren diese Ziele aber immer in so weiter Ferne, dass es vielen tatsächlich gut möglich ist, Kommunist/in oder Feminist/in zu sein, ohne groß darüber nachzudenken, was nach Erreichung der Ziele denn wäre - man selbst wird es ja nicht mehr erleben ... Auch gibt es heutzutage eine große Scheu, Utopien zu formulieren, das wirkt dann immer gleich so naiv (viel naiver, als auf Missstände aufmerksam zu machen).

Aber Du hast recht, genau darüber müsste (auch) gesprochen werden.
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Wauwau




Alter: 44
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 05.04.2007
Beiträge: 2498
Wohnort: Wien
BeitragVerfasst am: Fr Jul 10, 2015 12:31    Titel: Antworten mit Zitat

asba hat folgendes geschrieben:
unerfüllbare Frauenquoten, die zwar toll klingen, aber dadurch, dass es immer noch biologisch geregelt ist, dass ausschließlich. Frauen Kinder kriegen können, niemals funktionieren können. .


Ich verstehe die Dienstgeber in finanzieller Hinsicht durchaus, sehe es aber als menschliche Sauerei an, dass ich automatisch als Kinderkriegerin eingestuft werde.

Ich kann ohne Ehemann leben.
Mir gehts gut ohne dauernden Sex.
Mir gehts prächtig ohne eigene Kinder.
Ich will arbeiten gehen und genauso gut - gerne besser - verdienen wie ein Mann.
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Then let us pray that come it may /As come it will for a´that/ That Man to Man the world o´er/ Shall brothers be for a´that. (Robert Burns)
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Maz
ADMod Team



Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14128
BeitragVerfasst am: Fr Jul 10, 2015 12:37    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn man aber beim Arbeitgeber schriftlich bestätigen müßte keine Kinder in den nächsten x Jahren bekommen zu wollen oder diese Auflage gar Teil von Verträgen ist dann wäre das ja auch wieder eine Diskriminierung. Ergo wird eben der default-Wert verwendet und einfach von 1.2 Kindern ausgegangen Wink
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asba




Alter: 30
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 15.08.2014
Beiträge: 762
Wohnort: Österreich
BeitragVerfasst am: Fr Jul 10, 2015 13:55    Titel: Antworten mit Zitat

@ Wauwau: Ich will auch weder Mann noch Kinder. Aber mit solchen Ausnahmen wie dir und mir werden sie diese Quoten nicht vollkriegen. Der Großteil der Frauen hält sich nunmal brav an Maz' default-Wert. Und solange Männer nicht wie in dem Schwarzenegger-Film ebenfalls Brutkasten spielen, werden solche Quoten nicht hinhauen.
Und wie gesagt: Selbst wenn sich eine Frau ihren Job durch Leistung verdient, wird immer hinter vorgehaltener Hand gemunkelt werden, ob sie es wirklich verdient hat, oder nur aufgrund der Quote genommen wurde. Und DAS ist erst recht kontraproduktiv.

Es gibt noch immer einen Unterschied zwischen Gleichberechtigung und Gerechtigkeitkeit. Ich hab kürzlich ein Bild gesehen, wo drei verschieden große Menschen jeweils auf einer Kiste stehen, um über den Zaun blicken zu können. Das ist Gleichberechtigung: Jeder hat eine Kiste. Dabei sieht der Kleinste trotz der Kiste nicht über den Zaun ...
Gerecht ist es aber, wenn der Kleinste 2 Kisten kriegt, der Mittlere 1 Kiste und der Größte gar keine, weil er auch so über den Zaun sieht.
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Maz
ADMod Team



Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14128
BeitragVerfasst am: Fr Jul 10, 2015 14:35    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Der Großteil der Frauen hält sich nunmal brav an Maz' default-Wert.


Ich hätte nichts dagegen den default Wert weiter zu senken Wink
Unsere Welt geht ja sowieso an der Überbevölkerung zu Grunde.

Aktueller Stand ist wohl, daß in Deutschland so ca. 20-25% der Frauen kinderlos bleiben, was wohl im Vergleich zu den 70ern bereits eine Verdoppelung darstellt.
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Lesley




Alter: 37
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 15.08.2005
Beiträge: 557
Wohnort: LM
BeitragVerfasst am: Fr Jul 10, 2015 14:46    Titel: Antworten mit Zitat

Maz hat folgendes geschrieben:

Aber nur wenn man denkt, daß diese Rollen wider die menschliche Natur sind (bzw. es gar keine Natur gibt) und ihre Auflösung daher nicht nur möglich wäre sondern auch noch positive Effekte hätte. Ich denke in den meisten Bereichen wäre uns faktisch nicht damit gedient und am Ende gäbe es mehr unglückliche Frauen in männlichen Rollen, überforderte Männer in weiblichen Rollen oder vor allem Leute, die einfach gar keine Rollen mehr haben können/wollen und gänzlich orientierungslos sind

Deswegen wetterst du immer gegen den Feminismus? Weil die Frau vom Wesen her hinter den Herd gehört? Na toll!

Ich frage mich, warum diese Einstellung ausgerechnet hier bei AVEN kundgetan wird. Wo ist der Zusammenhang? Die meisten Frauen hier haben keinerlei Interesse an der Heimchen- und Hausperlen-Rolle und sind weder hilflos noch unglücklich ohne sie! Wäre da nicht ein Chauvinisten-Forum besser geeignet?

@asba: Gutes Beispiel! Jeder sollte so viele Kisten bekommen, wie er für ein gleichwertiges Leben braucht!
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"I'll be merry and free,
I'll be sad for naebody,
Naebody cares for me,
I care for naebody."
- Robert Burns
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Maz
ADMod Team



Alter: 43
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 14128
BeitragVerfasst am: Fr Jul 10, 2015 14:59    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Deswegen wetterst du immer gegen den Feminismus? Weil die Frau vom Wesen her hinter den Herd gehört?


Nö sondern weil der "moderne" Feminismus nach wie vor so tut als gäbe es keine Unterschiede im Hinblick auf die Interessen und Fähigkeiten zwischen Menschen aufgrund des Geschlechts und einfach alles "plattmachen" will ohne sich eine Sekunde damit zu beschäftigen wie die Gesellschaft dann eigentlich aussehen soll. Die Abwertung von Menschen, die gerne "hinter dem Herd" stehen (was faktisch ja nichts anderes bedeutet als sich um die Familie zu kümmern) ist dabei ein großes Problem, denn dadurch werden vor allem Frauen abgewertet, die sich nicht über "männliche Rollen" definieren wollen (oder es tatsächlich nicht können) aber keineswegs Männer aufgewertet, die sich mit "weiblichen Rollen" identifizieren. Am Ende muß dann trotzdem jemand die Arbeit machen. Kann man natürlich outsourcen trifft dann aber wieder vor allem Frauen in dem Fall bei uns wohl vor allem diejenigen aus "Ostblock-Ländern", die in dem Bereich ja besonders gerne als billige Arbeitskräfte verwendet werden. Im "Gegenzug" werden dann aber Männer z.B. besonders gerne als Sklavenarbeiter bei den Paketdiensten ausgebeutet, da habe ich noch keine einzige Frau gesehen und zumindest hier in Stuttgart auch noch nie(!) jemanden mit Muttersprache Deutsch.

Wer Partner-, Kinder- oder generell Beziehungslos leben will und die Arbeit auch nicht auf diese Weise an andere überträgt hat solche Probleme natürlich nicht, da ist ja immer klar wer wofür zuständig ist. Es ist allerdings etwas merkwürdig, daß gerade diejenigen, die solche Probleme nicht haben sich hier offensichtlich besonders über die Ungleichbehandlung aufregen.

Zitat:

Ich frage mich, warum diese Einstellung ausgerechnet hier bei AVEN kundgetan wird.


Ich denke es ist vertretbar vom "Queer-Feminismus" nichts zu halten und ich finde es eben auch problematisch das Thema Asexualität durch diesen Filter zu betrachten. Zumindest +-50% der Mitglieder hier sehen das wohl ebenfalls kritisch. Falls du allerdings Leute von der "Maskulinisten-Szene" erblickst lass es mich wissen, die fliegen dann direkt raus.
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Margarita_02




Alter: 36
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 14.07.2014
Beiträge: 633
Wohnort: Berlin & Ruhrpott
BeitragVerfasst am: Fr Jul 10, 2015 16:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hm, aber was Du jetzt hier kritisierst, Maz, ist doch eher so das wirtschaftsfreundliche Gendermainstreaming ... Es gibt ja auch im Feminismus durchaus welche, die genau dieses "alle sollen Karriere machen" sehr kritisch sehen.

Maz hat folgendes geschrieben:
aber keineswegs Männer aufgewertet, die sich mit "weiblichen Rollen" identifizieren

Das würde ich so pauschal nicht sagen. Ich kenne zB auch Männer, die Babypause machen, und das wird von ihrem Umfeld akzeptiert, teilweise sogar übertrieben gelobt. In meiner Kindheit in den 80ern/ 90ern wäre mir noch kein solcher Vater bekannt gewesen.

Wichtig finde ich aber Deinen Hinweis auf das Delegieren von Drecksarbeit nach der Herkunft ... Da ist die Schere in der Tat sehr viel größer als, sagen wir, zwischen deutschen Männern und Frauen mit demselben Ausbildungshintergrund.

Dass die Zweigeschlechtlichkeit ein rein soziales Konstrukt ist, was man einfach so kippen kann, ist eine radikale Position, die ich zB auch nicht teile - die aber einen gewissen Ausgleich schafft zu dem unerträglichen "Warum Frauen nicht einparken können und Männer immer Schuhe kaufen"(oder wie war das noch gleich Razz )-Gelaber. Klar gibt es biologische Unterschiede, aber wie sich die in gesellschaftliche Ordnung übersetzen, ist dann ja doch immer eine Frage sozialer Übereinkünfte. Von daher finde ich schon, dass man über das alles reden kann/muss/soll. Und "alles plattmachen" können die Feministinnen ja schon allein deswegen nicht, weil es die große Masse gibt, die an der Durchsetzung feministischer Ziele mal so gar kein Interesse hat.
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Prinzess
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Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 30.12.2013
Beiträge: 1477
BeitragVerfasst am: Fr Jul 10, 2015 16:53    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe mich bei den gemischten Assoziationen eingereiht, denn ich erkenne die Errungenschaften des Feminismus durchaus an und sehe vor der Gleichbehandlung/Gleichwertigkeitszuschreibung/Gleichberechtigung der Geschlechter noch einen weiten Weg vor uns. Als andere Seite ist mir unangenehm, dass durch Überbetonung der Frau weiterhin ein Keil zwischen die Geschlechter getrieben wird.

Ich sehe übrigens keinerlei Probleme einer künftigen Gesellschaft, in der die Geschlechterrollen überwunden wären. In Jobs würden Erfahrungen und Probearbeiten ausgewertet und die fähigsten eingestellt. Wenn in Berufen sich ein Geschlecht als statistisch geeigneter erweist, ist das dann so, aber nicht weiter wichtig, denn alle hatten gleiche Chancen vor dem Gesetz und die Fähigkeiten der Einzelnen entscheiden halt über Einstellung. Und wenn Paare Nachwuchs kriegen obwohl sie vertraglich anderes vereinbart haben, wird halt eine Konventionalsstrafe fällig, für den Mann, der innerhalb eines solchen Vertrags lebt ebenso. Elternzeit müsste gesetzlich geregelt gesplittet werden. Dann ist niemand benachteiligt.
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