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Wie können Asexuelle systematisch nach PartnerInnen suchen?
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sheldor




Alter: 30
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 29.06.2014
Beiträge: 3
Wohnort: Heidelberg
BeitragVerfasst am: Sa Sep 06, 2014 14:52    Titel: Wie können Asexuelle systematisch nach PartnerInnen suchen? Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

ich sehne mich manchmal irgendwie nach einer asexuellen Beziehung zu einer Frau, doch leider weiß ich nicht, wie ich systematisch nach der richtigen Frau suchen kann. Sad

Daher wollte ich mit folgenden Überlegungen das Problem aufzeigen: Ich behaupte, dass man die Anzahl der Richtigen der näheren Umgebung vermutlich an einer Hand abzählen kann.

Wer mag, kann sich die folgende Rechnung ansehen oder sie einfach überspringen.

-------------------------------

Fall 1:
Nehmen wir an, jemand sucht nach einer Partnerin mit Eigenschaften, von denen man keine regionale Häufung erwarten würde (ein Gegenbeispiel wäre die Eigenschaft "Studentin"; dann könnte man sich auf Studentenstädte beschränken). Also versuche ich mittels deutschlandweiter Zahlen die mittlere Entfernung zu der "richtigen Partnerin" zu finden.
Für mich kämen z.B. etwa sechs Jahrgänge für die Suche in Frage (ob es fünf, sechs, sieben sind, ist nicht entscheidend), da ich vorzugsweise eine Partnerin hätte, die nicht mehr als 3-4 Jahre jünger oder 2-3 Jahre älter ist. Geschätzte 1% davon sind asexuell, die Hälfte davon weiblich, etwa 2/3 sind an einer Beziehung interessiert (habe mal Statistiken dazu gesehen; stimmt auch mit Umfragen in dem Forum überein). Wer nach einer studierten Person Ausschau hält (d.h., die selbst nicht mehr studieren und somit nicht mehr zwingend in Studentenstädten wohnen), muss etwa 2/3 der "Übriggebliebenen" abziehen. Wer ehrlich ist, ist auch nicht ganz anspruchslos. Hobbys, Interessen, auch das Aussehen, ... müssen irgendwie passen. Wenn man nur drei Kriterien hat, die jeweils mit einer 50%igen Wahrscheinlichkeit in der Bevölkerung vertreten sind, so passt nur jede 8. Frau (2^3). Umgekehrt hat diese auch Ansprüche an mich, so dass wir nur in einem von 8^2 = 64 Fällen zueinander passen. In dem Jahrgang wurden etwa 1 Mio Menschen, d.h. 500.000 Frauen geboren. Nach den obigen Beschreibungen würde es in Deutschland damit nur ~100 passende Frauen geben (die mich auch passend finden könnten). Unsere Bevölkerung verteilt sich auf eine Fläche von ca. 357.000 km^2, so dass es statistisch gesehen im Umkreis von 60 km nicht die passende Frau gibt.

Fall 2 (eher zutreffend): In meinem Fall kommen weitgehend Studentinnen noch in Frage, weswegen ich mich auf Studentenstädte konzentrieren kann. In BaWü gibt es ca. 300.000 Studenten, davon 50% Frauen, 1% asexuell, nur 2/3 beziehungsbereit/-willig, nur in 1/64 gegenseitige Übereinstimmung. Dann gäbe es größenordnungsmäßig 10 Frauen in BaWü und statistisch gesehen eine in meiner Stadt (10% sind dort akkumuliert).

---------------------------------

Nun kann man sich Fragen: Wo ist bitte das Problem? Die Rechnung zeigt schließlich, dass es die richtigen PartnerInnen gibt. Allerdings ist es nicht leicht, sich auch wirklich zu finden. Die allermeisten Asexuellen scheinen nämlich NICHT hier angemeldet zu sein, und von denen, die es sind, gehen viele vermutlich auch nicht zu den Stammtischen (ich habe es bisher auch noch nicht geschafft).

Weiterhin könnte man natürlich die Ansprüche herunterschrauben, was das Ergebnis aber nicht so sehr verändert, dass die Partnersuche deutlich einfacher wird.


Ergo: Wer mal den/die Partner/in gefunden hat, hatte relativ viel Glück oder systematisch gesucht, weil es in der Umgebung eigentlich niemand anderen passenden gegeben hätte. Man hat also kaum Auswahl unter "den Richtigen".


Meine Fragen: Wie geht ihr an die Suche nach PartnerInnen für's Leben heran? Verändert ihr eure Kriterien massiv (z.B. auch 10 Jahre Altersunterschied?), so dass ihr mehr Auswahl habt?
Sucht ihr ausschließlich über das Internet (mit was sonst außer aven.de?)? Oder sprecht ihr auch einfach so mal Frauen/Männer an, die ihr z.B. auf Partys trefft und hofft, dass sie nicht "mehr" wollen? (Letzteres hat bei mir noch nie geklappt - die (bedingte) Wahrscheinlichkeit liegt ja auch nur bei ~1%.)


Es würde mich sehr freuen, wenn ihr von euren Erfahrungen berichten könntet.


Viele Grüße,
sheldor
(der es langsam befremdlich findet, dass viele Freunde inzwischen in glücklichen Beziehungen sind und von Nachfragen diesbzgl. seitens der Eltern etwas genervt ist.)
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Maxi




Alter: 36
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 18.07.2005
Beiträge: 3129
BeitragVerfasst am: Sa Sep 06, 2014 15:17    Titel: Re: Wie können Asexuelle systematisch nach PartnerInnen such Antworten mit Zitat

sheldor hat folgendes geschrieben:
Meine Fragen: Wie geht ihr an die Suche nach PartnerInnen für's Leben heran?
Ich habe hier mal eine ähnliche Rechnung aufgemacht ... kam am Ende aber auf einen Wert von 0,0047. Daher: Suche erledigt.


sheldor hat folgendes geschrieben:
die nicht mehr als 3-4 Jahre jünger oder 2-3 Jahre älter ist.
Hier müsste man noch berücksichtigen, dass es einige Frauen gibt, für die ein jüngerer Partner niemals in Frage kommt. Ebenso verhält es sich mit kleineren Partnern, beides scheint auch gut zu korrelieren. Einfach mal hier die Kontaktanzeigen durchlesen, das sieht man doch sehr häufig.
Zudem gibt es ein paar, die schon nach deutlich älteren Partnern suchen ... so 10-15 Jahre älter.

sheldor hat folgendes geschrieben:
Wenn man nur drei Kriterien hat, die jeweils mit einer 50%igen Wahrscheinlichkeit in der Bevölkerung vertreten sind, so passt nur jede 8. Frau (2^3).
Da unterstellst Du, dass die Eigenschaften iid verteilt sind.

sheldor hat folgendes geschrieben:
Umgekehrt hat diese auch Ansprüche an mich, so dass wir nur in einem von 8^2 = 64 Fällen zueinander passen.
Ich nehme an, dass Du auch hier von 50% ausgehst ... da wären dann aber 2^8=256, falls man wieder von iid verteilt ausgeht.

sheldor hat folgendes geschrieben:
statistisch gesehen im Umkreis von 60 km nicht die passende Frau gibt.
Natürlich nur, wenn man die Besiedlungsdichte vollkommen außer Acht lässt. Wink


Man kann aber auch anders rechnen ... laut dem letzten Mikrozensus gibt es in Deutschland 2. Mio. mehr Frauen als Männer ... hat man am Ende noch die Auswahl aus 2. Mio, die eben niemanden abbekommen haben. In vielen Fällen dürfte es aber einen Grund geben, weshalb die niemanden haben, denn selbst der widerlichste Typ hat dann ja schon eine Frau abbekommen. Mr. Green
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sex doof
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Acer1111





Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 17.05.2013
Beiträge: 126
Wohnort: Dresden
BeitragVerfasst am: Sa Sep 06, 2014 15:29    Titel: Antworten mit Zitat

Du hast einen wichtigen Koeffizienten vergessen. Die von dir ausgerechnete Frau kann theoretisch gesehen das weibliche Geschlecht bevorzugen. Damit würde sich rein mathematisch diese eine Frau ebenfalls nicht innerhalb deines Stochastischen Erhebungsfeldes befinden.

Die mathematische Wahrscheinlichkeit steigt aber mit dem eigenen Alter sowie der Zahl der "Junggebliebenen"(Personen die jünger aussehen als sie sind) bis zum ca. 35ten Lebensjahr an. Innerhalb Deutschlands dürfte die Generation Rente+ insoweit eine Internetaffinität vorherrscht mit den Jahren auch ansteigen.(das aber nur als kleine Anmerkung am Rande)

Letztlich wäre deine Rechnung allerdings nach oben hin korrigierbar wenn du auch sexuelle Personen mit niedrigem Libido einbeziehst selbst wenn dabei die Ungewissheit besteht ob diese Beziehung auch hält.

Leider ist diese Ungewissheit immer vorhanden.

P.S. Meine werte sehen übrigens deutlich schlechter aus als deine Smile
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Selbstbezeichnung: Homo[u]a[/u]sexuelles Individuum maskulinen Geschlechts
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Sandkastenzorro
zweitgrößter Spammer des Forums



Alter: 38
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 03.04.2011
Beiträge: 3459
Wohnort: Bates Motel, 4019 Fairvale
BeitragVerfasst am: Sa Sep 06, 2014 15:31    Titel: Antworten mit Zitat

Astrid Lindgren hat folgendes geschrieben:
"Wir wollen mit dem Rechnen anfangen. Na, Pippi, kannst du mir sagen, wieviel 7 und 5 ist?"

Pippi sah die Lehrerin erstaunt und ärgerlich an. Dann sagt sie:
"Ja, wenn du das nicht selbst weisst, denk ja nicht, dass ich es dir sage."

Alle Kinder starrten Pippi entsetzt an. Und die Lehrerin erklärte ihr, dass man in der Schule solche Antworten nicht geben dürfe. Man dürfe die Lehrerin auch nicht mit "du" anreden, sondern man müsse "Fräulein" und "Sie" sagen.

"Ich bitte um Verzeihung", sagte Pippi bedauernd. "Das wusste ich nicht. Ich will es nicht wieder tun."

"Nein, das will ich hoffen", sagte die Lehrerin. "Und jetzt will ich dir sagen: 7 und 5 ist 12."
"Sieh mal an", sagte Pippi, "du wusstest es ja. Warum fragst du dann? Ach, ich Schaf, jetzt sag ich wieder 'du' zu dir. Verzeihung.", sagte sie und kniff sich selbst ordentlich ins Ohr.

Die Lehrerin beschloss, darüber hinwegzugehen, und setzte die Prüfung fort.

"Na, Pippi, wieviel, glaubst du, ist 8 und 4?"
"So ungefähr 67", meinte Pippi.
"Aber nein", sagte die Lehrerin, "8 und 4 ist 12."

"Nein, meine Liebe, das geht zu weit", sagte Pippi. "Eben erst hast du gesagt, 7 und 5 ist 12. Ordnung muss sein, selbst in einer Schule. Übrigens, wenn du so eine kindische Freude an Dummheiten hast, warum setzt du dich nicht allein in eine Ecke und rechnest und lässt uns in Ruhe, damit wir Fangen spielen können?"




...das fiel mir jetzt dazu ein.
Man sollte, gerade wenn man nach einem Partner sucht, Leute nicht in Statistiken und Zahlen einteilen, denn erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.
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Didn't your mother teach you no manners?
- I ain't never had no mother! We was too poor!
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Dr.Schiwago
abgemeldet



Alter: 42
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 22.02.2011
Beiträge: 1329
Wohnort: Westfalen
BeitragVerfasst am: Sa Sep 06, 2014 15:43    Titel: Antworten mit Zitat

also ich suche nicht.
trotzdem mal ein paar anmerkungen:
es gibt nur wenige asexuelle und noch weniger die zu einem passen.
also würde ich erstmal die einschränkungen minimal halten.

-alter ist in meinen augen völlig nebensächlich. entweder es passt oder es passt nicht. die einzige einschränkung die mir hier einfallen würde ist bei einem kinderwunsch. sonst ist das in meinen augen völlig egal.

-der wunsch nach einem akademiker:
kann ich verstehen, ist aber auch nicht wirklich zwingend.
dir fallen sicher 10 akademiker in deinem umfeld ein, mit denen du nichts anfangen kannst, bzw die du scheisse findest und 10 nichtakademiker du du sympatisch findest.
ähnlich intressen sind sicher von vorteil, aber auch nicht wichtig.
wenn du dich allerdings über die axiome von kolmogoro unterhalten willst, dann musst du natürlich fachbezogen suchen, was schon für sexuelle fast unmöglich ist.
warum man mit einer fleischereifachverkäuferin nicht genausoglücklich wie mit einer akademikerin werden kann erschliesst sich mir nicht.

- der suchradius
ich bin mir ziemlich sicher, dass jeder, der sich seiner asexualität bewusst ist, irgendwann auf aven landet. internet hat jeder und wer sucht findet aven.
der radius sollte meiner meinung nach so gross wie möglich gehalten werden.
heutzutage ist man in ein paar stunden in jeden ort in deutschland, da finde ich solche suchen ala "stadtxyz plus maximal 30km" einfach nur bescheuert.

und zuletzt:
beteidige dich am forum, lerne ungezwungen menschen und dich selbser kennen.
und dann wirst du auch schnell merken, dass ob man 18 oder 56 jahre alt ist keine rolle spielt.
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wir sollten uns nicht vor unseren gefühlen fürchten, sondern zu ihnen stehen.

facility manager of "The great A-BDSM world group" Very Happy
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sheldor




Alter: 30
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 29.06.2014
Beiträge: 3
Wohnort: Heidelberg
BeitragVerfasst am: Sa Sep 06, 2014 15:46    Titel: Antworten mit Zitat

@Maxi: Falls iid independent identical distribution meint, dann ja. Habe 50% angenommen, weil ich offen lassen wollte, um welche Kriterien es sich handelt. Die 1/8^2 sollten aber trotzdem stimmen, weil jede Person ja für sich erkennen muss, ob die man die Kriterien erfüllt.
Heißt das, dass du gar nicht mehr nach Partnern suchst?

@acer1111
Zitat:
Du hast einen wichtigen Koeffizienten vergessen. Die von dir ausgerechnete Frau kann theoretisch gesehen das weibliche Geschlecht bevorzugen. Damit würde sich rein mathematisch diese eine Frau ebenfalls nicht innerhalb deines Stochastischen Erhebungsfeldes befinden.


Vermutlich ist das ironisch gemeint. Falls nicht: Da ca. 5% homosexuell sind, ist bei stochastischer Unabhängigkeit unter 2000 Frauen nur eine Homoasexuelle. Angesichts der Unsicherheiten in den bisherigen Faktoren, ist das ja wohl wirklich nicht der Rede wert.


Generell wollte ich mit einer eher optimistischen Abschätzung aufzeigen, dass die Partnersuche für uns ein richtiges Problem darstellt. (Ob jetzt 5,0 oder 5,2041 Frauen in meiner Umgebung zu mir passen könnten ist jetzt wirklich nicht sinnvoll zu diskutieren.)

@sandkastenzorro:
Zitat:
Man sollte, gerade wenn man nach einem Partner sucht, Leute nicht in Statistiken und Zahlen einteilen, denn erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.


Es geht ja nicht um das exakte Ergebnis, z.B. 60 km oder 75 km Entfernung, sondern um Größenordnungen (keine, eine, 10, 100 oder 1000 Frauen in meiner Stadt).


Also: Habt ihr, was die Partnersuche betrifft, aufgegeben oder habt ihr irgendwie systematisch suchen können? Wenn ja, wie?
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Margarita_02




Alter: 35
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 14.07.2014
Beiträge: 633
Wohnort: Berlin & Ruhrpott
BeitragVerfasst am: Sa Sep 06, 2014 16:19    Titel: Antworten mit Zitat

Bezieht sich Dein Nickname auf Sheldon Cooper? Hihi, passt jedenfalls gut zu der Vorliebe für Statistiken und Systematik! Razz

Ich kann da nicht von irgendwelchen eigenen Erfahrungen berichten, da ich noch nie einen Partner gesucht habe. Einen Kriterienkatalog hätte ich da auch nicht zur Hand, und mehrere meiner engeren Freunde sind in Beziehungen mit 20-30 Jahren Altersunterschied, weshalb ich solche Grenzen nicht so eng ansetzen würde. Aber wie dem auch sei:

Wenn Du gerne aktiv und systematisch nach einer asexuellen Frau suchen willst, fallen mir eigentlich nur drei Dinge ein: Gleichklang, Ace-Book (oder ist das nicht für den deutschsprachigen Raum?), naja, und eben Aven, wo Du ja schon bist, incl. Stammtische und Veranstaltungen. Hast Du Dir die ersten beiden Plattformen schon angeschaut?

Zitat:
Oder sprecht ihr auch einfach so mal Frauen/Männer an, die ihr z.B. auf Partys trefft und hofft, dass sie nicht "mehr" wollen?


Ich spreche nicht unbedingt gezielt Leute an, aber natürlich versuche ich, wenn ich auf Partys oder Veranstaltungen bin, auch, mit Leuten ins Gespräch zu kommen. Unter anderem dafür geht man ja hin - in der Hoffnung auf interessanten Austausch und sympathische Menschen, woraus sich dann letztlich auch mehr entwickeln kann, sei es Freundschaft oder Partnerschaft. Die Chance, eine Partnerin zu finden, dürfte jedenfalls steigen, wenn Du unter die Leute gehst. Smile

Zitat:
der es langsam befremdlich findet, dass viele Freunde inzwischen in glücklichen Beziehungen sind und von Nachfragen diesbzgl. seitens der Eltern etwas genervt ist


Daran gewöhnt man sich. Die Frage ist, ob Du selber Dir eine Partnerin wünschst oder nicht - nicht, was Dein Umfeld dazu sagt. Schwer genug das alles, ich weiß!
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Maz
ADMod Team



Alter: 42
Sexualität: keine Angabe
Anmeldungsdatum: 12.02.2005
Beiträge: 13532
BeitragVerfasst am: Sa Sep 06, 2014 18:18    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Also: Habt ihr, was die Partnersuche betrifft, aufgegeben oder habt ihr irgendwie systematisch suchen können? Wenn ja, wie?


Ich dachte ja nicht, daß ich da mal Werbung für machen müßte aber wir haben so ein Unterforum "private Kontakte" welches angeblich das Aufeinandertreffen statistischer Unwahrscheinlichkeiten deutlich vereinfachen kann solange die Traumfrau nicht im auch im Nebenhaus wohnen muß. Auch die regionalen Stammtische sollen angeblich ganz nützlich sein Wink

p.s. es hängt auch von der "Striktheit" des Kriteriums Asexualität ab. Frauen die ohne Sex zurecht kommen und den ganzen "demisexuellen Bereich" würde ich auf weit über 1% schätzen, eher im Bereich von ca. 5-10% für Leute, die generell keinen Sex wollen (warum auch immer) und bestimmt 15%+ Menschen, die ohne Sex klar kommen würden. Das hängt allerdings auch vom Alter und den Erwartungen ab, in ganz jungen Jahren sind es vermutlich mehr und ebenso im höheren Alter. Der Bereich 25-35 dürfte am schwierigsten sein. Insofern solltest du deinen Horizont da ggf. etwas erweitern Wink

p.p.s. Datenbankabfrage nach Heidelberg+Asex+Weiblich ergibt aktuell 5 Treffer, 3 der User sind zu lange her (wären passend gewesen allerdings im Jahr 20006) eine ist zu alt und eine wäre genau richtig aber hat hier noch keine Beiträge geschrieben und war bisher auch nur 1 mal eingelogged Wink

Wir haben dann aber auch noch die Geo-Map da kann man im Umkreis suchen und das ist dann doch eine ganze Menge mehr an Leuten.
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orangensaft




Alter: 34
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 26.10.2013
Beiträge: 75
BeitragVerfasst am: Sa Sep 06, 2014 22:06    Titel: Re: Wie können Asexuelle systematisch nach PartnerInnen such Antworten mit Zitat

sheldor hat folgendes geschrieben:
Wer mal den/die Partner/in gefunden hat, hatte relativ viel Glück oder systematisch gesucht, weil es in der Umgebung eigentlich niemand anderen passenden gegeben hätte. Man hat also kaum Auswahl unter "den Richtigen".

Da fängt der Denkfehler meiner Meinung nach an.
a) Wer sagt, dass diejenigen, die in einer Beziehung sind, den richtigen gefunden haben? Viele Beziehungen gehen nach Jahren in die Brüche. War es von Anfang an nicht der Richtige? Hat der eine sich verändert? Hat der andere sich verändert? War es nur die rosarote Brille, die die Beziehung möglich gemacht hat? Was ist der Richtige?
und b) Du weißt sowieso vorher nicht, wie die richtige aussieht, bevor die sie getroffen hast. Die wenigsten Menschen sind mit jemandem in einer Beziehung, der dem entspricht, was sie vorher als ihre Idealvorstellung beschrieben haben. Trotzdem haben viele Menschen in einer Beziehung das Gefühl, den richtigen Gefunden zu haben.

Was am Ende heißt, dass Suchen nach einem bestimmten Menschen vollkommen sinnlos ist. Vlt findest du sogar die perfekte Frau, hast dann aber keine Gefühle für sie. Die beste Möglichkeit, den richtigen Menschen zu finden, ist wahrscheinlich, sich mit Menschen zu umgeben, die man mag. Denn durch diese Menschen lernt man wiederum Menschen kennen, die die mögen. So lernt man in der Regel häufiger Menschen kennen, die man auch mag, als wenn man zufällig Menschen (in Partnerbörsen z.B.) kennenlernt. Dass man sich mag ist schließlich Grundlage dafür, dass man sich lieben kann. Und wenn man sich liebt, dann wird so manches Kriterium nebensächlich.
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Margarita_02




Alter: 35
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 14.07.2014
Beiträge: 633
Wohnort: Berlin & Ruhrpott
BeitragVerfasst am: So Sep 07, 2014 2:10    Titel: Re: Wie können Asexuelle systematisch nach PartnerInnen such Antworten mit Zitat

orangensaft hat folgendes geschrieben:
Du weißt sowieso vorher nicht, wie die richtige aussieht, bevor die sie getroffen hast. Die wenigsten Menschen sind mit jemandem in einer Beziehung, der dem entspricht, was sie vorher als ihre Idealvorstellung beschrieben haben. Trotzdem haben viele Menschen in einer Beziehung das Gefühl, den richtigen Gefunden zu haben.

Was am Ende heißt, dass Suchen nach einem bestimmten Menschen vollkommen sinnlos ist. Vlt findest du sogar die perfekte Frau, hast dann aber keine Gefühle für sie. Die beste Möglichkeit, den richtigen Menschen zu finden, ist wahrscheinlich, sich mit Menschen zu umgeben, die man mag.


Wahre Worte.
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Fiammetta





Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 02.02.2007
Beiträge: 987
Wohnort: Hamburg; Alter: 34
BeitragVerfasst am: So Sep 07, 2014 9:49    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe vor einiger Zeit für meinen Blog einen Text geschrieben, der mehr oder weniger die Ausgangsfrage(n) beantwortet, ich verlinke mal...
http://fructusdulces.blogsport.de/2014/07/26/ein-gleichnis/
Und ansonsten volle Zustimmung bzgl. dessen, was Orangensaft schrieb.
_________________
"Pour moi l’hétérosexualité n’est pas la norme, ce n'est qu'une majorité statistique."
(Peggy Sastre)
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phoenix42




Alter: 29
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 06.07.2014
Beiträge: 63
Wohnort: Karlsruhe
BeitragVerfasst am: So Sep 07, 2014 18:38    Titel: Antworten mit Zitat

@Fiammetta: Schöner Text, hat mir gefallen Smile

Die Ausgangsfrage betreffend: Ich finde man sollte bei der Partnersuche auch nicht so vorgehen, dass man die Menschen nach einigen Kriterien absucht und wenn sie diese nicht erfüllen, dann versucht man auch gar nicht sie kennenzulernen. Ein Mensch ist schließlich mehr als die Summe seiner Eigenschaften. Und auch, wenn man natürlich eher zu Menschen passt, die einem ähnlich sind, finde ich, dass man nie KO-Kriterien haben sollte.

Worauf ich hinauswill: Wenn man bei der Partnersuche so vorgeht, dass man schaut, ob der Partner eine Anzahl an Kriterien erfüllt, dann mag diese Rechnung stimmen. Dann hat man aber sicherlich auch einige tolle Menschen verpasst.

Edit: Wenn ich mir allerdings anschaue, was z.B. hier unter Private Kontakte alles steht, dann habe ich das Gefühl, dass das leider das gängige Vorgehen bei der Partnersuche ist.
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sheldor




Alter: 30
Sexualität: Asexuell
Anmeldungsdatum: 29.06.2014
Beiträge: 3
Wohnort: Heidelberg
BeitragVerfasst am: Mo Sep 15, 2014 21:29    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für eure rege Beteiligung. Da ich gerade nicht viel Zeit habe, möchte ich momentan nur generell auf einen Einwand eingehen, z.B. der, dass Akademiker nicht unbedingt nach Akademikern suchen sollten.

Dem würde ich grundsätzlich zustimmen, denn wenn es passt, ist das kein wichtiges Kriterium. Meiner Erfahrung nach finde ich zu anderen Menschen relativ schwer Anknüpfungspunkte, wenn wenige Gemeinsamkeiten vorliegen. Dazu gehört u.a. auch Verständnis dafür, dass man gerne (Neues) lernt, oder am Samstag (freiwillig) ins Büro möchte. Häufig weiß ich leider auch nicht, was ich mit anderen Menschen reden kann, wenn keine/wenige gemeinsamen Anknüpfungspunkte existieren. (Nicht falsch verstehen: Ich sage nicht, dass es deren Schuld ist. Vielmehr sehe ich das Problem bei mir. Aber mit seinen eigenen Mängeln muss man auch leben können...)

Viele Grüße,
sheldor
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dunkler_regenbogen




Alter: 60
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 18.12.2012
Beiträge: 443
Wohnort: Dortmund
BeitragVerfasst am: Mo Sep 15, 2014 23:29    Titel: Antworten mit Zitat

phoenix42 hat folgendes geschrieben:
Die Ausgangsfrage betreffend: Ich finde man sollte bei der Partnersuche auch nicht so vorgehen, dass man die Menschen nach einigen Kriterien absucht und wenn sie diese nicht erfüllen, dann versucht man auch gar nicht sie kennenzulernen. Ein Mensch ist schließlich mehr als die Summe seiner Eigenschaften. Und auch, wenn man natürlich eher zu Menschen passt, die einem ähnlich sind, finde ich, dass man nie KO-Kriterien haben sollte.


Hmm... es muss bei den Kriterien/Voraussetzung ja nicht zwingend um Ähnlichkeit gehen. Grundsätzliche Dinge sollten schon übereinstimmen, aber Hobbies/Interessen dürfen mAn schon unterschiedlich sein.

Mir ist bei vielen Kontaktanzeigen hier aber auch aufgefallen, dass die Wünsche an den Partner sehr ausführlich sind: wenn du dies, das und jenes hast/magst/kannst/bist - dann....

Ich würde es grundsätzlich anders formulieren: ich bin dies, mag das und habe jenes, wenn du damit leben kannst, dann...
_________________
You'll never find a rainbow if you're looking down.

Ich weiß, dass die Stimmen in meinem Kopf nicht real sind, aber sie haben so wahnsinnig geile Ideen!
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Maxi




Alter: 36
Sexualität: Unentschlossen
Anmeldungsdatum: 18.07.2005
Beiträge: 3129
BeitragVerfasst am: Di Sep 16, 2014 11:22    Titel: Antworten mit Zitat

dunkler_regenbogen hat folgendes geschrieben:
Mir ist bei vielen Kontaktanzeigen hier aber auch aufgefallen, dass die Wünsche an den Partner sehr ausführlich sind
Mir fällt oft auf, dass die klassischen Rollenbilder sehr stark vertreten sind ... also, was die hetero-Seite betrifft. Nach wie vor, sollte der Mann größer und älter sein, die Frau dementsprechend jünger und kleiner. Der soziale Status ist ein wenig im Hintergrund, aber weiterhin vorhanden.
Dazu haben gefühlsmäßig 50% einen Hund.

dunkler_regenbogen hat folgendes geschrieben:
Ich würde es grundsätzlich anders formulieren
Ich nehme immer die genannten Kriterien und wende sie aus meiner Perspektive an ... alle mit einseitigen Wünschen fallen somit raus. Razz
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sex doof
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