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XD





Anmeldungsdatum: 05.12.2011
Beiträge: 38
Wohnort: Berlin
BeitragVerfasst am: Fr Dez 09, 2011 20:43    Titel: Komisch ... Antworten mit Zitat

Hallo,

habt ihr euren Freunden und der Familie schon mal erklaert, dass ihr asexuell orientiert seit und wie haben die dann reagiert?

XD
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Windsurfhippie




Alter: 42
Anmeldungsdatum: 13.08.2005
Beiträge: 671
Wohnort: Ein alter Bunker Nähe Kiel-Gaarden
BeitragVerfasst am: So Dez 11, 2011 23:23    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe einmal die grenzenlose Dummheit begangen, als ich noch nicht ganz sicher war, ob es nun "schwul" oder homo-asexuell ist, auf die Nerverei bei meiner Tante darum, wann ich denn nun endlich mal eine Freundin vorstellen würde, heraten wolle, mit einem ordentlichen Mädchen aufwarten würde ect, geantwortet, dass es keine Freundin geben könnte, bestenfalls und eventuell mal einen Freund. An dem Tag konnte man fast spüren, wie die Zimmertemperatur um 5 Grad runter ging -- in den Gemütern der Anwesenden jedenfalls, und wie deren Gesichter sich in Richtung Angewidertsein veränderten. Minutenlange Stille...Leider war an dem Tag auch gerade eine der Familien-Zusammenkünfte, und viele Cousins mit ihren Frauen und Cousinen mit ihren Männern waren da.

seit dem Tag -- da war ich 28 oder so -- ist der Kontakt zur weiteren Verwandtschaft beendet.

Abgesehen davon, dass es da so lief, nehme ich an, dass eine Eröffnung um Asexualität leichter hingenommen werden könnte. Die Beleidigung des allgemeinen Ansehens der Familie wäre durch eine weniger sofortverständliche und weniger abnorm wirkende Neuigkeit vermutlich nicht ganz so harsch, bzw. die Reaktion vielleicht erträglicher.
Ich weiß allerdings nicht, wie Leute mit Asexualität umgehen können, die katechistisch katholisch geprägt wurden. Es gibt doch so einige Leute, die den Begriff noch nicht mal kennen.
_________________
Normalität im Bezug auf den Menschen wird durch die Erkenntnis über das Individuum ad absurdum geführt.
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Fellgesellschaft




Alter: 44
Anmeldungsdatum: 25.03.2009
Beiträge: 486
Wohnort: Dortmund
BeitragVerfasst am: So Dez 11, 2011 23:38    Titel: Antworten mit Zitat

Nabend,

Windsurfhippie hat folgendes geschrieben:

Ich weiß allerdings nicht, wie Leute mit Asexualität umgehen können, die katechistisch katholisch geprägt wurden.


Meine Mutter ist Hardcore-katholisch und geht davon, aus dass Sexualität erst durch die Heirat (die in der Kirche) entsteht. Folglich sind für sie alle Unverheirateten sowieso asexuell, außer dass sie dann ja auch kein Wort dafür braucht, weil es der Normalzustand ist ...

... und sie nimmt es mir heute noch übel, dass ich ihr mitgeteilt habe, wie viele Frauen mein kleiner Bruder so (größenordnungsmäßig) über die Bettmatratze gezogen hat, weil das muss ja üble Nachrede sein, da es ja physisch unmöglich ist, dass er gedingst hat, während er nicht verheiratet war (zwischendrin war er's sogar mal, das hat aber auch nur minimal länger gehalten als bei Kim Kardashian).

Rolling Eyes
das Felldings
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Lennon




Alter: 28
Anmeldungsdatum: 16.02.2011
Beiträge: 1550
Wohnort: Rheinhessen
BeitragVerfasst am: So Dez 11, 2011 23:55    Titel: Antworten mit Zitat

Fellgesellschaft hat folgendes geschrieben:
Meine Mutter ist Hardcore-katholisch und geht davon, aus dass Sexualität erst durch die Heirat (die in der Kirche) entsteht. Folglich sind für sie alle Unverheirateten sowieso asexuell, außer dass sie dann ja auch kein Wort dafür braucht, weil es der Normalzustand ist ...

Ist ja schräg o_ô
Und wie erklärt sie sich uneheliche Kinder?
_________________
Jeder hat ein Recht auf Diskriminierung.
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Fellgesellschaft




Alter: 44
Anmeldungsdatum: 25.03.2009
Beiträge: 486
Wohnort: Dortmund
BeitragVerfasst am: Mo Dez 12, 2011 0:01    Titel: Antworten mit Zitat

Nahmt,

uneheliche Kinder haben nur Heiden, und bei denen ist doch eh ne Schraube locker ... oder so. Will sagen: Darüber denkt sie nicht nach, da es nur asozialen Pöbel betrifft, über den sie halt nicht nachdenkt.

Laughing
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Windsurfhippie




Alter: 42
Anmeldungsdatum: 13.08.2005
Beiträge: 671
Wohnort: Ein alter Bunker Nähe Kiel-Gaarden
BeitragVerfasst am: Mo Dez 12, 2011 17:28    Titel: Antworten mit Zitat

Mein Beileid@Fellgesellschaft, bzw. meine Bewunderung für einen derart konsequenten Glauben Deiner Mutter, der die Realität gleich kategorisch blockieren kann, daher dann aber eine seltene, fast intrinsische Toleranz hervorbringt.

Mein Vater hätte gesagt, dass bei unehelichen Kindern ungefähr der Teufel verführt hat. Über meine Freundinnen-Abstinenz hat er die Erklärung über eine "Hin-Beterin" übernommen, die aus meinem Foto und Haaren von mir im Zwie-Entscheid mit irgend so nem Heiligen die Erkenntnis gewonnen hat, dass ich Probleme mit den Frauen hätte.
Die Erklärung "Aexualität" ohne irgendwelche Zusätze hättre mir vermutlich auch diese seltsamen Alternativ-Erlärversuche über den Rat Dritter und Fremder erspart.
_________________
Normalität im Bezug auf den Menschen wird durch die Erkenntnis über das Individuum ad absurdum geführt.
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Zenon




Alter: 25
Anmeldungsdatum: 26.04.2011
Beiträge: 239
Wohnort: Raum Basel
BeitragVerfasst am: Di Dez 13, 2011 13:28    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe mich zweimal geoutet.

Das erste Mal vor meiner besten Freundin, die aber nicht allzu stark auf das Thema einging, sodass ich nicht weiss, ob sie es einfach nur akzeptiert und keine Probleme damit hat, oder aber, ob sie es nicht versteht und nicht nachfragen möchte.

Das zweite Mal war in einer Jugendgruppe für homo- und bisexuelle Jugendliche und junge Erwachsene, in der ich mich ehrenamtlich beteilige (keine Therapiegruppe, oder sowas, sondern einfach nur ein Treffpunkt um unter seinesgleichen zu sein Wink). Dort diskutierten wir eines Abends über Begriffe wie Transsexualität und dabei kam die Sprache auch auf die Asexualität. Diejenigen, die mir am engsten stehen, haben intensiv im privaten Rahmen dann noch nachgefragt, sich sehr interessiert gezeigt und es auch versucht, zu verstehen. Der Vorteil hierbei ist, dass Lesben und Schwule diese Thematik durchaus nachvollziehen können, da bei ihnen die Asexualität in dem Sinne ja bei einem Geschlecht auch wirklich erkannt und akzeptiert wurde (was bei Heteros bspw. meist nicht der Fall ist). Es gab aber auch einige in der Gruppe, die verständnislos reagierten oder aber gar nicht darauf eingingen.
_________________
Sorge dich um den Beifall der Leute, und du wirst ihr Gefangener sein.
Verrichte dein Werk, tritt dann zurück. Das ist der Weg zur Gelassenheit.
~~ Daodejing ~~
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spn




Alter: 32
Anmeldungsdatum: 25.08.2010
Beiträge: 814
Wohnort: absent
BeitragVerfasst am: Di Jan 10, 2012 9:27    Titel: Antworten mit Zitat

Windsurfhippie hat folgendes geschrieben:
Ich weiß allerdings nicht, wie Leute mit Asexualität umgehen können, die katechistisch katholisch geprägt wurden. Es gibt doch so einige Leute, die den Begriff noch nicht mal kennen.


Dabei könnte man doch superstrengen Katholiken in der Familie, um Ruhe vor ihnen zu haben, Asexualität bestimmt als eine persönliche Entscheidung zum Zölibat verkaufen, von der sie schlichtweg begeistert sein müßten? Konsequente selbstauferlegte Entsagung der sündigen Fleischeslust und so, womöglich müßte man aufpassen, daß sie einen nicht plötzlich zum Heiligen erklären wollen? ;)
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Wauwau




Alter: 37
Anmeldungsdatum: 05.04.2007
Beiträge: 1905
Wohnort: Wien
BeitragVerfasst am: Mi Jan 11, 2012 6:35    Titel: Antworten mit Zitat

@Windsurfhippie: Du hast es auch nicht leicht.

Hab das Wort "asexuell" mehrmals gegenüber Freundinnen gebraucht. Die fanden es großteils ganz normal, weil sie selber ein spätes erstes Mal oder sehr lange Unlust-Phasen hatten.

Gegenüber meiner Familie lasse ich das Thema vom Tisch.
Die sind schon fassungslos, dass ich im Job oft und ausführlich über Sex rede. Früher gabs das nicht.
Schwulsein ist eine Schande, dafür würden wir enterbt.
Ich werde mich hüten, im Detail breit zu treten, was mir gefällt und dass ich keine spießbürgerliche Beziehung habe.
Für meine Familie (und nicht nur für die) ist es unverständlich, dass sich eine langfristige und liebevolle Beziehung aufbauen kann, ohne dass die Beteiligten binnen Wochen miteinander ins Bett fallen und ohne dass man sich gegenseitig eifersüchtig bewacht.
_________________
Then let us pray that come it may /As come it will for a´that/ That Man to Man the world o´er/ Shall brothers be for a´that. (Robert Burns)
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Liro




Alter: 27
Anmeldungsdatum: 01.08.2010
Beiträge: 346
Wohnort: OWL
BeitragVerfasst am: Fr Jan 13, 2012 13:50    Titel: Antworten mit Zitat

Ehrlich gesagt bin ich regelrecht schockiert, wenn ich sowas lese, was Windsurfhippie geschrieben hat. Dass Familienmitglieder den Kontakt komplett abbrechen, nur weil die sexuelle Ausrichtung nicht dem Mainstream entspricht.
Manchmal wunderts es mich doch, wie stark manche Familien noch Werte wie "Familienstolz" vertreten und vor allem, wie sie diese Werte definieren. Dabei sollte man doch annehmen, dass die Gesellschaft inzwischen so aufgeklärt ist, dass Lebensstile und die Vorlieben der Menschen sehr unterschiedlich sein können.

Und dieser Ultra-Katholizismus, den Fellgesellschaft bei ihrer Mutter erlebt... Ich glaube die meisten Menschen sehen diese Ausführungen als lustige Anekdote für zwischendurch. Ein Wunder, dass ihr noch nicht vermittelt wurde, wie albern ihre Ansichten sind. Irgendwie scheint sie es zu schaffen, ihre Ansichten vor der Realität beschützen zu können...

Eine Frage, die mich in diesem ganzen Zusammenhang interessiert ist, ob ihr es auch so anstrengend findet, sich in Gruppen, unter Bekannten oder auch in der Familie ständig verstellen zu müssen, wenn gewisse Themen zu sprechen kommen. ...sich ständg irgendwelche Geschichten ausdenken müssen bzw. immer spontan eine Idee haben zu müssen, wie man auf gewisse Dinge so antwortet, damit nichts "auffliegt". Sicher kann man zu vielem Schweigen, aber das ist dann auch nicht immer die beste Lösung oder? Manchmal spür ich richtig, wie das anstrengt - und an manchen Abenden komme ich dann total erschöpft nach Hause und habe gar keinen Nerv mehr noch irgendwas zu machen.
Kennt ihr das auch?
_________________
"Es gibt überall Blumen für den, der sie sehen will."
-Henri Matisse

Meine Kurzgeschichten:
http://aven-forum.de/viewtopic.php?t=6833

Meine lange Geschichte:
http://aven-forum.de/viewtopic.php?t=7488
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Windsurfhippie




Alter: 42
Anmeldungsdatum: 13.08.2005
Beiträge: 671
Wohnort: Ein alter Bunker Nähe Kiel-Gaarden
BeitragVerfasst am: Fr Jan 13, 2012 21:02    Titel: Antworten mit Zitat

spn hat folgendes geschrieben:


Dabei könnte man doch superstrengen Katholiken in der Familie, um Ruhe vor ihnen zu haben, Asexualität bestimmt als eine persönliche Entscheidung zum Zölibat verkaufen, von der sie schlichtweg begeistert sein müßten? Konsequente selbstauferlegte Entsagung der sündigen Fleischeslust und so, womöglich müßte man aufpassen, daß sie einen nicht plötzlich zum Heiligen erklären wollen? Wink


Das wäre eine gute Option gewesen, wenn ich dem Berufswunsch meines Vaters entsprochen hätte, und katholischer Priester geworden wäre. Sich aber nur der Tarnung und des Familienfriedens wegen in eine noch konträrere Richtung zu flüchten, als es das Unterdrücken jeglicher Gedanken an eine Idee von freien Orientierungen gewesen ist, hätte aber bestimmt andere Probleme verursacht. Ein Agnostiker, der so tun muss, als wäre er gläubig... ich glaube das wäre um Längen schwieriger geworden. An die Option hat man damals aber nicht gedacht.

@Liro : Erschrecken wollte ich damit keinen...ist halt nur ein Lebenslaufs-Ausschnitt. Keine Sorge... für mich war es auch völlig neu und überraschend, als ich nach Canada ging und eine ganz andere, offene, moderne Gesellschaft erlebte. Vieles hat mich zuerst auch erschreckt, war verwirrend, wie das nur möglich sein konnte, so einen offenen Umgang untereinander zu haben. Letztendlch eine gewisse Befreiung, Erleichterung mit einem gewissen Hauch von Traum-Character auch. Das sind wohl die Unterschiede zwischen Gegenden und dem subgesellschaftlichen Fortschritt. Sicher haben es die Nachwachsenden heute auch in den Dörfern etwas leichter, und im Vergleich zu meiner Zeit und den Erzählungen der Alten nach, muss es früher noch 10 Mal schlimmer gewesen sein. Die heutige, weitum vertretene Auffassung von Werten, Ethik und Toleranz existierte damals nicht. In vielen ländlichen Regionen hat das noch heute wenig Geltung, es ist quasi eine Trend-Philosophie, so ähnlich wie das mit den Menschenrechten nur eine Sammlung philosophischer Ideen ist. Die Leute entscheiden nach der eigenen Nase, ob sie das brauchen oder weglassen.

Zu sehr verstellen musste ich mich zuhause nun nicht, nur den Teil meiner Gedanken geheimhalten, der in Richtung Gefühle für Menschen oder Vorstellungen von Partner-Hypothesen ging. Man hat als Kind bereits gelernt, wo die Abweichungen sind, und dass es verbotene Gedanken, so gesehen sündige, lästerliche, nach der Idee der Katholischen abscheuliche Bereiche sind, in die diese Gedanken gehen. Das ging erst einher mit einer Überlast an Schuldgefühl und Selbstablehnung, daraus der Folge von Selbstdisziplin (ich hatte da schon andere Glaubensarten gewälzt und war ne Zeitlang auf Buddhismus und Hinduismus gekommen, gefühlsmäßig aber eher so der Skeptiker ) So hat man Gefühle zu kontrollieren und abzudrosseln gelernt, sie waren etwas Verbotenes, das im Miteinander keine Gültigkeit zu erwarten hätte. Man musste ja auch vorsichtig sein, dass niemand ein Fitzelchen merkt, falls man etwas merken könnte. So groß wurden diese verbotenen Gedanken nicht, dass sie sich im Verhalten gezeigt hätten, da habe ich schon immer fein drauf geachtet. Auch kamen die von Dir angedeuteten Themen so gut wie nicht vor, bis eben hin zu dieser Fragerei nach Freundin und Interesse an Mädchen im größeren Kreis bei der Tante, wenn die Familienzusammenkunft war. Auch in den ersten Fragen hatte ich mich nicht verstellt und lediglich gemeint, mich interessieren halt andere Dinge mehr, die Vogelarten von Galapagos, das Universum, die Idee der Wiedergeburt, Raumfahrt ect.

Anstrengend oder nervend empfand ich mehr das Theater, als so langsam rumkam, dass ich aus der Kirche raus will, und diesen Zwang, in die Kirche getrieben zu werden,deren Rituale mitmachen zu müssen. Glücklicherweise war grade Mutter nicht so extrem damit wie Vater, trotz der katechistischen Verhornung im Kopf waren die im Vergleich zu anderen in dem Dorf noch human uns Kindern gegenüber. Trotzdem war es wegen noch anderer Dinge ne schreckliche Zeit. Kindheit -- ist etwas, was der Mensch nicht braucht, sag ich immer. Ich wäre lieber als Erwachsener geboren worden.
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liberty




Alter: 25
Anmeldungsdatum: 08.02.2008
Beiträge: 1143
Wohnort: Wien
BeitragVerfasst am: Do Jan 19, 2012 1:28    Titel: Antworten mit Zitat

meine erfahrungen waren vorwiegend gut.

6 meiner freunde wissen inzwischen bescheid, und nur eine hat schlecht reagiert, aber erst im nachhinein.
wir hatten deshalb einen riesen streit und sie behauptet es wäre alles ein missverständnis meinerseits gewesen, aber ich bin mir da sehr unsicher.

ich würds trotzdem jederzeit wieder tun. guten freunden sollte man so etwas sagen können ohne dass sich etwas zwischen euch ändert. wenn jemand so reagiert wie meine freundin, gut, dann halte ich mich von so jemandem lieber fern.

meiner familie erzähl ich es (vorerst) nicht. ich denke nicht dass sie schlecht reagieren würden (meine mutter allerdings glaubt nicht dass es asexualität gibt...) aber da ist es für mich nicht leicht abstand zu halten sollte sich doch etwas zwischen uns ändern.
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Lennon




Alter: 28
Anmeldungsdatum: 16.02.2011
Beiträge: 1550
Wohnort: Rheinhessen
BeitragVerfasst am: Do Jan 19, 2012 1:54    Titel: Antworten mit Zitat

An Silvester hab ich mich auf einer Party (bzw. beim Vorglühen bevor die weiteren - mir weitestgehend unbekannten - Gäste eintrafen) vor einigen Freunden und Bekannten 'geoutet'.

Es wurd wie üblich gefragt was man grad so macht und was sich in den letzten Monaten so getan hat, woraufhin ich erklärt habe, dass ich mich hin und wieder mit einem Mann aus dem Internet treffe. Und dann fügte ich hinzu, dass es sich um einen asexuellen Kontakte handle, der sehr gut funktioniert, weil ich ebenfalls asexuell bin.
Ungefähr 5-10 Minuten lang wurden höflich-neugierige Fragen gestellt und dann ging man zu einem interessanteren Thema über.

Genausogut hätte ich von nem neuen Tattoo sprechen können. Und das hätte wahrscheinlich größeres Interesse hervorgerufen.
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Jeder hat ein Recht auf Diskriminierung.
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youngtimer




Alter: 43
Anmeldungsdatum: 19.01.2012
Beiträge: 8
BeitragVerfasst am: Do Jan 19, 2012 21:58    Titel: Antworten mit Zitat

Windsurfhippie hat folgendes geschrieben:

Ich weiß allerdings nicht, wie Leute mit Asexualität umgehen können, die katechistisch katholisch geprägt wurden.


Fellgesellschaft hat folgendes geschrieben:

Meine Mutter ist Hardcore-katholisch und geht davon, aus dass Sexualität erst durch die Heirat (die in der Kirche) entsteht. Folglich sind für sie alle Unverheirateten sowieso asexuell, außer dass sie dann ja auch kein Wort dafür braucht, weil es der Normalzustand ist ...


Wir hatten in unserer Verwandtschaft auch mal so eine Betschwester, die ihre Verklemmtheit hinter ihrer asketischen Frömmigkeit versteckt hat.
So was gibt´s immer mal wieder.

Aber: das sind die Ausnahmen. Die meisten Katholiken, die ich kenne, handeln nach dem Motto leben und leben lassen.
Unterschiede gibt´s eher schon je nach Landstrich: Im schwäbischen Oberland hat man zur Sexualität vermutlich eine andere Vorstellung wie im jecken Kölle.
Genauso wie es Unterschiede zwischen württembergischen Pietisten und liberalen Berliner Protestanten gibt.

Gruß,
YT

P.S.: warum wird das Zitat nicht so angezeigt, wie ich es will?
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Shinae





Anmeldungsdatum: 17.11.2010
Beiträge: 656
BeitragVerfasst am: Do Jan 19, 2012 22:19    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
P.S.: warum wird das Zitat nicht so angezeigt, wie ich es will?


Weil der gute Youngtimer den BBCode nicht deaktiviert hat (und auch die kleine Shinae hatte zu Beginn eine harte Zeit dies zu lernen) Mr. Green . Sorry dass ich ansonsten keinen konstruktiven Beitrag zum Thema leisten kann... aber mir war grad so nach klugscheissern...
_________________
Amantes amentes.
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