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Als Partner einer asexuellen Person
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Rubens





Anmeldungsdatum: 15.04.2005
Beiträge: 2
BeitragVerfasst am: So Apr 24, 2005 22:21    Titel: Als Partner einer asexuellen Person Antworten mit Zitat

Hallo,
hier ein neuer Beitrag, weil ich im Forum nichts gefunden habe über die Partner von asexuellen Personen. Da könnte ich nochmal ein paar Tipps gebrauchen ..

Zum Thema.
Seit frühester Kindheit habe ich einen ziemlich ausgeprägten Sexualtrieb und habe diesen bei diversen Partnern in meiner "Jugend" (bin heute 40) meist auch ganz gut ausleben können. Dann habe ich meine heutige Frau kennen und lieben gelernt. Ausschlaggebend für die Beziehung war wohl, dass sie bis dato für mich die einzige Frau war, die geistig "auf meiner Ebene funkte" und dass sie es durch ihre ausgeglichene Art geschafft hat, ein bisschen Ruhe und Gelassenheit in mein bis dahin ziemlich hektisches und nervöses Leben zu bringen.

Was von Anfang an nicht geklappt hat, war die Sexualität zwischen uns beiden. Bei ihr war und ist der Sexualtrieb gleich Null.
Anfangs habe ich gedacht, dass sich das warscheinlich noch ändert, wenn sie mich nur mal ein bisschen mehr kennen lernt und habe geglaubt, dass sie durch ihre Erziehung halt nur ziemlich verklemmt ist.
Aber nach ein paar Ehejahren und unzähligen sexuellen Frusterlebnissen habe ich mit der Zeit gerafft, dass das bei ihr wohl nicht an der Erziehung liegt. Es liegt einfach daran, dass sie keinerlei sexuelles Verlangen hat und auch kaum was dabei fühlt.

Leider reden wir über Sexualität und Gefühle nicht mehr viel miteinander, weil das in der Vergangenheit immer zu Frust geführt hat. Auch ohne dass ich mit ihr direkt über meine sexuellen Wünsche und Vorlieben spreche, sondern auf der Suche nach Lösungen nur eben über unsere unterschiedlichen Bedürfnisse hinsichtlich Frequenz und Intensität des Körperkontaktes, etc., fühlt sie sich von mir schon bedrängt und ich komme mir am Ende vor wie ein "notgeiler Triebtäter" ...

Und nun versuche ich, mir meinen Sexualtrieb abzugewöhnen und hoffe, mein Verlangen irgendwann in den Griff zu bekommen - bzw. irgenwann abgestellt zu haben. Das Problem ist halt nur, dass ich mine Frau nicht nur geistig, sondern auch körperlich immernoch mega attraktiv finde und so wird es für mich immer wieder zur Qual, wenn sie - z.B. im Bad - mal nackt vor mir steht.

Aber kann man eine Ehe organisieren, ohne dass man sich auch mal nackt sieht. Das Problem ist halt auch, dass ich andere Zärtlichkeiten wie Umarmungen, Küsse, Streicheleinheiten, etc. emotional nicht von meinem Verlangen nach körperlicher Liebe trennen kann.
Und so leidet das eine, wenn ich das andere abstelle.

Wem geht´s ähnlich ? Wer hat ebenfalls asexuelle Partner und kann mit mir seine Erfahrungen austauschen. Vielleicht bringt mich der Gedankenaustausch ja auf eine Idee, wie es weitergehen kann.
Ich jedenfalls bin ziemlich Ratlos ...
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xaida




Alter: 36
Anmeldungsdatum: 18.01.2005
Beiträge: 1598
Wohnort: Berlin
BeitragVerfasst am: Mo Apr 25, 2005 0:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo und herzlich willkommen im Forum Smile

Wir hatten tatsächlich schon einmal einen Thread, dessen Autor ein ähnliches Problem hatte. Ich hoffe, die Antworten helfen Dir ein wenig weiter. http://asexuality.org/viewtopic.php?t=284

Nun weiss ich nicht, was ich zu so einer schwierigen Situation noch sagen könnte - besonders, wo ich selbst nie in solchen Spannungen leben musste - ausser vielleicht ... dass Du ganz sicher kein "notgeiler Triebtäter" bist, dass Beziehungen zwischen zwei sexuellen Orientierungen immer so gut wie unmöglich sind, dass Ihr nur miteinander - nicht einer mit uns Wink - reden und zusammen einen Weg finden könnt und dass ich mich sehr freuen würde, wenn Du Deine Erfahrungen dann mit uns teilst. Sicher befinden sich zur Zeit sehr viele Beziehungen in diesem Konflikt und haben nur noch keinen Platz und keine Möglichkeit darüber zu reden.

Einen Sexualtrieb abzugewöhnen halte ich für genauso unmöglich wie ihn sich anzugewöhnen. Aber vielleicht könnt Ihr einen guten Kompromiss schaffen, indem Ihr versucht herauszufinden, wo genau die Grenzen liegen und was der eine für den anderen zulassen könnte.

Ich frage mich, warum es zu Frust führt, wenn Ihr miteinander über Eure Gefühle redet. Du scheinst äusserst verständnisvoll und an einer konstruktiven Lösung für beide interessiert zu sein. Da Ihr ja sicher beide das Gefühl habt, dass dieser Konflikt nicht am anderen und ebenso wenig an einem selbst liegt, meinst Du damit sicher eher, dass die Ausweglosigkeit frustrierend ist, als eine eventuelle Schuldzuweisung, stimmts?


Zuletzt bearbeitet von xaida am Do Okt 06, 2005 9:31, insgesamt einmal bearbeitet
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Rubens





Anmeldungsdatum: 15.04.2005
Beiträge: 2
BeitragVerfasst am: Mo Apr 25, 2005 8:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Xaida,
vielen Dank für Deinen Input.
Den Link, den Du mir angehängt hast, kannte ich schon. Hat mich aber schon beim ersten Lesen irgendwie nicht viel weiter gebracht und so denke ich doch schon, dass mir ein Austausch unter Gleichgesinnten im Forum (oder auch per E-Mail) was bringen könnte. Zu erfahren, dass evtl. noch mehr Menschen mit dem gleichen Problem herumlaufen, das streichelt die Seele und ist in diesem Sinne sicherlich auch eine Hilfe.

Da ist deine Bemerkung "dass Beziehungen zwischen zwei sexuellen Orientierungen immer so gut wie unmöglich sind" ein echter Tiefschlag für mich. Woher willst Du das wissen. Bist Du Psychologe oder kannst Du das zu mindest mit wissenschaftlichen Studien belegen ?

Ich jedenfalls habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben und hoffe auf regen Austausch mit anderen Betroffenen.
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xaida




Alter: 36
Anmeldungsdatum: 18.01.2005
Beiträge: 1598
Wohnort: Berlin
BeitragVerfasst am: Mo Apr 25, 2005 10:20    Titel: Antworten mit Zitat

Och, entschuldige. Ich wollte wirklich keine Absolutwahrheit aufstellen oder Dir sogar Hoffnungen nehmen! "So gut wie unmöglich" heisst doch eher "sehr schwierig" und nicht vollkommen unmöglich. Schliesslich hatte ich auch eine Beziehung mit einem Bisexuellen, der in der Zeit der Beziehung auf Sexualität verzichtet hat. Es schien ihm überhaupt nichts auszumachen. Er meinte nur, er habe zwei gesunde Hände. Deshalb kann ich Dir von ihm keine Tips geben Sad
Auch gibt es im Forum viele Positivberichte von Beziehungen zwischen Sexuellen und Asexuellen, die geklappt haben. Deshalb könnte ich nicht sagen, dass es unmöglich ist. Und da der Thread nach Tips fragt und nicht nach Meinungen, halte ich mich jetzt hier raus Wink Und wünsche Dir viel Glück, dass Du die Antworten findest, die Dich weiterbringen können Smile
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Urmel




Alter: 40
Anmeldungsdatum: 25.04.2005
Beiträge: 2
BeitragVerfasst am: Mo Apr 25, 2005 19:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Du,
also ich bin wohl genau in der Lage, in der sich Deine Frau befinden muß. Ich habe seit nun 5 Jahren einen festen Partner. Der Alltag und die geistige Verbundenheit funktionieren wunderbar, nur das mit der Sexualität nicht. Dieses Problem hatte ich schon in früheren Partnerschaften nach einer gewissen Zeit.Ich hätte sehr großes Interesse daran, mich mit Dir auszutauschen. Da ich mit meinem Feund wegen dem von Dir ebenfalls erwähnten Frust nicht mehr darüber rede, wär es für mich sehr hilfreich, mehr von jemandem in seiner Lage zu erfahren, um auch ihn so besser verstehen zu können. Embarassed
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immmi





Anmeldungsdatum: 29.04.2005
Beiträge: 18
BeitragVerfasst am: Di Mai 03, 2005 16:38    Titel: Re: Als Partner einer asexuellen Person Antworten mit Zitat

Rubens hat folgendes geschrieben:


Und nun versuche ich, mir meinen Sexualtrieb abzugewöhnen und hoffe, mein Verlangen irgendwann in den Griff zu bekommen - bzw. irgenwann abgestellt zu haben. Das Problem ist halt nur, dass ich mine Frau nicht nur geistig, sondern auch körperlich immernoch mega attraktiv finde und so wird es für mich immer wieder zur Qual, wenn sie - z.B. im Bad - mal nackt vor mir steht.
...


huhu rubens.....

dein beschriebenes problem kenne ich nur zu gut.....mir geht es ähnlich....und auch ich habe natürlich (leider) kein patentrezept....solltest du auf eines stossen, lass es mich bitte bitte wissen!!!

ich glaube nicht -jedenfalls für mich-, dass man sich einen sexualtrieb komplett abgewöhnen kann wie rauchen oder fingernägelkauen....
ich habe das glück, dass mein freund körperkontakt nicht komplett ablehnt (er hat nicht´s gegen kuscheln, küssen oder gegenseitiges einseifen beim duschen o.ä.)....das steigert natürlich einerseits mein verlangen nicht unwesentlich, andererseits versuche ich das was er zuläßt -ohne damit schwierigkeiten zuhaben- einfach zu geniessen und befriedige mich später in gedanken daran selbst
(ich hoffe, dass war jetzt nicht zu offen und zu bildlich....wenn dann möge der moderator es bitte streichen!!!sorry)

....was ich einfach versuche, ist mit dem zufrieden zu sein, was ich habe (es könnte weniger sein-nämlich gar nichts)...leider klappt das nicht immer und ist auch bei mir teilweise mit sehr viel frust verbunden...

ich habe hier teilweise den vorschlag gelesen, einfach mit einer anderen person sex zuhaben...aber das halte ich für eine sehr schlechte lösung/für mich zumindest unvorstellbar....es ändert ja nichts an dem eigentlichen problem:das verlangen nach dem partner
....sonst bin ich auch noch nicht auf lösungen gestossen---aber ich gebe die hoffnung nicht auf!!!!

ich wünsche dir ganz viel kraft
gruß immi
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venus
Gast




BeitragVerfasst am: Mo Jun 06, 2005 20:26    Titel: mir geht es ähnlich wie dir Antworten mit Zitat

Lieber Ruben

ich bin 45 und seit 10 jahren mit meinem mann zusammen. das, was du schilderst, kenne ich aus eigener erfahrung. auch ich wunderte mich zu bginn unserer beziehung sehr über das verhalten meines mannes und versuchte ihm mit geduld zu begegnen, in der hoffnung, dass er mit wachsendem vertrauen und zuneigung sich öffnen würde. als ich eines tages eine andere beziehung einging, war das der grund, in anschluss an diese endlich eine paartherapie zu machen, mit dem fazit, dass der therapeut uns empfahl, dass wir als paar sehr viele innige und bindende gemeinsamkeiten und somit eien starke basis haben, ich mir jedoch in gegenseitigem einverständnis meine sehnsucht nach zärtlichkeit und sexualität ausserhalb der ehe holen solle. mein mann war davon sehr angetan, weil er sich dadurch von schuldgefühlen aufgrund meines wunsches nach mehr als nur intellektuellen gesprächen entlastet fühlen würde. er bot mir sogar an, dass ich jederzeit über nacht und das wochenende wegbleiben könne. ich verstand die welt nicht mehr und fühlte mich verraten. heute schlafen wir ab und zu miteinander, aber es kommt kaum vor, dass mein mann die initiative ergreift, was mich auch wieder schmerzt. wenn ich die sexualität von unserer beziehung abstrahiere, dann bleibt unter dem strich eine wunderbare beziehung. auch ich habe versucht, mir die sehnsucht abzugewöhnen, vorallem, als ich mich für meinen mann entschieden habe. es ging nicht!!! heute nehme ich mir die freiheit, ab und zu mit einem mann zu schlafen, ihn aber nicht zu nahe an mich rankommen zu lassen, da ich angst habe, ich könnte dann doch noch das "missing link" finden und mich verlieren. mein mann weiss nichts davon, da ich ihm keine kränkung zufügen will. ich dachte nie, dass ich je so weit kommen würde. für mich hat sexualität einen sehr hohen stellenwert und ich habe viele tagträume und fantasien diesbezüglich, die ich nun in ganz bescheidenem masse lebe. manchmal denke ich, dass mein mann sich eine frau ausgesucht hat, durch deren sinnlichkeit er wenigsten das hat, was er nicht in sich vereint und somit doch zu einer art sozialer anerkennung gelangt ist. ich liebe ihn sehr und denke, dass auch ich einen gewinn in dieser ehe habe...ich definiere gerne, dass wir eine sehr intellektuelle und sophisticated ehe führen und so lerne ich langsam, damit zu leben. auch wenn mein wunsch, geist, körper und seele in ein und der selben beziehung leben zu können, wohl nie in erfüllung gehen wird. aber wie heisst es so schön: es gibt mehrere wahrheiten und somit auch mehrere formen von gelebter beziehung und die transformation der eigenen werte und normen ist wohl häufig ein sehr harter prozess, vorallem auf diesem gebiet.
viel glück und viel kraft!
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habondias





Anmeldungsdatum: 24.02.2005
Beiträge: 17
Wohnort: Ulm
BeitragVerfasst am: Di Jun 14, 2005 21:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Rubens,

war lange nicht mehr im Forum, leider keine Zeit, aber ich denke wir sind in einer ähnlichen Situation.
Bei mir ist es mein Freund, der wohl asexuell zu sein scheint, das Problem mit dem Reden haben wir leider auch, immer wenn ich jenes Thema anschneide bekomme ich keine aussagekräftige Antwort, was einen manchmal frustriert. Daher versuche ich meine Bedürfnisse auszuloten und mit seinen in Einklang zu bringen.
Für mich heißt das, dass wir beide den körperlichen Kontakt brauchen, wir können stundenlang im Bett liegen, kraulen, knuddeln und die Nähe des anderen spüren, aber weiter läuft halt nichts, was ich zu verstehen versuche, mir jedoch auch das Weiterführende ab und an fehlt, mein Körper schreit ja, und mein Verstand nein.
Zumal wir in der Situation einer Wochenendbeziehung leben, was dann ebenso schwierig ist, denn das Verlangen nach Nähe und Berührung wird dann auf die wenige gemeinsame Zeit fokussiert. Und man will sich die wenigen gemeinsamen Woende auch nicht durch eine ewige Diskussion über dieses Thema kaputt machen - also spricht man es über längere Zeit schon gar nicht an.
Ich habe leider auch kein Patentrezept zu diesem Thema, ich versuche halt meine Grenzen bei ihm auzuloten, sage aber auch dass mir was fehlt, damit er nicht ganz aus der Verantwortung genommen wird. So habe ich es inzwischen erreicht, dass er mich "richtig" (wenn auch nur kurz) küsst, ohne dass ich jedesmal einen Kampf um diesen Kuss beginnen muss, einfach weil ich es brauch. Damit bekomm ich zwar wenige "richtige" Küsse, aber die sind dann in meinen Augen auch ernst gemeint, und kommen auch von ihm, ohne dass er sich jedesmal dazu genötigt fühlt.
So, ich komm den mal zum Schluss, da ich auch nicht weiß wie ein gemeinsames Leben ausieht, und auch keinen Rat geben kann. Ich kann halt nur sagen, du bist nicht der Einzige, der einen asexuellen Partner hat, und dass es sicherlich nicht einfacher wird. Ich liebe meinen Freund, und versuche ihn so zu akzeptieren wie er ist, denn bis auf diesen kleinen "Makel" ist er einfach perfekt, und nur deshalb werde ich ihn nicht verlassen

Gruss aus der Ferne

habondias
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Joe40




Alter: 48
Anmeldungsdatum: 16.06.2005
Beiträge: 3
Wohnort: Nähe Köln
BeitragVerfasst am: Do Jun 16, 2005 13:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Rubens,
am Anfang mal ein wenig zu mir, da ich ganz frisch hier in diesem Forum bin.
Generell denke ich, dass wir beide ein sehr ähnliches Problem haben ( asexuelle Ehefrau ) und ich weis im Moment nicht mehr, wie ich mit dieser Sitaution weiter umgehen soll.
Der Sextrieb läßt sich mit ziemlicher Sicherheit zwar eine Zeit unterdrücken, aber ausschalten -knipps Wink -läßt er sich sicher nicht.

Bist du hier im Forum schon weiter gekommen und/oder ein paar "neue Weisheiten" gefunden ??
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Luno





Anmeldungsdatum: 25.06.2005
Beiträge: 9
BeitragVerfasst am: Mo Jun 27, 2005 15:36    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe gestern auch etwas dazu geschrieben, mir geht es ähnlich:

http://www.asexuality.org/de/viewtopic.php?t=728
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Abra





Anmeldungsdatum: 27.06.2005
Beiträge: 2
BeitragVerfasst am: Di Jun 28, 2005 0:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo ihr alle!

Rubens scheint wieder verschwunden zu sein, ist ja auch schon eine Weile her, dass er was gepostet hat...
Na, macht ja nix. Ich wollte nur mal kundtun, dass ich recht erleichtert bin, das Forum gefunden zu haben, auch wenn hier genau so wenige "Patentrezepte" stehen wie sonstwo.
Kurze Vorstellung: ich bin 23, mein Freund und ich sind seit mehr als 6 Jahren zusammen, meine erste richtig lange Beziehung also, es passt wirklich fast alles bei uns, außer der Tatsache, dass ich die einzige bei uns bin, die Sex wichtig findet.
Ich hab unser Problem (klargestellt: nicht SEIN, Problem, nicht mein Problem, sondern das Problem in unser Beziehung) in euren Beträgen wiedererkannt - vor allem die Tatsache, dass sich mit den Jahren eine gewisse Eigendynamik einschleicht, die alles noch viel mehr verschlimmert.
Wenn " der Karren schon mal so verfahren ist", geht keine Berührung mehr, ohne dass der Gedanke an Sex da ist, dann hilft einfach gar nix mehr.
Ich denke, dass es sehr viele Beziehungen gibt, in denen Sex bzw. nicht-Sex ein Konfliktthema ist, man spricht zwar nicht drüber, aber die Andeutungen sind da.
Bis jetzt hab ich allerdings mehr das Gefühl, dass es häufig die Frauen sind, die weniger/ kein Bedürfnis nach Sex haben.
Als Frau sind für mich auch die witzigen Sprüche von FreundInnen und Bekannten schwer zu ertragen, diese Klischeewitzchen vom "immer wollenden" Mann, wo ich mir jedesmal denke, bei uns läuft was falsch.
Oft fühl ich mich als Frau so abgelehnt, dass ich mir denke, es liegt an mir, aber ich weiß ja auch, dass ihn andere Frauen nicht interessieren.
Natürlich hab ich auch schon drüber nachgedacht, ob er in Wirklichkeit mehr auf Männer steht, aber das ist es auch nicht - es ist also schön für mich, das Forum hier gefunden zu haben, dass mir irgendwie doch bestätigt, dass alles einfach so ist, wie es ist, ohne dass man viel drüber rätseln muss.

Ein guter Freund von mir hat sich vor kurzem von seiner langjährigen Freundin getrennt, weil er gedacht hat, er kann die Beziehung ohne Sex nicht weiterführen - nach ein paar Monaten ist er zurückgekommen, weil er gemerkt hat, dass eine funktionierende Beziehung mit einem Menschen, der einem nahe steht einfach so viel wertvoller ist als Sex.
Das denk ich mir auch, deswegen kommt eine Trennung für mich - außer in ganz verzweifelten Stunden - auch nicht in Frage.
Es sind so viele gute Dinge, die ich dafür aufgeben müsste, das ist es nicht wert.
Da liegt schon der Gedanke an eine Affäre zwischendurch näher, aber ich weiß, dass mein Freund in seinem Stolz so gekränkt wäre, dass er mich sofort verlassen würde.
Leider sind wir im Besprechen des Themas nicht besonders gut, einerseits, weil da schon so viele Kränkungen und Vorwürfe passiert sind, andererseits, weil er ja eigentlich kein Problem hat, dass er besprechen möchte.
Fazit: leicht ist es nicht. Es ist zwar nicht so, dass wir gar keinen Sex haben, hin und wieder gelingt es mir, ihn zu verführen (Voraussetzung: vorher keine "fehlgeschlagenen" Versuche, so dass die Situation locker ist), aber was mir so fehlt, ist das verführt werden, es wäre halt so schön, wenn das Verlangen mal von ihm kommen würde.
Noch mehr fehlen mir eigentlich die Küsse, ich glaub, Küsse sind für ihn noch weniger angenehm als Sex.

Nun ja, jedenfalls bin ich froh, mal Menschen gefunden zu haben, denen es ähnlich geht. Klar, ich weiß schon, eigentlich ist das hier ein Forum für Asexualität, aber ich denke, da es viele Beziehungen gibt, in denen ein sexueller Partner mit einem asexuellen Partner zusammenlebt, gehören diese Themen zusammen. Es gibt nun mal keine Foren für "Partner asexueller Menschen" und wenn man im Internet zufällig über das Thema stolpert (so wie ich), sind auch die Partner froh, sich austauschen zu können.
Leider ist es nun mal schwer, einem potentiellen Partner an der Nasenspitze anzusehen, wie groß sein sexuelles Verlangen ist, so dass sich das oft erst rausstellt, wenn man schon richtig verliebt ineinander ist.

Momentan haben wir das Thema ganz gut in Griff, es gelingt mir momentan, mich nicht persönlich zurückgewiesen zu fühlen und mir auch ein bisschen Selbstbestätigung beim Flirt mit Männern zu holen, bei denen ich merke, sie begehren mich.
Das reicht mir fürs Selbstwertgefühl, ich muss dann gar nix mit ihnen anfangen.
Ich denk mir auch: wenn ich mich trennen würd, hätt ich auch keinen Sex, weil dass ich nicht so leicht einen anderen Partner finden würde, mit dem ich mich so gut verstehe und ein so gutes Team bin wie mit meinem Freund, das weiß ich auch.
Das war jetzt schon ein sehr langes Posting, aber es ist halt so gut, seine Gedanken mal mitteilen zu können.
Schönen Gruß,
Abra
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Luno





Anmeldungsdatum: 25.06.2005
Beiträge: 9
BeitragVerfasst am: Di Jun 28, 2005 15:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, Abra,

ALLES was du schreibst passt 1:1 zu meiner Beziehung. Nur umgekehrt! Genau das mit den "fehlgeschlagenen Versuchen vorher", nur man weiß es ja vorher nicht, wann es innerhalb von mehreren Monaten mal zufällig geht. Ein fehlgeschlagener Versuch schiebt es wieder lange hinaus! Auch das Küssen: Ich LIEBE es zu küssen, ich küsse seeehr gerne, aber ich darf ja nicht.

Auch andere Dinge gehen nicht: Mal gemeinsames Duschen oder Baden gibt es gar nicht, eine kleine Zärtlichkeit von ihr aus gaaanz selten mal zwischendurch, aber erst recht nicht öffentlich.

Und es fehlt mir sehr, mal begehrt zu werden, verführt zu werden. Das ist wirklich hart, und für Männer vielleicht härter als für die meisten Frauen.

Aber es ist eben nicht nur, dass, was hier oft geschildert wird, das "Stecksystem" (grauenhafte Bezeichnung) fehlt, es geht ja so gut wie gar nichts bei ihr, mit ihr. Kuscheln höchstens so, wie sich ein Kind an den Papa kuschelt.

Ich fühle mich mittlerweile emotional echt oft tot und lebe vermutlich enthaltsamer als die meisten Mönche im Kloster.

Andererseits liebe ich sie und meine Familie und will sie auf keinen Fall verlieren!

Aber irgendwie kann ich so oder so nur verlieren!
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Dietmar




Alter: 34
Anmeldungsdatum: 27.06.2005
Beiträge: 25
Wohnort: Leipzig
BeitragVerfasst am: Mi Jun 29, 2005 15:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Abra,

du sprichts mir absolut aus dem Herzen. Genau die gleiche Situation kenne ich auch, nur mit dem Unterschied, daß ich derjenige bin, der "nicht will".

Auch bei mir sind Vorwürfe seitens meiner LABA gekommen, ich wäre schwul. Meine Schwiemum ist heute noch der Meinung. Trotz allem ist sie super! .-)

Ich glaube meiner LABA gehts ähnlich wie dir. Ab und zu versucht sie mich zu verführen, ist ihr aber seit über einem Jahr nicht mehr gelungen. Im Gegenteil. Ich "ertrage" immer weniger Körperkontakt. Bei mir ist es noch nicht so schlimm, daß ich Schmerzen empfinde, wenn man mich anfasst, aber zutiefst abstossend ist es schon. Jemand beschrieb es als "innere Panik".
Ich kann mit ihr Händchen halten, aber mehr auch nicht. Küssen ist eine der größten Herausforderungen die man mir stellen kann. für diese Tat brauche ich ne Menge Alkohol oder Drogen um mich zu überwinden. Meine Freundin spricht oft mit mir darüber. Sie erzählt immer, daß sie Nähe brauche, körperliche Nähe, Zärtlichkeit...ich kann mich dann immer nur entschuldigen, daß ich es nicht kann. Abends vorm Fernseher aufm Sofa rückt Sie immer an mich ran. Normalerweise spürt mein Unterbewusstsein dies vorher und just im Moment Ihres "Rückens" bin ich schon ´nen halben Meter weiter. (ja wir haben eine große couch) Aber hi und da schafft sie es doch und dann bekomm ich Gänsehaut und Herzrasen. Allerdings nicht vor Freunde sondern eben Panik. Bevor die Frage kommt, NEIN ich hatte eine SCHÖNE Kindheit, ohne Zwischnfälle.

Hand aufs Knie legen.....Hand in den Nacken..Hand in die Hose, am Arm, Mund am Ohr...etc etc.... GEHT NICHT!

In heftigen Abwehrreaktionen habe ich sie dabei schon von der Couch geschubst. Unabsichtlich. Ein Reflex.

Du bist also nicht allein mit deinem Problem. Meine LABA hat das gleiche.
Trotz allem liebe ich Sie über alles. Alles andere nämlich funktionert bei uns beiden so super, wie noch mit keiner Anderen. Den selben Blödsinn labern, den selben scheiß im Fernsehen schauen, die gleichen blöden Sprüche, ähnliche Freundeskreise und leidenschaftliche Streitgespräche über Politik und anderen Wahnsinn bei dem spätenstens nach 5 Minuten der andere anfängt, ob der Diskussion zu lachen. All das macht unsere Beziehung aus und eben nicht...Sex etc. Für Aussenstehendne sind wir immer ein Traumpaar. Ich sage dann häufig, wir leben Asexuell. Viele fragen dann, was ist das? Ergo: Erklärung. Dann lacht der Rest und kommt 3 wochen später in bierseeliger Launa an und fragt:" sag mal, du musst doch mal deine Frau ***** . Die hats doch auch mal... " Der typische Text eben. Dann lache ich.

Allerdings kann ich es verstehen, daß es für eine/n Sexuelle/n verdammt hart sein muß, wenn nicht sogar unmöglich. Schließlich kann man einem Menschen auch nicht das Essen oder Trinken abgewöhnen. Es sind Grundbedürfnisse, Instinkte. Da gehört Frotpflanzung/Sex dazu.

Die Frage ist nun also, ist es ein Vor- oder ein Nachteil eine Instinkt weniger zu haben?
_________________
Das Leben ist hart, es hat noch keiner überlebt!
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Abra





Anmeldungsdatum: 27.06.2005
Beiträge: 2
BeitragVerfasst am: Di Jul 05, 2005 0:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Dietmar!

Vorteil, Nachteil... Seh das genau wie du - is einfach ein Instinkt, der dumme Fortpflanzungstrieb... Kannst mir glauben, tät mir leichter ohne ihn Confused
Find ich toll, dass ihr - du und deine LABA (interessante Bezeichnung - Lebensabschnittsbewältigungsassistentin...) so offen drüber reden könnt, tät uns einen ordentlichen Schritt weiterhelfen, das zu können.
Trotzdem find ich es toll, hier mal drüber lesen zu können, weil ich seit Jahren einfach versuch, ihn zu VERSTEHEN. Und einfach keine Erklärung bekommen hab. Hier gibt´s mal Erklärungen, wie das ist.
Muss noch eine Menge Aufklärungsarbeit getan werden in die Richtung. Bin eigentlich ein recht offenherziger Mensch, tät mir fast Spaß machen, allen mal ins Gesicht zu sagen: Ja, wir führen eine gute Beziehung. Und: nein, wir haben keinen Sex.
Nix mehr mit Fragen in vertraulichem Ton - sag mal - wie oft denn ihr...
Aber nachdem ich damit ja nicht nur mich "oute", sondern auch meinen Freund, wär das nicht ok - also weiter so tun, als würden wir unser "Pflichtsoll" brav erfüllen wie jeder andere auch.
Wahnsinnig fad eigentlich.
Hab in diese Richtung schon viel gelernt, wenn ich da an die dummen Streits denke, die wir früher deswegen hatten...

Wir stehen uns nahe und auch viel näher als früher mal, wir haben uns auch vor einem halben Jahr verlobt und wollen bald heiraten, aber die Frage, die ich mir stelle ist halt: wär´s nicht doch anders, wenn er eine andere Partnerin hätte?
Ich hätt auch kein Problem damit, wenn er meint, er findet Männer interessanter als Frauen, na klar, ein PERSÖNLCHES Problem schon natürlich, weil er dann weg ist, aber prinzipiell wünsch ich ihm ja genau so wie mir, dass er einfach zufrieden ist und dass es ihm gut geht.
Aber wie gesagt - das is es nicht.
Wie auch immer, jedenfalls finde ich es gut, zu erfahren, dass es einfach Menschen gibt, die keine sexuellen Bedürfnisse haben, dass es also zumindest MÖGLICH ist, dass es nicht an mir liegt...

Mal ein paar Fragen an dich - wenn du erlaubst - musst sie natürlich nicht beantworten, wenn ich dir damit zu nahe trete...
Seh ich das richtig, dass ihr am Anfang der Beziehung mehr körperlichen Kontakt hattet? Bzw. das auch für dich noch nicht so unangenehm war?
Glaubst du trotzdem nicht, dass das was mit eurer Beziehung zu tun hat, dass das nicht mehr so ist?
Bei uns war das auch so und das ist es, was mir immer zu denken gibt - er FAND mich mal begehrenswert - was hat sich da geändert??? Wieso hat er da jetzt eine Panik, die er früher nicht hatte?
Klar, wenn ich von Anfang an anders auf eine Abfuhr reagiert hätte, wären wir vielleicht auch lockerer und er würd gar nicht so einen Stress bekommen, dass es jetzt sein muss und dann läuft gar nix mehr.
Du schreibst auch, dass mit einer Menge Alkohol und Drogen Küsse für dich "bewältigbar" sind - Alkohol und Drogen sind meiner Meinung nach ja aber auch eher "entstressend" - also doch einfach zu viel Druck da, dass das sein MUSS?
Klar, das AUSMASS an sexuellen Bedürfnissen ist bei mir und meinem Freund ganz bestimmt verschieden groß, aber wie´s wär, wenn wir nie so ein Problem draus gemacht hätten, frag ich mich halt auch.
Ich denk, man ist ganz schön von den Medien (Zeitschriften, Statistiken, pseudowitzige Fernsehmoderatoren, ...) verseucht, die einem einreden, dass diese Sexgeschichte so wichtig und überall präsent ist und dass jeder, der da nicht mitmacht, nicht normal ist.
Wenn mir das nie jemand eingeredet hätte, hätt ich sicher von Anfang an anders damit umgehen können und nicht diesen Lernprozess durchmachen müssen.
Wie wär das für dich, wenn deine Freundin ihre Bedürfnisse bei wem anderen stillen würde? Wär das ein akzeptabler Weg für euch? Ich glaub, für mich wär´s ok, aber wohl nicht für meinen Freund.
Das ist eigentlich das Einzige, was ich dran gar nicht verstehen kann. Find ich fast ein bissl egoistisch.
Aber ich geh ja auch nicht mit ihm Fußball spielen und bin grummelig, wenn er zu viel Zeit damit statt mit mir verbringt... Also irgendwie auch wieder verständlich.

Also: Aufklärungsarbeit statt dummer Statistiken!
Lieben Gruß,
Abra
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Dietmar




Alter: 34
Anmeldungsdatum: 27.06.2005
Beiträge: 25
Wohnort: Leipzig
BeitragVerfasst am: Di Jul 05, 2005 19:20    Titel: Antworten mit Zitat

Ola Abra,

gern antworte ich auf deine Fragen.

mehr körperlichen Kontakt hattet?

Ja das siehst du richtig. Hier zieht einfach das "NEU" Argument. Etwas neues ist ja schon aufregendund "man" will sich ja auch beweisen, daß man es grundsätzlich "drauf" hat. ABER: nach 2 Wochen war das vorbei.
Es ging in dieser Zeit bereits darum, eine Beziehung aufzubauen, und zu einer Beziehung gehört das für mich nicht dazu! Ich finde meine LABA immer noch sehr begehrenswert. Auch körperlich. Nur kann ich durch sex oder zärtlichkeit eben keine Befriedigung des Begehrens herbeiführen. ALso kann ichs lassen.

Alkohol und Drogen.............. entstressen und enthemmen...stimmt. Aber in erster Linie verändern sie die Persönlichkeit. Will sagen, zum Zeitpunkt meines "drauf seins" bin ich nicht ich.
Bei sEx & the city wurde es folgendermaßen formuliert.
" Das bin nicht ich, das bin ich, wenn ich meine, von dir falsch wahrgenommen zu werden" '(Aus dem Zusammenhang gerissen, aber thematisch trifft es zu)

deine Freundin ihre Bedürfnisse bei wem anderen stillen würde?

also Eifersucht kenn ich nur Bedingt. Küssen und kuscheln mag gehen, aber vollendeter Sex wäre nicht akzeptabel. Da verläuft eine Grenze.
Es verletzt doch schon sehr stark, wenn SIE sich einem Anderen so stark öffnen würde. Sich ihm quasi hingibt. NEIN das fände ich weiniger erbaulich.

Netten Abend noch und viel Spaß beim "verstehen" Smile

Grüße
Mul
_________________
Das Leben ist hart, es hat noch keiner überlebt!
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